Japans beliebteste Namen 2012

Ein aktuelles Vornamenranking ohne Emma? Gibt es nicht? Gibt es doch! Auch wenn Emma gerade von Norwegen über Kanada bis Neuseeland international groß angesagt ist – bis Japan ist diese Namensmode noch nicht gelangt: 

Mädchen Jungen
  1. Yui
  2. Mei
  3. Hina
  4. Miyu
  5. Rio
  6. Yuna
  7. Saki
  8. Aoi
  9. Sakura
  10. Koharu
  11. Yua
  12. Akari
  13. Mio
  14. Hinata
  15. Momoka
  16. Airi
  17. Yūna
  18. Honoka
  19. Misaki
  20. Kanon
  1. Haruto
  2. Yūto
  3. Sōta
  4. Haruki
  5. Riku
  6. Kōki
  7. Ryūsei
  8. Yūma
  9. Sora
  10. Kaito
  11. Yūki
  12. Sūma
  13. Hayato
  14. Yuito
  15. Kōta
  16. Sōsuke
  17. Hinata
  18. Hiroto
  19. Haru
  20. Yūsei

Japanischer Vater mit Sohn © godfather - Fotolia.com

Dieses Namenranking wird jedes Jahr von der Benesse Corporation veröffentlicht.

Der Längestrich (Makron) kennzeichnet einen langen Vokal. Er ist bei den Mädchennamen nur wichtig für die Unterscheidung zwischen Yuna und Yūna.

Interessant ist der Name Kanon, der sich scheinbar ursprünglich wirklich von dem “Lied mit zeitlich versetzten Stimmen” ableitet.

Vielen Dank an die “Beliebte Vornamen”-Leserin Anja für die Recherche und Hintergrundinfos zu Japans beliebtesten Vornamen!

Und außerdem …

3 Gedanken zu “Japans beliebteste Namen 2012”

  1. Überraschung: Hinata, das wir vor anderthalb Wochen in den Namen der Woche für ein Mädchen gesehen haben, taucht hier auch in den TOP-20 der Jungen auf (ist bei den Mädchen aber noch beliebter). Ist das ein echter Unisexname oder unterscheidet es sich durch die Schriftzeichen für Mädchen und Jungen?

    Die Manga-Charaktere dieses Namens, die ich damals gefunden hatte, waren auch weiblich.

  2. Vielen Dank für die Liste! Der Name Hinata, der mir ja vor zwei Wochen noch so missfiel, gefällt mir auf dem zweiten Blick doch ganz gut. Ich habe ihn ehrlich gesagt nicht als japanich empfunden. (In der Kombination mit den ansonsten westlichen Namen). Insgesamt haben sich die japanischen Namen doch sehr verändert. Während weibliche Vornamen früher fast immer auf “ko” endeten,(“Kind”) (Hanako, Momoko, Kimiko etc.) gilt dies mittlerweile als altmodisch. Meine japanischen Freunde haben mir erzählt, dass es mittlerweile wohl sehr beliebt ist, ungewöhnliche Kanji für Namen zu verwenden. Nachteil: Kein Mensch weiß, wie man den Namen ausspricht. (Kann man wohl hierzulande mit der “Ypsilonitis” oder amerikanischen Trendnamen vergleichen. Das Hinata sowohl bei den weiblichen, als auch den männlichen Vornamen auftaucht könnte damit zusammenhängen. Der Name wird wahrscheinlich mit unterschiedlichen Kanji geschrieben, klingt zwr gleich, aber die Bedeutung wird dann eine andere sein. Ich kann “meine Japaner” ja mal fragen welche Kanji das sein könnten.

  3. Was den Namen Hinata angeht: Fuer Maedchen ist die phonetische Schreibweise (Hiragana) am beliebtesten, welche man als Jungenname eher nicht findet. Aber auch die Version mit Kanji (“der Sonne zugewandt” oder weniger poetisch “sonnig”) wird fuer beide benutzt.

    So gesehen also “echt Unisex”, wobei ich den Eindruck habe, dass Hinata als Jungenname erst etwas spaeter richtig beliebt wurde und generell haeufiger als Maedchenname auftritt. Aber 2012 wurde der Name zumindest an fast genau gleich viele Maedchen und Jungen vergeben.

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