Babynamen der Woche 37/2020

Billy Jay * Letti Maria * Maro Lion * Sakina * Treasure * Lilli Tamia * Amely Marie * Keno Brice * Larina Nina * Felisa Raquel * Valeria Elia * Ileyna * Jannic Oscar * Irina Elisa Sophie * Martino * Filip Ben * Kornel * Cooper * Janne-Elise * Aljona * Eliena * Nora Alma * Cäcilia Doris Dorothea * Edgar William * Sofia Lissandra * Nikola-David * Delila * Dajannah * Junia Mailin * Fenna Henrike


Die „Babynamen der Woche“ – das sind schöne, furchtbare, normale, exotische, verrückte, lächerliche, populäre und ungewöhnliche Vornamen von Neugeborenen der letzten Tage. Willkürlich ausgewählt von der Redaktion dieses Blogs und keinesfalls repräsentativ. Verzeichnis aller bisherigen Babynamen der Woche

49 Gedanken zu „Babynamen der Woche 37/2020“

  1. Keno Brice – Ich muss an Pierre Brice denken. Oder spricht man das “Braiß”?!

    Larina Nina – Reime find ich ungünstig

    Wahlpflicht: Aljona (da kenne ich sogar eine) und bei den Jungs am ehesten noch Edgar William. Es mag aber Leute geben, die bei Aljona erst mal an Aioli denken – und gibt’s nicht auch eine Zahnpasta, die Ajona heißt? Na egal, ist trotzdem ein toller Name 🙂

    Antworten
    • Ich musste ein wenig schmunzeln, als du die Zahnpasta erwähnt hast, da ich diese zur Zeit benutze. Daher ist „Ajona“ als Name nicht ganz so mein Fall 😉

    • Aljona Savchenko ist eine sehr bekannte Eiskunstläuferin ukrainischer Abstammung, die für Deutschland im Paarlauf Weltmeisterschaften und die Goldmedaille bei Olympia gewonnen hat, also sooo ausgefallen und “ungehört” ist der Name nun nicht.

  2. Heute mal Daumen hoch für die beiden Bindestrich-Namen! Wenn der Name des Herzens ein Unisex-Name ist, finde ich es äußerst schlau, ihn untrennbar an einen eindeutigen Zweitnamen zu koppeln. Dem kleinen Nikola-David wurde damit m.E. ein großer Gefallen getan, sonst würden Fremde wahrscheinlich immer ein Mädchen erwarten. Janne-Elise hätte ich entweder einen Zweitnamen gegönnt, bei dem die Namensgrenzen nicht verschwimmen (z.B. Janne-Luise) oder wäre direkt bei der klanglich äußerst ähnlichen Anneliese geblieben.

    Antworten
  3. Wahlpflicht:
    Amely Marie und Jannic Oscar als Amelie Marie und Jannik Oskar.
    Ansonsten gefallen mir noch:
    Maria, Lion, Valeria, Ben, Nora, Alma, Cäcilia als Cecilia, Sofia, David und Henrike.

    Antworten
  4. Namensenf …

    Billy Jay * Jay als Zweitname klingt wie ein ausgeschriebenes Initial “J.”
    Letti Maria * Letti scheint sich zu etablieren, ich kenne es vor allem aus Romanen für junge weibliche Erwachsene wie “Sophie im Schloss des Zauberers”
    Maro Lion * Fließt in eins, mit einem Rhythmus wie Napoleon
    Sakina * Eine kleine Arabering oder Kurdin
    Treasure * Muss an Gollum denken, obwohl er auf English “My Precious” sagt, wo es auf deutsch “Mein Schatz” heißt
    Jannic Oscar * Jannic mit J und C ist sehr inkonsistent, außer man will es Dschannik aussprechen. Der Anfang mit J legt das Ende schon auf k oder ck fest. Oskar kommt das konsequent auch mit einem c daher.
    Filip Ben * Filip “ohne überflüssige Buchstaben”, kann man machen
    Eliena * klingt nach einem weiblichen Alien
    Cäcilia Doris Dorothea * Doris Dorothea klingt doppelt gemoppelt, auch wenn die beiden Dor’s etymologisch verschiedene Wurzeln haben
    Dajannah * Eigentlich will ich dies wie Deianna aussprechen, aber das anglisierende h am Ende stellt die Frage, ob es nicht doch eine Dadschenna sein soll.

    Antworten
    • @Elbowin
      Ja, an den Roman musste ich auch denken, auch wenn ich ihn nicht gelesen haben, er dient als lose Vorlage für einen meiner Lieblingsanimes „Das wandelnde Schloss“

  5. Mir gefallen diese Einzelnamen:

    Elisa – mein Lieblingsname heute
    Nina – auch schön
    Nora
    Dorothea
    Henrike
    David – der schönste Jungenname heute
    Janni(c)k – nur als Jannik

    Und wild geschüttelt:
    Elisa Dorothea
    Elisa Henrike
    Nina Elise
    Nora Elise
    David Oscar

    Letti Maria – Ich kenne eine Letizia, die Letti genannt wird. Das hätte ich hier auch besser gefunden.

    Felisa Raquel – Felisa wirkt wie ein Mix aus Felicia und Elisa. Ich würde mich doch für eines von beiden entscheiden.

    Jannic Oscar – Die Kombi ist ja gar nicht schlecht, ich würde den Namen nur Jannik Oskar schreiben. Jannik hat sich zur gängigen Schreibweise entwickelt. Man kann auch Yannic(k) schreiben, aber die Y-Varianten gefallen mir nicht.

    Janne-Elise – klingt ganz gut, auch wenn zwei e aufeinander stoßen. Aber begeistert bin ich von Janne nicht, kann eben auch männlich sein.
    @Annemarie: Finde deinen Vorschlag Anneliese gut. Ist klanglich nah an Janne-Elise. Oder Anne+Zweitnamen, z. B. Anne Luise, Anne Kathrin ….
    In meiner Generation ist Anne ein häufiger Name, ist aber als Retroname wohl noch nicht alt genug.

    Nora Alma – klingt ein wenig wie eine Aufzählung. Nora mag ich, Alma ist mir zu neumodisch.

    Cäcilia Doris Dorothea – Doris und Dorothea sind doppelt gemoppelt. Cäcilia ist auch nicht so meins, ist als Zweitname okay, aber nicht als Rufname. Etwas gebastelt würde mir Dora Cäcilia gefallen.

    Nikola-David – Nikola, einzeln, würde ich für ein Mädchen halten. Wenn die Familie aus Kroatien oder Slowenien stammt, dann würde es passen. Aber ist dort ein Bindestrich üblich? Vermutlich wird er sowieso Niko gerufen.

    Fenna Henrike – meine Nichte heißt Fenna (meine Schwägerin stammt aus Ostfriesland, deshalb paßt der Name in die Familie). Der Name ist selten, aber trotzdem unkompliziert in der Schreibweise. Henrike als Zweitnamen mag ich, paßt sehr gut zu Fenna.

    Antworten
    • „In meiner Generation ist Anne ein häufiger Name, ist aber als Retroname wohl noch nicht alt genug.“

      Ich bin 25 und bin mit einigen Annes zur Schule gegangen bzw. studiere mit ihnen. Auch wenn ich als Babyname häufiger Anna als Anne lese, gibt es immer wieder eine kleine Anne. Vor ein paar Wochen sind die Erstklässler eingeschult wurden, da gab es gleich zwei Annes. 🙂
      Ich würde Anne daher auch nicht als „Retronamen“ bezeichnen (in diese Kategorie fallen für mich Oskar, Carl, Alma, Irma und Frieda), sondern wie Erik und Sophie als klassische Namen, die man kennt, aber nicht so häufig hört 🙂

    • @Miez
      Ich habe gedacht, so ab Anfang der 90er wäre Anne von Anna abgelöst worden. Aber wie du es beschreibst, ist Anne viel zeitloser. Das ist schön, ich kann mir Anne bei einem kleinen Mädchen immer noch gut vorstellen, ich würde aber einen Zweitnamen dazu nehmen (z. B. Anne Kathrin).

    • @Mareike

      Ich bin grundsätzlich für einen Zeitnamen 🙂
      Eine Grundschulfreundin hieß tatsächlich Anne Kathrin.
      Eine Kombi, die mir auch gut gefällt, auch wenn die tatsächlich in die Retrofraktion gehen würde, ist Anne Rose bzw. Annerose wie Schnüpperles große Schwester.

    • @Miez

      Die Annerose von Schnüpperle kenne ich auch. Der Name ist wunderschön, er hat so was sanftes an sich. Annerose mußte ja auch immer viel Geduld mit ihrem kleinen Bruder haben. Annerose würde ich aber zusammen schreiben, weil Anne Rose irgendwie fremd wirkt. Ich schreibe auch Annemarie und nicht Anne Marie. Aber Anne Kathrin würde ich getrennt schreiben.
      Ich kenne aber keine andere Annerose, auch nicht in der älteren Generation.

    • @Mareike

      Ja, ich mochte Annerose auch sehr (auch wenn sie zickig sein konnte). Vielleicht auch, weil sie und Schnüpperle mich an meinen Bruder und mich selbst erinnert.

      Einer Annerose bin ich auch noch nicht begegnet, dafür einer Heidemarie (Röschen auf der Heide und so 😉 )
      Ich würde Annerose auch zusammenschreiben, anders als Anna-Lena. Eine ungewöhnliche Kombination ist mir in einem Praktikum begegnet: Anne-Maria. Ich war sehr irritiert, da ich nur Anna-Maria und Annemarie kannte (und letzte beiden Kombis schöner finde, da sie sich vertraut und richtig anhören).

  6. Heute ist mal wieder viel
    Ausgefallenes dabei.

    Billy Jay- „Billy Jean is not my lover“ diente als Inspiration? Jay finde ich tatsächlich als Einsilber ganz nett. Billy erinnert mich immer an das Ikearegal und an alte Zeichentrickserien, in denen gefüllt jeder dritte Junge so hieß. Klanglich nicht mein Fall, William Jay hätte mir gefallen.

    Letti Maria- finde ich ganz süß. Die klassische Maria (mag ich lieber als Marie) erdet die niedliche Letti. Letizia Maria wäre vielleicht noch einen Tick besser gewesen.

    Maro Lion- ich bin verleitet Marion zu lesen, die Kombination ist sehr ungünstig gewählt. Maro habe ich noch nie gehört, erinnert an Maronen, war eine Mara erwartet? Lion ist nicht mein Fall, ist aber klanglich okay.

    Lilli Tamia- gefällt mir. Zweisilber und dann ein Dreisilber finde ich gut. Das T in Tamia verleiht der weichen Lilli (lieber Lily) das gewisse Etwas. Lily gehört zu meinen Lieblingsnamen. Tamia habe ich davor noch nie gehört (eine Nebenform von Tamara, der mir gar nicht gefällt), hört sich durch die hellen Vokale aber sympathisch und freundlichen an.

    Amely Marie- nette, wenn auch langweilige Kombination, die ich schon öft gelesen habe-mit Amelie in der richtigen Schreibweise. Amely mit y sieht falsch aus und muss unnötigerweise buchstabiert werden.

    Keno Brice- Keno finde ich ganz nett, einer der wenigen Jungennamen auf o, die mir gefallen. Ich bin mir bei der Aussprache nur unsicher KEno oder KennnnO? Brice- Brieß gesprochen? habe ich noch nie gehört, erinnert mich an das Kalbsbries. Brice hat auch keine Verbindung zu Keno.

    Larina Nina- die Schwestern heißen dann Maria Pia und
    Jenny Penny-warum finden Leute reimende Namen eine gute Idee?

    Valeria Elia- Valeria ist mir zu pompös, Elia gleicht das zwar durch ihre Weichheit aus, aber mich stört etwas, dass man Elia aus Valeria bilden kann.

    Ileyna- gefällt mir klanglich sehr gut, auch wenn das Schriftbild etwas ungewöhnlich ist.

    Jannic Oscar- fände ich als Jannik Oskar auch besser. Obwohl ich bereits mit vielen Janniks zur Schule ging, gefällt mir der Name immer noch, er ist zeitlos, frech und sympathisch. An Oskar gewöhne ich mich langsam, auch wenn er für mich das grüne Wesen, das in der Sesamstraße in der Mülltonne lebt, bleibt. Die Kombi ist stimmig, ich finde es gut, dass der k-Laut wieder aufgegriffen wurde.

    Irina Elisa Sophie- die Kombi ist durch das Aufgreifen des i-Lauts in allen Namen stimmig, wenn auch ein bisschen lang. Irina finde ich ganz süß, hat etwas ganz Weiches und Feminines an sich, Elisa und Sophie sind ebenfalls sehr schöne Namen, wenngleich ich Sophie als Zweit bzw. hier Drittnamen etwas langweilig finde.

    Filip Ben- Phillip Ben kam nicht in Frage, weil …? Abgesehen davon, dass mir Ben besser gefällt als Phillip und die Kombi etwas holpert, finde ich die Namen gut, aber wie bei Fibi rollen sich mir bei Filip (wenngleich diese Schreibweise in anderen Ländern ihre Berechtigung hat) die Zähnennägel hoch.

    Cooper- Mami und Papi fahren einen Mini Cooper?

    Janne-Elise & Nikola-David – ich stimme Cat zu, der Bindestrich hat durch den Unisexerstnamen seine Berechnung, wobei mir Elise (ich liebe diesen Namen) und David besser als die Erstnamen gefallen. Janne-Elise finde ich klanglich gelungener als Nikola-David, der als David Nikola einen besseren Rhythmus gehabt hätte.

    Eliena- anfangs habe ich Eliana gelesen, ein Name, der mir sehr gefällt, weil er so elegant klingt. Jetzt irritiert mich das ie. E-li-na oder E-li-e-na?

    Nora Alma- anders als bei Janne-Elise stört mich das aufeinandertreffen von a a doch ein wenig. Die Namen holpern wegen ihrer Zweisilbigkeit.
    Nora mag ich, an Alma gewöhne ich mich, wenn beide Namen vergeben werden sollten, hätte ich tatsächlich noch einen Drittnamen vergeben. Nora Alma Luise oder Nora Alma Emilia.

    Cäcilia Doris Dorothea- einen Umlaut im Namen ist mutig. Ich mag die Schreibweise Cecilia deshalb lieber, wenngleich der Name auch so eine schönen Klang hat. Doris Dorothea ist doppeltgemoppelt. Die Geschwister heißen dann Jakob Sascha Alexander und Anna Elise Elisabeth. Doris empfinde ich als altmodisch, Dorothea mag ich als Zweitname aufgrund seiner Bedeutung. Cäcilia Dorothea hätte doch gereicht.

    Edgar William- erinnert mich an Egar Wallace und den bösen Diener aus „Aristocats“, der die Kätzchen beseitigen will, um an das Erbe zu kommen. Edgar ist für mich, als Katzenliebhaberin, also gar nicht mein Fall 😉 Abgesehen davon gefällt mir der Name klanglich nicht, den klassischen William hingegen mag ich sehr.

    Sofia Lissandra- gefällt mir überraschend gut. Sofia bzw. lieber Sophia ist ein schöner, nicht so häufig vergebener Erstname und hat mit „die Weise“ eine schöne Bedeutung. Lissandra hat einen sehr schönen, lieblichen Klang, und passt durch das Aufgreifen der Vokale gut zu der klassischen Sofia.

    Junia Mailin- hätte mir als Juna Mailin wesentlich besser gefallen. Das i in Junia ist zu viel, erinnert zu stark an den Monat Juni, was etwas ironisch ist, da wir September haben. Mailin finde ich sympatisch.

    Fenna Henrike- klanglich passen die Namen zusammen, sind aber gar nicht mein Fall. Fenna erinnert mich an Pfanne und an die Fehe . Henrike ist mir zu streng.

    Ich wähle:

    Sofia Lissandra
    Irina Elisa Sophie
    Lilli Tamia
    Janni(k) Os(k)ar

    Wild geschüttelt:
    Nora Elise
    William Ben
    Lilli Mailin

    Antworten
    • Junia ist ein ganz anderer Name als Juna: Es ist ein wiederentdeckter biblischer Name mit einer besonderen Geschichte. Während bei den Orthodoxen die Weiblichkeit Junias nie angezweifelt wurde, mutierte sie im Westen zu einem Mann (Junias) und erst moderne theologische Forschung war nötig, um sie wieder zu einer Junia werden zu lassen.

      Juna kenne ich eigentlich nur aus Computerspielen und Mangas oder Animes.

    • @elbowin

      Vielen Dank, dass das i dann seine Berechtigung hat und nicht eine Juna individueller machen soll, lässt den Namen dann ganz anders erscheinen -wobei mir Juna klanglich trotzdem besser gefällt, obwohl Junia definitiv die interessantere Geschichte hat. Ich finde es furchtbar, dass die Kirche so viele Frauen in den Bibel zu Männern gemacht hat, ohne irgendetwas Schlimmes darin zu sehen.

    • Miez, Maro hast Du auf jeden Fall schon gehört, aber wahrscheinlich nicht auf dem Schirm, weil er eigentlich kein Vorname ist. Der brillante Vergil trug ihn als Cognomen: Publius Vergilius Maro.

    • Ich habe gerade über die Namen anderer römischer Autoren nachgedacht und muss gestehen, dass ich nur bei den wenigsten aus dem Stegreif sagen kann, wie diese mit vollem Namen heißen, weil man im Unterricht und an der Uni nur das Cognomen oder den Nachnamen der Autoren verwendet.
      Neben Marcus Tulius Cicero, Gaius Julius Caesar und Publius Ovidius Naso fallen mir spontan keine Vornamen ein, wenngleich ich die Vornamen von Lukrez (Publius?), Catull und Seneca natürlich schon mal gelesen habe. Eigentlich sollte das bei 16 Vornamen, die der Römer nur kennt, nicht so schwer sein …

    • Gerade nachgesehen (es gibt hier ja ein, zwei Lateininteressierte ^^)

      Titus Lucretius Carus (Schande über mich, den aber ich vor gar nicht langer Zeit gelesen)
      Die weibliche Form Cara ist ja recht beliebt.

      Gaius Valerius Catullus

      Lucius Annaeus Seneca
      (Lucius und Livia sind meine liebsten römischen Namen)

    • Lukrez hätte ich auch nicht gewusst. Habe ich aber auch noch nie behandelt, weder an der Uni noch mit Schüler*innen.
      Aktuell in der Oberstufe (jedenfalls in Niedersachsen): Gaius Sallustius Crispus. Aber Crispus – der Kraushaarige – eignet sich sicherlich auch nur bedingt als Vorname.
      Im vorigen Halbjahr war Plinius dran, der Jüngere, versteht sich, der ja zwecks Unterscheidung von seinem Onkel sogar vier Namen hat: Gaius Plinius Caecilius Secundus.

    • Salvete, amicae 🙂
      Gaius Sallustius Crispus war zumindest in meiner Schulzeit in Brandenburg im LK Latein dran. Ob mir noch alle Namen eingefallen wären, wenn man mich gefragt hätte, weiß ich nicht.
      Mit Titus Lucretius Carus hatte ich an der Uni zu tun, aber da hätte ich den vollständigen Namen definitiv nicht gewusst. Ich kann mich auch an die behandelten Texte nicht mehr gut erinnern, war offenbar nicht so spannend. Spontan eingefallen ist mir gerade, auch aus der Studienzeit: Quintus Horatius Flaccus, von dem haben wir Satiren gelesen und die waren auch ganz unterhaltsam.
      Die wichtigsten lateinischen Autoren waren für mich im Grunde Albius Tibullus und Sextus Propertius. Die vollständigen Namen (hatten sie jeweils nur zwei?) entnehme ich gerade dem Lexikon der Antike, aus dem Kopf hätte ich sie nicht mehr gewusst, obwohl ich ihnen mehrmals begegnet bin. Wir haben uns im erwähnten LK in Brandenburg ein Halbjahr lang mit den römischen Elegikern beschäftigt und Jahre später habe ich da einiges in meiner Magisterarbeit ausgeschlachtet.

    • Ich meine mich zu erinnern, dass im Lateinunterricht nur von 5 Vornamen die Rede war, die häufig abgekürzt wurden:
      C. für Gaius
      Cn. für Gnaeus
      M. für Marcus
      P. für Publius und
      T. für Titus
      Alle anderen seien Gentilnamen, Beinamen u.ä.
      Ist da was dran?

    • Salust habe ich sowohl in der Schule als auch an der Uni gelesen (juhu, wie habe ich das geliebt).

      Plinius habe ich nur in einem Lektionstext gelesen.

      An der Uni habe ich viel zu Cicero und Seneca gelesen.

      Lukrez- ach ja, Lukrez, inhaltlich sehr interssant und beeindruckend, wie modern manche Gedanken sind, er liest sich aber sehr schwer, weil er Fachbegriffe umschreibt und alles mit hundert Beispielen erklärt, den werde ich hoffentlich nicht mit meinen Schülern lesen.
      Bei meinen Nachhilfeschülern ist im Moment Hyginus (mehr Namen sind nicht bekannt) und Titus Petronius Arbiter (Das Gastmahl des Trimalchio) sehr gefragt, neben dem guten Vergil natürlich.

      Ein weiter Name, leider ist (entgegen dem Wikipediaeintrag) nur der Nachname erhalten ist Apuleius, der das „niedliche“ Märchen, wie er dem Erzähler Lucius in den Mund legt „Amor und Psyche“ verfasst hat.

    • @Barbara

      Es waren doch ein klein bisschen mehr als fünf. 16, wenn ich mich nicht irre, die aber alle mit einem oder zwei Buchstaben abgekürzt wurden.
      Neben denen, die du genannt hast (die waren schon sehr häufig)
      Gab es noch
      Quintus, Sextus, Publius, Aulus, Tiberius, Numerius (die anderen weiß gerade nicht auswendig).

  7. Von mir aus könnte es mehr Unisex-Namen geben, wo man das Geschlecht nicht sofort erkennen kann. Sollen die Leute ruhig verwirrt sein bzw einfach mal ihre Erwartungen ablegen.
    Heute morgen im Spielzeuggeschäft meinte eine Mutter zu ihrem kleinen Sohn, der strahlend ein quietschrosa Dinosaurier-Ei in die Hand nahm: “Schatz, das brauchst du nicht, …das ist für Mädchen!”
    Ich bin kein Fan von Rosa, aber ich fände es schön, wenn wir unsere Kinder nicht so einschränken würden.

    Lissandra heißt, wenn ich es mir richtig gemerkt habe, eine Protagonistin in der Sumpfloch-Saga.

    Antworten
    • Ich kann dich verstehen,
      Unisexnamen sind persönlich aber nicht mein Fall, das hat mehrere Gründe:
      1. Die meisten Namen sind für mich dann irgenwie doch einem Geschlecht zuordbar oder klingen so weil ich den Namen nur als Mädchen/Jungenname kenne.
      2. Mir gefallen die meisten Unisexnamen klanglich einfach nicht.

      Was das rosa Dino-Ei betrifft (der arme Junge), das geht für mich in eine andere Richtung als Unisexnamen.

      Man sollte Kinder mit den Sache spielen lassen, mit denen sie möchten (und ihnen nichts Aufzwingen, weder typisch weiblich/ männliches Spielzeug noch nur geschlechtsneutrales)
      Mein Bruder hat mit meiner Puppe gespielt und sein Kuscheltier in meinem Kinderwagen rumgefahren, meine Schwester hat, als sie klein war, gerne mit Autos gespielt (abgesehen von Lego, das ich sooo gerne in Rosa und Lila gehabt hätte, weil mir die Farben gefielen, habe ich am liebsten mit Puppen gespielt).
      Wenn ich mal Kinder habe, werde ich das auch so machen, nur wird meine Tochter einen Mädchen- und mein Sohn einen Jungennamen bekommen.

    • Miez,
      Ich hab es auch so gemacht, meine Tochter hat einen Mädchen- und mein Sohn einen Jungennamen – weil das die Namen waren, die uns an besten gefielen und gefallen.
      Aber falls jemand einen Unisex-Namen vergeben möchte, gibt es meiner Meinung nach durchaus Gründe, die dafür sprechen – und nicht zuletzt den, die Erwartungen der Gesellschaft nicht zu erfüllen.

  8. Na, das ist mal eine Namensliste von der ich KEINEN EINZIGEN vergeben hätte, nicht mal als ZN.
    Kornel ist wenigstens noch interessant,
    aber für Aljona Zahnpasta,
    Maro Marone, Lion (brüllt der?),
    Tamia – Tammy vom Hausboot?,
    Larina Larifari,
    oder Mailin (wo soll die Post hinein?),
    Janne-Elise – warum nicht Hanneliese?
    fehlt mir dann doch jedes Verständnis.
    Doris oder Dorothea (aber NICHT zusammen), Edgar oder William sehen wenigstens wie Namen aus, aber mein Geschmack sind sie nicht.
    (Es gibt Namenslisten, bei denen man sich wie ein ausgestorbener Dinosaurier fühlt…)

    Antworten
    • Ich hätte Doris und Dorothea auch nicht kombiniert, wage aber die Vermutung, dass hier “gerecht” je eine (Ur-?)Oma geehrt werden sollte.

    • Da kann ich mir einen Kommentar einfach nicht verkneifen…

      Die Zauberformel Toleranz und Offenheit hilft einfach immer – auch und gerade um sich nicht als Fossil zu fühlen.

      Bemerkungen wie “sehen wenigstens wie Namen aus” sind einfach überheblich und abwertend.

      Wie hier teilweise über Namen (und damit einen Teil der Identität) anderer Menschen hergezogen wird, ist für mich einfach nicht verständlich. Was habt ihr für ein Problem?

    • @christina

      Ich kann deine Meinung verstehen. Toleranz und Offenheit sind wichtige Werte, die ich (und ich lehne mich jetzt mal nicht weit aus dem Fenster, die fast alle der Kommentatoren hier) vertreten. Toleranz bedeutet aber auch, Meinungen zu akzeptieren, die man nicht teilt, die man nicht verstehen kann oder die man furchtbar findet, solange sie dritte nicht verletzen (was auch beinhaltet, dass sie weder rassistisch, antisemitisch, sexistisch, homophob, ausländerfeindlich, rechtsextrem sind).
      Die Aussage „Was habt ihr für Probleme“ ist übergeneralisierend.
      Ich liebe Name und hier habe ich die Möglichkeit mit anderen, die ebenfalls Namen lieben, darüber zu sprechen.

      Muss mir dabei jeder Name gefallen? Nein. Es gibt Namen, die mir weder klanglich, noch in Kombination, noch von der Schreibweise her zusagen. Namen sind Geschmackssache. Ich liebe den Namen Ella, für einige ist das ein Lallname. Es gibt hier Leute, die schwärmen für Carl, den Namen finde ich furchtbar. Es wäre langweilig (und bedenklich), wenn jeder die gleichen Ansichten vertreten würden. Dafür gibt es diesen Block doch.

      Der kleine Namensträger oder die kleine Namensträgerin hat mit meiner Ansicht gegenüber eines Namens gar nichts zu tun, wir kennen die Babys ja nicht. Wir bewerten hier Namen, keine Personen.

    • @Miez
      Ich habe mich mit meinem Kommentar auch gar nicht auf alle Kommentatoren hier beziehen wollen (deswegen auch die Relativierung “teilweise”). Also bitte nicht als Angriff auf alle hier verstehen. Ich habe nichts gegen diesen blog oder Kommentare zu den Vornamen. Natürlich ist das “Gefallen” von Namen total subjektiv. Aber die Art und Weise, wie sich manche (!) im Netz über in andere Vornamen äußern überschreitet manchmal einfach die Grenze des Rechts auf freie Meinungsäußerung und darauf sollte dann auch hingewiesen werden. Intoleranz (dazu gehört dann ja auch Rassismus, Sexismus usw.) geht einfach nicht. Klar, ich hätte mich persönlicher an die Person wenden können, die meint, es stehe ihr zu, zu entscheiden was ein “richtiger Name” ist und was nicht. Wer weiß denn schon, was dahintersteckt? Vielleicht einfach nur eine andere Kultur? Oder welche Gründe auch immer… Muss man etwas erst einmal schlecht finden, nur weil es ungewohnt oder fremd ist? (Rhetorische Frage…)
      Es ist einfach verletzend für andere. Und nein, es sind nicht nur Namen – da stehen doch Menschen dahinter, zu deren Identität der Name gehört.

      Okay, ich war (und bin) einfach genervt von Intoleranz. Da geht es manchmal mit mir durch.

      Bitte achtet einfach alle (weiterhin) darauf, respektvoll zu bleiben.

    • @ christina

      Ach ja, Toleranz und Offenheit…
      Intolerant sind ja immer nur die anderen… Manche Aneinandereihung von Buchstaben ist für mich nunmal kein Name, na und? Wer das anders sieht und Standesbeamte von der “Richtigkeit” des Wunschnamens überzeugen kann – damit habe ich kein Problem.
      Und Offenheit – wie soll die zustande kommen, wenn man nicht drüber redet und seine Meinung kundtut?

      Miez hat es sehr treffend ausgedrückt:
      “Der kleine Namensträger oder die kleine Namensträgerin hat mit meiner Ansicht gegenüber eines Namens gar nichts zu tun, wir kennen die Babys ja nicht. Wir bewerten hier Namen, keine Personen.”

      Wie reden über Namen, und jeder wertet sie auch nach seinem persönlichen Empfinden. Und mir Überheblichkeit zu unterstellen finde ich alles andere als tolerant. Ich empfinde ohnehin eher Mitleid für manche Kinder, die die Kreativität ihrer Eltern ein Leben lang erklären müssen. (Oder wird das was mir den Namensänderungen alle 10 Jahre?)

    • @ Barbara
      “Ich empfinde ohnehin eher Mitleid für manche Kinder, die die Kreativität ihrer Eltern ein Leben lang erklären müssen”
      Das ist doch auch nur eine Unterstellung. Vielleicht fühlen sich die Kinder ja wohl mit ihrem Namen – bis andere mit ihren Vorurteilen kommen, die Nase rümpfen und ihnen sagen, dass sie keinen richtigen Namen sondern nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben anstelle eines Namens haben.

      Sind denn etwa manche Namen darüber erhaben nur “eine Aneinanderreihung von Buchstaben” zu sein?

  9. “Aljona” ist ein traditioneller russischer Vorname, eine Nebenform von Jelena, er kommt in russischen Volksmärchen vor. Die russische Aussprache unterscheidet sich von der deutschen und ist mit der lateinischen Schrift schwer darstellbar. Ich würde sagen, “Alönna” träfe es am besten.

    Antworten
    • Danke für die Info! Ich tippe mal, dass in D lebende Aljonas mit russischen Wurzeln auf beide Aussprachevarianten hören (müssen) 🙂 Mir gefiele es wirklich deutsch, gesprochen wie geschrieben, und das, obwohl ich mit dem Namen Jona weder für Jungs noch für Mädchen viel anfangen kann.

  10. Die für mich jeweils besten drei Namen aus der Liste:

    1. Lilli Tamia – an Lilli habe ich mich mittlerweile gewöhnt, kann dem Namen viel mehr abgewinnen als früher. Tamia verleiht etwas klangliche Härte, finde ich ganz gut. Gelungene Kombi!

    2. Ileyna – erinnert mich an Elaine. Mir sind beide Namen sympathisch.

    3. Irina Elisa Sophie – Irina ist für mich russisch konnotiert, passt hierzulande gut. Die drei Namen wirken leider etwas aufgezählt. Ich hätte Irina hier lieber einzeln vergeben.

    1. Nikola-David – ich finde Nikola mit k irgendwie weiblicher als Nicola mit c – liegt daran, dass mir Nicola im italienischen Sprachraum als Jungenname häufiger begegnet ist als Nikola (generell). Ich finde den Bindestrich und David als ZN hier durchaus sinnvoll. An und für sich schöne Namen – schöne Kombi!

    2. Martino – Martin mochte ich schon immer…, daher auch Martino.

    3. Jannic Oscar – stimmige Kombi!

    Antworten
  11. @ Miez und Christina

    Ich bin auch ein längerer stummer Mitleser, weil ich Namen auch sehr spannend finde. Ich glaube diese Grenze zwischen Meinung und Abwertung ist etwa da, wo es eben nicht eindeutig nach eigener Meinung, sondern nach absolutem Urteil klingt.

    Ich lese hier öfter etwas wie: “Tobias statt Tohbyas wäre BESSER”. Eine sensiblere Formulierung wäre halt eher eine persönliche aussage wie: “Mir gefällt Tobias besser”.

    Oder “dann SOLLTE man lieber den RICHTIGEN Namen vergeben.” – wenn Leni/Toni/… nicht “richtige” Namen wären, könnte man sie ja gar nicht eintragen lassen… oder was ist ein “falscher” name? “Nicht richtig” impliziert nun mal “falsch” und ist nicht sehr wertschätzend.

    Ich glaube, ich wäre auch gekränkt/verunsichert/…, wenn der Name oder ein ähnlicher Name wie der Name meines Kindes hier so abwertend kommentiert wäre und ich es läse.

    Ich glaube, man kann sich in tiefe Namensdiskussionen versenken, auf die Spuren ihrer Herkunft begeben, Trends beobachten, interessante Namen(sformen) ausbuddeln und regionale vergleiche anstellen, ohne die Namen nach ihrer “Güte” oder “Richtigkeit” bewerten zu müssen.

    Stattdessen könnte man sie ja auch einfach als interessante und anregende Gelegenheit unseren Horizont zu erweitern betrachten.

    Frohes diskutieren! 🙂

    Antworten
    • Das unterschreibe ich!
      Manche Kommentierende vergessen offensichtlich, dass es echte Menschen sind, die diese Vornamen tragen beziehungsweise vergeben haben. Stellt euch vor dem Absenden mal vor, ihr würdet den Kommentar vorlesen. Und zwar dem Kind, das so heißt oder den Eltern, die den Namen ausgewählt haben. Vermutlich würde manche Formulierung dann etwas sachlicher ausfallen.

  12. Eine Frage zu Tamia. Der Name ist mir real noch nie begegnet. Wie spricht man ihn aus?
    Betonung auf dem i oder auf dem ersten a?
    Also wie Mia mit Ta davor?
    Oder wir Tanja, nur mit M?
    Oder als auf der etsten Silbe betonten Dreisilber, ähnlich wir Julia?

    Antworten
    • Mir ist der Name real auch noch nie begegnet, da er aber von Tamara abstammt, und ich die Kombi M-i-a in als Namensbestandteil nur als Mi- a kenne, würde ich es bei seiner Dreisilbigkeit belassen.
      Ich habe mir auf einer anderen Namensseite hierzu Ausprachebeispiele auf Deutsch und Englisch angehört, bei allen lag die Betonung auf dem i wie in Dalia oder Thalia
      Ta-Mi-a.

    • Thalia kann man ja unterschiedlich aussprechen, fällt mir gerade auf, das ist vielleicht kein so guter Vergleich.

  13. Thalia habe ich auf der ersten und auf der zweiten Silbe betont gehört. Etymologisch naheliegend wäre meines Wissens letztere Variation, also
    Thal-I-a

    Dalia ist mir mal eine begegnet, die wurde auf der 1. Silbe betont, also wie Dahlie, nur mit a statt e.

    Antworten
  14. Daugava, vielen Dank. Jetzt weiß ich endlich, was der Name des russischen Supermarktes Alönna bedeutet.
    Felisa ist meines Wissens spanisch und bedeutet ,die Glückliche’.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar