Babynamen der Woche 41/2018

Josephine Desideria * Monte * Anna-Greta * Bryce * Ilay-Noel * Loris * Clara Arya * Yusra * Nikolay * Insirah-Sultan * Noah-Leandro * Daphne Olympia * James Brian * Fabyan Paul Luca * Leda * Shepresa * Jano * Alara * Ida Sanne * Hedi Malou * Frances Aurelia * Leonardo Nicky * Margo Juli * Vivien Theres * Mathea Marta * Caisy * Pandora * Millina * Luka-Prince * Sira

Unglückliches Baby © allari - fotolia.com
Foto © allari – fotolia.com

Und außerdem …

49 Gedanken zu “Babynamen der Woche 41/2018

  1. Pandora?! Ich mach mir jetzt noch ’ne Büchse Ölsardinen auf und gehe dann zu Bette. (Die Nachbarin bringt gerade schon ihre Tochter namens Paula in den Kindergarten.)

    Anna-Greta. Meine Mutter (74) heißt Annegret – sie hat unter diesem Namen immer ein bißchen gelitten, weil er halt in ihrer Jugend arg spießig geklungen hat. Sie hat sich richtig gefreut, als ich ihr vor ca. fünf Jahren erzählt habe, daß es in Herrenhausen eine hübsche junge Supermarkt-Kassiererin dieses Namens gibt.

    Anna-Greta hingegen klingt für mich wie ein schwedischer Rentier-Schinken.

    Josephine Desideria. Haha, ein Wunschkind und kein Ungeschick! 😀

    Leda. Mag sich ihr Schwan dereinst in einen Zeus verwandeln.

    Monte. Monte Cassino, Monte Rosa oder watt? In Hannover wird die riesige Mülldeponie in Altwarmbüchen im Norden der Stadt gelegentlich „Monte Müllo“ genannt. Und Monte Cassino hat eben sowohl für die christlich-europäische Geschichte seit dem Frühen Mittelalter als auch für die deutsche im 20. Jahrhundert eine so vielschichtige Bedeutung! Schauderhaft als Vorname.

    Millina. Millenium?

    Hedi Malou. Reicht gleich für zwei Meerschweinchen.

    Clara Arya hat hellblaue Augen. Daphne Olympia hingegen weiß nicht, ob sie englische Dampf-Dünst-Wassergemüse-Köchin oder griechische Sportlerin werden soll.

    Vivien Theres. Uah! Ein dusseliger Anglizismus und ein dusseliger Austriazismus/Bavarismus.

    An Burnern* herrscht diese Woche wieder einmal kein Mangel – an wahlpflichttauglichen Namen freilich schon. Was meint Cillie dazu? 😉 Das ist doch ein gefundenes Fressen oder nicht?

    So, nun aber wirklich die Ölsardinen, eine meiner Lieblingsspeisen. Gute Nacht um halb acht Uhr morgens!

    *) Ich mag eigentlich keine Anglizismen, aber dieses Wort ist wirklich zu geil!

  2. Meine (einzelnen) Lieblinge sind diese Woche: Josephine Desideria, Clara, Aurelia, Theres und Mathea.

    Die anderen Kombinamen sind (fast) allesamt zu vergessen. Leider

    Josephine Desideria – zwei wunderschöne alte Namen. Josephine ist momentan ja gut im Kurs und Desideria ist wirklich selten, war erst überrascht, aber definitiv ein respektabler Name mit einer zusätzlich schönen Bedeutung.

    Monte – Nicht der Ernst der Eltern, dass Kind zu Deutsch „Berg“ zu nennen Könnte aber genauso gut eine Anleihe an den Markennamen „Monte“ der Molkerei Zott sein. Auf jeden Fall ungenießbar.

    Anna-Greta – ich mag diese beiden Namen unheimlich gerne – die abgenützte Anna, wie die weit seltenere Greta, aber ich könnte sie mir für zwei Schwestern weit besser und wohlklingender vorstellen, als als Doppelname, der durch den Bindestrich ja immer angeführt werden muss. Klingt irgendwie durch die beiden kurzen Namen wie ein Auffahrunfall.

    Bryce – bei entsprechendem Hintergrund, wenn man es mag. Ansonsten eine seltene Aussage einer gewissen Abteilung, die einem im Deutschen an „Preis“ denken lässt und das wiederum klingt nach horizontalem Gewerbe.

    Ilay-Noel – eine biblische Elias-Abspaltung und das französische Wort für Weihnachten, dass sich in den letzten Jahren auch bei uns als Name der Kategorien „Häufig“ und „.….-..“ eingeschlichen hat und zusätzlich noch das Palindrom es ebenso inflationär vergebenen Leon darstellt.

    Loris – ein grauenhafter Italo-Export. Die lateinische Urform Lauentius wäre weitaus schöner und männlicher gewesen und bei entsprechendem Hintergrund Lorenzo. Aber Loris klingt wie eine lallende Doris.

    Clara Arya – Clara ist ein wunderbarer Name, ich mag ihn sehr gerne und Arya verdankt das Kind wohl der Tatsache, dass die Eltern „Game of Thrones“- Fans sind.

    Nikolay – Den Namen an sich mag ich sehr gerne, aber dieses Y stört mich, ansonsten top und viel schöner als Nicolas.

    Noah-Leandro – wieder mal ein typischer Weichteilname, diesmal sogar in doppelter Ausführung. Noah eine ebenfalls unmännliche Modeerscheinung, die in den Namenshitlisten einer gewissen Klientel festklegt wie Kaugummi an der Schuhsohle und Leandro, ist die perfekte Butterergänzung. Soll wohl ein Ultra-Softi werden.

    Daphne Olympia – es sind zwei offizielle Namen, aber sie kratzen hart an einer Grenze. Klingt ziemlich hochtrabend, so nach griechischer MaximalTragödie. Irgendwie zu viel es guten.

    James Brian – bei entsprechendem Hintergrund ein Franz-Josef der englischen Sprache, ansonsten wieder mal ein gelebtes Aushängeschild der Prollabteilung.

    Fabyan Paul Luca – schrecklich und schrecklich häufig mal Drei. Auch wenn man dem Fabian ein Y spendiert bekommt man die Gebrauchsspuren nicht wegpoliert. Paul und Luca scheinen ein Liebespaar zu sein, so häufig wie die in letzter Zeit gemeinsam auftreten.

    Leda – diese Woche hat es das Griechische den Menschen aber angetan. Wäre mir persönlich zu ausdruckslos

    Shepresa – klingt nach Geburtsanweisung auch Bairisch „ schee pressa“

    Jano – Hab ich bisher noch nie gehört. Eventuell die Verlängerung von Jan im Italo-Stil.

    Alara – Nach Alena und Alina kommt jetzt Alara. Was anderes fällt mir zu diesem Namen nicht ein, außer der Konstruktionsversuch aus einem gewöhnlichen Namen eine bemüht ungewöhnlichen zu machen.

    Ida Sanne – Ida ist ganz nett, mir persönlich aber viel zu kurz und Sanne klingt wie Sahne. Wirkt dadurch wie eine Nebenform von Kurtisane

    Hedi Malou – klingt wie Buchstabengebrabbel, aber Name? eine Hedda/Hedwig Marie Louise wäre im Sprach- wie Schriftbild weitaus ästhetischer gewesen.

    Frances Aurelia – klingt zu sehr nach Völkerverständigung bzw. Geschmack der Eltern plus Oma. Wieso nicht Franziska Aurelia oder Aurelia Franziska um dem selteneren der Beiden den Vortritt zu geben.

    Leonardo Nicky – klingt mehr nach italienischem Kuscheltier aus Nicki-Stoff, als nach männlichem Namen. Ziemlich schubladig. An Italienern würd e ich den Namen Leonardo mögen, äußerst melodisch. Bei uns gibt für mich nur Leonhard.

    Margo Juli – klingt nach einer Margot die eigentlich im Juli zu Welt kommen hätte sollen, sich aber zu viel Zeit ließ. Wirkt eher wie eine nie fertiggestelltes Werkstück…

    Vivien Theres – mag ich, keine Ahnung wieso, aber ich mag es einfach, besonders die Theres.

    Mathea Marta – klarer Fall von doppelt gemoppelt. Mathea ein wirklich seltener Name, immerhin die weibliche Form von Matthias, aber Mata geht gar nicht dazu, klingt viel zu ähnlich.

    Caisy – klingt mehr nach Rufname für eine Smartphone-Ummantelung. Neudeutsch: Case, als nach respektablem Namen für ein Kind, dass im Leben ernst genommen werden soll.

    Pandora – Die Büchse der Pandora – hoffentlich ist hier das Nomen nicht Omen.

    Millina – klingt wie Millirahmstrudel von Milfina, der Eigenmarke von Aldi-Süd.

    Luka-Prince – Prinz Luka, na bravo. Wenn schon nicht von blaublütigem Geschlecht, dann wenigstens von den Eltern durch den Zweitnamen geadelt. Luka ist durch seine inflationäre Vergabe unerträglich, Prince ist meines Erachtens kein Name sondern ein englischer Adelstitel und für den Bindestrich fehlen mir die (hier geduldeten) Worte. Armes, armes Kind!

    Sira – klingt nach Sirene – kein schöner Gedanke – erweckt nämlich den Eindruck einer künstlerischen Interpretation von „Schreibaby“

    • Nikolay. Ich finde es eher bedauerlich, daß russische Vornamen auch in Deutschland immer häufiger nach dem englischen Transkriptions-System umschrieben werden. Es sollte Nikolai oder Nikolaj sein. Ich mag die Rußlanddeutschen wirklich, aber wir müssen ihnen noch ein bißchen mehr Manieren beibringen.

      Freut mich übrigens sehr, daß sich Prinzessin Jekaterina von Hannover (eine gebürtige Russin, die in der Tschechei und dann in England aufgewachsen ist), als Jekaternia schreibt oder manchmal auch als Ekaterina wie im Russischen – aber eben nicht als „Yekaterina“ oder sowas. Auch ihr Mode-Label in England hieß schon „Jekat“. Jekaterina (die auch noch hinreißend schön ist) ist die Frau Seiner Königlichen Hoheit, Ernst Augusts VI., Erbprinz von Hannover, seinerseits Sohn Ernst Augusts V., des „Prügelprinzen“.

      Ihre gemeinsame Tochter (also die von EA VI. und Katja) heißt übrigens Elisabeth. Mag bald ein kleiner Ernst August folgen! 🙂

    • Noah-Leandro – wieder mal ein typischer Weichteilname, diesmal sogar in doppelter Ausführung. Noah eine ebenfalls unmännliche Modeerscheinung, die in den Namenshitlisten einer gewissen Klientel festklegt wie Kaugummi an der Schuhsohle und Leandro, ist die perfekte Butterergänzung. Soll wohl ein Ultra-Softi werden.

      Haha, typische Cecilia-Formulierung! 😀 „Weichteilname“! Die beste Wortkreation, die ich hier seit langem gelesen habe – saugut! Und diesmal stimme ich Dir auch von der Sache her bzw. in ästhetischer Hinsicht völlig zu. Noah und Leandro (bzw. Leander) klingen schon einzeln schwuli und effeminiert genug; in der Kombination wird es vollends unerträglich.

      Ist mir immer wieder schleierhaft, wie man jemals auf den Gedanken kommen konnte, mit diesem Volk einen Angriffskrieg führen zu wollen.

      Übrigens finde ich auch das Wort „Schreikind“ ebenso drastisch wie gut – so scheußlich und nervig der Sachverhalt für die betroffenen Eltern sein muß… Ich habe den Ausdruck vor ein paar Jahren zum erstenmal gehört und mußte sofort loslachen. Sagt die Karin in der Firma grinsend zur Andrea: „Haste schon gehört? Die kleine Verena hat ein Schreikind! Hihihi!“ 😀

    • Ida Sanne – Ida ist ganz nett, mir persönlich aber viel zu kurz und Sanne klingt wie Sahne. Wirkt dadurch wie eine Nebenform von Kurtisane

      Ida ist aber ein sehr alter, traditioneller Name… Ich muß freilich immer an die entsetzliche Ida Ehre denken, wenn ich ihn höre. Eine der absoluten Gruselfiguren meiner Jugendzeit.

      Zu Sanne hatte ich ja schon gesagt: In meiner Generation wurde mindestens (!) jede zweite Susanne „Sanne“ gerufen – und die anderen „Sanni“. In beiden Fällen also mit kurzem a, nicht wie in Sahne oder Kurtisane.

      Übrigens halte ich Kurtisane für einen hochrespektablen Beruf. Er setzt zumindest mal voraus, daß sich seine Ausübenden gut benehmen können, Charme und Stil haben und nicht aussehen wie Klingoninnen, Küchentrampel oder Lehrerinnen. Also ähnliche Anforderungen wie bei der klassischen europäischen Mätresse oder der japanischen Geisha. Alle Qualitäten zusammen kommen heute weiß Gott selten genug vor. (Bei Männern spiegelbildlich und an die Geschlechter-Anforderungen angepaßt freilich auch nicht.)

    • Weil du sagtest, Noel ist das Palindrom zu Leon.

      Vor mir ist mal, es war schon mindestens Anfang November, ein Vater in kurzen Hosen mit zwei kleinen Jungs gegangen. Und auf seinen Waden prangten Leon mit Geburtsdatum und Noel auch mit Datum.
      Wahrscheinlich rennt er das ganze Jahr in kurzen Hosen, damit jederzeit und überall die unnachahmlich grenz…äh…geniale, schauderhafte Namenwahl bewundert werden kann.

  3. Ohje, da ist diesmal gar nichts dabei, das mir wirklich gut gefällt …

    * Josephine Desideria: Die erwünschte Josephine? Josephine ist für mich klassisch, zeitlos, völlig in Ordnung, löst aber keine Luftsprünge aus. Desideria ist mir, obwohl ich lange Namen mag, zu sperrig, 4 Silben finde ich gut, 5 sind mir dann doch zu viel.

    * Monte: von Zott!  Für ein kleines schwarz-weißes Kätzchen okay, aber bitte nicht für einen Menschen … Oder bekannt als Teil von Ortsnamen, Montevideo …

    * Anna-Greta: Anna ist trotz negativer persönlicher Erfahrungen mit 4 Annas ein hübscher zeitloser Name. Greta wird modern, aber gefällt mir persönlich überhaupt nicht: zu hart!

    * Bryce: zu englisch … Ich mag den Klang nicht.

    * Ilay-Noel: Noel mag ich – an Ilay müsste Ich mich wohl gewöhnen. Von der Länge als Doppelname geeignet, aber wenn ich es spreche, empfinde ich es nicht als fließend.

    * Loris: Der Name wirkt auf mich feminin, maskulin nur als Abwandlung von Joris, welcher mir besser gefällt.

    * Clara Arya: Clara – ein hübscher, zeitloser Klassiker. Arya – als “Ar-ja” gesprochen gefällt es mir, “A-ri-a” mag ich wegen der Nähe zu “Arier” nicht.

    * Yusra: Hier würde ich einen Migrationshintergrund erwarten. Für ein deutsches Mädchen wäre mir der Name zu fremdländisch. Der Klang ist aber recht hübsch.

    * Nikolay: Schöner Name, würde ich aber Nicolai schreiben!

    * Insirah-Sultan: Auch hier für mich nur vergebbar mit passendem Hintergrund. Mit Insirah kann ich nichts anfangen, Sultan – arabischer Herrschertitel, würde ich nicht vergeben.

    * Noah-Leandro: Als zwei Einzelnamen in Ordnung, mit 5 Silben ist es mir als Doppelname zu lang. Passen klanglich aber zusammen.

    * Daphne Olympia: Oha, geballte griechische Mythologie … Daphne ist nicht meins vom Klang, Olympia finde ich zu gewaltig.

    * James Brian: zu englisch.

    * Fabyan Paul Luca: Ypsilonitis … Ich mag das Y als Ersatz fürs J – z.B. Lenya statt Lenja, aber auch nur bei neueren Namen, Sonya statt Sonja finde ich einfach falsch! – aber anstelle eines I, vor allem bei etablierten Namen, finde ich nur eine alberne, unnötige Individualisierung. Leute, dann sucht doch gleich lieber einen seltenen Namen aus!!! Paul Luca ist so häufig, dass er schon langweilig wird.

    * Leda: Erinnert an Leder 🙁 Finde ich nicht vergebbar.

    * Shepresa: Was ist das? Auch hier nur mit entsprechendem Hintergrund (welchem?)

    * Jano: Janno mag ich lieber, aber ist ok.

    * Alara: Das sind mir zu viele a.

    * Ida Sanne: Ida ist mir zu kurz und Sanne zu spitznamig. Ida Susanne fände ich hübscher.

    * Hedi Malou: Jedi ist mir zu spitznamig und zu altmodisch, der Klang ist auch nicht meins. Passt aber recht gut zu Malou. 

    * Frances Aurelia: Aurelia finde ich hübsch, Frances ist vom Klang gar mein Fall.

    * Leonardo Nicky: Nicky wäre ein weiterer Katzenname … Warum nicht Leonardo Nicolai? Leonard fände ich besser. Bei Leonardo denke ich an die Gläser.

    * Margo Juli: Margo siehe Hedi, Juli siehe Nicky. Julianna stattdessen und Juli als Spitzname – super!

    * Vivien Theres m: Vivien ist hübsch, Theres ist mir zu abgehackt. Ach, das soll ein Junge sein? Da hätte ich ganz klar ein Mädchen erwartet!

    * Mathea Marta: VIEL zu ähnlich. Zu hart, zu altmodisch, beides nicht mein Geschmack und als Kombi lächerlich.

    * Caisy: zu englisch, zu spitznamig wirkend. Oder Kathy falsch buchstabiert? …

    * Pandora: die Büchse… Pandora-Armbänder … Aber als Vorname? Nein, bitte nicht …

    * Millina: Hier bin ich unschlüssig, wie ich es finde. Vielleicht mit Gewöhnung sogar ganz nett. Wirkt natürlich wie eine Mixform von Milla, Lina, Milena, aber das ist ja nicht schlecht.

    * Luka-Prince: Luka mit k wirkt, als ob das s vergessen wurde. Prince würde ich nie als Namen vergeben, wirkt lächerlich. Als Doppelname sowieso …

    * Sira: Hier geht es mir ähnlich wir mit Millina. Sara war zu gewöhnlich, daher würde das a ausgetauscht? Oder sie könnten sich zwischen Sara und Mira nicht entscheiden. Passt aber klanglich in die heutige Namenswelt.

  4. Wahlpflicht:
    Aurelia oder Vivien Theres und NikolaI (oder Paul Luca)

    Geschüttelt:
    Aurelia TheresA oder Aurelia Vivien

    Sonstiges: Das Schriftbild von Millina finde ich besonders unschön, abgesehen davon, dass sie ewig buchstabieren muss..

  5. Eine Yusra gab es vor zwei Jahren bei “Germanys Next Topmodel”. Mir gefällt der Name, ich finde es auch grundsätzlich nicht dramatisch, sich namensmäßig bei anderen Kulturkreisen zu bedienen 😉

    Margo mag ich sehr, über die Juli (und das im Oktober!) bin ich aber auch gestolpert. Im Verein mit Margo wirkt es wirklich etwas, als seien hier bewusst Endungen abgeschnitten worden (obwohl der Namen Margot heute wohl den Allerwenigsten in den Sinn käme, mir auch nicht).

    Dito bei Hedi Malou: Ich mag Hedi, würde aber was weniger Spitznamiges dazu kombinieren.

    • Aber Margo sieht irgendwie aus wie eine falsch geschriebene französische Margot – also „MarGOH“ ausgesprochen. Wie bei der berühmten ‚Reine Margot‘, der Königin Margot von Valois, Frau König Heinrichs IV.

      In dem Film „Bartholomäusnacht“ aus den 1990ern (auf frz. heißt der Film eben ‚La reine Margot‘) wurde Margot von Isabelle Adjani gespielt… Isabelle Adjani sah hübscher als als die Original-Margot – aber das ist auch nicht weiter erstaunlich, insofern Isabelle A. hübscher ausgesehen hat (aussieht?) als fast jede andere Frau. Hat halt arabische Wurzeln. 🙂

  6. Wahlpflichtspiel:

    Nikolay – lieber in der Schreibweise Nicolai, ein wirklich schöner Name

    Anna-Greta – sehr hübsch! Ich würde den Bindestrich weglassen.

    Josephine (Desideria) – Josephine ist ebenfalls ein hübscher Name, mir gefällt auch die Abkürzung Josie.

    Clara (Arya) – einzeln ohne den Zweitnamen sehr klassisch. Meine Tochter mag diesen Namen, sie möchte ein Mädchen später mal Clara nennen. (Worüber sie sich schon Gedanken macht.) 😉

    Fabyan Paul Luca – Was soll das y? Fabian ist so ein schöner Namen, da muß man kein y einbauen. Fabian wäre mein zweiter Lieblingsname bei den Jungen.

  7. Josephine Desideria: Der Zweitname ist nicht mein Geschmack. Steckt eine längere Kinderwunschgeschichte dahinter? Oder wollen sich die Eltern von Familien mit ungeplanten Kindern abgrenzen?

    Monte: Na hoffentlich sieht er auch mal aus wie ein Berg.

    Anna-Greta: Hier finde ich den Bindestrich passend. Beide Einzelnamen finde ich schön, alleine wären sie mir zu kurz.

    Loris: nicht ganz so schlimm wie Joris, aber ich bevorzuge deutlich Lorenz oder Laurenz

    Clara Arya: Clara ist für mich der einzige schöne zweisilbige Ara-Name (hierzu zähle ich Lara, Mara, Sara(h), Tara und was es noch alles gibt). Ein lateinisches Adjektiv mit einer schönen Bedeutung, die aber nicht unbedingt zu jedem Kind passt. Ich denke dabei immer an die Pianistin und Komponistin Clara Schumann. Arya passt aber gar nicht zum Erstnamen. Da sind wir wieder fast bei Clara Ara.

    Noah-Leandro: Hier finde ich den Bindestrich unpassend. Ich würde ihn mitsamt Noah verwerfen. Leandro haut mich auch nicht vom Hocker, ist aber für einen Italiener in Ordnung.

    Daphne Olympia: Sehr griechisch. Daphne finde ich nicht übel, aber Olympia ist höchstens — wie hier — als Zweitname machbar.

    Fabyan Paul Luca: Fabian ist wirklich ein schöner Name. Der Name hat lateinische Wurzeln und leitet sich auch nicht entfernt aus dem Griechischen ab. Wozu dann das y? Paul Luca verschmilzt zu Pauluca. Paul ist in Ordnung, Luca eine nervige Modeerscheinung, aber noch um Welten besser als Noah.

    Leda: Klingt in manchen Teilen Deutschlands wie Leder. Den griechischen Mythos zu Leda finde ich auch nicht passend, um eine Tochter danach zu benennen.

    Jano: interessanter als Jana, aber trotzdem fad

    Ida Sanne: beide Namen zu kurz

    Hedi Malou: Anstelle von Hedi hätte ich Hedwig genommen, das kann man immer noch mit Hedi abkürzen. Bei entsprechenden Wurzeln finde ich die polnische Variante Jadwiga sehr schön. Malou als Kurzform von Marie-Louise ersetze ich mal ganz frei durch Luise.

    Frances Aurelia: Den Zweitnamen finde ich super, den Erstnamen nicht so. Ich ändere ab zu Aurelia Franziska.

    Leonardo Nicky: EN bei entsprechendem Hintergrund passend, Nicky ist für mich eine Abkürzung. Gerade als ZN könnte man doch wohl einen ernstzunehmenderen Namen auswählen.

    Margo Juli: Klingt für mich nicht ganz nach einem Menschennamen. Margo erinnert mich immer an Mango, daher dachte ich an einen Cocktail oder eine Eissorte. Juli ist für mich männlich. Trotzdem finde ich den Namen interessant und nicht schlecht. Er ist ausgefallen, aber irgendwie gelungen.

    Vivien Theres: Vivien ist einer der englischen Namen, die ich wunderschön finde. Schöne Kombination!

    Mathea Marta: Die beiden Namen sind einander zu ähnlich.

    Caisy: Die ältere Generation wird sie womöglich Käsi rufen.

    Pandora: Die wörtliche Bedeutung mag schön sein, aber wegen der Büchse der Pandora finde ich das als Namen ziemlich daneben.

    Luka-Prince: Schrecklich! Luka ist nicht mein Geschmack, aber machbar. Aber Prince, dann auch noch mit Bindestrich, finde ich furchtbar. Ich finde es ohnehin ein bisschen zweifelhaft, wenn werdende oder junge Eltern (meist Mütter?) in vollem Ernst von ihrem Kind als Prinzen oder ihrer Prinzessin sprechen. Da muss man dies nicht noch im Vornamen verewigen.

    • Ach ja, Clara Schumann – an die hatte ich gar nicht gedacht! Ich bin bei Clara immer sofort bei Clara (gen. Claretta) Petacci, der letzten Freundin Benito Mussolinis, die anno ’45 in Mailand mit ihm zusammen öffentlich (und erschossen) kopfüber zur Schau gestellt wurde.

      Ezra Pound singt im Ersten Pisaner Canto:

      „Die ungeheuere Tragik im gebeugten Rücken des Bauern.
      Manes! Manes wurde geschunden und ausgestopft.
      Wie Ben und la Clara in Mailand, an den Fersen zu Mailand.
      Daß die Maden ihn fräßen den toten Bullen.“

      (Übersetzung von Eva Hesse, zitiert aus dem Gedächtnis.)

      Das kriege ich bei Clara nicht aus dem Kopf…

      Oder ich denke an Clara Zetkin; nach der heißt mein Hauptrechner. Also die andere Feldpostnummer.

      Wir hatten uns hier vor Jahr und Tag übrigens mal über die Frage gekloppt, ob Chiara oder Clara „die italienische Form“ von Klara ist. Bin mittlerweile der Meinung, daß im Italienischen beides geht – mit der Verdachtsdiagnose, daß Chiara eher toskanisch ist und Clara eher „gemeinitalienisch“.

      Sanne finde ich gräßlich. Eine typische Kurzform für eine Susanne meiner Generation.

      Und ich überlege gerade, wie ich mir einen hübschen Mann in Gestalt eines Berges vorstellen soll… 😉 Oder soll Monte schwedisch klingen? Dann wäre es ein typischer Name bei linksliberalen, bildungsfernen Ikea-Gutmenschen. Laut der von Knud verlinkten Lexikonseite in diesem Blog soll Monte von Montgomery kommen. Aber wer kann sich noch an General Montgomery („Monty“) erinnern?

  8. * Josephine Desideria: Josephine. 4 Silben. Desideria. 5 Silben. Was zuviel ist, ist zuviel.

    * Monte: Angesichts dessen, dass es da diesen “Pudding” gleichen Namens gibt, hätte ich dann doch eher Monty genommen. (Soll mein Kind doch lieber mit Monty Python assoziiert werden als mit diesem eklig süßen Zuckerpamps.)

    * Anna-Greta: Ich hätte den Bindestrich weggelassen.

    * Bryce: Da haben wir noch so einen Unisex-Namen. Finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Ich hätte aber noch einen eindeutigen dazugepackt.

    * Ilay-Noel: Ist das ein “Wir wussten nicht, wie man’s schreibt”- Eli? Oder soll das ‘Eiläi’ ausgesprochen werden? Wirkt auf jeden Fall verunglückt.

    * Loris: Keine Einwände.

    * Clara Arya: Die Namen sind beide hübsch, mir aber irgendwie zu ähnlich.

    * Yusra: Kann man machen.

    * Nikolay: Bitte mit -i, sonst ist er sein Leben lang “Nikolay-mit-Ypsilon-hinten”.

    * Insirah-Sultan: Hm, Insirah klingt für mich weiblich, Sultan männlich?!

    * Noah-Leandro: Ist okay, ich kann sogar mit dem Bindestrich leben.

    * Daphne Olympia: Schick. Daphne mochte ich schon immer, Olympia ist stimmig dazu, und es ist ja auch “nur” stummer Zweitname.

    * James Brian: Keine Einwände.

    * Fabyan Paul Luca: Warum das y? Sieht nicht schick aus, verkompliziert den Namen (und das Leben des Trägers), und die Aussprache “Fab Jan” ist doch wohl auch nicht gewünscht, oder?

    * Leda: Warum nicht? Aber vielleicht noch ein Zweitname dazu.

    * Shepresa: Erinnert sowohl an Sheep als auch an Zypresse. Ob das so soll?

    * Jano: Ich kannte bisher nur Jarno. Jano geht aber auch.

    * Alara: Leichter Fantasyeinschlag, aber hübsch.

    * Ida Sanne: Ich kaufe ein Su-. Dann wird’s gleich runder, und mal ehrlich, Susanne ist als Name doch gar nicht SO verkehrt. Darf ruhig wiederkommen.

    * Hedi Malou: Mit Hedi kann ich leben, aber Malou ist mir zu sehr zusammengekürzt. Ich plädiere für Hedi Luise.

    * Frances Aurelia: Passt nicht so richtig zusammen, weil man irgendwie geneigt ist, Aurelia dann auch englisch auszusprechen. Franziska Aurelia vielleicht?

    * Leonardo Nicky: Der zusammengekürzte spitznamige Nicky passt auch so gar nicht zum ausschweifenden Leonardo. Ich würde als Mittelweg Lennard Niklas empfehlen.

    * Margo Juli & Vivien Theres: Jeweils mit -a ganz hinten.

    * Mathea Marta: Ein bisschen zu ähnlich, aber die Namen sind hübsch.

    * Caisy: Casey oder Cathy bitte. Caisy sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt. (Wobei mir alle Formen zu niedlich sind.)

    * Pandora: Dieses Kind scheint für die Eltern ein ganz schlimmer Schicksalsschlag zu sein… Mythologische Namen in allen Ehren, aber manche verbieten sich irgendwie von selbst.

    * Millina: Hm, nicht meins, aber auch nicht schlimm.

    * Luka-Prince: Ich mag keine Adelstitel und Rangbezeichnungen als Namen. Das klingt bestenfalls verwirrend und schlimmstenfalls eingebildet. (siehe auch Earl, Marshall, Duke, Dean,…)

    * Sira: Keine Einwände.

  9. Meine Favoriten heute: Josephine, Anna(-)Greta, Clara & Aurelia
    Individual Kombinationen:
    Josephine Aurelia,
    Greta Josephine,
    Clara Aurelia
    Anna Aurelia

    Von den Jungsnamen ist heute keiner dabei, der einem Mann schadlos zumutbar wäre, außer vielleicht Nikolai, aber bitte ohne dieses Y

    Desideria ist nicht unbedingt mein Fall, aber es ist mal etwas anderes. Erfrischende Auflockerung.

    Monte – Der Berg liegt im Gitterbett, schreckliche Vorstellung. Wie kann man das einem Kind bloß antun.

    Bryce – eine Unisex-Schande

    Ilay-Noel & Noah-Leandro – vier ultimative Schwachmatennamen mit denen ich nicht einmal ein Haustier strafen würde.

    Loris – ist wie Boris, Joris – die Personifikation der Unmännlichkeit, denke dabei auch sofort an Doris und die finde ich auch indiskutabel.

    Clara Arya – Clara ist ein absolut schöner “Geht immer”-Name, auch nicht so überdimensional häufig aber Arya geht gar nicht. Denke da automatisch an die Naturkosmetikfirma “Arya Laya”

    Nikolay – ohne Y, dafür mit I hätte ich ihn gut gefunden.

    Daphne Olympia – klingt nach Griechenlandkrise. Irgendwie bedeutungsmäßig total überfrachtet

    Fabyan Paul Luca – Fabrikat eines exotischen Jan, die 3 Woche in Folge fabelhaft kombiniert mit dem Sohn von Hardy Krüger jr.

    Leda – klingt wie Leder

    Shepresa – 1. Assoziaten: Schipresser, also jemand der statt Saft Schi presst.

    Jano – klingt nach vielleicht, also weil der erste Namensteil JA sagt und der Zweite NO, könnte aber auch ein JanoSCH sein, dem jemand das SCH geklaut hat.

    Alara – klingt nach Alarm, bei den vielen As im Namen könnte er auch leicht ausgelöst werden.

    Ida Sanne – wenn schon dann Ida SUsanne

    Hedi Malou – da war jemandem Hedda Marie Louise wohl zu sehr Name, da ist er frühzeitig vor dem Ziel abgebogen.

    Frances Aurelia – klingt nach fransiger Aurelia, kein schöner Gedanke. Hätte es eine Franziska Aurelia nicht auch getan. Auf jeden Fall hätte sie besser geklungen.

    Leonardo Nicky – wieder so ein Klassiker aus der Schwachsinnsfraktion. Bei uns heißt das LEONHARD, der Leonardo ist Eigentum der Italiener und Nicky ist mehr Frechheit als Abkürzung, geschweige denn Name. Als kapitalen Stilbruch hätte ich dem Leonardo einen Niktia geschenkt, quasi als italienisch-russische Völkerverständigung oder um den Namen noch lächerlicher zu machen: Leonardo Nikolo, weil Nikolaus würde zu sehr nach Name riechen.

    Margo Juli – klingt nach akutem Fall von Buchstabenfraß, wäre nur noch durch Mango Juli zu toppen. Margot Julia(ne) hätte einen besseren Dienst am Kind getan. Ich für meinen Teil möchte weder Margot noch Margo heißen.

    Mathea Marta – Mathea klingt nach Matetee und Marta nach Marterpfahl, also der Matetee am Marterpfahl

    Caisy – ist das eigentlich männlich, weiblich oder schon sächlich – das Einzige was mir einfällt ist der englische Name “Casey” der hier in der Lautschrift verwendet wurde. Das Geschlecht bleibt trotzdem ungeklärt.

    Pandora – da trägt jemand eine schwere Bürde – auf der einen Seite “Die Büchse der Pandora” und eine Schmuckladenkette. Ich möchte mit diesem Kind nicht tauschen.

    Millina – schnell gesprochen ergibt es “Müll Ina” und die nette Variante ist eine Emillina mit Buchstabenfraß

    Luka-Prince – würde der Prince vorne stehen, könnte sich der arme Junge wenigstens einbilden ein echter adeliger Prinz zu sein, aber so muss er einen nachgestellten Adelstitel tragen – also eindeutig als gekauft erkennbar…typisches Symptom der Marke Eigenbau

    Sira – Mira,Lira, Kira, Tira – allesamt ausdruckslos und eindeutig dem Tierreich zuordenbar, also namenstechnisch

    • Was Kira und Mira angeht, bin ich nicht Valentina Sophies Meinung.

      Kira ist ein ziemlich traditionsreicher Aristokratennamen, schon (aber nicht nur) wegen Kira Prinzessin von Preußen, Tochter des Chefs der Hohenzollern und Urenkelin Kaiser Wilhelms II.

      Mira ist ein schöner arabischer Vorname, der auch im Lateinischen eine hübsche Bedeutung hat. Ich hatte darüber hier vor einigen Tagen geschrieben.

      Das sind keine gesichts- und geschichtslosen Lallnamen!

      Knuds Vergleich, also seine Antwort auf Valentina Sophie, finde ich aber auch nicht richtig; hier bin ich Valentina Sophies Meinung. Die meisten unserer Vornamen dürfte in irgendeiner Form hebräische, griechische oder lateinische Wurzeln haben*. (Meine eigenen inklusive.) Das ist ist aber etwas anderes als ein Anglizismus bzw. eine anglisierende Schreibweise wie Leonard oder Nikolay. Man muß meine oft pingelige Aversion gegen Anglizismen ja nicht teilen – sie ist unter den soziokulturellen Umständen der deutschen Gegenwart aber etwas anders als ein Name, der irgendwie nichtdeutsche Wurzeln hat. Und ärgerlich finde ich wirklich die „versteckten Anglizismen” – solche also, die, anders als die „Unterschichten-Vornamen“ bzw. Kevinismen, nicht sofort jedem auffallen. Den Eltern vermutlich in den meisten Fällen auch nicht. So eben auch Leonard.

      *) Wobei das mit den neutestamentarischen Namen so eine Sache ist. Die dramatis personae des NT haben bekanntlich im wesentlichen aramäisch gesprochen – so auch Jesus. Aramäisch ist mit dem Hebräischen verwandt, aber es ist nicht die gleiche Sprache. Hebräisch war schon zu Jesu Zeiten nur noch Kultussprache. Die Quellensprache des NT hingegen ist Griechisch, etwas komplett anderes – in den Jahrhunderten der Abfassung des Neuen Testaments die „internationale Gelehrtensprache“. Und die kulturelle Vermittlung des NT ins Abendland wiederum ist im wesentlich durch seine lateinische Übersetzung, die Vulgata, geschehen. Daher stutze ich oft, wenn ich irgendwo lese, ein neutestamentarischer Name „bedeute auf hebräisch“ dies oder das.

    • Nein, – zu deinem Erschrecken – ich leide keinesfalls unter meinem Namen, sondern bin unheimlich stolz darauf, denn in meiner Heimat ist er “Kulturgut”

      Bei uns heißen viele gutsituierte Herren Valentin und soweit ich informiert bin, ist Valentina, die weibliche Form davon. Valentin geht wiederum auf den lat. Valentinus zurück. Valentine/a’s gibt es bei uns schon seit Jahrhunderten.

      Aber du, als Administrator eines Namensblogs, kannst mir sicherlich mit deinem breitgefächerten Namenskundewissen aushelfen und mir mitteilen, wie denn die deutschsprachige Form von Valentina nun lautet. Ich kenn jedenfalls keine! Du aber offensichtlich schon, von daher wäre es arg unfähr mich dahingehend im Unklaren zu lassen.

      Leonhard ist aber die legitimierte deutschsprachige Form von Leonardo. Wo ist also dein Problem?

      An einem Italiener oder Halbitaliener würde ich Leonardo schön finden,weil Italiener das so wunderbar aussprechen können, aber eben nicht am Fortpflanz deutschsprachiger Eltern.

      Luftlinie 10km entfernt von mir ist übrigens die italienische Grenze, trotzdem heißen Männer bei uns seit Jahrhunderten Leonhard oder Leopold. Leonardo’s gibt’s höchstens in Krabbelstuben…

    • Ja, Valentina ist jetzt auch nicht so das Wahre.
      Hier bei uns im Nordbadischen würde man Fallentina sagen.
      Und Sophie heißt ja gefühlt bald jedes 2. Mädchen mit zweitem Namen.

      Ich würde mir nochmal überlegen, bevor ich es hinschreibe, ob wirklich alles Schwachmaten sind, die ihren Kindern bestimmte Namen geben. Entweder es gefällt einem ein Name oder halt nicht, aber beleidigend würde ich nicht werden.

    • Ich bin eigentlich stille Mitleserin, lese sehr gerne die diversen Meinungen und lerne dabei oft auch viel über (namens-)geschichtliche Hintergründe.
      Jetzt möchte ich mich aber doch zu Wort melden und Irmis letztem Absatz zustimmen. Man kann doch gerne seine Meinung ausdrücken, Geschmäcker sind schließlich auch bei Namen verschieden und dazu ist dieser Blog ja auch gedacht.
      Ich habe trotzdem das Gefühl, dass sich hier manchmal im Ton vergriffen wird: nur weil einem selbst der Name nicht gefällt, kann man doch davon absehen, unfreundliche und/oder unhöfliche Vergleiche zu ziehen oder sich in negativer Art über den (sozialen/bildungstechnischen/nationalen) Hintergrund der Namensvergeber auszulassen.
      Damit beziehe ich mich übrigens nicht auf die neutrale Äußerung “bei entsprechendem Hintergrund okay”, dies bezieht sich ja meinem Verständnis nach oft auf den “sprachlich passenden Nachnamen”, der vielen wichtig ist. Aber “bei uns heißt das…” finde ich unnötig und ehrlich gesagt auch eine fragwürdige Aussage.

  10. Oh, ziemlich schauderhaft diesmal.
    Wahlpflicht-Spiel:

    Anna-Greta
    Das finde ich sogar ganz schön. Da passt auch der Bindestrich.

    Fabyan Paul Luca
    ist bei den Jungennamen das, was mir noch am ehesten zusagt. Ist Fabyan irgendwo eine gebräuchliche Schreibweise? Oder y, weils unbedingt “besonders” sein soll?

  11. Clara/Chiara: Ich kenne etliche italienische Chiaras, keine einzige italienische Clara.

    Shepresa halte ich für albanisch, aber ich habe irgendwie den Eindruck, die Schreibweise stimmt nicht. Bin mir aber nicht sicher.

    Alara kenne ich als Strahlenschutzprinzip: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Das englische Wort für das zweite a fällt mir gerade nicht ein. Als Vorname würde ich den nicht wählen.

    Jano kenne ich nur aus Namensbüchern und – listen. Ein Janno ist mir aber mal begegnet.

  12. Jano–
    Das ist eine tschechische Variante des Namens Jan/Johannes. Ich kenne einen kleinen Jungen dieses Namens. Der Name wird Dschano ausgesprochen (allerdings ist das “dsch” weich wie beim französischen Jacques).

    Anna-Greta–
    Den Namen Annegret mag ich sehr gerne. Anna-Greta kommt mir deshalb ein bisschen wie ein “Verrat” an der Traditionsform vor. Einzeln mag ich Anna ganz besonders gern, und Greta finde ich auch sehr ansprechend. Zusammen klingen die Namen nicht schlecht, bilden aber nicht so eine schöne Klangeinheit wie Annegret, wo der sanfte Schwa-Laut von Anne noch einmal kräftig von dem E in Gret aufgenommen wird. Auf alten Fachwerkhäusern lese ich immer die Inschriften, und da kommt der Name Anna Margarehta unheimlich oft vor, als Name der Ehegattin des Bauherrn (der wiederum sehr oft Johann oder Hans heißt, oft auch Johann Georg). Die Häufigkeit von Anna Margaretha in Fachwerkinschriften ist mir sowohl in Hessen als auch in Württemberg aufgefallen. Anna Catharina ist auch sehr häufig.

    Daphne Olympia–

    Daphne finde ich als Namen klanglich sehr schön, gerade auch weil der Name ein bisschen “stark” klingt, aber dann durch die E-Endung sanft ausklingt. Verbinde damit auch die mythologische Geschichte, die zwar eigentlich negativ ist, irgendwie aber auch etwas Poetisches an sich hat.

    Olympia passt vom griechisch-mythologischen Bezug her gut, klingt für mich aber doch etwas abgehoben und wuchtig. Was sind eigentlich gute Kombis mit Daphne? Eine Liste der häufigsten Kombis mit Daphne, das wäre doch mal interessant, oder?

    Daphne Dorothee? Daphne Amalie? Daphne Laetitia? Bin mir nicht sicher, was gut passt.

    Noah-Leandro–

    Für mich macht Leandro irgendwie die ganze Aura des Namens Noah kaputt. Der biblische Patriarch und–ein italienischer Leandro…. Passt meiner Meinung nach wenig. Zu Noah würde ich tatsächlich einen anderen biblischen Namen als Zweitnamen wählen. Boris und Barbara Beckers Wahl, Noah Gabriel, ist immer noch mit am Schönsten.

    Josephine Desideria–

    Finde ich ganz schön. Josephine Desirée hätte eine französische Aussprache von Josephine vermuten lassen; wenn Josephine deutsch gesprochen werden soll (was ich in Deutschland besser finde), dann ist Desideria vermutlich die bessere Wahl, so schön ich auch die Kombi Josephine Desirée finde.

  13. Monte erinnert mich an den armenisch-amerikanischen Kommunisten und Nationalisten Monte Melkonian, der als Freischärler im Bergkarabach-Krieg eine führende Rolle spielte und im Kampf starb. Heute wird er wahlweise als Held (Armenien) oder Terrorist (Aserbaidschan, Türkei) angesehen.

    • G. K.,

      sehr interessant, danke für dem Hinweis! 🙂

      Fragt sich nur, wer in Deutschland den Burschen bzw. den Namen kennt. (Ich kannte bis vor zwei Stunden beide nicht, obwohl ich mich im Studium in den 90ern mit dem Kaukasus befaßt habe. Allerdings mit dem Nordkaukasus, nicht mit Transkaukasien.) Zwar leben überall auf der Welt Armenier, aber in Deutschland halt nicht so viele. Maximal noch wissen gebildetere Deutsche, daß armenische Familiennamen meist auf -ian enden.

      Hingegen wissen die meisten Deutsche durchaus, daß Monte auf italienisch „Berg“ bedeutet. Das sieht man ja schon daran, daß in meiner Heimatstadt der langweilige Kalauer „Monte Müllo“ für eine Mülldeponie einreißen konnte.

      Im Grunde fällt das in den weiteren Kontext der recht subtile Frage „Wann, wo und wie sollten Ausländer ihren Kindern Namen aus ihrer alten Heimat geben?“ Diese Frage – es ist eigentlich eher ein Fragenkomplex – kommt hier leider und bemerkenswerterweise kaum je zur Sprache, obwohl sie für Millionen Menschen in Deutschland von Bedeutung ist und ihnen teils erhebliches Kopfzerbrechen bereitet.

      In den Kommentarspalten hier wird sie sehr oft mit dem ebenso notorischen wie devoten „Bei entsprechendem Hintergrund [okay, gut machbar etc.]“ umgangen.

      Auf der einen Seite für Deutsche kaum je zuordenbare Namen, die auch noch zu Witzen herausfordern wie eben Monte. Auf der anderen Seite die für fast jeden Deutschen einordenbaren Namen wie die ganzen türkischen und/oder moslemischen, die für ihre Träger de facto Nachteile im Alltag mit sich bringen. Oder man denke an die Russen in D, die ihren Kindern meistens deutsche Namen geben. Man mag diese Sachverhalte gut finden oder schlecht, zumindest sollte man sich ihrer bewußt sein.

      P.S.: Tja, des einen Freiheitskämpfer ist des anderen Terrorist. Das kommt ja häufiger mal vor. Als in den USA und sonstwo die Bezeichnung „Terrorist“ nach dem 9/11 so allgegenwärtig wurde, hat sich mein Lehrer einen Jux daraus gemacht, in einem Buch die Täter der „Boston Tea Party“ von 1773 als „eine Gruppe junger Terroristen“ zu bezeichnen, die den Terror mit „Gewalt gegen Sachen“ begonnen hätten – also wie weiland die RAF in Deutschland. 😀

    • Bei Monte bin ich mir gar nicht sicher, was überhaupt “der Hintergrund” ist. Die englischsprachige Wikipedia (… Thema für sich) kennt eine Reihe eher zweitrangiger Amerikaner mit Vornamen Monte. Auch wieder ein Thema für sich, Teile der amerikanischen Gesellschaft waren halt schon immer etwas anders bei der Auswahl von Vornamen.

      Sind die Eltern des Neugeborenen hier Armenier? Dann kennen sie Monte Melkonian sicher. Oder Amerikaner oder Deutsche? Vielleicht wollten sie einfach nur einen diffus-mediterranen Vornamen (“bildungsferner Hintergrund”) oder haben sich von Monty Python inspirieren lassen.

      Wir sollten daran denken, dass die Auswahl eines Vornamens bei “entsprechendem Hintergrund” oft fast zwingend als Statement in die ein oder andere Richtung angesehen werden kann. Das ist ohne “entsprechenden Hintergrund” oft viel leichter und ich bin mir selbst nicht ganz sicher ob ich das jetzt gut oder schlecht finden soll. Mal so, mal so, würde ich sagen.

    • D’accord, kluge Bemerkungen – Zustimmung.

      Nur ein Punkt überzeugt mich nicht: Monte klingt nun weder im Deutschen noch im Englischen „diffus-mediterran“. (Ein an sich ein treffender Begriff für einen Teil des Anforderungsprofils an Vornamen in bestimmten Milieus.) Man weiß einfach nur meistens, daß es „Berg“ bedeutet.

      Wenn es denn doch keinen armenischen Konnex gibt, könnte ich mir aber vorstellen, daß der Name zumindest für viele Deutsche „diffus-skandinavisch“ oder „diffus-friesisch“ klingt – wie eben viele Namen beiderlei Geschlechts auf -e. Und diese regionalen Namens-Assoziationen erfreuen sich bekanntlich auch in bestimmten Milieus in D einer nicht unerheblichen Beliebtheit. („Elke ist die friesische Form von Helena…“, „Thore ist die schwedische Form von Sorgenkind“ o.ä. 😉 )

      Oder einfach Bergfreunde, also Alpinisten? So wie Hubertus für Söhne von Aufsteigern, die rüberwachsen lassen wollen, daß sie es zum Jagdpächter gebracht haben?

      Zugegebenermaßen ist das alles Spekulation.

      Jetzt haben wir also schon mal folgende Herkunftsmöglichkeiten für Monte:
      – Kurz für Montgomery
      – Armenisch
      – Diffus-mediterran
      – Diffus-skandinavisch
      – Diffus-„friesisch“
      – Ami-Macke / reines Phantasieprodukt
      – Alpinistisch inspiriert

      Das muß ein Vorname auch erstmal schaffen! 😀

    • Hehe, “diffus-weltläufig” hätte es vielleicht besser getroffen. Saskia Kristin hat weiter unten noch auf den Joghurt von Zott verwiesen. Irgend so eine Assoziation hatte ich auch noch im Hinterkopf, konnte sie aber nicht mehr genau zuordnen. Vielleicht kommt der Name ja auch daher, es wäre nicht das erste Mal, dass sich Eltern unterbewusst von Waschlotionen, Schokoriegeln oder Ähnlichem inspirieren lassen.

    • Hä, stimmt! Das mit dem Joghurt hat ich zwar hier gelesen, aber im Eifer des wöchentlichen BdW-Gefechts nicht weiterverfolgt. Ich kannte das Produkt nicht… (Ernähre mich von billigen Noname- und Discounter-Produkten.)

      Habe gerade mal nachgelesen – auf Wiki und auf der Produktwebsite. Ich bin mir sicher, daß die Berg-auf-italienisch-Assoziation da marketingmäßig erwünscht ist: Kühle, Süße, Verspieltheit, absichtliche Unseriosität, italienisches Speiseeis, Üppigkeit, Pinki-Kultur… Eine Mini-Ausgabe des Zeugs heißt „Montini“…

      Nach dem armenischen Helden/Terroristen wird der Joghurt ja wohl kaum heißen. Nebenbei: Monte Melkonian (Milkanian?) ist in Kalifornien geboren – Du hattest ja darauf hingewiesen, daß es laut englischer Wiki den Namen in den USA ab und an gebe. Der Name wäre dann also möglicherweise gar „neo-armenisch“…

      Und für den BdW-Jungsnamen hätten wir nun also gar noch eine weitere Herkunfts-Möglichkeit:

      – Unbewußte Benennung nach einem haushaltlichen Markenprodukt

      Scheint mir auch plausibel und deckt sich mit meiner These, daß Vornamen fast immer von den Müttern gebastelt werden. Vielleicht hat Muddern dem Namen Monte dann ja auch einfach als „weltläufig“ empfunden. 😉

      Und ach ja:

      – Monty Python

      Wenn ich mich nicht verzählt habe, wären wird damit für’s erste bei neun Einzel-Möglichkeiten (mit möglichen Zusammenhängen untereinander). Uffz!

    • 1. es gibt einen Schokoriegel namens Baby Ruth.
      2. G. K.: bist du der gleiche der früher unter G. A. hier geschrieben hat?

  14. Heute gefällt mir wenig:

    Josephine (Desideria) – wobei ich beim Zweitnamen lieber Desirée genommen hätte; Desideria klingt ziemlich hochtrabend

    Yusra – klingt schön, bekannt durch das syrische Flüchtlingsmädchen Yusra Mardini, die als Schwimmerin an den Olympischen Spielen 2016 teilnahm

    (Frances) Aurelia – statt des anglo-amerikanischen Frances, was auch wegen der Aussprache hierzulande auf Probleme stoßen könnte, hätte ich doch lieber Franziska gewählt; Aurelia ist schon ziemlich lange mein Lieblingsname

    geht gerade noch:

    Nikola(y) – aber bitte mit I statt Y am Ende; mit Y sollte der Name wohl aufgepeppt werden, was ich total unnötig finde, beim Sprechen fällt es eh nicht auf und der arme Kerl muss ständig richtigstellen “aber mit Y am Ende”

    Daphne Olympia – hoffentlich eine kleine Griechin oder die Eltern stehen total auf Griechenland, finde den Namen etwas abgehoben

    Vivien Theres(a) – ich spende der Theres noch ein A oder E; ohne sieht es recht verstümmelt aus

    der Rest gefällt mir aus unterschiedlichen Gründen nicht:

    Namen mit Bindestrich, dieser ist in den seltensten Fällen nötig, meistens wird eh nur ein Name gerufen

    Anna-Greta – eine aufgepeppte Annegret, nicht meins
    Ilay-Noel – Ilay sagt mir nichts; Noel fand ich früher mal gut, da gabs das noch nicht so oft; in meinem Bekanntenkreis gibt es einen inzw. 22jährigen Noel, der am 20.12. geboren wurde, seine Eltern sind totale Frankreich-Fans, daher der zu Weihnachten Geborene
    Noah-Leandro – ohne Bindestrich wäre das fast noch akzeptabel
    Luka-Prince
    Insirah-Sultan
    die beiden letzten lassen auf Migrationshintergrund schließen; vor allem Prince scheint in Afrika sehr gefragt

    Monte – warum sollte man sein Kind “Berg” nennen? hätte gerade noch der
    Carlo als Zweitname gefehlt, hahaha 😉

    Bryce – hierzulande ausgesprochen hört man “Preis”

    (Clara) Arya – beides zu ähnlich; Arya sagt mir nichts

    James Brian – für einen kleinen Briten ok, aber sonst, naja, ein James Müller oder Maier ist nicht so prickelnd

    Fabyan Paul Luca – zu Fab(i)an siehe oben bei Nikola(i); Paul Luca passt nicht, dann eher Luca Paul, beide Namen gefallen mir aber nicht besonders

    Leda – der Schwan aus der griechischen Mythologie; schnell ausgesprochen klingt es wie Leder

    Shepresa – sagt mir nichts; könnte auch Migrationshintergrund haben

    (Ida) Sanne – für eine kleine Schwedin ok; aber bei uns würde ich doch lieber
    Susanne bevorzugen, obwohl mir das nicht so gefällt

    Hedi Malou – Hedwig Maria Louise wäre richtig; ich mag solche Verstümmelungen und Kurzformen nicht und bei Malou oder auch Lou denke ich irgendwie immer ans Rotlichtmilieu

    (Leonardo) Nicky – wäre eigentlich ganz hübsch mit Nikolas statt Nicky, vor allem, da es nur der Zweitname ist. Versteh ich nicht, warum es dann diese Kurzform sein sollte

    Margo Juli – wieder so eine Verstümmelung, siehe oben

    Mathea Marta – ist ja fast der selbe Name zweimal; gibt es die weibliche Form
    von Mat(t)heo wirklich?

    Millina – kenn ich nicht; gefällt mir auch nicht

    Jano, Alara, Caisy, Sira – klingen für mich erfunden und / oder nach Tiernamen

    Das absolut schlimmste, was man einem Kind antun kann:

    Pandora – der Name an sich hat eine schöne Bedeutung; Pan = Alles; Doron = Gabe, Geschenk
    bekannt durch die “Büchse der Pandora” aus der griech. Mythologie.
    Die Götter wollten Rache an der Menschheit üben, weil ihnen ein Mensch (Prometheus) das Feuer gestohlen hatte. So schickten sie die schöne Pandora mit einer Büchse auf die Erde. Bei Öffnung ergießt sich jedoch alles Übel dieser
    Welt auf die Menschen, nämlich Krankheit, Kummer und Leiden.

    Also bringt Pandora nur Unglück, dieser Name sollte daher tabu sein.

  15. Mich hat diese Woche besonders Eure Meinung zum Namen Anna-Greta interessiert. Ja, es klingt wie eine moderne Annegret, aber stört das wirklich? Ich bin mir da auch nicht sicher. Mir gefällt der Name Hannelore vom Schwung und der Konsonantenfolge sehr, finde ihn aber zu alt für ein heute geborenes Kind. Ich hatte daher mal über Hanna-Laura als Alternative nachgedacht, aber irgendwie ist es wie bei Anna-Greta: die Kombination wirkt künstlich auf modisch getrimmt. Das nimmt den doch so verwurzelten Einzelnamen irgendwie die Wirkung.

    • Na, ich gehöre nun zur Generation X, also sozusagen zum politischen Flügel der Generation Golf – politisch sozialisiert in den 80ern mit dem „Spiegel“, Anti-Atomkraft-Buttons und doofen Witzen über Helmut Kohl. Und deutsche „Children of the Eighties“ (um den Titel des poetisch und musikalisch wunderbaren Liedes von Joan Baez zu zitieren) kommen bei Hannelore einfach nicht über Hannelore Kohl hinweg. Das mag heute bei den heute Jungen schon wieder anders aussehen.

      Annegret kann ich kaum je beurteilen, weil halt meine Mutter so heißt. Bei Anna-Greta dachte ich sofort: „Aha, Ikea-Nachbenennung nach einer Annegret.“

      Hanna heißt eine Ex-Freundin von mir, Laura ihre Schwester. Das waren in den mittleren bis späten 70ern, als sie geboren wurden, aber noch Trendsetter-Namen unter 68ern und keineswegs so allgegenwärtig wie heute.

    • zu Anna-Greta
      Ich denke bei dem Namen auch Annegret. Vielleicht ist Annegret noch nicht alt genug, um wieder beliebt zu werden. Ich kenne mehrere Annegrets, eine Nachbarin, eine Cousine meines Mannes und eine Kollegin. Sie sind zwischen Anfang 50 und 60 Jahre alt. Die Kollegin läßt sich aber Anna rufen, sie findet Annegret altmodisch.

      Anna-Greta – klingt auch nicht ganz viel anders als Anna-Lena. Nur das Anna-Lena ein etablierter Doppelname ist. Aber Greta verleiht dem Namen mehr Härte.
      Anna ist neben Maria DER Klassiker unter den Vornamen. Und Greta ist eine Kurzform von Margareta. Aus dieser Sicht finde ich Anna-Greta völlig in Ordnung. Klar, Greta ist ein Modename, noch dazu eine Kurzform, aber den kann ich genauso akzeptieren wie Lena oder Lisa.

      Hanna-Laura
      Die Kombi würde mir eher für Geschwister gefallen, also Hanna und Laura. “Unmöglich” ist Hanna-Laura aber auch nicht, beide Namen sind schön. Ich hätte nur die Befürchtung, das sie dann doch nur Hanna genannt wird. Im Alltag spielt der Bindestrich nicht so eine große Rolle.

    • Ich dachte beim Lesen des Namens “Anna-Greta” spontan: Wäre mir nicht eingefallen, klingt aber gar nicht so schlecht. Anna ist ja ein Dauerbrenner, Greta gewinnt gerade an Popularität, warum soll man die beiden Namen nicht kombinieren? Der Name Annegret, den ich in die Oma-Generation einordnen würde, fiel mir erst später ein. Anna-Greta finde ich für ein neugeborenes Mädchen viel passender als Annegret.
      Hannelore empfinde ich ebenfalls als “omamäßig”. Johanna Eleonora ist nun aber ein bisschen lang. Nora Johanna? Ich mag beide Namen, in der Kombination ist mir dann aber zu viel o.

    • Anna-Greta finde ich für ein neugeborenes Mädchen viel passender als Annegret.

      Klar, Annegret und Hannelore klingen nach Omma-Namen. Sind sie auch.

      Aber stark generationsgebundene Namen haben eben auch Nachteile, wenn sie umgekehrt nach „jung“ klingen. Wenn einem zum Beispiel heute Autorinnen, Journalistinnen, Intellektuelle, Uni-Ischen u.ä. namens Annalena, Anna-Greta oder Hanna Laura unterkommen, schaltet man doch sofort auf Durchzug: „Na, wieder mal so ein dummes Huhn, das sich hochge[…] hat. Hat bestimmt auch ein Twitter-Konto mit Häkchen. Braucht man nicht zur Kenntnis zu nehmen.“

      Ich würde auch nicht so ohne weiteres einen Schreiber namens Tim ernstnehmen. Modenamen (auch Retro-Modenamen!*) taugen schlecht für geistig Schaffende – man nimmt sie einfach nicht ernst.

      Und eine Greta kann ich mir übrigens nur in Schwarzweiß vorstellen.

      *) Anna ist der Name der Mutter der Gottesmutter Maria, Johanna der der Jungfrau von Orleans. Noch ehrwürdiger geht’s kaum. Und dennoch denkt man dabei heute sofort an ein hirnloses Küken aus der Mittelschicht… Eine Lösung für dieses Problem habe ich nicht.

    • neuhier
      Zu deiner Frage, ob man anstatt Hannelore als moderne Variante Hanna-Laura nehmen könnte.

      Hannelore empfinde ich wirklich als Oma-Namen, aber nicht negativ. Die Hannelore, die ich kannte habe ich in guter Erinnerung.

      Aber Hanna-Laura würde mich nicht an Hannelore erinnern lassen. Laura klingt anders als Lore. Lore ist doch eher eine Kurzform von Eleonore. (Oder ist Lore auch eine Kurzform von Laurentius?)
      Von Eleonore gibt es Kurzformen wie Leonora oder Lorena. Also mir würde dann Hanna-Lorena gut gefallen. Oder, dann aber ohne Bindestrich, Hanna Eleonore oder Hanna Leonora, dann wäre aber nur Hanna der Rufname.

  16. Meine Favoriten : Mathea Marta , Anna-Greta, Clara, (Fabyan) Paul Luca, Noah Leandro und Theres

    Josephine Desideria *
    Josefine mag ich nur wenn es deutsch ausgesprochen wird und am besten ohne e am Ende , also josefin. Desideria nicht meins

    Monte * erinnert mich an den Monte Joghurt von Zott

    Anna-Greta * Gefällt mir sehr gut. Greta entwickelt sich zum Modenamen

    Bryce * Nee danke

    Ilay-Noel * ilay finde ich interessant. Noel ist Weihnachten.

    Loris * Junge Mädchen? Ist ok

    Clara Arya * Klara ist einer meiner Lieblingsnamen, aber mit K statt C. Arya = aha

    Yusra * hübsch. für ein südländisches Mädchen vermutlich

    Nikolay * joah ist ok

    Insirah-Sultan * bitte was ?

    Noah-Leandro * gefällt mir

    Daphne Olympia * daphne finde ich ganz ganz schlimm. Olympia bringt das Fass zum Überlaufen

    James Brian * mit englischem Nachnamen ok, brian finde ich nicht schön.

    Fabyan Paul Luca * Fabian zu langweilig ? Paul Luca finde ich klasse

    Leda * Leder?

    Shepresa * da fällt mir nichts zu ein , bin verwirrt

    Jano * Ist ok, zweitname hätte nicht geschadet

    Alara * zu viel A

    Ida Sanne * Ida mag ich sehr , sanne erinnert mich an susanne und den Namen mag ich gar nicht

    Hedi Malou * Hedi finde ich ganz süß , malou würde ich meinen Chihuahua nennen

    Frances Aurelia * frances schlimm , aurelia schön

    Leonardo Nicky * Leonardo gefällt mir, nicky hieß mein Meerschweinchen

    Margo Juli *mit margo kann ich nichts anfangen. Juli klingt nach Abkürzung

    Vivienne * Vivien finde ich besser

    Theres * schön, aber mir fehlt ein zweiter Name

    Mathea Marta * doppeltes M mag ich nicht so, aber einzeln sind es schöne Namen, besonders Martha

    Caisy * mag ich nicht

    Pandora * Schwester heißt Avatar ?

    Millina * nicht mein Fall

    Luka-Prince * Luka ja, prince nein

    Sira * Kopfschüttel

  17. Meine Favoriten : Mathea, Marta , Anna-Greta, Clara, (Fabyan) Paul Luca, Noah Leandro und Theres

    Josephine Desideria *
    Josefine mag ich nur wenn es deutsch ausgesprochen wird und am besten ohne e am Ende , also josefin. Desideria nicht meins

    Monte * erinnert mich an den Monte Joghurt von Zott

    Anna-Greta * Gefällt mir sehr gut. Greta entwickelt sich zum Modenamen

    Bryce * Nee danke

    Ilay-Noel * ilay finde ich interessant. Noel ist Weihnachten.

    Loris * Junge Mädchen? Ist ok

    Clara Arya * Klara ist einer meiner Lieblingsnamen, aber mit K statt C. Arya = aha

    Yusra * hübsch. für ein südländisches Mädchen vermutlich

    Nikolay * joah ist ok

    Insirah-Sultan * bitte was ?

    Noah-Leandro * gefällt mir

    Daphne Olympia * daphne finde ich ganz ganz schlimm. Olympia bringt das Fass zum Überlaufen

    James Brian * mit englischem Nachnamen ok, brian finde ich nicht schön.

    Fabyan Paul Luca * Fabian zu langweilig ? Paul Luca finde ich klasse

    Leda * Leder?

    Shepresa * da fällt mir nichts zu ein , bin verwirrt

    Jano * Ist ok, zweitname hätte nicht geschadet

    Alara * zu viel A

    Ida Sanne * Ida mag ich sehr , sanne erinnert mich an susanne und den Namen mag ich gar nicht

    Hedi Malou * Hedi finde ich ganz süß , malou würde ich meinen Chihuahua nennen

    Frances Aurelia * frances schlimm , aurelia schön

    Leonardo Nicky * Leonardo gefällt mir, nicky hieß mein Meerschweinchen

    Margo Juli *mit margo kann ich nichts anfangen. Juli klingt nach Abkürzung

    Vivienne * Vivien finde ich besser

    Theres * schön, aber mir fehlt ein zweiter Name

    Mathea Marta * doppeltes M mag ich nicht so, aber einzeln sind es schöne Namen, besonders Martha

    Caisy * mag ich nicht

    Pandora * Schwester heißt Avatar ?

    Millina * nicht mein Fall

    Luka-Prince * Luka ja, prince nein

    Sira * Kopfschüttel

  18. […] heißt ja der Spross von der Youtuberin Bibi.

    In der Rubrik “Promikinder-Namen”, die scheinbar länger nicht aktualisiert wurde, vermisste ich diesen Eintrag.

    […]

    Übrigens wäre es interessant, ob die Namen “Bibi” oder Bianca irgendwie gestiegen sind, seitdem diese Youtuberin ein (Gut, vielleicht eher C-Klasse) Promi geworden ist.

    Ihre Kollegin “Daggi Bee” heißt ja bürgerlich Dagmara…

    [Knud Bielefeld: So viel ich weiß, ist der Name ein Gerücht. Solange der Name nicht von der Eltern offiziell bekannt gemacht wurde, wird er aus rechtlichen Gründen hier nicht gepostet. Ich habe ihn darum aus diesem Kommentar entfernt]

    • Sind Bibis Fans überhaupt schon in dem Alter, in dem sie Eltern werden können?

      War auch mein erster Gedanke.

      Hannes Wader singt in dem Lied „Kokain“ (über eine kollektiv drogenabhängige Familie):

      „Meine Tochter sieht aus wie 30, und sie macht auf 20 – dabei ist sie 8.“

      Hier ist es (wenn Daphnes These stimmt, was möglich ist) vielleicht umgekehrt: Die Mutter ist 20, sieht aus wie 30 – und macht auf 8. 😀

  19. Ja, Noël heißt Weihnachten, das weiß jeder. Aber im Spätmittelalter hatte es die Nebenbedeutung eines Hochrufes – auch außerhalb der Weihnachtszeit.

    Und als alter Bourguignon komme ich davon nicht los. 🙂

    Margarete von Österreich war die Tochter Maximilians I. („der letzte Ritter“) und der Maria von Burgund. Schwester Philipps des Schönen. Sie hat sich zeitlebens mit feurigem Eifer für die Restauration Burgunds eingesetzt. Anton, Großbastard von Burgund, war einer ihrer Verbündeten!

    Als Margarete als ganz junge Frau in den 1490ern (zwei Jahrzehnte nach dem Untergang des Herzogtums Burgund!) in Cambrai eingeritten ist, haben sie die Bürger der Stadt mit dem begeisterten Ruf „Noël!“ begrüßt. Das war in einem Juni!

    Margarete hat ihnen laut zugerufen: „Ne criez pas Noël – mais bien: Vive Bourgogne!“ So ist das vom Chronisten Jehan Molinet überliefert.

    Also so etwa: „Ruft nicht ‚Hoch!‘ – ruft anständig ‚Es lebe Burgund!‘“

  20. @ Mark
    Hier eine Liste:
    Daphne Aurora
    Daphne Clara
    Daphne Cecilia
    Daphne Josephine
    Daphne Laura
    Daphne Matilda
    Daphne Olivia
    Daphne Veronica/Veronika

Schreibe einen Kommentar