Mia und Ben sind die beliebtesten Vornamen 2011

2011er Stempel © Thomas Graf - Fotolia.comMit großem Vorsprung auf die Zweitplazierten haben zwei dreibuchstabige Namen die Spitze der deutschen Vornamenhitparade eingenommen: Mia und Ben sind die 2011 am häufigsten vergebenen Vornamen.

Mädchen Jungen
  1. Mia (1)
  2. Emma (5)
  3. Hannah / Hanna (2)
  4. Anna(6)
  5. Lea / Leah(4)
  6. Leonie(7)
  7. Lina(10)
  8. Marie(12)
  9. Sophia / Sofia(14)
  10. Lena(3)
  1. Ben(3)
  2. Leon(1)
  3. Lucas / Lukas(2)
  4. Finn / Fynn(4)
  5. Jonas(5)
  6. Maximilian(8)
  7. Luis / Louis(7)
  8. Paul(6)
  9. Felix(10)
  10. Luca / Luka(9)

(In Klammern die Platzierung im Geburtsjahrgang 2010)

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Namenforschers Lieblingsmärchen – neu erzählt

Namenforschers Lieblingsmärchen

In welchem Märchen spielen Namen eine große Rolle? Rumpelstilzchen! Dann wird Rumpelstilzchen ja wohl das Lieblingsmärchen aller Namenforscher sein. Ich habe den Text der Gebrüder Grimm etwas aktualisiert – hier meine Neufassung:

Es war einmal ein Verfahrenstechnologe in der Mühlenwirtschaft. Er hatte nur ein unterdurchschnittliches Einkommen, aber seine Tochter Gracy-Shanania war schön. Eines Tages hatte er die Gelegenheit, mit dem König zu sprechen: »Ich habe eine Tochter, die kann aus Stroh Gold spinnen.« Das fand der König so interessant, dass er Gracy-Shanania vorladen ließ.

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Babynamen der Woche 50/2011 – Serafina, Milan, Gracy, …

Babynamen der Woche

Sérafina Vijenna * Milan Willi * Gracy-Jane * Mayleen Sophie * Amelie Janina * Leonel * Jannes Dan * Cara Johanna * Ethan * Marie Regina * Ida Marieke * Quentin * Lars-Leandro * Sonea-Feline * Kajus * Hedon * Ortwin * Tilman * Leyla * Edion * Sion Noell * Lukas Finley Joachim * Malu * Janus Mattia * Jelin * Judet * Leentje * Ricardo Diego * Myleen * Clara Mathilde

Schon von Kijara und Balmy Gil gehört?

Ihr kennt Kijara und Balmy Gil nicht? Kein Wunder, die gibt es gar nicht wirklich, die kommen nur in Büchern vor!

Kijara heißt eine Soziologiestudentin im Roman Sommerhit. Den Namen hat sich Tom Liehr wohl nur ausgedacht, um seinem Protagonisten eine kleine Lästerei in den Mund zu legen:

Die Menschen im Osten hatten seltsame Dinge mit der Schreibung der Namen ihrer Kinder angestellt, aber der Westen zog nach.

Vom Westen handelt Jeannette Walls Roman Ein ungezähmtes Leben – genau gesagt vom Wilden Westen Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Autorin erzählt von einem Mann mit vier Frauen aus Arizona:

Bei der Geburt eines seiner Kinder hatte der Mann die Bibel wahllos aufgeschlagen und mit geschlossenen Augen auf eine Passage gedeutet, in der die Rede vom Balsam aus Gilead war, und dem Baby prompt den Namen Balmy Gil verpasst.

Warum Mohammed in der Vornamenhitliste nicht vorne steht

Buchstabe M blau„In Deutschland leben doch viele Ausländer, warum steht Mohammed in unserer Vornamenhitliste nicht vorne?“ wurde ich schon häufig gefragt. Eine Frage, die ich bisher nicht fundiert beantworten konnte. Inzwischen habe ich recherchiert: Absolute und relative Häufigkeiten von Vornamen, Geburtenzahlen, internationale Migrations- und Bevölkerungsstatistiken, kulturelle und religiöse Besonderheiten in aller Welt –  das Forschungsprojekt stellte sich als anspruchsvoll heraus!

Das habe ich herausgefunden: Wären letztes Jahr in Deutschland mehr als 22% der Jungen mit muslimischen Eltern Mohammed genannt worden, hätte der Name Mohammed Leon vom Spitzenplatz verdrängt.