Babynamen der Woche 39/2017

Jonas * Lönna * Conner Lennox * Levke * Sophia Emily * Mats Tarje * Lea-Manuela Raphaela * Mira Martha * Ben Ole Marcel * Lönne * Marlene Sophie Edith Anneliese * Jannis Fiete * Marret Iris * Hannes Birger * Jayla Malin * Svea Lorina * Vincent Horst * Linnea Josephine * Lille Charlotta * Paul-David * Leetje Mathea * Nele Pina * Lydia Caitlyn * Max-Léon * Greetje * Ava Tabea * Nahne Elin * Liana Filipa * Mats Arthur * Svea Charlotte Traudel * Julian Kasimir

Vater mit Baby © naum - fotolia.com

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Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

56 Kommentare zu "Babynamen der Woche 39/2017"

  1. Sabrina sagt:

    Was für eine Mischung!!

    Jonas: Ok
    Lönna und Lönne finde ich schon sehr auffällig! Entwickelt sich da ein neuer Trend? Klanglich finde ich beide Namen leider gar nicht schön und auch sonst kann ich ihnen nichts abgewinnen.
    Conner Lennox: Schublade auf! (Mit entsprechendem Hintergrund ok)
    Levke: Mochte ich noch nie
    Sophia Emily: Ich kenne Schwestern, die Sophia und Emily heißen. Finde ich auch schöner
    Mats Tarje: Mats kann man machen, auch wenns nicht meins ist und Tarje erinnert mich an die Gewichtseinheit Tara.
    Lea-Manuela Raphaela: Das wirkt nicht nur doppelt gemoppelt, sondern gleich dreifach. Bei Lea Raphaela wäre ich noch mitgegangen, aber Manuela auch noch mitzunehmen, wirkt arg La-Le-Lu.. auf mich.
    Mira Martha: Würde mir für Schwestern besser gefallen. So ist mir die Kombi zu abgehakt.
    Ben Ole Marcel: Ben Ole ohne Marcel hätte mir besser gefallen.
    Marlene Sophie Edith Anneliese: Einfach zu lang und zu viel, lieber je zwei Namen für Schwestern.
    Jannis Fiete: Würde ich selber nicht vergeben, finde ich aber durchaus machbar.
    Marret Iris: Finde ich ganz interessant und ansprechend. Mal was anderes.
    Hannes Birger: Hannes ok, Birger mochte ich noch nie
    Jayla Malin: Ich muss an Jail (englisch Gefängnis) und Jam
    (englisch Marmelade) denken..
    Svea Lorina: Svea würde ich selber nicht vergeben, finde ich aber ganz ok. Lorina gefällt mir hingegen gar nicht.
    Vincent Horst: Vincent ok, Horst als stumme Nachbenennung sicher auch.
    Linnea Josephine: Gefällt mir
    Lille Charlotta: Weiß jemand, woher Lille kommt? Gefällt mir gar nicht, lieber Lilia Charlotte
    Paul-David: Passt und ist auch in der Kombi noch kurz genug für den Bindestrich finde ich
    Leetje Mathea: Leetje gefällt mir gar nicht, ist wohl auch einfach zu nordisch für meine bayerischen Ohren. 😀 Mathea kann man machen, auch wenn ich beispielsweise Thea schöner finde…
    Nele Pina: Nele ok, Pina ist spanisch für Ananas..
    Lydia Caitlyn: Nicht meins
    Max-Léon: Entweder Bindestrich oder accent aigu, beides passt irgendwie einfach nicht…
    Greetje: Siehe Leetje; lieber Greta
    Ava Tabea: Gefällt mir
    Nahne Elin: Nahne s. Lille, Elin ok
    Liana Filipa: Zu viel i und a
    Mats Arthur: Mats siehe oben, Arthur als ZN ok
    Svea Charlotte Traudel: Ohne Traudel ok, aber da musst wohl noch eine Oma/Patin geehrt werden und dann ist das auch ok.
    Julian Kasimir: Julian gefällt mir schon immer und Kasimir mochte ich noch nie.

    Wahlpflicht:

    Jannis Fiete,
    Marret Iris
    Ava Tabea

    • Jan sagt:

      Marlene Sophie Edith Anneliese: Einfach zu lang und zu viel, lieber je zwei Namen für Schwestern.

      Das stimmt natürlich! Aber wenn sich aus verschiedenen denkbaren biographischen Gründen absehen läßt, daß es die einzige Tochter bleiben wird? Man will unbedingt einen Doppelnamen, bitte sehr, ist heute eben so, was auch immer man davon hält. Und gleichzeitig sollen noch beide Elternfamilien mit einer Nachbenennung (und ich finde den Brauch der Nachbenennung eben schön) bedacht werden. Da ist man dann eben bei vier Namen. Ich finde das daher gar nicht so schlimm…

      Weiß jemand, woher Lille kommt?

      Von Alice Weidel? 😀

      (Zur Erklärung: Als eine gute Woche vor der Bundestagswahl diese angebliche, ein paar Jahre alte Hate-Mail von Alice Weidel publik gemacht wurde, wurde als Beweis der Echtheit angeführt, daß sie mit ihrem damaligen Spitznamen „Lille“ unterschrieben war.)

    • Maria Th. sagt:

      Wenn, dann müsste man schon Michel Lönne bzw. Ida Lönna kombinieren, damit’s richtig bullerbüisiert klingt. Passt am besten mit dem Nachnamen Berger.
      Einfach nur Lönne/Lönna reicht einfach noch nicht. 😀

    • Maria Th. sagt:

      Und ist Lille nicht dänisch und bedeutet einfach KLEIN? Lillebror, Lille prins (für danische Prinzen, solange sie noch keine offiziell verkündeten Namen haben) – sowas habe ich dabei im Kopf.
      Hoffentlich wird Lille Charlotta keine 1,93 m große Basketballspielerin oder eine Riesen-Wuchtbrumme.

    • Gabriele sagt:

      Bei Pina denke ich an Pina Bausch, die wunderbare Tänzerin. Lönne und Lönna erinnern an Lönneberga, sind es schwedische Naman?

  2. Astrid sagt:

    Lea-Manuela Raphaela fiel mir auch gleich auf. 😉

    Wahlpflicht heute für Mädchen schwierig, aber wild geschüttelt gefällt mir Marlene Iris.
    Junge: Mats Arthur

    Interessant: Edith und 2x Svea

  3. Mareike sagt:

    Diese Namen gefallen mir heute am besten:

    Jonas – einfach und unkompliziert, Jonas geht immer.

    Paul-David – lieber ohne Bindestrich ein schöner Name

    Sophia Emily – mit Emily als Zweitnamen kann man gut leben, Sophia finde ich wunderschön.

    Ava Tabea – Tabea ist ein toller Name, selten, aber trotzdem einfach. Ava ist nicht so meins, kann man aber machen. Ich würde Tabea als Rufnamen nehmen. Wild gerüttelt gefällt mir: Tabea Josephine

    Jannis Fiete – Jannis als moderne Kurzform von Johannes gefällt mir. Noch besser hätte mir Jannis Friedrich gefallen, die Kombi würde ich auch selbst vergeben.

    Schublade auf: Conner Lennox, Lönna, Lönne (auch wenn es sich um verschiedene Schubladen handelt).

    Lea-Manuela Raphaela – lea-ela ela … viel zu ähnlich – und am Ende ist nur Lea der Rufname …

    Marlene Sophie Edith Anneliese – die Namen reichen für zwei Kinder. Ich gehe davon aus, das Sophie keine Nachbenennung ist, dann hätte auch Marlene Anna Edith gereicht. Oma Anneliese wird auch Anna als Nachbenennung anerkennen.

    • Jan sagt:

      Schublade auf: Conner Lennox, Lönna, Lönne (auch wenn es sich um verschiedene Schubladen handelt).

      Hähä, allerdings! 😀 Bei Ikea oder im Bauhaus sieht man sich dann mal, ignoriert sich aber geflissentlich.

      Marlene Sophie Edith Anneliese – die Namen reichen für zwei Kinder. Ich gehe davon aus, das Sophie keine Nachbenennung ist, dann hätte auch Marlene Anna Edith gereicht. Oma Anneliese wird auch Anna als Nachbenennung anerkennen.

      Klar hätte Oma Anneliese das! 😀 Meinem verehrten Großonkel Johann war auch klar: „Jehan is vandach tau oldmodsch!“ Aber die Edith aus der anderen Linie wäre benachteiligt worden, weil sie eben wirklich nur noch Nachbenennung gewesen wäre und nicht mehr Teil zwei eines Doppelnamens wie diese komische Anneliese aus der anderen Familien 😉

      Es kollidieren hier wohl der alte Brauch der Nachbenennungen und die Modemasche mit den Doppelnamen. Zwei plus zwei gleich vier.

      Zugeben: Wüste Spekulation… Aber nicht unplausibel.

  4. Marthe sagt:

    Wahlpflicht:
    Paul-David * oooohne Bindestrich!
    Jannis Fiete *

    Wild geschüttelt:
    Paul David Fiete
    Martha Charlotte
    Martha Philippa

    Kann man machen
    Jonas *
    Ben Ole Marcel * das Marcel hätte man sparen können
    Mats Tarje *
    Jannis Fiete *
    Marret Iris * Barret
    Hannes Birger * Birger klingt für mich schon immer wie ein Nachname
    Svea Lorina *
    Levke *
    Paul-David *
    Leetje Mathea *
    Nele Pina * fast lalelu
    Lydia Caitlyn * fast Schublade
    Greetje * Ava Tabea *
    Svea Charlotte Traudel * Traudel, die Omi muss wirklich nett gewesen sein, wenn man den Namen weitergibt
    Julian Kasimir *
    Linnea Josephine *
    Mats Arthur * Arthur macht Mats noch weicher

    Mutig
    Lönna *
    Mira Martha *
    Lönne *
    Marlene Sophie Edith Anneliese *
    Vincent Horst *

    Schublade
    Conner Lennox *
    Jayla Malin *
    Max-Léon *

    Laaaangweilig oder Lalelu
    Sophia Emily *
    Lille Charlotta *
    Liana Filipa *

    Was soll das?
    Lea-Manuela Raphaela *
    Nahne Elin *

  5. elbowin sagt:

    Wilde Mischung heute! Senf gibt es zu …

    Conner Lennox * Conor besser mit zwei o und einem n; wenn man schon ausländische Namen vergibt, sollte man sie auch richtig schreiben – die Alternative wäre eine komplette Eindeutschung („Konner“, kein Könner!)
    Lea-Manuela Raphaela * 3, Namen, 3 Hiate
    Mira Martha * Eigentlich schön, mich stört etwas das „Miramar“ (Spaßbad oder Strandhotel) zu deutlich drinsteckt
    Lille Charlotta * AfDer?
    Leetje Mathea * Ma Thea? Der Matthea fehlt ein t
    Liana Filipa * Philippa ohne überflüssige Buchstaben, das ist konsequent
    Mats Arthur * Noch ein Mats … ist Hummels gerade sooo angesagt?
    Svea Charlotte Traudel * Traudel steht in einem merkwürdigen Kontrast zu den beiden ersten Namen

    • Rebecca Sophie sagt:

      Filipa gibt es in Portugal. Liana ist mir da aber noch nie begegnet, insofern bin ich mir nicht so sicher, inwieweit, das den Eltern auch bewusst war.

  6. QualDerWahl sagt:

    Alle Jahre wieder verschlägt es mich aus aktuellem Anlass hierher. Immer wieder unterhaltsam, die (Un-)Namen der Woche und wie sie auseinander genommen, verbessert, geschüttelt, in Schubladen gesteckt und, höchst selten, auch mit Beifall bedacht werden. Das alles, wie ich annehme, von Menschen, die wahrscheinlich aktuell keine Vornamen vergeben und sich wohl auch kürzlich nicht in dem Dilemma einer echten Namenswahl befanden.
    Denn ein Dilemma ist es, ach was sage ich, ein Minenfeld – was kann man nicht alles falsch machen! Irgendwas ist immer. Einen möglicherweise vierten (bzw. achten) Mädchennamen zu finden, unter Beachtung allerlei eigener Kriterien, ist sowieso kein Spaß mehr. Immerhin habe ich hier gelernt, durch Vergabe eines einzelnen Namens kann man schon 50 Prozent aller Klippen umschiffen. Bleiben dann nur noch die politischen, geschichtlichen, sprachgeschichtlichen, (inter-)kulturellen, religiösen, aktuell medialen… Zusammenhänge zu bedenken, damit sinkt das Risiko eines Fehlgriffs auf 10 Prozent. Für den Rest nehme man eine gute Portion Glück… Und in 30 Jahren geht das Kind dann hin und kauft sich für ’nen Appel und ein Ei einen neuen Vornamen – denn irgendwas ist immer!

    • Jan sagt:

      Das alles, wie ich annehme, von Menschen, die wahrscheinlich aktuell keine Vornamen vergeben und sich wohl auch kürzlich nicht in dem Dilemma einer echten Namenswahl befanden.

      Hossa! Was für ein Wirkungstreffer und eine wirklich gelungene Vorstellung.

      Klar, die Leute, die hier regelmäßig schreiben, sind allesamt dreizehnjährige Teenager, Omas, alte Jungfern, neurotische Schwerenöter, Hagestolze oder schwule Katzenpapis.

      Dir eine fröhliche Niederkunft, eine sichere Hand bei der Namenswahls-Risiko-Minimierung und weiterhin gute Fruchtbarkeit!

      😉

    • Marthe sagt:

      Ich denke, ein Interesse an Vornamen ist vor allem in ähnlichen sozialen Milieus von Interesse, weswegen sich hier viele treffen, die ähnliche Namenskriterien als positiv bewerten – man beachte den aktuellen Zuspruch von Klassikern wie „Helena“ und die Ablehnung von „Jamie-Jordan“s. Die Namensvielfalt würde sich verringern, wenn nur Kommentar-Schreiberlinge Namen vergeben würden. Gleichzeitig wird sich hier jede Woche die Vielfalt gefeiert. Ablehnung ist ja auch eine Form der eigenen Begrenzung und Identifikation.

    • Mareike sagt:

      Hier werden die einzelnen Name ja auch sehr intensiv bewertet, quasi auseinander genommen und Verbesserungsvorschläge gemacht. Aber man sollte die Wirkung von Namen auch nicht überbewerten oder befürchten, ein Name könnte im späteren Leben Nachteile mit sich bringen. Ich glaube nicht, dass mein Arbeitgeber seine Azubis nach den Vornamen aussucht. Solange der Name halbwegs normal ist. (Ich weiß nicht, wie es aussieht, wenn Conner Lennox und Lönna sich bewerben.)

      Wenn meine Kinder neue Freunde/Freundinnen kennen lernen und sich mit ihnen gut verstehen, dann ist es egal wie sie heißen. Ich habe schon wirklich kuriose Namen kennengelernt, aber wenn das Kind sympathisch ist, spielt der Name keine Rolle mehr.

  7. Romina sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Mädchen: Svea Lorina und Linnea Josephine

    Jungs: Jonas und Ole Jannis

    Wild geschüttelt: Ava Emily und Jonas Arthur

    Nun zu den Namen:

    Jonas: Klassisch, gefällt mir gut!
    Lönna: Nordisch? Klingt nicht mal schlecht, würde ich aber nicht vergeben.
    Conner Lennox: Connor nur mit o, trotzdem n die Schublade, sorry
    Levke: Ist das weiblich? Ich hätte einen eindeutigen ZN hinzugefügt
    Sophia Emily: Emily mag ich, Sophia eher nicht, aber zusammen klingt es gut! Hätte nur die Reihenfolge getauscht, dann wäre der Name perfekt
    Mats Tarje: So viel aus dem Norden heute! Kann ich leider nicht viel abgewinnen.
    Lea-Manuela Raphaela: Alle Namen enden auf A, nicht gerade abwechslungsreich. Lea ist zu klassisch, die anderen beiden sind zu lang. Nein danke.
    Mira Martha: Hört sich an wie eine Kinderserie oder eine Aufzählung. Einzeln ja, zusammen eher nicht.
    Ben Ole Marcel: Ben stört mich irgendwie, m.m.N. hätte Ole Marcel gereicht.
    Lönne: Hatten wir die nicht schon? Na ja, mit A am Ende mag ich den Namen mehr
    Marlene Sophie Edith Anneliese: Zu viel des Guten, hoffentlich ist Lene oder Sophie der Rufname
    Jannis Fiete: Ich mag Janik mehr als Jannis, und Fiete hört sich an wie eine Mischung aus Flöte und Fidel…
    Marret Iris: Bei Marret ein r zuviel, Iris ist vergebbar
    Hannes Birger: Nicht schlecht, allerdings werden später wohl viele danken, dass Birger der Nachname wäre
    Jayla Malin: Malin ist schön! Aber bei Jayla wird sie sicher oft buchstabieren müssen
    Svea Lorina: Noch nie gehört, geht aber wunderbar zusammen
    Vincent Horst: Hätte man besser, aber auch schlechter machen können.
    Linnea Josephine: Endlich mal eine aus meinen Augen gelungene Komni! Josephine ist einer der besten Mädchennamen, zeitlos und geht fast immer, besonders mit der eher seltenen Linnea
    Lille Charlotta: Nein danke, eher Lilli Charlotte/Lilli Carlotta oder so
    Paul-David: Klassisch, „beschweren kann ich mich da eher weniger“ 😀
    Leetje Mathea: Mir gefällt Mathea! Aus Leetje hätte man aber auch Letizia machen können
    Nele Pina: Bei Pina denke ich an Pina Colada, Nele ist hübsch
    Lydia Caitlyn: Wirkt auf mich zu hochgestochen
    Max-Léon: Der Akzent sticht ins Auge. Ich finde ihn aber gut gewählt, denn Max Leon wäre zu mainstream
    Greetje: Eine nordische Begrüßung? So kommt es jedenfalls rüber, wenn sie zum Beispiel nach Bayern reist und sich vorstellt
    Ava Tabea: Das A wurde gut eingesetzt, auch einzeln mag ich die Namen sehr
    Nahne Elin: Von Nahne höre ich zum ersten Mal, Elin geht klar
    Liana Filipa: Aus dem Spanischen?
    Mats Arthur: Zeitlos und schön
    Svea Charlotte Traudel: Ohne Traudel wäre der Name bei mir im Wahlpflichtspiel gelandet
    Julian Kasimir: Kommt bei mir in die „Kann man machen, muss man aber nicht“-Abteilung

  8. Jan sagt:

    Julian Kasimir. Da klappt dann bei mir sofort in diese Schublade zu: „Soll klassisch klingen, klingt es aber nicht. Eltern sind halt Bionade-Trottel.“ 🙂

    Beides sind Namen, die vor etwa den 80ern in Deutschland völlig ungebräuchlich waren.

    Julian (nicht zu verwechseln mit Julius!) klingt mir zu oströmisch, Kasimir zu polnisch. Kasimir ist halt ein polnischer Königsname, dort freilich Kazimierz geschrieben und /KaSIEmjesch/ gesprochen.

    Ein Hoch den Schubladen! *schnapp* *klapp* *boff* 😉

    • Mareike sagt:

      Meine erste Begegnung mit dem Namen Kasimir war der „Lückenfüller“ zwischen zwei Werbespots in der ARD: Ute, Schnute, Kasimir … Das ist aber auch der einzige Kasimir aus den 80ern (oder später), an den ich mich erinnern kann.

      Julian ist ein Name aus den 80ern, kann man machen, wenn es gefällt, ist ein „normaler“ Name.

    • Jan sagt:

      Irgendwie/wo gibt es da so eine Sonderschublade für Namen, die heute als klassisch empfunden werden, aber vor 30 Jahren bestenfalls als Kinderbuchfiguren, Wetterberichtssprecher, Fliegen-Träger und Hundefuttermarken durchgegangen wären:

      Julius
      Kasimir
      Cäsar
      Alexander (?)
      Felix
      Nepomuk
      Florian

      (Julian und Justin sind wohl eh indiskutabel, weil sie sich auch englisch aussprechen lassen. Von ausgesprochenen Schwulennamen à la Leander auch nicht zu reden.)

    • neuhier sagt:

      Julian Kasimir

      Julian finde ich persönlich viel zu weich für einen Jungennamen. Dort muss schon ein knackiger Zweitname her, der aber auch nicht zu erdrückend wirkt. Mit U, A und I sind die möglichen Vokale für den Zweitnamen auch festgelegt, damit es nicht zu bunt und damit noch weiblicher wird. Kurzum, ich finde die Kombi Julian Kasimir gelungen – wenn es dann noch einen familiären Bezug zum Namen Kasimir gibt umso mehr.

    • Maria Th. sagt:

      Kasimir hat hierzulande eine starke Anmutung an Käse, also Kas, von daher hat mir der Name noch nie gefallen. Kasimir ist für mich eher polnisch, denke ich.

  9. Mark sagt:

    Vielleicht werden Lönne und Lönna einmal heiraten–Lönne ist doch ein Jungenname, oder?

    Finde Lönne ganz sympathisch, als Namen, Lönna finde ich nicht schlecht, aber nicht so gut wie Lönne.

    Mira Martha–hier trifft ein totaler Modename auf einen sehr bodenständigen Klassiker. Wegen der arbeitsamen biblischen Figur hat für mich Martha was praktisch-handfestes an sich. Auch der schlichte aber prägnante Klang trägt zu dieser Aura bei. Der Name gefällt mir ausgesprochen gut.

    Mit Mira kann ich mich nicht anfreunden. Da bin ich etwas vorgeprägt von Erfahrungen; in den USA schien der Name in einem super-coolen Yuppie-Milieu besonders beliebt zu sein, und jetzt hat sich bei mir diese Assoziation gefestigt. Vom Klang her ist der Name natürlich hübsch. Mir wären Miranda oder sogar Mirabella lieber. Die Namen sind irgendwie voller und ausladender, auf für mich sympathische Weise, und haben in der westlichen Welt tiefere Wurzeln und mehr Tradition als der Name Mira. Miranda ist ja besonders seit Shakespeares „The Tempest“ ein bekannter Name, und Mirabella ist eben so ein italienischer Import, der es schon im 18. Jahrhundert oder so nach Deutschland schaffte. Irgendwie ist mir Mira tatsächlich zu sehr der jetzigen Zeit und ihrer Mode verhaftet.

    Jannis Fiete finde ich klanglich und von der allgemeinen Wirkung der Kombi her sehr gelungen. Dabei finde ich andere Formen des Namens Johannes allerdings schöner als Jannis, wie z.B. Jan, Hans, Johann, Hannes, oder eben einfach Johannes. Muss gestehen, dass mir die Namensform Jens nie besonders gefallen hat.

    Aber wie gesagt: als Kombi finde ich Jannis Fiete sehr schön, geschmackvoll und gelungen.

    Bei uns hier in Württemberg hieß ein FDP-Kandidat dieses Jahr Janis Wiskandt–diese Kombi aus Vor- und Nachnamen fand ich auch irgendwie besonders schön.

    Julian Kasimir–

    Wie Neuhier, finde ich Julian zu weich, und finde gerade den konsonantenbetonten Kasimir als Zweitnamen für Julian gut geeignet.

    Noch besser wäre Kasimir als Erstname, nach meinem Empfinden–den Namen finde ich richtig toll. Würde ich glatt selbst vergeben.

    • Jan sagt:

      Mit Mira kann ich mich nicht anfreunden. Da bin ich etwas vorgeprägt von Erfahrungen; in den USA schien der Name in einem super-coolen Yuppie-Milieu besonders beliebt zu sein, und jetzt hat sich bei mir diese Assoziation gefestigt.

      „Friesische“ Namen scheinen doch so hoch im Kurs zu stehen… Mira wäre in gewisser Weise ein solcher Name, mehr als all die Okes und Muttjes:

      Mira, der ostfriesische Wunderstern.

    • Jan sagt:

      Ich weiß, das grenzt jetzt an Trollerei und Unfug, aber diese Wiki-Passage über den ostfriesischen Mira-Entdecker David Fabricius ist einfach zu klasse:

      Das Ende von David Fabricius ist etwas kurios und geheimnisumwittert. So soll er kurz vor seinem Tod eine Predigt gehalten haben, in der er behauptete, einen Gänse- und Hühnerdieb zu kennen, er wolle dessen Namen aber nicht preisgeben. Ein selbst erstelltes Horoskop sah für den 7. Mai 1617 Unheil voraus und Fabricius verbrachte den Tag in seinem Haus. Am Abend wähnte er die Gefahr vorüber und machte sich zu einem Spaziergang auf. Auf dem Weg wurde er von einem Bauern, Frerik Hoyer, mit einem Torfspaten erschlagen. Hoyer fühlte sich offensichtlich als Dieb bloßgestellt und war darüber in Zorn geraten. Er wurde wegen seiner Tat zu Tode gerädert.

      😀

      Der Sohn von David (mit dem heute auch wieder ganz modernen Namen Johann) hat dann übrigens (auch von Ostfrieslamd aus) die Sonnenflecken entdeckt, mit denen wir uns heute noch herumschlagen.

      Also: Mira, Makula, David und Johann als Geschwisternamen. Das wäre einmal ein ostfriesischer Sternenhimmel!

    • Jan sagt:

      Bei Ja(n)nis vermute ich fast, daß der griechische Politiker Janis Varufakis (der ja bei Frauen sehr gut angekommen ist) zur Verbreitung beigetragen hat… Gut, den FDP-Kandidaten kann das nicht mehr betroffen haben. (Zwar stellt die FDP oft Grünschnäbel auf, aber so kleine nun auch wieder nicht.)

      Janis (mit ein oder zwei Diakritika drübergestreut) ist auch die lettische Form von Johannes.

    • Mareike sagt:

      Vielleicht ist Jannis auch beliebt geworden, weil der Name eine vielseitige Herkunft hat, das macht den Namen interessant.

      Hannes und Jannes sind norddeutschen Kurzformen von Johannes, aber Jannis kann auch griechisch oder lettisch sein. Ich vermute mal das Hannes als eigenständige Kurzform zuerst da war, Jannes und Jannis kamen erst später dazu. In einer Schulklasse könnten alle gängigen Kurzformen von Johannes vertreten sein. Jannik gehört auch noch dazu, aber den finde ich wegen der vielen Schreibweisen nicht so gut.

    • Jan sagt:

      Na, also ich empfinde das so:

      Hannes. Westfälische Kurzform. (Hannes Wader! Gebürtig zu Bielefeld, kürzlich 75 Jahre alt geworden.)

      Jannes habe ich noch nie gehört…

      Jannik. In meinen Ohren einwandfrei ein Kevinismus. Eingebürgert hier über den schwarzen Tennis-Spieler Yannik (Yannick?) Noah in den 80ern oder 90ern.

      (Hingegen Janek: Polnischer Standarddiminutiv für Jan.)

  10. Mareike sagt:

    Mit Mira kann ich mich auch nicht anfreunden, weil auch noch Mila, Mia und Mina zu den Modenamen gehören.
    Ich mag ja lieber die etwas längeren Namen. Anstatt Mira würde ich Miriam nehmen und Milena gefällt mir besser als Mila. Und Mia war früher immer eine Maria.
    Eltern wollen heute oft einen Namen, den man nicht abkürzen kann, daraus entstehen die vielen Kurzformen, die sich voneinander kaum unterscheiden.

    • Gabriele sagt:

      @ Mareike: gebe Dir Recht, heute werden viele Kurzformen vergeben, alle ziemlich ähnlich. Mir gefallen auch die etwas längeren Namen oft besser, die Kurzform für das Kind, der Name für den Erwachsenen. Und der längere Namen bietet oft verschiedene Koseformen, das finde ich sehr schön.

    • Barbara sagt:

      Dem kann ich nur beipflichten. Und ganz übel wird’s, wenn die Namen, die keiner mehr abkürzen kann/soll, in Koseform verballhornt werden. Benni und Mialein…
      Warum nicht etwas Solides mit Herkunft&Bedeutung, aus dem sich die Formen bilden lassen, die man gerade braucht? (Sowas soll sich im Laufe eines Lebens ja ändern…)

  11. Jan sagt:

    Das Sturmtief mit dem jesuitischen (bzw. baskischen) Vornamen ist nun über und hinweggetobt (hat sogar hier im Binnenland einen Mordlärm gemacht) – und hat es immerhin noch auf Platz eins der 20-Uhr-Tagesschau geschafft. Auch in der Tagesschau scheint man sich nicht ganz einig zu sein, wie es denn auszusprechen sei: Die Sprecherin Linda Tservakis sagt „KSAvjer“, der Korrespondent hingegen französisiert: „ksaVJEH“.

    • Maria Th. sagt:

      Ich dachte immer, katalanisch wird das ungefähr tchavjER ausgesprochen?! Vielleicht gibt es ja zufällig Muttersprachler, die hier mitlesen?

      noch einige Infos dazu hab ich hier gefunden:
      https://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20100921064321AAwmnlL

      katalanisch heißt es Xavier, spanisch schreibt man Javier, baskisch Xabier

    • Jan sagt:

      Ahoi!

      Ich stehe gerade auf dem Schlauch, warum sollte man das katalanisch aussprechen? Franz Xaver stammt nicht aus Katalonien, sondern aus dem (damals noch) sprachlich baskisch geprägten Navarra…

      Übrigens hat die Tservakis dann gegen Ende der Sendung („Und um 22:15 hat Ingo Zamperoni diese Tagesthemen für sie: …“) auch „ksaVJEH“ gesagt. Eigentlich ist der Standardisierung der Aussprachen bei den Sprechern der 20-Uhr-Tagesschau (nicht unbedingt bei den Korrespondenten) so hoch wie sonst nirgends im deutschen Fernsehen… Mit anderen Worten, die Wahrscheinlichkeit, Standarddeutsch ohne Akzent zu hören zu bekommen, ist nirgends so groß wie da…

      Auf spanisch spricht sich das, glaube ich, „ChaVJEER“ aus. (Wobei b und v im Spanischen „ineinander übergehen“.)

    • Maria Th. sagt:

      Kannst runtergehen vom Schlauch, das war ein Aussetzer von mir, natürlich baskisch, nicht katalanisch. Vielleicht kommt’s daher, daß Katalonien in den letzten Tagen reichlich oft in den Nachrichten vorkam…

    • Jan sagt:

      Jäp, dachte ich mir schon! Kein Problem! 🙂

      Und bei mir hat der Krawallbruder mit der unklaren Aussprache einen armdicken Ast von einer der Holländischen Linden vor meinem Fenster abgerissen. 😉

    • Jan sagt:

      Mit dem Katalonischen ist das auch so eine Sache… Die Katalanen blicken heute mit Hochmut auf das restliche Spanien herab, weil sie wirtschaftlich (etwas) stärker sind. Aber jeder richtige Spanier (also Sprecher der kastilischen Sprache) lacht über das Katalonische: Es klingt in ihren Ohren „matschig, plump und tölpelhaft“. Na, so ungefähr…

      Für Käse sagen die Katalanen „formantsch“. 😉

    • Maria Th. sagt:

      Na ja, die Schönheit liegt halt im Auge (bzw. hier im Ohr) des Betrachters 🙂
      Für mich hört sich formantsch auch komisch an, ist wohl mit dem französischen fromage verwandt, queso dagegen mit unserem deutschen Käse. Aber Käse ist vielleicht in manchen Ohren auch ein komisches Wort.

    • Jan sagt:

      Ich kann nur minimal spanisch (auch durch eine Ex-Freudin), aber ich habe das von (kastilischen) Spaniern und auch von Latinos aus Amerika wieder und wieder erzählt bekommen: In deren Ohren klingt Katalanisch einfach dumpf, platt und plump. Mantsch-Plamp-Pamp-Wisch-Wanz. Der heutige Obermops von denen schreibt sich Puigdemont – und wird so etwa „Pischmont“ ausgesprochen. Das nimmt natürlich kein Latino ernst.

      Wer etwas Nettes über Katalonien lesen will, dem sei George Orwells „Mein Katalonien“ empfohlen. Aber auch darin findet sich kein freundliches Wort über die Sprache. (Und über diese bescheuerte Gaudi-Kathedrale in Barcelona übrigens auch nicht. 😀 Orwell bedauert explizit, daß die ersten Türme nicht schon 1936 in die Luft gejagt wurden! 😀 )

    • cassis sagt:

      Oh, ich bin schon ein wenig spät, aber da ich einen Katalanenwitz kenne, muss ich den unbedingt bringen.
      Ein Spanier sagt zu einem Katalanen: „Eure Sprache klingt, wie wenn jemand Nüsse knackt“.
      Der Katalane antwortet: „No crec“. (= Glaube ich nicht)
      Aber gesungen klingt es doch schön: https://www.youtube.com/watch?v=AlerXNNxZy0

    • Jan sagt:

      Guter Witz, schönes Lied. 🙂

      Ich muß mich auch für meine zumindest angedeuteten Disse gegen die Katalanen entschuldigen. Ich habe nun einmal (auch biographisch bedingt) große Sympathien für Spanien, und der regelmäßige Radau aus Katalonien ist mir gerade in den letzten Wochen wieder mal mächtig auf die Nerven gegangen.

      Kann kein Spanisch, bin überhaupt zu faul zum Sprachen lernen, halte Spanisch aber für die schönste der großen Sprachen Europas. Als junger Mann hat mich die Lektüre der Poesie und der Prosa von Jorge Luis Borges tief geprägt.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Mit Portugiesisch gibg es mir so ähnlich. Das fand ich total schrecklich, bis ich es dann sprechen konnte. Jetzt finde ich es schöner als Spanisch, was mir lange Zeit total aggressiv vorgekommen ist. Das kann ich jetzt aber auch besser sprechen und daher gefällt es mir nun auch besser. Es ist also in gewisser Maßen eine Frage des „Bekannten“.

    • Jan sagt:

      Ja, natürlich klingt Spanisch auch aggressiv… Ohne ein bißchen Aggressivität kommt man eben auch nicht zu einem Weltreich.

      Aber ich finde gerade diesen Zusammenklang von äußerst weichen und äußerst harten Konsonanten des kastilischen Spanisch hinreißend schön… Also weich: d, g, b. Hart: z, r, j, x

      Man zeige mir eine weitere Sprache, in der es ein Wort wie „madrugada“ gibt.

  12. Dore sagt:

    Wahlpflicht Mädchen:
    Linnea Josephine – stimmige Kombination

    Wahlpflicht Junge:

    Jonas – „Jona“ finde ich noch schöner!

    • Jan sagt:

      „Der Hansi geht gern mit der Mali, denn die Mali, die zahlt’s Zyankali…“
      Georg Kreisler selig möge mir verzeihen, wenn ich nicht ganz korrekt zitiert habe.

      Ha! Daran hatte ich nicht gedacht, aber es stimmt! Woher kommt dieser Mädchen-Kurzname Mali in dem Tauben-Vergiften-Lied?

      Das Mädchen mit den drei blauen Augen hat leider keinen Vornamen:

      Wenn wir zwei spazieren gehen
      Aug in Aug‘
      Aug in Aug‘ –
      Und Aug‘
      Bleibt so manches Mädchen stehen
      Die sich denkt, es wäre nett
      Wenn sie auch ein drittes hätt‘

  13. Alina sagt:

    Hallo, ich wollte Mal fragen wie ihr die Namen (m) Mali und (w) Mila findet. Entweder einzeln oder bei Zwillingen? Da mein Freund Marcel heißt würde ich eine Mischung aus beiden Namen schon finden oder etwas ganz neues… vielleicht fällt euch ja etwas ein, egal ob Junge oder Mädchen. Wie findet ihr eine Mischung aus den Namen der Eltern?

    Freue mich über eure Meinungen.
    LG.Alina (finde meinen eigenen Namen auch nicht sooo toll…Freunde nennen mich oft Lina)

    • Jan sagt:

      wie ihr die Namen (m) Mali und (w) Mila findet.

      „Maria Th. to the front!“

      Hier ist Fingerspitzengefühl, Desinvolviertheit und Modestie gefragt. 😉

    • neuhier sagt:

      Wie wäre es denn mit Marlina und Linamar?

      Im Ernst, ich halte von derartigen Namenszusammensetzungen nicht viel, da sie sehr schnell erschöpft sind und auch irgendwie gekünstelt wirken.

      Wenn der Bezug schon über gemeinsame Buchstaben hergestellt werden soll, könnte doch ein Kriterium in der Vorauswahl sein, dass Eure gemeinsamen Buchstaben A und L enthalten sein sollen. Aufgrund der aktuellen Beliebtheit dieser Buchstaben könnt ihr mit dieser Idee im Zweifelsfall auch fünf Kinder mit gewöhnlichen Namen ausstatten.

    • lotta sagt:

      Hallo Alina,

      den Namen Mila finde ich sehr schön und gut vergebbar. Mali gefällt mir nicht, sieht sehr gebastelt und gewollt aus, vor allem in Kombi mit der Schwester. Außerdem denke ich da sofort an das Land.
      Wie Neuhier schon sagt, ohr schränkt euch selbst sehr ein, falls irgendwann noch ein drittes Kind kommt bleibt dann ja fast nur noch Lima. 😉 ich würde daher auch für einen etwas subtileren Bezug plädieren.
      Mir gefällt Celia ganz gut. Ist aber halt ein spanischer Name. Sonst gefällt mir noch:

      Alina und Marcel mit:

      Mila & Celia
      Mila & Lana
      Mila & Alicia
      Lucia & Celia
      Lara & Maira/Malia
      Carla/Clara & Marie/a
      Katharina & Alexander
      Anna & Marie/a
      Richard & Marcus
      Mirco & Aurica
      Constantin & Annica (wobei Annika ja geläufiger ist

      Sooo mehr fällt mir erst mal nicht ein. Ist da was dabei? Liebe Grüße!

    • elbowin sagt:

      Also, beide Namen für Zwillinge zu vergeben, wäre nicht mein Ding, weil das viel zu ähnlich ist.

      Mali und Mila spielen auch in zwei verschiedenen Ligen:

      Mila ist eine durchaus bekannte und etablierte Namensform von slawischen Namen, die das Element mil „lieb“ enthalten. Kann man gut vergeben.

      Mali ist vor allem ein afrikanisches Land, das gerade durch einen Bundeswehreinsatz und islamistische Milizen bekannt ist: Will man immer daran erinnert werden, wenn das Kind so heißt?

    • Jan sagt:

      Nur kurz und in Eile dazischengebölkt:

      Mali ist vor allem ein afrikanisches Land, das gerade durch einen Bundeswehreinsatz und islamistische Milizen bekannt ist: Will man immer daran erinnert werden, wenn das Kind so heißt?

      Was ich von Mali als potentiellem Jungsname halte, brauch ich wohl nicht zu sagen. (Maria Th. hat ja leider, vielleicht wegen bürgerlicher Verpflichtungen, bisher nicht auf meinen Appell reagiert. 😉 )

      Aber Mali als Land ist hochrespektabel, trotz dem Ärger, den es da in den letzten Jahren im Norden mit den Islamisten gegeben hat. Ein armes, aber nicht notleidendes Land. Mali hat vor allem eine einzigartige Musik-Kultur, die unter Weltmusikfans in hoher Schätzung steht und auch in andere Länder Nordwest-Afrikas (Senegal, Gambia) ausstrahlt. Ich höre sehr gerne Mali-Blues, allen voran den großen Ali Farka Touré.

      Der Süden Malis ist bis heute vollkommen ruhig (mit dem üblichen Problemen afrikanischer Länder).

    • Barbara sagt:

      „Der Hansi geht gern mit der Mali, denn die Mali, die zahlt’s Zyankali…“
      Georg Kreisler selig möge mir verzeihen, wenn ich nicht ganz korrekt zitiert habe.

      Diese Mali dürfte schätzungsweise von Amalie stammen, und dass ich Kose- und Lallnamen als standesamtlich eingetragene unsäglich finde, habe ich wahrscheinlich schon oft genug vor mir gegeben.
      Buchstabenbasteleien halt ich für überflüssig, weil sie ausser denen, die sie ersonnen haben, niemand bemerken wird. Ob ein Name ein M wie bei Papa oder ein A wie bei Mama enthält, fällt bei der Häufigkeit beider nicht auf.
      Anders wäre es mit einem Stabreim (Mila, Mia, Maria, Meret…), von dem ich aus eigener Erfahrung nur abraten kann. Meine Geschwister und ich haben gelernt, auf alle Namen zu reagieren. Inzwischen ist es irrelevant, aber als Kind fand ich’s ziemlich blöd, dass sich niemand merken konnte/wollte, wie ich heisse. Dabei war die Alliteration angeblich gar nicht geplant, es gab damals nur reichlich Modenamen mit B.

    • Maria Th. sagt:

      „Maria Th. to the front!“
      … leider, vielleicht wegen bürgerlicher Verpflichtungen…

      Ja, so isses, man kann nicht immer so wie man will… 😀

      Ja, nun:
      Mila kann man gut machen, ist nicht mein persönlicher Favoritenname, aber vollkommen ok.
      Mali hingegen erinnert zum einen an das Land (s.o.), zum anderen hätte ich das nicht als männlichen Namen erkannt; Mali ist eine Koseform von Amalie/a, die hierzulande gelegentlich noch vorkommt. Für mich also schon deswegen ein „No-Go“. Außerdem ist der Name viel zu ähnlich zu Mila – Mila und Mali hört sich, mit Verlaub, wie Fix und Foxi an. Gerade bei Zwillingen sollten meiner Meinung nach die Namen zwar gut zusammenklingen, aber keinesfalls zu ähnlich sein, da Zwillinge sowieso (zu häufig) als Einheit gesehen werden. Daher kann und sollte man unbedingt zwei deutlich unterschiedliche Namen kombinieren. Ich denke, auch die beiden Kinder werden später dankbar dafür sein.

      Eine Mischung aus den Namen der Eltern würde ich ebenfalls vermeiden, das klingt entweder gebastelt oder eben wiederum zu gleich. Es muss ja nicht alles aus einem Pool von wenigen Buchstaben gebildet werden, das wirkt leicht alles wie „eine Soße“. Familienzugehörigkeit und -zusammenhalt macht sich nicht an der maximalen Übereinstimmung von Buchstaben in den Vornamen fest. Wenn, dann evtl. einen Elternnamen als Nachbenennungs-Zweitnamen dazuwählen, wenn das passt.

      Zu weiteren Namensvorschlägen würde ich gern wissen, ob es schon feststeht, dass es ein Zwillingspärchen wird (das hätte ich jetzt aus Alinas Fragestellung eigentlich so erschlossen) oder ob man noch völlig frei kombinieren kann?

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Zum einen sind die Namen zu ähnlich, außerdem hätte ich Mali nicht als Jungennamen erkannt, du hast ja selbst schon das Geschlecht dahinter geschrieben und es ist nun mal ein Land.
      Lottas Vorschläge finde ich nicht so schlecht, nur Malia erinnert mich immer an Malaria. Mila und Lana klingt mir zusammen irgendwie zu gelallt. Dir Mila, die ich kenne hat zwei Schwestern namens L.inn und J.onna, wa sixh auch sehr schön finde.
      Ansonsten würde ich noch Cecilia, (Magda)lena, Luna, Maia, Maj, Liv, Till, Max, Jakob, Henri, Janik oder Moritz vorschlagen.

    • Jan sagt:

      Und von „Mal“ als Anfangsbuchstaben würde ich – trotz meiner freundlichen Wort über das Land Mali – abraten. Da klingt im das „mal“, das „malus“, also das Übel, die Krankheit, das Böse an. Man denke an Beaudelaire, man denke an Jean Lartéguy.

    • Maria Th. sagt:

      Evtl. käme noch Milan in Frage, dann müsste aber natürlich Mila durch einen andren Namen ersetzt werden.

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