Babynamen der Woche 03/2019

Cattleya * Helin * Kijan * Maddox Kylian * Noah Miran * Linea-Marie * Elijah Atreyu * Elias Ivano * Leonard Zak * Malea Eleni * Hanifa * Jonathan Franz Otto * Iva * Linus Matthias * Margarethe Phönix * Sky Harry Helmut * Saly * Jamie Clyde * Dragos-Ionel * Elias Iuliano * Dawina * Eyyub-Falk * Helga Margarethe * Alice-Jade * Ari * Yekta * Mares * Aegisa Ilma * Thees Fritz * Emma Csilla

Babynamen 2019 03

Und außerdem …

40 Gedanken zu “Babynamen der Woche 03/2019”

  1. Diese Woche fallen mir besonders die seltsamen Kombinationen auf:

    Leonard Zak – Leonard ist sehr gewöhnlich, Zak sieht hingegen aus wie ein Tippfehler. Sollte das ein Zach(ary) werden? Selbst dann passt es nicht wirklich.

    Margarethe Phönix – Noch umpassender kann man ja kaum kombinieren. Ein uralter Frauenname und die Bezeichnung für ein Fabelwesen.

    Sky Harry Helmut – Sky als Jungennamen habe ich noch nie gehört, hinter Harry und Helmut vermute ich Nachbenennungen. Alte Familiennamen zu verwenden ist ja ok, aber die Namen sollten schon irgendwie ein bisschen zusammen passen…

    Eyyub-Falk – Eyyub sagt mir gar nix. Optisch und klanglich passt das gar nicht zu Falk, der Bindestrich macht das ganze auch nicht besser.

    Emma Csilla – Wer oder was ist Csilla?

    • Sky als Jungennamen habe ich noch nie gehört

      Der Schauspieler Sky du Mont hat den Namen als männlichen Vornamen bekannt gemacht (auch wenn Sky nur sein Künstlername ist).

      Wer oder was ist Csilla?

      Csilla ist ein ungarischer Vorname.

    • Stimmt, Sky du Mont … Wo ich es lese, klar. Und trotzdem klingt der Name für mich weiterhin auch eher feminin.

  2. Gelegentlich habe ich den Eindruck, das in den Geburtsmeldungen versehentlich Nachnamen (bzw. Teile davon) als Zweitnamen auftauchen. Zak ist jedenfalls ein ganz geläufiger tschechischer Nachname (geschrieben: Žák, bedeutet soviel wie ‘Schüler’).

    Von all den seltenen Namen gefällt mir spontan Hanifa am besten.

  3. Spontan: Oh, oh …

    * Cattleya: ist, wenn ich mich nicht irre, der ursprüngliche Name der Orchideengattung? Ich finde, Cataleya klingt namiger und schöner. Zuerst war mir dieser Name als Erstname etwas zu pompös, inzwischen habe ich ihn so oft gelesen, dass er mir gefällt. Interessanterweise habe ich zuerst in einem Buch von der Orchidee gelesen und dachte, dass man daraus einen Namen machen könnte – um dann festzustellen, dass das schon passiert war. 😉

    * Helin: klingt nach einer Helen mit Schreibfehler oder Elin mit H vorne oder Heldin ohne d. Könnte aber Gewöhnungssache sein.

    * Kijan: klingt für mich nach Katername …

    * Maddox Kylian: Maddox ist mir zu englisch und den Klang finde ich merkwürdig. Kilian würde mir gefallen. Die Schreibweise mit y hat den Vorteil, dass es weniger an “to kill” denken lässt.

    * Noah Miran: Noah, sehr häufig, ok, Miran erinnert an Meran. Insgesamt wirkt diese Kombi durch ihre Weichheit zu weiblich für mich.

    * Linea-Marie: Linnéa Marie hätte ich super gefunden, meinetwegen auch als Doppelname. Bei Linea ohne das 2. n denke ich an Lineal.

    * Elijah Atreyu: Es klingt hübsch, hat halt einen Fantasycharakter, aber die Kombination gefällt mir. Ungünstig höchstens das Aufeinandertreffen von ah-A.

    * Elias Ivano: Finde ich auch hübsch!

    * Leonard Zak: Leonard super, Zak – nee!

    * Malea Eleni: Malea mag ich gern (wie eigentlich alle Namen auf -alea!) – Eleni als Zweitname gefällt mir gut, als Erstname gefiele mir Elena besser.

    * Hanifa: ist mir für Deutschland zu fremdländisch, auch wenn die Aussprache klar ist. (Aber bei der Betonung bin ich unsicher.)

    * Jonathan Franz Otto: Jonathan gefällt mir gut, Franz und Otto sind für mich Geschichtsbücher-Namen.

    * Iva: zu kurz, wenn auch interessanter als Eva und eine Alternative zu Ava, aber da mag ich den Klang lieber.

    * Linus Matthias: Bei Linus stört mich noch immer die Bedeutung, beide enden auf s, ungünstig, Matthias sortiere ich in die 70er, Matthis fände ich moderner und frecher.

    * Margarethe Phönix: Margarethe – zu Beginn des 20. Jahrhunderts beliebt, oder? Ist mir zu sperrig und lässt mich an “mager” denken. Phönix passt dazu überhaupt nicht und der Klang lässt es maskulin wirken. Finde ich unvergebbar.

    * Sky Harry Helmut: Sky hingegen würde ich eher an ein Mädchen vergeben. Passt auch 0 zu Harry und Helmut. Beides Namen, die ich nicht mag – vom Klang her und zu altmodisch und negative persönliche Gründe.

    * Saly: Da fehlt das 2. l. Wie spricht man es so? SA-lie, ßEJ-lie, ßA-lie, ßa-LIE?

    * Jamie Clyde: zu englisch

    * Dragos-Ionel: Dragos erinnert mich an Draco Malfoy aus Harry Potter, keine gute Assoziation! Ansonsten klingt es für mich eher nach Pflanzengattung (Drachenbäume vielleicht?). Mit Ionel kann ich nichts anfangen – spricht man das I wie I oder wie J?

    * Elias Iuliano: die Kombination ist mir zu ähnlich durch die Wiederholung von “lia”.

    * Dawina: mal was anderes, würde ich aber mit v schreiben.

    * Eyyub-Falk: Eyyub ist mir viel zu fremdländisch (Wie spricht man es aus?) und passt nicht zu Falk.

    * Helga Margarethe: Die Kombination würde ich in die 50er einsortieren, wobei ich bei Helga immerhin den Klang mag und die Bedeutung.

    * Alice-Jade: Hier wüsste ich nicht, ob ich es deutsch oder englisch aussprechen soll – hoffentlich aber nicht gemischt (A-lies Jejd oder Äl-liss Ja-de!)

    * Ari: ist mir zu kurz, wäre eher ein Name für ein Haustier für mich. Ein Frettchen vielleicht.

    * Yekta: Erinnert an Hektar. Merkwürdiger Klang.

    * Mares: lieber Maris.

    * Aegisa Ilma: Aegisa – nie gehört. Lässt mich spontan eher an den Namen einer Airline denken. Ilma finde ich schön, moderner als Irma.

    * Thees Fritz: Thies gefällt mir schon nicht, Thees erinnert an “Tees” und insgesamt an einen missglückten Namen für einen Teeladen. Fritz ist und bleibt mir zu altmodisch, schlimmer Klang.

    * Emma Csilla: Emma finde ich neutral, aber eher langweilig; wie soll man Csilla aussprechen? ßilla? Dann hätte das C gereicht. Merkwürdiges Schriftbild. Emma Celia hätte mir gefallen.

    • Aber warum sollte Linnea mit é geschrieben werden? Der Name kommt von Otto von Linné, der im Schwedischen entstanden ist und “Linnea” geschrieben wird. Googelt Man mal “Linea” wird man schnell im Büro– und Möbelshop landen – geradlinig.

    • Dragos-Ionel hat wohl rumänische Eltern. Dragos leitet sich vom Adjektiv “drag” (wertvoll, kostbar) ab, wobei das g wie in “Gutschein” ausgesprochen wird. Ionel ist die verniedlichte Form von Ion, dem rumänischen Johannes. Das I wird als J gesprochen, also Jonn. Ionel bedeutet “Geschenk Gottes”. Ein sehr schöner und gelungener Name, einer der wenigen heute. Ich würde allerdings den Bindestich weglassen. Heute bei den Jungs meine Wahlpflicht.

      Bei den Mädchen fällt die Entscheidung auf Helga Margarethe und Emma Csilla. Helga ist mutig, gefällt mir aber trotzdem sehr gut und Margarethe ist eine andere Version meines eigenen Zweitnamens. Die häufige Emma und die ungarische Csilla (“Stern”) klingen zusammen interessant. Das cs ist im ungarischen ein “tsch”, also nicht ßilla sondern Tschilla.

    • Csilla wird “Tschilla” gesprochen. Ich kannte als Kind ein ungarisches Mädchen, das so hieß.

    • Danke, wieder was gelernt! 🙂

      Ich würde eben genau wegen Carl von Linné die Schreibweise mit é wählen, könnte aber auch mit dem reinen e leben. Aber wichtig finde ich das Doppel-n!

  4. Ich wähle aus Verzweiflung
    Linus Matthias * Linus passt ja sehr in die Mode, aber die Bedeutung ist wirklich naja. Beide Namen enden aus S, das ist etwas ungelungen, aber kein No Go.
    Jonathan Franz Otto * irgendwie e nicht stimmig, aber immerhin melodisch passend.
    … und kein Mädchen…

    Mein Senf
    Malea Eleni * viel zu weich und zu ähnlich. Ich neige dazu Malena Eleni zu lesen.
    Sky Harry Helmut * Sky englisch ausgesprochen, Helmut deutsch. Aber Harry?
    Alice-Jade * Jan schrieb oben von einer “Aliciade” – es wirkt wie Olympiade. Aber ansich zwei schöne, traditionell-amerikanische Namen.
    Yekta * es juckt mich
    Thees Fritz * passt nicht, weder phonetisch, melodisch, lokal… Thees Friedrich oder Thees Frederik wäre wohl in der Wahlpflicht gelandet.

  5. Mares gibt es für Jungs und Mädchen. Ich kenne nur einen Jungen der so heißt. Irgendwie niedlich.Ich steh auf nordische Namen und mag Thees Fritz.Maddox mag ich gar nicht genauso wie Lennox. Linus Leonard Noah alles das übliche

  6. Heute gefällt mit wenig.

    Wahlpflichtspiel:

    Jonathan Franz Otto
    Jonathan ist ein schöner Rufname, wird langsam zum neuen Klassiker. Obwohl Jonathan natürlich kein alter deutscher Name ist, passt er zu deutschen Nachnamen. Und er ist ausnahmsweise mal länger als 3 bis 4 Buchstaben, wie die üblichen Jungennamen. Franz und Otto sind die Opas, das finde ich völlig in Ordnung. Nachbenennungen müssen nicht schön klingen.

    Von den Mädchennamen finde ich keinen wirklich toll.

    Linea-Marie – Ich würde Linnea schreiben, den Namen finde ich hübsch, aber mit wenig Begeisterung. Oder ich setze Marie nach vorne. Als Rufname kommt Marie ja gar nicht so oft vor, Marie Linnea finde ich besser.

    Helga Margarethe – Helga finde ich gar nicht schlecht. Helga passt in das Schema der alten Namen mit a-Endung, wie Wilma oder Alma. Margarethe als Zweitnamen finde ich schön.

    Linus Matthias – Rufname: Matthias, Linus gefällt mir nicht so, ist aber auf jeden Fall machbar. Matthias gefällt mir.
    ____

    Elijah Atreyu – Atreju stammt aus der unendlichen Geschichte. Elijah erinnert mich an Elijah Wood (Frodo, Herr der Ringe). Bei Elijah wüste ich spontan nicht, wie ich das aussprechen soll. Vermutlich englisch, weil Atreyu mit y geschrieben wird. Aber ob hier ein englischer Hintergrund vorliegt?

  7. Merkwürdige Namen, wenn ich von deutschsprachigen Eltern ausgehe. Mag sein, dass manches in anderen Sprachen Sinn ergibt…

    Cattleya – meine geht gerade ein, seufz.
    Helin – sieht nach Kunstwort aus, so wie Nylon, Bakelit oder Persil.
    Kijan – “ij” ist für mich holländisch, also Keian, ach nee…
    Maddox – es gibt abertausende von Vornamen, warum muss es unbedingt ein hässlicher Nachname sein? Und Kylian (Kühlian? Keiliän?) macht es nicht schöner.
    Linea – Lineal, daran dachte ich auch sofort.
    Elijah – was finden alle an diesem Namen, der nach Vollrausch klingt und buchstabiert werden muss?
    Atreyu – ist mir schon in der unendlichen Geschichte unendlich auf den Keks gegangen.
    Elias – wenn schon hart am Lallnamen, dann wenigstens einer mit Historie, klingt für mich sofort nach Mendelssohn Bartholdy.
    Malea – lalelu
    Hanifa – wir kiffen? Ach nein, doch nur arabisch.
    Margarethe Phönix – Wollen die ihr Kind verbrennen?
    Dragos-Ionel – Dracheninsel, das Gehirn spielt einem da schnell einen Streich.
    Eyyub-Falk – mit Bindestrich, ernsthaft? Selbst Hiob-Falk hätte noch wie rund auf eckig ausgesehen!
    Alice-Jade – französisch Alice hätte mir sehr gut gefallen, aber mit dem unsäglichen Bindestrich bleibt eigentlich nur Älissdscheyd, und das klingt furchtbar.
    Sky – wenn andere ihre Kinder Summer, Heaven, Wolke und dergleichen nennen, darf ein/e Sky auch nicht fehlen, aber wird es dadurch schöner?!
    Saly – ich kenne nur einen türkischen Namensträger, klingt mit aber zu sehr nach Kosename. Salome/o, Salvator, Salim, Salman?
    Ari – wäre mir zu kurz, ist mir seit Ari Ben Kanaan auch nicht mehr untergekommen.
    Aegisa Ilma – noch ein Kunstwort? Ilma fällt unter die Kategorie Sky, Summer, Heaven?
    Yekta – türkisch, wenn ich nicht irre, klingt nicht gerade schön.
    Thees Fritz – Ich kann mich mit Kurzformen im Pass nicht anfreunden, und sowohl für Matthias als auch Friedrich gibt es schönere Kurzformen.
    Emma Csilla – hat hier jemand seiner Leidenschaft für Til Schweiger nachgegeben?
    Helga Margarethe – für mich heute der mit Abstand schönste Name, wobei ich Margarethe als Rufnamen wählen würde. Vom Sprachfluss her ist Helga Margarethe aber klangvoller als in umgekehrter Reihenfolge.

    • Helin kommt aus dem Griechischen, Bedeutung Sonnenschein, auch als Ableitung von Helena gebräuchlich.
      Übrigens gibt es im Freundeskreis ein Neugeborenes Mädchen: Esther Sophie, ich habe gleich an Esther Ofarim gedacht.

  8. Diese Woche ist ein absolutes Chaos. Keine einzige Kombi noch irgendein
    bestimmter Name gefällt mir. Das einzig “normale” ist wirklich Helga Margarethe, gefällt mir aber nicht. Alles andere klingt erfunden und/oder ziemlich komisch z.B. Sky Harry Helmut, echt schlimm für meine Ohren.
    Oder Margarethe Phönix. Was soll das?? Phönix war für mich bisher immer männlich besetzt. Na ja, wahrscheinlich ein “es” statt “er” oder “sie”. Ist heutzutage ja möglich.

  9. Also, sehr viel seltsam Gemischtes; da wäre es interessant, die Einzelgeschichten hinter diesen Kombis zu erfahren (Hintergrund der Eltern, was sie sich gedacht haben, usw.).

    Mir gefallen heute die folgenden: Helga Margarethe, Thees Fritz und Jonathan Franz Otto.

    Helga ist ein hübscher alter Name, der durch seine Kürze, Schlichtheit und A-Endung in die Zeiten von Emma und Frieda gut passt. Margarethe ist ein edler, alter Heiligenname, der gut dazu passt. In beiden Namen werden das A und E variiert.

    Thees Fritz–
    Ich mag Regionalnamen, die tatsächlich innerhalb ihrer Regionen vergeben werden (also kein bairischer Fiete und kein schwäbischer Jan, z.B.). In Norddeutschland ist Thees ein netter Name, und Fritz passt klanglich und stilistisch dazu. Die Vollform dieser Kombi–Matthäus Friedrich–wäre auch schön gewesen, wirkt aber natürlich total anders.

    Jonathan Franz Otto–
    Den Namen Jonathan finde ich in Ordnung, ist aber kein Lieblingsname. Franz Otto hingegen finde ich toll! Als Dreierkombi finde ich es klanglich und stilistisch passend. Das A, O, N und T sind die verbindenden Elemente. Da Franz ein sehr christlicher Name ist, passt er zum biblischen Jonathan, obwohl Jonathan hebräisch und Franz eher latinisiert germanisch ist (letztendlich abgeleitet vom Stammesnamen der Franken, via italienische Francesco, “Franzose”). Otto ergänzt Franz auf schöne Art und Weise. Jonathan Otto ginge stilistisch und kulturell nicht–Franz ist da als Brücke notwendig.

    Emma Csilla ist hübsch für eine kleine Ungarin, wobei man aber sagen muss, dass in Ungarn nur ein Vorname üblich ist. Das Namenssystem dort ist ja sehr eigen–habe mich mal damit befasst. Würde dort tatsächlich nur einen Vornamen vergeben.

  10. Wow,eine interessante Mischung!Ich frage mich häufiger was das Durchschnittsalter der Eltern ist.Wenn man danach gehen würde,wäre meine heutige Schätzung nicht über 25.

    Cattleya -Laut Klatschpresse hat letzte Woche? eine deutsche-rtl-tochter ein Kind mit Namen Cattaleya bekommen-Zufall?
    Helin -Helium?m/f?
    Kijan Killian auf ndl.
    Maddox Kylian-Maddox no-go,Kilian noch einer?
    Noah Miran -zu weich
    Linea-Marie -Lineal,Möbel …seit wann existiert der Tremd zu Objektaffilationen?
    Elijah Atreyu -Buchliebhaber ok
    Elias Ivano -auch ok Leonard Zak – ja,Zak ne
    Malea Eleni -lalelu,alle Buchstaben die einen Namen weich und klanglos machen
    Hanifa – arabisch?persisch?
    Jonathan Franz Otto -modern zeitlos klassisch plus Grosseltern 🙂
    Iva -interessant!Ich fände Ivy/Ivey schöner.Aber Iva ist auch gut!
    Linus Matthias- Linus auf Englisch ausgesprochen ist schöner.Aber auf deutsch eher meh.
    Margarethe Phönix -Alt trifft auf Arizona oder Fabeln
    Sky Harry Helmut -wenn man das schnell spricht klingt das lustig-Ansonsten tja…
    Saly – aribabisch,persisch,türkisch?
    Jamie Clyde -Bonnie und Clyde mit modern amerikanischen Touch?
    Dragos-Ionel –
    nein,einfach nein
    Elias Iuliano -Geht,Juliano mit I ist mal was neues auch ok! Dawina -Davina von Rtl laesst gruessen
    Eyyub-Falk
    Bindestriche generell no-go. Das ist aber irgendwie auch was ziemlich Deutsches,Eyyub neee.
    Helga Margarethe- alt+alt
    Alice-Jade Bindestrich…ansonsten ganz nett
    Ari -finde ich geht nicht in Deutschland.Arier?
    Yekta – ja an Hekter hab ich auch gedacht
    Mares -so heisst ein Tauchausstatter
    Aegisa Ilma – irgendwie denke ich hier an das Ägäische Meer
    Thees Fritz -niederlaendisch?
    Emma Csilla- mit den passenden Wurzeln dt-ung. vollkommen ok

  11. Da sind ja diesmal einige Namen dabei, die mehr oder weniger unpassend sind…
    Helin wie Helium, Elijah wie dieser Zwergenhobbittyp, Phönix der Vogel…und zu Sky sage ich mal lieber gar nichts. Wer glaubt allen Ernstes, dies wäre ein ernst zu nehmender Name?
    Und wer schon mal bei Rock am Ring war (und das sind einige…), würde seine Tochter niemals Helga nennen. Klingt zudem auch eher nach dicklicher Haushälterin.

    Bei vielen Namen wussten die Eltern scheinbar nicht, wie man diese richtig schreibt. Und selbst wenn es diese Schreibweisen doch geben sollte: Den armen Kindern tut man damit sicher keinen Gefallen.

    Jonathan ist toll! Klassisch, wohlklingend und stilvoll. Lässt sich auch gut abkürzen, falls erwünscht…
    Matthias ist auch recht schön.
    Margarethe ist mal was anderes und auch gar nicht so schlecht, sofern man das arme Kind nicht abkürzt und zur Fischgräte degradiert.

    • Ich verstehe einfach nicht, wie man Jonathan als „klassisch“ betrachten kann. Meines Erachtens ist das ein angelsächsisch-sektenprotestantischer und/oder alttestamentarischer Name, der im Abendland nicht das mindeste zu suchen hat. Paßt an die amerikanische Ostküste oder irgendwo nach Bingo-Bongo-Land, aber nicht nach Deutschland.

      Das ganze Elend mit diesen David-Sarah-Jonas-Namen ging schon in den 80ern los (von den „Dehvids“ meiner Generation brauchen wir hier nicht zu reden) – und es nimmt kein Ende. Demnächst noch Mosche und Schlomo, oder watt?

    • Mit Helga habe ich auch ein Problem, gab es früher häufig, aber mit den Helgas und mir klappte es nicht gut… und dann habe ich von einer älteren Helga gehört, sie hasste ihren Namen, es sei der Lieblingsnamen von Hitler gewesen. Ob es stimmt, weiß ich nicht, diese Helga nannte sich Hella und das passte zu ihr.

    • Jan

      Ich weiß, dass du biblische Namen, vor allem aus dem AT, nicht magst. Es stimmt, sie haben in Deutschland wenig Tradition. Aber einige Namen hat es auch früher schon gegeben. Ich habe eine alte Chronik (1800 – 1940) von meinem Heimatort, mit vielen Namen aus dieser Zeit. Es gab neben Josef, Johannes, Jakob, Maria, Anna und Eva vereinzelt auch den Namen Daniel, in katholischen Familien. Oder auch Simon gab es ab und zu. Und auch diese Namen wurden an die nächste Generation weitergegeben.

      Jonathan, David und Sarah gab es früher aber nicht, da stimme ich dir zu. In meinem Jahrgang (70er) gab es aber schon eine Sarah und eine Judith aus gut-katholischen Familien.
      Was spricht gegen Namen aus dem AT in christlichen Familien? Die wichtigsten Figuren aus dem AT stehen auch im Heiligenkalender.

      Jonathan ist klanglich nah an Johannes und ebenfalls hebräische. Deshalb wird er als klassisch empfunden bzw. ist auf dem Weg ein Klassiker zu werden.

      Was ich aber auch nicht mag, wenn sehr seltene, unbekannte Namen “ausgegraben” werden und dann als biblische Klassiker bezeichnet werden.

    • Mareike, Andrea und der Rest der Rasselbande,

      das ganze hat natürlich immer eine ganze Reihe von Aspekten. 🙂

      Regionale und konfessionelle Gebräuche spielen sicher eine große Rolle. Mareike (die Kommentatorin, nicht der Name) stammt aus einer katholischen Gegend, ich aus einer säkularisiert-evangelischen. Man hört da vielleicht Namen anders.

      Natürlich stammen Adam und Eva aus dem AT, sind aber eben nicht so sehr mit dem Judentum verbunden wie etwa Ruth, Sarah, Deborah, Jonathan, Ruben, Moses oder Abraham.

      David steht sozusagen ein bißchen dazwischen, weil er im Abendland seit Jahrhunderten verwurzelt ist: Man denke an Caspar David Friedrich. In meiner Generation (1967) war David freilich einfach ein „protokevinistischer“ Reimport aus dem Englischen – „Dehvid“, der Bruder von „Pätrick“ und „Fränzis“. Und ähnlich empfinde ich Jonathan noch heute. Meines Erachtens ist das noch kein moderner Klassiker…

      Heutzutage kommt noch hinzu, daß Adam (wie Noah und Moses und andere) auch im Islam als Propheten gelten, die Namen aber nicht sofort als islamisch identifizierbar sind. Gerade Adam ist daher auch bei klugen islamischen Eltern in Deutschland beliebt, die wissen, daß ein sofort als muslimisch erkennbarer Name in Deutschland Nachteile mit sich bringt. Zumal der Name in „arabo-islamischer Aussprache“ ungefähr gleich klingt wie im Deutschen. Sie wollen verständlicherweise ihrer Religion verbunden bleiben, wollen aber ebenso verständlicherweise nicht, daß ihre Kinder dadurch Nachteile haben.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Propheten_des_Islam

      Es funkt jedenfalls nicht, einfach das AT aufzuklappen, sich dort irgendeinen Namen mit vielen a’s und o’s zu schnappen und ihn für klassisch zu erklären.

    • Ein Blick in den Bach-Stammbaum ergeben folgende alttestamentarische Namen:
      Johann Samuel Bach (1694–1720)
      Johann Jacob Bach (1682–1722)
      Jacob Bach (1655–1718) – der sogenannte „Ruhlaer Bach“
      Samuel Anton Bach (1713–1781)
      Nicolaus Ephraim Bach (1690–1760) – der sogenannte „Gandersheimer Bach“
      So ungebräuchlich war das AT nicht…

  12. Heute kurz und knapp:

    Meine Top-3 der Mädchennamen:
    Margarethe Phönix, Iva, Alice-Jade.

    Top-3 der Jungennamen:
    Noah Miran, Linus Matthias, Elias Iuliano.

  13. Da sich mehrere über Phönix als Mädchennamen wundern: Ich könnte mir vorstellen, dass dahinter der Einfluss des einigermaßen aktuellen Videospiels Assassin’s Creed: Odyssey steckt, in welchem sich eine weibliche Figur den Decknamen Phönix gibt, und die Eltern das einfach ohne große Hintergrundkenntnis schick fanden. Im englischsprachigen Raum ist Phoenix unisex, wird aber für mein Empfinden deutlich häufiger an Jungen vergeben. Dass das Fabelwesen auf deutsch (und m.W. auch auf altgriechisch) eben der Phönix heißt, ist der Weiblichkeit natürlich auch nicht gerade zuträglich…

  14. Frage ist: Was ist klassisch? Biblische Namen, Heiligenname haben immerhin eine gewisse Tradtion. Mein Urgroßvater aus Lübeck hieß Daniel David, er starb 1945. Ob der Name damals ungewöhnlich war, weiß ich nicht. Sarah gab es lange nicht Deutschland, meine Tochter heißt mit 2.Namen Sarah, sie wurde allen Ernstes schon gefragt, ob sie Jüdin sei? Ein Grund dafür liegt vermutlich im 3.Reich, als alle Jüdinnen den Namen Sarah als Zusatznamen tragen mussten.

  15. Naja, mein Mann hat Verwandte in Israel, die fanden es schön, dass hier ein Mädchen Sarah heißt. Kommt halt immer drauf an, in welchem Zusammenhang ein Name vergeben wird.

    • Den Namen Sara(h) gab es auch früher schon in Deutschland. Mir sind bei meiner Familienforschung auch schon ein paar Saras in protestantischen Familien begegnet. Der Name war halt deutlich seltener als Anna, Margaretha, Catharina usw., aber es gab ihn.

  16. Zu den alttestamentarischen Namen: meine Schweizer calvinistischen Vorfahren hießen alle Daniel, David, Abraham, usw. Bei den Frauennamen gab es da allerdings weniger alttestamentarischen Bezug.

    • Also ich mag die biblischen Namen, häufig haben sie eine schöne Bedeutung.Wir geben unseren Kindern etwas mit. Unsere Tochter heißt mit ersten Namen Anna und wird auch so genannt, Sarah bedeutet soviel ich weiß, die Fürstin, Herrin, ein Namen für ein selbstbewusste Frau. Das wussten die Nazis offensichtlich nicht.
      Ein Onkel meines Mannes ist mit seiner jüdischen Frau erst in die Schweiz gegangen, dann nach Palästina, dort leben noch Kinder und Enkel. Sie kamen jedes Jahr nach Europa, auch zu uns und der Zweitnamen Sarah wurde positiv aufgenommen.

    • Deine Tochter hat einen sehr schönen Namen. Sarah aus dem AT und Anna, die Mutter von Maria. Beide Namen zusammen verbinden das Judentum mit dem Christentum. Es freut mich, dass deine jüdischen Verwandten den Namen deiner Tochter positiv sehen.

      Für mich gehören die bekannten biblischen Namen aus dem AT und NT zu den Klassikern (Daniel, David, Raphael, Michael, Tobias, Thomas, Matthias, Johannes, Simon, Miriam, Sarah, Rebecca, Judith, Hannah, Maria …) Bestimmt habe ich noch welche vergessen.

  17. Zu der interessanten Frage von Regionalnamen:

    Es ist ganz offensichtlich geschichtliche Realität, dass in den meisten Regionen Deutschlands verschiedene Regionalformen von Namen existiert haben. Oft entsprachen die offiziellen Vornamen, die im Taufregister standen, nicht der Rufform, die im Alltag verwendet wurde. In manchen Regionen, darunter besonders auch Friesland, wurden aber die regionalen Rufformen mit der Zeit zu offiziellen Namensformen.

    Da wir heutzutage in einer Schriftkultur leben, in der das, was offiziell da steht, auch in vielen Kontexten als Rufname verwendet wird, ergibt es Sinn, dass sich traditionelle Rufformen immer mehr als offizielle Namensformen durchsetzen. Was dabei schade ist, ist dass viele Regionalformen zu nationalen Modeerscheinungen werden, und losgelöst von ihrem regionalen Kontext in ganz Deutschland vergeben werden, weil sie in vielen Regionen als frisch und unverbraucht betrachtet werden. Diese Wurzellosigkeit stört mich.

    Was mich aber nicht stört, was ich ganz im Gegenteil toll finde, ist wenn in verschiedenen Regionen die dort angestammten Regionalformen gepflegt werden, entweder als offizielle Namen, um sie fester zu verankern, oder weiterhin als Rufformen.

    Es gibt keinen Grund anzuzweifeln, dass Thees tatsächlich eine friesische Rufform ist, die sich dann im Lauf der Zeit auch als offiziell eingetragene Namensform durchgesetzt hat. Pseudo ist das ganze höchstens dann, wenn z.B. jemand ganz ohne friesische Wurzeln “einen auf Friesen macht.” Aber selbst da sehe ich es so: wenn man in einer Region zugezogen ist, aber sich gerne der Regionalidentität anschließt, wenn die Kinder dort aufwachsen, dann warum nicht Namen aus dieser Region an die Kinder vergeben? Was ich innerlich ablehne, sind rein schwäbische Heikes und Fietes, usw. Das ist meiner Meinung nach dann wirklich zu wurzellos. Aber ein friesischer Manno oder Thees–warum denn nicht?

    In Württemberg ist der große Traditionsname übrigens Christoph. Nicht zufällig hieß Schiller mit vollem Namen Johann Christoph Friedrich Schiller, und seine Schwester Christophine; nicht zufällig heißen berühmte schwäbische Figuren oft Christoph, wie Christoph Martin Wieland und Johann Christoph Blumhardt. Denn Christoph war der traditionelle Name der Herzöge von Württemberg, die als Namensvorbild dienten. Auch meine schwäbischen Vorfahren hießen haufenweise Christoph und Johann Christoph. Ansonsten fällt es nicht leicht zu sagen, was typisch schwäbische Namen wären.

    Aber in Friesland und Bayern, in Mecklenburg und im Rheinland, da fällt das noch etwas leichter.

    • Ich bin aus Bayern, wie viele hier ja wissen, ich habe tatsächlich einen Eberhard in der Verwandtschaft (älteres Semester). Und Christoph ist hier in Bayern ein “all-time-favourite”, nie mega-häufig gewesen, aber immer vorhanden, ich kenne Christophs in allen Altersklassen und hatte auch welche in den Vorfahren.
      Viele Nicht-Bayern meinen ja, hierzulande heißt man traditionell nur Hans, Josef/Sepp, Ludwig, Max(imilian), Korbinian – da sollte man sich nicht täuschen, es gibt viele alte traditionelle Namen, die dem Heiligenkalender entnommen wurden. In früheren (kinderreichen) Zeiten wurden Kinder manchmal durchaus nach dem Heiligen benannt, der am Tag der Geburt gerade seinen Gedenktag hatte. So sind auch ganz “abgefahrene” Namen genutzt worden, z.B. Kastulus, Balthasar, Basilius, Rabanus, Silvester, Quirin, Pankraz (Pankratius), Vitus, Jakob (erst seit einigen Jahren wieder in), Ignaz, Dionys, Eustachius; manche dieser Heiligen gehören zu den 14 Nothelfern (siehe z.B.Wikipedia) und – ihr mögt es glauben oder nicht – ich kenne/kannte (teilweise in der Kindheit) bis auf 2 von jedem Namen ein lebendes Exemplar.

    • Auch ich hätte Eberhard als DEN schwäbischen Namen benannt, in meiner Zeit dort ist er mir allerdings nur bei älteren begegnet.
      Da gab es schon häufiger Christoph, natürlich eher “Krischtoff”; erst später wurde mir klar, wie der Name “Stoffel” entstanden sein muss. Dabei habe ich Stoffel nur weiter nördlich gehört, und da wurde er mit “begriffsstutzig”, also “stoffelig”, gleichgesetzt.
      Dass man sich einer Region, in der man als “Neigschmeckter” sesshaft werden möchte, mit Namen anpasst, finde ich legitim, allerdings würde ich eine Kurzform für den persönlichen Gebrauch wählen, nicht fürs Standesamt.
      Solange getauft wird/wurde, brauchte man zumindest im Katholischen den Nachweis einer/s Heiligen, in der Regel wurde auch der Name der Paten mitgegeben, also haben sich biblische Namen lange gehalten und waren immer geläufig, aber nicht unbedingt häufig. Meine Vorfahren finden sich in Kirchenbüchern auch als Antonius (und dessen Tochter Antonia), der Anton hiess, Josephus (obwohl ihn alle als Josef kannten) oder Aloysius (ich habe erst bei seiner Beerdigung erfahren, dass er so hiess). “Ortsvorbilder” wie Vitus, Gereon, Kilian und Ewald kenne ich auch. Weibliche Ortsnamen nicht wirklich, weil eigentlich alle Kirchen mit weiblichem Patronat (eher Matronat) Maria geweiht waren. Maximal noch Anna oder Maria Magdalena.

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