Babynamen der Woche 27/2019

Liam Noé * Dascha * Ean Pablo * Amero * Koby * Münün * Madalena * Chloe Hazel * Philenia Alea * Nura Emma * Malakai-Elijah * Kian * Ingrid Ioana * Valerio * Aureliana * Nava * Rudi Helmut Frank * Anabel * Jamiro Armando * Jenisa * Romina-Li * Christoforos * Josefine Lore * Parnia * Lilly Esra Sanne * Alena Colette * Toni Johannes Hubert * Thiruvarul * Wanda * Anik

Und außerdem …

18 Gedanken zu “Babynamen der Woche 27/2019”

  1. Ich mag Jenisa, weiß allerdings nicht, wie der Name richtig gesprochen wird. Zuerst ist mir der Name 2007 aufgefallen, beim Fall eines verschwundenen und ermordeten albanischen Roma-Mädchens 🙁 Daran muss ich bei dem Namen leider immer denken, wohl weil er so selten ist. Auch beim Namen Levke (hatte ich vorher nie gehört) musste ich lange an so einen traurigen Fall denken.

    Für Wanda habe ich auch eine kleine Schwäche. Der Film mit dem Fisch ist da kein Hindernis, im Gegenteil. Allerdings gibt es eine andere Assoziation, die mich den Namen mit einer dicken Frau (???) verbinden lässt.

    • Und: Sicher, dass Rudi Helmut Frank nicht der Zwilling von Toni Johannes Hubert ist? 😉 Lustig, dass da von 2 Elternpaaren fast zeitgleich dasselbe Schema bedient wurde. Ich bin allerdings kein Fan der Kürzel-Rufnamen. Die Vergabe von den Opanamen auf Platz 2 und 3 mag ich dagegen ganz gern.

  2. Ach du lieber Himmel!
    Schwierig…

    Valerio
    und
    Alena Colette

    Madalena ist, glaube ich, die spanische Form von Magdalena. Ist bei entsprechendem Hintergrund selbstverständlich OK, sieht im Deutschen aber aus, als sei das g vergessen worden und hört sich an, als könne jemand den Magdalena nicht richtig aussprechen.

    Gestern habe ich in der Zeitung zwei mir bislang unbekannte Namen gelesen: (es handelt sich um Frauen um die 20)
    Eleisa
    Anine

    Viele Grüße

  3. Heute ist viel von der Sorte “das haben wir noch nie gehabt” dabei …

    Ean Pablo * E-A-EN, wie der Barcode
    Münün * Junge oder Mädchen? Der Name erinnert klanglich an “Mumin”
    Philenia Alea * Mit dem Buchstabenwürfel benannt
    Amero * Jenisa * Parnia * Weitere nie gehörte Namen. Schaut man etwas unscharf hin, so wird aus Parnia leicht die italienische Stadt Parma
    Thiruvarul * Auch wenn die -ul Endung nach Rumänien klingt, ist es etwas Tamilisches

  4. Ingrid Ioana–in Rumänien wirkt der Name Ingrid frisch und neuartig und ist gerade in Mode. Ioana ist die rumänische Schreibweise von Johanna. Gehe hier also von einem Kind rumänischer Herkunft her. Es findet ja ein wahrer Exodus von Rumänien nach Deutschland statt, zur Zeit, und so kommen hier in den Vornamen der Woche auch verstärkt rumänische Namen vor.

    Habe übrigens eine Schwäche für den Namen Ingrid. Da der Name zur Zeit in Rumänien Furore macht und auch im Englischen gut auszusprechen und einzuordnen ist, machte ich meiner (rumänischen) Frau den Vorschlag, als wir eines unserer Kinder erwarteten, eine etwaige Tochter Ingrid zu nennen–es war einer meiner vielen Vorschläge, die abgelehnt wurden. Meine Frau findet es amüsant, dass ich Namen so sehr liebe, und dass ich bei den insgesamt vier Schwangerschaften immer so viele Vorschläge hatte.

    Anabel–welche Schreibweise findet Ihr für den deutschen Kontext am besten? Ich finde Annabelle am hübschesten, gefolgt von Annabell. Vom Schriftbild her empfinde ich die Variante Anabel so, als müsse sie Ahna-behl ausgesprochen werden. Finde den Namen Annabelle ganz hübsch, wobei mir die Bodenständigkeit des guten alten Anna, oder der traditionellen Doppelnamen wie Annegret, Anna Barbara, et al., doch mehr liegt.

    Toni Johannes Hubert–Schade, Anton Johannes Hubert wäre einfach klasse gewesen. Toni als Rufname finde ich sehr nett, aber tatsächlich lege ich, vielleicht etwas irrationalerweise, auf gediegene offizielle Vollformen wert.

    Bei Rudi Helmut Frank finde ich, dass die Vollform Rudolf nicht zu Helmut passt, wegen ol-el. Rudi aber ist mir als offizieller Vollname nicht genehm, obwohl ich das als Rufnamen sehr schön finde.

    Einfach Helmut Frank wäre aber spitze, oder auch Frank Helmut (finde ich sogar noch besser). Der Name Frank ist sehr schön–denke dabei immer an “frank und frei” und auch an das schöne englische Wort “frank,” was “auf befreite und offene Art ehrlich” bedeutet.

    Chloe Hazel–im Englischen sehr schön, da liebe ich beide dieser Namen. Aber gibt es ernsthaft Leute in Deutschland, die bei Chloe nicht an Klo denken? Und Hazel mit deutschem Akzent klingt auch nicht so toll. Im Englischen ist das ein Retroname, der jetzt wieder beliebt ist, auch weil Julia Roberts ihre Tochter so nannte, was groß durch die Medien ging. Im Englischen bezeichnet Hazel ja eine Farbe, vor allem eine Augenfarbe (in Richtung graublau). Und hazelnut ist die Haselnuss. Finde den Namen schlicht und elegant.

    Liam Noé–hört sich zwar klanglich besser an als Liam Noah, aber der Kulturmix aus angloirisch und französisch ist mir zu arg. Dann doch lieber das weniger klanghafte aber stimmigere Liam Noah. Oder am besten gleich Wilhelm statt Liam–aber ich weiß, die zwei Versionen des Namens sind Welten entfernt.

    • Mark

      zu Anabel/Annabelle
      Ich finde die Schreibweise Annabelle auch am schönsten, das ist wohl die französische Schreibweise. Im deutschen Kontext ist vielleicht Annabell sinnvoller.
      Anabel ist dann die spanische Variante, dort gibt es ja keine Doppelkonsonanten.
      Ich finde Annabelle ganz hübsch, auch wenn die Schreibweise nicht ganz eindeutig ist. Finde die gute alte Anna aber auch besser (die muß man nicht erklären). Und ich würde Anna einen Zweitnamen geben, klassisch, aber schön klingen sollte es auch.

      zu Hazel
      Wieder was dazu gelernt. Ich habe bei dem Namen Hazel immer an die Haselnuss gedacht. Amerikanische Kinder heißen ja auch Peaches und Apple, habe mich deswegen auch nicht gewundert.

    • Ich finde Anabel vom Schriftbild gar nicht mal so schlecht, wirkt aber zu sehr losgelöst von Anna, so dass man das fast auf dem zweiten A betonen müsste. Dennoch besser als Annabell, denn das hört sich wie eine Aufforderung zum Bellen an. Annabelle ist aber wohl sehr selten, verständlich, da Eltern fürchten, dass das Schluss-E mitgesprochen wird. In Deutschland kommt man als Annabell wahrscheinlich am besten durchs Leben. Mich würde das ständige Buchstabieren nerven, deswegen hatte ich mich auch gegen das nette Maribel entschieden. Bei Chloe wundere ich mich über die Beliebtheit in Deutschland. Während zu meiner Zeit schon Gloria zu nah am “Klo” galt, scheint Chloe, eventuell wegen der Kardashian, oder wegen Zoe, recht fesch. Wirkt im Deutschen sehr fehlplatziert, finde ich.

    • Ich mag Annabel am liebsten – bei Anabel steckt mir zu sehr anal und der Nabel drin … Annabelle geht aber auch. Bei Annabell stört mich etwas das Eingedeutschte und die Assoziation “Anna, bell!”, von der ich mal gelesen habe.

  5. Habe gerade noch einmal “hazel eyes” gegooglet. Diese Augenfarbe ist grün-braun, eine komplexe Augenfarbe.

    In den USA spielen Haselnüsse, anders als in Deutschland, keine Rolle. Man findet noch nicht mal Schokolade mit Haselnüssen; d.h. heutzutage vielleicht schon, aber es ist nicht das gängige. Für Amerikaner ist die Primärassoziation mit dem Namen Hazel also die Augenfarbe. Jeder kennt den Begriff “hazel eyes,” aber an Haselnüsse denken bei dem Namen sicher die wenigsten, obwohl der Name sich von Haselnüssen/sträuchern ableitet.

    • Sehr interessant, das wusste ich gar nicht. Ich habe den Hinweis auf die Augenfarbe gleich in meinem Vornamenlexikon ergänzt.

  6. Wahlpflicht:

    Josefine Lore
    Johannes

    Romina (-Li)
    Ingrid (Ioana)
    Jeweils ohne die Zweitnamen, die aber bei entsprechendem Hintergrund (rumänisch und asiatisch) in Ordnung sind.

    —–

    Rudi Helmut Frank
    Toni Johannes Hubert
    Die beiden könnten tatsächlich Zwillinge sein. Ich finde die Kombi Toni Johannes Hubert besser, weil sie mit Johannes einen Zweitnamen enthält auf den er ausweichen kann, der seriös wirkt und nicht so altmodisch ist. Ich finde Vollformen in der Regel auch besser als Kurzformen. Hier würde ich Antonius nehmen und Toni rufen.
    Rudolf ist zwar noch nicht wiederentdeckt, aber warum nicht? Wilhelm war vor wenigen Jahren auch noch undenkbar.

    Kian – Ich kannte mal einen Jungen mit englisch-deutschen Eltern, da passte der Name ganz gut. Für einen deutschen Jungen gefällt er mir aber nicht.

    Aureliana – Aurelia wäre schön gewesen, ist auch lang genug, da muß man nicht noch was dran hängen.

    Anabel – vermutlich ein spanischer Hintergrund, würde sonst wohl Annabell/e geschrieben.
    Bei Isabel, Isabelle und Isabell sind die Schreibweisen aber ähnlich.

    Christoforos – wenn dann bitte mit ph, also Christophorus. Das finde aber übertrieben und muß ständig buchstabiert werden. Einfach nur Christoph hätte mir gut gefallen.

    • Christoforos hat vermutlich griechischen Hintergrund und ist die eingedeutschte Schreibweise.

      Zu Annabelle: In einer Einrichtung, in der ich mal gearbeitet habe, gab es gleichzeitig eine Annabelle, eine Annabel und eine Annabella.
      Annabelle wurde auf der 1.Silbe betont gesprochen, Annabel, wenn ich mich richtig erinnere, auf der zweiten.
      Mir gefällt die Schreibweise Annabelle am besten – anders als bei Isabel, wo mir diese Form am besten gefällt.

    • Chiocciola

      Wir scheinen einen ähnlichen Geschmack zu haben. Ich finde auch Isabel von den drei gängigen Formen am schönsten. Isabel würde ich auch vergeben, auch wenn man die Schreibweise dazu sagen muß (das muß man bei Carla/Karla auch).

      Gleich dreimal Annabel(le) in einer Einrichtung, das ist schon viel. So oft kommt der Name gar nicht vor.
      Annabelle/Annabell finde ich in Ordnung, würde aber selbst lieber Anna mit einem Zweitnamen vergeben, z. B. Anna Sophia.

  7. Ich würde übrigens spontan Isabel und An(n)abel auf der 1. Silbe betonen, Isabelle auf der zweiten. Bei Annabelle bin ich vorgeprägt, weil die Annabelle, die ich kannte, auf der 1. Silbe betont wurde. So würde ich den Namen jetzt auch spontan sprechen, wenn er mir geschrieben begegnet.

    • Auf der 2. Silbe? IsAbelle oder AnAbel?
      Gemeint war doch sicher die 3. Silbe, bzw. die 2. Namenshälfte?
      Ich würde beide Namen auf der letzten Silbe betonen, also IsabElle, bz.w, AnnabElle, und das letzte “e”, das für mich dazugehört, unbetont lassen. Französisch also, wie die beiden Namen auch für mich klingen.
      Isabel und Anabel kommen mir beide ausgesprochen spanisch vor.

      Zu Ioana – dir hätte ich in Griechenland vermutet, nicht in Rumänien.

    • Ich spreche Isabel und Isabelle gleich aus, mit Betonung auf der dritten Silbe. Das gleiche gilt für Annabell/e. Ob die Variante Anabel im spanischen anders betont bzw. ausgesprochen wird kann ich nicht sagen.

  8. Liam Noé – eine Kombi, die aus zwei Hiaten und drei weichen Konsonanten besteht, klingt selbst mir zu „weich“, besonders für einen Jungennamen. N- auf -m stört mich auch etwas. Einzeln gefallen mir beide Namen, Noé mehr als Liam.

    Dascha – Assoziation: Figur des Romans „Anna Karenina“ von Tolstoi. Dascha als Kurzform von Darja gefällt mir – wie die meisten üblichen Kurzformen russischer Namen. Vielleicht hätte ich eher die Vollform oder noch einen zweiten Vornamen gewählt. Obwohl: Die Vollform hätte hierzulande vermutlich nur schwer zu Dascha werden können, so dass Dascha hierzulande dann doch praktischer ist, wenn es klanglich darauf hinauslaufen soll.

    Philenia Alea – elbowin bringt´s mit dem „Buchstabenwürfel“ auf den Punkt. Abgesehen davon sind mir die Namen zu „labyrinthisch“ ähnlich für eine gelungene Kombi.

    Nura Emma – zwei Zweisilber auf -a finde ich generell nicht gut gewählt. Nura reißt die Kombi heraus, da es sich um einen viel selteneren, aber leicht auszusprechenden, nicht missverständlichen Namen handelt, der eine schöne Bedeutung hat und klanglich angenehm ist – Nuria (Nouria, Nur etc.) mag ich sehr. Verwechslungspotential hat Nura leider mit Nora. Emma ist hier (der langweilige) ausgleichende nicht exotische “Part”.

    Kian – der Anfangslaut macht viel aus: er verleiht klangliche Härte, was ich für Jungennamen durchaus mag. Der zweite und letzte Konsonant sorgt für den Ausgleich bzw. die weiche Note. Ich finde Kian gut. Der Name kann auch gut alleine stehen.

    Valerio – sieht man häufiger in der weiblichen Form (Valeria), meine ich. Der Name klingt durch vier verschiedene Vokale sehr bunt. Da muss in der Tat kein Zweitname her, denn da schafft sicher kein schlichter Name den Ausgleich…. Ich finde, durch das geschlossene e hat Valerio einen edlen „Touch“.

    Aureliana – für mich ist die Endsilbe überflüssig. Aurelia ist viel schöner.

    Nava – ich habe zunächst an das spanische Wort „nada“ gedacht und dann an den Vornamen Ava. Nava hat, wie ich hier gerade gelesen habe, eine schöne Bedeutung, aber für mich birgt der Name zu viel Verwechslungs- und Verwirrungspotential. Ich hätte zumindest einen ZN gewählt. An sich finde ich Nava gut – überzeugt mich vom Klang her.

    Anabel – Mark hat bereits auf die unterschiedlichen Schreibweisen hingewiesen. Ich denke, ich würde keinen Namen wählen, bei dem die Schreibweise andauernd Thema ist. Mir gefällt das Schriftbild (wie hier gewählt:) Anabel – und Annabelle – am besten. Im Prinzip ein schöner Name!

    Jamiro Armando – Jamiro kannte ich noch nicht, gefällt mir auf Anhieb sehr gut. Mir fällt der Name Jamal dazu ein, den ich sehr mag. Ich würde die Anfangssilbe gleich aussprechen. Bei Armando denke ich an Diego Armando Maradona: insgesamt klanglich schön. Armando finde ich ganz gut und der Name passt hinter Jamiro. Schöne Kombi!

    Jenisa – sympathisch, aber hierzulande womöglich nicht so einfach.

    Josefine Lore – finde ich zu eintönig, da sich die gleichen Vokale (abgesehen vom i) in gleicher Abfolge wiederholen. Die Kombi finde ich also nicht so gelungen und etwas langweilig; einzeln mag ich sowohl Josefine als auch Lore ganz gern.

    Parnia – ähnlich wie Nava ist der Name gut auszusprechen, wirft aber zu viele Fragen auf. An und für sich klingt er gut – erinnert mich an Parma und Peter Pan.

    Alena Colette – klingt edel – v.a. durch Colette. Das l als verbindendes Element (als Anfangsbuchstabe der jeweils zweiten Silbe) beider Namen ist klanglich geschickt. Eine schöne gelungene Kombi!

    Toni Johannes Hubert – eine lateinisch-hebräisch-deutsche Kombi, wenn man so will. Hier stechen mir die unterschiedlichen Wurzeln der Namen in die Augen. Einen Namen hätte ich daher weggelassen; am wenigsten passt Hubert durch sein geschlossenes u, finde ich. (Robert wäre etwas besser gewesen.) Toni finde ich sehr schön, ist mir aber nach lautem Aussprechen doch etwas zu süßlich. Tonis i beißt sich auch etwas mit Johannes` J. Eine Kombi à la Anton Johannes Robert wäre stimmiger gewesen. Abgesehen von den kleinen Schönheitsfehlern finde ich Toni Johannes Hubert absolut ok.

    Anik – Kurzform von Annika? Oder Kurzform von Angélique? In deutscher Aussprache ist mir der Name zu blass und abgehakt, in französischer Aussprache gefällt mir Anik. Ich hätte allerdigs einen Zweitnamen hinzugefügt.

    Am besten gefallen mir aus dieser Auswahl:

    Jungennamen: Kian, Jamiro Armando, Valerio.

    Mädchennamen: Alena Colette, Nura Emma, Anabel.

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