Wird’s ein kleiner Ernst-August?!?

Der Bürger mit dem Pseudonym Jan Wilhelms kommentiert hier im Blog zwar sehr viel und häufig, aber richtig spannend ist das selten. Er wiederholt sich leider häufig – inzwischen wissen alle, dass er sich zur Unterschicht zählt und keine Bionade mag.

Um so größer die Überraschung, als er in kurzer Folge gleich zwei neue Informationen preisgab. So schrieb er etwas über sein berufliches Umfeld. Wer hätte gedacht, dass er neben dem ausschweifenden Kommentieren hier auch noch Zeit für einen Beruf hat?

Noch aufregender fand ich die Enthüllung, dass Jan Wilhelms plant, Vater zu werden. Das ist natürlich der Burner in einem Vornamens-Forum! Darum jetzt meine Frage an fast* alle Leser: Wie soll sein Kind heißen?

*Jan Wilhelms darf nicht mitmachen.

Und außerdem …

23 Gedanken zu “Wird’s ein kleiner Ernst-August?!?”

  1. Es wird doch wohl ein “Mischgezücht” wenn ich mich recht erinnere… ob da der Name so urdeutsch ausfällt?? Immerhin sind ihm familiäre Nachbenennungen auch sehr wichtig…

  2. Hm, bei der Vorliebe für “schnodderig-unterschichtige” Namen und die stolzen Völker des nahen Ostens…
    Mein Tipp: River-Jordan.

  3. Also, ich finde dass, was Jan Wilhelms von sich gibt, ja auch nicht immer in Ordnung, aber der Blogeintrag ist doch schon ziemlich daneben!

  4. Bin bis auf eine Anfrage zu Zweitnamen (wir haben es übrigens bei einem Vornamen belassen) stille Mitleserin. Melde mich hier, weil ich die Kommentare von “Jan Wilhelms” zwar manchmal über’s Ziel hinausschießend, aber mindestens genauso oft auch lesenswert finde! Er urteilt nach meinem Eindruck wenig über Klang etc, sondern nimmt eine historische Einordnung vor.
    Um die Frage zu beantworten: Ich meine mich zu erinnern, der Name Richard gefalle ihm gut?

  5. Ich denke Jan nimmt es mit stolz und Humor!
    Meine Tipps:

    Charly Fatima Annegret
    … Ahmed Johann

    Ein schnoddriger Unterschichtname & eine Nachbenennung aus jeder Seite der Familie.
    Bei den Jungs fehlt noch der Erstname. Da muss ich noch mal in Ruhe drüber nachdenken. Vielleicht Hanno, als Anlehnung an Hannover? Dann müsste man aber vielleicht den Johann noch mal tauschen… 😉

    • Ich korrigiere bei den Mädchen noch mal:

      Jeanne Fatima Annegret

      Nach Jeanne d’Arc. Wie konnnte ich das vergessen. 😉

    • Aber die Vergabe von mehr als zwei Vornamen sollte doch dem Adel vorbehalten bleiben 😉

      Mein Vorschlag für ein Mädchen: Magdalena Aischa

  6. Vielen Dank für diesen genialen Blogeintrag! Habe während des Lesens sehr lachen müssen!
    Ich bezweifle, dass Herrn Wilhelms’ Kinderwunsch in Erfüllung geht, wenn er seine Wortwahl gegenüber Frauen (“Weiber”, “Hast du mal wieder deine Tage?”) nicht dringend ändert. Sollte dennoch ein Wunder geschehen und er dürfte sein kleines “Mischgezücht”/ den neuen Erdenbürger begrüßen, hoffe ich sehr für das Kind, dass der gewählte Vorname nicht aus dem politisch rechts gesinnten Milieu stammt, zu dem Herr Wilhelms sich zugehörig fühlt, wie er uns schon mehrfach unaufgefordert erzählt hat.

  7. Das ist natürlich Kokolores, aber ulkiger Kokolores, ich mache also mit:

    Maeva Catherine Bähre.

    Maeva …
    … ist riskant für Leute, die Kevinismen fürchten, was JaWi nicht tut, so weit ich weiß, und hat meines Wissens auch keine besondere Bedeutung, außer den ganzen Übersetzungen, die man nach schneller Google-Suche findet. Aber mir gefällt der Klang, und mir gefällt, dass das derzeit ein Modename bei senegalesischen Katholiken zu sein scheint.

    Catherine …
    … bedarf wohl kaum einer Erläuterung: Seine Liebe zu Russland, Deutschland, Frankreich sowie seine Sympathie für Frauen, die man bewundern kann.

    Und insgesamt …
    … ergeben die Vornamen einen zweieinhalbfachen Trochäus, der nach der dritten Hebung mit einem gefühlten Doppelpunkt endet und den Familiennamen präsentiert. Das klingt einfach super 😉

    • Der gefällt mir richtig gut 🙂 Ich würde Catherine deutsch sprechen, weiß nicht, ob es metrisch dann passt?

    • Dann wären es drei Trochäen, was wohl auf Kosten des „gefühlten Doppelpunkts” ginge. Aber er bevorzugt ja sowieso Jekaterina, und Metrik und Klang sind ihm ja unwichtig, wie er nicht müde wird zu betonen.

    • Verena,

      das ist ja der Trick, die Unterbrechung des Rhythmus entspricht ja auch der Zweiteilung zwischen Vornamen und Nachname.

  8. Meine Vorschläge:

    Jan Malik (Wilhelm)

    Jan als unverfänglichen Erstnamen, gleichzeitig die Nachbenennung. An zweiter Stelle ein Name aus dem anderen Kulturkreis (welcher auch immer). Vielleicht akzeptiert deine Frau Wilhelm als dritten Namen.

    Mira Annegret (oder Samira)

    Kürzlich bei einer Diskussion über arabische Namen, wurden Mira und Samira erwähnt. Und die Nachbenennung nach der Oma.

    • Hmm… Malik ist auf arabisch „König“. (Hebräisch: Melech) Auf arabisch geht das komischerweise durch…

      Ich fände das aber in der deutschen Rückübersetzung nicht so toll… Gerade auch, weil es mit dem Anspruch des Welfenhauses in Hannover konkurrieren würde – wie eben Ernst August auch. Für einen sehr schönen arabischen Männernamen halte ich Riad – der Garten, das Paradies. Es ist das gleiche Wort wie der Name der saudiarabischen Hauptstadt.

      Mira ist aber wirklich toll! Der Stern, die Prinzessin (arabisch), das Wunder (lateinisch), das Schicksal (griechisch). Es ließe sich kaum ein schönerer Name als Mira denken. Auch im Deutschen hat sich ja das Wort Mirakel für Wunder gehalten.

      Fuck, muß jetzt unbedingt richtig Arabisch lernen. Das gestaltet sich aber schwierig, insofern es erhebliche Unterschiede zwischen levantinischem Arabisch und Hocharabisch gibt.

      Ach Scheiße, ich sollte hier ja nichts sagen. Kann aber halt nicht die Schnauze halten.

  9. Jan,

    Ich wünsche Dir von Herzen eine Familie. Ansonsten wünsche ich Dir alle möglichen christlichen Wünsche, die Du gar nicht gut finden würdest.

    Lass uns auf jeden Fall wissen, falls mal Hochzeitsglocken läuten, bzw. Hochzeitsmuezzin schreien….

    • Heinrich finde ich auch gut! Eben gerade wegen Heinrichs des Löwen. Wir kennen die notorischen Kabbeleien zwischen Braunschweig und Hannover. Aber zu Lebzeiten Heinrichs des Löwen war H eh noch ein Dorf, während BS eine ansehnliche Stadt war, nach heutigem Verständnis eine „Großstadt“.

      Der jüngere Bruder von Ernst August V. („Prügelprinz“) ist Prinz Heinrich von Hannover… Ein sehr freundlicher, kultivierter und etwas schrulliger Mann. Interessiert sich sehr für Geschichte. Und mein verehrter Lehrer hat einen Bindestrichnamen mit Heinrich als einem Bestandteil.

      Heinrich ist meines Erachtens einer *der* Vornamens-Revival-Kandidaten schlechthin. Nachdem es nun schon wieder kleine Johanns gibt.

      Ja, Heinrich ist toll!

      Mathild(e|a) (Du meinst Mathilde Plantagenet, oder nicht?) ist mir heute hingegen schon wieder zu sehr Modename. Klingt mir zu bionadig. :-/

  10. Habe eine aramäische Schwiegertochter, sie ist als Baby mit ihren Eltern aus der Türkei gekommen, orthodoxe Christen. Sie ist wunderbar und wunderschön! Sie heißt Katharina.

  11. Jan, ich meinte die Frau von Heinrich 🙂 Ich war nach über 5 Jahren mal wieder in meiner Geburtsstadt und saß auf dem Burgplatz, nachdem ich unten im Dom in der Gruft war. Meine 5jährige Tochter war mit den Großeltern in Hannovi im Zoo. Aber was das Welfenhaus betrifft, stmme ich dir zu. Prinz Heinrich ist ein sehr würdiger Vertreter.

  12. Caspar oder Darius, vielleicht? Darius Heinrich klingt gut, eine Kombination die für mich nicht ganz der Retronamen-Masche der Bionade-Bourgeoisie entspricht.

    Wenn Mira so gut gefällt, vielleicht ist auch Amir interessant, obwohl es Prinz bedeutet. In Brasilien leben 7 Milionen Menschen libanesischer oder syrischer Herkunft, da findet man Namen wie Fadel oder Mansur. Samira und Soraya sind hier auch verbreitet.

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