Babynamen der Woche 10/2019

Stefanie * Rosa Marianna * Marla Ulla * Lia Sakura * Greta Jella * Lasse Nathanael * Beyza (f) * Sabrina * Josepha Rebekka * Julia * Finnja Nelly * Chantal * Alicia * Lillian Noreia * Finn-Lio * Andrei * Eva Jade * Josie-Jennifer * Elena Jenny * Athena Hailey * Mia Nadine * Friedemann * Friedhelm Josef * Sebastian * Luca Siegfried * Maximilian Wilfried * Felix Alexander

Zwillinge:

  • Ella Louisa & Joshua Elias
  • Malina & Maylo
  • Valentin & Luisa
  • Fiona & Helena
  • Sophia & Elina
  • Max & Anton
  • Noel & Leon
  • Max & Finn
  • Enna & Lenn
  • Lotte & Ella
  • Nele & Nils
  • Ben & Lena
  • Lea & Ella

Und außerdem …

34 Gedanken zu “Babynamen der Woche 10/2019”

  1. Sakura finde ich hübsch. Japanisch für Kirschblüte, Betonung auf dem ersten -a-. Das hat da eine Nebenbedeutung aus der Zeit des Hochmilitarimus der 30er und 40er Jahre: Weil ja das Leben des Samurai ja so schnell vorbei sein kann wie das einer Kirschblüte. 😉 Auf den Frontispizen japanischer Mittelstufen-Schulbücher hat damals gestanden: „Die Kirschblüten sind aufgeblüht, aufgeblüht, aufgeblüht!“ So züchtet man sich Kamikaze-Flieger heran.

    Chantal mag ich auch sehr. So hieß die Exfrau Ernst Augusts V., Mutter unseres kommenden Landesherren Ernst Augusts VI.

    Josie-Jennifer. ¡Madre de Dios! Gleich zwei (jeweils sehr schöne) Songs von Donovan?

    Friedemann hingegen finde ich schauderhaft. Klingt wie ein kleinbürgerlicher Evangelikaler aussem Osten.

    Lasse Nathanael. Dreifach destillierte Ikea-Bionade.

    Athena Hailey. Und die Kriegsgöttin zürnt ob dieser Kombination und weigert sich, der Kleinen ihren Schutz zukommen zu lassen. 🙁

    Bei Jade komme ich einfach nicht von dem sehr schönen Mineral Jade weg. Gibt ein wunderschönes spanischsprachiges Lied des israelischen Liedermachers David Broza: „Mi princesa de Jade“, gehalten im sephardisch-orientalischen Stil. Soll aber hier wohl nach Vorstellung der Muddern englisch als „Dschäid“ ausgesprochen werden.

  2. Am besten natürlich Lasse habe selbst einen aber der Zweitname passt irgendwie nicht.Finja kenne ich nur mit einem n finde ich auch schöner.Marla gefällt mir nicht.Stefanie ist ja selten heutzutage.Finde sonst nichts außergewöhnliches dabei.Obwohl Friedhelm finde ich jetzt nicht schön in der heutigen Zeit.Aber Geschmackssache.

  3. Die Zwillinge übersehe oder vergesse ich sonst gern mal, aber heute waren es viele und trotzdem verbreiten sie nur gähnende Langeweile, gekrönt von Leon/Noel. Finden Eltern das wiklich eine gute Idee/witzig/geistreich???
    Und gleich dreimal Ella? Trotz aller Liebe zu Ella Fitzgerald ist das nicht mein Fall. Elisabeth bitte.
    Ansonsten scheinen die 70er aufzuleben: Stefanie, Sabrina, Sebastian – wann hat man die (ausser als Nachbenennung) zuletzt gehört?
    Rosa Marianna – Marla Ulla – Lia Sakura – Greta Jella: beide Namen mit demselben Endungsvokal klingt nach uninspirierter Aufzählung, und bei Lia Sakura bin ich mir noch nicht sicher, woran es mich denken lässt – Creme oder doch nur Putzmittel?
    Ausnehmen möchte ich davon Josepha Rebekka, der Name hat was.
    Friedemann , Friedhelm – muss man mögen, aber wenigstes mit mehr Substanz als Jella, Jenny, Finn-Lio, Josie, Mia oder Nelly.
    Maximilian Wilfried – Felix Alexander – Julia: geht immer und tut keinem weh.
    Luca Siegfried – Nachbenennung hin oder her – weniger passend geht kaum.
    Andrei – keine sehr gelungene Schreibweise.
    Chantal – nenne Eltern ihr Kind tatsächlich noch so? Mir schien der Name verbrannt.
    Athena – für eine kleine Griechin schön, aber Hailey lässt daran Zweifel aufkommen. Hailey – was kann man an diesem Namen mögen?
    Jade – deutsch ausgesprochen furchtbar, und englisch passt es nicht zu Eva. Die englische Eve dagegen ist zu kurz, um mit Jade Wohlklang zu verbreiten.

    Mein Favorit heute bleibt Josepha Rebekka.

    • Ich fühle mich zurückversetzt in meine Kindheit – einige Namen, die in den 80ern beliebt waren:

      * Stefanie: Mochte ich früher schon nicht, ist für mich eine Mischung aus plump und tussig. Werden fast immer zu Steffis, was ich noch weniger klangvoll finde.
      * Sabrina: Empfinde ich ähnlich wie Stefanie.
      * Julia: Zeitlos, ok, aber eine Spur langweilig. Lieber Julina oder Julinda.
      * Josie-Jennifer: Gefällt mir mit der Alliteration gar nicht, zu lang als Doppelname. Jennifer passt zu den 80ern, Josie wäre früher eine Josefin/a/e gewesen.
      * Elena Jenny: Elena finde ich auch zeitlos, gefällt mir – Jenny hingegen passt zu der früheren Zeit, verbinde ich eher mit geringerer Intelligenz, auch bei der Langform Jennifer.
      * Mia Nadine: Modename trifft die 80er – finde ich aber ganz in Ordnung. Nadine ist für mich vom Klang her neutral, die Bedeutung ist schön.
      * Sebastian: Ok, aber unspektakulär. Verbinde ich nur leider mit weniger positiven Namensträgern.

      Zum Rest:

      * Rosa Marianna: Rosa würde ich nicht als Erstnamen von zweien nehmen, weil es dann wie das Farbadjektiv wirkt. Marianna Rosa gefiele mir besser.
      * Marla Ulla: Derselbe Silbenausklang, unglücklich. Marla mag ich, Ulla finde ich plump.
      * Lia Sakura: Lia gefällt mir von den -ia-Namen am besten. Sakura hat eine Bedeutung, die für mich im Widerspruch zum Klang steht – bei “Kirschblüte” würde ich einen zarten, weichen Namen erwarten. Der Klang gefällt mir nicht – erinnert mich an “Sack” und “akkurat”.
      * Greta Jella: Greta ist mir zu hart, Jella finde ich in Ordnung.
      * Lasse Nathanael: Lasse ist nicht meins, wirkt farblos auf mich. Passt nicht zum pompösen Nathanael, den ich als Zweitnamen ok finde.
      * Beyza (f): zu fremdländisch
      * Josepha Rebekka: Josepha lässt mir den Joseph zu sehr durchklingen, wirkt zu religiös (lieber Josephin/a/e). Rebekka ist mir zu hart.
      * Finnja Nelly: Finja würde ich immer so schreiben, dann gefällt mir der Name. Nelly ist so süßlich und erinnert mich an eine hochnäsige Zicke aus “Unsere kleine Farm” 😉
      * Chantal: Ist nicht mein Geschmack (allerdings liegt das NICHT am “Chantalismus!) – der Klang gefällt mir einfach weniger.
      * Alicia: hübsch, keine Einwände
      * Lillian Noreia: Lillian finde ich besser als die dauerniedliche Lilli. Noreia ist interessant.
      * Finn-Lio: Hmm, irgendwie harmonieren die Namen nicht, ich weiß gerade nicht, woran dieser Eindruck liegt.
      * Andrei: lässt in der Schreibweise an “an 3” denken.
      * Eva Jade: Eva finde ich eher langweilig. Bei Jade klingen beide Aussprachen irgendwie unschön – auf Englisch tussig und auf Deutsch unnamig. Ava Jade hätte ich runder gefunden (dann beides englisch gesprochen).
      * Athena Hailey: Athena ist mir zu hart, Hailey finde ich unpassend dazu, ansonsten einer der englischen Namen, die ich ok finde.
      * Friedemann: Jetzt eröffnen wir die heutige Rubrik “zu altmodisch” …
      * Friedhelm Josef: gehört auch da rein
      * Luca Siegfried: Siegfried ebenfalls – der neumodische Luca passt gar nicht dazu, aber wenigstens ein netter Rufname.
      * Maximilian Wilfried: Wilfried kommt auch rein – Maximilian ist ja schon wieder eher modern, gefällt mir auch vom Klang. 
      * Felix Alexander: eher zeitlos. Bei Felix finde ich die Bedeutung am schönsten.

      Zwillinge:

      * Ella Louisa & Joshua Elias: Finde ich gelungen, aber Louisa schöner als Ella.

      Malina & Maylo: zu ähnlich

      Valentin & Luisa: Hübsch

      Fiona & Helena: in Ordnung

      Sophia & Elina: hübsch (Elina finde ich schöner und besonderer als die häufige Sophia)

      Max & Anton: unspektakulär, aber ok

      Noel & Leon: vorwärts = rückwärts ist etwas, was ich eher lächerlich finde (wie auch dieselben Anfangsbuchstaben oder Reimnamen!)

      Max & Finn: unspektakulär, aber ok

      Enna & Lenn: Enna gefällt mir, Lenn wäre mir als Lennard lieber! Aber nicht in Kombination mit Enna, deren Namen dann enthalten wäre.

      Lotte & Ella: beides nicht meins, Ella hat wenigstens noch einen weichen Klang

      Nele & Nils: zu ähnlich

      Ben & Lena: unspektakulär, aber ok

      Lea & Ella: zu ähnlich

    • Sakura, die japanische Kirschblüte (Kirschblütenfest), ich habe deutsch-japanische Freunde, die Kinder haben einen hier gebräuchlichen Namen und als Zweinamen einen japanischen, das finde ich sehr gelungen.Joespha Rebecca, da hätte ich Josephine genommen, der verschiedenen Endungen wegen.
      Friedemann mag ich, da denke ich an Friedemann Bach.
      Finn und alle Abkömmlinge mag ich nicht besonders, unser Hund heißt vom Züchternamen her Finlay, bei uns heißt er Willi. Ähnlich geht s mir mit Mailo, zum ersten Mal gehört als Hundenamen, Bedeutung lässt sich auch keine finden, bisher.
      Luca gefällt mir weniger, eher Lukas, dann stört auch die Nachbenennung Siegfried nicht sehr.

    • Zu Andrei–es handelt sich bestimmt um ein rumänisches Kind. Das ist die traditionelle rumänische Form von Andreas.

      In Deutschland werden ja jetzt viele rumänische Kinder geboren. Daher tauchen rumänische Namen auf ab und an mal in diesen Listen auf. Als ich in den 1980ern in Deutschland aufwuchs, gab es so gut wie keine rumänische Bevölkerung hier. Noch immer sind rumänische Namensformen hierzulande wenig bekannt. Unser Sohn heißt Timotei–fast alle denken, er hieße Timothy, weil sie Timotei nicht einordnen können.

    • In Dänemark gibt es ein Königskind Athena, die Tochter von Prinz Joachim und seiner Frau Maria. Der Name klingt hübsch und hat eine schöne Bedeutung, trotzdem würde ich ihn nicht vergeben, ist mir zu sehr mit der Göttin Athena verbunden und klingt mir zu großartig. Und Hailey dazu, geht nicht wirklich gut.

  4. „Ansonsten scheinen die 70er aufzuleben: Stefanie, Sabrina, Sebastian – wann hat man die (ausser als Nachbenennung) zuletzt gehört?“

    Ich hab mich darüber auch gewundert. Und gleichzeitig zufrieden gegrunzt, weil es meine alte These bestätigt: Das Retro-Vornamens-Karusell dreht sich schneller und schneller.

    Sobald hier mal eine kleine Andrea auftaucht, lege ich Venus lila Rosen zu Füßen. 🙂 (Zwei Exfreundinnen von mir hießen Andrea.)

    Aber bitte nicht wieder Jörg! Der Name klingt wie das Geräusch, das ein Frosch macht, wenn man ihm den Hals umdreht.

    • Sebastian sehe ich nicht als Retro-Namen. Sebastian ist nach dem Höhepunkt seiner Beliebtheit nie wieder ganz weg gewesen. Ich kenne einen 40jährigen und einen 20jährigen.
      Es hat nicht viel gefehlt und mein Sohn würde heute Sebastian heißen. Der Name ist in den 2000er Jahren völlig unauffällig (natürlich nicht so häufig wie Finn, Luca oder Max).
      Ich finde den Namen Sebastian immer noch schön.

    • Ich stimme Mareike zu, Sebastian erscheint auch mir gängig. Obwohl ich den Namen nicht mag, ich denke es liegt an dem Mitleid für die zwei lispelnden Sebastians in meinem Umfeld.

    • „ich denke es liegt an dem Mitleid für die zwei lispelnden Sebastians in meinem Umfeld.“

      Also, diese „Halbbehinderungen“ sind ein außerordentlich spannendes Thema. Wenn sie nur minimal ausgeprägt sind, machen sie den, der damit geschlagen ist, eher interessant. Ich selbst lispele und stottere leicht – und habe deshalb nie eine bösartige Hänselei zu hören bekommen. Nur ein paar zärtlich-höhnisch gemeinte Nachäffungen von Exfreundinnen. („K-k-klaath! Du bitht tho thüüß! B-b-bitte küth mich!“) Und zu einem Intellektuellen gehört eben irgendwie eine Brille – keiner weiß warum.

      Eine schielende Frau sieht auch nicht so toll aus – aber wenn das nur ein ganz leichtes Schielen ist, ist es eben der berühmte und oft als sexy empfundene „Silberblick“. Vor der Wende haben sich viele in der Alt-BRD das DDR-Fernsehen hauptsächlich wegen des attraktiven Silberblicks von Angelika Unterlauf von der „aktuellen Kamera“ angeguckt. So auch der Verfasser dieser Zeilen. 😀 (Der freilich auch die galoppierende rhetorische Kunst von Karl-Eduard von Schnitzler sehr zu schätzen wußte.)

      Auch ein Hypertelorismus – also ein sehr weiter Augenabstand – wird bei Frauen oft als attraktiv empfunden: Jacqueline Kennedy, Liza Minelli, Judy Winter in ihren besseren Tagen, Faye Dunaway, Kate Moss… Gut, wenn es dann soweit geht wie bei diesem Nachrichtensprecher vom CDU-Funk (aka ZDF), bei dem das eine Auge auf Außenseite der Stirn sitzt und das andere auf dem Backenknochen, ist der Spaß vorbei. 😀

      Auch der umgekehrte Fall, also ein Hypotelorismus (enger Augenaugenabstand) kann sehr gut aussehen. Mir fielen jetzt gerade die Schauspielerin Mary-Lou Sellem oder zur Not noch die Hochspringerin Ariane Friedrich ein.

      Schönheit liegt immer auch in Unregelmäßigkeit und Unperfektheit. In einer kleinen Normabweichung. Perfektion ist langweilig so langweilig wie aufgepumpte Titten oder Gel-Lippen bei Frauen oder Anabolika-Muskeln bei Männern.

  5. Heute ist ein Freudenfest für mich:

    Friedemann, Friedhelm Josef, Maximilian Wilfried, Rosa Marianne, Stefanie, Josepha Rebekka, Sebastian, Julia finde ich alle gut bis total spitze!

    Bei den Zwillingen: Lotte und Ella, Valentin und Luisa, und Max und Anton.

    • Hallo Mark,

      das habe habe ich mir bereits beim Aussuchen der Namen gedacht, dass Du die heutige Auswahl als wahre Freude empfinden wirst! 😉

    • Ich habe mich gerade gefragt: Würdest du Lotte & Ella oder Charlotte & Elisabeth bevorzugen?

    • @Sabrina: Deine Auswahlen enthalten ja immer eine Reihe stilvolle Namen, die mir gefallen, aber diesmal in ganz besonderem Maße. Kann es kaum glauben, dass Eltern wirklich Friedemann und Friedhelm als Erstnamen gewählt haben–das ist, sozusagen, zu schön um wahr zu sein. Auch Josepha Rebekka finde ich ganz besonders schön.

      @Marthe:

      Elisabeth und Charlotte gefiele mir noch wesentlich besser als Lotte und Ella, eben traditionelle Vollformen. Die Charlotte würde ich dann aber tatsächlich Lotte rufen, die Elisabeth Liese, Liesel, oder vielleicht sogar Ilse.

      Lotte und Ella klingen natürlich flott und knapp–und gerade Ella wirkt ganz anders als Elisabeth. Kann deshalb schon verstehen, dass die Eltern lieber die Kurzformen gewählt haben. Finde die Kombi auch so hübsch, wie sie ist–aber wenn ich vor der Auswahl stünde, würde ich die Langformen vergeben. Was findest Du besser?

    • Ich finde die Langnamen besser, weil sie mir klassischer und für jedes Alter passend erscheinen. Zudem bevorzuge ich Namen, die man nicht direkt einer Generation zuordnen kann. Bei Ella fiele mir die Zuordnung leicht, bei Elisabeth und Charlotte hingegen ist es schwierig.

    • @Mark
      Du hast zwar Marthe angesprochen, aber ich antworte einfach mal.

      Ich würde Charlotte und Elisabeth auch besser finden als Lotte und Ella.

      Aber ich würde Zwillinge nicht Lotte und Liese rufen. Das erinnert mich zu sehr an das doppelte Lottchen von Erich Kästner (die heißen allerdings Lotte und Luise). Die Kurzform Liese wäre auch nicht mein Geschmack, wegen den Begriffen “Lieschen Müller” und “dumme Liese” für etwas einfältige Frauen (vom Lande). Das kann aber auch eine regionale Redewendung sein.
      Alternativ würde mir Lotte und Elisa gut gefallen. Vielleicht noch mit einem altdeutschen Zweitnamen: Lotte Gertrud und Elisa Hildegard 😉

    • Hallo Mark, frage mich, ob Du auch ein „Namensforscher“ bist, es beruflich oder zumindest halbberuflich machst?

    • Nachtrag, übrigens gefallen mir Kurzformen selten, selber würde ich die Orginalform vorziehen, Charlotte und Elisabeth, schließlich werden Kinder erwachsen.

  6. Noreia ist klasse, die keltische Schutzgöttin des wundervollen Kärntens, von den Römern als “Isis Noreia” in deren Pantheon aufgenommen. Auch für die kärntner Kaltblutrasse “Noriker” steht die Landesmutter Patin.
    Wirklich schön und einfallsreich!

    • Ha, Adelheid! Da hatte ich nicht durchgeschaltet… Aber natürlich, das Noricum! 🙂

      Meine ehemalige Zahnärztin war ein großer Kärnten-Fan – wohlgemerkt als Norddeutsche aus Hannover. Und eine Online/Skype-Bekannte von mir, die heute am anderen Ende Österreichs (nämlich in Vorarlberg) lebt, stammt aus Kärnten. Die hat noch in Kärnten einige Jahre lang im Hotelgewerbe gearbeitet – und dabei die Reichsdeutschen wegen ihrer Lautstärke und Knauserigkeit verachten gelernt. 😀 Dieser Frau verdanke ich die Kenntnis des charmanten österreichischen Spitznamens „Büffel“ für die Reichsdeutschen – das klassische „Piefke“ kennt man ja nun überall, aber „Büffel“ war mir seinerzeit neu.

      Wir alle verdanken Kärnten viel.

      „Wirklich schön und einfallsreich!“

      Finde ich auch. Das Problem ist freilich, daß das meistens als /norAIja/ ausgesprochen werden wird und eben nicht als /norrÄIja/.

      Herzlich

      Harki

  7. @ Mareike

    Was Sebastian angeht, hast Du wohl recht… Immerhin hieß der erste der „Drei Großen B’s“ der deutschen Musik (Bach, Beethoven, Brams) mit Zweitnamen so. Der Name ist also nicht in den 70ern vom Himmel geplumpst.

    Ein Zivi-Kollege von mir (also auch Ende der 60er geboren) hieß Sebastian – sehr phantasievoll abgekürzt zu „Sebi“. 😉 Das ist immer das Allergeilste: Spitz/Kosenamen dadurch zu generieren, daß man die erste Silbe Vollnamens nimmt und ein -i dranhängt. 🙄

    Könnte mich bis heute darüber ärgern, daß hier die sehr kluge Rebecca Sophie, die leider abgängig ist, sich gegen das hübsche Becky als Spitznamen verwahrt hat, während sie nichts gegen Rebi hatte!

    @ Mark

    Über Friedemann und Friedhelm werden wir uns kaum einig werden. Ich hatte heute morgen geradezu darauf gelauert, daß Du diese Namen preisen würdest. 😀

    Friedhelm wird für mich immer mit dem NRW-Politiker Friedhelm Farthmann verbunden bleiben. Rechter Flügel der SPD – also ein „Kanalarbeiter“, wie man in den 70ern und 80ern in der SPD sagte. (Heute so in etwa der Seeheimer Kreis.) Auf die Frage eines Journalisten, ob er Deutschland liebe, hat mal er geantwortet: „Ich liebe meine Frau.“ Andererseits hat Farthmann die Forderungen nach Frauenquoten als „Tittensozialismus“ bezeichnet. 😀 Das würde heute vermutlich für eine Anzeige wegen Volxverhutzung reichen. Farthmann war auch ein strikter Gegner dessen, was man heute „geschlechtergerechte Sprache“ nennt.

    Ich mag irgendwie die Kanalarbeiter der SPD, so komisch das bei einem notorischen Radikalinski klingen mag. In dem Wahlkreis, in dem meine Mutter wohnt, hat der Kanalarbeiter Alptekin Kirci (türkischer Vater, deutsche Mutter) kandidiert – und ist natürlich 2017 auch per Direktmandat in unseren Landtag gewählt worden. Ein paar Jahre vorher hatte im Stadtrat von Hannover ein Rechtspopulist mal Kirci als „Fremdarbeiter“ o.s.ä. bezeichnet. Kirci hat zurückgeknödelt: „Was stört es eine deutsche Eiche, wenn ein Schwein sich an ihr kratzt.“

    Meine liebsten türkischen Jungs-Vornamen sind übrigens Alptekin (=Schwarzer Ritter), Hakan (Bedeutung?) und Aslan (=Löwe).

  8. Über Nele und Nils bin ich gestolpert. Ich kenne ein Ehepaar mit diesen Namen. Daher empfinde ich sie auch eher als passend für Menschen aus den 80ern. Aber beide sind ja nach wie vor beliebt.

  9. Oha. Die 80er und weichgespülte 2010er sind beide nicht meins. Die “zu” altmodischen wirken für mich noch wie Hornbrille auf Stupsnase.

    Wahlpflicht:
    Valentin & Luisa * beide ok, Luisa etwas lahm, als Zwillinge aber wenigstens keine zu dolle Ähnlichkeit. Solange der Geburtstag von Valentin nicht um den 14.02. ist, ist Valentin gut vergebbar.
    Friedemann * ich glaube, das ist ein Name, an den man sich gewöhnen wird. Frieden ist doch immer eine chice Bedeutung.

    Wild geschüttelt:
    Valentin Felix
    Friedemann Valentin
    Rebekka Helena * Rebekka ist zeitlos, nicht weichgespült und dazu die vollständige Helena. Ich glaub Helene würde mir noch besser gefallen, wenn ich nicht immer automatisch Fischer hindenken würde.

    Interessant:
    Ella Louisa & Joshua Elias * Die Namen jeweils für sich, sind 0815. Interessant finde ich an der Kombination aber, dass sich wohl Gedanken gemacht wurden. Alle Vokale finden sich im Zwilling wieder, ohne sich aufdringlich zu reimen.

    Heute ist viel aus der Rubrik “tut keinem weh, lässt bei der Namensvorstellung kurz einnicken” dabei:
    Julia
    Max & Anton
    Noel & Leon * da schüttelt ich, wie in den Vor-Kommentaren, den Kopf.
    Max & Finn
    Lotte & Ella
    Nele & Nils
    Ben & Lena
    Lea & Ella * der Vollständigkeit halber, hätte Leah noch einen 4. Buchstaben benötigt.
    Felix Alexander * Bruder Bendix Maximilian, Schwestern Xenia Roxana und Pixie Axelle

  10. Zu Friedemann:

    Meine erste Assoziation ist der Komponist Friedemann Bach, Sprössling des bekannteren Vaters.

    Friede–dieser Namensbestandteil bedeutete Frieden im Sinne von “Schutz vor Waffengewalt.” Der Namensbestandteil bedeutete also so etwas wie “Schützer.” Friedemann, ist also ein “beschützender Mann.” Gleichzeitig finde ich es aber auch legitim, den Friedensbestandteil des Namens im heutigen Sinne zu verstehen. Am liebsten lasse ich beides mitschwingen, die alte und die neuere Bedeutung von “Friede.” Finde den Namen unheimlich gut und wenn ich denn meinen Kindern deutsche Namen gegeben hätte, statt rumänische, dann wäre Friedemann in der ersten Auswahl. Auch Friedhelm finde ich ganz wunderbar.

    • Mark,

      ich will doch gar nicht den Wert des Friedens bestreiten! Die wichtigste und effizienteste Friedensbewegung Deutschlands war für mich die Nationale Volksarmee. Die Kundschafter der HVA des MfS wurden übrigens üblicherweise als „Kundschafter des Friedens“ bezeichnet, auch gerne als „Soldaten der unsichtbaren Front.“ Si vis pacem, para bellum (Wenn Du Frieden willst, rüste Dich zum Krieg) – das ist eine meiner tiefsten Überzeugungen.

      Nur der Name Friedemann klingt in meinen Ohren dermaßen verschroben und piefig! Noch schlimmer als Friedhelm oder Friedbert. („Je suis Fribärch Pflügäärch“ – das hat Joschka Fischer immer gerne nachgeäfft.) Dann kannst Du ein Kind ja auch gleich Hansemann, Friedburga oder Gertrud nennen.

      Diesmal dürften wir uns wieder mal einig sein, uns nicht einig zu sein. 🙂 Das macht Konversationen mit Dir und einigen anderen hier so interessant.

      Nebenbei: Ich hatte an der Uni mal eine zornige Rundmail an die Mitglieder unseres Oberseminars geschickt. (Grund spielt hier keine Rolle.) Als Signatur und Abschlußgruß hatte ich ein Marsch-Gebrüll der US-Marines genommen:

      „One, two, three, four!
      Every night we pray for war!
      Five, six, seven, eight!
      Rape, kill, mutilate!“

      Mein Lehrer (der Kummer mit mir gewohnt war) hat mich daraufhin freundlich gebeten, in Zukunft „in diesem Kreis doch bitte von postmodernen Atavismen absehen zu wollen“. 😀

      Gesicht zu Sonne!

      Klaas

    • Jan Harki–

      Ich hatte Dich eigentlich gar nicht angesprochen, sondern lediglich einen Nachkommentar zu meinem heutigen Lieblingsnamen geliefert, weil ich beim ersten Kommentar dazu keine Zeit hatte.

      Du kannst Friedemann finden, wie Du willst–habe nur meinen eigenen Kommentar dazu formuliert.

    • Mark,

      Du weißt mittlerweile, daß es mir mir kaum je um die Wortbedeutung eines Namens und selten nur um seinen Klang geht. Sondern halt primär um seine historischen, gesellschaftlichen, religiösen und politischen Implikationen.

      Ich hatte hier ja nun gerade Chantal als Namen gelobt. Für die Mittelschichtis ist das das weibliche Gegenstück zu Kevin. Für mich heißt so die Ex-Frau unseres Landesherrn, Ernst Augusts V. Derfscht mo rote, auf wessen Urteil ich mehr Wert lege.

      Und Friedemann klingt hat so verdammt nach „kleinbürgerlicher Evangelikaler, mutmaßlich aussem Osten, vielleicht auch aus Württemberg“. Ich weiß, daß Dir das nicht paßt, aber Du kennst doch den Schnack: „Ein Baptist kann kein Gentleman sein.“

  11. Nachträglich die m.E. besten Namen der Liste:

    Mädchennamen: Julia, Alicia und Elena Jenny.

    Jungennamen: Felix Alexander, Maximilian Wilfried und Andrei.

    • Ach ja, die Zwillingsnamen… Mir gefallen:

      Fiona & Helena, Max & Anton und Valentin & Luisa.

  12. Ich möchte mich nach einiger Zeit der Abwesenheit hier auch mal wieder gerne einbringen:

    * Stefanie: Gefällt mir normalerweise besser in der Schreibweise Stephanie. Ich mochte den Namen jedoch immer schon, deshalb würde es mich auch überhaupt nicht stören, wenn er jetzt wieder häufiger auftauchen würde.

    * Rosa Marianna : “Rosa” war und ist für mich eine Farbe und kein Mädchenname. Marianna geht zwar so, selbst vergeben würde ich den Namen aber keinesfalls.

    * Marla Ulla : Ulla ist garantiert eine Nachbennung und deshalb in Ordnung. Marla ist für mich zwar nicht gewöhnungsbedürftig, sondern durchaus vergebbar, aber nicht in der Kombination mit Ulla, da hätte ich als Erstnamen einen anderen gewählt.

    * Lia Sakura : Die Bedeutung “Kirschblüte” für Sakura gefällt mir zwar, aber der Name hört sich für mich in der korrekten Aussprache relativ hart an. Vergeben würde ich ihn deshalb auch als ZN niemals. Lia dagegen ist hübsch.

    * Greta Jella : Die doppelte Endung auf “a” hört sich bei Greta Jella irgendwie merkwürdig an. Die Namen gefallen mir einzeln allerdings beide gut.

    * Lasse Nathanael: die Namen passen meines Erachtens überhaupt nicht zusammen, obwohl ich sie einzeln durchaus mag. Nathanael ist allerdings sehr gewichtig, das wäre mir für ein Kind, vor allem für ein schließlich erst einmal kleines Kind dann auf jeden Fall zu gewichtig.

    * Beyza (f) : Beyza ist türkisch und bedeutet die Weiße, die Saubere, die Reine, die Unschuldige, die Ehrliche. Türkische Vornamen wirken auf mich zwar häufig eher “fremd”, was sie ja für deutsche Ohren zugegebenermaßen auch sind. Die Bedeutungen von Beyza gefallen mir jedoch gut.

    * Sabrina: Einer meiner Lieblingsnamen, nach wie vor! Ein Hoch auf Sabrina, zeitlos, klangvoll und einfach nur schön !!!

    * Josepha Rebekka: Josepha ist für mich ein Urururgroßmuttername, das arme Kind! Hier bei uns in Bayern heißen wirklich ausschließlich äußerst alte Frauen Josepha! Retten können wird sich die Kleine hoffentlich mit ihrem Zweitnamen Rebekka oder aber mit der Abkürzung Josie. Mit den Namen Josephine Rebekka oder Jesephina Rebekka hätten die Eltern ihrer Tochter jedenfalls den weitaus größeren Gefallen getan

    * Julia : Zwar zeitlos, aber mittlerweile eher langweilig.

    * Finnja Nelly : Finnja gefällt auch mir nur in der Schreibweise Finja. Nelly als Zweitname ist dazu in Ordnung, löst bei mir aber keine Jubelschreie aus.

    * Chantal : Ich war ebenfalls der Meinung, dass sich inzwischen eigentlich niemand mehr trauen würde, also zumindest außerhalb von Frankreich und den USA nicht, seine Tochter Chantal oder seinen Sohn Kevin zu nennen. Ich habe mich allerdings wohl getäuscht, wie man deutlich sieht. Und vor kurzer Zeit gab es hier auch einen Braian-Kevin, da haben sich mir ehrlich gesagt die Fußnägel gekräuselt!

    * Alicia : Vergebbar, Alice würde mir jedoch besser gefallen.

    * Lillian Noreia : Lillian ist schön, Noreia dagegen gefällt mir überhaupt nicht.

    * Finn-Lio : Finn und Lio sind zwar schöne Namen, aber ich hätte garantiert zumindest auf den Bindestrich verzichtet.

    * Andrei: Mag ich in der Schreibweise überhaupt nicht.

    * Eva Jade : Wie soll das denn ausgesprochen werden? Deutsch oder Englisch? Auf Deutsch hört sich die Kombination merkwürdig an und auf Englisch wäre Ava Jade sehr viel passender gewesen.

    * Josie-Jennifer : Warum vergeben heutige Eltern Bindestrich-Namen, die einfach keine Bindestrich-Namen sind oder sein sollten? Das werde ich nie verstehen.

    * Elena Jenny : Die Namen Elena und Jenny gefallen mir zwar beide gut (Elena nur bitte NICHT in der Aussprache Elläna), aber gemeinsam würde ich sie nicht vergeben. Es ist allerdings möglich, dass Jenny eine Nachbenennung ist.

    * Athena Hailey: Die Zusammensetzung der beiden Namen passt überhaupt nicht.

    * Mia Nadine : Ich habe es einfach nicht mit dem Namen Mia, denn es gibt aus meiner Sicht sehr viel schönere Abwandlungen des Namens Maria als ausgerechnet Mia. Nadine dagegen ist in Ordnung.

    * Friedemann : Als ich den Namen zum ersten Mal gehört habe, fand ich ihn merkwürdig. Inzwischen habe ich mich aber tatsächlich an ihn gewöhnt und mag ihn. Selbst vergeben würde ich ihn jedoch trotzdem nicht.

    * Friedhelm Josef : Ist für mich eindeutig in den Zwanziger bis Vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt und dementsprechend altbacken.

    * Sebastian : Ein Name, den ich liebe. Ich habe mein ältestes Kind nämlich so genannt und bin mit dieser Wahl nach wie vor äußerst zufrieden und glücklich ****** !

    Luca Siegfried : Ich gehe davon aus, dass Siegfried eine Nachbenennung ist. Zusammen passen tun die beiden Namen allerdings ganz und gar nicht, weswegen ich mich auch garantiert für Lucas Siegfried entschieden hätte.

    * Maximilian Wilfried : Ist in Ordnung, auch in der (Nachbennungs-)Kombination

    * Felix Alexander : Felix ist immer schön und Alexander ist absolut zeitlos, man kann deswegen beides oder auch beides zusammen normalerweise immer vergeben. Ich kenne allerdings einen rein menschlich gesehen eher unangenehmen Alexander, weswegen ich selbst diesen Namen wohl nicht vergeben würde.

    Und jetzt noch die Namen der Zwillingspaare:

    Ella Louisa & Joshua Elias :

    Ella Louisa gefällt mir gut, bei Joshua Elias gefällt mir der Joshua nicht, da hätte ich mich also auf jeden Fall für einen anderen Erstnamen entschieden

    Malina & Maylo :

    Malina geht so, Maylo geht aber überhaupt nicht und schon gar nicht in dieser Schreibweise, das ist für mich Kevinismus pur. Wenn schon Maylo, dann zumindest in der Schreibweise Milo !

    Valentin & Luisa :

    Beides schöne Namen, allerdings gefällt mir Luisa immer sehr viel besser in der Schreibweise Louisa.

    Fiona & Helena :

    Auch beides wirklich schöne Namen, allerdings spreche ich den Namen Helena immer wie Helene aus, nur dann eben mit “a” am Ende. Die ebenfalls übliche Aussprache Helläna mag ich nämlich gar nicht.

    Sophia & Elina :

    Die Namen sind beide schön, Sophia gefällt mir aber trotz der zurzeit häufigen Vergabe dieses Namens einfach besser.

    Max & Anton :

    Kann man machen, die beiden Namen klingen in meinen Ohren für Zwillingsnamen aber irgendwie ein bisschen zu eintönig.

    Noel & Leon :

    Leon ist nicht mein Fall, bei mir wäre es daher eindeutig ein Leo geworden. Noel kann man vergeben, mein Lieblingsname ist es aber auch nicht unbedingt.

    Max & Finn :

    Da habe ich dasselbe Gefühl wie vorhin bei Max und Anton, also “Kann man zwar machen, die beiden Namen klingen in meinen Ohren für Zwillingsnamen aber irgendwie ein bisschen zu eintönig.”

    Enna & Lenn :

    Ich weiß nicht mehr, wer das hier geschrieben hat, aber ich möchte mich ihm oder ihr jedoch anschließen, denn auch mir hätten Enna und Lennart sehr viel mehr zugesagt als Enna und Lenn.

    Lotte & Ella :

    Hier hätte mir Charlotte und Ella zusammen besser gefallen.

    Nele & Nils :

    Nele und Nils passt zwar gut zusammen, aber der Name Nele liegt mir generell nicht so sehr, weswegen ich ihn sicher nicht vergeben hätte.

    Ben & Lena :

    Schön, aber dennoch unaufregend.

    Lea & Ella :

    Einzeln beides sehr schöne Namen. Ob ich sie allerdings an Zwillingsmädchen vergeben hätte … ich denke eher nicht.

    • „Beyza ist türkisch und bedeutet die Weiße, die Saubere, die Reine, die Unschuldige, die Ehrliche“

      Na, könnte mir kaum was Langweiligeres vorstellen, als mit einer sauberen, weißen und reinen Frau im Bett zu liegen! Unschuldig darf sie sein, dieses Manko ließe sich schon beheben. 😀

      Diana Johanna, entschuldige bitte diese Bemerkung, aber ich hab hier einen schlechten Ruf zu verteidigen.

      Und ist „weiß“ nicht „beyaz“? Vgl. beyaz lahana (Weißkohl) oder beyaz peynir (so ein Art von Ricotta-Käse). Mein Türkisch ist aber leider nur ganz, ganz rudimentär. 🙁 Hier lesen doch garantiert auch ein paar Deutsch-Türken mit: Türkischstämmige deutsche Brüder und Schwestern, könnt Ihr Licht ins Dunkel bringen? Würde mich echt interessieren.

      Sakura. Die japanische Sprache sieht in der lateinischen Standard-Umschrift nach Hepburn wesentlich vokalreicher aus, als sie es tatsächlich ist. Sakura klingt im Japanischen etwa (!) wie das baierische „Himmi Sakra!“. Das japanische R ist aber noch einmal so ein Sonderfall: Es klingt wie eine Mischung aus Zäpfchen-R und L. So etwa: ein Zäpfchen-R mit nur einem Glottisschlag.

      „Warum vergeben heutige Eltern Bindestrich-Namen, die einfach keine Bindestrich-Namen sind oder sein sollten?“

      Das ist doch recht klar: Muddern will verhindern, daß ihr sorgsam ausgesuchter Zweitnamen sofort und überall unter den Tisch fällt.

      DJ, sei mir bitte wegen meines Tonfalls bitte nicht böse! Ich habe Deine Äußerungen mit Interesse und Eifer studiert und stimme Dir in den meisten Fällen zu – und das ist nun mal mein Sound.

  13. Lieber Harki,
    “Beyaz” heißt “weiß”, wird umgangssprachlich für Kokain verwendet.
    “Ot” heißt übrigens Gras. Hört man öfter in der Bahn. “Beyaz war, lan?”
    “Yok, alter. Ot war.”
    Ich wuchs in einer süddeutschen Kleinstadt auf und geriet kurzzeitig ein klein Wenig auf die schiefe Bahn, wo ich mir unter anderem rudimentäres türkisches Vokabular aneignen konnte. Später arbeitete ich eine zeitlang mit straffälligen Jugendlichen, da schloss sich der Kreis.

    • Liebe Adelheid,

      Danke für den Hinweis! Bei Türken, mit denen ich so zu tun habe/hatte, lag/liegt Kokain meist jenseits der finanziellen Möglichkeiten. 😀

      “Beyaz war, lan?” “Yok, alter. Ot war.”

      😀

      Das hätte ich auch noch verstanden, wäre aber schon so an der Grenze meiner Türkisch-Kompetenz gewesen. Nach meiner persönlichen Erfahrung: Türken sind relativ (aber auch keineswegs absolut) resistent gegen Alkoholismus – schon wegen des allseits bekannten religiösen Tabus, das gerade in der Halb-Fremde Deutschland hochgehalten wird. (Ich schreibe dies mit einem Glas Aslan Sütü vor mir…) Aber sehr empfindlich gegenüber anderen Süchten. Koks, Shit, Medikamente (Benzos, Crystal Meth…) – und vor allem auch die Spielsucht. (Wenn Du Dich körperschonend finanziell komplett ruinieren willst, und zwar so richtig, empfehle ich die Spielsucht. Kenne da gruselige Geschichten.)

      Horrido!

      Klaas

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