Wir tun uns schwer mit der Suche nach einem Mädchennamen

Hallo ihr Lieben,

wir tun uns schwer mit der Suche nach einem Mädchennamen. Daher bitte ich euch um tatkräftige Unterstützung! Es sollen zwei Namen werden, von denen einer familiären Bezug oder eine besonders schöne Bedeutung haben sollte.

Aktuell ganz oben auf unserer Liste stehen:

Fragende Mutter © Miyuki Omori - fotolia.com
Illustration © Miyuki Omori – fotolia.com

Unsere Überlegungen dazu:

Emma, mögen wir beide sehr, eigentlich hätten wir aber lieber einen Namen, den man nicht so leicht einer Generation zuordnen kann. Familiärer Bezug wäre da. Falls wir uns für den Namen entscheiden sollten, hätten wir gern einen Zweitnamen, den, bzw. dessen Kurzform, man im Zweifel dranhängen kann (damit es dann im Kiga keine Emma E. sondern z. B. eine Emma-Lotte wird).

Emilie mögen wir auch, haben aber etwas Angst vor der Emily Problematik. (Emilia hätte zwar das Problem nicht, gefällt uns aber nicht so gut.) Da wir uns mehrere Kinder wünschen, ist Emilie vielleicht auch nicht ideal, da dann sowohl Elise als auch Emil nicht mehr als Geschwister in Frage kämen. (Oder fändet ihr Emilie und Elise noch machbar?)

Elise gefällt vor allem mir sehr gut. Der Papa tendiert eher zu Emma/Emilie.

Namen mit familiärem Bezug: Emma, Emilie, Elisabeth, Marie, Anna, Wilhelmine, Helene.

Wir sind gespannt auf eure Ideen. Vielen lieben Dank schon mal für die Hilfe.

32 Gedanken zu “Wir tun uns schwer mit der Suche nach einem Mädchennamen”

  1. Alle Eure Ideen scheinen mir nicht schlecht – einen Unfall wird es nicht geben.

    Emma ist mittlerweile vielleicht wirklich ein bißchen zu häufig. „Emma auf dem Weg zu Weltherrschaft“. Jemand der vor zwanzig Jahren prophezeit hätte, das Emma und Wilhelmine auf einer Namensauswahl-Shortlist stehen, wäre vermutlich in die Geschlossene Psychiatrie zwangseingewiesen worden! 😀 Aber: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

    Bei Marie gibt es zumindest in Norddeutschland immer dieses Aussprache-Problem: à la française /maRI/ oder à la Pattdötschlande /maRI-je/.

    Anna und Elisabeth gehen wirklich immer und überall.

    Nochmals: In Deiner Vorauswahl sind echt keine Katastrophenfälle dabei! Paß auf, Du macht am besten Folgendes: Du schenkst Deinem Mann einen schönen Hut. Vielleicht einen Homburg? Oder einer Borsalino? (Ich persönlich mag Homburgs lieber, weil Borsalinos immer so snobistisch aussehen. Trage aber selbst meistens eine Baskenmütze oder im Sommer ab und zu mal einen Boonie.) Dann schreibst Du Deine Namensideen auf Zettelchen und rollst diese zusammen. Die kommen dann in den Hut – und Männchen darf das Los ziehen.

  2. Ich sehe in Emilie und Elise für Schwestern kein Problem. Wenn ich entscheiden dürfte, würde ich Emilie oder Elise mit Wilhelmine kombinieren (ohne Bindestrich). Hm, Elise Wilhelmine klingt einen Tick besser wegen der Silbenzahl.

    Das Emily-Problem besteht natürlich … ist aber auch kein Drama. Der Name meiner Tochter wird von vielen falsch betont, das ist viel schwerer zu korrigieren als “Nein, keine englische Emily – Emilie wie in Familie” 🙂 Vielleicht findet Eure Tochter Emily ja sogar irgendwann cool als Spitznamen. Ich werde auch manchmal Annie genannt.

    • Ach, und zum “Nicht so leicht einer Generation zuzuordnen”: Dann dürfte es von Eurer Auswahl wohl nur Anna sein, weil dieser Name schon länger (wieder) vergeben wird. Die anderen Namen sind vielleicht nicht so häufig wie Emma, aber doch recht typisch für Mädchen des 21. Jahrhunderts (na, und eben für alte Damen).

      Hättet Ihr gern auch noch andere Vorschläge?

  3. Volle Zustimmung zu den Ausführungen von Annemarie zum Thema Generation. Ganz allgemein scheint das E so ein typischer 21. Jahrhundert Namensanfang zu sein. Und L – das ging nur schon in den 90ern los. Ich bin für Emma Luise.

  4. Vielen Dank für die lieben Kommentare!
    Jan, falls wir uns gar nicht entscheiden können, werde ich versuchen mich an die Hüte zu erinnern 😉 Das Marie unterschiedlich gesprochen werden könnte würde mich übrigens nicht stören, ich finde beide Formen schön. Ich selbst würde aber wohl MaRi sagen. Emily hingegen ist nicht so meins…

    Annemarie und neuhier, ich empfinde auch Marie und Elisabeth als relativ zeitlos/klassisch. Oder, wie Annemarie sagte, zumindest als nicht so häufig. Aber ihr habt natürlich Recht, es sind schon alles eher Namen des 21. Jahrhunderts…

    Vielen Dank schon mal für das Feedback. Wir sind noch offen für Vorschläge und Kombinationen!

  5. Wie ist es mit Luisa/Luise? Emma Luise vielleicht. Anna Elise finde ich auch zeitlos.
    Weitere Vorschläge:
    Amalia
    Isabel
    Willa/Wilma

    • Elise ist top, aber sehr 2019.
      Bei Emilie seh ich auch weniger ein großes Emily-Problem, da es schnell korrigiert werden kann.
      Emma ist sehr 2000-2019, sehr häufig.
      Bei Marie falle ich immer in einen plötzlichen Sekundenschlaf, weil der einfach so oft hintenrangehängt wird, dass man’s auch gleich lassen kann.
      Anna ist absolut zeitlos.
      Helene/Helena sind auch eher über mehrere Generationen verteilt. Der Name gefällt mir daher.
      Wilhelmine hingegen wäre wieder absolut 2019.
      Alles sind keine Katastrophen!

      Weitere Vorschläge:
      Amalie
      Hanna
      Lisbeth
      Hilda

  6. Deine Namensauswahl trifft genau mein Geschmack. Ich bin im letzten Jahr Mama geworden und hatte fast eins zu eins die gleichen Namen auf meiner Liste. Bei uns wäre es eine Emma Helene geworden. Da es ein kleiner Bub wurde, fiel unsere Entscheidung auf Emil Leonard. Emma würde ich mittlerweile für ein zweites Kind auch nicht mehr nehmen, da mir die Ähnlichkeit zu Emil zu groß ist. Sehr hübsch finde ich auch Anna Wilhelmine oder alternativ Ida Wilhelmine.

  7. Emma und Emil finde ich als Geschwisternamen nicht machbar, auch wenn sie etymologisch aus sehr unterschiedlichen Ecken kommen. Emilie und Emil noch weniger.
    Beide wären mir wie auch Elise und Emilie etwas zu weichgespült und zu häufig.

    Emil ist und bleibt “Parole Emil”, und Emma der “Tante-Emma-Laden”, ist sicher eine Generationsfrage.

    Da Emma aber eigentlich eine Kurzform zu Namen ist, die mit “Erm” oder “Irm” gebildet werden, täten sich dort einige nicht so überlaufene Möglichkeiten auf.
    Irmgard fand ich durch die Betonung der helleren ersten Silbe immer schon einen schönen Namen mit sehr viel Stil. Irmhild und Irmlind ebenso.

  8. Mir fällt als zeitloser(er) Name noch Charlotte ein, die gibt es wirklich in fast jedem Alter. Und in fast jedem sozialen Milieu.

  9. Eine Charlotte in meinem Alter (Kind der 70er) hab ich noch nie getroffen … ist für mich auch typisch U15.

    Noch ein paar:
    Enna
    Irma
    Marlene
    Klara
    Mina
    Annelie
    Anne
    Marisa
    Edna
    Edwina
    Hermine

    • Irma gefällt mir auch gut, besser als die allgegenwärtige Emma, Annelie ist auch sehr hübsch, oder Amrei, im Süden gut vergebar, da denke ich an die Illustratorin Amerei Fechner.

  10. Ich kenne nur 2 Charlottes. Eine aus den 20ern und eine aus den frühen 80ern. Im Kindergarten oder Schulalter habe ich noch keine kennengelernt. Für mich ist der Name auch absolut zeitlos. Ich mag ihn nur nicht sonderlich.

  11. Hallo und vielen lieben Dank für die Rückmeldungen!
    Emilie Wilhelmine/ Elise Wilhelmine sind mir ein bisschen zu E/I-lastig, wobei ich Elise W. noch besser finde. Anna Wilhelmine klingt für mich am stimmigsten.
    Emma Luise finde ich nicht schlecht, Emma Helene aber besser (trotz der vielen E). Aber um bei Namensdopplungen beides zu rufen auch ein bisschen lang…
    Charlotte steht auch auf unserer Liste, ich mag die Abkürzung Lotte, aber das “Ch” mag ich nicht so, ohne das ich das begründen könnte… Ich kenne 3 Charlottes in meinem Alter (zum Teil als Charly gerufen). Bei den kleinen ist mir bisher nur Lotte mehrfach begegnet.
    Ach, es ist schwierig… vielleicht entscheiden wir einfach spontan, wenn die Lütte da ist.

  12. Meine Schwester ist eine deutsch gesprochene Emilie und ja, die Emily-Verwechslung kommt regelmäßig, aber sie stört es nicht so sehr. Es wird einmal korrigiert (Emilie wie Familie) und dann ist das Thema durch und der Name bleibt gleich besser in Erinnerung. Es gibt so viele Namen, bei denen es (auch vorher nicht gedachte) Aussprachevariationen gibt, die man einmal korrigieren muss, da würde ich mich von Emilie nicht abhalten lassen.
    Emilie und Elise als Geschwister würde ich selbst zwar nicht wählen (hätte lieber unterschiedliche Anfangsbuchstaben), ist aber gut machbar, da der zweite Buchstabe direkt unterschiedlich ist. Emilie und Emma würde aber nicht mehr so gut gehen.

    Als Zweitnamen zu Emma würde ich auch Louise vorschlagen, dann könnte es im Kindergarten eine Emma-Lou werden. Weitere Ideen:
    Emma Wilhelmine (Emma-Mina)
    Emma Caroline (Emma-Line)
    Emma Lisbeth (Emma-Li)
    Emma Helene (Emma-Leni)

    • Ha! Ich bin wirklich kein Country-Fan, aber Emmylou Harris ist echt großartig! Ihr Album „Wrecking Ball“ von 1995 ist eine ganz grandiose Mixtur aus Country und Pop! Eines meiner liebsten Alben überhaupt! 🙂

      Daher zucke ich bei dem Vornamen Emmylou (inkl. Varietäten) nie so sehr zusammen wie bei anderen Amerikanismen…

      Auch die Sachen, die Emmylou Harris mit Dolly Parton und Linda Ronstadt aufgenommen hat, sind toll. Dolly geht als Mädchenname allerdings nicht, vermutlich auch nicht in den USA. 😀 Die US-Soldaten haben im Zweiten Golfkrieg 1991 den russischen Panzer T-72A der Iraker aus Jux „Dolly Parton“ genannt, weil sein verstärkter Turmvorbau an die üppige Oberweite der Sängerin erinnert hat. 😀

    • Da finde ich als Namensvetter(innen) Dolly Buster oder das Clon-Schaf weitaus naheliegender und schlimmer 😉

    • @ Bonschie

      Wirst Du mir glauben, daß ich bei meiner Bemerkung keine Sekunde an Dolly Buster gedacht habe? 😀 (Und an das Schaf auch nicht.) Vermutlich, weil ich gerade romantisch anders eingespannt bin. 🙂

      Das wäre doch mal ein hübsches onomastisches Dissertations-Thema: „Porno-Darstellerinnen aus der ehemaligen Tschechoslowakei in der Bundesrepublik und ihre Model-Namen“. Dolly Buster, Carisha, Little Caprice…

      Das klingt jetzt wieder mal nach einer typischen Jan-Zote, ist es vielleicht auch. Aber das Thema „Tarn- und Codenamen“ für Leute, die was Anstößiges machen wollen oder müssen, ist extrem interessant. Ist sofort erkennbar, ob es ein Künstlername ist oder ist es das nicht? Gina Wild – da ist klar, daß es ein Künstlername ist. Willy Brandt hingegen sollte möglichst normal klingen – ein Nom de guerre wie er im Buche steht.

      Fast rekordverdächtig ist Manfred Stern:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Stern

      Lenin, Stalin (zuvor: Koba), Trotzki, Sergo (für Ordschonikidse), Tito – das sind ja alles „Nicks“.

      (Aber auch in diesem Blog soll es ja Leute geben, die im Internet unter recht verschiedenen Nicks unterwegs sind. 🙂 )

      Mein eigener langjähriger Standard-Halb-Tarnname Jan Wilhems ist eben eine Konstruktion aus meinen beiden Nachbenennungsnamen. Aus Klaas Bähre wird Jan Wilhelms. Ich hatte halt die große, große Ehre, in Schnellroda einen Vortrag halten zu dürfen. Drei Tage in Schnellroda zählen mehr als ein Gastsemester in Oxford oder Harvard – Schnellroda, der geistige Leuchtturm Deutschlands. Ich hatte aber seinerzeit zumindest noch minimale Chancen auf eine akademische Karriere im System, hätte also zum „U-Boot“ gemacht werden können. Daher durfte mein Klarname nicht sofort im Zusammenhang mit Schnellroda ergoogelbar sein – in meinem Interesse und im Interesse der Sache. Das ist zehn Jahre her. Damals war man vorsichtiger. Heute platzt die Neue Rechte vor Selbstbewußtsein.

      Die Kultur der Spitz- und Tarnnamen, sie läßt mich im Moment nicht los.

      Zum Klang des Namens Dolly im AE ist dringend Marks Expertise gefragt.

    • Zufallsfund auf Tumblr:

      „Miss Emmylou turns 67 years old today. As my dad once said ‚There will no longer be another actual queen of country music singers after her.‘“

      Absolut. Und es gerade für die (oft) strukturell antiamerikanischen Deutschen wichtig, die Country-Musik zumindest in ihren höheren Ebenen als popkuturelle Ausdrucksform des große amerikanischen Volkes ernstzunehmen.

    • ich finde zu Emilie ein o oder u im Zweitnamen einen schönen Kontrast, also einen etwas “dunkleren”, kräftigeren Namen zur hellen Emilie – so in etwa:
      Emilie Viola
      Emilie Ramona
      Emilie Raphaela
      Emilie Valeska
      Emilie Ulrike
      Emilie Juliane/a

    • Ich würde einen Zweitnamen dazu wählen, der entweder ein e oder ein i enthält, aber von einem anderen Vokal dominiert ist. Dafür ist O und U ein starker Kontrast, also am besten viele As. Die Vokale des anderen Vornamen dürfen ruhig härter sein.

      Emilie Raphaela passt gut. Emilie Valeska finde ich auch interessant.

      Ansonsten: Emilie Katharina, Emilie Magdalena, Emilie Franziska

  13. Ich würde eine zu schnelle Wiederholung von E, I, L und M vermeiden – Emilie Luise, Emilie Marleen, Emilie Isabelle, Emilie Elisabeth u. Ä. holpert.
    Ich würde aber etwas klassisches, deutsches dazu wählen, damit es klar eine Emilie und keine fragliche Emily wird.
    Emilie Frederike
    Emilie Christina
    Emilie Johanna
    Emilie Theresa
    Emilie Caroline
    Emilie Charlotte

  14. Vielen Dank für Rückmeldungen.
    Ich finde Kombinationen wie Emilie Viola/Valeska/Raphaela klanglich sehr schön, würde aber wie Marthe eher zu etwas (alt-)deutschem, klassischerem tendieren. Charlotte, Caroline, Friederike und Johanna wären meine Favoriten…

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