Interview mit Buchautor Maximilian Buddenbohm

M. BuddenbohmDie Herzdamengeschichten von Maximilian Buddenbohm haben viele Stammleser – ich gehöre auch dazu. Der Vater von zwei Kindern bloggt vor allem über seine Kindheit und Jugend an der Ostsee und sein Familienleben in Hamburg. Jetzt hat der Autor seine schönsten Texte überarbeitet und als Buch veröffentlicht: Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde.

Ich nahm einen Zettel und schrieb auf, welche Wörter der Sohn schon sprechen konnte. Ich kam auf eine Zahl im unteren einstelligen Bereich. „Macht nichts“, sagte meine Herzdame, „wenn er etwas zu sagen hätte, wäre er ein Mädchen geworden.

Eine weitere Leseprobe gibt es direkt bei den Herzdamengeschichten [Update: Leseprobe nicht mehr verfügbar], ansonsten schließe ich mich Anke Gröner an: „Bitte alle jetzt losgehen und das Buch kaufen.“


Vornamen-Interview

Maximilian Buddenbohm hat mir ein paar Fragen zu seinem Vornamen beantwortet:

Wie lautet Ihr vollständiger Vorname?

Maximilian

Wie werden Sie genannt?

Maximilian. Von einigen wenigen Menschen, die mich noch von sehr viel früher kennen, auch Max oder sogar Maxi. Letzteres überleben allerdings nur ausgewählte Personen. Und von Freunden, die ich über das Bloggen kennengelernt habe, werde ich auch Merlix genannt – wie ich mich selbst jahrelang im Blog genannt habe.

Mögen Sie Ihren Vornamen? Wie würden Sie lieber heißen?

Ich mag ihn sehr. Heute ist es ein sehr beliebter Name, aber in meiner Kindheit war ich immer der einzige, der so hieß. Zumal ich aus Norddeutschland komme, wo der Name früher (1966) erst recht nicht gebräuchlich war. Mein Bruder heißt Alexander, mir kam diese Namensgebung auch im brüderlichen Sinne immer sehr sinnvoll vor.

Wissen Sie, warum Ihre Eltern Sie so genannt haben?

Ich bin nach einem fernen Verwandten benannt worden. Glaube ich.

Wie heißen Ihre Kinder?

Julius Maximilian und Johann Wilhelm.

Wie sind Sie auf die Namen gekommen?

Die Zweitnamen sind nach Vater und Großvater gewählt. Julius ist einer der wenigen Namen, die anscheinend immer verwendbar geblieben sind, seit Jahrhunderten, ohne dabei in der Aussage zu speziell zu sein. Julius ist ein ganz normaler Name, aber ein sehr schöner. Nicht zu häufig, aber auch nicht zu exaltiert. Nicht gewöhnlich, aber auch nicht gewollt fremd. Der zweite Sohn sollte dann auch mit J beginnen, die Wahl war nicht sehr leicht. Johann ist aber doch eine gute Wahl gewesen, der Name klingt gut mit Julius zusammen, paßt hervorragend zum Nachnamen und ist ein wenig spezieller als Johannes, norddeutsch-klassisch.

Wann haben Sie sich für die Namen entschieden?

Julius war lange vorher klar, bei Johann haben wir aber erst nach der Geburt definitiv entschieden. Man sagt immer, daß man den Namen verbindlich weiß, wenn man das Kind erst sieht, das ist allerdings Unsinn. Wir haben es probiert – aber wenn man das Kind sieht, denkt man „Baby“ oder „süß“ oder „hach“ oder dergleichen, aber man denkt nicht, oh, der sieht ja aus wie ein Karl-Heinz. Zumindest ging es uns so. Wir haben uns das Kind angesehen und ein paar Minuten auf eine Erleuchtung gewartet, aber die kam nicht. Dann haben wir den Namen genommen, der zuletzt in der Diskussion war. Und das war gut so.

Bibliographische Angaben:
Maximilian Buddenbohm, Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde

ISBN 978-3-86744-138-4, Preis: EUR 16,90, Sankt Ulrich Verlag

11 Gedanken zu „Interview mit Buchautor Maximilian Buddenbohm“

  1. Ich melde mich ja nicht oft zu Wort, aber hier muss ich ganz vehement widersprechen. Das meiste stimmt so nicht.

    Julius sollte lange Zeit Paul heißen, dann Milo, dann wieder lange Oskar und ca. eine Woche vor der Geburt haben haben wir uns auf Julius festegelegt, weil da ein anderer Oskar in der Nachbarschaft geboren wurde (der kurz darauf weggezogen ist).

    Auf Johann kamen wir nicht, weil der Name unbedingt mit „J“ beginnen sollte, sondern weil das damalige Lieblingslied von Vater und Sohn: „Min Jehann“ von Klaus Groth – gesungen von Hannes Wader / Plattdeutsche Lieder – von einem Bruder namens Jehann bzw. Johann handelte.

    Und zum Schluss haben wir ihn auch nicht genommen, weil er zuletzt in der Diskussion war. Sondern schlicht weil ich nach einer 24-Stunden-Geburt einfach nicht mehr in der Lage war, mich mit meinem „Anton“ durch zusetzen und vor Erschöpfung und Glückshormonen allem zugestimmt hätte. Aber heute ist es trotzdem gut so.

    @Merlix: das nächste Mal lässt Du mich besser wieder Korrektur lesen, Frauen erinnern sich an so was viel besser als Männer.

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  2. Unser Sohn sollte auch erst Oskar heißen, ist aber dann ein Anton geworden. Falls wir noch ein Mädchen bekommen, würde ich zur Namensgebung gerne den Rat der Herzdame einholen.

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  3. Auf Johann kamen wir nicht, weil der Name unbedingt mit „J“ beginnen sollte, sondern weil das damalige Lieblingslied von Vater und Sohn: „Min Jehann“ von Klaus Groth – gesungen von Hannes Wader / Plattdeutsche Lieder – von einem Bruder namens Jehann bzw. Johann handelte.

    Und Hannes Wader hat heute seinen 75. Geburtstag. 🙂

    Mein verehrter Großonkel, nachdem ich benannt wurde, hieß in den Papieren (natürlich) auch Johann und wurde auf Plattdeutsch (natürlich) auch /zehHANN/ ausgesprochen.

    Das Lied mag ich auch! Ferner auch „He sä mi so vel“ auf der gleichen Platte, indem auch ein Jehann die Hauptfigur ist.

    Johann ist ein sehr schöner Name. 🙂

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    • Stimmt, und (das ist jetzt eher offtopic) in Porto ist großes Fest (São João), mit Feuerwerk, Plastikhämmern, vielen Menschen – und Alkohol.

    • Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag, an alle die Johannes, Johann, Jan, Hannes usw. heißen.

      Johannes ist auch im meiner Familie ein häufiger Name. Mein Vater und mein Opa (schon lange verstorben) heißen so, Rufname: Hans. Sie wurden zur Unterscheidung in der Verwandtschaft Hans und Hansi genannt.
      Und die nächste Generation trägt den Namen weiter. Mein Neffe heißt Jannes und mein Sohn heißt mit zweitem Namen Johannes.

    • Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag, an alle die Johannes, Johann, Jan, Hannes usw. heißen.

      Herzlichen Dank! 🙂 Ich meinerseits schließe mich den Wünschen an alle Johannes-Derivate von Herzen an! 🙂

      Und die nächste Generation trägt den Namen weiter.

      Wunderbar! 🙂

      Stimmt, und (das ist jetzt eher offtopic) in Porto ist großes Fest (São João), mit Feuerwerk, Plastikhämmern, vielen Menschen

      Hoffentlich war’s nett! 🙂

      Soweit ich weiß, hat die RKK die Johannisfeuer und die daran angeschlossenen Belustigungen und Ausschweifungen über Jahrhunderte hinweg eher mürrisch gedultet, gelegentlich soll auch (zumindest in Frankreich) dagegen gepredigt worden sein – eben als ursprünglich heidnischen Unfug, die sie ja auch sind. Heute sollen sich die Pfarrer eher freuen, wenn die jungen Leute nicht nur Halloween feiern.

      Ja, ein komischer Feiertag heute, dieses „Gegen-Weihnachten“.

      In meiner niedersächsischen Heimat ist er leider völlig unerheblich. Oder doch nicht ganz: Er markiert das Ende der Spargel-Saison. 😉

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