Babynamen des Jahres 2017 aus Australien

Australien © Natalia - fotolia.com
Australien © Natalia – fotolia.com

Wie in Deutschland gibt es auch in Australien keine amtliche Vornamenstatistik. Die Agentur McCrindle Research hat die häufigsten Babynamen des Jahrgangs 2017 ausgewertet:

Mädchen Jungen
  1. Charlotte
  2. Olivia
  3. Ava
  4. Amelia
  5. Mia
  6. Isla
  7. Grace
  8. Ella
  9. Chloe
  10. Harper
  11. Zoe
  12. Sophie
  13. Evie
  14. Evelyn
  15. Isabella
  16. Ruby
  17. Emily
  18. Ivy
  19. Lily
  20. Willow
  1. Oliver
  2. William
  3. Jack
  4. Noah
  5. Thomas
  6. James
  7. Lucas
  8. Henry
  9. Ethan
  10. Mason
  11. Charlie
  12. Leo
  13. Harrison
  14. Liam
  15. Alexander
  16. Hunter
  17. Lachlan
  18. Samuel
  19. Hudson
  20. Levi

Seit 2014 ist Oliver auf Platz eins in Australien und 2017 sogar in fast allen Regionen außer im Northern Territory, wo Jack der beliebteste Jungenname war. Charlotte ist zum dritten Mal in Folge die Nummer eins bei den Mädchen. In der Region Western Australia war Charlotte nur der drittbeliebteste Mädchenname hinter Mia und Isla. Im großen Rest Australiens stand Charlotte ganz vorn.

Neu in den Top 100 der Jungennamen sind Arthur (83.), Bodhi (93.), Jude (94.), Asher (97.) und Leon (100.); dafür sind Chase, Nathan, Christian, John, Lewis, Maxwell, Marcus und Hayden abgestiegen.

Die Mädchennamen Freya (66.), Luna (83.), Harlow (85.), Elena (94.) und Millie (96.) gehören 2017 erstmals zu den Top 100. Aus den Top 100 ausgestiegen sind Paige, Alyssa, Hayley, Thea, Molly, Eve, Aisha, Alexandra, Brooklyn und Sadie.

Bemerkenswertes

Charlie ist der einzige Unisex-Name in den Top 100 sowohl der Jungen als auch der Mädchen.

Botanische Mädchennamen sind sehr angesagt – aus den Top 100: Ivy, Lily, Willow, Violet, Poppy, Jasmine, Rose, Daisy und Olive. Jungennamen aus der Botanik: Fehlanzeige.

Der Trend geht zu den kurzen Vornamen: Jack steht vor Jackson, Archie vor Archer, Max vor Maxwell, Lily vor Lillian und Ella vor Isabella.

Ortsnamen als Vornamen sind auch in Australien beliebt, zum Beispiel die Mädchennamen Bronte, Avalon, Arcadia, Maddison, Georgia, Eden und Indiana sowie die Jungennamen Brighton, Austin, Jordan und Hunter.

Und außerdem …

6 Gedanken zu “Babynamen des Jahres 2017 aus Australien

  1. Hunter und Archer gefallen mir. Jäger und Bogenschütze, da stellt man sich doch gleich einen starken, beweglichen und intelligenten Menschen vor.
    Lachlan ist irgendwie auch lustig. wenn er nach Deutschland zieht wird er bestimmt auch so aufgerufen: Lach-Lahn

  2. Na ja, die Australier halt… Die waren in beiden Weltkriegen bei uns (also den Deutschen) wegen ihrer rücksichtslosen und todesverachtenden Tapferkeit gefürchtet und hochgeachtet.

    Als besonders kultiviert gelten sie in der angelsächsischen Welt hingegen nicht. Und das sieht man ja auch an der Namensliste.

    Es gibt einen hübschen alten neuseeländischen Witz: „Jedesmal, wenn ein Neuseeländer nach Australien auswandert, steigt das durchschnittliche geistige Niveau *beider* Länder“.

    Amüsant finde ich, daß der in Deutschland notorische Name Matilda immerhin auf Platz 21 steht – obwohl das in der eigentlichen australischen Hymne eben einen Rucksack bezeichnet. Weiß noch, wie ich lachen mußte, als ich den Namen so um den Dreh 2011 zum erstenmal in D gehört habe.

    @ mgl

    Bogenschützen spielen aber in Europa nur in der englischen Militärgeschichte des Spätmittelalters eine Rolle (Poitiers, Crecy, Azincourt). Bei den alten Griechen galt der Bogen als unehrenhafte Meuchelmord-Waffe. Daher finde ich Archer nicht gut. Mag auch den Nachnamen Armbruster nicht, weil eine Armbrust eben eine noch unritterlichere Waffe ist als der Bogen. Bogenschießen zu lernen, dauert immerhin viele Jahre – auch für den Vernichtungs-Pfeilhagel der englische Yeomen. Eine Armbrust kannst Du jedem Idioten in die Hand drücken. Ritter kämpfen mit der Lanze oder mit dem Schwert.

  3. Bogenschießen zu lernen, dauert immerhin viele Jahre

    Nachtrag: es geht dabei natürlich nicht um Zielsicherheit, „Zen und die Kunst des Bogenschießens“ oder so einen neudeutsche Quatsch. Das dürfte alles von diesem Robin-Hood-Serien-Unfug der 1970er und von irgendwelchem nationalistischem Engländer-Kitsch inspiriert sein.

    Englische Langbogen wirken nur im Masseneinsatz. Das jahrelange Training dient fast ausschließlich dem Aufbau der Muskelkraft – 50 kg Zugkraft muß man erst einmal halten können. Der Bogen ist sozusagen das Maschinengewehr des Späten Mittelalters – und verschwindet auch sofort mit Aufkommen der Feuerwaffen.

  4. In Australien sind die Namen natürlich englisch geprägt, einige wird man auch in den USA finden (z. B. Hunter). Aber auch hier gibt es Namen, die man in vielen Ländern antrifft. Zum Teil sind es christlich geprägte Namen, aber auch Namen aus dem griechischen und lateinischen.

    Mir gefallen diese Namen:
    Thomas, Lucas, Henry, Alexander, Sophie, Isabella, Emily und Matilda (auf Platz 21)

    Isabella hat es geschafft zu einem weltweit bekannten Namen zu werden. Isabella ist die italienische Form, Isabel ist spanisch und Isabelle ist französisch. Aber ausgerechnet eine dänische Prinzessin heißt ebenfalls Isabella. Schön ist der Name auf jeden Fall. Die Variante Isabel gefällt mir auch gut.

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