Babynamen der Woche 34/2018

Greta * Martina * Max Tobias * Maria * Sam * Carmen * Quirin * Shari (f) * Helena Sonja Ursula * Lion Laurent * Lukas Henry Thomas * Lenja Ilse * Mirella Meryem * Jakob Knut * Constantin Eric * Magnus Gustav * Elisa Charlotte * Bela Johann * Marlene Ruth * Fiete Cornelius * Jonas Freddy * Aylin Eniza * William Karsten * Diana Luisa * William James * Horst * Janka Alia * Deyan Andreeas

Und außerdem …

51 Gedanken zu “Babynamen der Woche 34/2018

  1. Wahlpflicht
    Magnus Gustav * Gustav Magnus klingt flüssiger. Zwei solide, modische, interessante Namen.
    Elisa Charlotte * alles richtig gemacht. Elise bevorzuge ich, aber v.a. Weil ich an den männlichen Elisa aus dem AT denken muss.

    Wild geschüttelt
    ElisE Helena

    Gustav Magnus
    Henry Jakob
    Johann Constantin

    Mein Senf:
    Quirin * ich weiß noch nicht ob ich Q-Namen gut finde. Sie sind oft schön im Klang, mich stört aber dieses Gefühl, dass es etwas gaaaaanz besonderes werden sollte
    Shari (f) * Shari, Shari Lady…
    Lukas Henry Thomas * Thomas Henry wieder!
    Fiete Cornelius * Kann man machen. Fiete mag ich. Und wenn der Bruder Kalle heißt, gefällt es mir noch mehr. Obwohl ich gegen spitznamige eigentlich was hab…
    William Karsten * William James * James macht sich besser. Karsten ist wohl eine Nachbenennung und offenbart, dass es wohl keine große Verbindung zur englischen Form gibt, außer der phonetischen Vorliebe. Willem Karsten wäre eine gute Wahl gewesen, die ich hochgelobte hätte.

  2. Burner der Woche ohne jeden Zweifel:

    Fiete Cornelius.

    Die klassische Hamburger Proleten-Kurzform für einen Friedrich plus ein Ultra-Bionade-Name. Fast so schlimm wie Antke Sophie neulich. Hamburgern kann man offensichtlich nur mit Gewalt ein bißchen Zivilisation beiprügeln.

    Constantin Eric. Cu viele Cs. Und Konstantin ist schon mit K ein Nono.

  3. Wahlpflicht:

    Max Tobias und

    Marlene Ruth ohne Begeisterung für den Zweitnamen (klingt im Deutschen wie ruht, dafür hat er eine schöne Bedeutung und die Kombination ist interessant)

  4. Elisa Charlotte – Ich mag den Namen Elisa wirklich sehr! Ähnlich wie bei Greta ist Elisa zwar eine Kurzform, wirkt aber immer noch seriös und ist als Rufname durchaus akzeptabel. Ich finde es aber gut, dass Elisa noch einen etwas längeren Zweitnamen hat. Das läßt den Namen vollständig erscheinen. Mir würde aus der heutigen Auswahl auch Elisa Marlene gut gefallen.

    Greta – ist so ein “geht immer” Name. Ich denke dabei an eine neunjährige Greta und ich mag sowohl das Mädchen, als auch dessen Familie. Greta ist ein unkomplizierter Name, einfach und klar, man muß nicht nochmal nachfragen, wie schreibt man das usw. Ich hätte Greta noch einen Zweitnamen gegönnt.

    Helena Sonja Ursula – Sonja ist die Mutter oder Tante und Ursula die Oma. (Das würde in die jeweilige Generation passen.) Sonja ist ein Name, den ich auch sehr mag. Ich könnte mir Helena und Sonja auch für Schwestern vorstellen.

    Maria – als einziger Name hat Maria heute sicher seltenheitswert. Maria ist nach wie vor ein schöner Name. Ich gehe mal davon aus, dass es hier um eine christliche Familie handelt.

    Marlene Ruth – Marlene gefällt mir auch gut, sowohl als Rufname, aber auch als Zweitnamen mag ich Marlene. Ruth ist als Zweitname dazu in Ordnung. Ruth könnte die Oma sein. In der Generation meiner Mutter gibt es ab und zu mal eine Ruth.

    Diana Luisa – wieder eine Diana! Diana ist in Ordnung, hat auch eine unkomplizierte Schreibweise. Wie in der letzten Woche, gefällt mir Luisa persönlich besser als Diana, das heißt aber nichts, ist halt Geschmacksache. (Wie gut, dass die persönlichen Ansichten unterschiedlich sind.)

    Carmen – eine gute Freundin von mir heißt Carmen. Carmen ist ein zeitloser, seltener Name, aber trotzdem immer noch bekannt genug.

    Jonas (Freddy) – Tut mir leid, aber Freddy geht auch als Zweitname nicht. Ich möchte aus Freddy einen Frederik machen, dann ist alles okay. Jonas ist auch so ein “geht immer” Name.

    Jakob Knut – Jakob ist ein alter bodenständiger Name. Den Zweitnamen Knut finde ich in Ordnung, klingt mal etwas härter als die gängigen Namen. Als Rufnamen finde ich Knut nur in Norddeutschland gut. Hier in Ostwestfalen würde jeder sofort den Eisbären Knut erwähnen, auch wenn diese Geschichte schon ein paar Jahre zurück liegt.

    Max Tobias – ist sicherlich in Ordnung. Ich mag aber Tobias lieber als Max, einfach weil ich zwei- bis dreisilbige Namen lieber mag.

    Magnus Gustav – das klingt wie ein norwegischer oder schwedischer Prinz. Obwohl ich viele Namen aus Nordeuropa durchaus mag, aber Magnus hat mir noch nie so richtig gefallen, ist mir “too much”. Und Gustav ist zu sehr mit der schwedischen Königsfamilie verbunden.

  5. Diese Woche ist wenig schändliches, aber viel belangloses.

    Mein Lieblinge sind: Quirin, Magnus Gustav, Constantin, Johann, Helena, Charlotte,

    Martina – ich dachte das wäre in den 80ern ausgestorben, totaler 60er, 70er Name. Langweilig

    Maria – viel zu heilig – klingt nach dauerbetender personifizierter Främmigkeit im religiösen Wahn.

    Sam – ist eine Abkürzung, kein Name, außerdem dachte ich immer es muss ein zweiter Name her, wenn er erste das Geschlecht nicht eindeutig kennzeichnet

    Quirin – finde ich bombe. Toller Name, besonders, aber nicht zu besonders.

    Helena Sonja Ursula – Der Erstname ist Top – 2 und 3 hoffentlich nur die Omas, ansonsten grauenhaft.

    Lion Laurent – Lion ist zwar weniger seuchenhaft wie Leon, trotzdem mag ich den Namen nicht. Ich denke sofort an den Lions Club und an Löwe. Ist der Name vielleicht im Bezug auf das Sternzeichen gewählt worden? Laurent ist mir zu französisch, weil es wohl Lauran gesprochen wird.

    Lukas Henry Thomas – den hatten wir doch schon vor ein paar Wochen mal, oder? Keine besonders originelle Kopie

    Lenja Ilse – Der Name wäre ok, ohne dieses bescheuerte J, anstelle des I’s.

    Constantin Eric & Magnus Gustav -Super Namen, besonders Constantin, Magnus und Gustav, Eric ist jetzt nicht so mein Fall, aber passt.

    Elisa Charlotte und Bela Johann – in beiden Fällen die Zweitnamen die schönere, elitärere Wahl, außer man macht aus der Elisa, die mir zu sehr nach Lisa klingt, eine Elisabeth.

    Fiete Cornelius – Der Geschmack der Eltern gepaart mit dem Opa, zumindest klingt es so.

    Carmen, Marlene sind mir zu gewöhnlich.

    Shari – klingt wie Sari bzw. Charivari

    William Karsten, William James – zu Karsten wäre ein Wilhelm passender und William James ist absolut akzeptabel bei entsprechendem Hintergrund.

    Horst – ist mehr Beleidigung als Name. Stichwort: Vollhorst

    Deyan Andreeas – ist das die Abwandlung von Daylan letzte Woche? Andreeas sieht aus wie, wenn die Tastatur kurz stecken geblieben wäre. Definitiv zu überbemüht anders.

    • “Maria – viel zu heilig – klingt nach dauerbetender personifizierter Främmigkeit im religiösen Wahn.”
      Nachdem ich selber so heiße:
      Diese Aussage finde ich hart an der Grenze zur Diskriminierung. Wenn man statt der normalen Schreibweise aber Mariyah oder so einen Quatsch schreiben würde, gäbe es so manche, die sagen würden, oh, das klingt aber interessant, kann man gut machen, mal was anderes etc. etc.
      Im übrigen ist Maria oder Marie ist als klassischer konservativer Name einer der allerallerhäufigsten Zweitnamen – das können nicht alles dauerbetende Frömmler sein!
      Ich verstehe ja nicht ganz, wie so eine Aussage die Zensurschleuse passieren kann.

    • Ich verstehe ja nicht ganz, wie so eine Aussage die Zensurschleuse passieren kann.

      Hart an der Grenze schreibst Du ja selber. Die Zensur schlägt erst zu, wenn die Grenze übertreten wurde 😉

    • Diese Aussage finde ich hart an der Grenze zur Diskriminierung.

      Ich würde eher sagen: an der Grenze zur Geistesschwäche.

      Maria ist nun wirklich *der* Name des Abendlandes, ob man nun katholisch ist oder nicht.

      Amüsanter noch wird die Sache dadurch, daß es den Namen auch im islamischen Kulturraum gibt. Myriam wird heute wohl deshalb so oft vergeben, weil der Name islamisch ist, ohne aber sofort nach Migri zu klingen. Also so wie Adam.

      Maria Theresia ist aber ein Sonderfall. Das hängt halt mit der Kaiserin (die nun freilich Österreicherin war, und keine Bayerin) zusammen.

      Maria und Fritz, das wäre mal ein Geschwister-Paar.

    • Maria ist aber mein Rufname, die Theresia taucht nur in offiziellen Schriftstücken auf. Die Kaiserin hat aber bei meiner Namensgebung keine maßgebliche Rolle gespielt, da meine Familie zum einen nicht aus Österreich stammt, andererseits der Zweitname bei uns mittlerweile mindestens in der 4. Tochtergeneration vergeben wurde.

    • Knud: “Hart an der Grenze schreibst Du ja selber.”

      Wie bitte? Was wäre bitte an meinem Beitrag nicht in Ordnung bzw. “hart an der Grenze”???
      Aber gut, ich verstehe schon, nachdem ich dir z.B. den Tip mit einer eigenen sehr erfolgreichen Namensberatungs-Rubrik gegeben hatte, kann ich jetzt gehen. Ich wurde ja vor einigen Wochen hier schon quasi rauskatapultiert, als völlig harmlose Beiträge auf der Müllhalde (oder wie das Ding hieß) landeten. Kaum schreib ich mal wieder einen Beitrag (über meinen eigenen Namen übrigens), – und wo hätte ich hier eine Grenze fast überschritten? – geht es schon wieder los. Habt mich doch alle gern.

    • In Äthiopien übrigens (und wohl auch in benachbarten Gegenden Ostafrikas) war der Maria-Theresien-Taler bis weit ins 20. Jahrhundert hinein die harte Währung, sozusagen die Devise. Das habe ich zuerst bei Asfa-Wossen (nämlich in seiner Haile-Selassie-Biographie) gelesen, aber es stimmt offensichtlich.

    • Ich pflichte Maria Th. bei – für meinen Geschmack kommt hier viel durch. Ich möchte gar nicht wissen, was noch so geschrieben und zensiert wird. Ich kann mir manchmal nur an den Kopf fassen: “Seuche” – “Asylant” um nur zwei Beispiele zu nennen.

    • Na, ich empfinde evangelisch-landeskirchliche Name à la Barbara, Ruth, Judith, Marthe, Cecilie etc. als erheblich schimmer. Klingt für mich wie ‘ne 50jährige Tante mit Henna-Haaren und ohne Kinder.

      Was ist denn nun an dem Wort „Seuche“ so dramatisch?

    • @Maria Th.: Wie ich das lese, hat Knud dich bloß zitiert, weil du die Worte “hart an der Grenze” zuerst gebraucht hast. Dass dein Beitrag nicht “hart an der Grenze” IST, versteht sich doch von selbst 🙂

    • @ Annemarie:
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass Knud über die Anwendung von Anführungszeichen bei Zitaten im Bilde ist. Nachdem er sie nicht verwendet hat, als er die Antwort an mich schrieb, hat er mich also nicht zitiert, sondern sein Satz bedeutet einfach, dass ich selber hart an der Grenze geschrieben hätte. Und das stimmt einfach nicht, dagegen habe ich mich gewehrt.

    • Es ist so wie Annemarie schreibt. Ich meinte nicht, dass Dein Beitrag hart an der Grenze ist. Ich meinte, dass Du geschrieben hast, dass der Beitrag von Cecilia hart an der Grenze ist. Weil ich nicht wörtlich zitiert hatte, hatte ich auf Anführungszeichen verzichtet.

    • @Jan:
      Lion ist zwar weniger seuchenhaft wie Leon” – ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn man seine Meinung und seinen Geschmack äußert. Etwas als Seuche o. Ä. zu bezeichnen zeigt für mich, dass andere Sichtweisen nicht toleriert werden.
      Ich würde mein Kind auch ne “Leroy Horst” oder so nennen, dennoch glaube ich, dass die Eltern von einem Leroy Horst dem Kind nichts Böses wollten und es gut meinten.

    • @ Marthe

      Mal ganz abgesehen davon, daß ich den Begriff „Seuche“ nicht verwendet habe (und wenn ich das hätte, dann hätte ich nicht „als“ und „wie“ verwechselt): Ich halte ihn für vollkommen legitim und auch für angemessen zur Charakterisierung von gesamtgesellschaftlichen Problem-Namen wie Leon, Sophie oder Mathilde.

      (Schade eigentlich um den Löwen, schade vor allem um die historische Provinz Spaniens. Aber das gehört nicht hierher.)

      Ein Kernproblem des Linksliberalismus: Man glaubt, gesellschaftliche Mißstände abschaffen zu können, indem man andere Begriffe für sie erfindet.

      Ich würde mein Kind auch ne “Leroy Horst” oder so nennen

      Hö. Mein Vater hieß Horst. Und ich weiß bis heute nicht, was ich von den beiden (also dem Vater und dem Namen) halten soll.

    • @Maria Th.
      Lass dich nicht ärgern! Schön, dass du hier mal wieder schreibst.

      zu Maria
      Ich bin selbst moderat katholisch und habe noch was mit der Kirche zu tun. Ich bin aber trotzdem nicht wer weiß wie fromm. Aber ich freue mich hier über den Namen Maria.

      Maria Theresia – so hieß auch meine Oma. Das hatte aber nichts mit der österreichischen Kaiserin zu tun. Maria und Theresia waren Namen aus der Familie, beide Namen waren früher sehr häufig.

      zu Miriam/Mirjam
      Mir wurde mal erklärt, dass Miriam ist die hebräische Form von Maria sei. Und Maria ist griechisch/lateinisch. Vermutlich wurde Maria, die Mutter Jesu, auch Miriam gerufen. Eine Miriam feiert auf Maria ihren Namenstag. Die arabische Form ist Mariam.

      @Jan
      Die von dir genannten Namen Barbara, Judith und Ruth sind nicht typisch evangelisch. Diese Namen gibt es auch in katholischen Familien. Was die Vornamen betrifft, gibt es zwischen den beiden Konfessionen wenig Unterschiede. Es gibt wohl eher regionale Unterschiede.

    • @Jan: ich hatte dich ausnahmsweise 😉 mal nicht gemeint. Ich versuchte allgemeine Beispiele zu finden.
      Ich würde mich freuen, wenn die Bewertungen und Kommentare zu Namen als eigene Meinung dargestellt und nicht absolutiert werden. Über Geschmacklässt sich meiner Meinung nach doch streiten, aber Geschmack ist nicht nur bösartig oder wohlwollend. “Friedrich Paul Constantins” Eltern wollten für das Kind das beste, genau wie “Franz Ferdinands”, “Jaspers” und “Selena Michelles” Eltern.
      Vor 10 Jahren hätte ich noch ganz andere Namen gut, schlimm oder abgehoben gefunden.
      Über Meinungen, gerne auch extreme, freue ich mich, da das die Diskussion am Laufen hält und für mich inspirierend ist. Der Grad zum beleidigenden Ausdruck ist da, wie schön festgestellt, manchmal sehr knapp.

    • Na, ich würde wirklich lieber Jasper oder Johnny Jaecki heißen als nun ausgerechnet Friedrich Paul Constantin.

      Als Unterschichtler darf ich mir wohl das Urteil erlauben: Die Mittelschicht stolpert sehr leicht über ihre eigenen Füße.

      Also: Gloria Prudentia Hermenosa Viktoria – das geht. Aber Antke Sophie – das geht eben nicht.

      Nope, über Geschmack läßt sich nicht streiten. Weil es halt nur einen gibt.

    • Maria Th: weiß zwar auch nicht was Knud wirklich gedacht hat, aber verstehe dich.
      kennst du das Buch in dem geschrieben steht wie eine Frau sich nach mehreren Stunden Vernehmung doch überzeugen ließ ein belegtes Brötchen(Schinken) zu verzehren.?
      in Klammern Schinken. anscheinend eine wichtige Information gewesen aber dann doch nicht so sehr wichtig. dadurch dass es in Klammern gesetzt wurde fällt es dann aber besonders auf. doch wichtig.
      naaaaaaaa was ist das für ein Buch?
      Maria finde von der Liste oben einer der besten Namen. nicht zu viel drumherum gebastelt und trotzdem schön.

    • @Maria Th.
      Hätten Sie sinnerfassend gelesen, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass ich geschrieben habe, der Name “Maria” KLINGT für mich, wie… d.h. er ruft dieses Bild vors geistige Auge.
      Ihre verbale Anklage wäre jedoch nur dann zutreffend und gerechtfertigt gewesen, wenn ich geschrieben hätte: “Marias SIND…” Folglich ist Ihr Beitrag kapitaler Nonsens, aber dass Sie offensichtlich nicht besonders begabt im sinnerfassend lesen sind, erklärt der verbale Rundumschlag gegen Knud. Der antwortete nur auf Ihre Aussage, kritisierte sie jedoch keines Falls.
      Ich kenne und mag auch einige Marias und Maries, trotzdem finde ich diesen Namen in all seinen Varianten einfach schrecklich – hat nämlich nichts mit der Person selbst zu tun. Ich mag Menschen ausschließlich auf Grund ihres Charakters und nicht wegen ihres Namens!

      @Marthe
      Die Einzige, die hier ein Problem mit dem Tolerieren zu haben scheint, sind wohl eher Sie, denn nicht ich störe mich an Ihren Formulierungen, sondern Sie an meinen. Es geht doch hier darum die Namen aus der eigenen Sicht zu beurteilen und nicht darum, dass mit der Aussage alle Menschen zufrieden gestellt werden. Sie finden mit Sicherheit etwas anderes schön, interessant und inakzeptabel als ich, dass ist auch ihr gutes Recht, solange Sie nicht Ihre Ansicht auf mich übertragen und dann als meine darstellen.
      Auch wenn ich vermute, dass sie mich extra missverstehen, erkläre ich Ihnen gerne das Wort “Seuche”
      “Seuche” gilt NICHT als Synonym für schlecht, sondern für häufig, zumindest in meiner “Welt”. Ich finde einfach die Vorstellung grauenhaft, wenn man am Spielplatz, im KiGa etc. sein Kind ruft und sich 15 Kinder umdrehen.

      Das Einzige, das wirklich intolerant ist, sind Menschen, die ihren Mitmenschen untersagen wollen sich weiterhin in Worten auszudrücken, in denen sie sich seit jeher ausdrücken – ohne dass irgendjemand “beleidigt” gespielt bzw. Diskriminierungsalarm ausgerufen hat, weil es bis vor wenigen Jahren nicht modern war, die Sprache bzw. die Äußerungen von Mitmenschen nach der eigenen niedrigen Toleranzgrenze zu zensieren.

    • @ Tschetschilia is Tetschni 🙂

      Die beste und einfachste Methode, in ein Blog (oder sonstwo online) giftige Stimmung einreißen zu lassen, ist das „Sie“.

      Anfangs (Nuller-Jahre) habe ich mich auch über das damals im Netz allgegenwärtige „Du“ aufgeregt, klar. Aber dann kamen die Schulmeister auf Spiegel-Online und FAZ.net mit ihrem notorischen „Sie“, das irgendwie „fein” klingen sollte. Und es wurde alles noch viel schlimmer.

      Dieses neu-internetische „Sie“ ist falsch, blöd, vulgär und pöbelhaft. 🙂

      (So – und das sage ich Dir nun nur in Klammern, sozusagen von rechts nach rechts gesprochen: Du schießt Dich auf die Falschen ein. Vraiment.)

      Und Schleimerei gegenüber dem Blogger, um Disse zu kaschieren, war, ist und wird immer eines bleiben – nämlich Arschwischpapier.

    • Ich finde einfach die Vorstellung grauenhaft, wenn man am Spielplatz, im KiGa etc. sein Kind ruft und sich 15 Kinder umdrehen.

      Hö. Ich finde eher die Vorstellung grauenhaft, daß sich dann *nicht* mindestens, na, sagen wir, 10 umdrehen. Weil halt die Mami mal wieder „kreativ“ sein wollte und sich was Eigenes einfallen lassen hat. Papi schafft das Geld ran, Mami ist kreativ. Und die Blagen heißen dann Sinterklaas, John Boy oder Wilhelmine.

      Wo kommt der Name Jesus (also „Jeschuach“ oder so…) her? Vermutlich auch dadurch, daß sich Mutter Maria mal kreativ austoben wollte, während Josef für den Familien-Unterhalt gesorgt hat.

      @ Cecilia, Marthe, mgl & Maria Th.
      Es ist einfach sauschwer, sich zu entscheiden, ob man rechts oder links sein möchte. (Nur bitte nicht liberal.)

      Wo ist eigentlich Mark? (Na, in Schwaben, klar. Hartes Schicksal halt.) Und Rebecca Sophie, die nicht Becky genannt werden wolle?

    • Klaas. der Satz mit Arschwischpapier hat mir mal wieder bestätigt dass du einfach weißt was du machst und damit ein Herr von Qualität bist. Schulter!
      achja und sich zu entscheiden welche Richtung man sein will setzt zunächst mal voraus dass man die Richtungen kennt, also weiß was sie bedeuten und das wiederum setzt voraus dass es überhaupt Richtungen gibt. also klar definierte Sachen.
      in manchen Sprachen wird ja auch blau und grün nicht unterschieden, man denkt einfach das gehört zur gleichen Farbe.
      schwurbel schwurbel mgl.
      und noch zum Jeschua: damals gab es vermutlich noch keine festgelegten Namen und man kannte auch nur Namen von Bekannten oder hat sich welche ausgedacht. Maria die Mutter von Jesus war doch damals erst so 13 Jahre alt oder 14, 15,…
      hat vermutlich noch nicht so viele Namen gekannt.
      MTh: schreib wieder mit. du kennst doch immer so viele Bücher.

    • Mein Gott, Laetitia …

      Im Russischen wird auch kein Unterschied zwischen grün und blau gemacht – es ist alles „sinij“. Komisch eigentlich, da andererseits rot doch im Russischen so kraß aufgeladen ist. Ich habe das nie ganz verstanden. Immerhin: Diese (jene?) Sprache wird immer noch von mehr als 100 Millionen Leuten als Muttersprache gelernt. Man kann das nicht ignorieren.

      Und in der russischen Landschaft dominieren ja gerade die dunklen Grüntöne.

      […]

      Nein, es gibt diese Richtungen wohl originär nicht. Aber sie sind halt im Volksbewußtsein präsent. Schaust Du Dir Tagesschau von gestern obend an. Und ansatzweise sind sie gar auch erklärungskräftig. (Trotz der Tagessschau.)

      Oder die Gentry-Stadtteile in deutschen Großstädten: Was sagt die grüne Spätgebärerin? „Ich bin ja auch vor allem links.“ Genau dadurch werden die besten und unabhängisten Köpfe immer wieder den Rechten zugetrieben. „Wer mit zwanzig kein Rechter ist, hat kein Hirn. Wer es mit fünfzig immer noch ist, hat kein Herz.“

      Wir Linken dürfen den Begriff „Linke“ nicht den Rechten überlassen! Die deutschen Natsbollis werden aber wohl nie den Schneid der russischen entwickeln.

    • Ich lese da keine Diskriminierung. Da lassen andere hier ganz was anderes vom Stapel. Dazu habe ich von dir bisher keinen Kommentar gesehen, der Diskriminierung o.ä. schreit. Mir scheint, du fühlst dich einfach nur persönlich angegriffen.

  6. Jonas Freddy – Jonas ist ein in den letzten zwei Jahrzehnten häufig gebräuchlicher Name, der mir nicht besonders zusagt und Freddy ist eine Frechheit. Einen Hund kann man Freddy nennen, aber kein Kind, auch nicht mit Zweitnamen. Alfred, Frederik, egal, aber bitte nicht Freddy.

    Jakob Knut – Jakob ist momentan etwas verbraucht, auch wenn der Name an sich zeitlos ist und Knut muss man mögen. Meins ist beides nicht, ähnlich verhält es sich mit Max Tobias. Max ist auch etwas zu häufig und Tobias ist mir als Männername zu kindlich.

    Diana Luisa – Diana scheint ja zur Zeit in Mode zu sein. Letzte Woche gab’s ja schon eine Diana Laura. Klanglich finde ich Diana Luisa besser, aber ich find von beidem kein großer Fan. Bei Diana denke ich durch die englische Aussprache und dem tragischen Ende von Lady Di, an “die”, das englische Wort für stirb.

    Greta – ich mag den Namen total gerne, obwohl er eine Abkürzung ist, aber Greta gefällt mir einfach viel besser als Margaret(h)a. Sehr geschmackvoll und nicht zu häufig. Schade, dass es keinen Zweit- bis Drittnamen gibt.

    ergänzend zu Constantin Erik – Constantin Friedrich hätte ich besser gefunden, – kurz erklärt: Erik als Kurzform von FredERIK und Friedrich ist die deutsche Form. Hätte dem Namen einen edlern Touch verpasst.

  7. Wieder erfreulich viele Namen, die nicht nach Bastelkeller aussehen.

    Martina – Zeit, den Namen wiederzubeleben. Es muss ja nicht immer Mathilda sein.
    Magnus Gustav – sehr skandinavisch, aber auch hierzulande gibt’s genug Ortsheilige “Magnus”
    Maria – solitär eine Ausnahme
    Elisa Charlotte – eckt nirgends an, finde ich aber ziemlich langweilig
    Jakob Knut – ich würde auf eine Nachbenennung beim Zweitnamen tippen
    Marlene Ruth – gefällt mir sehr gut
    Helena Sonja Ursula – sicher auch zwei Nachbenennungen, wobei mich die Sonja etwas stört. Ein Name, der mir noch nie gefallen hat. Ursula hingegen verdient m.E. eine Renaissance.
    Horst – der wird garantiert NIE einen Namensvetter in KiGa oder Schule haben. Ich habe immer noch Eberhard Feiks “Horst!” im Ohr – der Einzige, der Schimanski beim Vorname nannte…

    William Karsten, William James – ein bisschen viel William, wobei letzterer englische Muttersprachler als Eltern haben könnte, dann ist es in Ordnung, Karsten lässt aber Übles vermuten. William ist nunmal ein Name, den die wenigsten deutschen Zungen passabel hinkriegen.
    Janka Alia – lässt mich an einen Janker denken, und Alia? Hm…Ist das wirklich ein Name?
    Jonas Freddy – Jonas ist abgenudelt und Freddy gehört auf den Spiel/Sportplatz und nicht auf die Geburtsurkunde.
    Aylin Eniza, Deyan Andreeas – klingt sehr selbstgebastelt. Oder weiss jemand, wo die herkommen könnten?
    Fiete Cornelius – dann bitte gleich Fiete Conny!
    Sam – Als “Säm” klingt es scheusslich, und als “Sam” nicht weniger. Englische Muttersprachler hätten doch sicher Samuel gewählt.
    Lenja Ilse – Lenja mag ich genausowenig wie Ronja, Anja oder Sonja (s.o.), und Ilse (Nachbenennung?) ist auch nicht gerade die schönste Version von Elisabteh.

  8. Ich bin mit vielen Kommentaren heute einverstanden und versuche nicht alles zu wiederholen.

    Meine Lieblinge: Max Tobias * Carmen * Jakob Knut * Constantin Eric * Magnus Gustav (lieber Gustav Magnus) * Elisa Charlotte * Diana Luisa

    Sonstiges:
    Helena Sonja Ursula – Ich verstehe nicht was man gegen Sonja haben könnte. Ja, war früher sehr bekannt, vielleicht noch nicht lang genug her für Renaissance, aber an sich doch wohlklingend und eine Alternative für Sophia. Ursula hingegen finde ich weniger attraktiv.

    Mirella Meryem – M&M, doppelt gemoppelt und einfach Miriam als Einzelname hätte mir besser gefallen.

    Schublade auf: Deyan Andreeas * Horst * Janka Alia * Lenja * Lion

    Eigene Kombinationen (zufälligerweise nur männlich):
    Eric/Erik Tobias
    Thomas/Lukas Gustav oder umgekehrt Gustav Thomas
    Magnus Constantin
    Jakob Cornelius
    Karsten/Lukas Johann

    • Ich empfinde Janka nicht als schubladig und Alia zieht den Namen auch nicht so runter. Janka Luisa wäre eigentlich ganz nett.

      Geschüttelte Lieblingskombis aus den heutigen Namen: Johann Tobias und Luisa Marlene

    • Empfinde ich Janka auch nicht als Schublade.

      Dann schon eher Jan. Kann Name Fluch und Verwünschung sein.

      Winsche ich uns aallen eine wunderschäne gutten Tag!

    • Neuhier und Astrid
      Die Kombi Luisa Marlene finde ich ebenfalls sehr schön. Da haben wir einen ähnlichen Geschmack.

      zu Janka Alia
      Der Name ist nicht “schlimm”, aber irgendwas stört mich.
      Janka – Es gibt die häufige Jana und die seltene Janika, aber eine Janka ist mir noch nie untergekommen. Bezüglich der Schreibweise und Aussprache dürfte Janka aber keine Probleme bekommen.
      Alia – Ist das eine vereinfachte Schreibweise von Aaliyah? Oder eine Verkürzung von Alina? Ich finde Alina auf jeden Fall besser als Alia oder Aaliyah.
      Janka Alina hätte mir besser gefallen, oder Jana Alina. (Auch wenn Jana ein einfacher, vielleicht auch langweiliger Name ist, finde ich Jana ganz in Ordnung.)

    • (Also, mein Gequatsche von gestern nachmittag und gestern abend bäte ich einfach mal freundlichst, in den Rundordner 13 reintreten zu wollen. Ich war sturzbetrunken.)

      Ich bliebe aber dabei, daß Alia eigentlich kein Vorname ist. 🙂

      Was haben wir dann da?

      – Das Alia, also „die Anderen“, der Latinos.
      – Der Knoblauch. (Aliumm Sativa.) Und alle anderen Lauchgewächse, bis hin zum Porree und zum Schnittlauch. So zum Beispiel auch die banale Küchenzwiebel – Aliumm Cepa.
      – Das Aliyah der Hebräer – also „die Erhebung“, die Einwanderungswellen nach Israel/Palästina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

      Also: Alia ist als Vorname meines Erachtens einfach ’ne Fehlzündung.

  9. Greta: definitiv einer der besseren Trends, aber schade, dass von den “alten” Mädchennamen hauptsächlich nur solche in sind, die auf -a enden, bevorzugt zweisilbige. So kenne ich an Babys eine Emma, eine Elsa und eine Mathilda. Ähnlich bei den Jungen, da kenne ich einen Theo. Wirkt auf mich ein bisschen, als wollten die Eltern halt “Retro-Namen” vergeben, aber nur solche, die ins gängige Muster passen. Vielleicht dauert es aber ja nicht mehr lange, bis Namen wie Adelheid wieder aufkommen.

    Martina: Ich dachte auch an 60er/70er Jahre, aber was soll’s, ich finde den Namen toll.

    Sam: Alle Namen, die mit Sam- beginnen, die mir einfallen, gefallen mir nicht: Samantha, Samira, Samia, Samuel (der geht eigentlich, mochte ihn früher nicht), Samson. Zudem mag ich keine englischen Namen ohne entsprechenden Hintergrund, da sie, wie ich finde, oft schlecht mit der deutschen Sprache harmonieren. Und ich mag keine kurzen Namen. Drei Buchstaben bzw. eine Silbe ist für mich entschieden zu kurz.

    Carmen: ist für mich durch die Carmen aus der Oper Carmen nicht so positiv besetzt.

    Quirin: mein Favorit diese Woche

    Magnus Gustav: schlecht kombiniert mit dem “nus Gus”

    Diana Luisa: einer meiner Favoriten diese Woche

    Horst: ein alter Name, der meinetwegen nicht wiederkommen muss

    Deyan Andreeas: Dejan kommt meines Wissens aus dem slawischen Sprachraum. Die Schreibweise mit y finde ich daneben. Was es mit den zwei e in Andreeas auf sich hat, möchte ich auch mal wissen.

  10. @Neuhier Ich mag deine Kombination Luisa Marlene sehr 🙂

    Janka Alia klingt für mich persönlich unvollendet.

    Janka fühlt sich für mich einfach weniger wohlklingend/weiblich als z.B. Bianca an, obwohl das nicht unbedingt meiner Lieblingsname ist.

    Alia hingegen klingt weiblich, aber auch da scheint etwas zu fehlen. Alina oder Alida hätten mir besser gefallen.

    Jana Alida kann, obwohl auch da noch a auf A stößt.
    Alina Bianca ist auch hübsch meiner Meinung nach.

    • Alia, Olia e Peperoncini?

      Et alii.

      Allium Sativum und Charlotte Knoblauch.

      Strampede mi a la mi presente al vostra signori.

      Wie wär’s mit Jankus? Oder mit Jankis auf Lettisch. Jankis Kasparis Guilelmis.

  11. Dankeschön für die Rückmeldung zu Luisa Marlene. Was sagt ihr zu Johann Tobias? Irgendetwas stört mich bei dem auch, wahrscheinlich das zweimalige lange O der ersten Silbe. Jan Tobias ist dagegen ein Name, den ich mir auch vorstellen könnte zu vergeben – beide Namen gesprochen.

    Zu Janka: ich hatte eine in meiner Stufe, dafür fällt mir keine Bianca oder Janika ein. So richtig ist es nicht mein Name, aber er hat Profil und ist nicht gewollt fremd.

    Zu Jana: der Name hat als einzig richtige Vokale zwei lange A und auch keine aufregenden Konsonanten – peppig ist was anderes (Vorläufer der modernen LaLeLu-Namen?!). Dennoch mag ich ihn – er ist so schlicht und vertraut.

    • Johann Tobias
      Das passt klanglich schon zusammen. Die beiden o wiederholen sich am Wortanfang. Johann ist ein traditioneller, alter Name. Tobias ist zwar aus dem AT, gilt aber im Christentum als völlig normal, (ähnlich wie Daniel). Die beiden Namen ergänzen sich gut. Johann, als Rufname ist in den letzten Jahren wieder modern geworden.

      Ich persönlich würde eher Johannes anstatt Johann nehmen und würde Tobias nach vorne setzen. (also Tobias Johannes) Aber nicht, weil ich Johann nicht mag, sondern weil mir Johannes vertrauter ist. In meiner Region heißt kaum jemand Johann. Johannes ist auch ein Name aus meiner Familie, auch deshalb würde ich eher Johannes nehmen. Tobias ist ein schöner Rufname, einer meiner Lieblingsnamen.

      Jan Tobias
      Das kann man sicherlich machen. Aber zu Jan würde ich was nordisches kombinieren. Jan Erik oder Jan Henrik gefallen mir gut. Die passen vom Stil her zusammen und lassen sich gut zusammen rufen.

    • Himmel, Arsch und Zwirn! Kann nicht mal einer die Ösis und die Sportler auf Wikipipi ausrotten?!

      Tobias Angerer (* 1990), österreichischer Naturbahnrodler

      Na geil. 😀

      Im Ernst: Florian, Daniel und Tobias scheinen mir ganz typische Vornamen der „Generation nach mir“, also der Leute, die heute so um die vierzig sind. An Mädchennamen fiele mir übrigens nichts so Archetypisches ein. Das ist vielleicht einfach Macho-Denke: In Frauen sieht man immer das Individuum – in Männern nur das Kollektiv, das auf einmal immer gleich heißt und immer jünger wird. Eben Florian, Tobias oder Daniel. Wie Thorsten und Michael in meiner Zeit.

    • Jan
      Da hast du Recht, Tobias, Daniel und Florian sind etwa ab Ende der 70er häufiger geworden. Aber Daniel hat es vereinzelt Anfang des 20. Jh. in katholischen Familie gegeben. (Von einem weiß ich, kann aber ein Einzelfall gewesen sein.)
      Diese Namen sind inzwischen recht zeitlos. Ein Tobias kann 35, 13 oder 2 sein.

      Und die Mädchen hießen Julia, Katharina, Sarah, Annika, Stefanie, Melanie, Christina, Judith, Verena … so ungefähr jedenfalls. Stefanie gab es auch schon in den 60ern und Katharina wurde um 1980 wieder entdeckt.

    • Und die Mädchen hießen Julia, Katharina, Sarah, Annika, Stefanie, Melanie, Christina, Judith, Verena

      Mareike,

      ich habe gerade den Roman „Gott schützt die Liebenden“ von Johannes Mario Simmel gelesen.

      (Warum liest eigentlich niemand mehr Simmel? Antiquare nehmen das/den bei Haushalts-Auflösungen nicht mehr mit. Schade. Zumindest um die frühen Romane.)

      Et bien. Das Buch ist 1957 erschienen (vermutlich zur Buchmesse in Frankfurt). Es spielt im späten Winter 1955/56 und im Frühling nämlichen Jahres 1956.

      Die männliche Hauptfigur, der Ich-Erzähler, heißt Paul. Damit würde er heute auch nicht auffallen. Die weibliche Hauptfigur hingegen heißt Sibylle – bzw. sie hat sich nach dem Krieg in Sibylle umbenannt. Sibylle wäre heute ein Tanten-Name wie Sabine oder Regina. (Nur schwieriger zu schreiben.) Vorm Krieg und im Krieg hieß die Frau Viktoria.

      Ich bin mir sicher, daß Simmel als sehr kluger Trivial-Autor da den richtigen Instinkt gehabt hat: Eine als „noch jung“ (so Mitte dreißig) Gezeichnete sucht sich als Tarnnamen einen Modenamen ihrer eigenen Tage, eben der späten 1950er. (Die Romanfigur kann unmöglich als jünger als anfang bis mitte dreißig gedacht werden, muß also in den frühen 20ern geboren sein.)

    • Ein typischer weiblicher Vorname von Frauen um die 40 +/- 5 Jahre ist für mich Susan, Susann, Susanne. Kenne viele in der Altersgruppe, dafür keine Jüngeren und keine Älteren. Und die ganzen -ela Namen (Daniela, Manuela, Michaela) Und die von Mareike bereits benannten Melanie, Stefanie und Judith.

      Florian und Tobias sind ganz sicher keine typischen Namen der genannten Generation. Die kommen selbst jetzt noch in nennenswerter Anzahl vor. Nur bei Daniel ist es auch nach meinem Empfinden so.

    • neuhier

      Ich habe ja auch gemeint, dass die genannten Namen ab etwa Ende der 70er beliebt wurden und danach nie wieder ganz verschwunden sind. Es sind zeitlose Namen ab einem Alter von 40 Jahren und jünger.

      Stimmt! Eine Susanne stammt aus den 60ern und 70ern, ist selten jünger.

      Ein 70er-Jahre-Name ist auf jeden Fall Nicole. (Ich hatte vier Nicoles in meiner Klasse und vier mal Stefanie.)

      Jan

      Mein Vater besitzt Bücher von Johannes Mario Simmel. Ich habe sie selbst nie gelesen. Schreibt man nun Sibylle oder Sybille? Ich weiß nicht, was richtig ist. Der Name ist aber selten, zumindest kenne ich keine Sibylle persönlich.
      Viktoria würde heute auch nicht weiter auffallen. Aber in den frühen 1920er Jahren muß Viktoria eine Seltenheit gewesen sein und in den 1950er Jahren erst recht.

    • Sibylle ist wirklich ein Geister-Name: Kein Mensch kann sich merken, wie er eigentlich geschrieben wird oder jemals geschrieben wurde. (Außer offenbar die Eltern von Sübülle Rauch und von Sibil Keckili.)

      Heinrich von Sybel hingegen war ein sehr wichtiger deutscher Historiker. Seine Büste steht bis heute in der Vorhalle des Niedersächsischen Staatsarchivs (Hintereingang.) Der Sybel-Ficker-Streit hatte bis in unsere damaligen Tage seine Bedeutung.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Sybel

Schreibe einen Kommentar