Auf der Suche nach einem persisch/deutschen Jungennamen

Hallo zusammen,

wir sind auf der Suche nach einem persisch/deutschen Jungennamen. Am liebsten sollte der Name persischer Herkunft sein, sich aber auch im Deutschen gut anhören. Das Kind wird auch einen deutschen Nachnamen bekommen.

Es fällt uns total schwer, einen Namen zu finden, der zu beiden passt und hoffen sehr, hier Hilfe zu finden.

Herzlich Grüße

Horstomat – die Vonamen-Toolbox

33 Gedanken zu „Auf der Suche nach einem persisch/deutschen Jungennamen“

    • Deinen Vorschlag Armin fand ich überraschend, aber Wikipedia hat mich vom ebenfalls persischen Ursprung überzeugt. Ich hätte ihn als alt eingeordnet, aber auf Knuds 2020-Liste ist er immerhin Platz 272. Für mich war der Name lange hauptsächlich mit Armin Maiwald verknüpft, bis dann Armin Laschet omnipräsent wurde.

  1. Hallo,

    soll es ein längerer oder kürzerer Namen sein? Weich oder lang?
    Bedeutet persisch wirklich persisch oder arabisch?

    Hier mal ins Blaue hinein

    Elyar
    Elias/Elyas
    Hadi
    Sami
    Javid
    Kasim
    Niam

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  2. Darius: persische Herkunft, aber klingt durch die Latinisierung auch im Deutschen sehr vertraut

    Javid oder Jawin: erinnert an internationale/nordische/deutsche Namen wie David/Arvid/Marvin, nur die Aussprache ist in Deutschland vlt nicht so klar (Javid? Dschavid? Dschäjvid?)

    Armin: schöner Vorname mit germanischer UND persischer Herleitung, zurzeit nur durch Laschet etwas besetzt

    Arian: Funktioniert durch die vertraute Endung -ian (Fabian, Julian, Bastian, …) auch im Deutschen sehr gut, aber erinnert mich immer etwas an „Arier“

    Ebrahim: für ein deutsches Baby schon ungewöhnlich, gefällt mir irgendwie aber auch ganz gut (erinnert mich an Ephraim)

    Vlt sind ja auch arabische oder hebräische Namen eine Option?

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  3. Ich habe gestern einen persischen Sam kennengelernt, gesprochen wie geschrieben, das fand ich schöner als Samuel oder den englischen Sam.

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  4. Mein Vorschlag:

    Amon! :-))

    Kurz, knackig, männlich, schnörkellos und gleichzeitig modern.

    Der Name ist sowohl im hebräischen als auch im persischen Kulturkreis geläufig und harmoniert zudem einwandfrei mit deutschen Nachnamen.

    Und ja, meiner Meinung nach ist der Name trotz Amon Göth absolut vergebbar. Diese Diskussion kam ja hier schon mal auf. Nach meiner Erfahrung haben auch nur sehr wenige Leute überhaupt diese Assoziation. Und das sind meist Leute, die explizit geschichtlich interessiert sind.

    Von den bisherigen Vorschlägen gefallen mir besonders:

    Darius

    Armin

    Arian

    Elias

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  5. Arian
    Amon
    Aras
    Arash
    Danial
    Danyal
    Dilan
    Dilian
    Javid
    Jubin
    Kasra
    Mehran
    Mert
    Navid
    Nilan
    Noyan
    Ramin
    Revis
    Seyda
    Shiva
    Tiam
    Yaris

    Vielleicht ist hier ja was für euch dabei. Viel Erfolg noch bei der Suche und alles Gute.

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  6. Kian.
    Ich kenne ein inzwischen dreijähriges Kind dieses Namens aus einer persisch-deutschen Familie.
    Der Name klingt keltisch, es gibt ihn aber auch als persischen Vornamen.

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  7. Sam und Kian scheinen häufiger in deutsch-persischen Familien vorzukommen. Ich kenne entfernt eine Familie, dessen Vater aus Persien stammt, lebt aber schon lange in Deutschland, die Mutter ist Deutsche. Ihre beiden Söhne heißen Sam und Kian. Sam wird aber englisch ausgesprochen.

    Ansonsten gefällt mir von den anderen Vorschlägen Darius noch ganz gut. Darius ist mit einem deutschen Nachnamen gut machbar.

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  8. Kian & Elyas kamen mir auch in den Sinn, so wie:
    Navid
    Yunus/Yunis
    Sinan
    Mehdi

    Von Amon würde ich wegen Göth abraten, Arian wäre mir nicht nur klanglich sondern auch von der (einen der vielen) Bedeutung her zu „arisch“.

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  9. So gut ich konnte, habe ich die Bedeutung bzw. den historischen Bezug zu den Namen mit angefügt sowie weiter unten meine Einschätzung zum Erscheinungsbild im deutschen Sprachraum, was ich jeweils als «D» abgekürzt habe. Manche Namen meiner Liste wiederholen bereits oben aufgeführte Vornamen, hier aber mit Bedeutung, daher habe ich sie dringelassen.

    Ich habe nur Namen ausgeschlossen, die im deutschen Sprach- und Kulturraum (letzteres schliesst weitere Sprachen sowie ausländische Einflüsse mit ein) fast etwas unglücklich erscheinen, weil sie lautlich schnell unpassende Assoziationen wecken könnten, wie z. B.:
    Farhang (Vorhang)
    Hadi (Hades -> Herrscher über die Unterwelt, eine Art Hölle der griech. Mythologie)
    Kaveh – klingt wie eine Abkürzung: K.W.

    Meine Liste persischer Jungennamen:

    Amon – zuverlässig und treu
    Artin – Name eines persischen Herrschers, erinnert an Martin, hebt aber auch den Bestandteil «art» für «Kunst» hervor
    Atiq – edel, nobel; hier kenne ich einen grossartigen Namensvertreter
    Bahram – der Widerstandsfähige, der Sieger (wie Viktor)
    Baz – der Falke (ein persischer Ehrenname); auch europäischen Ursprungs als Abkürzung für Basil (gängig z.B. in UK + Niederlande), spricht sich wie Bass
    Behrouz/ Berus – der Glückliche (wie Felix)
    Capian – das kaspische Meer
    Darius – Name mehrerer Könige Persiens, eigentlich Darayavahush/ Dariyoush
    Dilian – Herz, Seele; im Klang vertraut wie Kilian
    Ebrahim – Vater der Völker; die persische Form von Abraham. Womöglich das Bindeglied zwischen Abraham und Ephraim. Alle vermutlich mit demselben Ursprung, was sich letztendlich auch aufgrund der ähnlichen/ gleichen Bedeutung vermuten lässt.
    Ehsan – der Wohltätige, der Gütige; das ‘H’ spricht man eigentlich als ‘CH’ mit, aber bei dem Ehsan, den ich kenne, macht das kaum jemand und der Name klingt in beiden Versionen gut.
    Feras – scharfsinnig, klug
    Iskandar – der Beschützer; Form von Alexander
    Javid – Ewig; erinnert an David
    Jawin – Reiner als rein
    Jubin – der Speer
    Kasra – König
    Mahan – nach der persischen Stadt
    Mehran – Liebe
    Navid – frohe Botschaft
    Niam – Gottes Mitwirken
    Niyoosha / Nijusha – der Zuhörer
    Omid – Hoffnung
    Pajam – Gute Nachricht
    Pedram – Charmant, reizend, humorvoll
    Peroz – der Siegreiche
    Ramin – Name eines persischen Prinzen, häufig im Iran
    Reza – wie der letzte Schah von Persien
    Roshan – Das Licht, der Leuchtende
    Saam/ Sam – Held in der persischen Mythologie
    Shervin – Sher = Löwe
    Tiam/ Tiyam – mein Auge
    Vahid – der Einzigartige; Könnte noch die Assoziation «Wahrheit» wecken und das ist doch etwas Gutes.
    Yaris – kann man machen, erinnert aber sehr ans Auto, das nicht gerade ein hohes Prestige besitzt.
    Yashar – der Ruhmreiche (Bedeutung nicht sicher); vertrauter Klang

    Meine Top 15 mit ausführlichem Kommentar

    Amon – tolle Bedeutung, toller Klang, in D unauffällig
    Atiq – edle Bedeutung und besonders wunderschöner Klang, ungewöhnliches Schriftbild in D
    Baz – kurz, knackig, klingt cool und musikalisch (nicht nur das Bumm Bumm aus den Lautsprechern, sondern der Kontrabass, die Bassgitarre, der Bassschlüssel, die Stimmlage etc.) Ich kenne einen jungen, sehr sympathischen Vertreter. Der Name ist genial!
    Ebrahim – ein schöner langer Name mit Klasse und Tradition. Hier werden in D vermutlich schnell fremdländische Wurzeln vermutet, was man aber ja nicht verstecken muss, wenn es welche geben sollte.
    Feras – mit Bedeutung, die man sich für sein Kind wünscht, klingt vertraut, unaufgeregt, cool und modern
    Kasra – die Lautfolge gefällt mir besonders. Es gibt so Namen, die spricht man einfach gern. Dieser gehört für mich dazu. Die Bedeutung ist nicht schlecht, könnte manchen Eltern aber auch schon zu viel sein.
    Mehran – Über diese Bedeutung geht nichts drüber, die schönste, die man seinem Kind mitgeben kann. Die genaue Aussprache würde ich hier an eurer Stelle nochmal erforschen. Mir gefallen alle Varianten, die ich probiert habe, sehr. Klingt deutsch ausgesprochen wie die Stadt in Norditalien und die ist auch schön.
    Navid – ganz weich und vertraut im Klang, wenn man möchte, dann hat er etwas weihnachtlich Anmutendes, was ja auch der Bedeutung entspricht. Feliz Navidad.
    Nijusha – mir gefallen der Klang und die Bedeutung sehr, hier wird eine wichtige Fähigkeit beschreiben, was mich direkt an das Buch Momo erinnert. Das Schriftbild hingegen erscheint mir eher abenteuerlich. Da müsste man sich vielleicht nochmal eine einfachere Schreibvariante überlegen.
    Omid – Ein Name mit «O». Das gefällt mir persönlich immer gut. Kurz und knapp, trotzdem zwei Silben und mit einer Bedeutung, die Leben retten kann. Hoffnung ist das Licht im Dunkel und kann alles verändern und zum Besseren wenden.
    Pedram – könnte vom Klang her ein altdeutscher Name (Peter, Bertram) sein und wirkt dadurch schon fast wieder retro, praktisch «newtro» -> ganz neuer Begriff, der aus Korea gerade auch unsere Sprachwelt erreicht hat. Damit greift Pedram für mich den heutigen Zeitgeist perfekt auf. Und der Bedeutung nach ein Mensch, den man unbedingt um sich haben möchte!
    Ramin – schöner Name, der in D unauffällig im Klang ist. Ob es da vielleicht stört, dass er im Iran häufig vergeben wird?
    Reza – in D bekannt durch den Journalisten und Moderator Reza Vafa, gesprochen «Resa». An diesen Namen habe ich mich durch den bekannten WDR-Moderator schon lange gewöhnt und mag ihn sehr. Auch dieser Name ist kurz und knapp, daher ist es auch nicht schlimm, sollte man ihn buchstabieren müssen «Resa mit Z». Insgesamt gut verständlich und etwas Besonderes im Klang.
    Roshan – Eine dieser wunderbaren Bedeutungen. Licht, das symbolisch auch für Weisheit und Erkenntnis steht. Hier gefällt mir persönlich wieder das ‘O’, es macht den Namen besonders, gibt ihm eine gewisse Tiefe und lässt ihn trotz der Bedeutung klanglich etwas dunkler erscheinen. Dies lässt mich über das in D unübliche Schriftbild hinwegsehen. Das «sh» für «sch» hat der Name Joshua aber auch gut gemeistert. Den Namen speziell einzudeutschen in «Roschan», fände ich persönlich wenig elegant. Daher denke ich Roshan ist gut wie er ist.
    Tiam – Die Bedeutung scheint eine Liebesbekundung zu sein wie im Deutschen «mein Augapfel», was in der Art vergleichsweise anatomisch klingt, im Sinne von «jemanden wie seinen eigenen Augapfel schützen/ lieben». Erinnert aber genauso schön an das italiensche «Ti amo», was «ich liebe dich» bedeutet und da schliesst sich doch der Kreis. Zusätzlich liesse sich sagen, dass er in D mit der Nähe zum aktuellen Modenamen Liam sicher nicht als abgefahren fremd auffallen würde, sondern gut mit dabei ist.

    Ich hoffe, ihr konntet etwas Inspiration finden. Ansonsten sind Nachbenennungen auch oft sehr schön oder ihr übersetzt etwas, dass ihr liebt ins Persische und vielleicht findet ihr hierbei etwas, das euch gefällt. Man kann ja auch Namen übersetzen und so eine Nachbenennung mit einbeziehen, wenn man das möchte.

    Alles Gute!

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    • Die ist wirklich toll! Ich kenne einen Bahram und einen Navid. Letzterer wird übrigens auf der 2. Silbe betont, hört aber auch auf die Betonung bei bei David 😉

      Roschan heißt eine Kollegin von mir (mit sch), ist der unisex?

      Bei Omid würde mich die Omi etwas stören. Die steckt zwar z.B. in Naomi mindestens genauso deutlich, aber je unbekannter ein Name ist, desto mehr könnte das stören.

      Amon finde ich ja immer noch schwierig … Baz gefällt mir – aber ich lebe ja auch fernab von Bayern und Bazis 😉 Artin, Dilian, Shervin, Pedram oder Reza fände ich auch gut. – Ob bei Pedram Petra verstanden werden könnte?

    • Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen!

      Ein Hoch auf die Schwarmintelligenz:

      Vielen Dank für die Ergänzung zu meinem mythologischen Halbwissen, Miez.

      Mit Göth habe ich mich inzwischen auch befasst. Scheint bedeutend prominenter zu sein, als ich zuerst angenommen hatte.
      Nun bin ich deutlich weniger Fan als zuvor. Insbesondere da dieser, im deutschen Sprachraum vergleichsweise individuelle, Name selbst bei der Aufarbeitung innerhalb der Familie mehrfach zum tragen kommt.
      Der Name an sich ist mir zu schön, um davon abraten zu wollen. Anpreisen würde ich ihn nun jedoch nicht mehr unbedingt. Die Wahl des eigentlich sehr schönen Namens fände ich abschliessend aber nicht tragisch, wenn man etwas Persisches sucht.

      Navid auf der 2. Silbe betont! Das klingt ja immer besser. Irgendwie elegant.
      Mir war bisher noch nicht aufgefallen, dass in Naomi „Na, Omi!“ drinsteckt. Das bekomm ich nie wieder aus meinem Kopf…
      Ich vermute bei den vermeintlichen unisex-Namen, dass es sich einfach um Namen mit geschlechtsunspezifischer Bedeutung handelt wie „Roshan“ für „Licht“.

      Mir kommt diese bayrische Baz-Assoziation auch gar nicht, trotz bildhafter Umschreibungen. Was mir dabei aber auffiel, dass es sich ausschliesslich auf das Schriftbild bezieht. Die Aussprache wäre ja Bass. Aber im bayrischen Schriftverkehr könnte das womöglich seltsam wirken. Da kommt es wohl drauf an, wo man so lebt oder wie man den Namen schreiben möchte.

      Den Hinweis, einen nicht-fremd-klingenden Namen zum deutschen Nachnamen zu wählen, versteh ich nicht. Dafür seh ich persönlich keinen Grund und empfinde diesen Einwand als seltsam befremdlich. Als würde das eine nicht zum anderen passen.
      Mir kommt eher der Gedanke, dass Namen identitätsstiftend sind und das Wurzeln gepflegt und wertgeschätzt werden sollten. Wenn also schon der Nachname offensichtlich deutsch ist, dann muss das ja nicht auch noch der Vorname sein. Ich kann aber auch verstehen, wenn Eltern sich für ihr Kind wünschen, dass es durch seinen Namen schon offenkundig integriert ist und daran bei anderen Leuten keine Zweifel aufkommen sollen, wenn die deutsche Sprachlandschaft die massgebliche Lebenswelt des Kindes sein wird. Diese Funktion könnte hierbei aber auch schon der Nachname übernehmen.
      Soviel dazu, sollten die Eltern überhaupt einen persischen Hintergrund haben. Es könnte sich ja auch um Eltern handeln, die gar keine Wurzeln aus dem persischen Raum mitbringen, sondern einfach nur gern einen persischen Namen vergeben möchten, weil ihnen das gefallen würde. Und dann sollte er doch bestimmt erst recht herausragend klingen, wenn es sich um Fans handelt.

      Wer weiss das schon. Die Eltern dürfen ja gerne rückmelden, ob bisher schon etwas dabei war und überhaupt… 🙂

    • „Den Hinweis, einen nicht-fremd-klingenden Namen zum deutschen Nachnamen zu wählen, versteh ich nicht. Dafür seh ich persönlich keinen Grund und empfinde diesen Einwand als seltsam befremdlich.“

      Höre ich da was heraus, dass mein Statement zu deutschtümelnd sein sollte? Ich bin von Nazi- und AfD-Gedankengut so weit entfernt wie man nur sein kann.
      Für mich klingt es immer seltsam, wenn Vor- und Nachnamen aus so ganz verschiedenen Ecken kommen, egal ob das nun ein Jayden Ray Meier oder ein Atiq Berush Meier wäre. Die Eltern haben ausdrücklich geschrieben, dass der Nachname deutsch ist, ich habe nur geschrieben „ich würde zu einem Namen raten, der nicht zu explizit „fremd“ klingt, wenn der Nachname deutsch ist.“ Soviel Meinungsäußerung sollte doch möglich sein, ohne dass sowas als „seltsam befremdlich“ diffamiert wird.

    • Vielen Dank für deine Rückmeldung MariaTh.
      Ursprünglich hattest du einen Rat gegeben, den ich persönlich aber nicht verstanden habe, weil es dort keine Begründung gab. Woraufhin ich begründet habe, was in meinen Augen nicht für diesen expliziten Rat spricht.
      Ich möchte gar nicht kritisieren, sondern erklären, was ich mir für Gedanken gemacht habe. Darum missversteh mich bitte nicht. Mir scheint hier der wesentliche Unterschied zu sein, ob man einen Rat erteilt oder seine persönliche Meinung äussert.
      Wenn ich im Ausland wäre und mir ein Einheimischer sagt „Ich rate dir, tu das nicht“ , werde ich es garantiert nicht tun. Lautet die Aussage wiederum „meinem Geschmack entspricht das nicht“, dann wirkt das gleich ganz anders und ich habe das Gefühl, dass ich die Wahl habe. Kannst du nachvollziehen wie ich das meine?

      Deine Meinung halte ich für absolut legitim und auch verständlich. Wenn Vor- und Nachname gut zusammen passen, empfinde ich das auch als stimmig und ganz besonders wichtig zu beachten. Wenn hier Kulturen zusammenkommen, dann passt das für mich genauso gut zusammen, wenn Vor- und Nachname dies in ihrer Kombination unterstreichen. Das ist dann doch auf seine Art auch wieder stimmig.

  10. ich würde zu einem Namen raten, der nicht zu explizit „fremd“ klingt, wenn der Nachname deutsch ist.
    Amon (vom Klang her ja, die Göth-Assoziation muss man abwägen)
    Artin
    Darius (das wäre meine persönliche Wahl – das kennt man als persischen Namen, ist problemlos auszusprechen und klingt nicht zu fremdartig, sondern eher wie aus der Kategorie Justus Julius etc.)
    Niam (als Anlehnung zu Liam, der ja inzwischen geläufig ist)
    Baz ist ja grundsätzlich nicht schlecht, im /bayrisch/süddeutschen Raum liegt aber die Bezeichnung Bazi nahe. Ein Bazi ist ein Spitzbub, ein durchtriebener Mensch, einer mit unreellen Geschäften oder auch ein Hundename, für Dackel z.B. – wenn man natürlich eher im norddeutschen Bereich zuhause ist, mag das unproblematisch sein.

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  11. „Hades -> Herrscher über die Unterwelt, eine Art Hölle der griech. Mythologie“.

    Das ist so nicht richtig. Die Unterwelt ist nicht die Hölle. Sie ist Himmel, Hölle und alles dazwischen, da sie in verschiedne Regionen eingeteilt ist wie das Elysion/Elysium (eine Art Himmel), Tartarus (eine Art Hölle).
    Hades/Pluto ist nicht der Satan der griechischen/römischen Mythologie. Er ist der Gott der Unterwelt und keinesfalls böse, auch wenn es in Filmen und Büchern häufig so dargestellt wird.

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    • Also so’n richtig heimeliger Platz ist die altgriechische Unterwelt nicht, nicht einmal im Elysium. Da ist dann noch die Geschichte, wo Hades die Persephone entführt hat, und weil sie im Elysium eine Frucht genascht hat, muss sie jedes Jahr 6 Monate da unten verbringen, und darf nur die anderen 6 Monate wieder in der Oberwelt sein.

    • @elbowin

      Das die gesamte Unterwelt heimelig ist, habe ich ja gar nicht gesagt 😉
      Das Elysium ist aber heimelig, wenn auch kompliziert. Bei Homer war es das Paradies für verstorbene Helden. Bei Hesiod ist das Paradies der Helden μακάρων νῆσοι (makárōn nêsoi) „Die Insel des Seligen“, die stellenweise mit dem Elysium korrespondiert. Im Laufe des Zeit vermischen sich die beiden Reiche und am Ende ist das Elysium ein Feld auf der „Insel der Seligen“. Diese Insel ist nun nicht mehr nur Helden zugänglich, sondern auch für die guten Seelen. Bei Vergil repräsentiert das Elysium gar die „Insel der Seligen“.

      Zu Hades und Persephone. Ja, Hades verliebte sich in Persephone und entführte sie, als diese Blumen pflückte. Ihre Mutter Demeter, die Göttin der Fruchtbarkeit und der Ernte, stellte daraufhin ihre Tätigkeit ein. Es wurde kalt
      und dunkel auf der Erde. Da Persephone aus Hades Hand eine Granatapfelkern isst, muss sie in der Unterwelt bleiben.
      Zeus handelte dann einen Deal aus, damit es nicht zur Apokalypse kommt (man stelle sich vor, keine Opfer für die Götter und keine jungen Frauen, die Zeus verführen kann), sodass Persephone, die häufig einfach nur Kore (Mädchen, Tochter) genannt wird, zwei Drittel des Jahres bei ihrer Mutter verbringt, ein Drittel des Jahres bei ihrem Mann, dann herrscht auf der Erde Winter. Die Geschichte erklärt die Jahreszeiten.
      Im Mittelaltert wurde Hades dämonisiert, da man die Unterwelt mit der Hölle gleichsetzte. Der Teufel raubt Persephones Seele , doch diese wird durch ihre Mutter Demeter erlöst. Doch ab dem späten Mittealter wird die Entführung umgedeutet. Die Romantik steht im Vordergrund, die Entführung wird in der Renaissance als „ritterliche Heimführung“ betrachtet. Aus den gefürchteten Herrschern der Unterwelt wird ein Liebespaar.
      Abgesehen davon hat der ach so gefeierte Zeus wesentlich schlimmere Dinge getan. Die antike Mythologie ist nichts für schwache Nerven oder Mägen. Wer sich dafür interessiert, es gibt eine schöne Dokumentationsreihe von Arte „Die großen Mythen“, einige Folgen kann man sich auch auf Youtube ansehen. Zeus kommt für meine Geschmack zwar zu gut weg, aber es ist eine sehr spannende und visuell sehr ansprechende Reihe.

  12. Ich muss Einwand erheben gegen Baz als Vornamen:
    Als Baz wird in Bayern eine zähflüssige, klebrige Masse bezeichnet. Es wird zwar anders gesprochen (Baats) als der persische Vorname, aber genauso geschrieben. Insofern würde ich Baz als „deutschlandtauglichen“ Vornamen ausschließen.
    Die Assoziation „Bazi“, die Maria Th. anführt, gibt es auch noch, kam mir aber tatsächlich nicht als erstes.

    Toll, die Liste mit den Nsmen und Bedeutungen, danke für die Mühe!

    Mir gefallen am besten:
    Navid
    Tiam
    Roshan

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    • natürlich, der Baaz, zähflüssig, breiig, schlammig, schmutzig
      der ist mir gestern abend auch noch eingefallen, aber ich wollte den Rechner nicht nochmal hochfahren. Aber nein, Baaz, wäre neben Bazi auch keine gute Assoziation
      außerdem fällt mir dazu noch Bazillus ein, wieder nichts gutes…

  13. Für mich ist Nima einer der schönsten persischen Männernamen. Berühmter Namensvetter ist Nima Youschidsch, ein persischer Dichter. Mani und Nami sind auch überall gut auszusprechen, um bei den gleichen Buchstaben zu bleiben

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    • Pouya und Pourya fehlen glaube ich auch noch auf der inzwischen doch recht langen Liste 🙂

  14. Wir sind ebenfalls auf die Suche, aber bei uns soll es nicht nur im persischen und deutschen sondern auch im englischsprachigen Raum passen.

    Benjamin haben wir auch auf unsere Liste, die andere Vorschläge sind schon bereits hier benannt.

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  15. Ich persöhnlich finde Mahan schön , mein Sohn heißt so und hat einen Deutschen Nachnamen der Klassischer nicht sein kann . Auch die bedeutung ist schön. Mahan bedeutet schön wie der Mond-/vom Mond gegeben und auch nach der Stadt Mahan benannt.
    Im Persischen ist der Mond etwas besonderes und wichtig.

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