Mia fährt Bus & Bahn in Bremen

Rathaus und Dom von Bremen © Mapics – fotolia.com
Rathaus und Dom von Bremen © Mapics – fotolia.com

Neulich war ich mal wieder in Bremen, wo ich meine Zwanziger verlebt habe, und traf gleich am Bahnhof auf MIA. Nein, keine alte Bekannte, sondern ein Angebot der Bremer Straßenbahn AG, kurz für „Mobil Im Abo“, das es laut meiner Recherche seit 2013 gibt.

Ob sich Bremer Fans des Namens Mia darüber ärgern? Oder könnte der Ticket-Name sogar Eltern inspirieren? Bei einem solchen Top-Namen – in der Hansestadt seit Jahren im Wechsel mit Emma an der Spitze – ist das kaum feststellbar.

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Ausgerechnet Oskar mögen Ossis gern

Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit bekam ich mal wieder eine Presseanfrage zu den Vornamen in Ost und West. „Die Listen unterscheiden sich ja kaum, haben Sie das Richtige geschickt?“, so die Rückfrage aus der Redaktion. Ich hatte die richtigen Listen geschickt, in Sachen Lieblingsvornamen sind sich die Deutschen sehr einig:

Mädchennamen 2013

Ost West
  1. Mia
  2. Emma
  3. Hannah / Hanna
  4. Lilli / Lilly
  5. Lea / Leah
  6. Lina
  7. Nele / Neele
  8. Pia
  9. Anna
  10. Charlotte
  1. Mia
  2. Emma
  3. Hannah / Hanna
  4. Sophia / Sofia
  5. Anna
  6. Emilia
  7. Lea / Leah
  8. Lena
  9. Marie
  10. Leonie

Jungennamen 2013

Ost West
  1. Ben
  2. Finn / Fynn
  3. Paul
  4. Oskar / Oscar
  5. Luca / Luka
  6. Max
  7. Luis / Louis
  8. Leon
  9. Jonas
  10. Lucas/ Lukas
  1. Ben
  2. Luca / Luka
  3. Maximilian
  4. Jonas
  5. Paul
  6. Leon
  7. Lucas / Lukas
  8. Luis / Louis
  9. Noah
  10. Felix

Flagge am Reichstagsgebäude

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Warum Freiburg meine Lieblingsstadt ist

Die Stadt Freiburg im Breisgau ist ja bekannt dafür, dass das Wetter dort im Schnitt schöner ist als im übrigen Deutschland. Das ist aber nicht der Grund, warum Freiburg meine Lieblingsstadt ist. Ich mag Freiburg so gern wegen offiziellen Liste der beliebtesten Vornamen des Jahres 2013 (Quelle: Standesamt Freiburg, in Klammern die Anzahl der Kinder mit diesem Vornamen):

Mädchen Jungen
  • 1. Emma (39)
  • 1. Mia (39)
  • 3. Emilia (36)
  • 4. Hanna / Hannah (33)
  • 5. Lina (31)
  • 6. Johanna (29)
  • 7. Matilda / Mathilda (27)
  • 8. Sophia/Sofia (25)
  • 8. Anna/Ana (25)
  • 10. Luisa/Louisa (23)
  • 11. Lea / Leah (22)
  • 11. Marie (22)
  • 12. Maja/Maya (21)
  • 12. Sophie/Sofie (21)
  • 1. Ben (47)
  • 1. Jakob/Jacob (47)
  • 3. David (40)
  • 4. Emil (36)
  • 4. Noah (36)
  • 4. Paul (36)
  • 7. Louis / Luis (33)
  • 8. Jonathan (32)
  • 8. Samuel (32)
  • 10. Felix (31)
  • 11. Henri / Henry (30)
  • 11. Luca / Luka (30)
  • 13. Elias (29)
  • 13. Leon (29)
  • 13. Lukas/Lucas (29)
  • 16. Julian (28)
  • 17. Moritz (25)
  • 17. Anton (25)

Dem Kenner fällt sofort auf, dass das Freiburger Standesamt nur die Erstnamen ausgewertet hat. Fast alle Standesämter in Deutschland zählen auch die weiteren Vornamen mit. Das führt dazu, dass häufige Zweitvornamen wie Sophie, Marie und Maria immer wieder die Spitzenplätze belegen. In Freiburg hat man sich für die Methode entschieden, die auch meinen Auswertungen zugrunde liegt, weil „der Erstname der Vorname ist, der im Alltag auch wirklich benutzt wird“. Daran sollten sich die anderen Standesämter ein Beispiel nehmen!

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Erschreckend! 150 Kinder pro Schulklasse in Bayern

Wenn Baby Maximilian in sechs Jahren eingeschult wird, dann wird er in seiner Klasse gleich auf mehrere Namensvetter treffen.

Das berichtete die Augsburger Allgemeine vor kurzem anlässlich der Vorstellung der beliebtesten Vornamen Augsburgs. Die genaue Zahl der Maximilians wurde leider nicht gemeldet. In ganz Bayern haben im Geburtsjahrgang 2013 2 Prozent aller Kinder Maximilian als ersten oder zweiten Vornamen bekommen. Durchschnittlich betrachtet kommen demnach ungefähr 2 Maximilians auf 100 Kinder. Mehrere Namensvetter in einer Klasse, das bedeutet darum mindestens drei Kinder mit dem gleichen Namen. Statistisch betrachtet ist das wahrscheinlich bei einer Klassenstärke von ungefähr 150 Kindern.

Wenn die Augsburger Allgemeine eine verlässliche Quelle ist, dann herrschen in Bayern erschreckende Zustände: 150 Kinder pro Schulklasse! Kein Wunder, dass die Schulen Bayerns so einen schlechten Ruf haben.

Augsburg © SeanPavonePhoto - Fotolia.com
Augsburg © SeanPavonePhoto – Fotolia.com

Bayern … irgendwie anders

Alles blickt nach Bayern dieser Tage. Alles? Na ja. Auf jeden Fall beschert uns das Münchner Oktoberfest (heute gestartet!) wieder bunte Bilder von Dirndl- und Lederhosenträgern, die mächtige Krüge stemmen. Und einem umso exotischer vorkommen, je weiter weg man lebt. Die Exotik des Freistaats hat viele Facetten, auch das Thema Namen. So finden sich in keinem anderen Bundesland die aktuellen bayrischen Spitzenreiter, Anna und Maximilian, auf Platz 1. Dafür teilen alle anderen Länder mindestens einen ihrer Lieblingsnamen (oft sind es ja Mia und Ben) mit weiteren Ländern.

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