Nicht nur nach den häufigsten, auch nach den originellsten Vornamen des Jahres werde ich gefragt. Darum habe ich vor der Veröffentlichung der Vornamenhitlisten auch wieder die Vornamen herausgesucht, die ich aus den Vorjahren noch nicht kannte. Einige davon sind ja schon von diversen Medien verkündet worden, aber für die Blogleser habe ich noch ein paar weitere originelle Vornamen aus dem Geburtsjahrgang 2017 vorbereitet:
Knud Bielefeld
Prost Neujahr
Ein Keno in Ostfriesland, ein Xaver in Oberbayern oder ein Kjell in Dithmarschen: keine Aufreger. Für Überraschungen sorgen die regionalen Unterschiede bei den Vornamen nur, wenn diese lokalen Besonderheiten außerhalb ihrer üblichen Region vergeben werden.
Noch viel ausgeprägter als bei den Vornamen sind die regionalen Unterschiede in der Alltagssprache. Letzte Nacht haben wir mit „Prost Neujahr“ auf das Jahr 2018 angestoßen, obwohl bei uns rund um Hamburg eigentlich ein „Frohes neues“ gewünscht wird. Jetzt weiß ich endlich, warum wir da abweichen: Seit Jahren feiern wir Silvester gemeinsam mit Freunden aus Ostfriesland und da ist „Prost Neujahr“ üblich – siehe Karte!
Diese Karte stammt aus dem Buch „Grüezi, Moin, Servus! Wie wir wo sprechen“. Die Wissenschaftler Stephan Elspaß, Adrian Leemann und Robert Möller sowie der Datenjournalist Timo Grossenbacher erklären darin, warum die gemeinsame Sprache nicht immer ein verbindendes Element ist. Jede Region im deutschsprachigen Raum hat ihre eigene Art, den Dingen einen Namen zu geben. Wo sagt man zu gebratenen Hackfleischklößen Frikadelle und wo Hacktätschli? Antworten darauf und warum der eine nicht so babbelt wie der andere schwätzt, finden Sie in diesem Buch: witzig erklärt und illustriert mit schönen Karten.
Grüezi, Moin, Servus! Wie wir wo sprechen
Autoren: Stephan Elspaß, Timo Grossenbacher, Adrian Leemann, Robert Möller
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 15.12.2017
176 Seiten
ISBN: 978-3-499-63330-0
Kennzahlen und Prozentwerte der beliebtesten Vornamen 2017
Mia ist nach vielen Jahren an der Spitze der Mädchennamenhitliste auf Platz drei abgerutscht. Aber auch Emma, die neue Nummer eins, gehört zu den Verlierernamen. Wie kann das sein? Tatsächlich wurden 2017 weniger Mädchen Emma genannt als 2016. Aber es wurden noch weniger Mädchen Mia genannt, so dass es zu diesem Positionswechsel kam. Von den Top 10-Namen wurden nur Hannah, Emilia und Lina häufiger vergeben, alle anderen Mädchennamen sind seltener geworden. Somit sind die häufigsten Mädchennamen enger zusammengerückt, was etwas Abwechslung in der Reihenfolge im Jahrgang 2018 verspricht.
Auf Platz eins der Jungennamenhitliste hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, der Name Ben wurde 2017 wesentlich häufiger vergeben als im Vorjahr und alle anderen Jungennamen in den Top 10 sind seltener geworden. Da deutet sich kein Führungswechsel an.
Ein paar Fakten zur Vornamenhitliste 2017:
Kennzahlen
- 16 Prozent aller Mädchen haben einen Namen aus den Top 10.
- 50 Prozent aller Mädchen haben einen Namen aus den Top 60.
- 84 Prozent aller Mädchen haben einen Namen aus den Top 500.
- 16 Prozent aller Jungen haben einen Namen aus den Top 10.
- 50 Prozent aller Jungen haben einen Namen aus den Top 60.
- 86 Prozent aller Jungen haben einen Namen aus den Top 500.
Prozentwerte
| Mädchen | Jungen |
|---|---|
|
|
Alle Angaben sind jeweils geschlechtsbezogen (d. h. 2,08 Prozent aller Mädchen heißen Emma und 2,12 Prozent aller Jungen Ben).
Ein Mädchenname auf Platz 100 kommt auf ca. 0,20 Prozent, ein Jungenname auf ca. 0,23 Prozent.
Grundlage dieser Auswertungen ist eine repräsentative Stichprobe aus 212.942 Geburtsmeldungen, die ungefähr 27 Prozent aller 2017 geborenen Kinder ausmacht. Vergleichbare Statistiken der Standesämter weisen meist höhere Anteile aus. Das liegt daran, dass ich nur die ersten Vornamen gezählt habe, während die Standesämter meist auch die zweiten und weitere Namen mitzählen.
Vornamenstatistik 2017
Die beliebtesten Vornamen je Bundesland
Das sind die beliebtesten Vornamen des Jahres 2027

Im Wettlauf um die früheste Präsentation der beliebtesten Vornamen bin ich dieses Jahr hoffnungslos abgehängt worden. Schon im Frühling tauchten irgendwelche Babynamenhitlisten für 2017 auf und dann folgten die Veröffentlichungen fast im Monatstakt. Bisher war mir die Qualität meiner Auswertung wichtiger als die Geschwindigkeit, aber damit ist jetzt Schluss. Hier meine Prognose für die Hitliste der beliebtesten Vornamen des Jahres 2027:
Mädchennamen
- Leni
- Emilia
- Ella
- Sophia / Sofia
- Clara / Klara
- Ida
- Lina
- Luisa / Louisa
- Maja / Maya
- Emma
Jungennamen
- Oskar / Oscar
- Theo
- Matteo / Matheo
- Henri / Henry
- Leo
- Anton
- Ben
- Paul
- Liam
- Felix
Meine repräsentative Auswertung der beliebtesten Vornamen des Jahrgangs 2017.



