Butterkeksnamen – einfach, knusprig und sehr lecker

Butterkeksnamen

Ich liebe Kekse, da kommt mir die Adventszeit sehr entgegen: Zimtsterne, Vanillekipferl, Spritzgebäck, Nougathappen. Aber auch außerhalb des Dezembers esse ich gerne Plätzchen mit Nüssen, Zimt oder Schokotropfen. Dann gibt es da noch ein Gebäck, das ohne Verzierungen oder besondere Zutaten daherkommt: der Butterkeks.

Butterkekse verbinde ich mit Kindheit und Schwimmbadbesuchen. Sie sind einfach, knusprig und sehr lecker. Ich kenne niemanden, der keine Butterkekse mag. Da mein vornamensverliebtes Gehirn ja ständig Bezüge zu Namen sucht, kam mir der Gedanke, ob es so etwas wie Butterkeksnamen gibt, Namen, die beinah jedem gefallen. Namen, die man hört und denkt: „Ja, klingt gut.“ Das ist doch ganz einfach, könnte man denken. Man schaut sich die Top 10 den beliebtesten Vornamen über einen längeren Zeitraum an und zack hat man die Namen. Aber weit gefehlt. Nehmen wir mal als Beispiel die aktuelle Top 10, hier gibt es gleich mehrere polarisierende Gebiete. Mia, Mila und Lea zählen zur Lalelu-Fraktion, sie sind weich und sehr vokallastig, die einen lieben sie (ich gehöre dazu), die anderen hassen sie. Ben und Finn sind einigen zu kurz, Matteo zu trendy, Elias und Noah zu biblisch und Paul, Clara, Emma und Lina zu emilianistisch. Ihr seht, es müssen nicht immer Namen wie Hailey oder Otto sein, um geteilter Meinung zu sein.

Meine Butterkeksnamen sollen daher einfach gebaut sind, also nicht in Vokalen schwimmen wie Eleonoria oder Maximilian. Es sollten Namen sein, die nicht zu blumig sind wie Ophelia, Aurelia und Leonardo (wobei die Blumigkeit auch durch die Vokale bedingt ist), Namen, die sich keinem bestimmten Jahrzehnt zuordnen lassen wie Werner, Michaela oder Karin, so wie sich auch Butterkekslieber und Liebhaberinnen keinem Alter zuordnen lassen.

Auch sollten sie keinen plötzlich Beliebtheitsboom haben, der ebenso schnell wieder abgeklungen ist, da die Namen wie die Kekse was fürs Leben und keine Modeerscheinung sein sollen. Aber gibt es das eigentlich? Namen, die es nur einmal in die Top 10 geschafft haben und dann nie wieder? Auch diese Frage ließ mich nicht mehr los, daher erkundigte ich mich bei Knud, dem Meister der Zahlen. Und siehe da:

Vorname Jahr Platz
Alfred 1904 10
Anne 1986 8
August 18929 9
Christel 1937 10
Christine 1963 10
David 2004 8
Franz 1891 10
Fritz 1896 8
Gustav 1890 8
Hedwig 1895 10
Jasmin 1991 8
Jens 1964 10
Joachim 1955 9
Johanna 1999 10
Julian 2007 10
Jutta 1952 10
Katja 1971 8
Luise 1896 10
Marc 1974 9
Michaela 1972 10
Nina 1983 10
Sophie 2005 9
Waltraud 1933 10
Yvonne 1975 8

Tabelle: Vornamen, die seit 1890 nur einmal in den Top 10 der deutschen Vornamenhitlisten waren. Schreibvarianten wurden zusammengefasst und nur die Erstnamen gezählt. Auswertung anhand einer repräsentativen Stichprobe.

Mich hat die Tabelle mehr als einmal überrascht, Anne, David, Waltraud und gerade die als Zweitname so beliebte Sophie hätte ich mehrmals in den Top 10 vermutet. Bei David könnte ich mir vorstellen, dass die unterschiedlichen Aussprachen „Davit“, „Däjwid“, „Daviddd“ und wie ich zu meinem Schrecken mehr als einmal hören musste „Dafit“ dazu beigetragen haben könnte. Und dass Sophie in ihrer Aussprache nicht so eindeutig ist, wie man vermuten könnte, hat Annemarie in einem Artikel bereits erörtert. So interessant das alles ist, ich will doch meine Butterkeksnamen! Also machte ich mich auf die Suche.

Ich denke, ich habe ein paar gefunden. Als erstes fielen mir Erik (aktuell Platz 43) und Theresa (Platz 84) ein. Beide Namen werden seit Jahrhunderten vergeben, erreichten aber nie Spitzenplätze. Erik kam 2011 immerhin bis Platz 24. Ich denke an Prinz Erik aus Arielle, der Namensvorbild für meinen Ken gewesen war (wobei mein Erik ja leider kein so glückliches Ende hatte) und an Mutter Theresa. Während der Recherche habe ich zu meinem Erstaunen herausgefunden, dass viele Theresas „Tete“ gerufen werden. Da sagen mir Resi, Resa, Tessa und Thea mehr zu, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Dann gebe es da noch Johanna (Platz 24). Johanna erfreute sich zwischen 1890 und 1910 sehr großer Beliebtheit (lustigerweise fällt das mit den ersten Produktionsjahrzehnten der bekannten Butterkeksmarke zusammen). Johanna war zwar 1999 auf Platz 10, ist aber danach nicht in der Versenkung verschwunden, sondern schwimmt seitdem in der Top 30 umher. Johanna wird seit Jahrhunderten vergeben (in meinem Stammbaum habe ich bis jetzt bereits fünf gefunden), wodurch der Name ebenfalls zeitlos wirkt. Auch Jakob (Platz 19) würde ich aus diesem Grund hinzufügen.

Der seit Jahrzehnten sehr beliebte Namen Lukas zähle ich ebenfalls zu den Butterkeksnamen. Der Name tauchte Mitte der 1970er in den Hitlisten auf und erreichte um die Jahrtausendwende Platz 1. Seitdem ist er nicht mehr aus den hohen Rängen wegzudenken. Auch wenn der Name erst vor etwa fünfzig Jahren vermehrt vergeben wurde, ist er bereits Jahrtausende alt, man denke nur an den Evangelisten Lukas (den mag ich am liebsten), die Maler Lucas Cranach der Ältere (der übrigens durch seine Tochter Barbara ein Vorfahre Goethes war) und Lucas Cranach der Jüngere. Nicht zu vergessen ist natürlich Lukas der Lokomotivführer aus Michael Endes 1960 erschienen Roman „Jim Knopf“. Ich habe noch nie jemanden sagen hören „Lukas, nee, geht gar nicht“ und ich glaube zu wissen, warum. Die erste Silbe ist lalelu-freundlich, wobei der dunkle Vokal und die zweite Silbe „kas“ die „Kernige-Namen-braucht-das-Land“-Fraktion erfreut. Er ist weder zu kurz, noch so lang, eindeutig in der Aussprache, international bekannt und lässt sich gut abkürzen. Kein Wunder also, dass er aktuell immer noch auf Platz 15 ist. Lukas ist also der Prototyp eines Butterkeksnamens (vielleicht bin ich bei dem Namen auch ein kleines bisschen voreingenommen, da mein Bruder so heißt 😉).

Fallen euch noch mehr Butterkeksnamen ein?


50 Gedanken zu „Butterkeksnamen – einfach, knusprig und sehr lecker“

  1. Guck mal, sind unter meinen „Namen ohne Verfallsdatum“, die ich mal zum – doch auch subjektiv empfundenen – Attribut „zeitlos“ gesammelt habe, vielleicht auch „Butterkeksnamen“?

    Ich dachte übrigens zuerst, Du erzählst uns was zu den Namen von Leibniz … ich war einst auf einem Leibniz-Gymnasium, Spitzname „Das Keks“ 🙂

    Mutter Teresa ist übrigens ohne h richtig.

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    • Danke für den Link zum Artikel:-)

      Wenn man nach den Kriterien geht, fallen folgende raus:

      Julia, Julian und Florian sind zu vokallastig, letzter zu blumig (die Bedeutung ist Programm),

      Julia ist überdies mit einem bestimmten Alter verknüpft, Benjamin würde ich auch dazu zählen, ebenso Fabian. Die Namen verbinden die meisten mit den 80er und 90er Jahren.

      Katharina und Alexander könnten als zu lang empfunden werden.

      Tim, Jan,Nils, Eva hingehen zu kurz.

      Nico ist zu spitznamig, um allen zu gefallen.

      Bei Philipp und Dominik könnten die verschiedenen Schreibweisen abschrecken.

      Es bleiben:

      Nina und Anna (eventuell zu lall-namig?)
      Daniel
      Adrian
      Sebastian

      Aber ganz sicher bin ich mir nicht 🙂

    • Ich verbinde Julia lediglich mit weiblichen Wesen unter Mitte 50 🙂 Die Julias in meinem Umfeld sind sehr breit gestreut, von um die 50 bis hin zum frühen Grundschulalter.

    • An Linda und Gabriel habe ich auch gedacht.
      Maria ist einigen Menschen zu biblisch ( mir nicht, er gehört zu meinen Lieblingsnamen). Clemens könnte zu emilianistisch sein.

    • Bei Maria könnte das stimmen, auch wenn ich andere Erfahrungen gemacht habe:
      Alle Altersklassen sind vertreten und dazu auch Eltern mit persischen, afghanischen, dänischen, deutschen und polnischen Wurzeln. Der Bildungsstand reicht auch von bis. Bei mir ist Maria ein echter Querschnitt.

    • Nein! Wie kannst du nur *geschocktes Emoji einfügen*

      Dann bist du wirklich die erste, von der ich höre, dass der Name Lukas nicht gefällt (was natürlich nicht schlimm ist. Meine Mutter hasst einen meiner Lieblingsnamen und ich finde auch nicht alle Name super).

      Darf ich fragen, woran es liegt?

    • @Vivi

      Was ist dein Lieblingsname? 🙂

      Es liegt an dem „-kas“ – diese Silbe erinnert mich immer an das Wort Kasten und ich sehe einen großen, eckigen Getränkekasten vor mir, wenn ich den Namen Lukas höre. 😀 Außerdem stört mich das Schriftbild mit dem „hohen“ k in der Mitte etwas (wobei das bei einem von mir als wohlklingend empfundendenen Namen kein Problem wäre, es verstärkt hier aber die negative Assoziation irgendwie). Was Namen angeht, hatte ich schon immer einen Knall. 😀

    • Einer meiner Lieblingsnamen ist Elisabeth. So habe ich mit vier meine Babypuppe genannt, sehr zum Entsetzen meiner Mutter ^^ Vor Kurzem haben wir über Namen gesprochen und ich erwähnte, dass ich mir vorstellen kann eine Tochter später so zu nennen. Sie sah mich genauso entsetzt an wie vor über zwanzig Jahren.

      Das mit dem „k“ kann ich verstehen, ich finde umgekehrt Lucas so leer in der Mitte.

      Einen Knall, ach Quatsch. Es gibt Leute, die schauen gerne Fußball, gehen ins Theater und wir mögen eben Namen 🙂

    • Bei mir liegt es auch an „kas“ – ich denke an Kassler, Kassel, Kessel und Kastration (und ein dummes Super Nanny-Video, in dem ein kleiner Lukas so gar nicht gut wegkommt).
      Obwohl sich die Meinung zum Namen bei mir immer wieder ändert.

    • @Vivi:

      Bei mir kommt noch dazu, dass bei mir als Synästhetikerin jeder Name eine Farbe hat – ich finde Lucas z. B. optisch schöner als Lukas, aber die Farbe des Namens wird durch das c gestört. Bei Zweitnamens- oder Geschwisterkombis müssen auch die Farben harmonieren. 😀

      Zu Elisabeth: Ich finde ihn zwar persönlich nicht so schön (während ich Elisa super finde!), aber ich finde ihn auf jeden Fall vergebbar. Ältere Namen kommen ja wieder – z. B. finde ich zur Zeit den Namen Margareta gar nicht schlecht.

    • Ich dachte, dass ich auch schon einmal geschrieben hatte, dass ich explizit mit Lukas so gar nicht kann. Und das aus einem ziemlich präzisen Grund. Für mich ist das die onomatopoetische Umschreibung einer Baby-Rassel. Wenn die Rassel nach hinten genommen wird, dann ist das ein Lu- und wenn man sie nach vorn schwingt, macht es -kas. Und das geht dann ganz oft hintereinander Lu-kas, Lu-kas, Lu-kas, Lu-kas, Lu-kas…
      Mir rasselt der Name zu sehr und ich finde ihn damit unpassend für Menschen über drei Jahren. Vorher ist er aber ganz nett.

      Mir fällt auf Anhieb kein anderer Name ein, bei dem ich eine vergleichbare Assoziation habe.

    • @ Lena
      Synästhesie- darüber habe ich viel gelesen, aber noch nie jemanden getroffen, der das kann.
      Siehst du Farben nur bei Namen oder bei allen Worten? Ich finde es sehr spannend, dass das c anscheinend einen andere Farbgebung erzeugt als das k.

      @Tameri
      Das -kas als Raschelgeräusch kann ich noch nachvollziehen, auch wenn ich für mich mehr wie ein -xas klingt, aber -lu habe ich noch nie herausgehört.

      Spannend, welche Assoziation der Name hervorrufen kann.

    • @Vivi: Ich assoziiere Buchstaben und daraus resultierend Namen, Monate, Wochentage mit Farben – andere Wörter nur schwach, dafür muss ich explizit darauf achten, bei Namen, Monaten usw. erscheint die Farbe hingegen unwillkürlich vor meinem geistigen Auge, ebenso übrigens bei Zahlen, weshalb es für mich auch „hübsche“ und weniger hübsche Daten gibt. Lukas/Lucas ist für mich wegen des Ls blau, aber das c verleiht dem Ganzen eine „hautfarbene“, unschöne Einfärbung. 😀 Rein farblich ist Lukas hingegen schön (was nichts daran ändert, dass ich Lukas nicht mag).

      Aber ich liebe z. B. die beiden Namen Amelie und Victoria (hier stört das c gar nicht); wegen der Farben könnte ich aber Amelie Victoria nicht kombinieren, obwohl es eigentlich gut klingt.

      @Tameri: Das mit der Rassel ist auch interessant. Was das Hirn manchmal macht… 😀

    • Synästhesien gibt es viele verschiedene, oft mit Farben, aber nicht nur. Ich habe eine Synästhesie mit Zahlen und eine Raum-Zeit-Synästhesie und in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, dass ich manche Namen und andere Wörter mit Gesten oder Bildern verbinde.

    • Über Raum-Zeit-Synästhesien hab ich mal gelesen, aber weiß es nicht mehr genau, kannst du das genauer beschreiben?

    • bei der Zahlen-Synästhesie sind die Zahlen ab 1-… in einer bestimmten räumlich definierten Richtung angeordnet, die sich immer wieder ändert, z.B. gibt es bei 5 eine rechts-Kurve und bei 12, dann bei 20 in die andere Richtung etc.
      bei meiner Raum-Zeit-Synästesie sieht man sich selber z.B. in einem Jahres- oder Wochenkreis an einer bestimmten Position, die fest sein kann, sich aber auch ändert. Man kann ein bestimmtes Datum oder einen Wochentag fokussieren und „heranziehen“ und hat dadurch (manchmal) ein genaueres Erinnerungsvermögen;
      schwierig zu erklären für „Außenstehende“, manche glauben ja, man hätte eine Schraube locker…

    • @ Maria Th:
      Interessant, das habe ich überhaupt nicht mit der Richtung. Es gibt ja sogar Synästhesien mit Klängen und Geschmacksrichtungen.

      Leute, die das gar nicht kennen, können es wirklich oft gar nicht nachvollziehen und tun es wirklich als verrückt oder Spinnerei ab, was eben gar nicht stimmt, sondern eben einfach eine Assoziation des Gehirns ist und ja auch nicht völlig selten ist… Ich finde es schade, wenn manche sich da gar nicht eindenken wollen, sondern gleich alles Unbekannte als verrückt abtun…

    • Mir kam beim Lesen dieses Gesprächs die Erkenntnis, dass , wenn ich Bücher lese, diese für mich eine Farbe habe . Gute Bücher sind tiefgrau, wie ein Schneewolken, ich hab das immer als einen Spleen von mir abgetan. Jetzt, wo ich euere Beschreibungen lese, frage ich mich, ob das auch eine Form von Synästhesie ist.

    • @ vivi
      das ist sehr wahrscheinlich eine Synästhesie.
      Das „Problem“ an dieser Wahrnehmung ist ja, dass man sie als völlig normal und natürlich empfindet, weil man ja logischerweise nicht weiß, wie andere etwas wahrnehmen, daher spricht man selten darüber.
      ich bin auch erst vor ca. dreieinhalb Jahren darauf gekommen, weil ich immer dachte, Synästhesien gibt es nur mit Musik und Farben.
      ich kam damals zufällig auf das Thema über Wikipedia und hab dann ein wenig weiter gegoogelt und hab mich dann irgendwann „wiedererkannt“.

    • Schön, hier auf andere Synästhetikerinnen zu treffen, aber in einem Vornamensforum gar nicht so erstaunlich – im echten Leben kenne ich nur eine Handvoll, und wenn ich davon erzähle, sind die meisten Gesprächspartner irritiert. Eine Raum-Zeit-Synästhesie habe ich u.a. auch. Für Nichtsynästhetiker ist es meiner Erfahrung nach schwer zu vermitteln; die synästhetischen Eindrücke lassen sich schwer beschreiben und sind in Wahrheit komplexer als bloße, reine Farbeindrücke.

      @Lena, mein L ist auch blau. Bei Namen und allgemein Wörtern dominiert bei mir farblich meistens der Anfangsbuchstabe. Lukas ist für mich ein dunkler, fast schwarzer Name, obwohl das L einen mittleren Blauton hat – es liegt wohl an der harten Endsilbe und am u, das zwar farblich hell ist, aber durch seinen Klang eine tiefe Finsternis erzeugt.

    • Ich denke nicht, dass ich Synästhetiker bin, aber Namen verbinde ich auch oft mit Farben – mal mehr, mal weniger stark.
      Lukas ist für mich gelb (also butterkeksfarben ;-)), ebenso wie Lena und Verena, während Maria und Marthe rot sind, Tameri grün und Sebald orange. Bei Vivian ist die Assoziation nicht so deutlich, aber geht wohl so in Richtung weiß-grau-violett.

  2. Das wären meine Butterkeksnamen, nie supermodisch, nie ganz weg:
    Michael
    Thomas
    Christine/a
    Elisabeth
    Daniel
    Johanna
    Johannes
    Katharina
    Maria
    Lukas
    Matthias
    Christoph
    Veronika
    Martin
    Simon
    Stefan/Stephan
    Sebastian
    (und vielleicht noch ein paar mehr…)

    und was Theresa betrifft: diese etwas modischere Form gab es früher nicht/nicht häufig, da hieß das Theresia

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  3. Thomas und Michael empfinde ich nicht als hundertprozentig zeitlos. Die verbinde ich stark mit den 70ern.
    Aber irgendwie sind sie es natürlich doch, denn sie werden auch heute noch vergeben, wenn auch bei weitem nicht mehr so oft wie damals.

    Nicole ist neben Julia und Oliver auch so ein Name, der mal ein Top-Ten-Name war und auch heute noch gewählt wird.

    Ein hundertprozentig zeitloser Name ist für mich Anna. Der zählt ohne Unterbrechung seit dem Mittelalter zu den beliebtesten Namen. 🙂

    Aber um zu deinen Butterkeksnamen zurückzukommen, dazu zählen für mich:

    Felix
    Nina
    Erik
    Anna
    Oliver
    Jan
    Lena

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    • Das sind fast ausschließlich Namen, die meine Mutter aufgrund ihrer Kürze und Einfachheit verschmäht.

  4. @Miez

    Es wundert mich, dass du Sebastian und Daniel als Butterkeksnamen in Erwägung ziehst. Sie werden zwar heute noch vergeben, waren aber auch extreme Modenamen in den 80ern und sind stark mit dieser Zeit verbunden.

    Julia hat meiner Meinung nach viel eher das Zeug zum Butterkeksnamen, da er über Jahrzehnte in den Top Ten war und daher nicht so sehr einem bestimmten Jahrzehnt zuzuordnen ist. Ich kenne wie Annemarie auch diverse Julias vom frühen Grundschulalter bis zur fünfzigjährigen Frau.
    Darüber hinaus ist Julia vom Klang her sehr gefällig. Da gibt es auch relativ wenige Leute, die sagen würden, dass sie den Namen überhaupt nicht mögen.

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  5. Sebastian und Daniel sind für mich recht zeitlos, ich war mir aber nicht sicher, wie sie auf andere wirken und habe mir hier die Statistik nicht angesehen. Ich kenne persönlich nur wenige Männer mit den Namen, beim Lesen von Artikeln (ich habe eine Schwäche für Biographien auf Wikipedia) begegnen mir die Namen aber häufiger durch allen Jahrhunderte hinweg.

    Ich kenne fast nur Julias, die in meinem Alter sind, daher ist er für mich sehr mit meiner Generation verbunden (die Nachrichtensprecherin im Ersten bildet da ein seltene Ausnahme). Rein subjektiv gefällt mir der Name auch nicht. Dabei mag ich weiche Namen eigentlich gerne und finde Julica und Juliane wirklich hübsch. Aber „Julja“ klingt irgendwie so barsch für mich.

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    • Ich kenne in meinem Alter (geboren 1995) ETLICHE Julias, während ich keine Einzige ältere Julia kenne; bei Kindern kommt er schon noch vor, würde ich sagen, aber nicht mehr so inflationär.

      Den Klang finde ich übrigens eigentlich toll, aber durch seine extreme Häufigkeit hat der Name für mich irgendwie seinen „Reiz“ verloren.

      Zu Anna: Denke auch, dass der Name wirklich in jedem Alter vorkommt. Für mich ist Anna dadurch aber komplett langweilig, blass und irgendwie „trostlos“, klanglich mag ich Anna auch nicht so – ich würde hier sogar Marie mit Bindestrich kombinieren (wenn ich gezwungen wäre, mein Kind Anna zu nennen), obwohl ich Bindestriche eigentlich nicht mag.

    • Eine Anna in meinem Alter (= um 1970 herum geboren) hab ich noch nie getroffen, auch nicht im Alter meiner Eltern (um 1940). Gefühlt waren/sind Annas immer min. 10 Jahre jünger als ich. Zu meiner Zeit hieß man eher Anne oder vielleicht noch Ann-Kathrin 🙂

    • Zu Julia: da gab es mal die Nestlé-Ministerin Julia Klöckner.

      Zu Anna: meine Mutter, Ende der fünfziger Jahre geboren, hat immer gesagt, dass sich der Name für sie alt anhört. Wahrscheinlich, weil er auch in den Zwanzigern häufig vergeben wurde. Er ist dann einfach früher zurückgekommen als Emma und Frieda.

    • Zu Anna: In meinem Geburtsjahr 92 war Anna häufiger als mein Name Anne. Doch meinen Eltern war Anna zu altmodisch und deshalb heiße ich Anne. Ich hätte aber lieber Anna geheißen, da der Name in meiner Generation häufiger war und dadurch für mich moderner klingt.

  6. Alexander
    Oder habe ich den in einem Kommentar überlesen?
    Wurde in einem Namensratgeber mal als der „Bayern München“ unter den Vornamen eingestuft.

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  7. Alexander, Maria, Peter geht immer, kenne ich aus meiner Kindheit und auch heute noch bis zu der Enkelgeneration.
    Auch Klassiker wie Elisabeth, Anne/Anna sind nie falsch. Allerdings gebe ich Annemaus recht, in meiner Studienzeit mit Freundin im Park unterwegs rief ein Papa seine Tochter „Anna“, meine Freundin sagte: oh, Anna, Anne wenn dann wenigstens Anne. Meine Tochter heißt übrigens auch Anna.

    Antworten
    • Maria und Peter klingen für mich als norddeutsche „bayerisch“.
      Hier gibt es gerade viele Kinder namens Piet, aber alle Peter (gesprochen meist eher „Pedah“), die ich kenne, sind 50+. Über einen kleinen Peter wäre ich erstmal erstaunt!
      Bei einer Maria würde ich erstmal katholischen Einfluss vermuten (spanisch/italienisch/bayerisch/polnisch/…), hier begegnet mir Marie häufiger.

  8. Hallo,

    das sind ja mal interessante Themen hier.

    Zu den Butterkeksnamen:

    Johanna 😉
    (Ich wurde nach meiner Uroma benannt, habe sie sogar noch kennen gelernt. Jahrgang Beginn des 20 Jhd.
    Eine Klassenlehrerin hieß so, Jahrgang 1955. War übrigens die erste Johanna, die ich nach meiner Uroma kennen gelernt habe. Später in der Wohnsiedlung eine weitere Johanna, 2-3 Jahre jünger als ich. Sie um 1990 rum, ich bin Jahrgang 1987. Laut der Hebamme meiner Mutter eine total altmodische Wahl für die DDR Ende der 1980er. O-Ton: „Wie kann man sein Kind heute noch Johanna nennen?!“
    Ende der 1990er Jahre wurde Johanna ja dann fast richtig modern, und ich tatsächlich eifersüchtig auf alle jüngeren Johannas. Die klauten mir meinen gefühlt seltenen Namen. Wo ich doch froh war, nicht eine von 2 Sandras, Dajanas, Julias zu sein, die tatsächlich alle doppelt in meiner Grundschulklasse vorkamen.)

    weiterhin beim überlegen und lesen der anderen Kommentare kamen mir in den Sinn:

    Diana
    (kenne ich welche mit Jahrgängen 1952 [meine Tante], 3x 1980er und 2015, und Lady Di natürlich, und Diane de Poitiers [1499] ist schon etwas betagter)

    Alexander
    (wäre mein Name als Junge gewesen, von Alexander dem Großen bis heute immer mal zu hören)

    Katharina
    (so hätte mein Bruder gehießen, wenn er ein Mädchen geworden wäre, so heißt er Kilian, Jhg 1991; ansonsten schon seit Jahrhunderten verbreitet und auch heute ab und zu zu hören)

    Elise (einfach, weil es mein persönlicher Favorit für ein Mädchen ist…und eine meiner (Ur?)Uromas so hieß.)

    Konrad (kenne ich tatsächlich um meinen Jahrgang rum welche als auch Ende der 2010er Jahre und zu (Ur-)Omas Zeiten ja auch nicht selten.

    ggf. Christin/a/e bzw. Christiane
    (Da könnte ich von den 1950ern bis Anfang der 1990er definitiv mehr als 10 aufzählen, die ich ‚kenne‘.
    Im Adel ja eh schon seit Jahrhunderten durchaus verbreitet.
    Hieß nicht die Frau von August dem Starken Christiane Eberhardine?!
    Ich muss aber zugeben, dass mir Christin/a/e*s zu häufig vorkommen, als den Namen in die persönliche Butterkeks-Liste aufzunehmen.)

    Zum Namen Julia habe ich ein sehr ambivalentes Verhältnis.
    Hatte zwei in der Klasse, beide Jahrgang 1986. Waren sogar Semi-Freundinnen von mir. Name also neutral bis positiv besetzt.

    Inzwischen kamen zwei Julias dazu, auf die ich mehr oder weniger eifersüchtig war/bin ([Nicht]Beziehungskisten). Eine von 1982 und eine Mitte der 1990er.
    Und dann noch die Klöckner…
    Also, nix mit Julia. 😉

    Wenn ich in Ostfriesland wohnen würde, würde ich noch Enno
    dazu nehmen.
    Bedeutung eher hart (wie beim abbeißen vom Butterkeks), Aussprache weich (wie beim kauen, ggf. noch etwas rumlutschen auf dem abgebissenen Stück Butterkeks; Außerdem heißt mein knapp Zehnjähriger Sohn so 😉 )

    Synästhetikerin bin ich wahrscheinlich nicht, aber ich sollte das mal beobachten. So Anwandlungen kommen mir nicht ganz unbekannt vor. 🙂

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