Babynamen der Woche 09/2019

Willibert * Logan Tiger * Meera * Tiberius Paul * Bene Johann * Livian * Kassia * Elise Charlotte * Harry Adam * Anays Maria * Edgar Karl Philipp * Carlota Nerea * Aurelia Eva Marita * Thora-Ida * Lientje * Corc * Ricarda Rose * Kyascha * Teo * Jette * Antonio Maximo * Neyla Lou * Saifededdin * Killian Derek * Josch Matti * Tilli Paula * Mailo Castiel * Elias Leif * Yara Karolin * Savanna

Babynamen der Woche

Und außerdem …

44 Gedanken zu “Babynamen der Woche 09/2019”

  1. Willibert ist gradezu perfekt, im Vergleich zu vielen heutigen Jungennamen, wie Logan, Corc und Mailo. Allerdings hätte mir die Form Wilbert besser gefallen, klingt moderner.
    Riccarda gefällt mir sehr gut, ich kenne auch zwei junge Frauen mit diesem Namen, erinnert mich an die Schriftstellerin Riccarda Huch.

  2. Ich mag ja nordische Namen aber Leif zu Elias finde ich passt nicht.Harry in englischer Sprache gesprochen ist nett aber in der deutschen Aussprache nicht schön.carlotta mag ich mit doppel -t. Matti ist schön aber auch ein sehr häufiger Modename hier oben.Josch …noch nie gehört.Joscha gefällt mir besser.

    • Heute ist es ja recht wild durcheinander.

      Wahlpflicht:
      Elise Charlotte *
      Bene[dict] Johann * Bene istjein Name.
      Edgar Karl Philipp * Edgar wär jetzt ich erste Wahl, aber vollkommen in Ordnung.

      Wild geschüttelt:
      Paul Johann Philipp *
      Paula Elise *

      Mein Senf:
      Ricarda Rose * Da weiß ich gar nicht, welche R-Aussprache ich jeweils anwenden soll…
      Teo * das ist mal konsequent abgekürzt und sieht kastriert aus

  3. Heute wähle ich:
    Aurelia Eva Marita
    Ricarda Rose

    Aurelia und Ricarda würde mir auch für Geschwister gefallen. Besonders Ricarda mag ich sehr gerne.

    Und für einen Jungen, aber ohne viel Begeisterung:
    Edgar Karl Philipp – Ich mag Philipp von diesen drei Namen am liebsten. Edgar als Rufnamen, kann man machen.
    Wild geschüttelt würde mir Philipp Johann für einen Jungen gefallen.

    Elise Charlotte – Elise erinnert mich an das Klavierstück “Für Elise” von Beethoven, was ich sehr schön finde. Ich mag allerdings Elisa noch einen Tick lieber.
    _____

    Willibert – nein, das ist mir zu sehr Retro

    Logan Tiger – das krasse Gegenstück zu Willibert. Ist Logan nun männlich oder weiblich? Und Tiger? Es heißt doch eine von Til Schweigers Töchtern Emma Tiger.

    Harry Adam – hier könnten beide Namen deutsch oder englisch ausgesprochen werden. Ich mag Harry in der englischen Aussprache auch lieber und finde die deutsche Aussprache wirkt oft merkwürdig. Ich würde im deutschen Harald vorziehen, den man dann mit Harry abkürzen kann. Der englische Harry ist aber eine Koseform von Henry (wie beim englischen Prinzen).

    Carlota Nerea – da Nerea ein spanischer Name ist, könnte hier ein spanischer Hintergrund vorliegen, deshalb die Schreibweise Carlota mit einem t (in Spanien gibt es keine doppelten Konsonanten, ich kenne mich aber nicht wirklich gut mit dieser Sprache aus).
    Bei einem deutschen Mädchen würde ich auf jeden Fall die Schreibweise Carlotta vorziehen, alles andere wird nur kompliziert.

    Teo – wenn, dann bitte Theo.

    Jette – ja in Ordnung, ich kenne mehrere Jettes. Henriette wäre vielleicht schöner, aber wenn Lotte (anstatt Charlotte) geht, dann geht auch Jette

    Josch Matti – wirkt sehr abgekürzt, Joshua Mattis/Matthias und alles wäre gut.

    Tilli Paula – Tilli, Lilli, Willi … nein, bitte nicht – dann geht am ehesten noch Lilly, das kommt ja häufiger vor. Immerhin hat sie mit Paula einen vollständigen Namen, denn ich ganz gut finde.

  4. Wahlpflicht:

    Aurelia Eva (MariA; ohne “t”) oder Aurelia Yara (MariA; ohne “t”) und geschüttelt
    Kilian Paul Elias

  5. Über Willibert freue ich mich sehr. Ein alter deutscher Name, der noch nie häufig gewesen ist, wird jetzt, anstatt total verschwunden zu sein, im Jahr 2019 vergeben–echt toll! Es ist auch ein schöner Name, mit hellem Klang und der typischen deutschen Bert-Endung. Da hat jemand über den Tellerrand der bekannten altdeutschen Namen wie Wilhelm und Co. hinausgeschaut. Willibald ist ja schon selten genug, Willibert aber noch wesentlich seltener.

    Der Spitzname Willi bietet sich an, und auch das finde ich schön.

    Total obskure germanische Namen, die ich toll finde: Guntram; Bertrun; Friedelinde; Erdmann; Hunold; Mombrecht; Dankrad; Milburga.

    Edgar Karl Philipp–finde alle drei Namen gut, aber Gar auf Kar will mir nicht recht passen.

    Ricarda Rose–finde ich hübsch, wenn Rose deutsch gesprochen wird. Der Name Ricarda ist ja sehr klanghaft und Rose mit dem langen O und weichen Schwa-Auslaut bietet dazu einen schönen Kontrast, mit der R-Alliteration als verbindendem Element. Noch schöner als Ricarda finde ich die alte Form Richardis.

    Frage: Was haltet Ihr von dem Namen Dagobert. Er ist mir neulich in einem spanischen Kontext als Dagoberto untergekommen, und ich habe mir gedacht: “Schade, dass dieser schöne keltisch-deutsche Name von dieser Entenfigur so doof besetzt ist.” Die Erstsilbe “dago” ist ja keltisch und rührt noch von der keltischen Urbevölkerung Deutschlands her, mit der sich die Germanen dann vermischten. In manchen alten germanischen Namen finden sich deshalb noch keltische Bestandteile–so hier. Der Name Dagobert ist somit ein interessantes Relikt aus der hiesigen Geschichte. Ich finde ihn stattlich und schön. Haltet Ihr Ihn für vergebbar? Und wie findet Ihr Dagobert?

    • Mark

      zu Dagobert
      Ganz ehrlich, Dagobert ist mir wirklich zu sehr mit Dagobert Duck verbunden. Auch wenn die jüngeren Kinder diese Ente gar nicht mehr so gut kennen. Jeder Erwachsene hat sofort das Bild von Onkel Dagobert vor Augen. Ein junger Dagobert müßte schon sehr selbstbewusst sein, um damit klarzukommen. Auch als 13jähriger in einer Klasse voller pubertierenden Jungs und Mädels. Es gibt auch kein anderes gutes Vorbild zum Namen Dagobert.

      Ein Kind bzw. ein Jugendlicher hat es mit einem unauffälligen Namen einfacher. (Das war mir bei den Namen meiner Kinder wichtig.)

    • Es gab in München einen angesehenen Journalisten Dagobert Lindlau. Wenn ich Dagobert höre, denke ich an ihn.

    • Ich habe als Kind extrem begeistert Disney-Comics gelesen, darum kann ich mich mit Namen wie Dagobert, Donald, Daisy, Micky, Gustav, Klaas oder Klarabella als Babynamen gar nicht anfreunden. Selbst bei Daniel denke ich als Erstes an Herrn Düsentrieb.

    • Na, „Relikt aus der hiesigen Geschichte“… Das halte ich schlicht für falsch. Dagobert gehört viel eher in die fränkisch-französische Geschichte – gleich mehrere frühmittelalterliche Könige aus der Dynastie der Merowinger haben Dagobert geheißen.

      Gut, damals gab es noch kein Deutschland und kein Frankreich, und so ganz genau wurde das in der deutschen Historiographie in der Zeit des Hochnationalismus auch nie auseinander gehalten. Die MGH (Monumenta Germaniae Historica) beginnen mit den Merowingern. In Köln gibt es den Chlodwigplatz, benannt nach dem (der Legende nach) ersten gesalbten König der Franken. (frz. Clovis) Das wäre ja auch ganz in Ordnung, wenn es nicht immer so den leichten Unterton gehabt hätte: „Eigentlich haben ja wir Deutschen Frankreich gegründet“, und das ist ebenso Unfug wie umgekehrt der Gallier-Mythos des französischen Nationalismus. Ein Volk, das es noch nicht gibt, kann schwerlich eine Nation gründen, die es erst Jahrhunderte später gegeben hat.

      Dagobert ist ein germanischer, aber kein deutscher Name. Und wenn ich nur das Wort „Kelten“ höre, kriege ich die Krätze – einfach, weil damit heute soviel popkultureller Unfug getrieben wird. Jede zweite multikuturelle Mittelalter-Markts Mutti will heute Keltin sein. Aber um Gottes Willen keine Germanin!

      Ja, Dagobert Lindlau – an den mußte ich auch sofort denken. Und niemand hätte von Lindau zu Onkel Dagobert gekoppelt.

      Nette Grüße

      Klaas Klebstoff

    • Es ist nicht der “Dago”, sondern “bert” gefällt mir in keiner Zusammensetzung.
      Dagmar z.b. Dagomar fände ich durchaus vergebbar, wobei Dagmar natürlich wesentlich häufiger sein dürfte. Dagny fand ich auch interessant, aber der ist momentan gar nicht mehr in Mode.

      Dagobert ist und bleibt natürlich ein Erpel, auch der Erpresser seinerzeit hat sich keinen guten Namen gemacht, und Dagobert Lindlau, habe ich auch nicht um seinen Namen beneidet.

      Gar – Kar ist mir auch ungut aufgestossen, in anderer Reihenfolge wäre der Name gar nicht schlecht. Karl Philipp Edgar vielleicht.

      Corc – “Schmeckt der nach Korken? Mein Mann fragt immer, ob der nach Korken schmeckt…” Ach ja, was täten wir bloss ohne Loriot?

      Kyascha – auch etwas, das mich sofort an einen Klassiker denken lässt: “Hassu Haschisch in die Taschen, hassu immer wassu naschen…”

    • Danke für Eure Kommentare!

      Tja, Dagobert, schon ein Risiko. Würde es auch eher als Zweitname wagen, wenn überhaupt. Müsste ich mir genau überlegen. Euer Feedback zeigt, wie stark diese Disneyassoziation ist. Schön, dass es wenigstens auch den Dagobert Lindlau gibt.

      Jan/Klaas, oder wie immer man Dich letztendlich nennen sollte, Du hast schon Recht mit Deiner geschichtlichen Kritik. Habe festgestellt, dass die Disney-Ente, die ja auf Englisch Scrooge McDuck heißt, auf Deutsch nach den alten Merowingerkönigen benannt wurde (wegen des Reichtums dieser Könige und wegen der Alliteration mit “Duck”). Tatsächlich kann ich nicht feststellen, ob der keltische Namensteil aus dem Gallischen kam und somit mit der gallo-romanisch-germanischen Symbiose im frühmittelalterlichen Frankreich zusammenhängt, oder ob der Name der keltischen Urbevölkerung des heutigen deutschsprachigen Raumes entspringt. Man kann den Namen Dagobert tatsächlich nicht einfach “deutsch” nennen, obwohl der Namensbestandteil “Bert” natürlich typisch für die deutsche Namenskultur ist. Heutzutage ist der Name in Lateinamerika noch am häufigsten anzutreffen (und ja, in den USA bin ich auch mal einem Latino namens Dagoberto begegnet). Dort besteht keinerlei Assoziation mit der Ente.

      Schön und edel finde ich den alten Königsnamen allemal–vielleicht wird ja in vierzig Jahren die Disneyassoziation verblasst sein….

    • Mark,

      Du kannst mich ansprechen wie Du magst – es ist wohl klar, wer hier schreibt. Wär ja noch schöner, wenn hier jeder nur einen Namen hätte. Ich wollte nur schon seit einiger Zeit meinen alten Nick Harki zurückhaben. Der Auslöser war dann ein grauenhaftes Erlebnis am letzten Donnerstag abend. Fluctuat nec mergitur.

      So, zum Thema: Das Problem ist aber schon, daß es diese keltische Urbevölkerung im Norden und Osten Deutschlands nie gegeben hat, im Süden nur in einigen Inselchen. Die Details werden mangels schriftlicher Quellen ewig dunkel bleiben. Die Rekonstruktion geht maximal über Toponyme. In Ostelbien, auch in Teilen des heutigen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins, hingegen gab es sehr wohl eine slawische Urbevölkerung. Reste davon haben sich bis heute in der Ober- und der Niederlausitz gehalten.

      Übrigens: Es gibt irgendwo bei Tacitus eine hübsche Erklärung der spannenden Frage „Sind die Germanen Einwanderer oder Eingeborene?“. Tacitus meint, daß es Ureinwohner seien, weil ja niemand auf den Gedanken käme, in so ein gräßliches Land mit so einem scheußlichen Wetter einzuwandern. (Damals gab es hier noch keine Sozialsysteme, in die es sich einzuwandern gelohnt hätte.)

      Ich weiß nicht, ob Dagobert etymologisch keltische Wurzeln hat. Als Name aber scheint mir das einwandfrei ein historistischer Reimport. Daß der Name heute in Deutschland sofort mit der Disney-Ente verbunden wird, ist dann das Verdienst von Dr. Erika Sowieso, also der deutschen Disney-Übersetzerin.

    • Jäp, natürlich, Dr. Erika Fuchs, deren Vorname sich ja bis heute in der Jux-Bezeichung „Erikativ“ für den Inflektiv gehalten hat:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Inflektiv

      Die Erikative haben sich dann ja im deutschsprachigen Internet sehr verbreitet, meist in der Schreibweise *[Erikativ]*. Meine liebsten Erikative sind *seufz*, *kotz* und *schnarch*.

      Das „Dr.“ wurde immer miterwähnt, um die anfangs als „Schundliteratur“ gesehenen Comics seriöser erscheinen zu lassen. Das wäre eine entfernte Parallele zu den Doktortiteln von Helmut Kohl und Angela Merkel. Bei Kohl wurde der Titel von den Seinen immer erwähnt, weil ihn seine Gegner als tumben Provinzler hingestellt haben. Bei Murkel hingegen wird er in der Regel verschwiegen, weil sie eh schon als eiskalte und gerissene Machtpolitikerin gilt.

      Natürlich habe ich als Kind auch pfundweise Disney-Comics gelesen. 🙂 Die waren aber nicht so prägend wie die Asterix-Hefte in der meisterlichen Übersetzung von Gudrun Penndorf. Interessante Frau. Studierte Romanistin. Im Hauptberuf Fachübersetzerin und Dolmetscherin für Italienisch und Französisch, Spezialgebiete Wirtschaft und Recht.

    • Harkijan,

      Ein Grund, weshalb ich mich für die keltische Urbevölkerung Deutschlands interessiere, ist, dass ich aus einer Region komme, in der die Überreste einer keltischen Stadt noch klar zu sehen sind und in der viele Toponyme keltischen Ursprungs sind. In Mittelhessen, ganz nah bei meinem Heimatdorf, gibt es nämlich den Dünsberg, wo man im Wald tatsächlich noch alle möglichen Wälle, Gräben und Grabhügel der Kelten sehen kann. Es wird von einer größeren Siedlung ausgegangen–der Dünsberg war hier in der Gegend wohl ein Zentrum keltischer Kultur. Auch die “lar”-Endung meiner Geburtsstadt Wetzlar ist keltischen Ursprungs. Wo ich jetzt in Schwaben lebe wimmelt es auch von keltischen Toponymen (z.B. der Fluss Enz) und es ist bekannt, dass es hier eine keltisch-romanische Mischkultur gab, bevor die Alemannen und Franken hier einfielen. Auch weite Teile Bayerns hatten eine keltische Urbevölkerung, das Rheintal sowieso. Von Köln über Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern erstreckte sich dieser keltische Kulturraum, der natürlich dann auch über das heutige Frankreich bis zur iberischen Halbinsel reichte. Mich fasziniert es, Spuren dieser verschwundenen Welt zu entdecken–dazu inspirierten mich meine Kinderspiele in der vom Wald bedeckten ehemaligen Keltensiedlung auf dem Dünsberg. Deshalb hat auch der Name Dagobert eine gewisse Keltenfaszination für mich.

      Was den Re-Import angeht–sicher hat der Name nur Dank der Merowingerkönige überlebt. Da diese in Geschichtsbüchern auftauchen, blieb der Name in der Überlieferung erhalten und wurde dann vereinzelt aufgegriffen, von Leuten, die das taten, was Du ja nicht so gerne siehst–sie wollten ganz tief in ihre Geschichte hineingreifen und etwas wieder zum Leben erwecken, was sie sich als aus der Welt ihrer Vorfahren entspringend vorstellten. Dabei gab es keine organische Entwicklung–der Historismus holte sich einen längst versunkenen Namen plötzlich wieder, ohne direkte Anknüpfungspunkte.

      Der Name kann natürlich im Gebiet des heutigen Frankreich entstanden sein, oder eben aus dem heutigen deutschen Gebiet, wo sich, wie in Frankreich, nur in ganz anderen Proportionen, Germanen und Kelten mischten, nach Frankreich importiert worden sein. Wie dem auch sei–ein Name, der die geschichtliche Verflochtenheit keltischer und germanischer Kultur im alten Frankenreich widerspiegelt und somit für mich geschichtlich faszinierend ist. Wie Du weißt, bin ich gar nicht abgeneigt, längst Versunkenes aus der Geschichte “wiederzuholen.”

      Trotzdem sind mir die alten, deutschen Namen am liebsten, die mehr Kontinuität haben, und somit einen ganz anderen Stellenwert in der deutschen Namensgeschichte haben–Heinrich, Konrad, Friedrich, Otto…. Bei den weiblichen Namen gab es weniger Kontinuität–da waren die germanischen Namen schon seit mindestens zwei Jahrhunderten sanft entschlafen gewesen, als die Romantik des frühen 19. Jahrhunderts sie zurückholte. Trotzdem sind Namen wie Hildegard und Gertraud nie total in Vergessenheit geraten, da sie als Namen noch in die frühe Neuzeit hinein vergeben wurden. Ja, diese Klassiker mit einem gewissen Maß an Kontinuität, die empfinde auch ich als die authentischsten deutschen Namen. Nichtsdestotrotz bin ich aber doch auch noch ein romantischer Historist…

    • Marce,

      ich habe doch gar nichts gegen die Pflege oder auch Wiederentdeckung des keltischen oder des slawischen Kulturerbes der Deutschen! Was mich halt nervt, sind die Leute, die es benutzen, um das germanische Erbe hinweg zu definieren. Und gerade in meiner Heimat im engeren Sinne haben eben nie Kelten oder Slawen gelebt. Also anders als etwas im Wendland (dem „Ostzipfel“ Niedersachsens), was ja schon dessen Name andeutet.

      Dennoch legen sich viele esoterisch angehauchte Büro-Miezen hier entweder eine Tolkien-Identität oder „keltische Wurzeln“ zu. Und das ist eben keine Traditions-Pflege oder -Wiederentdeckung! Es ist eine Kopfgeburt. Es ist wie der berüchtigte „Karneval der Kulturen“ in Berlin: Deutsche spielen Ausländer (Tibeter, Afrikaner, Rastas, Latinos, Iren, Bretonen, Indianer, Maori etc.), um sich mit besserem Gewissen mit Bier vollaufen lassen zu können und hinterher einer lieben Bekannten von mir vor die Haustür zu pissen.

      Ricardo, Trevor und Matteo, Shereen für Ethnodeutsche wirken auf mich wie Rasta-Drecklocks über kreidebleicher Pickelhaut. (Wobei Drecklocks auch bei weißen Mädchen recht hübsch aussehen können. Nur daran riechen sollte man lieber nicht.)

      Es geht aber noch absurder: Schweizer bejahen mit stolzgeschwellter Brust, Alemannen zu sein (was ja stimmt) – während sie um Gottes Willen keine Germanen sein wollen. Kurios, wa? Natürlich steht da der deutsche Germanen-Kultus (ca. 1800-1945) im Hintergrund. Ferner das relativ neue englische Wort „Germany“ für Deutschland.

      Die von mir kürzlich erwähnte deutsch-hyperpatriotische Ethno-Serbin hat gerade ein (auch formal) sehr schönes Gedicht geschrieben: Das lyrische Ich weigert sich, jemanden aus Bosnien nach Deutschland einzuladen, weil ihr der kulturelle Verfall Deutschlands so peinlich sei. Und ich mag es so sehr, das Temperament der Südslawen und allgemein der Leute vom Balkan! Ich hatte der mal von meinen zigeunerischen Vorfahren erzählt. Hatte mir gedacht: „Na, nu schlägt aber der Blitz ein, wa?“ Aber nein. Hach, sie bewundere ja so sehr den unbedingten Willen der Zigeuner, ihre Identität zu bewahren! Daran könnten „wir Deutschen“ uns ein Vorbild nehmen. Sagt wohlgemerkt ein Mädel mit serbischem Hintergrund. Serbinnen sind echt Wuchtgeschosse! Mit solchen Frauen im Hintergrund hältst Du schonmal der EU und den USA gleichzeitig stand.

      Ich denke, Mark, wir sind uns einig, uns nicht ganz grundsätzlich uneinig zu sein.

  6. Tiberius Paul : gefällt mir aber ich finde Paul Tiberius besser

    Bene Johann: besser Ben Johann

    Livian : Adjektiv (Livy). Nicht meins, Olivia oder Lilian wäre cool.

    Edgar Karl Philipp: Philipp toller Name.

    Aurelia Eva Marita: Eva mag ich sehr.

    Ricarda Rose : Zwei Namen mit gleichen Anfangsbuchstaben mag ich nicht ansonsten finde ich Rose als Zn klasse.

    Antonio Maximo: das gleiche gilt für Endungen mit gleichen Buchstaben.

    Killian Derek : killian / Cilian mag ich

    Yara Karolin : Jara Carolin: gefällt mir besser. Carolin ist ein sehr schöner Name.

  7. Wahlpflicht:
    Yara Karolin
    Bene(dikt) Johann

    Wild geschüttelt:
    Ida Elise
    Adam Matti(as)
    Kassia Charlotte

    In Deutschland klingt Kassia wahrscheinlich ungewöhnlich. Kassia/Cassia (und auch Cassio) gibt es in Brasilien viele.

    • “In Deutschland klingt Kassia wahrscheinlich ungewöhnlich.”

      Nicht, wenn man seinen Shakespeare kennt.
      Oder wahlweise auch die z.Zt. so beliebten Dystopie-Trilogien à la “Cassia & Ky” von Ally Condie.

    • Deinen Shakespeare kennt aber kaum jemand, darum würde ich die Aussage unterschreiben, dass Kassia in Deutschland ungewöhnlich klingt.

  8. Ui, eine Meera! Gerade erst habe ich wieder gedacht, dass dieser Game-of-Thrones-Name wirklich Potenzial hat – und da ist er bzw. sie schon 🙂 Gefällt mir.

  9. Kassia, ein Name mit Geschichte, die byzantinische Äbtissin Kassia ist Namenspatronin, Dichterin, erste bekannte Komponistin. Ein gutes Omen!

  10. In letzter Zeit ist es hier ziemlich schwierig etwas nach meinem Geschmack zu finden, darum gefallen mir heute auch nur diese beiden wirklich :

    Elise Charlotte
    Aurelia Eva (Marita) – letzteres ist evtl. eine Nachbenennung; in den 60ern gabs das öfter, hatte auch 2 davon in meiner Klasse

    Sonst geht gerade noch:

    Harry Adam
    Anays Maria – Anais aber dann mit I statt Y, gesprochen Ana – is, bis das jeder kapiert hat, na ja
    Edgar Karl Philipp – mag zwar die alten Namen nicht so, aber diese sind ok
    Ricarda (Rose)
    Antonio (Maximo) – für einen kleinen Italiener völlig ok, der 1. Name zumindest
    Killian Derek – vllt. ein kleiner Schotte? die Schreibweise Cilian würde ich daher bevorzugen
    Elias (Leif) – finde auch, dass beide Namen nicht zusammenpassen, aber Elias gefällt mir ansonsten recht gut, und Leif gehört zu meinen ungeliebten nordischen Namen
    Yara Karolin – ist ok

    Alles andere für meine Ohren schlimm bis unmöglich:

    z.B.
    Logan Tiger – was soll das?? so könnte ein Typ aus einem Fantasyfilm oder Comic heißen, daher nicht gut
    Thora-Ida – Thora ist das heilige Buch der Juden, die Ida macht es da auch nicht wett, noch dazu mit Bindestrich
    Corc – ???
    Teo – mag ich nicht, auch mit H nicht

    Bene, Josch, Tilli – für mich keine vollständigen Vornamen, die beiden letzteren für Kater und Katze gut geeignet ;-))

    Meera – oben schrieb jemand, das kommt aus der Serie Game of Thrones, ich hab das nur 2 mal gesehen, aber ich fands nicht besonders gut. Dass Leute jetzt schon ihre Kinder nach Charakteren aus Fantasyfilmen benennen, finde ich echt bedenklich, die Namen sollten dort bleiben, nämlich in der Fantasie

    Tiberius – ist auch aus einer Serie, weiß im Moment nur nicht, welche; ansonsten fällt mir nur noch der römische Tiber dazu ein

    • „Tiberius – ist auch aus einer Serie, weiß im Moment nur nicht, welche; ansonsten fällt mir nur noch der römische Tiber dazu ein“

      Die Serie heißt „Die Römischen Kaiser“ und wurde 2009-2012 für arte produziert. Tiberius ist aus der zweiten Folge der ersten Staffel.

      Die Thora ist nicht „das heilige Buch der Juden“, es die jüdische Bezeichnung für die fünf Bücher Mosis. Das, was wir Altes Testament nennen, wird im Judentum üblicherweise als „Tanach“ bezeichnet. Ein Akronym für „Thora – Nebe’im – Ktubim“ = „Gesetz – Propheten – Schriften“.

      Tora bedeutet auf Japanisch übrigens Tiger. Der Angriffs-Code für die heldenhaften Marine-Flieger des Tenno bei Pearl Harbor im Dezember 41 war ein gemorstes „TR – TR – TR“. TR Das war einfach die Abkürzung des japanischen Wortes für „Torpedo-Angriff“. Die amerikanischen Funker haben das in den falschen Hals gekriegt und als „Tora, Tora, Tora!“, also „Tiger, Tiger, Tiger!“, gedeutet. Ästhetisch sehr schönes Mißverständnis.

      Na, „ein kleiner Schotte“, sehr überzeugend. 🙄 Seit wann wandern halbwegs Qualifizierte in die BRD ein?

    • Dass Leute jetzt schon ihre Kinder nach Charakteren aus Fantasyfilmen benennen

      “Jetzt schon” im Sinne von “seitdem es Fantasyfilme gibt”. Das ist bestimmt kein neues Phänomen, dass Kinder nach Filmfiguren benannt werden. Und bevor es Filme gab, haben Leute die Vornamen ihrer Kinder aus Büchern, Gedichten und Balladen ausgeliehen.

    • Thora als Mädchennamen ist die weibliche Form von Thor, nordisch, germanisch. Allerdings würde ich Ida nicht mit Bindestrich dazu setzen, es passt einfach nicht zur dominanten Thora.
      Tiberius hatten wir schon mal, bin nur bedingt ein Fan von römischen Namen, zum gewaltigen Tiberius ein Paul, der Kleine, passt nicht wirklich.

  11. Wenn es denn halbwegs normale Namen sind, hab ich auch nichts dagegen. Auch in Filmen und anderen Werken, egal welcher Art, haben die Menschen gewöhnliche Namen. Aber die hier erwähnte Meera (sorry, ich kenne die Serie fast gar nicht) ist kein gewöhnlicher Name, ich las halt “Meer” mit einem A angehängt. Wie wird das eigentlich ausgesprochen? Mira? oder doch Meera, wie man es schreibt? Bei ersterem könnte man dann ja diese Schreibweise auch benutzen, beim Aussprechen merkt man den Unterschied eh nicht.

    • Meera gibt es iranische Rockband. Und ich gebe Irmi Recht, es ist schon wichtig welchen „Namenspaten“ man für ein Kind nimmt.
      Andererseits gibt es in der globaliesierten Welt mittlerweile fast alles überall, zu mindest gefühlt…
      gefühlt
      zählt nur noch der persönliche Geschmack der Eltern.

  12. Irmi, was ist schon normal…. Damals beim Film Kevin allein zu Haus hätte man das auch sagen können. Oder jetzt zB. bei Arya.

    Ich finde Meera ganz hübsch. Wie eine Mara mit kleinem Extra!

  13. Oder nach “Der Herr der Ringe” gab’s dann auch so einige Arwen und Legolas.
    (Frodo ist wohl dann zumindest eher nur an Hunde vergeben worden.)

    Scarlett ist auch erst durch “Vom Winde Verweht” bekannt geworden und ebenso einige skandinavische Namen aus Büllerbü.

    Das ist doch alles nicht neu. Früher gabs dann eben die Heiligennamen, heute kennt man auch andere “Vorbilder”, wenn man das so nennen mag.

    • Bekannt geworden schon, aber die Zurückhaltung, die Namen, insbesondere, wenn sie etwas aussergewöhnlich waren, war doch etwas grösser.
      Meine Mutter (Jg. 32) erzählte, dass ihre Freundinnen nach dem Kinobesuch ALLE ihre Erstgeborene Scarlett nennen wollten. KEINE der vielen Töchter in den 60-ern hiess Scarlett.

    • Barbara,

      Interessante Feststellung mit der größeren Zurückhaltung, früher. Ich denke, es ist das Tempo und die Leichtigkeit, mit der heute alles importiert, adaptiert und übernommen wird, die unsere kulturelle Kontinuität und Verwurzelung (und damit auch das Heimatgefühl) beeinträchtigen. Das ist natürlich eine Frage der Werte–Internationalität, Neuheit, Freiheit (in einem individualistischen Sinne verstanden) sind ja auch Werte. Heute ist es schwieriger denn je, für eine Wertehierarchie zu argumentieren. Gerade beim Themen Namen/Onomastik kann man sicher allgemeingültige Werte weniger gut bestimmen, als in Fragen der Ethik. Trotzdem lohnt es sich, so etwas ernsthaft zu reflektieren. Bei mir gilt auf jeden Fall die Zurückhaltung gegenüber einer wahren Flut des Neuen, Globalen, Medialen….

    • Mark,

      es ist immer wieder zugleich amüsant und tragisch: Der multikulturellste Stammkommentator hier argumentiert am monokulturellsten und tradionalistischsten.

      Du bist nicht alleine. Ich erlebe das hier im Alltag jeden Tag – bei Leuten auf unterschiedlichstem Bildungsniveau und mit unterschiedlichsten ethno-religiösen Hintergründen. Leute mit Multikulti-Hintergrund sind oft deutscher als die Deutschen. Auch wenn sie ihren Kindern weiterhin nicht-deutsche Namen geben. Das ist ein ganz komplizierter und komplexer Prozeß der Zerrissenheit und der Suche nach Identität.

      Rekordverdächtig in meinem Umfeld: eine Indonesierin, etwas jünger als ich. Klassische Musikerin. Aussehen eben wie das einer Südostasiatin. Elternhaus calvinistisch (wegen der Holländer), dann aber Pfingstlerin geworden. Spricht nach zweieinhalb Jahrzehnten in Deutschland nur eher schlecht Deutsch, kann aber auf dem Klavier z.B. hinreißend schön Frank Sinatras „My Way“ interpretieren. (Werde ich nie vergessen.) Und sie regt sich in lachendem Zorn darüber auf, daß es in Deutschland zuviele Ausländer gebe. 😀

      Ich habe auch schon genug Ethno-Türken über „die Türken“ schimpfen hören. Über „die Flüchtlinge“ sowieso. Die feurigste und verzweifelste (und hübscheste) deutsche Patriotin, die ich kenne, hat serbische Wurzeln.

      Oder sprich mal einen Iraner auf die Araber an. Oder umgekehrt. 😀 Oder eine levantinische oder maghrebinische Araberin, die Deutschland Fuß gefaßt hat, auf die Golf-Araber – „fette Schweine vom Golf“ ist da noch eine der freundlicheren Bezeichnungen. Auch die Liebe zwischen fließend polyglotten syrischen Flüchtlingen und Analphabeten aus Afghanistan ist eine besonders innige. 😀 Das ist der Hauptgrund, weshalb ich das, was die Linken „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ nennen, ablehne: Sie ist einfach kontraproduktiv, sie schweißt die Angegriffenen zumindest nach außen zusammen. Wenn Du als Hannoveraner von den Typen aus Frankfurt, Hamburg und Berlin permanent als Langweiler veralbert wirst – dann stellt Hannover eben irgendwann den Bundeskanzler und den Bundespräsidenten und zwei Dutzend Bundesminister. Mafiose Klüngelstrukturen entstehen immer auch durch Druck von außen. Und daher ist zum Beispiel auch „Islamkritik“ in jeder Hinsicht falsch, zumal, wenn sie von irgendwelchen Kleinstadt-Trotteln aus Bergisch-Gladbach kommt.

      Mal auf Twitter gelesen: „Immer wenn wenn von Berlinern über Hannover gelästert wird, stirbt ein Kätzchen.“ Ich hatte das ja schonmal gesagt: Ich würde nie einen Hannoveraner nach außen hin angreifen. (Na, außer vielleicht Carsten M. und Ursel vdL). L’union fait la force.

      Man darf seine Feinde nicht frontal angreifen, solange man nicht in der absoluten Übermacht ist. Man muß sie spalten und zersetzen. Haß, Zwietracht und Eifersucht unter ihnen säen. Ihre Linien auseinander ziehen. Flankenangriffe starten und Hinterhalte legen – das haben schon Hannibal, Arminius und Nathan Bedford Forrest gewußt. Die klassische Guerilla-Taktik: Hit and run. In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt.

      Die Spannung und Zerrissenheit macht irgendwie den Reiz der Multikulturalität aus. Leute, die um ihre Identität (auf welchem Feld auch immer: politisch, national, sexuell, kulturell etc.) kämpfen müssen, sind immer interessanter als Langweiler, denen die Mehrheits-Identitäten in die Wiege gelegt wurde. Natürlich wird es sofort öde, wenn Vielfalt durch Regenbogenfahnen auf „Christian’s Street Days“ oder anderen BRD- und EU-finanzierten Unflat plakatiert wird. Aber grundsätzlich ist sie reizvoll.

  14. Wild geschüttelt: Aurelia Elise
    Noch wilder: Anton Livius

    Tiberius Paul: Nach so einem langen EN wirkt mir Paul zu klein (was zur Bedeutung ja passt), weshalb ich gedanklich immer noch ein -us anhängen will.

    Livian: Deutlich besser gefiele mir Livius.

    Kassia: Ich würde die Schreibweise Cassia bevorzugen, außerdem gefällt mir die männliche Form Cassius besser. Dass sich der Name womöglich von lat. cassus (hohl, beraubt, unnütz) ableitet, liefert leider keine schöne Bedeutung.

    Edgar Karl Philipp: Edgar ist mir zu Karl Philipp zu englisch. Außerdem stört in der Tat das “gar Kar”.

    Yara Karolin: Auch hier sind mir die Silben zu wiederholend.

    • Kassia. Kassia ist ein Gewürz, heute oft anglisierend als Cassia geschrieben. Es ist eine Varietät des Zimtes. Kassia ist schärfer, aber auch gröber im Geschmack als Ceylon-Zimt. Es wird in einigen südasiatischen Küchen (z.B. Burma) gerne verwendet. Kassia ist auch ein Bestandteil des chinesischen Fünfgewürzepulvers, das von Vegetarierinnen/Veganerinnen heute gerne überreich zur Aufpeppung ihrer zwangsläufig faden Küche verwendet wird.

      Typisch für schlechte Küche ist die infernalische Verwendung von groben Gewürzen und Kräutern wie Knoblauch, Chilie, Nelken, Rosmarin, Salbei oder eben Fünfgewürzepulver – also Aromaten, die eben allesamt subtilster Handhabung bedürfen. In Ökinnen-Läden findet man sogar „Brotgewürz“. 😀 (Habe noch nie einen männlichen Veganerich gesehen, der das nicht aus Liebe zu oder Kriecherei vor seiner Trulla geworden wäre.)

      Dann gibt es da noch den polnischen Kosenamen Kasia für eine Katarzyna, Vokativ ist Kasiu. Das -si- spricht sich wie ein gezischeltes sch aus.

      Cassius. Na, nun ausgerechnet Cassius Longinus, der Mit-Mörder Cäsars, als Namensvorbild? Ferner hätten wir da aber noch den römischen Historiker Cassius Dio, dem wir Details über der Ablauf Varusschlacht im Jahre 9 verdanken.

    • “…außerdem gefällt mir die männliche Form Cassius besser…”
      Cassius Clay war mit seinem Namen (wenn auch aus anderen Gründen) aber auch nicht zufrieden.

  15. Saifededdin. Saif ist arabisch für Schwert. Der Sohn des (ja zum Islam konvertierten) Franck Ribéry heißt Saif al-Islam – „Schwert des Islams“. So heißt übrigens auch ein Sohn Muammar al-Gaddafis.

    Bevor jetzt wieder das Gemotze wegen der „Veröffentlichung der Namen von Promi-Kindern losgeht“: Beide Namensgebungen lassen sich mit allersimpelsten Google/Wikipedia-Recherchen nach ihren Vätern ermitteln.

    Saif heißt übrigens auch ein Stern im Sternbild Orion – direkt unter den drei „Gürtelsternen“, optisch rechts vom Orionnebel. So etwa die Hälfte aller benannten Sterne hat ja arabische Namen – in Erinnerung an die Zeit, in die islamische Welt der christlichen kulturell um Haupteslängen überlegen gewesen ist. (Was sie heute bekanntlich nicht mehr ist.)

    „Din“ ist der Glauben. Kann gut sein, daß der Name „Schwert des Glaubens“ bedeutet, bin mir aber keineswegs sicher. Eigentlich wäre das aber Saifeddin, also ohne das doppelt -ed- (in lateinischer Umschrift)…

    Zifix, muß mich endlich auf den Arsch setzen und vernünftig Arabisch lernen.

  16. Na das ist ja witzig
    Die Irmi mag
    Charlotte Elise
    Und ich heiße Irmgard
    *53 und meine Töchter heißen Charlotte *88
    Und Elisa *92

  17. Nachträglich meine Favoriten der Liste:

    Mädchennamen: Aurelia Eva Marita, Ricarda Rose und Tilli Paula.

    Jungennamen: Antonio Maximo, Willibert und Josch Matti.
    Tiberius Paul und Edgar Karl Philipp gefallen mir auch.

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