Valerie Henriette oder Verena Elisabeth?

Wir haben in der engeren Auswahl folgende Namen:

Valerie Henriette oder Verena Elisabeth.

Da wir uns insbesondere bei den Erstnamen nicht entscheiden können, wäre es auch eine Überlegung das Kind Valerie Verena zu nennen.
Über Anregungen würde ich mich wirklich sehr freuen!

Viele Grüße
Henrike

62 Gedanken zu “Valerie Henriette oder Verena Elisabeth?”

  1. Ich würde Verena als Rufnamen nehmen, gefällt mir persönlich sehr gut. Verena ist kein Modename, trotzdem kennt ihn jeder und hat einen schönen Klang

    Verena Elisabeth – passt wirklich gut zusammen, wirkt sehr klassisch. Diese Kombi würde ich auch vergeben.

    Valerie Henriette – gefällt mir ehrlich gesagt, nicht so gut. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Wenn euch Henriette wichtig ist, dann könntet ihr auch Verena Henriette nehmen.

    Valerie Verena – finde ich vom Schriftbild nicht so schön.

  2. Alles allgemein bekannte, klangvolle und vollständige Namen. Die Aussprache des V und die Betonung von Valerie ist nicht eindeutig, dürfte aber kein größeres Problem sein. Henriette gehe ich davon aus, soll deutsch gesprochen werden. Die Kombinationen passen in Klang und Stil zusammen.
    Valerie Henriette ist nach meinem Empfinden “ausgefallener”, Verena Elisabeth “normaler”. Mein Favorit wäre Valerie Elisabeth – aber aus persönlichen Motiven (meine persönlichen Assoziationen und Verbindungen mit den Namen). Rein vom Klang her: Verena Elisabeth.

    Viele Grüße und alles Gute!

  3. Wie wäre es denn eigentlich mit Henriette Elisabeth oder Elisabeth Henriette?

    Das sind zwei wirklich anständige Namen – während Verena eben doch schon arg modern (gibt es eigentlich erst seit der Nachkriegszeit, ist aber nun auch schon wieder ein Tanten-Name) und Valerie meines Empfindens gar ein bißchen zweifelhaft klingt… Oder geht es um das V?

    (Die Tochter unseres künftigen Herzogs, SKH Ernst August VI., – geboren wurde die Lütsche vor einem guten Jahr – heißt Elisabeth.)

    • Um es noch klarzustellen: Ich finde aus den von mir und anderen angeführten Gründen (siehe bitte auch unten) weder Verena noch Valerie besonders toll. Es sind aber selbstverständlich auch keine Katastrophen-Vornamen. Wenn persönliche Gründe dafür sprechen, sind beide sicher völlig angängig.

      Die Mutter von besagtem Ernst August VI. heißt übrigens Chantal. 🙂 Das war die aus der Schweiz stammende Exfrau SKH Ernst Augusts V., vulgo „Prügelprinz“. Es ist mit den Klassen-, Regions- und Generationsklischees auf onomastischem Gebiet nicht immer ganz so einfach…

  4. Ich pflichte Klaas (mit K) bei.
    Henriette Elisabeth finde ich sehr, sehr gut. Nur wenn ich das richtig sehe, heißt Mutti Henrike? Dann lieber nicht, dass wäre mir zu ähnlich und wirkt auf mich nach einem einfachen Abklatsch. Elisabeth Henriette würde da besser gehen, da Henriette dann als eigene Namensform zur Nachbenennung würde – das wiederum finde ich elegant.
    Von Valerie Verena würde ich Abstand nehmen wegen der Aliteration und die Kombi klingt doppelt gemoppelt.
    Ergo: Klassisch gefällt mir besser.

  5. Hallo Henrike,

    ich muss gestehen, ich persönlich bin weder ein großer Fan von Verena noch von Valerie, aber das hat rein subjektive Gründe.

    Valerie Henriette und Verena Elisabeth würden mir für Schwestern sehr gut gefallen, weil die beiden Kombinationen meiner Meinung nach in sich stimmig sind und gut zu einander passen.

    Da es nun aber erst einmal, um nur eine Namenskombination geht, würde ich Valerie Henriette wählen.

    “Von Valerie Verena würde ich Abstand nehmen wegen der Aliteration und die Kombi klingt doppelt gemoppelt.”
    In diesem Punkt kann ich mich Marthe nur anschließen!

    Liebe Grüße
    Sabrina

  6. Wenn ich persönlich zwischen Valerie und Verena als Erstnamen wählen müsste, würde ich Verena nehmen. Ich bin kein Freund des End-I-Lautes – Valeria finde ich dagegen schöner als Verena.

    Henriette finde ich persönlich zu Euch sehr passend, weil der Zweitname an deinen Namen angelehnt ist. Von daher würde ich Henriette, ohne Euren Bezug zum auch sehr schönen Namen Elisabeth zu kennen, den Vorzug geben.

    Zu den Kombinationen, die sich daraus ergeben:
    Valerie Henriette – Hier stört mich die zu schnelle Wiederholung des Silben-Anfangs-r, zumal sich auch erneut ein langes i anschließt.

    Verena Henriette – Hier ist es das Gegenteil: dadurch, dass noch eine Silbe mehr dazwischen liegt und auch ein anderer Vokal folgt, ist das r ein schönes verbindendes Element

    Zu Henriette würde ich aus klanglicher Sicht Verena den Vorzug geben.

    Mir gefällt zu beiden Erstnamen die Kombination mit Elisabeth nicht so. Das fängt schon beim Vokalzusammenstoß an den Wortgrenzen an und geht beim fehlenden Schwung weiter – die Namen sind zusammen recht langsam. Hier fällt es mir schwer, einen Favoriten zu benennen.

    Idee: Elisa Henriette

  7. Vielen Dank für Eure Kommentare und die dafür genommene Zeit!!
    Von der Kombination Valerie Verena bin ich nun schon mal ab;-).
    Die Beiden anderen Varianten bekommen ja ganz unterschiedliche Bewertungen.
    Henriette soll tatsächlich eine Anlehnung an meinen Vornamen sein.
    Hintergrund ist, das unsere erste Tochter Ariane Filippa heißt und am gleichen Tag wie ihr Vater Geburtstag hat, der wiederum Filip heißt.
    Daher wäre Henriette als Zweitname ganz nett, ist aber kein Muss.
    Bei Verena sehe ich den Vorteil, dass es nur eine Schreibweise gibt.
    Valerie ist dafür internationaler.
    Und ganz besonders wichtig ist uns, dass es sich nicht um Modenamen handelt und der Name zu jedem Alter passend ist.
    Falls ihr noch Anregungen habt, würde ich mich sehr freuen.
    LG, Henrike

    • Valerie ist internationaler, aber auch moderner; Verena kenne ich eher aus meiner Generation als aus den aktuellen Babynamenlisten. Mir gefällt Valerie besser.
      Den Namen Henriette finde ich sowieso viel schöner als Elisabeth. Aber gerade mit Eurer Vorgeschichte Filip -> Filippa finde ich die Idee Henrike -> Henriette sehr reizvoll für den zweiten Vornamen. Dann hätten beide Töchter eine Nachbenennung nach den Eltern.
      Meine Wahl wäre also ganz eindeutig Valerie Henriette.

    • Ich stimme Knud zu, irgendwie ist Verena auch nicht in meinem Kopf vollkommen altersneutral. Und ja, Henriette passt bei euch einfach als Zweitname.

      Wie gefällt euch Lorena Henriette?

    • Ich finde Nachbenennungen immer gut. Es ist eine schöne Idee eure zweite Tochter Henriette nennen zu wollen.

      Ich habe zwei Vorschläge für euch:
      Elisa Henriette – wurde schon von neuhier vorgeschlagen
      Vera Henriette – Vera ist noch seltener und zeitloser als Verena

  8. Die beiden Namensideen wirken sehr gegensätzlich auf mich:

    Verena Elisabeth wirkt sehr traditionell und etwas hinterwäldlerisch (weil Verena ein Import aus den Alpenländern, speziell aus der Schweiz, ist)

    Valerie Henriette wirkt weltläufiger, städtischer und moderner. Ein kleines Problem ist, dass Valerie nicht geschlechtseindeutig ist, ich muss an Valerie Giscard d’Estaing, einen Mann, denken. Deswegen würde ich über Valeria (mit a am Ende) nachdenken.

    • Oh, das mit der Nachbenennung hatte ich überlesen – wenn es gezielt ist und das bei der Schwester auch schon so ist mit dem Zweitnamen, finde ich es wiederum gut – insofern meinen letzten Kommentar einfach ignorieren! 🙂

  9. Ich wäre wohl für Verena Henriette – schöne Idee mit den Zweitnamen!

    Valerie Henriette geht natürlich auch, nur habe ich aus Studentenzeiten, als ich noch “Lindenstraße” geguckt habe, noch im Kopf, dass die dortige Valerie “Walze” genannt wurde … und ich weiß außerdem von einem angehenden Vater, der beim Namensvorschlag Valerie erst mal in Falleri-Fallera-Geträller ausbrach 😉 Das alles muss Euch natürlich nicht stören.

    Mögliche Kurzformen der Namen finde ich schon eher bedenkenswert – bei Valerie wäre das vermutlich Valle (“Walle”), bei Verena eher Vera oder Rena. Die Schreibweise und Aussprache kommen mir dagegen bei beiden Namen recht einfach vor, da geben sie sich nichts.

  10. @elbowin: Bei Valeria finde ich die Aussprache schwierig – sagt man Va-LE-ria oder Vale-RIa, also auf der 2. Silbe oder 3. Silbe betont?

  11. Über die Abkürzung Valle, Valli habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht. Und klar, das mit der ,Walze’ aus der Lindenstraße habe ich auch noch im Hinterkopf. Die häutige Generation wird diese Assoziation aber hoffentlich nicht mehr haben.

  12. Ich kann mich nur wiederholen und mich ganz Knud anschließen:

    Ich bin nach wie vor für Valerie Henriette, da mir die Kombination auch zu Ariane Filippa besser gefällt.

  13. Ich mußte bei Valerie gestern nacht auch sofort an Giscard d’Estaing denken! Der hat sich aber freilich Valéry geschrieben hat. Ich hatte das nicht erwähnt, weil ich mir nicht sicher war, wie präsent der heute noch in den Köpfen ist – bzw. in welchen Alterskohorten er das noch ist. (Und weil ich hier eh schon viel zuviel labere.)

    Damals in den 70ern war Giscard in Frankreich wegen seiner aristokratischen Arroganz nicht besonders beliebt, was dann letztlich 1981 François Mitterand zur Macht verholfen hat. In Deutschland hingegen war sein guter persönlicher Draht zu (dem ja ebenfalls nicht ganz unarroganten) Helmut Schmidt berühmt. „Cher Valéry, lieber Helmut!“ war unter politischen Journalisten fast ein geflügeltes Wort.

    @Annemarie

    Ich finde die Aussprache von Valerie erheblich schwerer als die von Valeria. VALerie (so würde ich es halten) oder ValeRIE? (Auch Valéry Giscard d’Estaing wurde in D in der Regel auf der ersten Silbe betont.) Valeria hingegen würde ich immer auf dem e betonen, also VaLEria.

    • Auf ValeRIE war ich noch gar nicht gekommen … Aber im Alltag kommt vermutlich, ähnlich wie bei “Juli-a” und “Julja”, irgendein Mittelding zwischen den beiden Aussprachevarianten heraus. Auch regional gibt es sicher (unvermeidliche) Unterschiede. Von daher doch ein eher theoretisches Problem.

      Als unisexig würde ich den Namen aber nicht einstufen. Ausnahmen bestätigen die Regel 😉

    • Nein, auf deutsch würde ich Valerie auch sofort für weiblich halten – es ist hier sicher kein Unisex-Name.

      Nur: In Frankreich ist Valéry eben männlich. (Vgl. Andrea in Deutschland und in Italien.) Man könnte auch an den russischen Männernamen Waleri (Валерий) denken; wenn ich mich nicht schwer irre, wird der auf dem e betont*. Jedenfalls ist es auch da eindeutig ein Männername.

      Vielleicht hat man es in Deutschland mit der Betonung von Valéry (auf französisch natürlich auf der letzten Silbe) nicht so genau genommen, weil man damals erstens noch weniger beflissen war, was die „richtige“ Aussprache ausländischer Wörter angeht, und weil zweitens – und vor allen Dingen – die Aussprache des Nachnamens Giscard d’Estaing schon schwer genug war. 😀

      *) Meine Güte, das Russische! Es ist als Fremdsprache so fies wie das Deutsche. Das russische Verb. Die Diminutive. Die undurchschaubaren, aber sehr wichtigen Betonungen. Uah! Um Mark Twain zu paraphrasieren: Das Leben ist zu kurz, um Russisch zu lernen.

    • Nachtrag: Gucke gerade Rußland-Saudiarabien. Noch schwieriger als das Russische ist es, die lateinisch-schriftlichen Namen auf den Adidas-Trikots zu entziffern. Diese Trikots werden ja auch von der deutschen Mannschaft getragen. Ein typographischer Super-GAU. Kyrillisch wäre für mich einfacher zu lesen gewesen.

  14. Die Idee mit der elterlichen Nachbenennung finde ich wirklich sehr schön. Verena Henriette passt nicht so gut zusammen–Valerie Henriette hingegen passt ausgezeichnet (auch weil beide Namensformen letztendlich französisch sind, obwohl beide auch schon lange in Deutschland etabliert sind). Um die Henriette-Idee zu verwirklichen, würde ich also Valerie Henriette wählen.

    Verena Elisabeth wäre für die Schweiz, wo Verena ein total traditioneller Name ist, sehr klassisch. In Deutschland ist Verena erst so in den 1960ern als Schweizer Import, aufgekommen, glaube ich. Finde Verena Elisabeth wunderschön–aber für Euren Familienkontext finde ich Valerie Henriette noch besser!

  15. Mit der Schreibweise Valerie ist der Name für mich eindeutig weiblich. Wenn man ihn nur hört, könnte es sich auch um einen männlichen Valery/Valeri/Valerij halten. Das ist meines Wissens ein recht häufiger russischer Männername. Da man manche Namen ja erstmal nur hört, ohne die Schreibweise und das Gesicht dazu zu kennen, insofern nicht ganz gesclechtseindeutig.

  16. Mir gefällt Valerie besonders gut! Kenne eine sehr sympathische junge Frau mit diesem Namen und würde ihn auch vergeben. Auch Verena ist hübsch, erinnert mich an die Schweiz, aber das ist kein Fehler.;)

  17. Also Verenas sind in der Schweiz nur Omas und es wird “Vreni” ausgesprochen. Niemand käme auf die Idee so einen altmodischen Namen zu nehmen. Elisabeth hiess meine Oma, 🙂 ist ok. Valerie ist ziemlich 80ger, aber vergebbar. Henriette ist gänzlich unbekannt, ev. mit französischer Aussprache.

    • Niemand käme auf die Idee so einen altmodischen Namen zu nehmen.

      Das ist schon interessant, und es ist mir auch hier schon mehrmals aufgefallen. (Siehe bitte auch hier.)

      Gibt es in der Schweiz denn nicht diesen in Deutschland ab einem gewissen gesellschaftlichen Niveau allgegenwärtigen und die politischen Lager überspannenden Trend, „klassische“ oder „traditionelle“ Namen zu bevorzugen? Auch ich habe diesen Reflex und viele andere, die hier oft kommentieren, auch. Was dann wirklich klassisch oder traditionell ist, ist eine andere Frage, die hier immer mal wieder im Raum steht. Es geht mir hier um das pure Bedürfnis nach Tradition.

      Liegt das vielleicht daran, daß gerade die oft als hinterwäldlerisch, provinziell und skurril veralberten Schweizer besonders modern sein wollen?

      Bei den Ösis (die immer noch ein bißchen den Ruf des Charmanten, Weltläufigen und Aristokratischen haben, ob nun zu Recht oder zu Unrecht) scheint sich mir die Lage wiederum völlig anders darzustellen. Dort findet man, glaube ich, überdurchschnittlich viele alte Namen. Es gibt da in meiner Generation noch dem Namen Franz, man trifft junge Frauen namens Melanie, in der BRD ein Tantenname meiner Generation.

      Aber es gibt doch auch in der Schweiz eine gewisse aristokratische Tradition! „Les grandes familles de Berne“…

    • juhu Klaas. daraus kann man einen neuen Trend entwickeln.
      (und dann damit rechtfertigen dass in Amerika auch dauernd Mädchen mit männlichen Vornamen benannt werden)
      also die von dir genannten Kombinationen sind schon sehr ansprechend.
      Henriette ist schön. die anderen Namen sind alle gleich gut.

  18. Mir ist erst durch diesen Thread richtig klargeworden, daß Verena schweizerischen Ursprungs ist… In meiner Generation (1967) und unter den etwas Älteren war der Name in Norddeutschland normal. Es gab damals auch in Norddeutschland sogar Rosls, Lisls und Bärbels – sicher wegen der Alpen-Heimatfilme und -bücher der 40er bis 60er Jahre.

    Und weiter oben hatte ich das aristokratische Berner Patriziat erwähnt.

    Und damit gibt es (vielleicht) einen subtilen Zusammenhang zwischen Verena und Elisabeth. Nämlich Elisabeth de Meuron geb. von Tscharner, die „letzte Aristokratin von Bern“. Gestorben 1980. Die hat sich u.a. in den 60ern im „Bund der Schweizerinnen gegen das Frauenstimmrecht“ zivilgesellschaftlich engagiert – und hat das dann doch wieder sein lassen mit der Begründung, daß ihr eigentlich die Abschaffung des Männerstimmrechts wichtiger sei. 😀 (Es gibt zahlreiche andere Anekdoten über sie.)

    Zum 135. Geburtstag dieser großen alten Dame im letzten Herbst gab es im WDR ein schönes „ZeitZeichen“ vom unnachahmlichen Hans Conrad Zander:

    https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/elisabeth-de-meuron-100.html

    (Dort als MP3-Audio, 15 Minuten)

  19. Ich stimme auch für Valerie Henriette.

    Henriette finde ich sehr hübsch.
    Valerie finde ich in Ordnung. Ich kenne eine die Valli genannt wird, was ich jetzt nicht schlimm finde.
    Vreni für Verena finde ich z.B. weniger schön.

    Zudem ist mir Verena zu 80er mäßig. Kenne sehr viele Verenas in diesem Alter.

    Zur Schwester finde ich sonst passend

    Valentina Henriette
    Felicitas Henriette
    Flora Henriette
    Leonora Henriette

    • Dein Vorschlag “Valentina Henriette” finde ich auch sehr wohlklingend und passend. Verena (Endung -na) und Valerie (das I) schön kombiniert und (das -en in VaLENtina) findet man in HENriette zurück.

      Außerdem gefällt mir Nathalie Henriette als Schwester von Ariane Filippa
      Nathalie klingt genauso Französisch wie Ariane und kombiniert (na) und (ie) von Verena und Valerie.

  20. Dass ein Name nicht “modern” ist bzw. in einem anderen Jahrzehnt “modern” war, spricht für mich eher für als gegen einen Namen, der mir gefällt.
    Stephan oder Christoph z. B. haben mir immer schon gefallen, Thomas und Michael gefallen mir heute viel besser als zu meiner Schulzeit, als diese Namen massenweise vergeben wurden.

    • So geht’s mir auch häufig. Und von Vorteil ist, dass die Namen aus den 60er/70er Jahren bekannt und geläufig sind, man muss sie nicht erklären. Und trotzdem ist eine Sabine oder Gabriele im Kindergarten heute etwas Besonderes, ohne einen besonderen Namen tragen zu müssen. Stephan und Christoph sind zwar nicht mein Fall (wie fast alle Namen mit “ph”, aber das ist einfach Geschmackssache), aber bei Thomas und Michael (der besonders inflationär war und heute nicht zuletzt als Nachbenennung immer noch häufig ist) kann ich nur voll und ganz zustimmen.

      Verena gefällt mir auch deshalb besser, weil ihre Aussprache nicht zu WALLErie statt ValeRIE mutieren kann. Henriette finde ich zwar nicht so gelungen, es ist eine mehrfache Umformung (Sprache + Geschlecht), und das hört und sieht man, aber im Zuge einer Nachbenennung finde ich es in Ordnung. Angesichts der Länge der Vornamen wird der Zweitname wahrscheinlich auch eher selten zum Zuge kommen.

      Dass Valéry Giscard d’Estaing auf der ersten Silbe seines Vornamens betont worden sei, habe ich so nicht in Erinnerung. Mit Vornamen wurde er auch selten genannt, und viele haben wahrscheinlich “Giscard” für seinen Vornamen gehalten.

    • Dass Valéry Giscard d’Estaing auf der ersten Silbe seines Vornamens betont worden sei, habe ich so nicht in Erinnerung. Mit Vornamen wurde er auch selten genannt, und viele haben wahrscheinlich “Giscard” für seinen Vornamen gehalten.

      Unfug.

      Ich habe als zehnjähriger Unterschichtenjunge gewußt, daß Giscard d’Estaing der Nachname und Valéry der Vorname war. Wenn er in Nachrichtensendungen oder Politikerreden kurz „Giscard“ genannt wurde, war wohl dem Dümmsten klar, daß das nicht der Vorname sein konnte.

      Es ist in kurzen Worten schwer zu erklären. Man war damals einerseits gebildeter als heute: Es gab noch gewisse Standards in der Schule; es gab kaum Ausländerkinder auf den Gymnasien, zumindest nicht in einer Kleinstadt. Der durchschnittliche IQ war also höher, das Abi gab es noch nicht nachgeschmissen. Es gab noch kein Privatfernsehen. Es gab noch kein Google, keine Wikipipi, kein Internet und keine „Tablets“ – man hat noch gelesen. Stadtbibliotheken war noch Bibliotheken und haben keine Bastelstunden für die lieben Kleinen und Tonnen von alberner „Ratgeber“-Literatur für ihre Eltern angeboten.

      Andererseits war man aber auch, nun ja, weniger beflissen, weniger besorgt. Man hatte noch nicht in dem Maße wie heute die kreischende neoliberale Angst im Nacken, „etwas falsch zu machen“. Es war mithin noch nicht Usus, bei der Aussprache ausländischer Namen, die Phonetik der Quellsprache so beflissen nachzuäffen, wie man dann heute oft macht. Die Betonung /WALLeri/ statt /wallehRIE/ wurde damals außerhalb des Französischunterrichts einfach nicht als falsch empfunden, sondern als normal – jeder hat das so gesagt. Und ich mache das bis heute so. Man stand eher als lächerlicher Lehrertyp oder als beflissene alte Jungfer da, wenn man das zu pingelig „originalgetreu“ gehandhabt hat.

      Ich will die 70er nicht idealisieren. Es lag auch damals schon einiges im Argen. Der Untergang des deutschen Schulsystems hatte schon begonnen – aber er war eben noch nicht so weit fortgeschritten wie heute.

    • Ich finde nicht, dass Chiocciola Unfug geschrieben hat. Im Gegenteil, ich bin derselben Meinung.

      Grundsätzlich möchte ich darum bitten, andere Meinungen nicht als Unfug zu bezeichnen. Ich finde das beleidigend. Was „den Dümmsten klar war“ wissen nur die Dümmsten, vielleicht sollten wir denen solche Bemerkungen überlassen.

      Das Wort „Unfug“ habe ich in meine Moderations-Sprerrliste aufgenommen, dafür ist „Hannover“ rausgeflogen.

      In einem Punkt stimme ich Dir zu: Es gab kaum Ausländerkinder in Kleinstadt-Gymnasien. Ich wüsste nicht, dass von den 111 Absolventen meines Abi-Jahrgangs jemand einen Migrationshintergrund hatte oder Ausländer war. Ich erkenne aber nicht, dass das Bildungsniveau und der IQ in der Multi-Kulti-Sexta meines Sohnes niedriger sind als damals bei uns.

    • (Der Satz, auf den ich geantwortet habe, war nicht von Chiocciola, sondern von Barbara.)

      Und ich möchte die bildungs-, sozial- und migrationspolitische Debatte hier nicht weiterführen. (Obwohl ich das weiß Gott könnte.)

      Ein Fehler von mir war vielleicht, den IQ ins Spiel zu bringen. Ich möchte auch nicht unter neurotischen Mathematikern mit einem Durchschnitts-IQ von 132 leben. (Freilich auch nicht unter Ziegenhirten mit einem IQ von 85.)

      Nur eines noch zu Giscard d’Estaing. Es war damals (70er, 80er) in der deutschen Presse oder auch bei Einblendungen im Fernsehen unüblich, Diakritika aus ausländischen Sprachen zu schreiben, auch nicht beim Französischen. Man hat also in der Regel „Valery“ gelesen und nicht „Valéry“. Vor ein paar Tagen habe ich in der SZ allen Ernstes die Schreibung „İlkay Gündoğan” gelesen – das wäre früher undenkbar gewesen.

      Gut, es mag partiell an den fehlenden Sonderzeichen gelegen haben – aber frz. Akzentbuchstaben konnte damals schon jede Schreibmaschine und jede Setzmaschine. Man war einfach weniger beflissen und weniger politisch korrekt. Man hat etwas weniger Angst. Und das war mein Kernpunkt.

  21. Henriette finde ich zwar nicht so gelungen, es ist eine mehrfache Umformung

    Das ist natürlich richtig, aber Henriette hat in Deutschland (wie etwa auch Charlotte und Luise) jahrhundertealte Wurzeln. Zwei Beispiele:

    1. Luise Henriette von Preußen, die Frau des Großen Kurfürsten von Preußen. Das ist 17. Jahrhundert.

    2. Henriette von Nassau. Großmutter von Marie von Hannover, ihrerseits die Frau unseres unglücklichen letzten Königs Georgs V. Nach ihrer Großmutter Henriette wurde von Marie die Henriettenstiftung benannt, das dazugehörige Krankenhaus gibt es bis heute – im Sani-Jargon meiner Zivi-Zeit: „Das Henry“ 😉 . Das ist frühes 19. Jahrhundert.

    Daß Augusta ihrem Mann Wilhelm I. von Preußen „haushoch überlegen“ gewesen sei, halte ich übrigens für BRD-typische Geschichtsklitterung: Kultur muß dem Militär „überlegen“ sein, Frauen müssen ihren Männern „überlegen“ sein. *gähn*
    Beide kamen halt aus anderen höfischen Kulturen und damit fast aus anderen Welten. Für Bismarck war Augusta natürlich unsympathisch, aber jedenfalls nie ein Problem. Etwas schwieriger wurde es dann mit der Frau des 99-Tage-Kaisers Friedrichs III., also mit „Vicky“, der Tochter Königin Viktorias von England. Bismarck hat sie (nicht ganz zu Unrecht) für eine englische Spionin gehalten.

    • Bismarck ist mir sehr unsympathisch weil er ein alter Wortverdreher und Gesetzeslückenmanipulator war.
      das ist aber wahrscheinlich auch der Anfang der deutschen Eigenschaften. die man so auch im Ausland kennt. der Deutsche sei überpünktlich und nörgerlig oder nicht flexibel und ach allso Sachen.
      Frage: wenn man Henriette französisch sprechen wollen würde.
      wäre das dann so: Oriet. ?

    • Na, aber nörgelig und unflexibel war Bismarck aber nicht… Er war ein schlauer Fuchs und ein rücksichtsloser und gerissener Machtpolitiker – aber gegen Ende seiner Kanzlerschaft dann auch irgendwie ein reaktionäres Fossil, ja, vielleicht dann wirklich auch unflexibel. Er wollte das Militär gegen streikende Arbeiter in Schlesien einsetzen, was der junge Kaiser Wilhelm II. unterbunden hat: „Ich werde meine Herrschaft nicht damit beginnen, auf mein eigenes Volk schießen zu lassen!“ (Zitat aus dem Gedächtnis.)

      Hier in H. (den Namen meiner Stadt darf ich ja nicht mehr schreiben, weil sonst wieder Knuds Moderationsschleifen-Keule zuschlägt) war Bismarck noch Jahrzehnte nach 1866 eine Haßfigur, obwohl auch hier der deutschlandweite Bismarck-Kultus ab etwa 1890 seine Spuren hinterlassen hat. Es gibt auch in H. eine Bismarckstraße und sogar einen Bismarckbahnhof – freilich im damals äußersten südlichen Stadtrand.

      Ein persönliches Laster Bismarcks war seine Freßsucht. Aber wer hätte keine persönlichen Laster? Und es gibt schlimmere.

      Ja, /OnriETT/, also mit frz. Nasal am Anfang.

  22. Um wieder auf die eigentliche Frage zurück zu kommen:
    Valerie Henriette ist m.E. der stimmigere Geschwistername zu Ariane Filippa. Auch denkbar ist der Vorschlag Valeria Henriette. Hier würde die Endung “a” beim Erstnamen statt beim Zweitnamen (Filippa) und die e-Endung beim Zweit- statt beim Erstnamen (Ariane) vorkommen. Außerdem bietet sich bei Valeria die Verkürzung/der Kosename “Ria” an und vermeidet eine Abkürzung wie “Valle”, “Valli” oder Ähnliches. Die Geschlechtsidentifikation ist bei Valeria ebenfalls eindeutig.
    Verena und Elisabeth sind sicher klassische Namen, aber gefälliger finde ich Valerie/Valeria Henriette.
    Viel Glück bei der Entscheidung.

  23. Ich gebe einmal meinen Senf dazu!

    Mir gefällt Valerie gut, noch schöner fände ich auch Valeria und am allerschönsten Valea! 🙂 Verena ist mir, ohne dass ich das begründen kann, ein bisschen zu ernst und ein bisschen zu “tussig”. Sicherlich kommt man damit gut durchs Leben, aber wirklich begeistert bin ich nicht.

    Mit den Zweitnamen kann ich mich nicht anfreunden. Henriette und Elisabeth finde ich auch so streng und mir gefällt der Klang beider Namen nicht, zu hart im Abgang. Elisa fände ich sehr schön! Henriette finde ich im Übrigen zu ähnlich zu deinem Namen, Henrike!
    Aber insgesamt ist das natürlich Geschmackssache! 🙂

    • Ich finde Valerie Heriette gut, besonders schön finde ich es wegen der Idee so wie bei der 1. Tochter Ariane Filippa eine Nachbenennung bei beiden Kindern zu haben. Mir gefällt auch Valerie Henrika sehr gut, das ist zwar noch ähnlicher wie Henriette, aber gerade das finde ich gut, weil der Zweitname von Ariane ja auch sehr nah am Namen des Vater ist.

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