Die voraussichtlich beliebtesten Vornamen Frankreichs im Jahr 2013

Bei den voraussichtlich beliebtesten Vornamen Frankreichs im Jahr 2013 handelt es sich um statistische Prognosen von Stéphanie Rapoport, denen die Statistiken des INSEE (Institut national de la statistique et des études économiques) zugrunde liegen.
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Mädchen Jungen
  1. Emma
  2. Lola
  3. Chloé
  4. Inès
  5. Léa
  6. Jade
  7. Manon
  8. Louise
  9. Zoé
  10. Lilou
  11. Léna
  12. Sarah
  13. Camille
  14. Maëlys
  15. Lina
  16. Éva
  17. Louna
  18. Clara
  19. Alice
  20. Romane
  1. Nathan
  2. Lucas
  3. Léo
  4. Enzo
  5. Louis
  6. Gabriel
  7. Jules
  8. Timéo
  9. Hugo
  10. Arthur
  11. Ethan
  12. Raphaël
  13. Maël
  14. Tom
  15. Noah
  16. Mathis
  17. Théo
  18. Adam
  19. Nolan
  20. Clément

Quelle : Stéphanie Rapoport, L’Officiel des prénoms 2013, éditions First. Vielen Dank an „Schtroumpfette“ für die Recherche!

Weitere Vornamenhitlisten aus Frankreich auf Meileurs Prenoms.

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

7 Kommentare zu "Die voraussichtlich beliebtesten Vornamen Frankreichs im Jahr 2013"

  1. Cassis sagt:

    Ich finde es lustig, dass „Léna“, „Lina“ und „Louna“ bei den Mädchen in den Top 20 sind. Fehlt nur noch Lana (wie L. del Rey).

  2. Mark sagt:

    Wünschte mir die folgenden Namenstransformationen:

    Lucas–Luc
    Timéo–Timothée
    Tom–Thomas
    Noah–Noé
    Mathis–Mathieu

    Bei den Mädchennamen würde ich vor allem Clara durch Claire ersetzen; und ist die traditionelle französiche Form von Eva nicht Éve?

    Ich finde es in jeder Sprache/jedem Kulturraum toll, wenn die wirklich verwurzelten herkömmlichen Namen vergeben werden. Jede Sprache hat eigentlich wundervolle Namen; finde es immer gut, wenn eine Kultur sich selbst treu bleibt, mehr oder minder. Die historischen kulturellen Wandlungsprozesse waren etwas ganz anderes als die heutigen rasanten globalen Wandlungsprozesse; deshalb plädiere ich im heutigen Umfeld für soviel historische Kontinuität wie möglich.

    Wie Cassis bereits bemerkt hat–bei den Mädchen scheinen L-Namen ja sehr in Mode zu sein, zur Zeit. Dass Lola so beliebt ist in Frankreich finde ich erstaunlich; ich assoziiere damit immer die Mätresse des bairischen Königs und Showgirls. Vielleicht wirkt der Name in Frankreich weniger anrüchig. Mir klingt der Name zu sehr nach Lallsprache, aber mit französischem Akzent hört er sich deutlich besser an als im Deutschen.

    Dann noch Léa, Louise, Lilou, Léna, Lina und Louna. Von diesen finde ich Léa und Louise eindeutig am schönsten. Da die A-Endung im Französischen nicht sehr traditionell ist (z.B.ist Hélène die traditionelle Form statt Helena und Caroline statt Carolina) finde ich die Kurzformen Léna und Lina eigentlich wenig passend. Ist da eine deutsche Mode ins Nachbarland herübergeschwappt? Fände ich überraschend, wenn die Franzosen die Deutschen nachahmen würden.

    Lilou ist mir zu süßlich; Louna geht so–hat was Mythologisch-Interssantes.

    Ansonsten finde ich noch schön: Camille, Zoé, Chloé, Alice, Maëlys, Emma, und Romane; bei den Jungen, Léo, Louis, Gabriel, Jules, Hugo, Arthur, Adam, Clément, Maël, Raphaël.

    Vermisse gewisse Klassiker wie Marie, Sophie, Jeanne bzw. Jean, Charles, Georges, Henri.

    • Schtroumpfette sagt:

      Ja, die traditionelle französische Form von Eva ist Ève. Sowohl Ève als auch Claire mussten aufgrund der derzeitigen Vorliebe der Franzosen für a-Endungen bei Mädchennamen weichen. Die Beliebtheit der Namen Léna und Louna würde ich schon einem Einfluss der Namensmoden der Nachbarländer zuschreiben.

      Als mir der Name Lola durch den Film „Lola rennt“ in Deutschland bekannt wurde, fand ich ihn auch nicht besonders gut, weil er mir auch zu sehr nach Lallsprache oder nach Lolly klang. In Frankreich habe ich den Namen dann lieb gewonnen. Ich kenne dort auch einige junge Frauen dieses Namens – der Name ist dort also schon länger beliebt.

      Bei den traditionellen französischen Jungennamen mischen wenigstens Noé und Thomas relativ weit oben mit: Noé war 2012 auf Platz 30, Thomas auf Platz 31. Bei den traditionellen Mädchennamen stand Jeanne 2012 auf Platz 28.

    • Schtroumpfette sagt:

      Ich habe gerade festgestellt, dass die Eltern der mir bekannten Lolas ihrer Zeit vielleicht etwas voraus waren, denn 1990 war Lola noch gar nicht in den Top-200 der beliebtesten Mädchennamen Frankreichs vertreten. 1995 konnte sich der Name aber Platz 115 ergattern, und fortan wurde Lola immer beliebter. Das Durchschnittsalter der Lolas in Frankreich liegt bei 7 Jahren!

      Ich habe mal nach ein paar Klassikern in den Top-200 von 2012 gesucht:

      Marie hatte 2012 immerhin Platz 42 inne, Sophie dagegen nur Platz 158.
      Claire konnte ich in den Top-200 gar nicht finden, Chiara hingegen stand auf Platz 144.
      Interessant fand ich, dass Amélie nur auf dem 146. Platz stand.
      Louisa belegte trotz a-Endung nur den 194. Platz.

      Bei den Jungennamen war der Stand der Dinge 2012 wie folgt:
      Pierre belegte den 67. Platz.
      Timothé (Platz 84) bzw. Timothée (Platz 98) waren immerhin in den Top-100 vertreten.
      Jean stand auf Platz 100, dicht gefolgt von Charles auf Platz 104.
      Matthieu sicherte sich immerhin noch Platz 154.

      Erstaunt war ich, Basile auf Platz 175 zu finden. Joshua hatte 2012 den 147. Platz inne. 😉
      Milan belegte Platz 194. Ich bin mal gespannt, wo der Name nach den Auswertungen des INSEE im Jahr 2013 steht…

    • Mark sagt:

      Schtroumpfette,

      Wieder eine interessante Analyse!

      Ja, mal sehen was mit Milan ist–ob die Franzosen auch Shakira-Fans sind, wie die Deutschen (das finde ich immer noch lustig, dass man in Deutschland auf Shakira achtet; hier in den USA achtet man vielleicht auch auf sie, aber ich kriege es jedenfalls nicht mit).

    • elbowin sagt:

      Bei Lola denke ich vor allem an ein Lied von den Kinks 🙂

      Was Milan angeht, gibt es zumindest in Deutschland noch mehr Namensvorbilder als Shakiras Sohn (wobei Promibabies nie zu unterschätzen sind), z.B. den Schauspieler Milan Peschel. Ich kenne auch einen Milan mit deutschen Eltern, der jetzt schon 18 ist.

      Die Übernahme internationaler Namensmoden in Frankreich sehe ich nicht nur negativ, zeigt es doch, dass sich unser Nachbarland nicht mehr auf einer einsamen Insel, auf der die Academie Francaise Sprache und Namensgebung reguliert, liegt.

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