2017er Top-Babynamen der Niederlande

Amsterdam
Amsterdam © Knud Bielefeld

Die Sociale Verzekeringsbank ist ein Sozialversicherungsträger, der in den Niederlanden unter anderem für das Kindergeld zuständig ist. Darum ist diese Einrichtung bestens über die aktuellen Babynamen informiert und lässt uns zum Glück daran teilhaben. Hier die häufigsten Babynamen der Niederlande des Jahres 2017:

Mädchen Jungen
  1. Emma
  2. Tess
  3. Sophie
  4. Julia
  5. Anna
  6. Mila
  7. Sara
  8. Eva
  9. Zoë
  10. Evi
  11. Lotte
  12. Liv
  13. Nora
  14. Fleur
  15. Olivia
  16. Noor
  17. Lynn
  18. Saar
  19. Lauren
  20. Yara
  1. Noah
  2. Sem
  3. Lucas
  4. Finn
  5. Daan
  6. Levi
  7. Milan
  8. Bram
  9. Luuk
  10. Jesse
  11. Liam
  12. Mees
  13. Thomas
  14. Sam
  15. Thijs
  16. Adam
  17. James
  18. Max
  19. Noud
  20. Julian

Quelle: SVB kindernamen 2017

2017er Babynamen je Provinz

Nicht in allen der zwölf Verwaltungsbezirke der Niederlande stehen Emma und Noah an der Spitze der Vornamenhitliste:

  • Utrecht: Finn & Sophie
  • Noord Holland: Noah & Emma
  • Zuid Holland: Noah & Sara
  • Groningen: Daan & Emma
  • Friesland: Jesse & Lieke
  • Drenthe: Milan & Emma
  • Overijssel: Bram & Emma
  • Flevoland: Liam & Julia
  • Gelderland: Levi & Tess
  • Zeeland: Jan & Johanna
  • Noord Brabant: Daan & Tess
  • Limburg: Sem & Tess

Übersicht: Vornamen in den Niederlanden

Und außerdem …

13 Gedanken zu “2017er Top-Babynamen der Niederlande

  1. Also, ich finde die Liste in fast jeder Hinsicht schauderhaft. Fast noch schlimmer als die aus Australien… Würde Zeit, daß der Herzog von Alba da wieder einrückte, im Gefolge fünf Dutzend Dominikaner-Patres. Man muß diesen Leuten doch wieder Manieren beibringen können!

    Vor 25 Jahren hatte ich mal eine damals schon ältliche holländische Arbeitskollegin. Die war des Lobes voll für den Süden Hollands, also gerade Limburg und Brabant, wo es also schon ins Belgisch-Burgundische übergeht. Nord-Holland, gerade Groningen und Drenthe, wo halt die verbitterten Spießer und Deutschenhasser sitzen, konnte sie nicht so gut ausstehen. Na, Tess ist jedenfalls auch nicht so toll.

  2. Holland ist in jeder Hinsicht Multi-Kulti. Aber es sind noch ein paar vernünftige Namen dabei. Sie gehören zu den internationalen Namen, die man fast überall antreffen kann (siehe Australien).
    Diese gefallen mir besonders gut:

    Sophie
    Julia
    Anna
    Sara
    Eva

    Lucas
    Thomas
    Julian

    • Holland ist in jeder Hinsicht Multi-Kulti.

      Wenn die Holländer nicht gerade Geert Wilders heißen oder seine Wähler sind. 😉

      Was ich wirklich komisch finde, ist die Popularität von Milan. Ich empfinde das weiterhin als typischen Jugo-Namen.

      Jan und Johanna in Seeland auf Platz 1 – das gefällt mir natürlich! 🙂

      Holland ist schon ein komisches Land. Als Studenten haben wir uns über die holländische Fußballnationalmannschaft als „die Papua-Truppe“ lustig gemacht (wegen der vielen schwarzen Spieler); der olle Paul Breitner hat die Holländer vor gar nicht langer Zeit (obwohl es dabei um das WM-Finale 1974 ging) vor laufender Kamera als „Wohnwagenfahrer“ bezeichnet. 😀

      Nochmals zu meiner alten Kollegin. Ihr gefiel am katholisch geprägten Südholland (eben die Provinzen Limburg und Brabant) halt die Lebensfreude, das Unverbissene und das Legere.

      Mein Urgroßonkel Wilhelm war als Wanderarbeiter (also „Stinker“ = „Moffe“, das nette holländische Schimpfwort für die Deutschen) mehrmals über den Sommer in Holland, war vor dem Ersten Weltkrieg.

      Übrigens unterscheiden sich die verschiedenen Dialekte in Holland und in Flandern noch krasser voneinander als die in Deutschland und in Italien.

      Nichts ist schwerer zu verstehen als die eigenen Nachbarn.

  3. Jan und Johanna habe ich eben übersehen. Die beiden gefallen mir natürlich auch noch.
    (Ich habe heute kath. Brauchtum gepflegt und war bei der Prozession unserer Gemeinde. Danach ist dann immer noch ein gemütliches Beisammensein, ganz unkompliziert, locker und legere.)

    Milan – Ich glaube, dass Milan (und Mila) einfach nur wegen ihrem Klang beliebt sind. Mir selbst gefällt Milena sehr gut, weil ich den Klang mag. Da Milena und auch Mila von Ludmila hergeleitet sind, hätte ich Milena selbst nie vergeben, Ludmila ist mir doch zu slawisch.
    Aber der als schön empfundene Klang ist für viele heute das Wichtigste bei der Namenswahl.

    • Ach ja, ist ja heute Fronleichnam! In Niedersachsen fällt das nicht so auf, weil es hier eben kein Feiertag ist. (Ein Feiertag der eigenen Art ist es freilich für die Hannoveraner Geschäftsleute, weil dann hier – wie an Allerheiligen – die Ostwestfalen zum Shopping einfallen. 😉 )

      Als Jugendlicher habe ich mir immer mit zerstreutem Interesse die Prozession von der Marienkirche aus aus dem Fenster angeguckt. Diese Prozessionen sind, historisch betrachtet, so eine Art Frühform der Demo. Man demonstriert katholisches Selbstbewußsein.

      Milan. Ich denke auch, daß es (wie bei Mila) einfach um den süßlichen, runden Klang geht. Aber ich sehe hinter Milan einfach einen jugoslawischen Schwerverbrecher, der bei Ede Zimmermann gesucht wird. 😀

    • Milan hat 2013 den XY… ungelöst-Schatten abgehängt, als das Promipaar Shakira und Gerard Piqué seinen Sohn Milan genannt hat. Die sind ja beide weder Verbrecher noch ehemalige Jugoslawen.

  4. Was mir auffällt:
    – Die Namen für Mädchen und Jungs sind gleichlang (nicht wie hierzulande Florentine, Valentina und Annabella gegenüber Ben, Finn und Tom). Das heißt genaugenommen sind eigentlich alle gleichkurz. 😉
    – Bis auf Evi (und Lotte) empfinde ich keinen der Namen als besonders niedlich oder kindlich. Im Grunde sind sie alle sogar recht altersneutral.

    Tess finde ich persönlich sehr schön, während Luuk mir zu gewollt lautmalerisch aussieht.

  5. Interessant, dass ein Name wie Eva, der hier eher altmodisch erscheint, in den Niederlanden zu den neuen Hits gehört.

    Am schönsten finde ich ganz alte urniederländische Namen: Jan, Kees, Klaas, Pieter, Boudewijn, Roelof, Lodewijk, Gerbrand, Willem, oder, weiblich, Gertruida, Hadewych, Margriet, Willeke–oder eben Maria, Anna, Elisabeth.

    Am besten finde ich in der jetzigen Hitliste Luuk, Bram, Adam, Lotte, Anna, Eva und Emma.

  6. Zu Milan:

    Finde einen Milan van der Vijver oder einen Milan van Cromphout auch irgendwie befremdlich. Finn-ob das von Deutschland herübergeschwappt ist. Und James? Was soll den das?

    Die herkömmliche niederländische Form von Noah ist übrigens Noach.

    • Milan van de Kerkhof. 😀

      Tut mir leid, ich bin vielleicht zu alt, aber ich kriege dieses Kriminellen-Image von Milan einfach nicht aus dem Kopf. (Obwohl die Bedeutung des Namens eigentlich freundlich ist – dahinter steht das gemeinslawische „mily“ für „lieb“.)

      James in Holland kann ich mir auch überhaupt nicht erklären. Zu Jakobiten wollen die Holländer ja wohl nun kaum werden.

  7. Auch hier greifen die schrecklich kurzen Namen um sich?
    Was ist aus Jacobus, Wilhelmina, Henricus oder Casparus geworden?
    Und nichts aus dem Königshaus ist zur Inspiration geworden?

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