Babynamen der Woche 01/2019

Emma Alessia * Selma * Marlo * Léon Silvan * Janina * Amelie Eva * Leo * Jana * Jemile * Elyas * Larissa * Adem * Matteo * Dilara * Seyyid Kaan * Emanuel Johannes * Ezana * Mira Karla * Friedrich * Güven * Melina * Ada * Daniel * Robin * Joanna * Tomte * Enami * Mathilda Elenor * Kejtlin * Heinrich

Und außerdem …

33 Gedanken zu “Babynamen der Woche 01/2019”

  1. Die Namen sind ziemlich unspektakulär. Bei den Jungen gefallen mir einerseits Friedrich und Heinrich, andererseits auch Silvan, einfach weil ich den Wald mag. Von den Mädchennamen gefällt mir höchstens Mathilda, aber der ist eben sehr häufig.

    Jana fand ich schon immer langweilig. Janina habe ich schon lange nicht mehr gehört, so hieß man eher in meiner Generation, ist mir zu süßlich. Melina hört man immer öfter, klingt mir zu weich und schwach.

    Enami erinnert mich an die Geschmacksrichtung umami, klingt aber nicht übel. Das Geschlecht kann ich allerdings nicht zuordnen.

  2. Silvan (ohne Leon!) wäre auch mein Favorit. Allerdings hätte ich die “Befürchtung”, dass die Aussprache oft nicht klappt – ich mag Silvan nur mit weichem S wie in Silber, nicht mit scharfem wie in “da Silva” oder “silver”. Oder ist das zu weit hergeholt? Kommt vielleicht drauf an, wie bekannt der Name ist – hier im Norden ist er es nicht. Ich habe mal eine weibliche Silva getroffen, die aber vermutlich oft mit überflüssigem i geschrieben wurde.

    Bei den Mädchen würde ich Selma wählen (noch mal weiches S, nicht wie “Thelma und Louise” ;-)).

    Mit Kejtlin kann ich mich am wenigsten anfreunden …

  3. Emma Alessia – Emma finde ich ganz gut, Alessia mag ich sehr, was an einem persönlichen Bezug liegt: ich verbinde den Namen mit dem herzallerliebsten, süssen Töchterchen einer meiner besten Freundinnen (Halbitalienerin).
    Die Kombi Emma Alessia finde ich gelungen. Die doppelte a-Endung ist nicht sehr störend, da die Namen eine unterschiedliche Silbenanzahl haben und Alessia durch das i bzw. drei unterschiedliche Vokale viel “bunter” ist als Emma.

    Selma – mag ich.

    Marlo – spontan fehlt mir hinten ein n. Das liegt daran, dass mein kleiner Neffe mit EN Marlon heisst und mir dieser Name ständig begegnet…. Mir gefällt Marlo aber auch.

    Léon Silvan – zwei Namen lateinischen Ursprungs, die mit der Natur (Löwe und Wald) in Verbindung stehen. Daher passt’s. Durch die unterschiedliche Buchstabenanzahl und die unterschiedlichen Vokale sind sich die beiden Zweisilber auf -n nicht zu ähnlich.

    Leo – der “richtige” Löwe. Mir gefällt allerdings Leon etwas besser.

    Jana – mochte ich schon immer.

    Matteo – da denke ich automatisch an einen kleinen Italiener.

    Dilara – schöner Name trotz der Endung auf -ra, die ich sonst nicht so mag.

    Seyyid Kaan – Kaan mag ich.

    Emanuel Johannes – nach wie vor mag ich Immanuel viel lieber als Emanuel. Die hebräische Schiene wäre dann auch durchgegend. So geht’s aber auch. 😉

    Ezana – kannte ich nicht, gefällt mir vom Klang her ganz gut.

    Mira Karla – Mira mag ich nicht, Karla schon. Besonders gut finde ich, dass Karla mit K (Ursprungsversion) gewählt wurde. Schliesslich ist Karl(a) ein althochdeutscher Name, nicht lateinisch.

    Friedrich und Heinrich passen für mich in die Weichmode. Beide Namen mag ich.

    Daniel – ich kenne so viele Daniels, dass der Name schon laaangweilig ist; dennoch mag ich ihn eigentlich.

    Robin – mochte ich schon immer, vielleicht auch durch “Robin Hood” – habe ich als Kind so häufig geschaut.

    Joanna – besser Johanna.

    Mathilda Elenor – Elenor hätte ich Eleanor geschrieben. Ansonsten gefällt mir die Kombi.

  4. Wein, Weib und Gesang. 😀

    Silvan. Die sehr wichtige Rebsorte Silvaner.

    Dilara. Der Pornoname von Sibel Kekilli, bevor sie als ernstzunehmende Schaupielerin (für den Film „Gegen die Wand“, 2004) entdeckt wurde. Schöne Frau, entsetzlich nur ihr fettes, schwarzes Arschgeweih.

    Kejtlin. Klingt wie ein Betriebsunfall für das angloirische Kathleen („Caitlín“).

    Enami hingegen klingt wie eine Entstellung des Wortes „enemy“ in irgendeiner Bingo-Bongo-Sprache. „Will we fighta against de enami amongst us!!“

    Am besten gefallen mir – man ahnt es vielleicht – Heinrich und Friedrich, bei den Mädchen Amelie Eva.

    Seyyid Kaan. Sejid ist „Herr“ – daher die Bezeichung „Cid“ für das spanische Nationalepos-Von Sidi = „Mein Herr“. Kaan ist eine türkeitürkische Schreibweise und bedeutet im Grunde das gleiche. Bissi dick aufgetragen…

    Für meinen Cid, Rodrigo Díaz!

    Jan

    • Knud, jaaa! Man sollte mit solchen Sprüchlein vorsichtig sein. Bin im Historischen Seminar mal ausgebuht worden, weil mir in einem Referat zur afrikanischen Geschichte herausgerutscht war: „[Kommilitonin XY] ist ja nun gerade in Bingo-Bongo-Land.“ (Also, das Mädchen war auf Studienreise im subsaharischen Afrika.)

      Schwarzafrika hat aber genug Probleme – man sollte nicht nachtreten. Das macht ein Herr nicht. Aber es macht eben auch immer wieder Spaß, die Linksliberalen zu provozieren. 😀 Ein Ritter fühlt sich am wohlsten, wenn er auf verlorenem Posten gegen die Mehrheit kämpfen kann. Es gibt uns Gelegenheit, Schneid, Hohn, Mut, Selbstironie, Desinvolture und Galgenhumor zu beweisen.

      Wenn mal richtig erfreuliche Nachrichten aus Schwarzafrika kommen, dann kommen sie in der Regel aus Tutsi-Ruanda. Hatte darüber mal eine freundliche Bemerkung im Internet gemacht – das hat mir völlig unerwartet tatsächlich ein nettes Dankeschön einer ruandischen Konsulin hierzulande eingebracht.

      Bin ein begeisterter Anhänger Präsident Paul Kagames. Die Präsidenten Putin, al-Assad und Kagame sind die einzigen Politiker, die ich grundsätzlich nur mit ihrem Titel erwähne. Ab und zu auch Präsident Trump – weil alle auf ihm rumhacken. Das Merkel-Wesen würde ich hingegen nie auch nur mit ihrem vollen Namen bezeichnen.

  5. Ich vermute mal, dass dies alles Neujahrsbabys sind?!
    Zumindest Marlo ist meines Wissens nach in Gelsenkirchen geboren worden.

    Mir gefällt

    Amelie
    Mira
    Mathilda

    Matteo
    Leo

    Leo und Mira wäre für mich auch eine hübsche Geschwisterkombination!

    Frohes neues Jahr euch allen.

  6. Marlo ist süß ist aber auch in Amerika ein Mädchenname soviel ich weiß. Aber schön.Silvan finde ich nicht schön. Mädchen: Karla,Larissa . Tomte irgendwie interessant

  7. Matteo. Einerseits ein mittlerweile notorischer Modename mit leicht unterschichtigem Beigeschmack.

    Andererseits aber eben auch Matteo Ricci – in China Li Madou. Einer der Begründer der jesuitischen Weltmission. Mathematiker, Astronom, Vertrauter des Kaisers von China. Er hat in China vor allem auch durch seine exakten Prognosen von Sonnenfinsternissen (in China von großer astrologischer Bedeutung…) Eindruck geschunden. Daß er fließend Mandarin parliert hat, versteht sich von selbst. Ja, schon im 16. Jahrhundert haben sich Europäer mit China und der chinesischen Sprache beschäftigt – ganz ohne „Frühchinesisch“. Das war halt das kernjesuitische Konzept: keine Volksmission, sondern immer an die Oberschichten herangehen.

    https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/matteoricci100.html

    Weiß nie, welchen katholischen Orden ich am meisten bewundern soll. Die frommen und völlig weltabgewandten Kartäuser? Die energischen Domikinaner, die Träger der hl. Inquisition? Die listigen Jesuiten? Als junger Intellektuellen-Schnösel habe ich es natürlich mit den Jesuiten gehalten, heute tendiere ich zu den Dominikanern. Papst Pius V., der Großinquisitor auf dem Papstthron und politischer Organisator des Sieges von Lepanto 1571 soll gesagt haben: „Ein Dominikaner, der nicht mindestens vier Stunden täglich studiert, lebt im Zustand der Todsünde.“

    Von den bis dato 12 Päpsten namens Pius scheint mir Pius V. der Beeindruckendste, mit Sicherheit wichtiger als der notorische „Pio nono“, also Pius IX. Gerade wegen Pius V. ärgere ich mich, wenn Pius heute gedankenlos als Modename vergeben wird. Das gilt in etwas abgeschwächter Form übrigens auch für den Vornamen Leo.

  8. Tomte ist eine Indieband aus Hamburg und der Name einer Zwergenart aus schwedischen Märchen, in Deutschland wohl hauptsächlich durch das Astrid Lindgren-Buch Tonte Tummetott bekannt. Ob man sein Kind jetzt so nennen sollte, ich weiß ja nicht…

    Kejtlin ist auch unschön. Die nie so ganz klare Schreibweise ist bei Caitlin / Caitlyn / Catelyn / etc. ja immer ein Problem, aber bei Kejtlin wird man IMMER buchstabieren müssen, ein Leben lang.

    Friedrich und Heinrich finde ich super. Schnörkellos und klassisch.

    Ansonsten ist viel dabei, was ich nicht wirklich zuordnen kann.

  9. Wild geschüttelt
    Karla Mathilda, Emanuel Friedrich und Johannes Heinrich

    Wahlpflicht
    Emanuel Johannes * zwei sehr schöne Namen mit Bedeutung! Wie selten heutzutage!
    Mathilda Elenor * Das war die Qual der Wahl. Matilda mag ich, Elenor ist nicht schlimm. Die anderen Mädchen waren mir nicht sympathisch.

  10. Diesmal viele Einzelnamen. Manchmal ist das ganz erfrischend–Schlichtheit!

    Mir gefallen ganz ausgezeichnet die folgenden Einzelnamen: Heinrich, Friedrich, Daniel, Leo und Selma.

    Bei Heinrich kann man sich dann noch entscheiden, ob man im Alltag Heinz daraus macht. Diesen wohlklingenden Traditionsnamen finde ich spitze.

    Friedrich ist sowieso mein Lieblingsname im Deutschen–gerade auch die Silbe “Fried” (Schutz/Geborgenheit) finde ich toll, und ich mag den hellen, I-betonten Klang des Namens Friedrich. Hier bieten sich Rufformen wie Fritz und Fiete an. Fiete bitte nur im Norden, sage ich….

    Daniel ist mein Lieblingsprophet in der Bibel, das Glaubensvorbild, das mich mit am meisten anspricht. Liebe diesen Namen, auch wenn er in meiner eigenen Generation zu einem etwas überbenutzten Modenamen wurde. Diesem Namen gönne ich seine Beliebtheit, auch wenn mir Modezyklen generell auf die Nerven gehen.

    Leo klingt natürlich sehr schön, auf die heute so beliebte weiche Art und Weise. Finde den Namen irgendwie schöner als Leon, vielleicht weil ich das ausklingende lange O sehr mag.

    Und Selma–nun, erinnert mich an Selma Lagerlöff und Nils Holgerson, aber auch an Selma, Alabama, und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Der Klang ist schön, der Name wirkt heimelig und lieblich.

    Bei den Kombinamen mag ich: Emmanuel Johannes, Emma Alessia und Mathilda Elenor. Letzteren würde ich persönlich auf Mathilde Leonore umändern.

    Gegen die Namen Jana und Joanna empfinde ich eine große Abneigung, obwohl ich so viele sehr sympathische Janas und (etwas weniger) Joannas/Joanas kenne. Meine Abneigung kommt wohl vor allem daher, dass ich den Namen Johanna sehr liebe und diese modernen Formen irgendwie als unnötige neumodische Ketzerei an der klassischen Namensform empfinde.

    Kejtlin–hmmmm. Auf der einen Seite begrüße ich allgemein Eindeutschungen, wie das Wort “Streik” (statt “strike”) oder die Schreibweise Tipp (statt “Tip”). Muss sagen, dass mir in Deutschland Kejtlin fast lieber wäre als Caitlin, wenn sich tatsächlich diese Eindeutschung verbreiten und zur Gewohnheitsform in Deutschland werden würde. Aber als Einzelerscheinung sticht Kejtlin zu sehr in die Augen und wirkt natürlich auf die meisten Menschen irgendwie ungebildet, oder zu gewollt, oder sonst irgendwie negativ.

    • In den meisten Punkten stimme ich mal wieder (und ungebeten) Mark zu. Gerade die Bemerkungen zu Richard und Friedrich freuen mich.

      Der bekannte Unterschied wäre, daß ich eben kein Evangelikaler bin und daher alttestamentarische Namen nicht so mag.

      Janas gibt es schon in meiner/unserer Generation – die beste Freundin einer Exfreundin von mir hieß so. Besonders fein klingt der Name freilich nicht. (Und die beiden Mädchen waren es auch nicht.) Finde Johanna auch viel besser.

      Friedrich ist für mich halt v.a. mit den Preußenkönigen dieses Namens und mit unseren großen Kaisern Friedrich I. Barbarossa und Friedrich II., Stupor mundi, dem „Staunen der Welt“, verbunden. Für mich ein 1A-Vorname wie eben auch Richard. Der Kanzler Friedrich Barbarossas war übrigens Rainald von Dassel, sozusagen im Nebenberuf Erzbischof von Köln. Rainald in seinem erbarmungslosen Haß auf den Papst hat den eher großmütigen und kompromißbereiten Friedrich immer wieder zu Aktionen gegen Rom aufgestachelt. Eine wahre Hagens-Gestalt. Wie etwas später Markward von Anweiler, Kanzler Heinrichs VI., kommt er aus dem Nichts und endet als Reichsfürst. Joachim Fernau meinte mal, daß diese beiden Männer ein (aus dem Gedächtnis) „Format von Bismarck plus Moltke“ gehabt hätten. Und das stimmt.

      Über Kejtlin in deutscher Schreibung kann man sich in der Tat streiten. Ich mußte übrigens zuerst an Cait (=Caitlin) O’Riordan denken. Gründungsmitglied der von mir als junger Erwachsener so geschätzten Band The Pogues. Sie ist dann aber recht bald Shane MacGowan vom Haken gegangen und hat den Produzenten Elvis Costello geheiratet.

      Ach ja, Selma, Alabama, klar! Als wir Zivis (!) bei den Johannitern waren, ist mal irgendwie der Brauch eingerissen, und sonntags vormittags zum Frühstück zu treffen, dabei Southern Comfort zu trinken und Musik aus den Südstaaten zu hören. Alabama war sozusagen das, was man heute aufgedunsen „Sehnsuchtsort“ nennt. Und natürlich waren wir gegen die Bürgerrechtsbewegung (bzw. ihre Nachwirkungen) in den USA. Irgendwie finden Spinner immer zusammen. 😀

      Die Bundeswehr hat in den 80ern den fatalen Fehler gemacht, das mit diesen Suff-Exzessen bei den „Familienheimfahrten“ am Freitag in der Bundesbahn nicht zu unterbinden. Das hat sooo viele Leute zu Zivis gemacht, die ansonsten gute Soldaten geworden wären. Mich auch. #metoo Ein Bekannter von mir war damals Schaffner bei der Bundesbahn. Er hat mir erzählt, daß sie immer froh waren, wenn sie Fallschirmjäger mit im Zug hatten, die ihnen geholfen hatten, mindesten etwas Ordnung im Zug aufrecht zu erhalten.

      Ringsrum einen fröhlichen „Eve of destruction“ wünscht

      Jan

  11. Am schönsten finde ich heute:

    Daniel
    Emanuel Johannes

    Mathilda (Elenor) -lieber Eleonore
    Mira Karla
    Amelie Eva

    * Selma – ein seltener Name, aber trotzdem einfach in der Schreibweise. Selma gefällt mir.

    * (Léon) Silvan – Ich mag auch nur Silvan. Ich würde Silvan mit weichem S aussprechen, nicht wie “da Silva”. Léon gefällt mir nicht so, dann mag Leo lieber. Léon ist, so weit ich weiß, die französische Form von Leo. Wenn der Hintergrund stimmt, wäre die Kombi okay.

    * Janina – in deutscher Aussprache ein schöner Name, gefällt mir! Leider wird Janina oft wie Janine bzw. Jeanine ausgesprochen. Allein schon wegen diesem Aussprache-Problem würde ich Janina nicht vergeben.

    * Amelie Eva – ein schöner Name, völlig okay. Anders herum, also Eva Amelie, klingt es etwas flüssiger. Vielleicht ist Eva ja eine Nachbenennung.

    * Leo – ein ehrbarer Name, schon wegen den Päpsten, aber mir wäre Leo als alleiniger Name zu kurz und irgendwie zu wenig. Mit einem etwas längeren Zweitnamen ist Leo okay.

    * Jana – in Ordnung. Ich würde auch hier einen Zweitnamen anfügen.

    * Larissa – ebenfalls in Ordnung

    * Matteo – wird Matteo auch eingemeindet, so wie Marco in den 60er und 70er Jahren?

    * Mira Karla – die Kombi passt klanglich gut zusammen. Mira ist wohl in erster Linie ein Modename wie Mila und Mina. Das Mira auch eine arabische Bedeutung hat, habe ich erst kürzlich durch Jan erfahren. Aber hier wird es wohl ein deutsches Mädchen sein. Allein schon wegen der Schreibweise Karla mit K. Den Namen Karla mag ich, er verleiht Mira etwas mehr Härte.

    * Friedrich – schön!

    * Robin – ist auch mit deutschem Nachnamen gut machbar. Ähnlich wie bei Henry wird Robin im deutschen wie im englischen nahezu gleich ausgesprochen. Ich kenne mehrere “urdeutsche” Robins.

    * Tomte – mhm… was friesisches, ich vermute ein Junge. Klingt ja so ähnlich wie Jonte oder Malte. Dann doch lieber einfach nur Tom.

    * Kejtlin – sollte wohl eine Caitlin werden

    * Heinrich – würde ich als Rufnamen noch nicht wieder vergeben. Aber als Zweitname ist der Name in Ordnung, vor allem wenn der Opa so heißt. Oder ich würde auf die recht zeitlose Variante Henrik ausweichen.

    • Interessant ist ja auch, daß Modenamen oft älter sind als man denkt. Hatte einen lieben Kommilitonen namens Malte, heute also auch so um die fünfzig. Der Name war nicht häufig, fiel aber auch nicht auf.

      Henrik heißt ein etwa zehn Jahre jüngerer Freund von mir. Es ist der Ehemann der kürzlich erwähnten ultrakatholischen Spanierin. Feiner Kerl. Stammt aus Hessen. Ich finde Heinrich aber besser und traditioneller. „Der treue Heinrich“. Es ist ja die Treue eine ritterliche Tugend. Nicht gegenüber den Frauen, wo kämen wir da hin? Aber gegenüber dem Lehnsherren, dem König und dem Kaiser. Am einfachsten ist es freilich, wenn es diesen König gar nicht gibt. 😀

      Der bekannteste französische Léon dürfte Léon Blum sein. Das ist aber wieder das Problem mit den Akzenten: Sollen sie nach Vorstellung der Eltern nun die Betonung oder die Aussprache bezeichnen? Beim französischen Léon steht der Akut für die Aussprache (langes offenes e). Beim spanischen Regionalnamen León hingegen für die Betonung. (Betont werden beide Bezeichnungen aus dem o.) Man sollte einfach im Deutschen von Akzenten die Finger lassen. Wir haben doch schon unsere hübschen Umlaut-Pünktchen!

      Tomte finde ich einfach doof. Typischer Neo-Frisianismus der reichen norddeutschen Bionadinskis. Wie Jonte. Ja, vermutlich ein Junge. „Tomte ist die friesische Form von Tomate. Wird gerne von gleichgeschlechtlichen Ehepaaren an ihre Adoptivkinder vergeben.“

    • nochmal zu Heinrich:
      Ich hätte einfach die Befürchtung, dass daraus ein Heinz oder Heini wird. In meiner Kindheit (70er und 80er Jahre) war Heinz ein typischer Onkel-Name. (Es war durchaus üblich Erwachsene aus dem Dorf mit Onkel oder Tante anzusprechen.) Onkel Heini war noch eine Generation älter. Und es gibt Sprüche wie “Na, das ist aber ein Heini”. Auch wenn derjenige gar nicht Heini (bzw. Heinrich) heißt.

  12. Nochmals zu Richard, obwohl er hier in den BdW gerade nicht auftaucht. Mein Zahnarzt heißt so. Deutsch-englisches Mischgezücht. Zehn Jahre jünger als ich. Mittlerweile bis auf den letzten Quadratzentimeter tätowierte Unterarme, behandelt immer in schwarzen Gummihandschuhen, was er sich vermutlich aus den Tattoo-Studios abgeguckt hat.

    Das klingt nun nicht gerade besonders vertrauenswürdig – aber er hat mir die Zahnarztpanik genommen, wegen der ich vor ein paar Jahren erstmal zum Psychiater gehen mußte, um wieder zum Zahnarzt gehen zu können. Freue mich jetzt immer auf den nächsten Zahnarzt-Termin. Wir halten oft noch einen kleinen philosophisch-nostalgischen Schwatz. Und er hat die schönste Helferin in ganz Hannover, sie heißt M. 🙂

    Eine hübsche Ex-Kollegin von mir arbeitet heute in einem Tattoo-Studio und trägt bei der Arbeit auch immer schwarze Latex-Handschuhe.

    Ein alter Freund von mir, mit dem ich zusammen in der geschlossenen Psychiatrie gehockt habe, ist in einem Hannoveraner Krankenhaus u.a. für die Materialbeschaffung zuständig. Der wußte gar nicht, daß es schwarze Latex-Handschuhe für Ärzte gibt. 😀

    Richard, Friedrich, Georg, Heinrich, Johann – das wären meine 1A-Kandidaten für Jungs. Bei Mädchen darf es gerne ein bißchen blumiger und versponnener sein.

    Und ich hätte sooo gerne eine Tochter! Wird Zeit, daß ich doch noch in die Pötte komme. Zunächst aber bin ich gerade bei meinen beiden kleinen Araberinnen auf Granit gebissen. Kein Wunder bei dem betrüblichen Zustand, in dem ich gerade bin. Und sie schmollen, weil ich am Tag vor Silvester einen fatalen taktischen Fehler gemacht habe. (Nämlich den, mich bei einer Schwester über die andere zu erkundigen.)

  13. Unspektakulär war auch mein erster Gedanke.

    Mir gefallen (einigermaßen):

    * Emma Alessia: Alessia bringt Spannung in die schlichte Emma

    * Selma

    * Marlo: Marlon gefiele mir aber besser

    * Léon Silvan: Leon geschrieben, dann ja, mit Silvan müsste ich mich erst anfreunden

    * Janina: häufig in meiner Generation, heute selten bei Babynamen zu lesen

    * Amelie Eva: Eva ist mir zu langweilig, ich finde aber auch, dass es andersrum stimmiger klänge

    * Leo: lieber aber Leonard

    * Jana: inzwischen gefällt mir Dana um Längen besser – wie Namensträgerinnen einen Namen doch positiv beeinflussen können … 😉

    * Larissa: empfinde ich als zeitlos

    * Elyas: besser Elias

    * Matteo: ok, besser als Theo

    * Dilara: den Namen lese ich in letzter Zeit immer öfter

    * Mira Karla: hier mag ich vor allem Mira

    * Melina: gefällt mir trotz der Ähnlichkeit zu Milena, Malina, Malena noch sehr gut

    Zum Rest:

    Mit diesen Namen kann ich gar nichts anfangen:

    * Jemile: Jemile oder Jemil gesprochen?

    * Adem: dann lieber Adam

    * Seyyid Kaan: einfach zu fremdländisch für Deutschland

    * Ezana: ebenso

    * Güven: ebenso

    * Tomte: zu friesisch

    * Enami: da habe ich auch die Assoziation “enemy”

    * Kejtlin: bitte, bitte Caitlin! Dann sehr gern … So wirkt es bildungsfern eingedeutscht…

    Die übrigen werden nie meins sein – ich habe das Gefühl, beim Trend mit den altmodischen Namen fand die Mehrheit sie erst furchtbar und je mehr Leute auf den Zug aufgesprungen sind, umso beliebter werden sie plötzlich. Heinrich und Friedrich gehören für mich in Geschichtsbücher, aber in keinen Kinderwagen …

    * Emanuel Johannes: Emanuel ist mir zu weich für einen Jungen

    * Ada: lieber Ava, ist weicher

    * Daniel: geht noch, wäre mir aber zu langweilig (weil häufig in meiner Generation)

    * Robin: vom Klang nicht meins

    * Joanna: lieber Johanna

    * Mathilda Elenor: lieber Eleonora, Mathilda ist ein alter Name, an den ich mich zu gewöhnen beginne, aber ein Liebling wird er nie werden

  14. Kejtlin wäre von meiner ersten Assoziation her nicht eingedeutscht, keine kreative Caitlyn – sondern hätte ihren Wurzeln irgendwo im baltischen Raum. Als dortige Form von Katharina. Eigentlich ein Name, den ich mag! Aber buchstabieren müssen wird die junge Dame wohl immer – vielleicht bringt sie aber noch einen Nachnamen dazu mit, der entsprechende Wurzeln deutlich macht?

  15. Tolle Einzelnamen:
    Mathilda (einer meiner Lieblingsnamen, wenn auch leider viel zu beliebt derzeit)
    Selma (schön und unverbraucht)
    Ada (sehr einfach, aber irgendwie edel)
    Jana (immer schön)
    Janina (Modename meiner Generation, aber eine schöne Abwechslung mal)
    Dilara (würde ich jedoch hier in D nicht vergeben -》 “Die Lara”)
    Leo (einfach und schön…und: Ich liebe sämtliche Katzen^^)
    Matteo (schön, aber passt nicht zu jedem Kind, finde ich)
    Mira (erwachsen aber dennoch weich)
    Karla (schöne Alternative zu Clara)
    Amelie (einer der wenigen auf ie endenden Namen, die ich vergeben würde)
    Eva (mit passendem Zweitnamen schön)

    Elenor empfinde ich als falsch. Entweder Eleanor oder Ellinor, das wäre schön.
    Larissa fand ich als Kind gut, klingt für mich aber heute nach Zicke.
    Joanna ist die zickige, stillose Version von Johanna (und dann noch dieses Lied…).
    Heinrich und Friedrich mag ich gar nicht. Bei Heinrich fällt mir bloß der singende Schäfer Heinrich ein…(ja, ich habe zu Jugendzeiten hin und wieder mal Bauer sucht Frau geschaut)

    • Kurz zur Info: Hier ist nun offensichtlich eine neue Rina unterwegs, die gelegentlich mitkommentiert, wie hier. Schon ein paar mal gelesen. Das bin nicht ich.

      LG, die seit Längerem nur noch still mitlesende Ex-Stammkommentatorin
      Rina d.Ä.
      (welche im Übrigen nie im Leben Ada und Ida kombinieren würde)

    • Rina d.Ä.,

      Du bist die Rina, die mich nicht ausstehen kann/konnte, oder? Ich hatte mich schon gewundert, daß die Rina, die hier jetzt gelegentlich kommentiert, eben nicht über mich hergefallen ist. 😀 Und mich gefragt, ob das eine andere Lady ist als Du. Scheint ja nun auch so zu sein…

      Schließen wir Frieden oder vereinbaren zumindest einen Waffenstillstand? 🙂 Hab Deine Beträge immer gerne gelesen und würde mich freuen, sie wiederum zu lesen.

      Rina d.Ä. & Rina d.J.,

      wie Ihr das mit Euren Nicks regelt, müßt Ihr schon selbst wissen. 😀

      Hier ist auch schon ein oder zwei Mal ein weiterer Jan aufgeschlagen. Das war der Hauptgrund, meinen Nick zu Jan Wilhelms aufzupusten. Bei einem kurzen und relativ häufigen Vornamen bzw. Kurznamen ist man halt nie vor Dubletten sicher… Im Alltagsleben ist das überhaupt kein Problem, in Internet-Klans ärgert man sich dann doch aber irgendwie.

      Bussi

      Harki

    • Ja, das bin ich.
      Habe allerdings nur noch wenig Zeit, im Internet abzuhängen, da ich mittlerweile Mutter eines sechs Monate alten Sohnes bin. Zudem bezweifle ich, Klaas, dass Du Dir Kommentare, von denen ich mich angegriffen fühlen würde, dauerhaft verkneifen könntest. Ich bin schließlich das fast vollkommene Feindbild: ursprünglich ostdeutsch, jetzt Ostfriesin, “Mittelschichti”, Lehrerin, Mama Mitte zwanzig, links und ein bisschen Öko. Nur Bionade, da muss ich Dich enttäuschen, mag ich leider überhaupt nicht 😛 Trotzdem vielen Dank für das ungewohnt diplomatisch formulierte Friedensangebot.
      Werde mich weiterhin zurückhalten und mir für den Fall, dass ich mich doch einmal dringend äußern möchte, einen anderen Nick überlegen.

    • Moooment mal! Zu Deiner Definition meines angeblichen Feindbildes muß ich etwas sagen:

      Wann hätte ich je etwas gegen die Ostdeutschen gesagt? Im Gegenteil: Als Nationalbolschewist (der ich schon als Student war und mittlerweile wieder bin) habe ich die DDR immer bewundert.

      Und an den Ostfriesen nervt mich nurmehr ihr vollends überdrehter Regionalpatriotismus.

      Auch waren und sind Linke nie unser Feindbild – wir sind freilich ihres. Unser Feindbild waren immer die Liberalen. Alle Fraktionen der geistig ernstzunehmen Rechten freuen sich über Konvertiten von links – als Konvertit von rechts nach links hingegen wird Dir von irgendwelchen Anpassern permanent deine Vergangenheit vorgehalten. Unter anderem das treibt viele Rechts-links-Konvertiten immer wieder nach rechts zurück.

      Und zwar gerade dann, wenn sie ein etwas feuriges Temperament und eine gewisse Unnachgiebigkeit haben. Und ich habe nun einmal Positionen, die in Deutschland (noch) nicht mehrheitsfähig sind, und, nun ja, „auch eine lockere Schreibe, um es mal freundlich auszudrücken“. Letzteres wurde mir mal von Götz Kubitschek gesagt, als ich mich mit Lichtmesz wegen einer Beleidigung (von ihm gegen mich) überworfen hatte. Das von GöKu war ein saugeiles Kompliment von einem der wenigen politischen Köpfe, die ich in der BRD ernstnehmen kann.

      Es ist nun einmal so: Angriffe und Beleidigungen von erkennbaren Schwachköpfen gehen einem am Arsch vorbei – sie tun aber weh, wenn sie von Leuten kommen, die was auf dem Kasten haben. Das haben wir wohl gegenseitig so empfunden. Und es war mir daher echt peinlich und sehr unangenehm, Dich damals hier weggeekelt zu haben. Und es gibt ja nun den schönen Begriff „nicht satisfaktionsfähig“. Und Du bist satisfaktionsfähig, sonst würde ich Dir nicht antworten.

      Herrschaften unter sich können sich duellieren. Unteroffiziere können sich prügeln. Ganoven können sich Messerstechereien liefern. Alles ist okay. Für eine Tätlichkeiten von Mannschaften gegenüber Offizieren hingegen ist das Kriegsgericht zuständig. Und das gibt es im Internet bedauerlicherweise nicht. 😉

      Unter anderem über das Thema „Stellenwert von Angriffen“ habe ich gerade am Sonntag sehr lange mit jemandem, der mir sehr lieb ist und der echt was auf dem Kasten hat, diskutiert.

      Jedenfalls: Dieser Klaas-Stil (radikale, möglichst nicht mehrheitsfähige Positionen, Möchtegern-Mackertum, Pfauenhaftigkeit, Möchtegern-Adel, Provokation, Eitelheit und höhnisch-arrogante, auch sarkastische Ausdrucksweise) hat meinen Freundeskreis schon beträchtlich erweitert. 😀 Aber gerade das mit dem „Spaßverderber“ damals war nicht nett. :-/ „Langweiler“ wäre aber noch schlimmer gewesen – dann hätte ich Dich auf schwere Säbel gefordert. 😉

      Und mit Bionade meinte ich natürlich nicht das Getränk, sondern das Milieu, das oft „Bionade-Bourgeoise“ genannt wird.

      Und gegen junge Mütter habe ich nun garantiert nichts gesagt.

      Herzlichen Glückwunsch nachträglich zur Geburt Deines Sohnes! 🙂 Mag der Schutz dessen, der Einer ist, über dem Kleinen und über Euch liegen!

    • Jo, okay. War vielleicht an einigen Stellen inkriminierend. Sorry. Und danke für die Glückwünsche.

      Du solltest Ostdeutschland und die DDR nicht verwechseln. Ich bin in Thüringen geboren, aber als Bundesbürgerin 😉

      Grüße
      R.

  16. Mir fällt nicht neues ein, alles gesagt, vor allem Marks Kommentar stimme ich voll und ganz zu. Aber ich habe auch ein Januarbaby zu melden: Silas Severin.

  17. Emma Alessia : gefällt mir gut. Ich mag beide Namen

    Selma : geht so.

    Janina : ok

    Amelie Eva : Eva ist ein sehr schöner Name.

    Elyas : Elias fine ich besser.

    Dilara: sehr schöner Name. Owen Jay Gingerich‘s Enkelkind heißt auch Dilara.

    Daniel : mag ich. International und immer vergebbar.
    Mathilda Elenor: Mathilda mag ich sehr.

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