Babynamen der Woche 42/2018

Neo Ocean * Elida * Noam * Ricarda * Ferdinand Vitus * Elisa Marina * Samuel Johannes * Richard * Aurella Ines * Nikita Luisa * Lore Jonna Elisabeth * Paulinus Marcel * Arnold Frido * Tracey Tyra Hope * Ben-Matteo * Denise * Sophie Carlotta * Anina Hanna Magdalena * Samu Enrik * Junes Ole * Kenan Bjarne * Rolf Johann Georg * Jada-Rose Jilliana * Leni-Lee-Angel * Leyla-Sunny Rose * Julio Leander * Eduard Flynn * Zoey-Chiara * Ginevra * Luzius

Super Babynamen

70 Gedanken zu “Babynamen der Woche 42/2018”

  1. Ich nehme
    Samuel Johannes * passt phonetisch wie von der Herkunft zusammen, schöne, einfache, klassische, nicht zu häufige Namen
    Richard * hach, der ist einfach super. Rundum.
    Lore Jonna Elisabeth * eine wirklich gute Wahl – Lore ist so selten, aber bekannt durch Hannelore und Loredana, alleine aber viel ausdrucksstärker. Eine nordische Jonna passt dazu, genau wie die längere Elisabeth. Die passt aber immer.

    Ich spare für andere Kombinationen
    Elisa * bzw. Elise* Elisa ist für mich ein Männername, Elise hingegen ungeläufiger und interessanter
    Frido * interessant, mal was anderes als der “klassische” Friedrich und der “freche” Frederik
    Carlotta * geht immer.
    Bjarne * schön nordisch, etwas weich.

    Ich schmunzel
    Paulinus Marcel * Namen it einem künstlich wirkenden -us wirken einfach gewollt und nicht gekonnt. Insbesondere mit dem Marcel hinten dran. Paulus wäre wohl noch machbarer
    Rolf Johann Georg * Rolf. Warum Rolf? Ich lese rofl und denke “oh, nein.” Aber er wird bestimmt in den nächsten 20 Jahren beliebter. Kurz, einfach und enthält ein L. Das mögen alle doch so.
    Leni-Lee-Angel * drei Bindestriche.

    Ich schenke
    Samu Enrik * ein -el und ein. H-

    Ich gratuliere
    Junes Ole * zu der gelungenen kultursensiblen Kombination

  2. Wahlpflicht: bei Jungs einwandfrei Richard, bei den Mädels vermutlich Ricarda. Letzteres ist allerdings ziemlich einseitig mit Ricarda Huch verbunden…

    An Burnern herrscht wieder einmal keine Mangel; am krassesten sind vielleicht Leni-Lee-Angel und Neo Ocean. Aber der Wettbewerb ist hier sehr hart.

    Paulinus Marcel ist wirklich ein aufgedunsener Mittelschichti-Name. Paulchen!

    Sophie Carlotta – fast witzblattmäßig bionadig. Übrigens ist Carlotta, glaube ich, auch keineswegs „klassisch“ in dem Sinne, indem es etwa Charlotte ist. Carlotta dürfte vor so ca. zwanzig Jahren aus dem Englischen übernommen worden sein.

    Bei Ferdinand Vitus bin ich mir nicht sicher: Kann sein, daß das in süddeutschen und/oder katholischen Gegenden angängig ist – in evangelischen und/oder norddeutschen Gegenden ist es das m.E. nicht.

    Die Nikita-Frage hatten wir ja nun gerade…

    Julio Leander. Ich kann den Namen Leander einfach nicht ausstehen. Na, und für Julio gibt es mindestens drei Aussprache-Möglichkeiten: deutsch, italienisch und Spanisch. Welches Schweinderl hätten’s denn gern?

    @ Marthe

    Inwiefern soll denn Elisa ein Männername sein?! (Für Leute, die in den 80er Jahren jung gewesen sind, wird das allerdings immer mit dem Hit „Per Elisa“ der Italienerin Alice verbunden sein… Tolles Lied – es geht da um eine Frau –, wunderschöne Sängerin.)

  3. Neo Ocean: „neues Weltmeer” in einer selbst erfundenen romanischen Sprache

    Elida: erinnert an „Elite”, davon abgesehen gefällt mir der Name jedoch

    Noam: mir bekannt durch den Linguisten Noam Chomsky, klingt wie eine Fusion aus den Weichspüli-Modenamen Noah und Liam und passt daher in die heutige Namenslandschaft. Passend dazu ist Noam wohl hebräisch für „Milde”.

    Elisa Marina: Elise Marina hätte mir besser gefallen

    Aurella Ines: Aurella wirkt nicht annähernd so edel wie Aurelia, aber dafür kecker. Ein interessanter Name.

    Nikita Luisa: Nikita finde als Mädchennamen schrecklich. Nimmt man die lateinische Form der griechischen Bedeutung, kommen wir auf Victoria. Da wären wir wieder bei der hier kürzlich diskutierten Viktoria Luise.

    Lore Jonna Elisabeth: Jonna ist vermutlich eine norddeutsche Form von Johanna, also liegt hier sozusagen eine umgedrehte Hannelore vor. Elisabeth könnte eine Nachbenennung sein.

    Paulinus Marcel: Da lat. „paulus” schon „gering” bedeutet, hätte ich nicht noch die Diminutivform davon gewählt. Marcel könnte der Vater sein, oder der französische Uropa.

    Ben-Matteo: zwei Modenamen, die mir durch den Bindestrich noch weniger gefallen

    Sophie Carlotta: Sophie mal als Erstname, funktioniert hier gut, beides sehr schöne Namen, heute mein Favorit bei den Mädchennamen

    Anina Hanna Magdalena: Anina geht auf Anna zurück, was wiederum von Hanna kommt. Im Grunde haben wir hier eine Anna Anna Magdalena

    Samu Enrik: Samuel Hendrik oder Samuel Heinrich war wohl zu kompliziert. Man will das arme Kind ja nicht verwirren, wenn es lernt, seinen Namen zu schreiben. Nein, vermutlich fanden die Eltern ihre Variante einfach wohlklingender. Enrik mutet an wie ein regermanisierter Enrico.

    Junes Ole: Ist Junes eine Variante von Younis? Auf den Monat Juni soll wohl kaum angespielt werden Vielleicht haben die Eltern den Namen irgendwo gelesen und fanden ihn einfach schön.

    Kenan Bjarne: Kenan kann hebräisch oder türkisch sein. Mit dem skandinavischen Zweitnamen könnte dies Junes Oles Bruder sein.

    Jada-Rose Jilliana: Klingt nach einem glitzernden, rosa Prinzesschen. Und mir fällt noch ein anderes Wort mit „Pr” ein, das sich auf den Eltern bezieht.

    Leni-Lee-Angel: ich sage lieber nichts

    Leyla-Sunny Rose: kaum besser als die beiden Vorgängerinnen

    Julio Leander: Sprechen die Eltern den Namen deutsch aus, ist er mir zu lautmalerisch, um es freundlich auszudrücken. Auch bei spanischer Aussprache von Julio stört die Folge „Liolea”.

    Eduard Flynn: Die Namen passen stilistisch nicht zusammen. Flynn erinnert mich an den Flynn-Effekt.

    Tracey Tyra Hope, Zoey-Chiara: siehe Leyla-Sunny Rose

    Ginevra: Ich hätte Genoveva vorgezogen. Aber vielleicht sind die Eltern Harry-Potter-Fans, die Ginny Weasley mögen.

    Luzius: heute mein Favorit unter den Jungennamen, allerdings hätte ich ihm einen Zweitnamen gegönnt

  4. Nachtrag zu dem schönen Namen Richard – ich kann diesen Nachtrag leider nicht als Antwort an meinen ersten Beitrag hängen, insofern der noch (?) nicht freigeschaltet ist. :o)

    Also: Richard hört man öfter mal als Vornamen von deutsch-englischen Mischgezüchten. Von diesen gibt es in Norddeutschland wiederum nicht ganz wenige, insofern NDS, NRW, HH und SH (nicht aber HB) halt englische Besatzungszone gewesen sind. Und gerade in Niedersachsen war viel englisches Militär stationiert…

    Die Schreibung von Richard ist im Deutschen und im Englischen gleich, und der Name klingt in beiden Sprachen äußerst zivilisiert. Es ist dann schon klar, daß der Vater Offizier war – und kein Boy Soldier aus Liverpool, irgendein Fußsoldat oder sowas.

    • Nachtrag zum Nachtrag: Einen m.E. wunderschöne Kombi für den Sprößling aus einer westlich-islamischen Multikulti-Ehe mit deutschem Lebensmittelpunkt wäre:

      Richard Saladin. Richard wie der tapfere anglonormannische König Richard Cœur de Lion (Richard Löwenherz), Saladin wie der große Sultan Saladin (arab. Salah ad-Din). Oder Friedrich Saladin, der erste Name dann eben nach dem HRR-Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

      Jeweils Feinde, aber allesamt echte Ritter! Kaiser Wilhelm II. hat Jahrhunderte später sehr richtig gesagt, Sultan Saladin habe viele seiner Feinde erst das Rittertum lehren müssen.

  5. Ich nehme heute:

    Richard
    Elisa Marina

    Diese Namen gefallen mir auch noch:
    Ricarda
    Sophie Carlotta – hier wäre Sophie Charlotte wirklich die bessere Wahl gewesen.
    ____

    Rolf Johann Georg – Ja, kann man machen. Ich würde Rolf wohl noch nicht vergeben. Aber wenn Anton und Otto wieder gehen, dann geht auch Rolf.

    Einzel gefällt mir noch:
    Johannes
    Luisa
    Hanna
    Magdalena

    • Diese Woche liegen wir sehr ähnlich.

      Elisa Marina ist aus meiner Sicht auch die beste Mädchenkombi der Woche, allerdings schon arg langsam. Elisa Maria oder Elisa Martina hätten mehr Schwung gehabt.

      Zu Rolf Johann Georg – für eine Dreierkombi finde ich sie auch gut zusammengestellt, wobei ich die Reihenfolge Johann Rolf Georg genommen hätte, damit zwischen den Os jeweils ein anderer Vokal ist. Einzeln mag ich den Namen Rolf nicht, da gefällt mir Wolf viel besser. Johann Wolf Georg – der hat was.

      Einzeln gefallen mir noch Elisabeth und Vitus.

    • “Wenn Anton und Otto wieder gehen, dann geht auch Rolf.”
      Das sehe ich auch so.

      Bei Johann Wolf Georg lese ich allerdings sofort Johann WolfGang. Eine solche Kombination würde ich genausowenig vergeben wie Wolfgang Amadeus. Ganz abgesehen davon, dass sich zu Wolf ungute Assoziationen bei mir einstellen.
      Also doch lieber Rolf Johann Georg, und wenn Rolf Rufname ist, steht er an erster Stelle ganz gut.

  6. Wahlpflicht-Spiel :
    Samuel Johannes und
    Sophie Carlotta

    Zu Neo: Ich habe kürzlich einen kleinen Neo kennengelernt. Seine Oma erzählte, mir, dass der Name “Geschenk Gottes” in einer afrikanischen Sprache bedeutet. Die Familie hat keinen afrikanischen Hintergrund, die Eltern hatten wohl einen Namen mit dieser Bedeutung gesucht und Theodor hatte ihnen nicht gefallen. Viele Grüße

  7. Eine Mischung so bunt wie der Herbst.

    Elida – da klang was an aber ich wusste nicht gleich was…Pegida! 🙂 Wäre doch auch mal ein schöner Vorname.

    Neo – Oreokekse. Nicht so lecker wie ich immer dachte. Als Name, nee, oh. Ocean gefällt mir, sofern es zum Nachnamen passt. Gibts bei uns auch im Kindergarten (w), unsere Kinder verstanden / sagten anfangs “Uschn”, gesprochen wie Uschi. Bis wir den rätselhaften Namen mal geschrieben sahen.

    Rolf wird niemals nicht modern sein und schön sowieso nicht. Ohne dass ich einen kenne, kann ich nicht anders als mir einen ungepflegten Kettenraucher 60+ darunter vorzustellen. Gott sei Dank kann Rolf noch auf zwei andere schöne Namen zurückgreifen wenn er dann mal alt genug ist sich zu wehren.

    Arnold finde ich nur minimal besser als Rolf. Immerhin könnte im Lauf der Zeit ein ganz süßer Arnie draus werden. Für die, die zu jung sind um dabei an Gouverneur Arnold S. zu denken. Arnold Frido finde ich eine zu herbe Kombi. Dann wenigstens Fridolin.

    Noam – sehr beliebter männlicher Vorname in Israel. Kreuzung aus Noah und Liam trifft es aber auch gut.

    Aurella – Disney Prinzessin.

    Ferdiand Vitus – ein langweiliges Leben ist ihm vorherbestimmt. Wenn er die akademischen Erwartungen seiner Eltern nicht erfüllen kann wird er wohl als Beamter hinterm Schreibtisch (ver) enden.

    Lore – nette zierliche Omi mit weißer Dauerwelle. Gebürtige Hannelore. Jonna gefällt mir. Ich steh auf J und O.

    Samuel kenne ich einige, langweilig und brav. Samu machts wirklich nicht besser.

    Junes – wenn schon dann Younes, aber bestimmt nicht zu Ole. Kenne einen Jonas der von arabischen bekannten immer Junes genannt wird.

    Eduard – gefällt mir. Sowohl für einen kleinen als auch einen erwachsenen Lausbub. Flynn passt m.E. zumindest von der Sprachmelodie gut dazu, und allemal besser als der inflationäre Finn.

    Ginevra – an sich schön. Kommt auf das Elternhaus an ob es in echt klassisch oder lächerlich wirkt.

    Luzius – Luzifer. No no no go. Es sei denn von den Gothic-Eltern gewollt. Ansonsten hätte Luzian schon ganz anders geklungen, wenns schon unbedingt ein Lutz sein muss.

  8. Ach ja, meine persönlichen Namen der Woche von neuen Babies im Umfeld:

    Janno – hatte ich noch nie gehört. Denke zuerst an Hanno, unschön. Das J machts moderner, ich nehme an man kann sich dran gewöhnen.

    Nava (w.)- auch das hatte ich noch nie gehört. Finde ich prinzipiell besser als die 27. Amelie / Emily. Soll hebräisch sein, hm naja. Ich werde frisch gebackenen stolzen Eltern nicht ihre Illusionen nehmen. Klingt halt selbst gebastelt. Und auch ein wenig, hm, unkernig?

    Und Benja (m). Unentschlossen. Sowohl die Eltern als auch ich 😉
    Pfarrers Zwillinge 2018: Samu & Benja.

  9. Über die verunglückten Bindestriche ist ja schon fast alles gesagt. Und für Kurzformen wie Leni, Lore und Elise/a habe ich nichts übrig, auch nicht für Rolf, aber Rudolf ist auch nicht besser.

    Frido als Rufname hingegen hat was, trotzdem hätte ich Friedrich o.ä. standesamtlich gewählt. Arnold klingt immerhin nach einem richtigen Vornamen.

    Solange die Mädchen Paulina heissen, ist auch gegen Paulinus nichts einzuwenden, allerdings hätte ich Marcellus dazu ausgewählt. Paul finde ich mittlerweile abgedroschen und ohnehin zu kurz.

    Luzius läge mir auch zu sehr an Luzifer, aber Lucius wäre mir zu amerikanisch.

    Elida – warum fällt mir dazu sofort Shampoo ein? Gab’s mal eins dieses Namens?

    Ferdinand Vitus – im auch nicht mehr so katholischen Sauerland immerhin ein Name mit Tradition und immer noch sehr geläufig, hat was.

    Ginevra gefällt mir, allerdings nicht ganz so gut wie Guinevere. Falschschreibungen dürften aber bei beiden vorprogrammiert sein.

    • Elida ist/war? tatsächlich ein Markenname und hängt mit der Kosmetikmarke “CD” zusammen. Laut Wikipedia ein Anagramm aus “Ideal” 🙂

    • Genau, Shampoo, irgendwo im Kleingedrickten auf der Flasche stand dann “Elida Gibbs”, eine Abteilung von Unilever.

      Elida Gibbs has toiletries and personal care brands such as Pond’s, Timotei, Impulse and All Clear.

      Quelle: By Marketing Week 17 Nov 1995 12:00 am

  10. Neo Ocean – Ach du grüne Neune, Neuer Ozean – ist das der Ernst der Eltern. Ich fasse es nicht. stinkt extrem nach “Life-Style-Öko”-Nachwuchs.

    Elida – Deutschlands einziges Missionsschiff

    Noam – klingt wie Maoam. Definitiv nicht zum Anbeißen!

    Ricarda – ich mag den Namen nicht, ich denke da automatisch an eine kettenrauchende Mittfünfzigerin mit Männerstimme.

    Ferdinand Vitus – mit Abstand der Beste der Woche. Zwei tadellose Namen

    Elisa Marina – Langweilig, aber harmlos

    Samuel Johannes – Der Name klingt mir zu samtig für einen Mann. Johannes ist einwandfrei.

    Richard – nach Ferdinand Vitus, der top Name der Woche

    Aurella Ines – noch nie gehört. Kannte nur Aurelia. Klingt wie eine Algenart.

    Nikita Luisa – beißt sich klanglich und Nikita ist mir zu russisch und löst bei mir die Assoziation “Gib mich NIe in die KITA” aus. Luisa passt.

    Lore Jonna Elisabeth – Lore ist viel zu lahm und klingt nach 85-jähriger Oma mit Stock, Jonna ist mir unbekannt und ich halte es nicht für einen großen Wurf und Elisabeth ist der einzige der Drei, den man anstandslos akzeptieren kann als Name.

    Paulinus Marcel – Ist das eine Erfindung oder gibt es diesen Namen. Erweckt jedenfalls den Eindruck als wären die Namen Paul & Linus hier zusammengeklebt worden und Marcel ist sowieso ein Klischee.

    Arnold Frido – Arnold ist kein alter Name, der unbedingt wiederentdeckt werden muss und Frido ist mal wieder eine astreine Abkürzung. Wieso nicht Fridolin.

    Tracey Tyra Hope – Klischeevorstellung par excellance – Auf was wohl “Hope” Hoffnung machen soll? Etwa darauf, dass das Geschwisterchen einen weniger klischeebehafteten Vornamen bekommt?

    Ben-Matteo – Gefühlt jedes zweite Kind heißt Ben und dazu der Italo-Export Matteo, der sich auch verbreitet, wie ein Grippevirus.

    Denise – das gibts auch noch. Hielt ich schon für Ausgestorben

    Sophie Carlotta – ist das die Tochter der Schauspielerin Annina Isabell Haghani? Besonders originell geht anders. Sophie ist definitiv zu häufig und Carlotta ist seltener als Charlotte, aber deswegen nicht schöner. Eindeutig auch mehr Krankheitserreger, als Name…

    Anina Hanna Magdalena – Man kann gegen die drei Namen nichts haben, aber meins sind sie alle nicht, wenigstens ist die Hanna ohne H am Ende.

    Samu Enrik – klingt nach Verstümmelung eines SamuEL Henrik
    Junes Ole – Ist Junes ernsthaft ein Name? Zu Ole geht er auf jeden Fall überhaupt nicht.

    Kenan Bjarne – selbe Kammer wie Junes Ole

    Rolf Johann Georg – Rolf ist nicht so meins, Johann finde ich durchaus wunderbar und Georg geht auch.

    Jada-Rose Jilliana – mir fehlen die Worte. Jilliana klingt nach Chillen, den Rest kann ich nicht kommentieren, ohne ausfallend zu werden. Gilt auch für die anderen gleichsam erschreckenden Würfe dieser Gattung.

    Leni-Lee-Angel – dieser Name ist an Bescheuertheit nicht zu überbieten. Dreifacher Bindestrich und dann drei so wahnsinnig dämliche Namen, obwohl Leni ja nur eine Abkürzung ist. Dieses Kind ist wahrlich nicht zu beneiden.

    Leyla-Sunny Rose – ein Y-Phänomen der Extraklasse – Leyla. die sonnige Rose, na bravo.

    Julio Leander – Ist Julian schon nicht meine Abteilung, aber Julio- Abgesehen davon muss man dem Kind wohl einen Zettel mit dem Namen in Lautschrift um den Hals hängen. Kurz um: zwei Klassiker der Weichteilabteilung. Klanglich ist es auch irgendwie grauenhaft.

    Eduard Flynn – der Erstname wird vom Zweiten zerstört. Eduard, der alte und lange ungenutzte Name, kombiniert mit diesem Flynn, kannte den bis zum Sohn von Orlando Bloom nur als Familienname.

    Zoey-Chiara – eine perfekte Symbiose von zwei Klischeevornamen.

    Ginevra – Oh, Harry Potter Fans

    Luzius – selten, gewagt, aber nicht schlecht. Mag ich!

    • Zustimmung zu den meisten (nicht allen) Deiner Wertungen – und wiederum herzliches Lachen angesichts der Formulierungen.

      Du kommst kulturell aus Süddeutschland, stimmt’s? Ansonsten wäre die der süddeutsche Touch von Ferdinand und Johannes aufgefallen… Gut, heute werden die Namen in ganz Deutschland von den Bionade-Öks vergeben. Aber sie haben in Norddeutschland eben keine Tradition. So ähnlich wie Maximilian.

      Neo Ocean klingt für mich eher prollig oder anglo-schwarzafrikanisch als öko.

      Samuel. Ich mag einfach keine alttestamentarischen Modenamen, weil sie so nach angelsächsischem Sektenprotestantismus klingen – und angesichts der deutsch-jüdischen Geschichte im 20. Jahrhundert auch heranschmeißerisch sind.

      Ricarda klingt für mich (neben der Dichterin) eher nach Teenie als nach „kettenrauchende[r] Mittfünfzigerin“. Zumal ich selbst 50 und sehr starker Raucher bin. 😀 Kennt jemand diese Familie Familie-Bundschuh-Bücher bzw. Filme von und mit Andrea Sawatzki? Da heißt die Mutter Gundula (A. Sawatzki) und die Teenie-Tochter Ricarda.

      Bei Ginevra mußte ich sofort an Gin und Genever denken. Demnächst heißen hier noch Zwillinge mal Beer & Schluck. (Plattdeutsch für Bier und Schnaps)

      War Denise nicht auch mal eine Joghurt-Marke, also wie letzte Woche Monte?

    • Ertappt, da hast du vollkommen richtig geraten bzw. du kennst dich da einfach zu gut aus, als das man dir da etwas vormachen könnte. 😀

      Was “Neo-Ocean” betrifft stimme ich dir gerne zu, ist für mich im Grunde auch ein Proll-Fabrikat, aber ich musste beim Lesen einfach daran denken, dass Alicia Silverstone vor Jahren ihr Kind “Bear” nannte und das wurde von den Schreiberlingen damit erklärt, dass sie Veganerin sei. Daher die Verbindung zu den Life-Style-Ökos…

      Ich mag Samuel auch nicht. Ich erlaube mir zu behaupten, dass viele gar nicht wissen, dass der Name jüdisch ist oder was er bedeutet etc., Hauptsache er klingt gut. Oberflächlichkeit ist ja das Schlagwort unserer Zeit.

      Ja, ich kenne die Bücher und Filme von und mit Andrea Swatzki. Irgendwie herrlich amüsant…Stimmt, die Tochter hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, sondern eher diese komische Ärztin aus einer Folge “Der Bulle von Tölz”. Dr. Ricarda Inninger hieß die Rolle damals und die konnte ich einfach nicht ausstehen. Trotz allem stelle ich mir unter Ricarda kein junges Mädchen vor, keine Ahnung wieso.

      Das wäre es nach Tiernamen, Drei-Buchstaben-Kombis und anderen Unfällen aus dem Künstlerkeller kommen als nächster Trend Getränkenamen. Ich fürchte da hast du eine Lawine losgetreten in der Unterabteilung “Kreativ und schief”, die uns bald überrollen wird. 😀 😀

    • Danke für die Blumen! 🙂

      Ich meinerseits muß nochmals und besonders Deine Wortkreation „Weichteilnamen“ loben. Das Wort ist wirklich saugut. 😀

      Was Samuel angeht, hast Du wohl recht – es dürfte eher um den Klang gehen als um die Herkunft. Allgemein ist das ja ein Zug der Zeit: Die Euphonie (oder was man dafür hält) wird immer wichtiger – der mir persönlich sehr wichtige traditionsbezogene, religiöse und historische Kontext wird hingegen immer unwichtiger. Und hebräische Namen bieten sich da wohl oft an, weil sie oft sehr vokalreich sind, zumal im Deutschen (wie auch im modernen Hebräischen) die typisch semitischen Kehllaute Qof und Ajin wegfallen, d.h. zu k und Aleph gemäßigt werden.*

      Und ich kenn mich nicht sooo gut mit Literatur aus, aber von Samuel bin ich sofort bei Schmul Meier aus Brechts „Mackie Messer“.

      Und auch ganz gängig: Namen werden für traditionell oder „klassisch“ gehalten, nicht weil sie es sind, sondern weil die reichen Öko-Nachbarn sie so empfinden.

      Jedenfalls sollten die Leute mal wieder beigebracht bekommen, daß weich nicht gleichbedeutend mit schön ist, schon mal gar nicht bei Jungsnamen. Jungen sollen Männer werden und keine Schwuchteln. Mädchennamen dürfen ruhig etwa possierlicher klingen, meine ich. („Männer werden“ bedeutet freilich auch etwas anderes, als ein lautstarkes, raubeiniges Reiß- und Stinktier sein. Aber das ist ein anderes Thema.)

      Noch zu Hanna vs. Hannah. Eine Exfreundin von mir hieß/heißt – ich sagte es wohl bereits – Hanna. Die ist seit ihrer Kindheit immer mal wieder mit leicht lauerndem Unterton gefragt worden: „Hanna mit -h am Ende oder ohne?!“ Damit sollte unterstellt werden, daß Hannah die jüdische Schreibweise sei. Na, auf hebräisch heißt es Chanah…

      Jäp, wenn man von einigen schwer erträglichen Kalauern absieht (Gundula spricht so absichtlich falsches Englisch, daß einem die Zahnplomben rausfliegen), sind diese Familie-Bundschuh-Filme wirklich gut und witzig.

      *) Im levantinischen Arabisch werden diese Konsonanten übrigens auch zu k bzw. Stimmansatz abgeschliffen – nur wenn man zeremoniell oder religiös klingen will, werden sie gelegentlich nach Art des Hocharabischen gesprochen.

    • Tracey Tyra Hope klingt nach einem afrikanischen Kind. dann passt der Name.
      Hulmphrp war auch afrikanisch und manchmal haben sie auch so Namen wie Godswill.

  11. Meine Rangliste, heute:

    1. Ferdinand Vitus
    2. Richard
    3. Rolf Johann Georg
    4. Samuel Johannes
    5. Arnold Frido
    6. Noam

    Weibliche Namen:

    1. Lore Jonna Elisabeth
    2. Ricarda
    3. Denise
    4. Elisa Marina

    Sonst bin ich den Namenskombis eher weniger gewogen.

    Zu einzelnen Namen:

    Denise–hier höre ich immer den alten 1950er Schlager, “Denise, Denise, oh with your eyes of blue, Denise, Denise, oh I’m in love with you.” Ziemlich dummer Text aber sehr träumerisch im Doo-Wop-Stil gesungen. Wegen dieses Liedes hat dieser Name für mich schon immer eine gewisse verklärt-träumerische Aura gehabt. Dazu kenne ich schon mein Leben lang einige sehr liebenswürdige Denises in den USA. Habe also wirklich eine Schwäche für den Namen. Auf Deutsch hört er sich nicht ganz so gut an wie auf Englisch, aber er hört sich auch im Deutschen noch ganz hübsch an. Würde selber in Deutschland einen deutschen Traditionsnamen vergeben, aber in den USA würde ich Denise sofort und sehr gerne vergeben. In Rumänien ist zur Zeit die Form Denisa etwas in Mode.

    Lore Jonna Elisabeth–

    Den Namen Lore finde ich schlicht, hübsch und angenehm. Dass der Name eher “alt” ist, ist für mich positiv, nicht negativ. Glaube übrigens nicht, dass das Kind deswegen Probleme bekommen wird. Jonna ist ein heutiger Modename; bevorzuge Johanna, aber schlecht finde ich die Form Jonna jetzt auch nicht. Klanglich finde ich es zu Lore ganz schön kombiniert–das O wird hier interessant variiert (ein gedehntes in Lore, ein flottes in Jonna). Dann noch das stattliche und sehr gefällige Elisabeth als Abrundung der Namenskombination–finde ich sehr gelungen. Elisabeth nimmt das L und E von Lore wieder auf.

    Rolf Johann Georg–

    Der Name Rolf gefällt mir zwar nicht ganz so gut wie die Langform Rudolf, trotzdem mag ich aber auch diesen Namen. Rolf ist weniger stattlich als Rudolf, dafür aber schön kurz, flott und volkstümlich. Der Name klingt durch das rollende R und harsche F sehr männlich; gleichzeitig ist der Name durch das dominante O auch irgendwie ein vokalbetonter Name. Finde Rolf echt gut, und die sehr traditionelle Kombi Johann Georg passt gut dazu.

  12. Zu Elida: Mir ist mal eine Elide begegnet, Italienerin, der Name wird auf der 1. Silbe betont, das E lsng und geschlossen gesprochen (also nicht wie eine fränkische Elite).

    Zu Denise: Den Namen hätte ich nicht gewählt, aber da es der 2. Vorname meiner Tochter ist, mag ich ihn inzwischen ganz gerne.

    Ricarda mag ich irgendwie. Ist kein Name, der bei uns in der Auswahl gewesen wäre, aber finde ich einen schönen seltenen Mädchennamen

    • Hallo Irmi,
      unsere Tochter ist ein Adoptivkind. Ihren zweiten Vornamen hat ihre leibliche Mutter ausgesucht, den Rufnamen wir.
      Viele Grüße

    • Das Pans (hannöversch für Kind) mag ja niedlich sein… Für uns Männer sehen ohnehin alle Säuglinge gleich und gleich häßlich aus. So hat es wohl Er da oben, der Einer ist, gewollt, um uns Sterblichen zu zeigen, daß sich die Frauen um die Kinder kümmern sollen und nicht die Männer. (So, wie Kindergeschrei ja auch in den Ohren von Männern kaum erträglich ist, während Frauen das aushalten.)

      Aber Kalle?! Uah!

      %-()

      Klingt wie Fiete, also wie ein Prollo-Kurzname der Weimarer Zeit, der jetzt von den Bionade-Hündchen ausgebuddelt und zu einem Vollnamen umgewidmet wird.

      Oder kommt das von Fallada oder von der schwedischen Kinder-Buch-Autorin Astrid Lindgren? Einerlei, es klingt schauderhaft.

      Warte nur noch auf einen Kuddel oder einen Atze.

  13. Wahlpflicht:
    Diese Woche eindeutig Richard und Ricarda.

    Sophie Carlotta hätte mir als Sophie Charlotte gefallen, Carlotta mag ich nicht.

  14. * Ricarda – Ich finde Ricarda recht zeitlos. Ricarda ist ja eher selten, war nie wirklich ein Modename. Ich finde Ricarda passt auch gut zu einem Kind. Wenn die ganzen Oma-Namen wieder gehen, dann ist so ein zeitloser Name wie Ricarda auch in Ordnung.

    * Elisa Marina – Sicherlich wäre Elisa Maria noch klassischer gewesen. Schon wegen der Verwandtschaft von Elisabeth und Maria im NT. (Maria Elisabeth und Marlies sind alte Klassiker.) Elisa hat durch das Lied “Per Elisa” auch einen italienischen Touch. Dazu passt dann auch Marina ganz gut. Die Bedeutung von Marina “zum Meer gehörend” gefällt mir auch. Elisa und Marina würde mir auch für Schwestern gefallen.

    * Lore Jonna Elisabeth – An Lore könnte ich mich gewöhnen. Lore passt zu anderen kurzen Retronamen wie Lotte. Jonna scheint häufiger zu werden. Vielleicht auch einfach nur, weil es mal wieder was anderes ist. Ich kenne eine kleine Jonna (1 Jahr alt). Also Lore Johanna hätte mir auch gefallen, aber mit der klassischen Elisabeth, als dritten Namen, klingt die Kombi insgesamt rund.

    * Denise – Ich finde Denise ganz hübsch. Kinder heißen allerdings nicht mehr so. Denise stammt eher aus den 80er Jahren, genauso wie Marcel. Ich würde Denise jedenfalls nicht sofort in die Schublade packen, da hinein gehören eher Leni-Lee-Angel und Leyla-Sunny Rose.

    * Sophie Carlotta – Carlotta ist für mich eindeutig italienisch und nicht englisch. Vielleicht hätte dann Sophia Carlotta besser gepasst. Oder eben Sophie Charlotte, das ist doch auch ein Prinzessinnen-Name, ich weiß nur nicht wer genau sie war. Man könnte eher Charlotte als englischen Namen bezeichnen, so heißt die kleine Tochter von Prinz William und Kate.
    Sophie als alleinigen Rufnamen mag ich, ist in dem Fall gar nicht so häufig.

    * Anina Hanna Magdalena – Anina wirkt auf mich wie Nina mit A davor. Als wolle man versuchen den einfachen Namen Nina durch das A besonders zu machen. Wenn der erste Name eine Form von Anna sein sollte, ist es mit Hanna tatsächlich etwas doppelt gemoppelt. Deshalb hätte mir hier Nina Hanna Magdalena besser gefallen.

    * Samu Enrik – Also dann mag ich lieber Samuel Johannes, dass sind zwei vollständige Namen, auch wenn ich selbst kein Fan von Samuel bin. Hier wäre Samuel Henrik oder Samuel Erik wirklich besser gewesen, abkürzen kann man immer noch.

    • @Lisa: Es gibt hier zwei Kommentarkulturen: Jan Wilhelms und alle anderen.

      Ich würde an Eurer Stelle mich nicht davor scheuen, hier nach Rat zu fragen. Die meisten Kommentatoren sind sehr seriös und haben echt interessante Einblicke und Ideen. Und Ihr macht Ihnen eine Freude, wenn Ihr sie Vorschläge machen lasst.

    • @Mark (der Kommentar reiht sich, hoffe ich an die richtige Stelle, ich habe sonst nur gelesen und hoffe daher, dass man so auf eine Antwort antwortet):

      Das ist schön. Wenn “alle anderen” oder zumindest die meisten anderen es auch so halten wie du, dann stellen wir unsere Frage vielleicht doch.

      @Knud Bielefeld: Danke für die Auskunft. Es verwundert von außen dennoch und wie ich den Kommentaren von TMJ und Irmi entnehmen kann auch andere Eltern.

      Was unter dem Kommentar von TMJ angemerkt wird über “schwul” als Jugendwort für cool, kann ich nicht bestätigen. Es bedeutet eigentlich das Gegenteil, nämlich, dass etwas sch… gefunden wird.

    • Lisa,

      ich riete „Euch“ (also Dir), „Eure“ (also Deine) Frage einfach mal zu stellen, anstatt öffentlich Bedingungskataloge aufzustellen, was so alles zu geschehen habe, damit Du sie „vielleicht doch“ stellst.

      Ich sag dann auch nichts dazu, versprochen.

      Übrigens ist das das uralte Lied hier (und anderswo): Frauen überlegen und treffen die Entscheidungen – und maskieren das mit einem „wir“. („Wir wollten was Internationales, gell Schatzi?“)

  15. Hallo Knud Bielefeld,

    so sehr ich den Blog schätze (schaue gerne sporadisch rein, danke für die tolle Arbeit), die Kommentare des quasi ununterbrochen aktiven Herrn “Jan Wilhelms” sind oftmals derart abstoßend, dass ich Sie höflich bitte, einzugreifen.
    Nicht nur, dass er z.B. den Namen “Noah” einfach als “schwul” bezeichnete. Hier zitiere ich exemplarisch einen weiteren selbstdarstellerischen Erguss :

    “Für uns Männer sehen ohnehin alle Säuglinge gleich und gleich häßlich aus. So hat es wohl Er da oben, der Einer ist, gewollt, um uns Sterblichen zu zeigen, daß sich die Frauen um die Kinder kümmern sollen und nicht die Männer…..”

    Hierzu kommen dauernde wirre Aussagen zu “Bionade”–

    Viele Grüße
    Thomas (Vater von drei Kindern, 12, 9 und 6 Jahre alt) für den Säuglinge nicht gleich aussehen und schon gar nicht häßlich…

    • Oh danke, endlich teilt mal jemand total meine Meinung, was die Kommentare
      von “Jan Wilhelms” (und ein oder 2 anderen Personen) betrifft. Ich finde die auch manchmal sowas von daneben und ab und zu auch diskriminierend. Wie Knut neulich geschrieben hat, die Namen wurden alle von Menschen vergeben und nicht jeder hat den gleichen Geschmack.
      Mir gefällt auch vieles nicht, aber wenn ich was kommentiere, bemühe ich mich, nicht beleidigend zu werden.

      Wie ich eben gerade gelesen habe, scheint Jan Wilhelms ziemlich oft einer
      sinnvolleren Beschäftigung nachzugehen (anstatt Harry-Potter-Bücher zu lesen), nun wird mir manches klar ;-))

    • Wie ich eben gerade gelesen habe, scheint Jan Wilhelms ziemlich oft einer sinnvolleren Beschäftigung nachzugehen

      Irmi (und TMC und Lisa und alle anderen Mitleser, potentiellen Beiträger, Fragesteller und realen Harry-Potter-Leser, die sich da gerade ungelenk auf mich einzuschießen versuchen),

      ich erhebe mein Glas auf Euer Wohl. Kein Gin, sondern nur billiger, trockener Rotwein aus dem Midi – das Zeug, das die französischen Soldaten im Ersten Weltkrieg bekommen haben. „Le pinard“ haben die Poilus dazu gesagt.

      Ist echt ärgerlich, wenn einer, den man nicht ausstehen kann, auch noch erkennbar mehr auf dem Kasten hat als man selbst, nä? (Deshalb kann man ihn ja nicht ausstehen.)

      Horrido und Glück ab

      Jan

  16. Was ich noch fragen wollte: Wie sprecht Ihr Ginevra? Wie geschrieben mit G, vornerum wie Gin (das Getränk) oder den “Dschinn” (Flaschengeist :-)) oder eher “Schienewra”? Gar nicht so einfach, oder?

    • Grundsätzlich würde ich Namen im Zweifelsfall immer entsprechend der deutschen Lautung aussprechen, hier also /giNEWra/. Ich muß aber zugeben, daß ich hier auch instinktiv /DschiNEWra/ gesagt hätte. Eben wegen des Getränks – und weil ich Saufen für eine sinnvollere Freizeitgestaltung halte als die Lektüre von Harry-Potter-Romanen.

      Man denke auch an Gina – wie etwa bei Gina Wild oder dem Intern-Namen* von Marianne Rosenberg. Da wie das G ja auch als /Dsch/ ausgesprochen.

      *) Zigeuner haben (meistens) einen Namen, der „nach außen“ verwendet wird und in den Papieren (so denn diese vorhanden) steht – und einen anderen Namen, der innerhalb der Familie verwendet wird. Es ist mir leider nicht gelungen, diese Intern-Namen meiner eigenen zigeunerischen Vorfahren zu ermitteln – das sind halt mündliche, informelle Geschichten, die kaum je Spuren in den Quellen hinterlassen.

    • Ginevra ist der italienische Name der Stadt Genf (und der Königin Guenièvre), das ist meine erste Assoziation, dementsprechend würde ich den Namen italienisch aussprechen.
      Als erstes denke ich an die Stadt, dann an die Königin und weiß nicht, was ich mir vorstellen soll. Für mich ein verwirrender Name.

    • Jäp, verwirrend. Das war mir neu, also daß Ginevra der italienische Name von Genf ist…

      Eine schöne Assoziation ist das meines Empfindens aber nicht. Genf, das ist Puritanismus, Calvinismus, der dann nach ganz Europa ausgestrahlt hat. Auch John Knox in Schottland trägt die „robe de Genève“, den schwarzen Genfer Predigermantel der Anhänger des Jean Cauvin/Johannes Calvin. Freudlosigkeit, Puritanismus, Frauenfeindlichkeit, Fanatismus – das klingt für mich bei Genf immer noch mit.

      Und wir leben in einem Zeitalter der neopuritanischen Empörungskultur. Keinen Wein, keine Kippen, keine Mätressen. Auch nicht mehr das Brüllen des fürchterlichen Stiers von Uri. Nur aufgesetztes Dauerlächeln und Selbstoptimierung, ein kleines Neuengland in Europa – so klingt „Genf“ für mich. Gegenüber der heutigen Stadt ist das sicher unfair, historisch aber ist es berechtigt. Living in the past.

      Nebenbei: Über die verschiedenen Wacholderschnäpse von Gin über Genever bis hin zu Steinhäger ließe sich einmal ein kulinarisch-kulturgeschichtlicher Essay schreiben. Ein alter Freund von mir, ein Westfale, schätzt den Wacholder einer westfälischen Privatbrennerei – ich konnte das Zeux aber noch nicht verkosten.

    • Ich würde Ginevra wie Gina aussprechen, ohne groß darüber nachzudenken. Muß allerdings darauf achten, dass ich nicht Ginerva (wie Minerva) sage.

      Ginevra Weasly wird fast immer Ginny genannt, deshalb ist mir der Name auch durch den Harry Potter Roman nicht geläufig. (Bin gerade wieder im Thema. Habe Harry Potter, Band I mit meiner Tochter gelesen.)

  17. Hallo Herr Bielefeld,

    wie wäre es, wenn Sie alles, was dieser Herr, der “erkennbar mehr auf dem Kasten hat” hier absondert, einfach löschten, so es nicht erkennbar etwas mit Namen zu tun hat? Alle rassistischen, homophoben und peinlichen Äußerungen wären dann weg. Wäre schön.
    Der Herr verkennt in seiner grotesken Art, dass andere so wie er schreiben könnten, es aber natürlich nicht tun. Aber historisches Halbwissen, gepaart mit deftigen Anekdoten, braucht hier niemand. Der 21.Oktober, 20:39 Uhr war wieder so ein dunkler Filmriss hier im Blog.
    Denn wir wissen: Wer anderer Leute gute Blogs zur eigenen Selbstdarstellung missbraucht und schändet, wird mit Bunyan-Lesen nicht unter 30 Tagen und drei Flaschen Biska-Zwangsbetankung in Erinnerung an den Londoner Vertrag 1915 bestraft.

    • Ich lösche jetzt schon ganz schön viel von „diesem Herrn“. Es ist nicht immer so einfach, die richtige Grenze zu finden zwischen dem, was ich erlaube und was nicht.

  18. Dankeschön !! Da ich hier vor vielen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich vielen Namensuchenden diese Seite empfohlen. Leider bekomme ich jetzt dauernd die Rückmeldung, dass die Statistiken prima seien, sich bei den Kommentaren aber einer dauerhafter Troll permanent verewigen würde.
    Ich denke, dass bringt die ganze hervorragende Hompage in einen schlechten Ruf. Ich habe einige Beiträge quergelesen: geht gar nicht, zumal er offenbar den Blog als sein Eigentum betrachtet und wild in alle Richtungen ballert.

    • Na, das ist nun aber wirklich fast die vollständige Denunziations-Klaviatur des deutschen grünen Mittelstandes und der amerikanisierten Evangelikalen: Nicht nur man selbst findet dieses oder jenes nicht gut. Oh nein, man behauptet auch noch „dauernd Rückmeldungen“ von anderen zu bekommen – komischerweise alle im eigenen Sinne. Und das, obwohl man die Seite doch so sehr empfohlen habe!

      Und natürlich darf dann auch ein Kratzfuß gegenüber dem Blogger nicht fehlen („ganze hervorragende Hompage“).

      Ein Feigling, Schleimer und Denunziant, ein kerndeutscher Hexenjäger.

      In der kompletten islamischen Welt oder auch auf dem Balkan – in Gegenden also, in denen die Männer noch ein bißchen Ehre und Mumm in den Knochen haben – wäre der mit so einem weibischen Verhalten sofort unten durch.

  19. Hallo Herr Bielefeld, bitte diesen typischen Beitrag dieses Trolls löschen. Geht doch gar nicht. Sein Weltbild mit Balkan und seine Sicht von „weibischem“ Verhalten….untergalaktisch. Sein typischen Beleidigungen muss man gar nicht erwähnen. Ein Mann, der mit den Möglichkeiten des Internets offenbar psychisch überfordert ist.

  20. Oh je. Da wollte ich genau jetzt beginnen die Namen zu kommentieren und ich sehe unter den Namen tatsächlich meinen realen Vornamen, von dem ich nicht dachte, dass der hier noch einmal auftaucht oder thematisiert wird (Daphne ist ja lediglich mein Pseudonym hier).
    Auch, dass der wohl scheinbar noch vergeben wird, erstaunt mich.
    (Ja, ihr dürft mutmaßen und raten, aber ich werde nichts sagen.)

    Jedenfalls kann ich gerade nicht so ausführlich wie gewünscht kommentieren.

    Daher der Schnellwaschgang:

    Mir gefällt Ricarda. Hart aber interessant.
    Mir gefällt Elida. Klingt albanisch.
    Nikita Luisa mag ich auch.

    (und meinen eigenen Namen, der darunter ist, mag ich auch. Er existiert im Englischen, Französischen, eigentlich aus dem Griechischen und abgewandelt gibt es ihn im Ostblock. Und im Türkischen gibt es einen phonetisch gleichklingenden Unisex-Namen mit toller Bedeutung)

    Speaking of which…ja ich mag
    Neo Ocean. Sehr transparent und plakativ, aber mag ich.

    Luzius, das Licht…klingt aber immer etwas wie Lucius Malfoy aus HP.

    Noam – Da denke ich an Chomsky, den ich sehr mag.

    Junes – Der gefällt mir auch.

    Ansonsten: Mir gefällt der bisweilen diskriminierende, rechtspopulistisch-elitäre und sexistische Umgangston eines Users hier auch nicht, wenn ich das schreiben darf.

    • Na, bei dem geheimnisvollen Klar-Vornamen dürfte es sich je wohl um Denise handeln, wa?

      (Diskriminierend und sexistisch ist geschenkt. Hoffentlich bin ich das. Aber „rechtspopulistisch-elitär“, das muß man auch erstmal schaffen, zumal als Linker.)

  21. Da eine Jan-Debatte ausgebrochen ist, hier ein Gedanke.

    Jan hat ungewöhnlich viel Wissen, was er hier immer wieder einbringt.

    Er nimmt sich auch die Freiheit, anzuecken und Dinge laut auszusprechen, die nicht politisch korrekt sind, was ich manchmal ganz gut finde.

    Dabei überschreitest Du schon Grenzen, die ich nicht überschreiten würde.

    Für mich steigern Deine Beiträge das Interesse an diesem Blog. Auf der anderen Seite: manchmal geht es meiner Meinung nach zu weit. Wie das bei uns Menschen so oft der Fall ist, sind Deine Stärken vermutlich auch ganz eng mit Deinen Schwächen verwandt.

    Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass nicht zu viel zensiert wird und auch kantige Stimmen mal durchklingen können. Wo genau die Pflege des guten Umgangstons beginnen sollte, ist immer etwas heikel. Da wird von Knud einige Abwägung abverlangt.

    Mein persönlicher Umgang mit einem Kommentatoren, den ich nicht mag, wäre diesen eher zu ignorieren und mich auf die Beiträge der anderen zu fokussieren. Manchmal ist das nicht leicht, wenn man sich persönlich angegriffen fühlt, aber generell ist das eine gute Strategie, finde ich.

    Deshalb würde ich auch ganz ungeniert hier nach Vornamen-Ideen fragen, ohne mir um einen Kommentatoren Sorgen zu machen, der mir nicht zusagt.

    Das ist alles….

    Liebe Grüße

    Mark

    • Mark, danke.

      Ich fühle mich von Deinen Einschätzungen unter dem Strich völlig richtig und jedenfalls fair eingeordnet.

      Natürlich, es ist oft schwer zu sagen, ob eine bestimmte Eigenschaft eine Stärke oder eine Schwäche ist.

      Es ist mir ferner auch klar, daß ich hier einfach zuviel schreibe – auch das habe ich schon mehrmals eingeräumt. Aber mich interessiert das Thema halt brennend, und die „Community“ ist immer noch sehr gut, auch wenn sich einige der herausragenden Köpfe mittlerweile verkrümelt habe. Maria Th. zum Beispiel, weil sie verständlicherweise schmollt, Rebecca Sophie aus mir unbekannten Gründen. Aber das hier ist das einzige Blog, in dem ich überhaupt kommentiere.

      Umso mehr ärgert es mich, wenn hier auf einmal Bien-pensants auftauchen, von denen man zuvor noch nie etwas Sinnvolles gelesen hat, die aber sofort mit den dicksten rhetorischen Steinzeit-Keulen um sich schlagen: „homophob!“ „sexistisch!“ usw. Ich bin seit meiner Jugend immer wieder selbst für schwul gehalten worden – kluges Gesicht, eine gute, trainierte Figur und ein etwas pfauenhaftes, egomanisches und flamboyantes Auftreten, das kann für den hannöverschen Spießer offenbar nur „schwul“ bedeuten. Und schöne Frauen könnten, das darf ich wohl sagen, keinen größeren Verehrer haben als mich.

      Ich gebe auch gerne zu, daß es mir gelegentlich einfach Spaß macht, zu provozieren und Grenzen zu überschreiten – dann darf ich nicht flennen, wenn sich Leute eben provoziert fühlen oder wegen „illegalen Grenzübertritts“ lamentieren. Ich halte mich aber eben für etwas Besseres als die tumben und schmierigen Gutmenschen.

      Und daß dieses Juste Milieu auch anderen Leuten auf die Nerven geht, sieht man wohl auch an den politischen Ereignissen in den USA und in Deutschland in den letzten ein oder zwei Jahren.

      Nicht einig werden werden wir uns über die Fragen des richtigen Umgangtones. Das mag an unserer jeweiligen sozialen und nationalen Herkunft liegen – oder auch schon daran, daß Du Söhne zu erziehen hast und ich nicht. Oder ich habe zuviel Asfa-Wossen gelesen…

      Na, wir sind beide Lehrertypen – Du ganz real, ich zumindest mental. Und als solcher sollte man sich seiner eigenen Schwächen zumindest bewußt sein.

    • Ich möchte in meiner üblichen Geschwätzigkeit unbedingt noch hinzusetzten, daß ich selbst viel von Marks Kommentaren profitiert habe. Ich habe durch sie viel über deutsche Literatur und gerade auch über die US-amerikanische Hoch- und Populärkultur gelernt. Das gibt es anderswo im deutschen Internet nicht.

      Ich bin hier auch mal gründlich mit Maria Th. und Mark aneinandergescheppert. Damen und Herren regeln das unter sich. Und man kann dann auch mal Fünfe gerade sein lassen. Mark ist ein Anglokatholik, der als Evangelikaler firmiert; ich bin Agnostiker, der Sympathien sowohl für den Katholizismus als auch gelegentlich für den Islam hat. Worauf es immer und überall ankommt, jenseits aller Religions-, Klassen-, Nationalitäten, Etc.-Gegensätze, das ist der Stil.

      Für Männer kommt es immer auch auf eine gewisse Arroganz, einen gewissen Schneid an. Man muß Stolz und Demut unter einen Hut bekommen. Energisches Engagement und vollkommene Desinvolture – gleichzeitig. Frauen sind auch von dieser Forderung dispensiert. Auch daher stehen Frauen im Manieren-Rang immer höher als Männer – das ist eine Grundregel aller Ritterschaft. Ein bißchen – nicht zuviel! – Selbstironie hingegen schadet beiden Geschlechtern nicht.

      Lieber ein Armer Ritter von der Traurigen Gestalt oder ein Prollo als ein Bourgeios. Der Hochadel hat nie ästhetische Schwierigkeiten mit Bohémiens, Priestern, Ganoven-Adel, Nutten und Proleten gehabt – wohl aber mit der elenden Mittelschicht, auch wenn er aus materiellen Gründen oft mit dem Bürgertum Kompromisse machen mußte.

      Um es im Farbenspiel der deutschen politischen Landschaft auszudrücken: blutrot oder tiefschwarz sind vollkommen in Ordnung, zur Not auch noch braun. Aber grün oder gelb sind Brechmittel. Du siehst (wieder einmal), ich mag die Liberalen nicht. 🙂 Kriegerische Kommunisten und kriegerische Reaktionäre können einen modus vivendi oder auch einen modus moriendi finden. Mit Liberalen geht das nicht.

      Beispiel England: Die elende Margaret Thatcher wurde von niemandem, auch nicht von den Gewerkschaften, so verachtet wie von den Alt-Tories. Zwischen dem Buckingham-Palast und Downing Street Nr. 10 hat zeitweilig so etwas wie ein unerklärter Kalter Krieg geherrscht. Und 1936 haben englische Arbeiter für ihren König Eduard VIII. demonstriert: „Hands off our King!“. Der Adel versteht das Volk, und das Volk achtet den Adel. So soll es sein.

      Daß ein Blog-Betreiber über die Kommentare in seinem Blog entscheidet, versteht sich von selbst. Ich meine aber doch, daß es hier kommoder und aristokratischer zugegangen ist, als noch weniger pingelig gefiltert wurde.

    • Hui, was ist hier los. Eine “Jan-Debatte”, die ich nicht im Detail verfolgt habe.

      Ich sehe das aber ähnlich wie Mark, kann mich dem nur anschließen.

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