Es haben sich wieder Namensfundstücke bei mir angesammelt, von alt bis neu. Viel Spaß mit
Arnika, Bertwin, Domme, Dorin, Geralf, Germin, Germine, Juma, Kennedy (m), Mita, Quint, Sidar (f), Singa und Tille
Arnika, nicht Annika, ist einerseits ein schöner Pflanzenname, andererseits erinnert er an die Namen auf Arn- wie Arne oder Arnfried. Es ist mir an einer Studentin aufgefallen.
Bertwin mein Griff in die altdeutsche Abteilung, beim Zeitunglesen ist mir ein lebender Namensträger ohne überregionale Bedeutung begegnet
Domme ist mir als Kurzform für Dominik ins Auge gefallen. Eine Kurzform für Dominik war mir vorher nicht geläufig, in meiner Jugend war der Name superselten.
Dorin (m) heißt ein Journalist mit Vornamen. Der Name kommt aus dem Rumänischen.
Geralf Pochop ist mir als Autor über Punk in der DDR aufgefallen. Der Name Geralf hat Stil und erinnert auch ein wenig an Geralt von Riva.
Germin ist mir an einem schon lange emeritierten Physikprofessor aufgefallen. Der Nachname ist typisch deutsch.
Germine habe ich bei der Recherche nach Germin in der Wikipedia entdeckt, die Namensträgerin lebte Anfang des 19. Jahrhunderts.
Juma Kliebenstein ist eine Kinderbuchautorin. Der Name klingt sehr nach Pseudonym, aber ich diesbezüglich nichts eindeutiges gefunden. Ich könnte mir Juma als Zusammenziehung von Julia-Maria vorstellen.
Kennedy (m) Okpola spielt Fußball, dieses Jahr für den SC Paderborn
Mita ist eine Künstlerin und ehemalige Punk-Schlagzeugerin aus der DDR.
Quint ist natürlich eine Kurzform von Quintus. Der Name ist mir an Quint Haidar Aly aufgefallen, der sich für eine digitale Veröffentlichung aller Gerichtsurteile in Deutschland einsetzt.
Sidar (f) ist mir an einer Frau mit bosnischem Nachnamen aufgefallen
Singa ist eine Fernsehmoderatorin, geboren in Hamburg. Der Vorname fiel mir ins Auge, als ich zu Beutolomäus (siehe Namen allein zu Haus von Vivi) recherchiert hatte
Tille Vorname einer kürzlich verstorbenen Frau. Tille könnte eine weibliche Form von Till oder eine Koseform von Ottilie sein.
Es freut mich, elbowin, dass du Singa ausgewählt hast. Sie hat meine Kindheit (und vermutlich auch die von Vivi) geprägt. Der Moderator, der abwechselnd mit ihr im Kinderfernsehen moderiert hat, heißt Juri. Die Namen waren für uns damals beide sehr ungewöhnlich, fast so wie Künstlernamen.
Hat sich eigentlich irgendwer von euch als Kind Gedanken darüber gemacht, dass Moderator:innen auch einen Nachnamen haben?
Domme für Dominik ist in meiner Generation eine geläufige Abkürzung, total spannend, dass du sie gar nicht kennst.
Dorin hat was, ob es wohl mit Doreen verwechselt wird?
Über Juma Kliebenstein habe wir auf diesem Block mal gesprochen, ist ein paar Jahre her, glaube ich.
Meine Name:
Kaysone Phomvihane, laotischer Politiker
Amevou-Ludovic Assemoassa, französisch-togolesischer Fußballspieler
Berno
Folgende Namen stammen aus Babygalerien:
Nichifor Lipan (m)
Nosirjonzoda (f)
Nirinya (f)
Rayhane (f)
Hilbert Meyer, deutscher Pädagoge, Zwillingsbruder Meinert Meyer,
Ortolf von Baierland, Ma.deutscher Arzt
Sibella Laing (Studienfreundin von König Charles)
Dann habe ich eine Doku über eine Familie mit 8 Kinder gesehen(zwischen 24 und 6): Laurentius, Leander, Laetita, Liliana, Leonore, Livarius,Landelin, Linus
Und eine über Drillingsbabys, von denen das letzte leider verstarb: Zoey, Zola, Zhara (sie wurde wie Sarah ausgesprochen). Die Eltern sind ein Deutsch-Ghanaisches Paar. Z als Alliteration finde ich so ungewöhnlich.
Marileen
Ueli Kestenholz, Schweizer Snowboarder und Extremsportler
Minu Barati, Journalistin Die Zeit
Gedeon
Gabourey „Gabby“ Sidibe, US-amerikanische Schauspielerin
Nichifor Lipan ist ein spannendes Kaninchenloch. Der Name Nichifor ist eine rumänische Form von Nikephoros, Lipan ist der rumänische Name eines Fisches (Europäische Äsche) und ein Nachname. Das Kaninchenloch tut sich auf, wenn man beide Namen zusammen sucht, dann findet sich ein rumänischer Roman (Baltagul) in dem es um die Ermordung eines Schäfers namens Nechifor Lipan geht, und wie seine Frau den Mord entdeckt und schließlich aufklärt.
Nosirjonzoda ist wohl tadschikisch, die persische Entsprechung müsste Nasirjanzadeh sein.
Ich kenne viele Dominiks, aber Domme ist mir auch neu. Als Abkürzung ist mir höchstens Domi mit langem O untergekommen.
Aber Ueli ist hier in der Schweiz total normal, nur die Aussprache muss man als Standarddeutsch-sprechender Mensch erstmal üben. Diesen Diphtong gibt’s hier auch mit üe wie in Brüeder (Singular). Beispiel: Da isch min Brüeder Ueli. (Das ist mein Bruder Uli)
Der Schweizer Cousin meines Mannes heißt Ueli. U eli gesprochen.
Einen Mann namens Gedeon kenne ich auch.
Ich hatte tatsächlich mal Kontakt mit einer Julia Maria, die sich Juma nannte.
Quint ist doch durch den Illustrator Quint Buchholz recht bekannt.
Mein neuestes Fundstück: Fotis, griechischer Nachname. Ich tippe auf einen Männernamen mit Licht-Bedeutung (den Frauennamen Fotini kannte ich schon).
Schöne Nachnamen sind Unzeitig und Wettlaufer.
Quint Buchholz hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, obwohl mir einige seiner Bilder (zum Beispiel der Buchtitel von „Sofies Welt“) schon begegnet sind.
Fotis kenne ich tatsächlich als Vornamen, getragen von Fotis Jannidis, Professor für die noch recht neue Disziplin Digital Humanities in Würzburg.
Hehe, genau um diesen Fotis handelt es sich. Wo er in welcher Funktion tätig ist, wusste ich nicht, ich habe den Namen nur in Fußnoten gelesen. Zitiert wird er von der kürzlich erwähnten Seraina. Auf die beiden Personen mit den lustigen Nachnamen bezieht sie sich ebenfalls.
Woher Juma Kliebensteins Name kommt, steht hier: https://blog.beliebte-vornamen.de/2020/10/juma-kliebenstein/ Meine Tochter war mal großer Fan.
Danke dafür, das hatte ich gar nicht mehr im Gedächtnis!
Nebenbei: Könntest Du Singa für ein Namensinterview haben? Was in ihrem Namen steckt, wüsste ich gerne!
Ich habe gerade nur 2 neue Fundstücke: Uso und Teja (m oder f).
Teja könnte eine phonetisch geschriebene Form zu Thea sein, würde ich auf dem Balkan verorten.
Uso ist wegen der Nähe zu Ouzo natürlich nicht besonders deutschlandtauglich, woher kommt der Namensträger?
Ich hab mir den Nachnamen leider nicht notiert, war ein Fund aus der Presse.
Persönlich kenne ich bislang nur einen männlichen Teja (der in Dtschl. wohnt). War wohl auch der Name eines gotischen Königs.
Ich habe noch ein bisschen nachgeschaut, was es mit dem Gotenkönig Teja auf sich hatte: Er war der letzte seines Reiches, der von den oströmischen Feldherren besiegt wurde und in der Schlacht gefallen ist.
Als literarische Figur taucht er in „Ein Kampf um Rom“ von Franz Dehn auf, ein Roman, der sich lange sehr gut verkauft hat.
Mir war Domme als Kurzform zu Dominik auch noch gar nicht geläufig. Klingt aber auch eher nordisch. Hier im Süden heißen alle Dominiks die ich kenne mit Spitznamen Domi.
Dorin kannte ich bereits. Ist einer von sehr vielen rumänischen Vornamen auf -in. Ich kenne einen Sorin und einen Florin, beide ebenfalls Rumänen.
Mir sind in letzter Zeit aufgefallen:
Ettje
Irem (f)
beide im beruflichen Kontext. Irem kam glaube ich aus Ägypten.
Außerdem habe ich mir eine Menge Namen notiert, als ich mich in die sorbische Kultur und Geschichte eingelesen habe:
Awgust
Hinc
Hanzo
Juro
Die sorbische Kultur bietet ein ein riesiges Potenzial an super spannenden Namen. Da könnte man wahrscheinlich eine zehnmal so lange Liste schreiben und hätte noch nicht alle interessanten Namen abgedeckt.
Hanzo und Juro kenne ich aus dem „Krabat“ von Otfried Preußler.
Weitere Namen aus dem Krabat, an die ich mich erinnere:
Jungen/Männernamen:
Tonda
Michal
Merten
Janko
Witko
Lobosch
Andrusch
Mädchennamen:
Worschula
Raduschka
Milenka
Duschenka
Noch ein Nachtrag zu Germin: Beim Nachgucken bin ich auf einen Photographen mit dem Künsterlernamen Germin gestossen, der mit bürgerlichem Namen Gerhard Mingram hieß. Der Nachname Mingram kommt von einem heute nicht mehr verwendetem Vornamen, der sich aus megin „groß“ und hraban „Rabe“ zusammensetzt.
warum werden die alten Vornamen nicht mehr verwendet? mit Raben und Wölfen und guten Eigenschaften…Raban heißt einer bei den Fußballkerlen..aber sonst selten.
@mgl
Außer Raban ist Wolfram noch einigermaßen bekannt, da treffen sich sogar Wolf und Rabe. Andere Zusammensetzungen mit ram sind schon sehr exotisch, vielleicht gehen noch Bertram und Guntram.
Bei Tammena habe ich auch Rabe als ostfrieischen Vornamen gefunden, der wird da aber als Verkürzung von Radbod gedeutet.
Habe heute ein Autokennzeichen gesehen: FRI DA, fand ich süß. LU NA ist mir auch schon begegnet.
Es sind an sich keine seltenen Namen, aber als Kennzeichen habe ich sie davor noch nicht gesehen.
In München habe ich auch schon M AX gesehen. Passt ja auch sehr gut, der Name ist dort beliebt.
Mannheim hat da ein dankbares Kennzeichen, da gehen unter anderem
MA-X, MA-RC, MA-RK, MA-RS, MA-IA, MA-JA, MA-NU, MA-RA
daneben sind MA-MA und MA-MI sehr beliebt in der Quadratestadt.
Mir ist eine Donilda begegnet.
Donilda klingt südamerikanisch auf mich. Dort ist es üblich, Namenselemente aus unterschiedlichsten Sprachen in den großen Mixer zu stecken und neu zu kombinieren. Ein ähnliches Prinzip wie bei Knuds Vornamengenerator.
Ich kenne Mädchen im Grundschulalter:
Kinga und Kensi. Diese Namen habe ich noch nie gehört und weiß auch nichts über die Bedeutung. Es sind deutsche Eltern.
Kinga ist die polnische und ungarische Form von Kunigunde. Der Anklang an das englische Wort king schadet dem Namen auch nicht.
Kensi kenne ich nur aus dem englischen Sprachraum als einen aus dem Familiennamen Mackenzie entstandenen Vornamen.
Eine Kinga ist mir auch schon mal begegnet. Sie hatte ungarische Wurzeln.
Danke, Elbowin, für die Namensfundstücke mit Erläuterungen, ich lese sie immer wieder gern und lerne dazu 😉
Ich kannte schon Arnika und Quint aus Namensbüchern.
Dorin ist mir schon „in echt“ begegnet, Kennedy als Vorname in einem Buch.
Germine könnte eine Form von Hermine sein (im Russischen wird ja H zu G).
Ich nehme mir auch immer vor, ungewöhnliche Namen, die mir begegnen, zu sammeln und hier vorzustellen. Aber das systematisch zu machen, bekomme ich dann doch nie hin.
Aber einige habe ich notiert und ein paar sind mir im Gedächtnis geblieben. Also, demnächst kommen hier auch wieder ein paar Fundstücke von mir.
Wunderbare Fundstücke habt ihr wieder ausgegraben; immer wieder spannend und erhellend zu lesen.
Nette Entdeckung: Der Name von Prof. Fotis Jannidis war mir von der LMU München her bekannt.
Arnika ist schön, reiht sich harmonisch ein unter die vielen Pflanzennamen, die zu Vornamen wurden.
Bei mir haben sich in letzter Zeit so viele Namensfunde angesammelt, dass ich gar nicht weiß, wohin damit.
Eine kleine Auswahl – falls bereits hier genannte Namen darunter sein sollten, lest einfach drüber weg:
Aimé Majorique; Ayzit; Bringfried; Ellenora; François-Régnault; Irmengard Konradine; Irmbert; Kaare; Lyjan-Lou-Summer („Lou“); Kennet; Germut; Ralitsa; Reinlinde; Sieghilde; Silvian; Toke; Torun; Wolfhart und Victorine.
Aimé Majorique – Aimé Majorique Beauparlant (!) war Mitglied des kanadischen Parlaments
Ayzit – Ayzit Bostan, Designerin
Diara – Diara (mit ‚r‘, nicht ‚Diana‘ mit ’n‘)
François-Régnault – François-Régnault Nitot, französischer Hofjuwelier und einer der berühmtesten Goldschmiede seiner Zeit, fertigte die aus dem Louvre gestohlene Kette aus 32 Smaragden und 1138 Diamanten, die Napoleon I. im Jahr 1810 seiner zweiten Frau Marie-Louise schenkte.
Irmengard Konradine – aus einer Todesanzeige
Irmbert – Klein-Irmbert ist mir in einem Roman begegnet, ansonsten aber noch nie untergekommen.
Kaare – Kaare Dybvad Bek, Dänemarks Einwanderungsminister
Kennet – Kennet (nur mit ‚t‘, nicht mit ‚th‘) Eichhorn ist mit 16 Jahren und 14 Tagen zum jüngsten Zweitliga-Fußballprofi der Geschichte geworden.
Germut – Verfasserin eines Leserbriefs, vermutlich ein älterer Jahrgang
Ralitsa – woher kommt der Name?
Silvian – nicht ‚Silvio‘ oder ‚Silvano‘, sondern ‚Silvian‘
Toke – Toke Reimar, SZ-Autor
Torun – Torun Eriksen, skandinavische Jazzsängerin
Victorine – Victorine von Gonzenbach und Elisabeth Ettlinger, Schweizer Archäologinnen, die zwischen 1948 und 1952 Grabungen am „Schutthügel von Vindonissa“ durchgeführt haben. – Der Name erinnert mich an Victoire von Carayon aus Fontanes ‚Schach von Wuthenow“.
Schöne Namen hast Du gefunden!
Ayzit klingt sehr fremdartig und exotisch, ich hätte jetzt eine Berberin vermutet, ist aber ein seltener türkischer Vorname.
Bringfried für einen Mann ist richtig selten, Bringfriede für Frauen begegnetet einem ab und zu
Ellenora ist eine Namensform „zwischen den Stühlen“ Ellen + Nora, und dazu noch etwas Eleonora. Würde ich iwie in die Jahre 1920–1940 verorten, wo Zusammensetzungen wie Ellenruth nichts außergewöhnliches waren
Irmbert ist schon sehr speziell, ich glaue, ich kennen keinen einzigen Mann mit einem Vornamen auf Irm-
Ralitsa ist bulgarisch und bedeutet „Rittersporn“. Ich kannte mal eine Studentin mit diesem Vornamen.
Dankeschön, Elbowin.
Ralitsa hat eine schöne Bedeutung, passt gut zu den Pflanzen- und Blumennamen, wie die von Dir entdeckte Arnika.
neulich gelesen: bei Anne Frank in Holland hieß ein jugendlicher Bekannter Hello Silberberg. Hello!
Im Mittelalter hießen bestimmt auch schon Leute Hello, wenn das eine Kurzform aus dem deutschsprachigen Raum ist.
Hello Goodbye, Hello Goodbye…
Die Namensform Hello wirkt sehr friesisch auf mich, sie könnte als Kurzform zu Helmut durchgehen. Ich habe in Tammena nachgeschlagen und er listet Hello tatsächlich als historischen ostfriesischen Männernamen.
Noch mehr ungewöhnliche Namensfunde:
Annerösli, Annetraut, Apollonia, Aresou, Elvin, Feryal (w), Klement, Chaled-Uwe, Sean-Claudius, Debora-Aniko, Eliette, Idan, Heldemar/Helmar, Gertraude, Friedhold, Manfredo, Nayrobi (m), Uke (m), Sefer (m), Mariasole, Maryline, Meinhard, Meolie, Mercan (w), McCoy, Melander, Raute (w), Satu (w), Smietje (m), Sonnwin (m), Traugott, Valiantsina, Wunibald, Yade (w),
Angerson & Cleidiane, Benjamiah & Elizabella, Rapoto & Heinricus,
Adolfine/Adolphine, Aloisia, Giorgiana, Howardena, Joena, Louetta/Louella, Maurizia, Robertina, Theodolinde.
Adolfine / Adolphine – *1937 – Vor längerer Zeit las ich von einer alten Dame namens Adolfine, die nach 1945 ihren Namen in ‚Ine‘ ändern ließ und ihn somit ‚köpfte‘.
Aloisia – *1933
Aloisia / Aloysia war früher in Bayern und Österreich relativ häufig, scheint aber – im Gegensatz zu Alois („Loisl“) – heutzutage so gut wie gar nicht mehr vergeben zu werden, obwohl der Name zur aktuellen ‚Namensmode‘, wie Anna, Alina, Amalia usw., passen würde und eine schöne Bedeutung hat, nämlich: „die (ganz) Weise“.
Annerösli – kam in einem Roman vor, der vor gut 100 Jahren in der Schweiz spielt.
Annetraut – *1932
Apollonia – *1934 – bis vor ca. 100 Jahren ziemlich beliebter Vorname, kommt immer wieder einmal in Heimatromanen und Theaterstücken vor; kürzlich habe ich allerdings von einer kleinen Apollonia („Loneli“) gelesen.
Aresou – Aresou Leisdorff, BILD-Reporterin
Angerson – Die Brasilianerin Cleidiane Santos brachte vor zwei Jahren das schwerste Baby Brasiliens zur Welt. Ihr Sohn namens Angerson (sic!) wog bei der Geburt 7,328 kg (blick.ch 09.10.2025) – Haben sich die Eltern denn keine Gedanken über die Bedeutung von Angerson (engl. anger + son) gemacht?
‚Cleidiane‘ ist ebenfalls ungewöhnlich; dazu konnte ich rein gar nichts finden.
Benjamiah & Elizabella – Benjamiah und Elizabella sind die Hauptfiguren der Whisperwicks Fantasy-Jugendbuchserie, wobei Elizabella mir weniger ungewöhnlich erscheint als Benjamiah.
Elizabella könnte mir als Name für ein Kind oder auch für eine große, bunte Katze (nach dem Muster von Grizabella) gefallen.
Chaled-Uwe Salid war im Oktober 2025 Kandidat der AfD für den Posten des Oberbürgermeisters von Potsdam.
Eliette kannte ich bisher nur von Eliette von Karajan.
Howardena Pindell ist eine amerikanische Malerin.
Rapoto und Heinricus waren einst Burgherren auf Burg Stein an der Traun und gefürchtet für ihre cholerische und herrische Art.
Heldemar und Helmar, geboren in den 1930er Jahren.
Idan Weiss, Schauspieler, spielt Franz Kafka im neuen, hoch gelobten Film „Franz K.“
Joena Wohlenberg, Moderatorin
Louetta Willis, Tochter von Rumer Willis, Enkelin von Bruce Willis, hätte ursprünglich ‚Louella‘ heißen sollen, wie die Regenbogenpresse berichtete.
Maryline war der Name einer Katze aus einer Kleinanzeige.
Prof. Meinhard Lukas, Jura-Professor in Linz.
Meolie Jauch, Deutsche Meisterin 2025 am Stufenbarren. Die Autokorrektur will immer ‚Melodie‘ daraus machen.
McCoy Tyner, Jazzpianist
Melander Holzapfel, Graffiti-Künstler.
Nayrobi Vargas (19), U21-Fußballspieler bei Mainz II in der Regionalliga, wurde in die Nationalmannschaft von Honduras berufen.
Satu Jaatinen, finnische Sachbuchautorin, hat ein Buch über die Liebe der Finnen zum Bohnenkaffee geschrieben.
Sean-Claudius Bauer, Veranstalter, Moderator und Gastronom, will dem Schauspieler Walter Sedlmayr anlässlich seines 100. Geburtstags ein Denkmal in München errichten.
Smietje Möller, SPD-Fraktionvize im Deutschen Bundestag.
Traugott Grundmann aus Hessisch Oldendorf, Autosammler, hat den ältesten noch existierenden VW Käfer, einen W30 aus dem Jahr 1937, restauriert und wieder fahrtauglich gemacht. Ansonsten kannte ich den VN Traugott nur aus dem Film „Das Haus in Montevideo“ und von Erich Kästner.
Uke Bosse, TV-Moderator und Journalist.
Melander kannte ich als Nachname in den Büchern von Per Wahlöö, heißt ein Kommissar Frederik Melander, der kein Detail vergisst aus irgendeinem Fall den er bearbeitet hat. Dunkelmann bzw Schwarzmann heißt das übersetzt, von griechisch melas – schwarz und aner – Mann.
Wow, das ist noch einmal ein guter Schlag ungewöhnlicher Namen!
Aresou ist wahrscheinlich eine weitere Transkribierung des persischen Namens Arezu „Begehren“ (engl. desire)
Friedhold schön und selten, passt iwie zu Friedwolf Liebold
Nayrobi (m) das (m) ist jetzt wichtig, seit „Haus des Geldes“ dürfte Nairobi ins weibliche Lager übergeschwenkt sein
Uke (m) hardcore friesisch
Raute (w) ist schon ein faszinierender Name, bei einer Vergabe in der jüngeren Zeit denkt man natürlich an die „Merkel-Raute“, die charakteristische Geste der Altbundeskanzlerin. Vorher fällt mir dazu die literarische Rautgunde ein, wovon Raute eine mögliche Verkürzung ist.
Sonnwin (m) schön den im echten Leben zu sehen, und nicht nur in einer Namensliste im Stammbuch
Valiantsina wirkt iwie verbastelt, und der Orangensaft „Valensina“ kommt mir sofort in die Quere
Benjamiah wollte ich erst Benjamina lesen
Rapoto ein Radbod, bajuwarifiziert
Theodolinde war so um 1900 herum gar nicht so selten und stand in Konkurrenz zu Dietlind (aus den gleichen Namenselementen zusammengestzt, aber moderner in der Form)
Danke, mgl, für die Erklärung zu Melander.
Melanie/-ia („die Schwarze“ auch im Sinne von „die Schwarzhaarige“) ist wesentlich häufiger und bekannter, z.B. von Melanie Griffiths und Melania Trump, und war vor gefühlt ca. 40-50 Jahren ziemlich beliebt, nach meiner Erinnerung ungefähr zu Zeiten als Sabrina, Anita usw. oft vergeben wurden.
Elbowin, gleichfalls ganz herzlichen Dank! Auf Deine neuen Funde bin ich – wie immer – ganz gespannt.
Friedhold ist schön und selten, es gibt sogar Friedholde, was ich mir beides auch gut als Ordensnamen vorstellen könnte, Sr. Maria Friedholde oder etwas in der Art.
Fried(w)olf könnte auch aus einer Fantasy-Reihe stammen.
Rautgunde / Rautgundis / Radegund(e) sind mhd., wobei mir die Form Rautgundis am besten gefällt. Erinnert mich an Alheidis / Alheydis, ebenfalls mhd., was mir besser gefällt als Adelheid.
Sonnwin klingt fröhlich, nach sonnigem Gemüt, nur meine Autokorrektur will immer Sonnwind schreiben.
Dazu kann ich noch Sonnegard (w) ergänzen.