Babynamen der Woche 27/2018

Teo Johnston * Dorisa * Fabian Luca * Ida Malea * Benicio Alexander * Serafina Deus Aura * Trayna * Marie Martina * Reychell * Darius Kevin * Herolinda * Maliya Larissa * Natalia Bogdana * Gent * Robert Julian * Mirella Lou * Gisele * Kiyan * Vivien Maria Celina * Tymon * Malia Lilou * Cassiopeya Jeane * Ben Lennox * Joutaro * Willi Matheo * Kimi David * Hira * Ludwig Eduard * Sia Paulina * Naara Grace

Und außerdem …

27 Gedanken zu “Babynamen der Woche 27/2018

  1. Serafina Deus.
    deus ist doch männlich?. bedeutet Gott. oder gibt es noch eine andere Bedeutung die ich nicht kenne? eine andere Sprache oder Zusammenhang?
    Gent habe ich noch nie gehört. oder wieder vergessen.
    vielleicht war Gert gemeint.
    Gert wäre als Name ok. derzeit sind irgendwie werden so viele weichliche oder gebastelte männliche Vornamen vergeben. wenn man einen alten Namen vergibt möchte man dann auch nicht in die Schublade “Retro-modebewusst” eingeordnet werden.

  2. Zu Gent fällt mir sofort die Stadt in Flandern ein. Im Spätmittelalter war das ein ganz fetter Happen – Gent und Antwerpen als Hafenstadt waren gleichsam Vorgänger Brüssels und Amsterdams. Die Burgunderherzöge Philipp der Gute und Karl der Kühne haben Krieg um und gegen gegen Gent geführt.

    Der Ernstzunehmende Babyname der Woche scheint mir heuer recht eindeutig Ludwig Eduard zu sein. Sicher auch noch noch die etwas bürgerlichere Marie Martina. Bei Robert stört mich das quengelig-neudeutsche Julian.

  3. Teo Johnston ist übrigens der Sohn von unserer Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig und dem Beachvolleyball-Bundestrainer (Es stand in der Zeitung, wie der Kleine heißt.).

  4. Herlinde gab es in meiner Klasse, Herolinda soll im Albanischen nicht selten sein, für mich klingt es Altdeusch, aber ok. Serafina heißt eine Kindergartenfreundin meines Enkels, nicht mehr völlig ungewöhnlich, Deus Aura dazu, das ist mir zuviel des Guten.Gisele fehlt ein Accent, so wirkt es falsch. Probleme habe ich mit Maliya (Larissa, geht noch), Mirella Lou, Malia Lilou, Sia(Paulina, geht so) und Naara Grace. Trayna gefällt mir vom Klang her nicht. Nathalia Bogdana passt, beides russisch, Bogdana hat die gleiche Bedeutung wie Dorothea. Dorisa kenne ich als Dorissa.Schwer tue ich mich mit Kiyan,Tymon, Joutaro, Lennox, Reychell. Willi hätte ich William genannt, so hieß mein Großvater oder Wilhelm, gibt es jetzt auch wieder. Kimi ist soviel ich weiß Finnisch, vielleicht Norden vergebbar, klingt bisschen zu niedlich für meine Ohren.

    • Ich finde es nicht schlimm, dass Gisele keinen Accent hat. Es ist (durch Gisele Bündchen?) gängig, nicht Gise-le zu sagen. Ich denke nur an Korrespondenzen mit Krankenkassen und Behörden – i. d. R. können die mit èëé nichts anfangen. Da würde ich mich als Gisèle dann immer aufregen.

  5. Es gibt wenig vernünftiges heute.
    Gent ist wie schon gesagt eine Hafenstadt in Belgien und kenne ich nicht als Vorname.

    Um nicht alles zu wiederholen, was schon besprochen wurde:

    Cassiopeya Jeane : Cassiopeya als Symbol der Eitelkeit oder einfach himmlisch? Nicht so mein Fall. Jeane gefällt mir besser. Namen umdrehen würde ich vorschlagen.

    Serafina Deus Aura : zu religiös für mich.

    Wahlpflicht:
    Fabian Luca (obwohl Luca für mich mehr ein Italiener ist, mit solchem Nachnamen aber keine Einwände)
    und
    Vivien Maria (ohne Celina)

    Geschüttelte Möglichkeiten:
    Ida Paulina oder Ida Martina
    Mirella Pauline
    Alexander oder David Eduard
    Theo Robert (Theo eindeutig mit h)

  6. Ludwig Eduard ist schön. Lud- von althochdeutsch hlut = laut; “laut” im Sinne von “berühmt”; “wig” = “Kampf/Kämpfer.” Ein urtypischer germanischer Name, der sich über die Jahrhunderte besser hielt als die meisten anderen germanischen Namen und in dieser Hinsicht in der gleichen Liga mitspielt wie Wilhelm, Friedrich, Karl und Heinrich. Finde ihn gut. Eduard ist eigentlich altenglisch eadweard/Edward, vermittelt durch das Französische Edouard, aber schon lange in Deutschland eingebürgert und irgendwie eine interessante Ergänzung zu Ludwig. Die urdeutsche Form wäre Otwart. Interessant finde ich, dass der Name auch in Italien so beliebt war, als Odoardo/Eduardo.

    Natalia Bogdana–Natalia ist ja in vielen Teilen Osteuropas sehr verbreitet, und Bogdan (männlich)/Bogdana (weiblich) finde ich einen sehr schönen slawischen Namen. Bogdana ist mir vor allem durch meinen Kontakt mit Rumänien sehr geläufig. Was mich davon abhalten würde, in Deutschland einen Sohn Bogdan zu nennen, wäre die deutsche Verhärtung der weichen Konsonanten, wo dann schnell Bockdan aus diesem sonst so schönen Namen wird.

    Gisele–da heutzutage auf A endende altdeutsche Namen wieder gehen, wie z.B. Emma, Ida und Frieda, könnte doch eigentlich auch der schöne Name Gisela wiederkommen. Stattdessen eine Gisele–für ein Mädchen mit frankophonem Hintergrund sehr schön, sonst in Deutschland doch lieber Gisela.

    Serafina Deus Aura–da kann ich das männliche Deus absolut nicht einordnen, zudem man ja normalerweise sein Kind auch nicht “Gott” nennt. Finde diesen Namen heute am schwierigsten zu verstehen.

    Malia Lilou–das ist jetzt ziemlich gemein, aber “lialilou” klingt für mich wie eine Parodie von Lallnamen…. Wenn man die Namen ein bisschen “getrennt” spricht geht es aber schon besser.

    Ida Malea–Finde, zu Ida passen eher klassische Zweitnamen, und am besten ohne weitere A-Endung: Ida Luise, Ida Helene, Ida Henrike.

    Wie findet ihr die archaische Vollnamensform Idaberga? Finde ich persönlich sehr hübsch. Idaberga Mathilde–das wäre doch eine hübsche Kombi, oder? Man könnte das Mädchen immer noch einfach Ida rufen.

    • Hallo Mark,

      wenn ich eine kleine Ida haben wollte, würde ich sie auch so nennen und nicht nach einer verlängerten Namensform suchen.

      Idaberga wirkt wie ein im spanischsprachigen Umfeld konservierter germanischer Name (so ähnlich wie Rigoberta) und nicht mehr wie ein deutscher Name. Die Sprache hat sich halt in den letzten 1300 Jahren weiterentwickelt.

      Ein bisschen Herumstöbern im Internet fördert noch eine altenglische Heilige zu Tage (aus der Zeit, wo auch Quimburga und Sexburga noch als Namen für Mädchen modern waren).

    • Idaberga wirkt wie ein im spanischsprachigen Umfeld konservierter germanischer Name (so ähnlich wie Rigoberta)

      Ich habe vor vielen Jahren mal folgendes gelesen: In der Gesellschafts-Komödie der spanischen Bourgeoisie des frühen 20. Jahrhunderts wurden diese altväterlichen westgotischen Namen à la Rigoberta, Tumalasvinta, Malafalta* etc. zur Charakterisierung (d.h. sozialen Stigmatisierung) eines bestimmten sozialen Typus verwendet. Nämlich: „Trampeliges Dienstmädchen vom Lande, das es nach Madrid oder Barcelona verschlagen hat“.

      Sozusagen auch eine Art von Proto-Kevinismus.

      *) Die Beispiele 2 und 3 sind Ad-hoc-Erfindungen vor mir; mir fallen jetzt keine Originale ein. Es ist wohl klar, was gemeint ist.

    • “Serafina Deus Aura–da kann ich das männliche Deus absolut nicht einordnen, zudem man ja normalerweise sein Kind auch nicht “Gott” nennt.”

      -> Was ist mit den ganzen Theos?

    • Gisela klingt glaube ich in Deutschland noch ein wenig zu alt.
      aber habe auch schon darüber nachgedacht ob der Name wieder aufkommen wird.

      Idaberga: dann denkt man sie heißt Ida Berger.
      mir fällt auch kein anderer Name ein mit Berg. eine Nebenform von Burg?, aber nicht bekannt.
      persönlich finde ich die beiden Namensteile beißen sich.
      Ida ist mehr so zeitlos, sachlich, bescheiden. -berga klingt irgendwie zu alt und zu viel aufgetragen.
      aber Mark, wenn dir das gut gefällt will ich dich nicht kritisieren. du kommst aus einem anderen Hintergrund und das ist auch interessant.
      (und eine Abwechslung zu den Lila-Namen ist es sicher.)

    • @Elbowin und MGL: Danke für die Rückmeldungen! Hat mich einfach mal interessiert, wie andere die längst ausgestorbene Vollform von Ida empfinden. Bin selbst etwas gespalten: Idaberga klingt schön stattlich und der Namensteil “berga” bedeutet ja “Schützerin” und hängt etymologisch mit dem Verb “bergen” und dem Nomen “Geborgenheit” zusammen, was ich toll finde. Auf der anderen Seite aber klingt einfach nur Ida klassisch schlicht, direkt, bodenständig und angenehm.

      Danke nochmals für das Feedback.

      @mgl: Andere Namen mit “berga/burga”: Amalberga (Urform der latinisierten Namensform Amalie), Isberga, Milburga, Walburga, Wendelburg, etc. Die meisten dieser Namen sind schon seit Jahrhunderten sehr rar. Am ehesten gab es im 19. und frühen 20. Jahrhundert noch Walburga. Man hört diese Namen so gut wie gar nicht mehr. Ingeborg ist eine schwedische Variante, die noch diese Endung hat–den Namen hört man heute unter der älteren Generation noch am ehesten.

      @Marthe: Theos wäre das griechische Wort für Gott; durch das fehlende S ist Theo irgendwie noch als eine Kurzform von Theodor (Gottesgeschenk) erkennbar und wirkt nicht ganz unmittelbar wie ein reiner Gott-Name. Das lateinische Deus ist aber schlicht und einfach das Wort für Gott.

      Trotzdem: es wäre mir unangenehm, meinen Sohn Theo zu rufen. Ist mir zu nahe an dem Wort Gott dran. Im Englischen werden Theodores Ted gerufen–das finde ich besser. Im Deutschen würde ich tatsächlich immer Theodor sagen.

      @Elbowin: Sexburga (Schützerin der Sachsen)–ein toller Name. Der Rufname ist natürlich Sexy. Und wir denken dabei alle nur an die Angeln und Sachsen.

    • @Mark

      Und wir denken dabei alle nur an die Angeln und Sachsen.

      Klar. Und an die englischen Counties Essex, Wessex und Sussex.

  7. Trayna * Trainer? Träne? Klingt einfach nicht gut.
    Reychell * So wohl eine englische Aussprache von Rachel erzwingen, lässt sich aber auch brutal-deutsch wie “Reichel” aussprechen
    Herolinda * Erinnert an “Das Superweib” Hera Lind.
    Maliya Larissa * Cassiopeya Jeane * Warum das Y? Beim ersten Mal ist es überflüssig, beim zweiten besser ein I
    Willi Matheo * Matteo auf jeden Fall mit doppeltem T, das H gibt es im Italienischen dafür nicht.
    Naara Grace * Naara ist eine Xindi-Primatenfrau (Star Treck), was auch immer das sein mag

  8. Wahlpflicht:

    Fabian Luca
    Marie (Martina)

    Vermutlich ist Martina eine Nachbenennung, das wäre okay. Ansonsten würde mir Mar- Mar- nicht gefallen. Aus der heutigen Auswahl würde mir Marie Paulina gefallen, noch besser wäre Marie Pauline.

    Anstatt Fabian Luca hätte mir Fabian Lukas oder auch Fabian Ludwig gefallen.

    Ludwig Eduard – Ludwig ist wirklich ein stattlicher Name, ich mag Ludwig auch. Nur ob ich mich trauen würde ihn zu vergeben, wenn ich nochmal vor der Entscheidung stünde.

    Einzeln gefällt mir noch:
    Alexander
    David
    Maria
    Paulina

    Natalia Bogdana – ein schöner slawischer Name. Eine Kollegin von mir heißt Bogdana, Rufname: Bogo.

    Malia – so heißt eine Tochter von Barack Obama, durch sie ist Malia bekannt geworden. Er wirkt etwas gebastelt, aber wem es gefällt. Ich würde Amalia doch noch besser finden.

    Grace – ein sehr hübscher Name (der Hintergrund sollte stimmen)

  9. Dorisa (wenn gesprochen wie geschrieben) würde mir gefallen. Herolinda ist auch spannend.

    Dann noch ein paar Assoziationen:
    Robert Julian => Julia Roberts
    Vivien Maria => die Modemarke Vive Maria (und der Film Viva Maria!)
    Ludwig Eduard => Ludwig Erhard
    🙂

    • Herolinda – nach Hero habe ich kurz Pause gemacht und auf Shakespeare (Much ado about nothing) getippt. Ob aus einer Hero Linda eine Herolinda wurde? So wie aus Anne Marie eine Annemarie?

  10. Wahlpflicht:
    Robert Julian * Der Name schwingt irgendwie nicht, trotz der Mehrzweckwaffe Julian (modern, weich, wirkt klassisch, kann englisch + deutsch + französisch +nordisch kombiniert werden). Ich glaube, es sind zu viele verschiedene Vokale ohne Verbindung vorhanden.
    Kein Mädchen * zu abgefahren, zu lallig oder zu schubladig

    Wild geschüttelt:
    Ida
    David
    Mehr kann ich heute nicht extrahieren

    Mein Senf:
    Teo Johnson * woher kommt die Wegstreichung des hs? Damit auch der englischsprachige Vater Teo ohne tieidsch spricht?
    Darius Kevin * Darius und Marius klingen für meine Ohren prollig. Ich habe noch nicht herausfinden können woran das liegt. Der Kevin dahinter vollendet es für meine Vorurteils-Ohren
    Herolinda * im Gegensatz zu meinen Vorredner klingt ein Name mit “Hero” für mich etwas gewollt.
    Tymon *
    Ludwig Eduard * Ludwig Erhard meldet sich bei mir auch sofort, dann denk ich an diesen Mann, von dem ich mir nicht vorstellen kann, dass er jemals Baby oder Kind gewesen sein kann. Für mich geht das (noch?) nicht als Babynamen.

    • Ludwig Erhard meldet sich bei mir auch sofort, dann denk ich an diesen Mann, von dem ich mir nicht vorstellen kann, dass er jemals Baby oder Kind gewesen sein kann.

      Waaas?! Gerade der sah doch noch als gesetzter Mann aus wie ein Riesenbaby – und war es (zumindest nach Adenauers nicht ganz grundloser Meinung) ja auch. :mrgreen:

      Die Assoziation ist aber wirklich wohl recht naheliegend, ich hatte sie komischweise allerdings nicht…

      Und Julian französisch aussprechen? Das würde mir nicht einfallen. Auf frz. ist das doch Julien. Vgl. Julien Green, wunderbarer Autor…

    • Julien wäre es auf französisch, ja. Ich habe nur an Eltern gedacht, die einen Namen suchen. Da ist man dann ja etwas variabler. Ob nun Ju-li-an oder Jül-ijä variiert.

  11. Das ist ja eine schreckliche Auswahl!

    Teo Johnston, Reychell – furchtbar

    Dorisa – ganz schön

    Fabian Luca – Fabian gefällt mir. Wie Luca so populär werden konnte, verstehe ich nicht.

    Ida Malea – Ida ist mir zu kurz, der Vorschlag Idaberga gefällt mir. Malea ist so ein typischer weicher Lallname.

    Serafina Deus Aura – Ich glaube zu wissen, was sich die Eltern dabei gedacht haben. Aura oder Aureole kann Heiligenschein bedeuten. Die Eltern, der lateinischen Grammatik unkundig, wollten vermutlich so etwas wie “Engel mit Gottes Heiligenschein” ausdrücken.

    Marie Martina – zu wiederholend, einzeln schöne Namen

    Maliya Larissa, Mirella Lou, Malia Lilou – LaLeLu. Außerdem gefallen mir Mädchennamen auf -ella, -issa oder -essa nicht so.

    Gisele – Ich finde die Bedeutung furchtbar. Und wenn, dann im deutschen Sprachraum schon Gisela.

    Vivien Maria Celina – Vivien finde ich bei englischsprachigem Hintergrund sehr schön. Celina finde ich furchtbar.

    Cassiopeya Jeane – Cassiopeia fände ich toll, wenn auch gewagt. Ich wüsste keine Sprache, die das mit y schreibt.

    Ludwig Eduard – Bei Ludwig denke ich an Beethoven. Auch klanglich gefällt mir der Name recht gut. Eduard ist mit dem langen E am Anfang nicht so mein Geschmack.

    Sia Paulina – Sia, Mia, Lia, Ria, Nia, Tia, Pia (na ja, den finde ich nicht schlecht) – das sind alles für meinen Geschmack zu kurze Namen, die mehr oder weniger albern klingen. Anstelle von Paulina würde ich Pauline bevorzugen.

  12. Der einzig akzeptable, schöne Namen ist diesmal wirklich Ludwig Eduard, große Klasse, Paulina und Sera -ph – ina, ich würde es so schreiben, denn das “F” nimmt dem Namen das Edle, sind auch toll, doch da stören mich der Erstnamen bzw. der 2. & 3 Name.
    Sia, das sind für mich drei Buchstaben, aber kein Name. Genauso unschön wie Mia, Pia, Gia, Lia, Tia, Ria, Kia und was es alles noch so gibt.
    Deus Aura – Deus klingt für mich nach einem Männernamen, ein weiblicher Name auf -US ist mir unbekannt, sofern ja Deus – lateinisch für Gott ist, also ziemlich deplatziert für ein Mädchen und Aura ist die griech. Göttin der Morgenbrise. Abgesehen davon das ich den Namen nicht schön finde, klingt das laut der Bedeutungen nach einem ziemlich bescheuerten Fall von doppelt gemoppelt.

    Marie Martina – Marie ist ein ansich schöner Beiname, als Erstname ist er langweilig und mittlerweile leider auch sehr abgedroschen. Martina hat die beste Zeit schon hinter sich. In den 70igern ok, aber jetzt nein, danke

    Willi ist für mich kein Name, sondern pure Frotzelei eines Kindes. Wenn schon Willi, dann Wilhelm in die Geburtsurkunde setzen, bitte. Von Matheo rede ich erst gar nicht. Das ist ein abgedroschender italienischer Name der hier germanisiert werden sollte. Doppelt schlimm.

    Teo Johnston – schrecklich

    Fabian – Luca – Infantilität gepaart mit einer italienischen Namenskrankheit – grauenhaft. Bei Fabian habe ich das Gefühl, dass der Wunsch der Eltern darin besteht, dass das Baby immerzu ein Baby bleibt und nie erwachsen wird und Luca ist viel zu abgedroschen.

    Dorisa – Doris ist schon schlimm, aber Dorisa macht es nur schlimmer, nicht besser

    Gisele – ein Name der nicht in den deutschen Sprachraum passt, wenn dann Gisela!

    Joutaro – Was ist das?

    Gent – da fährt man hin, aber so tauft man kein Kind.

    Bei manchen Namen (Naara, Joutaro, Reychell, Herolinda, Hira, Malia Lilou) fragt man sich, was oder ob die Eltern überhaupt ihr Hirn benutzt haben, bevor sie den Namen ausgewählt haben.

    • Warum ist Fabian für dich denn infantil, gibt es dafür einen bestimmen Grund? Ich finde den eigentlich ganz schön, bekannt und doch eher selten.

      Doris fände ich jetzt auch nicht so toll (obwohl ich für Jungs Joris mag), aber bei Dorisa denke ich eher an Dora + Marisa, auch weil ich den Namen “Doriesa” sprechen würde, Doris aber mit kurzem i “Doriss”. Gibt es “die” Aussprache für Dorisa, weiß das jemand, oder ist der Name so selten, dass man quasi selbst bestimmen kann, ob das i kurz oder lang gesprochen wird? Ich würde ja, wenn ich eine “Dorissa” (Marissa, Larissa …) haben wollte, das immer auch mit ss schreiben.

  13. Hallo,
    ich bin schon seit einiger Zeit (Namenssuche unserer Tochter, geb. 12/2017 🙂 ) Mitleserin dieses Blogs und muss jetzt auch mal einen Kommentar abgeben…!
    Meine (brasilianische) Schwägerin heißt Gisele und spricht sich ungefähr “Dschisääl” aus. Das ist doch ein meilenweiter Unterschied zur deutschen Gisela! Natürlich ist diese Aussprache für Deutsche ungewohnt und ja, über den accent könnte man auch diskutieren – aber wie viele Eingeborene kennen überhaupt den Unterschied zwischen aigu und grave?! 😉
    Apropos accent, bei uns stand Séraphine in der engeren Auswahl… Serafina gefällt mir deshalb auch ganz gut – nur Zweit- und Drittname ist defintiv zu viel des guten!
    LG

  14. In der Tat, zwischen Gisela und Gisèle liegen Welten.
    Gisele ist für mich eine Verkleinerung von Gisela, gern auch mal als Gisel oder Giselchen verwendet, in den 50er Jahren war das glaube ich mal recht populär. Es gab auch eine Mädchenbuchreihe “Gisel und Ursel”, und Ursel oder Urselchen habe ich auch noch gehört.
    In Südtirol habe ich eine Gisella kennengelernt (dürfte jetzt Mitte der 60 sein), die sich auch mit hartem G sprach, also Guisella, mit Betonung auf der vorletzen Silbe, nicht Dschisella.

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