Mia und Ben sind die beliebtesten Vornamen 2011

2011er Stempel © Thomas Graf - Fotolia.comMit großem Vorsprung auf die Zweitplazierten haben zwei dreibuchstabige Namen die Spitze der deutschen Vornamenhitparade eingenommen: Mia und Ben sind die 2011 am häufigsten vergebenen Vornamen.

Mädchen Jungen
  1. Mia (1)
  2. Emma (5)
  3. Hannah / Hanna (2)
  4. Anna(6)
  5. Lea / Leah(4)
  6. Leonie(7)
  7. Lina(10)
  8. Marie(12)
  9. Sophia / Sofia(14)
  10. Lena(3)
  1. Ben(3)
  2. Leon(1)
  3. Lucas / Lukas(2)
  4. Finn / Fynn(4)
  5. Jonas(5)
  6. Maximilian(8)
  7. Luis / Louis(7)
  8. Paul(6)
  9. Felix(10)
  10. Luca / Luka(9)

(In Klammern die Platzierung im Geburtsjahrgang 2010)

Dank der Unterstützung meiner fleißigen Helferinnen konnte ich 162.943 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland auswerten. Das sind ca. 24 Prozent aller im Jahr 2011 in Deutschland geborener Babys.

Bemerkenswertes zur deutschen Vornamenstatistik 2011

  • Mia und Ben führen die Vornamenhitlisten mit deutlichem Vorsprung gegenüber den Zweitplatzierten an. Ben ist 2011 erstmals Spitzenreiter (2010 Platz 3, 2009 Platz 10); Mia ist im dritten Jahr in Folge die Nummer 1.
  • Mia ist in 14 Bundesländern der am häufigsten vergebene Mädchenname (Ausnahme: Anna im Saarland und in Bayern). Ben ist in 13 Bundesländern der am häufigsten vergebene Jungenname (Ausnahme: Felix in Berlin, Maximilian in Bayern und Leon in Hamburg).
  • Sophia ist erstmals in den Top 10 vertreten.

22 Gedanken zu “Mia und Ben sind die beliebtesten Vornamen 2011”

  1. … na wenn da mal nicht “Two and a Half Men” mitgeholfen haben – mit Charlies Dauerfreundin Mia …

    Einen schönen Jahreswechsel
    wünscht Fred

  2. Zu den Top 500:
    Manche Namen hätte man besser getrennt zählen sollen, finde ich, z.B.
    Jolina und Joelina
    Joline und Joeline – meiner Meinung nach werden diese Namen verschieden gesprochen, hier hätte man aber Jolien und Joline zusammenfassen können
    Vivien und Vivienne – Grenzfall, aber ich würde Vivien auf der ersten Silbe betonen und Vivienne auf der letzten
    Lia, Liah und Lya – Lya ist für mich ein anderer Name, dafür hätte man Liya noch hinzuzählen können
    Mohammed und Muhammad – hier sind gleich zwei Vokale unterschiedlich

    Lejla hätte ich noch zu Leila und Leyla gezählt und Mariam zu Maryam.
    Was mich wundert ist, dass Mirjam nicht vorkommt, jedoch die gefühlt viel selteneren Varianten Mariam, Maryam und Meryem schon. Wurde Mirjam zu Miriam hinzugezählt oder gibt es Mirjam wirklich so selten?

    Lg Leonie

    • Der Name Mirjam wurde 2011 wirklich so selten vergeben, dass es nicht für die Top 500 reichte.

      Mariam und Maryam werde ich zusammenfassen, die beiden Namen hatte ich bisher übersehen. Die anderen Vorschläge sind alle schon ausgiebig diskutiert worden – das kann man so oder so sehen.

  3. Sind das jetzt nur Erstnamen oder Erst- und Zweitnamen (und Dritnamen etc.)? Schade, dass nirgends erfasst wird, welches der Rufname ist, das verfälscht die Statistik natürlich ein wenig.

  4. In den TOP-Rängen ist ja fast alles beim Alten geblieben (ein bischen auf-und-ab ist immer); aber was mir ins Auge springt ist Platz 31 der Jungen: Oskar/Oscar hat einen Sprung aus den 60ern an die TOP-30 gemacht. Gibt es dafür eine Erklärung?

    • In den TV-Serien “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” und “In aller Freundschaft” sind in letzter Zeit zwei Babys Oskar genannt worden. Vielleicht hat das einige Eltern inspiriert?

    • Nochmal zum Oskar-Phänomen: In den Länderlisten steht Oskar in ganz Neufünfland in den TOP-10, während er in den alten Bundesländern und Berlin nicht im angezeigten Bereich (je nach Land TOP-15 bis TOP-30) liegt. Sehen wir hier eine neue Ost-West-Spaltung?

  5. Käthe ist wieder da! Damit ist der Buchstabe ä wieder in den TOP-500 der Mädchen zu finden, wie schon im Oktober 2010 von Katharina vorhergesagt:

    http://www.beliebte-vornamen.de/jahrgang/j2009/top500-2009

    Ö: Jungen 252 Ömer 281 Sören 395 Björn
    Ü: Mädchen 480 Eylül 496 Zümra Jungen 401 Hüseyin

    Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umlautnamen wieder in der Tabelle aufgestiegen oder ganz neu eingestiegen.

  6. Mich interessiert, wie häufig Namen der hinteren Plätze 2011 vorkamen!?

    Von den 162.943 ausgewerteten Namen:
    wie oft wurde bei den Mädchen Platz 200 (Madita), 247 (Juna), 312 (Marlena), 381 (Sienna) + 415 (Charlotta) vergeben?
    Wie oft wurde bei den Jungen Platz 65 (Jonah), 234 (Jaron), 298 (Elijah) + 447 (Marlo) vergeben?

    Besteht zwischen den Plätzen überhaupt ein großer Unterschied?
    Kommen diese Namen nur etwa 5 Mal vor oder doch über 200 Mal???

    • Zur ungefähren Orientierung: ein Name auf Platz 50 wurde 2011 in ganz Deutschland mehr als 1000 mal vergeben, Platz 200 so um und bei 250 mal und Platz 400 wohl an die 100 mal. Genauer kann man das anhand dieser Stichprobe leider nicht hochrechnen.

  7. Neben einigen häufig vorkommenden Vornamen mag ich auch viele (sehr) seltene Namen.
    Zu meinen Lieblingsjungennamen zählen z.B. Junias, Marleo, Levian, Janoah + Nelio.
    Einige meiner Lieblingsmädchennamen sind Maylea, Junia, Marnie, Maylena + Marley.
    Sind diese Namen überhaupt 2011 in Deutschland vergeben worden? Waren sie unter den ausgewerteten Namen vertreten?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    • Interessante Frage. Die Namen Maylena, Junias, Marleo und Janoah habe ich nicht in meiner 2011er Sammlung. Das heißt aber nicht, dass die nicht trotzdem vergeben worden sind, denn ich habe ja nur 24% der Geburten ausgewertet. Alle anderen Namen der Liste tauchen mindestens zweimal auf – Nelio hat die Top 500 nur knapp verfehlt.

      Bitte habt Verständnis dafür, dass ich weitere derartige Fragen nicht beantworten werde. Das ist leider sehr zeitaufwändig.

    • Wie wäre es mit einer “Alles muss raus”-Aktion wie 2008? Das ganz große Füllhorn fand ich damals sehr interessant, besonders in Bezug auf die Namen, die nicht vorkamen.

    • @elbowin
      Was ist denn eine “Alles muss raus”-Aktion? Wurden 2008 auch Vornamen veröffentlicht, die nur 1 oder 2 mal vorkamen?

      Das wäre für 2011 nicht nur interessant in Bezug auf schöne, seltene Namen, sondern auch wegen der unzähligen Eigenkreationen einiger Eltern.

      Ich habe in Internet-Babygalerien schon viele unglaubliche / peinliche / schräge / extreme Namen gefunden (meist Doppel- bzw. Dreifachnamen).

      Beispiele (Mädchen):
      Melody Pruedence Electra, Shania-Sirenity, Venus-Hornaelle, Destiny Diamond, Lola-Love, Vivien Venus, Summer-Sunny, Josy Hope Loveless, Curley-Beau

      Beispiele (Jungen):
      Mexx Novalis, Scott Sunny Sunshine, Merlin White Eagle, Jean-Jazzman, Blanket-Jermaine Prince Michael, Stian Sixten, Ayatt Alton, Wisdom David, Ferenc Eik

      Ich frage mich, ob diese Namen tatsächlich vom Standesamt genehmigt wurden!?

    • Ich freu mich schon drauf … ob Galadriel drin ist? Nach Rivkas Kommentar zu den seltenen Mädchennamen nicht ausgeschlossen …

  8. Liebe Jasmin77!

    Um deine Frage bezüglich der Genehmigung beim Standesamt zu beantworten. Ja(!), der Name meiner Tochter wurde dort genehmigt. Der da wäre Josy Hope Loveless. Es handelt sich hierbei um keinen Dreifachnamen, da Loveless der Nachname ist. 😉
    Ab und an sollte man sich auch die ethnischen Hintergründe zu Gemüte führen, bevor Namen als peinlich oder schräg abgetan werden. 😉

    Schöne Grüße
    Shekira Amor Loveless

    • Hallo Shekira!

      Unglaublich… Danke für die Info! Ich dachte Loveless wäre der Drittname. Wäre es der dritte Vorname und der Nachname z.B. Müller würde es für viele hier schon irgendwie kitschig klingen.
      Dass Josy Hope genehmigt wurde ist ja klar, Josy ist ja kein ungewöhnlicher Name und Hope wird gerade in den englischsprachigen Ländern häufig vergeben.

      Ich mag übrigens – wie Du in meinem ersten Kommentar lesen kannst – gerne außergewöhnliche Namen. Dazu gehören auch englische/amerikanische, von denen ich die meisten in Deutschland aber nicht vergeben würde: 1. aufgrund meines deutschen Nachnamens + 2. weil ich es schrecklich finde, wenn der Name ständig falsch ausgesprochen wird (besonders “Th” und “R”).
      Ich würde meinem Kind keinen extrem häufigen Vornamen geben (z.B. Jan oder Anna), aber zum Glück haben wir ja alle unterschiedliche Geschmäcker…

      Schöne Grüße zurück 🙂

      Jasmin77

      P.S.: Hier noch einige interessante “Englisch/Deutsch-Namenskombis” (inkl. Nachnamen!) aus Internet-Babygalerien:
      Desery-Joan Maier / Jil Mary-Pearl Fertig / Summer-Sunny Eichhorn / Delainy Angel Stadelmayer / Destiny Diamond Müller / Soraya Jane Lämmerhirt / Polly Jane Hornbogen

  9. Hi Jasmin,

    genau das ist es auch was ich meine, mit dem Hintergrund des Namen. So nicht-deutsche Namen und dann Hansen, Petersen oder Mueller am Ende taugen wirklich nichts. Oder wie du sagst, die kein Deutscher richtig aussprechen kann.

    Einige Namen die du in deiner ersten Nachricht geschrieben hast, finde ich sehr cool. Dann allerdings mit den deutschen Nachnamen dazu, sehr unpassend. Wenn es DIE Sirenity ist, die bei mir im Fitnessstudio in der Kinderbetreuung ist, kann ich dazu nur sagen, dass die mit Nachnamen auch Petersen oder so heisst. 😀

    Mich wuerde mal interessieren,wie der Michael Jackson Fan mit Nachnamen heisst. 🙂

    Ob einem die Namen Josy und Hope ansich gefallen, ist Geschmackssache. Aber ich denke der Name inkl.Nachname ist insich stimmig.

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