Steinmeier will nicht mehr Walter heißen

Nachdem Wirtschaftsminister Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg im Wettstreit um die meisten Vornamen der Bundesregierung mit großem Vorsprung in Führung gegangen ist, wirft Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Handtuch. Er will nicht mehr Frank-Walter genannt werden, sondern nur noch Frank, berichtet Welt Online:

„Alle Freunde, die mich von früher her noch aus Niedersachsen kennen, rufen mich sowieso nur Frank“, sagt der Vizekanzler zum „Verlust“ seines zweiten Vornamens. In Hannover oder auch zu Hause sei er eigentlich auch nur als Frank bekannt. Erst in den Berliner Jahren sei der Walter häufiger hinzugefügt worden.

Dahinter steckt vielleicht der Wunsch, als Kanzlerkandidat einen jüngeren Eindruck zu vermitteln. Schließlich war der Name Walter in Steinmeiers Geburtsjahrgang 1956 längst aus der Mode gekommen, während seine Eltern mit der Wahl des Namens Frank dem Trend sogar voraus eilten.

Walter war bis Anfang der 1920er Jahre einer der häufigsten Vornamen. Frank dagegen gehörte in den 1960er Jahren zur Spitzengruppe der deutschen Vornamenhitparade.

Thema: Namensgebung

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

2 Kommentare zu "Steinmeier will nicht mehr Walter heißen"

  1. iolanthe sagt:

    😀
    ich an seiner stelle würde dann allerdings mit gutem beispiel voran gehen, wenn ich sowas ernst meine. zunächst mal könnte er sich auf seiner eigenen homepage (frank-WALTER-steinmeier.de, ohne walter landet man nicht auf seiner seite) frank nennen. der ungeliebte doppelname thront dort doch sehr auffällig im kopf seiner seite.

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