Babynamen der Woche 04/2018

Leonard Frieder * Jonathan Oke * Varella-Aurora * Rosa Christa * Livia Mareen * Maxima Juanita * Robbie * Gwendolin Cosima * Lexi-Nya-One (f) * Karlsson Michel * Madita Elisabeth Helene * Lenne Tinus * Can Milas  * Sakaria (m) * Tamias (m) * Marinito Joel * Otis Laurenz * Anton Akio * Davin Pierre * Odin Conner Maik * Susy Pia * Lieselotte Hannelore * Fernando Wilhelm * Ana Almira * Mylan Bernard * Cleo Marie * Janosch Jochen Konstantin * Neo Sky * Jenna Ines * Milani (f) * Elina Eowyn * Hedwig Paulina

Babynamen der Woche 4/2018

Und außerdem …

34 Gedanken zu “Babynamen der Woche 04/2018

  1. Heute schwankt es zwischen sehr gut, passabel und grausam.

    Wahlpflicht
    Leonard Frieder * Frieder <3
    Madita Elisabeth Helene * drei schöne Namen aneinander
    Cleo Marie * Marie lässtich aber wieder gähnen
    Janosch Jochen Konstantin * weil ich es einfach stimmig finde trotz der Mischung aus alt, neu und Lang- und Kurzform.

    Wild geschüttelt
    Frieder Michel Jonathan
    Anton Wilhelm Leonard
    Almira Helene Paulina * Almira klingt toll, verständlich + selten. Dazu zwei klassische Namen.

    Mein Senf
    Varella-Aurora * eine Bodylotion
    Livia Mareen * ist es nur in meinem.Kopf so, dass -een eine eher Ostdeutsche Endung geworden ist? Mareen, Doreen, Laureen…
    Gwendolin Cosima * Cosima als Einzelnamen finde ich gut & mutig. Aber die Gwendolin dazu…
    Lexi-Nya-One (f) * no comment
    Lenne Tinus * interessant! Ich weiß noch nicht, was ich von der Kombi halte. Ob gut, ob schlecht, auf jeden Fall interessant und ganz bestimmt polarisierend.
    Otis Laurenz * Odin Conner Maik * oh, ganz böse Jungs
    Ana Almira * Weiß jemand woher Almira kommt? Klingt nach Amira + Almut

  2. * Leonard Frieder: Leonard gefällt mir sehr gut, Frieder ist nicht mein Geschmack und harmoniert meiner Meinung nach nicht mit Leonard. Außerdem erinnert es mich zu sehr an die weibliche Frieda, die häufiger vertreten ist.

    * Jonathan Oke: Jonathan gefällt mir, ist klassisch, zeitlos, finde ich, aber Oke finde ich furchtbar … Mit falscher Betonung klingt es wie ein falsch geschriebenes “Okay”!

    * Varella-Aurora: Varella finde ich interessant, klingt zwar nach Selbstschöpfung, aber das finde ich grundsätzlich nicht negativ (aber ich habe keine Ahnung, ob der Name Varella nicht schon länger existiert). Aurora mag ich auch, aber nicht in Kombination. Dafür sind mir zu viele r in Silbenanfängen. Und der Bindestrich sollte weg.

    * Rosa Christa: Rosa finde ich akzeptabel, natürlich denkt man an die Farbe. Das wirkt mit einem Doppelnamen immer so, dass man sich automatisch eine rosafarbene Christa vorstellt. Christa ist mir zu altmodisch und ich mag den harten Klang nicht.

    * Livia Mareen: Livia gefällt mir prima, Mareen dazu finde ich, bringt ein bisschen härtere Würze durch da r mit herein. Gelungene Kombi!

    * Maxima Juanita: Maxima würde ich von der Bedeutung her nie vergeben, weil man automatisch an groß denkt. Wenn das Kind dann klein wird … Mir gefällt auch der Klang nicht. Juanita erinnert mich an Johanniter …

    * Robbie: Für mich ein Spitzname oder ein hübscher Name für einen Kater …

    * Gwendolin Cosima: Gwendolin wirkt auf mich immer geheimnisvoll, der Name gefällt mir. Cosima hingegen lässt mich stets an eine eingebildete Reiche denken – keine Ahnung, woher diese Assoziation kommt. Und es erinnert an Kosmus, kosen …

    * Lexi-Nya-One (f): Zwei Bindestriche im Namen sollten echt verboten werden! Die Arme hat dann auch nur Spitznamen im Namen bzw. den fragwürdigen englischen “Namen” one. Soll sie mal die Erste überall sein? … Kind 2 heißt dann Josy-Lea-Two? Lexi ist nur als Spitzname akzeptabel, Nya meinetwegen mit i, aber Nea wirkt irgendwie namiger auf mich … One geht überhaupt nicht!

    * Karlsson Michel: Karlsson vom Dach und Michel aus Lönneberga … Zu viel des Guten! Karlsson ist für mich ein Nachname, kein Vorname, Michel zu spitznamig.

    * Madita Elisabeth Helene: Madita reiht sich da gut ein, wirkt aber mit den Zweitnamen seriöser. So richtig begeistert bin ich von Madita nicht. Die anderen 2 sind mir zu altmodisch. Helena mag ich viel lieber als Helene.

    * Lenne Tinus: Lenne wirkt mir auch zu spitznamig, von Lennard oder so. Tinus erinnert an Tinnitus, besser nicht!

    * Can Milas: Can ist für Deutsche schwierig bzw. nicht bekannt auszusprechen. Milas finde ich ganz hübsch.

    * Sakaria (m): Das wirkt nicht männlich und lässt mich eher an eine Krankheit denken (Sakaria, Malaria …)

    * Tamias (m): Mit den Namen kann ich nichts anfangen.

    * Marinito Joel: Joel mag ich, aber Marinito wirkt wirklich selbstgebastelt, aber ohne Talent zum Basteln!

    * Otis Laurenz: Otis erinnert mich auch an eine Krankheit … (Laryngits, Otis, …) Laurenz ist in Ordnung.

    * Anton Akio: Anton ist okay, bei Akio stört mich die Alliteration und dass es sprachlich nicht zu Anton passt.

    * Davin Pierre: Davin ist eine Mischung zwischen David und Kevin, außerdem denkt man Darwin. Pierre passt überhaupt nicht dazu und das würde ich hier auch nur mit entsprechendem französischen Hintergrund vergeben wollen.

    * Odin Conner Maik: Odin ist mir zu göttlich, Conner ein falscher Connor, Maik zu spitznamig, und zusammenpassen tun die Namen gar nicht …

    * Susy Pia: Susy ist zu spitznamig, beide Namen sind mir zu kurz. Pia gefiel mir noch nie.

    * Lieselotte Hannelore: Beides zu altmodisch und in Kombination erstrecht! Mich stört auch der gleiche Ausklang auf -e und die selbe Silbenanzahl. Lieselotte (bzw. alle Namen mit “Lotte”) mag ich klanglich überhaupt nicht.

    * Fernando Wilhelm: Fernando finde ich mal etwas anderes, Wilhelm zu altmodisch und unpassend dazu.

    * Ana Almira: Ich würde lieber Anna schreiben. Almira gefällt mir, aber in Kombination mit Anna zu viele a.

    * Mylan Bernard: Milan bitte, dann gerne, Bernard mag ich weniger.

    * Cleo Marie: Cleo zu spitznamig, Marie zu häufig als Zweitname, aber hübsch.

    * Janosch Jochen Konstantin: Janosch gefällt mir klanglich gut, Jochen ist viel zu ähnlich von den Buchstaben. Janosch Konstantin hätte mir ganz gut gefallen!

    * Neo Sky: Beide Namen zu kurz und zu … futuristisch.

    * Jenna Ines: Jenna finde ich hübsch, Ines mal etwas anderes, aber zusammen klingen sie nicht so rund.

    * Milani (f): Ungewohnt, erinnert an Leilani. Ein hawaiianischer Name? Unglücklich finde ich die klangliche Nähe zu Melanie. Bestimmt wird das oft falsch verstanden/geschrieben.

    * Elina Eowyn: Elina mag ich gerne, mit dem Zweitnamen kann ich gar nichts anfangen. Wie spricht man den? Als stummen Zweitnamen mit passendem Hintergrund oder einer Geschichte dazu finde ich es okay.

    * Hedwig Paulina: Hedwig hätte echt in der Versenkung bleiben können, ist und bleibt für mich eine alte Oma mit Dutt und Brille. Der Klang gefällt mir auch gar nicht. Paulina ist modern, ist akzeptabel, aber begeistert mich nicht.

  3. Eine Mischung aus sonderlich und seltsam heute.
    Wahlpflicht:
    Cleo Marie – obwohl wei gesagt Marie langweilig klingt, wüsste ich nicht so schnell einen guten Ersatz, vielleicht Cleo Paulina?
    Jenna Ines – spricht sich flüssig und Ines ist bekannt aber nicht zu häufig
    Janosch Jochen Konstantin – da hätte ich entweder Jochen oder Janosch weggelassen, wahrscheinlich Jochen, weil ich die A Wiederholung in Janosch Konstantin schön finde.

    Schön aber auch etwas lang:
    Madita Elisabeth Helene

    Und weiterhin:
    Leonard Frieder – passt gut zusammen
    Jonathan Oke – ich kaufe ein K für Okke, sonst sieht es aus wie Okay
    Varella-Aurora – Varella weglassen. Mit Aurora kann man gut leben.
    Rosa Christa – kann, Rosa Christina oder Rosalinde hätte ich schöner gefunden
    Livia Mareen – Mareen weglassen, Livia an sich ist hübsch und interessanter als alle Lena/Lina/Lola/Lilly Namen
    Maxima Juanita – in Spanien Ja, aber klingt auch wie ein Orkantief
    Robbie – einfach Robert schreiben und Robbie rufen
    Gwendolin Cosima – passen irgendwie nicht zusammen
    Karlsson Michel – zu viel Skandinavien für mich
    Davin Pierre – wird immer korrigieren müssen, Nein kein David aber Davin!
    Susy Pia – Susanne Pia klingt zwar etwas altmodisch aber ist mir lieber
    Lieselotte Hannelore – so viele Koseformen zusammen lotte und lore Endungen klingen auch zu ähnlich, wahrscheinlich fanden sie Elisabeth Charlotte Johanna Eleonore zu lang 😉 Triff eine Entscheidung!
    Fernando Wilhelm – Klingt wie Ricardo Friedrich

    Abteilung keine Ahnung:
    Sakaria (m) – hätte ich nie als männlich eingeschätzt * Tamias (m) * Marinito

    Horror:
    Lexi-Nya-One (f) – Geschwister heißen Bonni-two und Milly-three oder so?
    Neo Sky

    Wild geschüttelt:
    Livia Gwendolin
    Almira Aurora – AAAA aber hat was
    Jonathan Pierre

  4. Ich wähle heute
    Jonathan Oke (spricht man Oh-ke, Betonung auf der ersten Silbe, nicht wie Okay. Okke wie oben vorgeschlagen wäre da auch verwirrend) und
    Cleo Marie – weil mir Gwendolin Cosima trotz hübscher Einzelnamen zu überladen ist und ich bei Ana Almira den Erstnamen nicht mag. Außerdem steckt in der Kombi “AnaAl…” 😉

    Eowyn (Eo-wien) kennt man aus dem “Herrn der Ringe”, finde ich als Zweitnamen gut machbar, outet die Eltern aber wohl als Fans.

    • Oke gibt es im Friesischen, ein Form von Otto.
      Sakaria, vermutlich eine Form von Sacharja(Zachrias), ein Prophet im alten Testament, zur Zeit des Perserkönigs Dareios I.
      Varella gibt es ale geografischen Namen und als Familiennamen, als Vornamen kenne ich ihn nicht, hätte ihn deshalb nicht vergeben.
      Kann es sein, das Akio japanisch ist!

  5. Leonard Frieder – passabel, wenn auch nicht mein Geschmack
    Jonathan Oke – Jonathan war noch nie mein Fall, aber passabel
    Varella-Aurora – klingt nach Bastelkeller, der Bindestrich macht’s nicht schöner
    Rosa Christa – wäre mir zu langweilig
    Livia Mareen – es ist und bleibt Salatöl, und die Endungen auf -een mochte ich noch nie
    Maxima Juanita – passen gut zusammen
    Robbie – das Findelkind aus dem Watt?
    Gwendolin Cosima – passt etymologisch nicht wirklich, klingt aber gar nicht so übel, und man hat schon Schlimmeres gesehen
    Lexi-Nya-One – gottogott
    Karlsson Michel – ein bisschen zuviel Bullerbü, ausserdem klingt Karlsson für mich nicht nach einem Vornamen, maximal als Mittelnamen: also Michel Karlsson, aber nur, wenn der Vater Karl heisst
    Madita Elisabeth Helene – Madita ist mir zu Büllerbü, ohne sie wär’s ein toller Name
    Lenne Tinus – Tinnitus, allerdings! Ich werde auch nie verstehen, was Leute an Namen wie Benne, Bente, Lenne oder Lasse finden…klingt für mich alles nach Hund
    Can Milas – Milas sagt mir nichts
    Sakaria – ist das ein verhunzter Zacharias (denglisch Zackary?)
    Tamias – Bastelkeller
    Marinito Joel – ein marinierter Joel? Passt etymologisch nicht zusammen
    Otis Laurenz – ausser Otis Redding kenne ich keinen, gefällt mir nicht wirklich
    Anton Akio – Akio sagt mir nichts, klingt irgendwie japanisch und gar nicht so übel zu Anton
    Davin Pierre – passt gar nicht zusammen, und Davin finde ich ziemlich grottig
    Odin Conner Maik – o ja, bitte: 3 Namen, die nix miteinander zu tun haben ausser ihrer Hässlichkeit
    Susy Pia – was haben Eltern bloss gegen Susanna/e? Suzy hat ein weisses Fell und maunzt…
    Lieselotte Hannelore – die scheusslichsten Doppel”namen” – und dann auch noch zweimal!
    Fernando Wilhelm – wenn der Wilhelm eine Nachbenennung ist und NIE Erwähnung findet… aber Fernando ist auch nicht gerade der Kracher
    Ana Almira – Almira bringe ich mit einer Händel-oper in Verbindung, dazu passt dann auch die spanische Ana. Klingt nett.
    Mylan Bernard – War Mylan nicht eine weiblich Disney-Figur? Mit Milan verbinde ich nur den Vogel…
    Cleo Marie – klingt besser, als ich erwartet hätte
    Janosch Jochen Konstantin – Janosch finde ich einfach NUR fürchterlich, ausserdem einen Kleinkindernamen. Ohne ihn wär’s passabel gewesen
    Neo Sky – gottogott
    Milani – lalelu
    Elina Eowyn – Eowyn ist m.E. ein Jungenname
    Hedwig Paulina – gar nicht übel

  6. es gibt Dreiernamen? erstaunt. bisher nur von Doppelnamen gehört.

    Janosch Jochen finde ich lustig. aber eher Jochen als Rufname verwenden. Konstantin würde ich weglassen, das bringt irgendwie das Gleichgewicht wieder durcheinander.
    Frieder geht. der Rest sagt mir nicht so zu.

    • Na, wenn bei dem Jungen mal keine Schuhwerbung als Inspiration diente!

      Papa wollte nen Tobias, Mama lieber ein Paar Schuhe. Zack, war er da – der Tamias… 😉

  7. Wahlpflichtspiel:

    Madita Elisabeth Helene

    Ja, Madita ist ein Lindgren-Name, aber irgendwie auch nicht, im Original heißt das Mädchen Madicken. Okay, im Deutschen klingt Madita hübscher. Und die Geschichte von Madita ist wirklich nett. Also, rein klanglich mag ich diesen Namen. Madita hat das Potiential beliebt zu werden.
    Aber da gibt es ja noch Matilda. Matilda ist Madita sehr ähnlich und taucht in der schwedischen Hitliste auf. Ich selbst würde lieber Matilda vergeben, weil es ein richtiger Name ist und keine Erfindung.

    Leonard Frieder – wenn ich daraus einen Leonhard Friedrich machen könnte, wäre ich sofort dabei. Frieder geht gar nicht. Es gibt zu viele weibliche Friedas.

    Jonathan Oke – Jonathan ist toll, mit Oke kann ich nichts abfangen. Wenn dann wenigstens Jonathan Ole oder noch besser wäre Jonathan Paul.

    Einzeln gefällt mir noch:

    Elina
    Paulina

  8. Über die versammelten Namen könnte man sich wahrscheinlich ewig lange auslassen. Manche Eltern haben einfach kein Gefühl dafür, was sie ihren Kindern antun. Aber der Großteil ist trotz allem Okay.
    Ich möchte mich nur über einen Namen wirklich auslassen:

    Lexi-Nya-One: Ich habe auf dieser Website schon viel gesehen. Verrücktes, Trauriges, Lustiges.
    Aber dieser Name geht wirklich absolut gar nicht.
    Was haben sich die Eltern dieses armen Würmchens eigentlich gedacht? Haben die einen Androiden zur Welt gebracht? Sind die Eltern vielleicht Aliens? Und was haben die dem Standesbeamten gezahlt?
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ganz normale Menschen so einen Namen vergeben würden.
    Da fehlen mir wirklich die Worte. Armes, kleines Mädchen.

  9. Ich möchte auch mal wieder kommentieren, aber weil es wieder so sät ist, schnell nur meine Wahlpflicht:

    Jungen:

    Jonathan Oke oder Lenne Tinus, Rufnamen Oke und Lenne. Es würde wohl Lenne Tinus werden. Lönne hätte mein Sohn mit nordischem Erstnamen fast geheißen und meine Mutter heißt Martina, in liebevollen Momenten nur von meinem Vater Tina genannt.

    Mädchen:

    Madita Elisabeth Helene, Lieselotte Hannelore oder Hedwig Paulina. Rufnamen Elisabeth, Lieselotte und Hedwig.

    Hhhmm. Zu meinen Kindern wäre es Lieselotte.
    Ganz frei gewählt … ach schwer. Elisabeth und Hedwig finde ich beide sehr schön. Jetzt gerade: Madita Elisabeth Helene

    Schnell noch die Namen, von denen ich wirklich abraten würde:

    Varella-Aurora – wegen des Bindestrichs; ohne wäre es okay.
    Robbie – ich bin ein großer Freund von Kurzformen als eingetragene Rufnamen. Meinetwegen auch Robbie. Aber ohne twas seriöseren Zweitnamen würde ich dann doch abraten. Auch wegen der Robbe und Robby Williams usw.
    Lexi-Nya-One – da bedarf es keinen Kommentars

    Muss zu meinem Kind, komme nicht zu mehr …

    Wenke

    • Meine Großmutter war eine Hedwig, ich denke ein Modename der Jahre um 1920. Ob er ähnlich wiederkehrt, wie die anderen alten Namen, da bin ich gespannt. Und gleichzeitig skeptisch. Die Konsonanten-Endung ist derzeit ja noch nicht wieder sehr populär.

      Allerdings: Es gibt eine in Schweden sehr erfolgreiche Kinderbuch-Reihe “Hedvig”, die inzwischen auch in Deutschland erscheint. Und da gerade die Schweden offensichtlich einen großen Einfluss auf die deutsche Namensgebung haben, darf man gespannt sein, ob auch Hedwig davon betroffen sein wird.

    • Die Kurzform von Hedwig, Hedi (auch als Hedy möglich), läuft doch auch schon ganz gut, oder? Quasi eine seltenere, nicht ganz so weiche Alternative zu Leni.

    • der Mann der die Harry Potter Hörbücher vorliest spricht den Namen Hedwig so aus: Heeehd-wich. fand ich irgendwie damals lustig.
      in den Filmen sprechen sie es in der deutschen Synchronisation auch so wie englisch head-wig. so: heddwuig
      ist der Mittelweg richtig? Heehd-wig.

    • Ich würde Hedwig auch “Heedwich” aussprechen, wie alle hier in Westfalen, Ludwig wird ebenfalls “Ludwich” gesprochen.

      Hedwig Paulina
      Vergeben würde ich Hedwig aber nur, wenn die Oma so heißt und dann auch nur als Zweitname. Paula Hedwig würde passen, Paulina wirkt so jung im Gegensatz zu der “alten”Hedwig. Die Eltern wollten hier wohl auf Nummer sicher gehen und haben einen jung wirkenden Zweitnamen dazu gegeben. Sollte Hedwig so gar nicht gefallen, dann kann sie sich Paulina nennen.

    • Ich würde Hedwig auch „Heedwich“ aussprechen, wie alle hier in Westfalen, Ludwig wird ebenfalls „Ludwich“ gesprochen.

      Übrigens war die Aussprache des -ig als „-ich“ – und eben nicht als „-ik“ wie heute – mal in ganz Deutschland Quasi-Standard. Also nicht nur in Regiolekten. Und zwar wurde diese Aussprache in Siebs’ „Deutscher Bühnensprache“ – dem de facto einzigen Standardisierungsmittel der deutschen Aussprache vor der Massenverbreitung des Rundfunks – empfohlen. Ab und zu hört man das heute noch bei älteren Leuten, die definitiv keinen Dialekt sprechen (wollen).

      Ich handhabe das so: In legerer oder familiärer Rede sage ich „richtich“ („Ludwich“, „Hetwich“ etc.) – wenn ich hartes, präzises Hochdeutsch sprechen will, sage ich ich „richtik“, wie es eben der hochddeutschen Auslautverhärtung entspricht.

      Und bei Hedwig komme ich einfach nicht von den süßen Milchbrötchen meiner Kindheit weg – das kommt allerdings von der niederdeutschen Form von „Heißwecken“ und nicht von dem Vornamen.

    • Ich mag Hedwig auch sehr.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass der Name stärker wiederkommt. Ich kenne bisher eine Jugendliche (ältere Geschwister Frank-Peter, Magdalena und Ludwig) und eine 4jährige Hedwig (Bruder Conrad).
      Ist also im Norden schon vergeben worden.
      Hier in Berlin und auch in Meck-Pomm kenne ich einige Mädchen namens Hedi (Bruder Hanno) und neulich habe ich auch Hetti kennengelernt (Geschwister: Edda und Fritz).

      Heed-wich.

    • Ich hatte schon einmal Thomas Mann aus den Buddenbrooks zitiert:
      Der Merkspruch, den Hanno in der Schule über die Schreibweise von g und ch am Wortende lernt:
      “Unsere Hedwig ist zwar sehr willig, doch den Kehricht auf dem Estrich fegt sie niemals ordentlich zusammen!”
      Der Merksatz wird dann im Buch schon erläutert:
      “Bei dieser Übung voller Versuchungen und Fußangeln hatte die Absicht bestanden, daß man Hedwig, willig und fegt mit einem ch, Estrich mit g und Kehricht womöglich ebenfalls mit einem g schreiben sollte, und das hatte man denn auch gründlich besorgt, weshalb nun die Korrektur vorgenommen werden mußte.“

    • Ja, Hehdwich (Hetwich kenne ich aber auch, und aus Hedwig Elisabeth wurde Hedelies.)

      Im Süddeutschen habe ich sowohl Hedwig als auch Ludwig wirklich als solche angetroffen.

      Dass Frida Nilssons Hedvig grossen Einfluss haben wird, glaube ich nicht, dann schon eher Harry Potters Hedwig.

    • Hm. Ich kann mir diese junge Hedwig auch mit viel Mühe nicht vorstellen. Hedwig bleibt für mich ein altbackener Name, den eine 90jährige ganz gut tragen kann, ein Mädchen oder eine Frau jedoch nicht mehr. Zeitlose und klassische Namen mag ich gern, aber manche Namen haben ihre Zeit einfach gehabt.

      Bei Namen wie Elisabeth verstehe ich, dass sie wieder beliebt werden. Elisabeth wäre für mich ein klangvoller Name mit schöner Bedeutung, ansprechenden Koseformen und einer gewissen “Anpassungsfähigkeit”. Soll heißen, dass ich mir die junge Elisabeth (eventuell auch als Koseform) ebenso gut vorstellen kann wie die kompetente Geschäftsfrau oder die liebenswerte Omi von nebenan.
      Und während Elisabeth nach Belieben als Lisa, Lili, Betty, Sisi, Elisa (oder wie auch immer sie möchte) durch die Welt gehen kann, wird die Hedwig immer eine Hedwig bleiben. Allenfalls “Hedi” stünde zur Debatte – aber so würde ich persönlich nicht heißen wollen.
      Und dass die Harry-Potter-Eule ebenfalls so heißt, finde ich umso seltsamer. Ich möchte meine Tochter nicht mit einem Tiernamen / einem Namen aus einem Fantasy-Roman bedenken!

      Ich persönlich würde den Namen Hewdig nicht vergeben. Auch nicht als Zweitnamen oder zu Ehren eines Familienmitglieds.
      Nachdenken würde ich (wenn überhaupt) über die tschechische Variante Hedvika, die für mich ein wenig alltagstauglicher klingt und zudem (wenn gewollt) als Viki gerufen werden könnte.

      Ansonsten würde ich meine Tochter diese Woche fast lieber (und ja, das mein ich ernst 😉 ) Lexi-Nya-One nennen.

      Ein Glück, dass die kleine Hedwig noch Paulina heißt!

    • @ Maria Th.

      Stimmt, das Thema hatten wir schon mal…

      Aber es besteht m.E. überhaupt kein Widerspruch zwischen den Buddenbrooks und der fast zeitgleich erschienenen Bühnenaussprache:

      Der arme Hanno wird mit einem fiesen Diktatsatz gepeinigt – er muß also gesprochenes Deutsch verschriftlichen.

      Einem Schauspieler oder Regisseur hingegen sollte in der Bühnenaussprache in Vor-Tonband-Zeiten erklärt werden, wie er was zu sprechen hat – wie er also geschriebenes Deutsch sprechen sollte.

      Das gleiche Problem also, nämlich „Kongruenz Schreibung-Aussprache“ – nur in der jeweils anderen Richtung…

      Mann und Siebs bestätigen sich sozusagen gegenseitig und dankenswerterweise auch meine These: Um 1900 war „Heetwich“ die Normaussprache von Hedwig.

      Heute hingegen ist im Standardhochdeutschen ganz einwandfrei „Heetwik“ („Lutwik“, „richtik“, „mächtik“ …) die Norm, während die die Ausprachen als „-ich“ nord- oder westdeutsche Umgangssprache sind.

    • “Hedwi(ch), du bist das Schärfste, was mir jemals zwischen Heringsdorf und Borkum begegnet ist.” (Loriots “Ödipussi”) In diesem Falle sicherlich norddeutsche Umgangssprache.

    • Hedwig braucht meiner Meinung nach kein Comeback.

      In meiner Verwandtschaft gab es eine Hedwig, die sich noch im hohen Alter beklagte, dass sie in der Schule mit dem Spruch

      Heetwich, Heetwich,
      was Du willst das geht nich

      gehänselt wurde.

  10. Ich möchte gerne von einem Namen berichten, der mir heute in der Regionalzeitung aufgefallen ist. Ein kleines Mädchen namens Pippi-Lotta Franziska Ulrike. Was haltet ihr davon?

    • Rollgardina und Pfefferminza auch. So hiess sie doch auch, oder? Und ob Sankta Astrid mit solchen Folgen gerechnet hat? Wohl kaum.
      Grausam, was manche Eltern ihren Kindern antun.
      Pumuckl war vor Jahren doch auch so ein Fall.

      Was Namen wie Ulrike angeht, so hätte ich nichts gegen deren Wiederkehr. Keiner muss fragen, wie man’s schreibt.

      Was mich ans letzte Wochenende erinnert, an dem ich mit Kindern zu tun hatte, die im Sommer eingeschult werden: VINCENT war ja noch harmlos.
      Aber RYA?
      LYN? Deren Vater bemerkte noch entschuldigend, für einen vierten uchstaben hätt’s nicht gereicht. Wahrscheinlich hatte er bei der Namenswahl nicht viel zu melden.

    • Wenn in Pippi-Lotta wenigstens der Bindestrich weg wäre, würde es nicht so arg rausstechen. Trotzdem tut mir das Kind irgendwie leid…
      So ein Name fällt bei uns schon auf, wir ÖsterreicherInnen sind normalerweise nicht so experimentierfreudig 😉

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