Gute Frage 11: Sollte Noras Bruder Aron heißen?

NORA ARON

In letzter Zeit sind mir geballt einige Sprachspielereien im Zusammenhang mit Namenssuchen aufgefallen. Da ist zum Beispiel die Schwangere, die einen Namen für ihren kleinen Jungen sucht und den Namen der werdenden großen Schwester verrät: Nora. Es dauert gar nicht lange, bis in der um Rat gefragten Community der Vorschlag Aron (oder Aaron) aufkommt: „Nora rückwärts gelesen, find ich klasse.“ Weitere Schreiberinnen stimmen zu: „Geile Idee“ und „Würde ich definitiv machen, wenn ich eine Nora hätte“.

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Kommt eine Wiebke nach München …

Dass jemand sein ganzes Leben in dem Landstrich verbringt, in dem er aufgewachsen ist, von Urlauben vielleicht abgesehen – das ist im 21. Jahrhundert extrem selten. Viele Eltern denken deshalb darüber nach, ob ihr Spross mit seinem Namen gut durch die Welt kommt. Dennoch greifen nicht alle zu stromlinienförmigen, am besten noch „international funktionierenden“ Modenamen: Die Statistiken von beliebte-vornamen.de belegen, dass beispielsweise traditionelle norddeutsche Namen durchaus vergeben werden – oft aber wirklich häufiger im Norden.

Kann ein Name „zu norddeutsch“ sein? Dafür ist die Geschichte von Wiebke ein schönes Beispiel: Die Hamburgerin verbrachte für ein Praktikum einige Zeit in München. Als sie sich an ihrem neuen Arbeitsplatz vorstellte, wurde sie gefragt: „Und wie ist Ihr Vorname?“ In Wiebkes Gesicht erschien ein Fragezeichen, schließlich hatte sie Vor- und Nachnamen genannt. Dann fiel der Groschen: „Die dachten, ‚Wiebke‘ sei der erste Teil eines Doppelnachnamens.“

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Mein seltener Name und ich: Kea

Heute starten wir mal in dem bekannten schwedischen Möbelhaus, das uns über die Jahre so manchen Mitbewohner beschert hat. Billy natürlich oder den friedliebenden, vor allem aber geräumigen Pax. Immer was zu lachen gab es mit Gesellen wie Syltkaka, dem Topfhandschuh, oder Schuhablage Lustifik. Tatsächlich liegt diesen Namen ein eigenes Regelwerk zugrunde, demzufolge Eltern auf Namenssuche am ehesten bei Stoffen und Gardinen fündig werden – für Mädchen – oder als „Team blau“ bei Stühlen und Schreibtischen. Doch das nur am Rande.

Nur eins noch: Bereits seit 1996 wollen uns die Möbelschweden weismachen, in ihrer Heimat ginge es am 13. Januar nur um einen gewissen Knut und dass alle Weihnachtsbäume an diesem Tag neuem Mobiliar weichen müssten. Ist natürlich Quatsch, obwohl zum St.-Knut-Tag in Skandinavien wirklich spezielles Brauchtum nachweisbar ist, etwa der „Knutsbock“ als nachweihnachtlicher Restevernichter.

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Mein seltener Name und ich: Yola

Man musste kein Hellseher sein, um etwa 2007 zu erahnen, dass der Name Kevin möglicherweise eine nicht ganz so glückliche Wahl sein könnte – oder 2017, dass es sich bei einer Mia Rose keinesfalls um ein Unikat handeln kann. Dass der Name ihrer Tochter einmal haarscharf an einem Schlagwort der Jugendkultur vorbeischrammen würde, konnten die Eltern meiner Interviewpartnerin im Jahr 2000 aber wirklich nicht ahnen: Yola. Eine der kleinen Überraschungen, die im Zusammenhang mit Namen immer wieder auftreten. Wikipedia zufolge lässt sich YOLO („you only live once“) zuerst 2004 nachweisen; seit etwa sechs Jahren gehört das Akronym nahezu weltweit fest zur Jugendsprache. Yola muss sich schon einige Zeit Anspielungen darauf anhören, findet das aber nicht weiter schlimm: „Ist doch eigentlich ein schönes Lebensmotto.“

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Ritterschlag für Trenk und Tiuri

Der kleine Ritter Trenk hat Schuld. Ohne ihn hätte es eine meiner ausgedehntesten Recherchen für dieses Blog, die mich mit drei Größen der Vornamenswelt und einer Autorin zusammenbrachte, nie gegeben. Wer, was, Trenk?! So heißt eine Kinderbuchfigur der Hamburger Autorin Kirsten Boie aus dem Jahr 2006. Die Abenteuer des Trenk Tausendschlag, der vom Bauernjungen zum Ritter wird, liefen ab 2011 auf KIKA und schafften es vor zwei Jahren auch in die Kinos.

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