Babynamen der Woche 28/2020

Solin (f) * Lucina * Tilda Elina * Leo Ludwin * Marino * Sina Greta Maria * Lilian Marie * Niklas Tobias * Lea Johanna * Ava Isabella * Ida Margarete * Clara Malea * Sanna * Emma Carolina * Lars Christoph * Livia Carlotta * Nils Oliver * Kara * Vivien * Miran * Niclas Christian * Antoni Thiago * Yannis * Dilara * Salma * Leah Katalin * Henry Vincent * Clara Josefine * Jonas-Chris * Till Aaron * Silas * Marlon Willi * Liam Christopher * Ole Benedikt * Dimitry * Zaki (m) * Francesco * Lavin (f) * Marie Charlotte * Helen Sophie * Giuseppe Antonino * Ida Evangeline

Zwillinge:

  • Leonard & Florentine
  • Marie & Emma

Babynamen aus dem Saarland Teil 2


Die „Babynamen der Woche“ – das sind schöne, furchtbare, normale, exotische, verrückte, lächerliche, populäre und ungewöhnliche Vornamen von Neugeborenen der letzten Tage. Willkürlich ausgewählt von der Redaktion dieses Blogs und keinesfalls repräsentativ. Verzeichnis aller bisherigen Babynamen der Woche

42 Gedanken zu „Babynamen der Woche 28/2020“

  1. Oh, heute sind feine Sachen dabei.

    Wahlpflicht
    Ida Margarete * bodenständig, klassisch, guter Rhythmus
    Henry Vincent * Top 10 mit einem Klassiker geht immer.
    Till Aaron * ich liebe Till. Wäre nur das englische Wort nicht. Da klingt so farblos.
    Ole Benedikt * Benedikt hat eine schöne Bedeutung. Ole macht den Namen etwas weniger streng.

    Mein Senf
    Solin (f) * klingt wie eine falsche Solistin.
    Niklas Tobias * zu viel -s.
    Nils Oliver * 1980.
    Yannis * finde ich eine gute Wahl für einen kleinen Griechen in Deutschland.
    Jonas-Chris * Bindestrich. Nein.
    Leonard & Florentine * bei Leonard stört mich einzig die Abkürzungen Leon, die proletarisch anmutet
    Marie & Emma * gähn – Brüder Max und Paul

    Wild geschüttelt
    Florentine Charlotte
    Till Henry Benedikt

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    • Haha, bei Nils Oliver war auch “1980” mein erster Gedanke 🙂 Gut finde ich, dass es keinen Bindestrich gibt. Oliver ist an zweiter Stelle auch gut aufgehoben, wenn man keinen Olli will.

    • Es gibt Namen, die unweigerlich irgendwie immer abgekürzt werden, dazu zählt auch Oliver, genau wie
      Maximilian
      Tilman
      Florian
      Benjamin
      Andreas

    • abkürzen sollte man nur die sehr langen oder sehr schwierigen(ausländischen) Namen. ich hatte mal einen Arbeitskollegen Oliver und habe den auch immer mit Oliver angesprochen.
      warum abkürzen? Oliver ist fast genauso kurz wie zB Peter, man spricht doch eher so: Ol-ver, mit kurzem i
      Olli klingt komisch.

    • Ich finde es nicht schlimm, auch nicht furchtbar lange Namen abzukürzen, wenn der Namensträger das möchte. Spitznamen sind persönlicher, ein Zeichen von Verbundenheit. Ich kürze Namen nur dann ab, wenn a) sich der Namensträger so vorstellt
      b) wenn ich die Person schon lange kenne und mag.

      Maximilian ist wirklich sehr lang, alle Maximilians, mit denen ich in die Schule ging und die mir im Praktikum begegnet sind, wurden Max oder Maxi abgekürzt. Es ist einfach kürzer und jugendlicher.
      Ich bin mit mehreren Ollis, einem Flo, und einem Tobi zur Schule gegangen, die eigentlich Oliver, Florian und Tobias hießen, aber nur die Lehrer haben sie so gegannt.
      „Florian“ und „Tobi“ konnte jeder sein, aber „der Flo“‘ und „der Tobi“ gingen mit uns in die Klasse.

      Dazu kommt, das ich meinen zweisilbigen Namen selbst immer abkürze, er bleibt zweisilbig. Die Länge spielt manchmal keine Rolle (wie hier) mir gefällt die Abkürzung einfach besser und sie wird immer richtig ausgesprochen und geschrieben (anders als mein Vollname).

  2. Lavin, als erstes fand ich eine Ortschaft in der Schweiz, aber dann den Namen für einen Jungen, kurdisch, Liebling..und ja zu letzt auch Lavin für Mädchen.
    Die Zwillings Namen finde ich ganz hübsch, Emma und Marie hätte ich einen zweiten Namen gegönnt, aber es stört mich nicht, wenn gängige Namen vergeben werden. Im August wird ein neues Enkelmädchen geboren, wir sind schon sehr in gespannter Freude, die Eltern verraten nichts, nur soviel ein kürzer Name und ein längerer, und(!) nichts spektakuläres. Finde ich ganz gut.;)

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  3. Ludwin , hier habe ich gezögert, aber Ludwin von Trier, damit ist alles klar und von meiner Seite ein ok.
    Jonas gefällt mir gut, aber nicht in dieser Kombination. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Doppelnamen, es gibt durchaus schöne Formen, auch neuere.
    Lars und Nils gefallen mir, prägnant, dagegen kann ich mit Liam und Marlon garnichts anfangen …
    Zakl, klingt nett, hätte aber Zacharias genommen, ein Freund meines Enkels heißt so und wird Zaki gerufen.

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  4. Heute sind viele schöne, normale Namen dabei, viele gefallen mir gut.

    * Sina Greta Maria * Lilian Marie * Niklas Tobias * Emma Carolina * Henry Vincent * Clara Josefine * Marie Charlotte – Sind alle gut vergebbar, kann man nichts mit falsch machen.

    * Lea Johanna * Ava Isabella * Ida Margarete
    Drei Namen nach dem gleichen Muster. Kurzer Rufname + längerer Zweitname, die gut zusammen passen. Lea Johanna – zwei biblische Namen. Ava Isabella ist etwas extravaganter und internationaler, passt aber auch gut. Und Ida Margarete ist ein sehr traditioneller alter Name, sehr schön, gefällt mir von den dreien am besten.

    * Tilda Elina – Elina ist einer meiner Lieblingsnamen. Tilda wirkt auf mich unvollständig. Matilda hätte ich besser gefunden. Aber Tilda ist eine neumodische Kurzform, das Kind wird sicher damit zurecht kommen.

    * Leo Ludwin – warum nicht Ludwig als Zweitname? Leo als Rufname ist ja völlig okay, aber Ludwin wird er wohl häufiger erklären müssen.

    * Clara Malea – Clara ist ein schöner Rufname. Malea ist nicht so meins. Ich hätte Clara Marlene/Marlena besser gefunden.

    * Lars Christoph * Nils Oliver – ja, die könnten auch aus dem Jahr 1980 stammen. Lars und Nils finde ich aber immer noch schön, schlicht und zeitlos, kann man gut mit leben. Gut, sie passen eher in den nördlichen Teil von Deutschland, nicht unbedingt nach Bayern oder ins Schwabenländle. Christoph und Oliver könnten die Väter sein.

    * Livia Carlotta – klingt leicht italienisch. Ich mag Carlotta lieber als Livia. Livia klingt ein wenig nach Olivenöl, Marke Livio. Wild geschüttelt hätte mir Elina Carlotta gefallen.

    * Niclas Christian – Ich würde Niklas mit k schreiben, dann ist es ein top-Name. (Auch wenn dann zwei unterschiedliche k-Laute im Erst- und Zweitnamen aufeinander treffen.) Niclas mit c gefällt mir irgendwie gar nicht.

    * Silas – auch einer meiner Lieblingsnamen. Ich würde Silas noch einen Zweitnamen gönnen, wild geschüttelt: Silas Benedikt.

    * Ole Benedikt – kann man auch gut machen. Ole mag ich. Benedikt läßt Ole etwas förmlicher wirken.

    Meine persönlichen TOP-Listen:

    1. Niklas Tobias
    2. Silas
    3. Ole Benedikt
    4. Lars Christoph
    5. Nils Oliver

    1. Clara Josefine
    2. Sina Greta Maria
    3. Ida Margarete
    und einzeln mag ich noch Elina und Carlotta.

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    • * Jonas-Chris
      Habe ich wegen dem Bindestrich gleich aussortiert und dann vergessen.
      Jonas mag ich auch sehr gern, kommt bei mir gleich nach Niklas und Silas. (Irgendwie gefallen mir Jungennamen mit -as-Endung.) Nur diese Kombi klingt holprig. Ich würde wild geschüttelt Jonas Christoph oder Jonas Christian nehmen.

    • Ich hätte auch
      Niklas Christian
      geschrieben, auch wenn ich prinzipiell für die Anpassung der K-Laute bin. Bei den beiden Namen ist es aber durch das Ch- etwas anderes, da hätte ich wohl auch Benedikt oder Lukas eher gewählt.
      Das C in Niclas wirkt so gewollt, ein Jacob hingegen wäre gut gegangen, da es eh fraglich ist, ob es mit C oder K zu schreiben ist.

  5. Heute sind wirklich viele schöne Namen dabei.

    Lucina, gefällt mir gut. Eine igitte Alternative für Lucia. Lucina ist eine römische Göttin der Geburt, im Griechischen heißt sie Eileithyia und ist Heras Tochter, wenn ich mich nicht irre, sogar die einzige. Eigentlich bin ich ja dagegen Kindern Götternamen zu verpassen (wenn nur Minerva und Freya nicht wären, die gefallen mir nämlich gut). Aber dadurch, dass Lucina keine wahnsinnig berühmte bzw. präsente Göttin in der heutigen Zeit ist und er durch die Nähe zu Lucia und Lina sehr vertraut klingt, hat er meinen Segen 😉

    Leo Ludwin, Leo mag ich total gerne, Ludwin hat mich anfangs irritiert, aber eigentlich gefällt mir der Name. Er klingt durch das weggelassen „g“ viel frischer und jugendlicher und klingt auch zu Leo viel harmonischer, der er weich endet. Die Alliteration ist nicht so mein Fall, aber durch die unterschiedlichen Vokale klingt es nicht ganz so comichaft.

    Sina Greta Maria, okay, der Name gefällt mir dann doch nicht so. Drei zweisilbige Namen wirken sehr aufgezählt. Zur klassischen Greta (ich gewöhne mich langsam dran) und Maria (mag ich gerne) passt Sina irgendwie nicht richtig rein.

    Lilian Marie- sehr schön. Lilian gehört zu meinen Lieblingsnamen. Klingt elegant und feminin ohne abgehoben zu sein (abgesehen davon ist Lily eine süße Abkürzung) Marie ist etwas langweilig, aber durch das Aufgreifen der Vokale passt er gut zu Lilian.

    Niklas Tobias, hätte auch mit mir zu Schule gehen können. Ich bin jetzt 25 und hatte einige Niklase und Tobiase in der Kita und Schule. Die Kombi ist gut, ich mag Nikals ganz gerne.

    Ava Isabella, klingt sehr elegant, aber nicht zu abgehoben. Ava gefällt mir ganz gut, besser als die deutsch gesprochene Eva („Ewa“ mag ich wiederum). Liest man in letzter Zeit öfter. Isabella ist auch sehr schön, besonders als Zweitname.

    Ebenfalls sehr schöne Kombinationen:

    Ida Margarete-niedlich trifft auf klassisch.

    Clara Malea-Clara gehört zu meinen Lieblingsnamen. Malea verleiht ihr etwas Moderners

    Emma Carolina- hätte ich selbst nicht so kombiniert, aber auch die seltenere Carolina verleiht Emma (ebenfalls ein Lieblingsname) etwas besonderes. Carolina klingt durch die „a“-Endung weicher als Caroline, gefällt mir.

    Clara Josephine- geht in eine etwas elegantere Richtung als Clara Malea (ich denke bei Josephine immer an Napoleon Frau), aber ebenso gelungen.

    Henry Vincent- Henry gehört zu meinen Lieblingsnamen. Der seltenere Vicenet verleiht Henry (der ja in letzter Zeit häufiger vergeben wird) mehr Individualität. Außerdem sind die beiden Namen durch e, n und den i-Laut schön verbunden. Henri Vincent hätte ich vom Schriftbild her deshalb noch einen Ticken besser gefunden.

    Silas- ebenfalls ein Lieblingsname und eine gute Alternative zu Elias. Ich hätte ihm aber wie Vivien einen Zweitname gegönnt.
    Silas Jonathan, Silas Hendrik etc.

    Dilara gehört zu meinen türkischen Lieblingsnamen. Die Bedeutung „Geliebte“ ist auch sehr schön. Er klingt hierzulande durch „Lara“
    vertraut, hat aber das gewisse Etwas.

    Lars Christoph, ich bin kein Fan beider Name. Ich denke immer an „Lars, der kleine Eisbär“. Der Name klingt durch die aprupte Endung abgehackt. Lars Christopher wäre besser gewesen.

    Livia Carlotta- hätte ich als Livia Charlotte klanglich eleganter gefunden. Livia mag ich gerne, kommt nicht so häufig vor, klingt freundlich und feminin. Carlotta und ich werden keine Freunde, ich denke immer an Karroten.

    Nils Oliver- gelungene Kombi (ich mag es, wenn der Zweitname mehr Silben hat, als der erste, wenn dieser nur ein bis zwei Silben hat) . Beide Namen sind nicht ganz mein Fall, aber vollkommen okay. Il-li finde ich hier schön verbunden.

    Niclas Christian-ich stimme den anderen zu. Nikals sieht irgendwie richtiger aus, obwohl ich eigentlich auch ein Fan von gleichem Buchstaben in zwei Namen bin. Aber hier wäre es ja k und ch, da finde ich das okay .

    Leah Katalin- auch schön, obwohl ich Lea nicht sonderlich mag. Katalin klingt hübsch.

    Jonas-Chris – wieso der Bindestrich und wieso hat es nicht für eine Vollform von Chris gereicht?

    Till Aaron- holpert etwas. Aaron mag ich sehr, Till klingt mir irgendwie zu kurz, obwohl mir kurze Jungennamen wie Ben und Tom gefallen. Vielleicht liegt es am i.

    Liam Christopher-für einen Jungen mit englischsprachigem Hintergrund sehr schön. Liam als Vollname mag ich, dabei ist er ja wie Chris eigentlich ein Spitzname.

    Lavin-hätte ich als Jungenname eingeordnet (Kevin, Davin, Levin). Erinnert mich an das lateinische Wort „Lavare“- waschen.

    Marie Charlotte- Marie als Erstname. Juhu! Klingt ein wenig könglich.

    Helen Sophie- trotz der langweiligen Sophie als Zweitname, gefällt mir der Name gut. Helen mag ich viel lieber als Helene, klingt frischer.

    Die Zwillinge Marie und Emma gefallen mir gut. Einfach, aber schön. Beide Zweisilbig, alt und durch a verbunden. Hätten ihnen nur einen Zweitnamen gegönnt. Marie Amalia und Emma Luise z.B.

    Ich wähle
    Clara Josephine
    Clara Malea,
    Emma Caroline,
    Helen Sophie,
    Lilian Marie
    Silas,
    Leo Ludwin und Henry Vicent.

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  6. Heute sind einige schöne Namen dabei.
    Mädchen:
    1.Ida Margarete – modern und klassisch zugleich, passt dabei aber sehr gut zusammen.
    2.Ava Isabella – insgesamt ein bisschen zu lieblich für meinen Geschmack, was aber hauptsächlich an der Isabella liegt. Isabelle gefiele mir besser.
    3.Clara Josefine – insgesamt klingt die Kombination sehr brav, aber hübsch.

    Jungen:
    1.Yannis – mittlerweile ziemlich beliebt, aber auch sehr schön, nicht nur für kleine Griechen.
    2. Silas – ich hätte Silas auch noch einen zweiten Namen gegeben, vielleicht keinen biblischen. Sowas wie Silas Frederik.
    3. Till Aaron – ein bisschen stört es, dass man die beiden Namen beim Sprechen zusammenziehen kann zu Tillaron, aber meist ist der zweite Name ja stumm. Mit Till assoziiere ich einen gutgelaunten, humorvollen, selbstbewussten Jungen/Mann.
    4. Niklas Tobias – ja, die beiden -as Endungen sind nicht optimal, und Tobias finde ich auch nur in Ordnung, aber Niklas ist ein schöner Dauerbrenner.

    einzeln gefallen mir noch Leo, Lilian, Emma, Carlotta, Vivien, Miran, Jonas, Benedikt und Sophie.

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  7. Nach der Freak Show vom letzten Mal heute die normaleren Namen, das ist sehr entspannend.

    Solin (f) * In der Form nie gehört oder gesehen, vielleicht findet ja noch jemand etwas heraus. Erinnert iwie an Solène (und dann agnlisiert ausgesprochen und deutsch geschrieben?), ist aber vielleicht was ganz anderes.
    Lucina * Hui, das ist ausgefallen. Eine Luchina hätte ich als normal empfunden
    Leo Ludwin * Ludwin ist ein schöner altdeutscher Vorname, im Kontext vermute ich, dass hier ein Heilige Pate steht
    Dilara * Kann im Saarland nicht mit “die Lara” verwechselt werden, denn es heißt da je nach Dialektgebiet “es Lara/et Lara” und “es Dilara/et Dilara”
    Lavin (f) * Die Assoziation “Lawine” liegt nahe, auch wenn es sicher ein respektabler fremdsprachiger Name ist
    Marie Charlotte * Im Saarland gibt es den Namen Marie tatsächlich auch als Erstnamen
    Giuseppe Antonino * Ein Italiener mit ausgefallenem Zweitnamen

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    • In RLP kann man Lara und Dilara aber auch nicht verwechselt werden. Man sagt nämlich „Die Lara kommt zum Essen“ oder „Die Dilara kommt zum Essen“ 😉

    • @Marthe
      So geht es eigentlich allen, die aus Norddeutschland kommen. Für uns hier im Süden ist das ganz normal.
      Ich habe zu diesem Thema schon öfter etwas geschrieben.
      Der bestimme Artikel vor dem Namen unterstreicht, dass man über eine bestimmte Person redet, eben die Ella oder der Ben, mit denen man zur Schule gegangen ist etc. Nicht irgendeine Ella oder irgendein Ben.
      Auf die Frage: „Mit wem warst du heute Kaffee trinken?“ antwortet man hier stets: „Mit der Ella/ mit dem Ben“
      „Mit Ella/mit Ben“ hört sich einfach falsch an.
      Wenn man über mehrere Personen redet, fällt der Artikel meistens weg, also: „Ich war mit Ella, Ben, Luise und Tom im
      Kino.“
      Der Artikel vor einem Namen oder vor einer Verwandetenbezeichnung:
      „Ist die Mama zu Hause?“
      „Nein, die ist mit der Oma Blumen kaufen“.
      (ABER- „Ja, die sitzt mit Oma und Opa auf der Terrasse“ ) ist in der gesprochenen Sprache normal und hier richtig. Ich bin immer ganz irritiert, wenn jemand keine Artikel benutzt. In der geschrieben Sprache z.B. in Aufsätzen fällt der Artikel natürlich weg.

    • Ja, das stimmt.

      Aber der letzte Satz irritiert mich wieder: Warum fällt es beim Geschriebenen denn weg? Fühlt sich das da dann wiederum falsch an?

      Noch was Lustiges, etwas off topic, aber zum Nord-Süd-Gefälle passend:
      Jemand aus Baden hat mir mal erzählt, dass beim Hochdeutsch reden immer auf “schauen” anstatt “gucken” oder “sehen” geachtet wird. Das fand ich zu witzig. Nicht viele sagen in Norddeutschland ernsthaft “schauen” – ich nutz es bspw. nur in bestimmten, seltenen Zusammenhängen, bzw. Redewendungen, in denen “schauen” üblich ist (mir fällt aber gerade keine ein…).

    • Und hier

      http://www.atlas-alltagssprache.de/artikelvorname/?child=runde

      gibt es auch einen Kommentar dazu:

      So gibt es in der WDU-Karte noch eine Reihe von „wird nicht verwendet“-Meldungen im nördlichen Rheinland, in Sachsen und im südlichen Brandenburg. Es lässt sich daraus schließen, dass sich die Verwendung von Vornamen mit dem bestimmten Artikel in der Alltagssprache weiter ausbreitet.

    • @Marthe

      Was die Artikel beim schriftlichen Sprachgebrauch betrifft:
      Ich meinte hier Schulaufsätze, fiktionale und nonfiktionale Texte, amtliche Schreiben etc.
      Wenn man privat über Nachrichtenmessanger schreibe, schreiben die meisten Leute „die Mama, der Tom“ etc. Ich mache das nicht ganz so häufig, vielleicht, weil ich mir der Unterscheide zwischen gesprochener und geschriebener Sprache durch mein Studium bewusst bin und es mir wichtig ist, diese Regeln zu befolgen, da wir durch WhatsApp, Instagramm, Twitter und Co, in einer Zeit leben, in der die schriftliche und gesprochene Sprache sehe ineinander verschwimmen (das klingt jetzt irgendwie versnobter als es gemeint ist) also hier ein Beispiel:

      Wenn meine Nachhilfeschüler in ihrem Aufsatz Artikel vor Namen stellen (passiert ab und an) erkläre ich immer, dass sich die geschriebene und gesprochene Sprache voneinander unterscheidet

      -ein gutes Beispiel ist der Gebrauch des Perfekts, wenn wir sprechen „Ella ist ins Kino gegangen“
      und des Prätertiums, wenn man schreibt, siehe Romane, Unfallberichte etc. „Ella ging ins Kino“
      Leider vermischen das die Schüler immer häufiger (WhatsApp und Co lassen grüßen) und schreiben ganze Märchen, Reizwortgeschichten etc. im Perfekt-

      Ich erkläre dann, dass man Geschichten im Präteritum schreibt und das man beim Schreiben von Texten auf den Artikel vor den Namen verzichten muss, weil das Umgangssprache ist und man das nur in Süddeutschland sagt.

      Was das schauen/ sehen/gucken betrifft. Dazu muss ich sagen, dass ich nur Hochdeutsch rede (ich kann gar kein Pfälzisch).

      Gucken ist schon sehr umgangssprachlich „Guck mal, eine Katze“ und wird auch gerne im Dialekt verwendet: „Gugge mol“ (Schau mal).
      Wenn es formaler zugehen soll (Amt, Präsentation etc.) würde ich es daher nicht benutzen. Ich habe das auch in diesen Situationen von anderen noch nicht gehört.

      Schauen im Sinne von:
      „Da muss ich schauen, ob ich Zeit habe“- hm, ja, das benutzen wir hier häufig.
      „Wir werden sehen, was man da machen kann“ ist aber auch häufig. Bei schauen und sehen kommt es auf den Kontext und die persönliche Bevorzugung an, würde ich sagen. Aber vielleicht ist das hier ja anders als in Baden.

      Ich finde ich total interessant, wie viele kleine, alltägliche sprachliche Dinge sich im Süden vom Norden unterscheiden.
      Das man im Norden Ella und nicht die Ella sagt, habe ich erst hier gelernt.

    • @elbowin
      Danke für die Links.
      Ich bin etwas irrtet davon, dass man in RLP am häufigsten „ Müller Marie“ sagen soll, habe ich noch nie gehört, sondern immer nur „(die) Marie Müller“, es sei denn, es werden Namenslisten vorgelesen.

      Was die Verwendung von sächlichen Pronomem betrifft.
      Im Dialekt wird das hier so gemacht: „Es Marie sei Vadder“ (Es Marie sein Vater =Maries Vater)
      (ja, „sein“ ist hier universell zu benutzen, ja, das ist für das Hochdeutsche total ungrammatisch, ja, der arme Genitiv kommt hier nie zum Einsatz …)
      Anders Beispiel, man hat Marie kürzlich getroffen, und erzählt, wo diese in Urlaub war „Es war ja in Italien.“
      Das „es“ ist überhaupt nicht abwertend oder entmenschlichend gemeint (habe ich so schon mal in einem Kommentar gelesen), sondern ein ganz normales Wort im Dialekt.
      „Dat Marie“ habe ich auch schon gehört, aber nicht in dem Teil von RLP, in dem ich lebe.

      Interessant ist aber, dass es den Gebrauch eines Artikels vor dem Namen sowohl im Dialekt als auch im Hochdeutschen gibt.

    • Es???? Verrückt. Das klingt für mich vollkommen falsch. Einfach verrückt. Aber schön, dass es so unterschiedliche Nutzungsweisen der Sprache gibt.
      Letztens hab ich erfahren, dass es in anderen Sprachen keine oder extrem viele Worte für bestimmte Dinge gibt. Es sollte letztens auf Kumanji (ein kurdische Dialekt) “gynäkologische Untersuchung” übersetzt werden. Das gibt’s nicht. Es wurde dann umschrieben als “Untersuchung des Bereichs zwischen den Beinen bei der Frau”. Genauer gibt’s das nicht.

    • In Südhessen würde man auch so was sagen wie: ‘s Marie’sche hädd besser uff sei Katz’ uffbasse müss’ = [die] Marie hätte besser auf ihre Katze aufpassen müssen 😉
      Also tatsächlich kommen Artikel vor die Namen. Und Frauen sind grammatikalisch sächlichen Geschlechts, so wie alles andere auch (de Katz’, de Sofa, de Hund, de Kall=Karl usw.).
      “Schauen” hab ich übrigens immer für typisch bayerisch gehalten 😀 In Südhessen hab ich vor allem gugge’ gehört.
      Mit den Nachnamen klingt mir fremd, hier würde es wenn, dann eher “FischerS Fritz” heißen und ich hätte gedacht, dass das hochdeutsch ist… Eine Bekannte aus Passau hat mal erzählt, dass dort bei eingefleischten Dialekt-Sprechern noch weibliche Nachnamensformen gäbe, also: Der Huber hat wieder Mist gebaut und die Mittermaierin auch. Hab das aber noch nie selbst gehört 😉

    • Mir fällt gerade auf, dass man sich das Gendersternchen* im Südwesten eigentlich sparen könnte… 😀

    • Aus Rheinhessen (auch ein Teil von Rheinland-Pflaz, dank der 05er inzwischen auch überregional bekannt) gibt es noch “die Müllersch Marie” für eine Marie Müller.

    • Ja, Lotta Sophie klingt melodischer als Sophie Lotta. Aber Sophie als Zweitname ist nun mal echt 0815. Sophie Carlotta ginge hingegen melodietechnisch wunderbarst.

  8. Ich wähle
    Clara Josefine, Ava Isabella, Henry Vincent & Ole Benedikt

    Kurios finde ich die Kombi Marlon Willi, die Namen sind nach meinem Empfinden so weit weg von einander wie nur etwas.

    Interessant ist noch Ida Evangeline; wäre auch spannend zu wissen, ob Ida englisch oder Evangeline deutsch ausgesprochen wird, oder ob doch alles ganz anders ist. Evangeline trägt mit unübersehbarem Bezug zum Evangelium darüber hinaus auch ein großes Erbe im Namen mit sich.

    Antworten
    • Ich kenne einKind griechischer Eltern, sie heißt Evangeline, ist im griechischen nicht ungewöhnlich, sagten sie mir.

  9. Diese Woche gefallen mir:

    Lilian Marie * Lea Johanna * Livia Carlotta * Leah Katalin * Henry Vincent * Clara Josefine * Silas * Marie Charlotte

    Antworten
  10. So viele schöne Namen und gelungene Kombis! Vor allem die Mädchennamen finde ich sehr stilvoll und symptahisch.
    Zwischen Ida Margarete, Emma Carolina, Tilda Elina, Sina Greta Maria, Lilian Marie, Ava Isabella, Livia Carlotta, Kara, Dilara, Marie Charlotte und Helen Sophie fällt mir die Wahl schwer. Ich erstelle dennoch eine Top-5-Liste:

    1. Emma Carolina
    2. Ida Margarete
    3. Dilara
    4. Marie Charlotte
    5. Helen Sophie

    Marie & Emma – schlicht und gut.

    Top-5 der Jungennamen:

    1. Marlon Willi
    2. Antoni Thiago
    3. Leo Ludwin
    4. Silas
    5. Yannis oder Miran

    Die Zwillingskombi Leonard & Florentine finde ich ausgezeichnet!!!

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  11. Meine Top 4 für Mädchen:
    Clara Malea
    Livia Carlotta
    Helen Sophie
    Vivien

    Clara Malea finde ich eine wirklich gelungene Kombination. Die bodenständige und relativ häufige Clara wird durch das Malea etwas aufgefrischt. Insgesamt klingt der Name feminin und passt sowohl zu einem Mädchen, als auch zu einer erwachsenen Frau. Vivien ist im Moment nicht sehr modern, allerdings kann ich mir den Namen trotzdem gut an einem kleinen Kind vorstellen. Vivien ist nicht zu ausgefallen, aber trotzdem kennt jeder diesen Namen. Livia ist hübsch, allerdings glaube ich, dass Livia ein Name wird, den man später genau einer Generation zuordnen kann. Olivia würde mir besser gefallen. Helen finde ich auch schön, jedoch fände ich Helena Sophia schöner als Helen Sophie.

    Meine Top 3 Jungen
    Lars Christoph
    Liam Christopher (aber nur, wenn Liam deutsch gesprochen wird)
    Niclas Christian

    Von den Jungsnamen finde ich keinen außergewöhnlich schön. Mit Lars Christoph könnte ich mich noch am ehesten anfreunden.
    Würde man aus dem Niclas einen Nicolas machen und ihm den Zweitnamen Christoph schenken, wäre ich einverstanden. Nicolas Christoph ist ein schöner Name, insbesondere wenn der ZN eine persönliche Bedetung hat.

    Mit Solin und Lucina kann ich leider gar nichts anfangen. Tilda Elina finde ich vergebbar, allerdings finde ich weder Tilda noch Elina außergewöhnlich schön. Das ist aber reine Geschmackssache. Die kleine Tilda Elina wird sicher sehr gut durchs Leben kommen mit ihren beiden Namen. Leo Ludwin find ich ok. Marino klingt zu erfunden. Sina Greta Maria finde ich eine ganz schöne Kombination – absolut verggebar. Lilian Marie find ich gelungen. Niklas Tobias ist ok, der Junge wird damit auch gut durchs Leben kommen. Nikolas/Nicolas Tobias gefiele mir mehr. Lea Johanna ist eine schöne Kombination, leider ist jedoch mittlerweile ein sehr häufiger Vorname. Johanna Lea wäre daher wohl die bessere Kombination gewesen, wenn es sich auch nicht so schön spricht. Ava Isabella find ich auch vergebbar. Wegen der unklaren Aussprache von Ava, würde ich allerdings Isabella Ava die bessere Kombination finden. Ida Margarete ist hübsch. Ida Margaretha hätte mir jedoch besser gefallen. Mit Sanna kann ich nichts anfangen. Emma Carolina find ich schön, jedoch ist Emma zu häufig. Carolina Emma wäre daher die schönere Kombination gewesen. Nils Oliver find ich vergebbar. Mit Miran, Antoni Thiago, Dilara und Salma sind ok, insbesondere Salma klingt spannend. Yannis find ich ok, gehört für mich aber eher in die späten 90er Jahre. Leah Katalin ist auch in Ordnung, dennoch wird Leah ihren Namen mit der besonderen Schreibweise stets buchstabieren müssen. Katalin Leah hätte mir hier besser gefallen, da Lea(h) doch sehr häufig ist. Henry Vicent finde ich eine schöne und gelungene Kombi. Clara Josefine passt auch sehr schön zusammen, nichts besonderes aber trotzdem hübsch. Jonas-Chris finde ich nicht gelungen, wenn es nicht einen guten Grund für diese Doppelung gibt (z. B. Nachbennung nach einer wichtigen verstorbenen Person) Jonas Christoph hätte mir besser gefallen. Till Aaron ist ok. Silas ist schön. Marlon Willi finde ich ok, auch wenn ich kein Fan von Marlon bin. Liam mag ich im deutschsprachigen Raum nur, wenn er auch deutsch ausgesprochen wird. Ole Benedikt gefällt mir leider nicht, würde ich wenn dann umdrehen. Dimitry find ich auch nicht so schön. Zaki ist für mich kein richtiger Vorname. Francesco find ich mit entsprechenden Hintergrund hübsch. Lavin gefällt mir hingegen weniger. Marie Charlotte ist sehr klassisch, zugleich aber hübsch. Mir wäre der Name zu häufig. Maria Carlotta würde mir z. B. mehr zusagen, wäre ein wenig flotter und auch etwas seltener. Ida Evangeline find ich ok. Insbesondere Ida ist ganz hübsch.

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  12. Mich interessiert heute vor allem der Name Evangeline. Den kenne ich nämlich aus den USA, wo er ein altmodischer Name ist, mit Retrowellenpotenzial. Viele ältere Evangelines wurden (denn sie sind meist schon verstorben) “Van” genannt, was ich jetzt nicht so toll finde. Wenn ich sage “viele” ist das höchst relativ gemeint, denn ich kannte nur ein paar wenige–der Name war auch früher nicht sehr häufig, immer etwas außergewöhnlich, aber doch früher eben präsent.

    Ich fand den Namen immer schön, hätte nur auf dem vollen Namen bestanden, ohne Van-Abkürzung.

    Auf Deutsch geht der Name etwas ungelenker von der Zunge als im Englischen. Trotzdem hört er sich auch im Deutschen gut an, vor allem als Zweitname, den man nicht ständig rufen muss, denn für den Alltag ist Evangeline tatsächlich etwas umständlich. Wie könnte man diesen Namen im Deutschen abkürzen, wenn er Erstname wäre: Line/Lina? Geli? Eva? Diese Rufformen sind nicht schlecht, aber auch nicht ganz überzeugend. Ich selbst würde wahrscheinlich Geli bevorzugen, aber das hat mit Vertrautheit aus Kindertagen zu tun (es gab in unserer freikirchlichen Gemeinde eine Angelika, die Geli gerufen wurde).

    Ida Evangeline ist jedenfalls eine sehr hübsche Kombi. Natürlich gefällt mir auch Ida Margarete gut.

    Zudem noch folgende der weiblichen Namen: Emma Carolina, Livia Carlotta, Marie Charlotte, Sina Greta Maria und Clara Josefine.

    Männliche Namen: Till Aaron, Niklas Tobias, Ole Benedikt und Leo Ludwin.

    Marie und Emma als Zwillingsnamen–das ist so bodenständig, klassisch, schlicht und schön!

    Antworten
  13. Solin erinnert mich an den schönen Namen Solino (kleine Sonne), den ich einmal auf einem Kinderspielplatz gehört habe.

    Tilda – ist übrigens weder selbstgebastelt noch neu(modisch), sondern eine skandinavische Kurzform von Matilda. Wer kennt noch die Agaton-Sax-Jugendbücher aus den 1960er Jahren? In den Geschichten kommt immer wieder seine Tante Tilda vor.

    Lea Johanna * Ava Isabella * Ida Margarete * Ida Evangeline könnten mit diesen zeitlosen, aparten Kombinationen ohne Weiteres Töchter aus dem Bürgertum der Gründerzeit sein und ich könnte sie mir durchaus als Geschwister vorstellen, dann aber Ina Evangeline zur Unterscheidung.

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