Babynamen der Woche 47/2017

Nora Florelina * Roman Paul * Ellie Sophie * Josefina Isabella Sky * Carmen Hermina Mathilde * Logen Karl * Ty * Alojeami * Ben Philip * George Alexander * Liam Luciano * Elio * Ida Charlotte * Vada-Valerie * Arya Stephanie * Sanne * Matt * Rut-Anna * Dominykas * Ive Niklas * Lukas Andreas * Arseniy * Romina-Fiona * Giulie Lucia * Daniel Werner * Siva * Eliah Zachäus * Moritz Nero * Máté * Anissa Celina * Kevin Nicholas * Caja Matthea

Super Babynamen

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

62 Kommentare zu "Babynamen der Woche 47/2017"

  1. mgl sagt:

    Arsen ist ein Name? oh.
    Zachäus ist glaube ich ein gemeiner Zöllner gewesen. oder? weiß es nicht mehr.
    gefallen: Hermina, Karl, Daniel, Werner, Georg, Stephanie.
    ach ich mag nicht schlecht über die Namen reden.
    zumindest fällt auf dass die Zweitnamen heute mehr Bedeutung haben als früher.
    Früher hatten halt manche Leute einen Zweitnamen, den Fremde normalerweise gar nicht kannten und der nur in Dokumenten auftauchte. Heute ist der Zweitname so eine Art modisches Element, man schmückt den Erstnamen noch etwas aus, oder nimmt zwei Namen weil man sich nicht so entscheiden konnte. gefällt mir nicht so. ein Name reicht.

    • Jan sagt:

      Arsène Wenger! 🙂

      Und Arsenij kenne ich als altertümlichen russischen Vornamen. Ich habe meine Drähte zu Rußland fast verloren, habe hier aber schon mehrmals den Eindruck gewonnen, daß die Retro-Masche mittlerweile auch dort verfangen hat. Wie sich die Namen (also die des chemischen Elements und der Vorname) Arsen erklären, könnte ich aber auch nicht aus dem Stehgreif sagen.

      An den allgegenwärtigen Zweitnamen (also nicht an Nachbenennungen!) stört mich, daß sie so brav-beflissen als ein Zwang, als „ein Muß“, als Standard empfunden werden. „Bloß nichts falsch machen! Bloß nichts auslassen! Alles mitnehmen!“

    • Knud sagt:

      Ich möchte mal wieder anmerken, dass die „Babynamen der Woche“ untypisch sind. Nach wie vor bekommen die meisten Kinder nur einen Vornamen.

      Wie viele Menschen haben einen Zweitnamen?

    • Jan sagt:

      Aber nicht nur hier, sondern auch in den Personenstands-Anzeigen der Papier-HAZ bekommt man den Eindruck, daß mittlerweile fast alle Neugeborenen zwei Vornamen bekommen. Meistens ganz offenbar keine Nachbenennungen.

      Die von Knud in dem von ihm verlinkten Artikel zitierten Statistiken beziehen sich auf Leute die 2016 mindestens 14 bzw. 16 Jahre alt waren – und maximal 65. Und schon da hatten mehr als ein Drittel zwei Namen, bei den Jüngeren dürften es also deutlich mehr gewesen sein. Und heute scheint mir das wirklich allgegenwärtig. Klar, beweisen kann ich das nicht… Es ist halt nur ein Eindruck, daß das der Trend der letzten Jahre ist.

      Immerhin: Heuer ist ein(e) Ty dabei. Lakonischer geht’s nimmer. 😉

    • Maria Th. sagt:

      Arsène Lupin, der (literarische) Meisterdieb 🙂
      dabei denke ich gleichzeitig an Hercule Poirot, den (literarischen) Meisterdetektiv.

    • Maria Th. sagt:

      Ich hätte es natürlich auch nicht gewusst, sondern habe Wiki befragt:
      Die griechische Bezeichnung scheint ihrerseits ihren Ursprung im Altpersischen (al-)zarnik (goldfarben, Auripigment, „Arsen“)[10] zu haben und gelangte wohl durch semitische Vermittlung ins Griechische. Volksetymologisch wurde der Name fälschlicherweise vom (alt- und neu-)griechischen Wort αρσενικός arsenikós abgeleitet, das sich etwa mit männlich/stark übersetzen lässt.
      So erklärt sich dann wohl der Vorname mit „männlich, stark“.

    • Jan sagt:

      Ich mußte das natürlich auch nachschlagen… Ich habe die Aeneis nicht gelesen (wie man ja gemerkt hat), kenne aber ein hinreißend schönes Zitat aus ihr, das mich längst hätte bewegen sollen, die Bildungslücke zu schließen. Es geht auch noch um den Sohn von Aeneis.

      Also, Aeneis spricht zu Ascanius:

      Lerne, Sohn, von mir Mut und wahrhafte Stärke –
      Der Erfolg von den anderen.

      Diese Mischung aus Stolz, Einsicht und Resignation – grandios. Ein Satz wie ein Helmbusch, der ihm fahlen Spätnachmittagslicht flattert. Für mich hat das das, was Borges irgendwo als „den elementaren Geschmack des Heldischen“ nennt. (Vielleicht kenne ich das Zitat sogar, weil Borges es als Beispiel anführt, vergessen.)

    • Maria Th. sagt:

      Tut mir sehr leid, ich habe die Anführungszeichen beim Wikipedia-Zitat vergessen (also Beginn beim Wort „Die griechische…“, Ende bei „…übersetzen lässt“.
      Seit dem neuen Firefox funktioniert auch das bisherige Add-on mit den Zitaten im Kästchen, Fett- und Kursivschrift leider nicht mehr. Wer da ein Lösung weiß, bitte mitteilen! 🙂

    • Jan sagt:

      „Seit dem neuen Firefox funktioniert auch das bisherige Add-on mit den Zitaten im Kästchen, Fett- und Kursivschrift leider nicht mehr. Wer da ein Lösung weiß, bitte mitteilen!“

      Jäp, die würde mich auch schwer interessieren! 🙂 Ich hatte neulich nach Ersatz gesucht, aber keinen gefunden. Bei mir funktionieren seit FF 57 gleich mehrere alte Addons nicht mehr, an die ich teils seit Jahren gewöhnt war, die aber nicht mehr weiterentwickelt wurden, von denen ich keines so schmerzlich vermisse wie dieses HTML-BBcode-Tool :-/

    • Jan sagt:

      Gna, meine Bemerkung zu Ascanius ist im falschen Thread gelandet – Fehlzündung, um Pardon!

    • Jan sagt:

      Maria Th.,

      schau Dir vielleicht mal Edit an…

      Es läuft über den FF-Seitenbalken, und gefällt mir auch ansonsten nicht so gut wie das alte Add-On, aber man ist eben ein Gewohnheitstier und man scheint immerhin damit arbeiten zu können.

      Für

      [blockquote]Blabla[/blockquote]

      muß man in den Einstellungen einen eigenen „Custom-Tag“ definieren. (Natürlich wiederum mit spitzen statt mit eckigen Klammern.)

      Etwas nervig ist auch, daß man bei jedem Öffnen des Seitenbalkens immer erst von BBCode auf HTML umschalten muß, das also nicht in den Einstellungen festlegen kann.

    • Jan sagt:

      Bon, ich gebe (unaufgefordert) zu: Meine Vergil-Bemerkung von 18:50 war ein so richtig schöner Griff ins Klo. 🙂

      Aeneas heißt der Bursche, nicht Aeneis. Und dann eben auch noch im falschen Blog-Artikel plus Tippfehler im Zitat.

      Ich bliebe aber dabei, daß das Zitat einfach die Ohren wegfliegen läßt – man mag bitte die Lapsus meiner Begeisterung mehr noch als meiner Blödheit zurechnen.

      Lerne, Sohn, von mir Mut und wahrhafte Stärke –
      Den Erfolg von den anderen.

  2. Mareike sagt:

    Nora Florelina – ist das die Steigerung von Florentina/e? wirkt sehr künstlich

    Heute gefällt mir nur
    – Daniel Werner – Daniel ist kein Modename mehr, inzwischen recht zeitlos, immer gut machbar. Werner ist bestimmt der Opa.
    – Lukas Andreas – Lukas ist schon noch ein Modename, recht häufig, aber trotzdem in Ordnung. Andreas ist bestimmt auch eine Nachbenennung.

    Und wild geschüttelt:
    Niklas Alexander
    Moritz Alexander
    Mangels Alternativen bleibt nur Alexander als Zweitname übrig, Philipp mag ich ja auch, aber nicht Philip. Obwohl hier zu Ben der englische Philip gut passt.

    Bei den Mädchen gefällt mir leider nichts wirklich.

    Nur wild geschüttelt:
    – Josefina Mathilde – in Ordnung, aber ohne Begeisterung
    – Isabella (Lucia) – Isabella kann auch gut alleine stehen

    – Anna Sophie – wäre die einzige selbst gebastelte Kombi, die mir heute gefallen würde. Zur eher schlichten Anna mag ich Sophie gern, kann man auch gut zusammen rufen. Wenn man bei Sophie die Bedeutung (Weisheit) berücksichtigt, passt das zur heiligen Anna sogar richtig gut.

  3. Jan sagt:

    Josefina Isabella Sky. Das ist wieder so ein typisches Beispiel dafür, daß die Retro-Masche so allmählich in die Unterschicht eingesickert ist. Habe ich unter meinen Klassenbrüdern (oder, da es ja immer die Frauen sind, die die Namen aussuchen: Klassenschwestern) in meinem persönlichen Umfeld auch oft erlebt. Betont altertümlich klingende Namen, kombiniert mit Privatfernsehen-Schrott.

    Muß sich die Bourgeoisie wohl mal was Neues einfallen lassen. 😉

    [Die Schweinebauch-Design-Karikatur im Artikelbild der dieswöchigen BdW ist herrlich! 😀 ]

    • Katrin H. sagt:

      Die Bourgeoisie würde aber im Zweifel eine Josefine bekommen. Die Namensendung aus „a“ ist weniger klassisch.
      Z. B. bei Mathilde vs. Mathilda, Helene vs. Helena,

    • Jan sagt:

      Ja, natürlich, aber auch hier geht mir der Begriff „klassisch“ zu sehr mit Modetrends der Bionade-Bougeoisie durcheinander: Natürlich, für die Hipsters muß es heute unbedingt wieder Mathilde, Lotte und Helene sein – und eben nicht die zumindest in der technischen Intelligenz noch akzeptablen Namen Matilda, Lotta und Helena. Jede einzelne Sub-Schicht der Bourgeoisie versucht, sich gegen die Sub-Schichten unter ihr abzugrenzen. Ein klassenbewußtes Proletariat oder eine verantwortungsbewußte Aristokratie, die diesen arschigen Mittelschichten-Spielchen etwas entgegenzusetzen hätte, gibt es heute leider kaum noch.

      Meine Hypothese war einfach nur die, daß der Retro-Trend der Bourgeoisie nun auch in der expliziten Unterschicht angekommen zu sein scheint.

  4. Moni sagt:

    * Nora Florelina: Florelina wirkt mir zu selbstgestrickt. Und die ganze Kombi ist mir auch zu niedlich.

    * Roman Paul: Mein Favorit diese Woche. Zeitlos-klassisch ohne hochherrschaftlich oder ausgelutscht zu wirken.

    * Ellie Sophie: Elisabeth Sophie hätte den schöneren Fluss gehabt.

    * Josefina Isabella Sky: Irgendwie eine wilde Mischung aus Chantalismus und Emilismus und auf jeden Fall zuviel des Guten.

    * Carmen Hermina Mathilde: Auch hier wäre weniger mehr gewesen.

    * Logen Karl: LogAn bitte. Oder ist er Freimaurer?

    * Ty: Noch kürzer geht’s nicht mehr. Hat’s noch nicht mal für Tyler gereicht?

    * Alojeami: Ich kaufe einen Konsonanten…

    * Ben Philip: Bei einem englischen Nachnamen wäre ich einverstanden. Sonst finde ich persönlich Philipp schöner.

    * George Alexander: Nochmal englisch. Wobei ich ja zugeben muss, dass George irgendwie schmissiger klingt als Georg.

    * Liam Luciano: Ist vermutlich weder Ire noch Italiener und heißt mit Nachnamen Müller, Meyer oder Schmidt…

    * Elio: *merken für den nächsten Rollenspielcharakter*

    * Ida Charlotte: Stört keinen, ruft aber auch keine Begeisterungsstürme hervor.

    * Vada-Valerie: Klingt gelallt, Vada wirkt selbstgebastelt, und der Bindestrich stört.

    * Arya Stephanie: Oh, ein „Game of Thrones“-Kind! 🙂 Die Kombination gefällt mir sogar.

    * Sanne: Da ist ein Su- verlorengegangen.

    * Matt: Im englischen Sprachraum von mir aus (Wobei das Kind da wohl auch eher Matthew heißen würde). Ich denke, dass deutsche Zungen ihn auch oft deutsch aussprechen werden.

    * Rut-Anna: Grundsätzlich ja, aber bitte mit -h und ohne Bindestrich.

    * Dominykas: Weiß jemand, woher diese Form kommt? Für ein deutsches Kind hätte Dominik doch völlig gereicht.

    * Ive Niklas: Wie wird denn Ive ausgesprochen? Deutsch? Englisch? Ist das womöglich ein verunglückter Yves? Und wie passt Niklas da rein? Fragen über Fragen…

    * Lukas Andreas: Beides schöne Namen, aber sie passen für mich nicht so richtig zusammen.

    * Romina-Fiona: Beides schöne Namen, aber durch die Vokalwiederholungen wirkt es doppelt gemoppelt. Und der Bindestrich muss weg!

    * Daniel Werner: Daniel ist schon immer einer meiner Lieblingsnamen. Werner ist vermutlich der Opa. Haut mich in der Kombination nicht um, tut aber auch nicht weh.

    * Siva: Die eine Ermittlerin aus NCIS heißt doch so, oder? Genau, nur mit Z vorne. Ich mag den Namen.

    * Eliah Zachäus: Klingt mir persönlich zu fromm. Und ich meine auch, dass Zachäus ein eher unangenehmer Zeitgenosse war.

    * Moritz Nero: Dann hoffen wir mal, dass er schwarze Haare hat und später nicht nach Rom fährt… 😛

    * Máté: Junge oder Mädchen? Und Matteo oder Mattea war zu langweilig?

    * Anissa Celina: Chantalismusverdacht. Und klingt auch nicht gut zusammen.

    * Kevin Nicholas: Oh, ein Kevin! Die Eltern trauen sich was! 😛 Aber Nicholas passt gut dazu.

    * Caja Matthea: Auf ins lebenslange Buchstabieren…

    • Marthe sagt:

      Maté müsste männlich sein, oder!? Sonst würde es doch Mátée heißen oder?

    • Maria Th. sagt:

      Ja, ich versteh aber den accent auf dem a nicht.

    • Marthe sagt:

      Wer das erklären kann, rücke bitte mit der Sprache heraus.

    • Marthe sagt:

      …obwohl: Ich habe einmal von einer „Kim Noel“ gehört. Da war das Standesamt wohl beim Französisch-Unterricht gerade Kaffeetrinken oder das Genderkind konnte sich sehr gut als Mädchen verkaufen.

    • Jan sagt:

      Um Pardon, aber Máté klingt für mich extrem nach haitianischem Voodoo oder nach Menschenfresser aus dem inneren Belgisch-Kongo…

    • Isabel sagt:

      Hallo alle zusammen,

      Ich bin neu hier, verfolge diesen Blog aber schon seit ein paar Wochen und bin zunehmend begeistert. Ab sofort bin ich wohl öfter hier zu finden.

      Zum Thema Máté: es handelt sich hier um die ungarische Form des Namens Matthäus. ich mag ihn persönlich nicht und würde ihn auch nicht vergeben weil er mich an den von mir so heißgeliebten Mate-Tee aus meiner Heimat erinnert aber jedem das seine. Der Name ist richtig geschrieben, daher vermute ich einen ungarischen Hintergrund bei den Eltern.

    • Marthe sagt:

      Aha! Danke!
      Ich würde Máté automatisch Mateee aussprechen und nicht wie den Mate-Tee Matö.
      Hier wieder mal: Mit entsprechendem Hintergrund geflt mir der Name, wenn die Eltern nun auch noch etwas mit dem biblischen Hintergrund und der Bedeutung etwas anfangen können: Wunderbar. Das Kind wird wohl keine großen Hänseleien erleben müssen – der Name ist ja recht easy, kurz, kein Zungenbrecher, verständlich und gut zu behalten. Nur die Accents machen ihn schwer.

    • Isabel sagt:

      Wieso sprichst du denn den Mate-Tee „Matö“ aus? Die Aussprache ist eigentlich wie die des Wortes „Mathe“.

      Bezüglich des Namens „Máté“: Im ungarischen werden ALLE Wörter auf der ersten Silbe betont. Das akzentuierte „é“ verlangt eine Aussprache wie der Laut „ä“.

    • Marthe sagt:

      Ja ein sehr kurzes ö. Also kein ööh sondern wie Mathe nur mit langem a: Maaate. So wie ein Grundschüler „T“ sagt.

    • Isabel sagt:

      Alles klar, das macht Sinn 🙂

    • Jan sagt:

      Ha, ich hatte mich auch über das -ö bei „Matö“ gewundert. Das Problem liegt einfach darin, daß es keine auf Anhieb verständliche ASCII-Umschrift für den Schwa-Laut gibt. Also für den unartikulierten Vokal wie im englischen Artikel „a“ oder in den -e’s im französischen „monde“ oder im deutschen „Ratte“. Den Laut gibt es in fast jeder Sprache, aber schon, um einen Begriff dafür zu finden, mußten sich die Sprachkundigen mit der hebräischen Bezeichnung „Schwa“ behelfen.

      Im Spanischen wird „Mate“ aber eher als /MAHttä/ ausgesprochen, denn als /MAHt[schwa]/), oder?

    • Rebecca Sophie sagt:

      Wenn im Spanischen Maté (zwei Akzente gibt es NIE) steht würde das in etwa MaTÄ ausgesprochen.
      Mate (ohne Akzent sowie Máte, was aber ausprachetechnisch keinen Sinn macht) würde MAt[schwa] oder MAtä (mir sehr kurzem ä gesprochen.

    • Jan sagt:

      Gna, das mit den „Mikro-Aussprachen“ ist so schwierig und mir fehlt dazu auch die linguistische Bildung…

      Ich meine aber eben doch, daß einen hörbaren Unterschied zwischen dem spanischen /MAHtä/ (mit kurzem ä) und dem deutschen /MAHt[Schwa]/ gibt… Was ja auch kein Problem ist.

      Mathe hingegen als Schreckensruf aller Schüler wird zumindest norddeutsch exakt wie „Matte“ (also wie in Hängematte) ausgesprochen. Also nicht mit langen a…

    • Isabel sagt:

      Oje, so langsam wird es schwierig. Eine ausgebildete Linguistin bin ich auch nicht. Ich spreche den Tee aus wie „Mathe“ (und damit auch wie „Matte“ wie Jan richtig erkannt hat). Allerdings bin ich Lateinamerikanerin (und daher spreche ich auch lateinamerikanisches Spanisch). Da es signifikante Unterschiede zwischen kontinentalspanischer und lateinamerikanischer Sprache gibt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein Madrilene eher /MAHtä/ sagt. Die Menschen in Andalusien und die Lateinamerikaner sind berühmt-berüchtigt dafür, die Endungen eines Wortes halb zu „verschlucken“, da bildet sich daher schnell die Aussprache /MAHt[Schwa]/.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich kann Spanisch auch nur aus der Schule, meine Ausspracheangaben,waren also vielleicht etwas zu „überzeugt“.

    • Jan sagt:

      Und ich meinerseits bitte um Pardon dafür, durch schulmeisterliche Genauigkeit und die übliche Jansche Rechthaberei möglicherweise zusätzliche Konfusion geschaffen zu haben. Im Grunde ist die Sache nun wohl klar.

      Ich würde aber im Deutschen den Mate-Tee wirklich anders aussprechen als Mathe oder Matte, nämlich eben mit langem a: /MAAt[schwa]/. (In Süddeutschland mag das anders sein, weil da ja vielleicht auch das a in Mathe länger ausgesprochen wird als im Standarddeutschen.)

      (Wenn jemand eine Lösung für das Problem „Wie stelle ich ein Schwa mit ASCII-Zeichen dar, sodaß sofort jeder kapiert, was gemeint ist?“ findet, schlage ich ihn persönlich für das Große Bundesverdienstkreuz vor.)

    • Maria Th. sagt:

      Nein, auch downunder in Bayern sagt man „Maat(e)“-Tee und Mathe als Wissenschaft wird mit kurzem, hellem a ausgesprochen, also wie die Matte, nur das a ist hell.

    • Maria Th. sagt:

      Bin grad nochmal in der Liste an
      Roman Paul
      hängengeblieben und schließe mich Monis Auffassung uneingeschränkt an. Roman hört man in Bayern zwar selten, ist aber doch irgendwie präsent, außer Roman Herzog 😉 kenne ich zwei weitere „echte“, einer mindestens Ü50, der andere ca. 25.

    • Ini sagt:

      In IPA wird der e-Schwa als [ə] dargestellt…

    • Jan sagt:

      Na ja, aber wer kann schon IPA-Lautschrift wirklich flüssig lesen, geschweige denn schreiben? Ich jedenfalls nicht… Gar nicht so schlecht finde ich die Lösung, das @ für das Schwa zu verwenden, wenn es wirklich auf die Abgrenzung zum kurzen, offenen e oder zu anderen Vokalen angekommt, wie zum Beispiel oben bei /MAHt@/ vs. /MAHtä/.

  5. Barbara sagt:

    Na, da sind ja wieder ein paar Sachen dabei…

    Nora Florelina – ein bisschen tralala
    Roman Paul – nicht mein Geschmack, aber völlig in Ordnung
    Ellie Sophie – -ie -ie zuviel IE, ein richtiger Name wäre besser gewesen
    Josefina Isabella Sky – was soll der alberne Himmel?
    Carmen Hermina Mathilde – ich hätte Matilda genommen, aber sonst gar nicht so übel
    Logen Karl – zu welcher Loge gehört denn der Logen-Karl?
    Ty – fass!
    Alojeami – ich hoffe, eine sehr entlegene Muttersprache
    Ben Philip – wem’s gefällt; mir nicht
    George Alexander – wer hat denn da Pate gestanden?
    Liam Luciano – mir schiesst Lucky Luciano durch den Sinn, wobei wir schon beim Thema wären. Wann kriegt der Junge sein erstes MG?
    Elio – warum denke ich bei diesen Namen immer an Brölio?
    Ida Charlotte – siehe Roman Paul
    Vada-Valerie – vade retro, und das bitte ohne Bindestrich
    Arya Stephanie – klingt mir zu arisch oder esoterisch
    Sanne – Susanna ist so ein schöner Name…
    Matt – Schachmatt
    Rut-Anna – scheussliches Schriftbild. Warum nicht gleich Rutanna? Zudem käme für mich nur Ruth infrage
    Dominykas – ein Kaaskopp? Männlein, Weiblein? Sieht nach Bastelkeller aus.
    Ive Niklas – siehe Ben Philip
    Lukas Andreas – solide
    Arseniy – sehr merkwürdige Schreibweise
    Romina-Fiona – lasst den Bindestrich weg! Niemand ruft ein Kind mit einem 5- bis 6-silbigen Namen!
    Giulie Lucia – fröhliches Buchstabieren! Giulia wäre italienisch eindeutig gewesen, aber so: July – Julie…
    Daniel Werner – siehe Roman Paul
    Siva – hat’s für Shiva nicht gereicht?
    Eliah Zachäus – Eliah grusel, grusel, und für den Zweitnamen finde ich die deutsche Schreibweise eher ungünstig – man liest Zacheus
    Moritz Nero – dreimal schwarzer Kater?
    Máté – Mathe für Anfänger? Oder hat jemand die Akzenttaste gerade erst auf der Tastatur entdeckt?
    Anissa Celina – naja
    Kevin Nicholas – oh, man vergibt wieder Kevin? Der mit N beginnende Zweitname klingt nicht gut dazu
    Caja Matthea – Wo liegen die Überweisungsformulare? Egal, wo der Name herkommen soll (Caius, Katja…), klingt für mich nur nach Kosename, der im Freundeskreis bleiben sollte

  6. Jan sagt:

    Moritz Nero. Auch wenn man kein Christ ist, sollte man kulturell belastete Namen wie gerade Nero nicht vergeben, es sei denn man weiß sehr genau, was man tut. Und ich gehe einfach mal davon aus, daß die Eltern das in diesem Fall eben nicht gewußt haben.

    Außerdem klingt Nero auch noch nach irgendeinem Dobermanns-Kettenköter. Also wie Hektor, Axel oder Harras.

  7. Mareike sagt:

    Kevin Nicholas – Oh, ein Kevin! Dass habe ich heute morgen auch gedacht. So schlimm finde ich Kevin gar nicht. Da finde ich Liam Luciano schlechter, ein englisch-italienischer Stilmix. Nicholas in der englischen Schreibweise könnte sogar englischen Hintergrund vermuten lassen. An dem schlechten Ruf von Kevin wird sich in den nächsten Jahren wohl nichts ändern. Pech haben die Kevins, die jetzt so 25 Jahre alt sind, denn ihre Eltern haben mit diesem Negativ-Image von Kevin bestimmt nicht gerechnet.

    Ida Charlotte – ist ja eigentlich einer der besten Namen heute. Der Name ist auch grundsätzlich in Ordnung. Aber ich bin kein Fan von Charlotte und Ida ist mir gerade zu „hip“ – Ida finde ich schon wieder zu toll, zu modern und zu kurz. Wenn es Linda Charlotte gewesen wäre … oder so ähnlich.

  8. Angela sagt:

    Nero – könnte auch Absicht sein…wie andere eben Rut oder Elia Zachäus bewusst wählen. Letzteren spricht man auf Deutsch tatsächlich Zache-us. Wie sonst? Er war ein Bösewicht (betrügerischer Zöllner), der durch eine Begegnung mit Jesus geläutert wurde und das Gestohlene vierfach zurück gab, dazu die Hälfte seines Vermögens den Armen schenkte. Also keine so schlechte Figur. Es gibt wenig biblische Figuren die nur gut sind. Der allgemein beliebte (König) David zum Beispiel war ein Ehebrecher und Mörder; hab aber noch nie gehört, dass sich jemand bei der Namenswahl daran störte.

    Bin wieder mal froh, keine StandesbeamtIN zu sein. Ich nehme an, die dürfen nichts sagen was ihre Meinung angeht, es sei denn, es sprechen rechtliche Gründe gegen den Namen. Ich könnte das nicht. Logen! Uah.
    Ty. Alojeami. Sanne. Dominykas. Arseniy. Máté. Da hätte ich meinen Mund nicht halten können. Dagegen finde ich den zweifellos stummen Drittnamen Sky zwar nicht schön aber harmlos.
    Das Schlimmste für mich ist ein schrecklicher Erstname ohne Alternative. Da kann ein Zweitname u.U. eine Gnade sein. Zum Beispiel würde ich den Bindestrich ignoriere und mich lieber Valerie nennen lassen als Vada.
    Überhaupt, wozu Bindestriche? Gilt das dann rechtlich beides als Rufname (mit welchem Vorteil?)? Denn aussprechen kann man es ja immer wie man möchte. Wobei ich bezweifle, dass all diese Bindestrich-Eltern es durchhalten, immer Immanuel-Maximilian zu sagen. Naja, vielleicht bei einem Einzelkind.

    Am besten gefallen mir Isabella – meine Großtante hieß so – und Nicholas (aber gerne mit K, und bitte bloß nicht abkürzen).

    • Barbara sagt:

      Na, das hoffen wir doch alle, dass die Eltern die Namen für ihre Kinder mit Absicht wählen – auch wenn es in unseren Augen manchmal doch arg in die Hose geht.
      Zachäus würde ich auch Zachä-us aussprechen, doch beim ersten Überlesen bildet man bei „ÄU“ unweigerlich auch diesen Laut. Deshalb würde ich Zacharias vorziehen.

      Zwei durch Bindestrich verbundene Namen gelten rechtlich als ein Vorname, das ist vielen Bindestrichfetischisten wahrscheinlich nicht klar. Ich kann mich gut an die Klagen eines entfernten Verwandten (mit demselben langen Nachnamen) erinnern, der überall als Johannes-Martin gelistet war/ist. Sein kompletter Name passte in kein Formular.

    • mgl sagt:

      dagegen hilft: sich selbständig machen. also eine Firma gründen.
      warum?
      man kann den abgekürzten Namen als Firmennamen eintragen lassen, darf ihn dann offiziell auch benutzen.
      zb wenn jemand Hans-Jürgen Heimlich heißt und nennt die Firma „Buchhandlung Jürgen Heimlich“, kann er auf seinem Briefkopf und seinem Ladenschild nur Jürgen verwenden, wenn ihm Hans nicht gefällt. Das wäre dann nicht mal falsch

      andererseits:
      und auch seine Visitenkarten kann man so drucken, dass man halt überall als „Jürgen“ bekannt ist. Seine Freunde kann er auch bitten ihn nur Jürgen zu nennen. das wäre dann zwar offiziell nicht ganz korrekt, trägt aber zur Verbreitung bei. alle denken dann er heißt nur Jürgen.
      und FRÜher wurde das sogar weit so gemacht.
      Knud nimm das mal irgendwo in die Tipps hinein „Hilfe mein Name gefällt mir nicht“

    • Jan sagt:

      In Evangelistan gibt es ab und zu Zachäus-Kirchen – so auch in Hannover, nämlich im Stadtteil Burg, gar nicht weit von hier. Als Vorname hat das zwar m.W. keine Tradition; ich vermute aber auch, daß der Name zumindest kein Unfall war, sondern „bewußt“ gewählt wurde.

      Bei Ida habe ich weiterhin unangenehm die olle BRD-Moralin-Bombe Ida Ehre mit ihrem Wolfgang-Borchert-Geheule („Sagt Nein!“) vor Augen und in den Ohren.

    • Mareike sagt:

      Bei Ida denke ich immer an Michels kleine Schwester, die ist ja auch wirklich süß und ich kann verstehen, wenn jemand sich davon inspirieren läßt.
      Der Name ist ja auch nicht schlecht, man kann bestimmt gut damit leben. Aber ich selbst würde lieber einen etwas längeren Namen vergeben.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Zachäus spreche ich ganz klar mir getrennte ä-u aus. Ich wäre gar nicht daraud gekommen das anders zu machen.

  9. Astrid sagt:

    Auch ich freue mich diesbezüglich keine Standesbeamtin su sein 😉
    Es wurde heute schon viel gesagt womit ich völlig einverstanden bin.
    Ich möchte nur kurz zu Arseniy sagen, dass es in meinen Ohren zu sehr wie Arsenik klingt.

    Ich fange daher mal an einiges etwas anders zu sortieren.

    Daniel Moritz
    Lukas Werner
    Philip(p) Andreas
    Fiona Charlotte
    Romina Valerie
    Ida Josefina

    Carmen Lucia (vielleicht zu viel Sevilla?)

  10. Marthe sagt:

    Zunächst: Es überrascht mich, dass ich Kevin nicht schubladig empfinde! Kevin Nicholas mit dem wohl gewählten h klingt eher wie jemand der Ahnung von englisch hat und eben nichts vom Kevinismus wusste.

    Wahlpflicht:
    Ida Charlotte *
    Caja Matthea * lieber Kaja Matea, aber Caja mag ich – der harte Konsonant holt es aus Lalelu-Ecke
    Carmen Hermina Mathilde * Ich würde das Carmen immer verschweigen
    Daniel Werner * Onkel Werner darf das

    Wildgeschüttelt:
    Anna Mathilde

    Philip Daniel Nicholas
    Paul Niklas

    Lalelu
    Ellie Sophie *
    Nora Florelina * Florentina!
    Elio *

    Schublade
    Logen Karl *
    Ty *
    Alojeami *
    Liam Luciano *
    Dominykas *
    Ive Niklas * eben nicht Üffes
    Romina-Fiona *
    Anissa Celina *

    Nicht echt!?
    Vada-Valerie * Waddehaddedudeda!
    Arya Stephanie * klingt trotzdem nach Arier!

    Ich möchte ergänzen:
    George Alexander * Louis
    Sanne * Su
    Matt * hew

    • Gabriele sagt:

      Eine kleine Aria Shirin kenne ich auch, ein niedliches Kind, aber mit dem Namen habe ich auch ein Problem, Aria, die Bedeutung sei eine Kurzform von Maria sagten mir die Eltern??

  11. Hanna sagt:

    Nora Florelina – zu süß
    Roman Paul – kann man machen
    Ellie Sophie – Ellie ist für mich kein Name
    Josefina Isabella Sky – ohne Sky wärs durchaus ok
    Carmen Hermina Mathilde – zu viel des Guten
    Logen Karl – Karl hat gelogen?
    Ty * Alojeami – was ist das?
    Ben Philip – joa
    George Alexander ´- spricht man es dann Alexander aus oder Älegsänder?
    Liam Luciano – heißt hoffentlich nicht Müller mit Nachnamen
    Elio – auch noch nie gehört
    Ida Charlotte – in Ordnung
    Vada-Valerie – wadawadawa
    Arya Stephanie – mag Arya nicht
    Sanne – wenn dann Susanne und schon das fänd ich nicht ganz so prickelnd
    Matt – hat ebenfalls hoffentlich nen englischen Nachnamen
    Rut-Anna – finde Rut(h) ist noch nicht ganz wieder da
    Dominykas – woher kommt das?
    Ive Niklas – Sollte das Yves heißen? Oder Eve? und wie soll man das aussprechen?
    Lukas Andreas – ist ok, aber wegen des Reimes nicht optimal
    Arseniy – kenn nur „Arsen“ als (türkischen?) Mädchennamen
    Romina-Fiona – ohne Bindestrich eigentlich ganz schön
    Giulie Lucia – Italienerin? Wenn nicht: Warum diese komplizierte Schreibweise. Und selbst wenn hätte ich Giuliana besser gefunden Daniel Werner – passt
    Siva – kenn ich nicht
    Eliah Zachäus – mag beide Namen nicht sonderlich, passt aber
    Moritz Nero – Moritz in Ordnung, aber Nero ist dann doch etwas unpassend
    Máté – Mate-Tee? Mathe?
    Anissa Celina – kleine Prinzessin mit Basteleltern
    Kevin Nicholas – Der gute alte Kevin
    Caja Matthea – nicht meins

  12. Annemarie sagt:

    Seit ich kürzlich auch mit „Game of Thrones“ angefangen habe – Jahre nach allen anderen 😉 -, kann ich die Begeisterung nicht weniger Eltern für Arya schon besser verstehen. Mal sehen, wie sich die Figur entwickelt. Trotzdem: der Arier stört.

    Das Wahlpflichtspiel verweigere ich diese Woche 🙂 Ida Charlotte ist okay. Ive Niklas würde mir als Ivo gefallen, erinnert dann auch nicht mehr an Yves/Üffes.

  13. Jan sagt:

    In der Papier-HAZ von vorgestern (S. 29) ein (nicht sehr langer) Artikel über Serien als Quelle von Vornamen. Artikel ist offen online:

    http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Fernsehen/Khaleesi-krabbelt-durch-das-Kinderzimmer

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich wäre mir da aber nicht bei allen Namen sicher, dass die tatsächlich durch film und Fernsehen inspiriert wurden. Bei Leon z.B. tippe ich eher auf eine parallele, sich verstärkende Entwicklung.

    • mgl sagt:

      der Artikel beschreibt Fantasynamen in Amerika und da ist das Gefühl für Namen sowieso anders. nur im Satz über Neo wird auf Deutschland verwiesen.
      warum jemand auf die Idee kommt einen Namen aus dem Fernsehen zu verwenden ist vermutlich aber auch nicht eindeutig. Der Amerikaner vielleicht gefühlsüberwältigt weil er in diesem Moment die ganze Weltfrage in einem Namen sieht. Der Deutsche vielleicht weil er cool sein will, sich von der Elterngeneration abheben möchte, oder weil er selbst es gerne bunt mag. da kann man auch wieder verschiedene Untergruppen unterscheiden, aber das überlasse ich lieber den Spezialisten.
      Lorelay:
      auch wenn Loreley eine deutsche Figur sein mag ist es als Name in Deutschland schon sehr ausgefallen(man stelle sich vor „Rotkäppchen“; wird vermutlich mit einem Getränkhersteller geärgert)
      in Amerika gehts. Als Name etwabaliert durch eine Fernsehserie und in der Nebenbedeutung taucht „eine Sagengestalt“ auf. er denkt: ja, ganz ok, machbar. kurz: der Bezug zur Sagengestalt ist etwas länger(eine längere Wäscheleine stelle man sich vor).

  14. Sabina sagt:

    Mir gefallen diese Woche:

    Ellie Sophie * Ida Charlotte * Giulie Lucia

  15. cassis sagt:

    Über Dominykas wird gerätselt – ich würde auf Litauen tippen. Gestern habe ich in einem Konzert zwei Stücke eines litauischen Komponisten gesungen, dessen Vorname Vytautas lautet, würde doch passen.

    • Jan sagt:

      Jäp, bei Namen auf -as ist immer der Anfangsverdacht: Litauer…

      Ich hab’s nicht so mit Polen-Litauen (es gibt da ja engste historische Verbindungen), aber Dominykas hätte ich auch noch nirgendwo gehört.

      Vytautas. Ich fand es immer schon amüsant, daß die polnische Form davon so komisch germanisch klingt: Witold. Das ist aber wirklich ein sprachlicher Zufall.

    • cassis sagt:

      Ach, Vytautas ist Witold? Das wusste ich gar nicht, wieder was gelernt!

  16. Rebecca sagt:

    Danke für die ausgefallenen Namen. Mir ist dabei besonders Josefuna aufgefallen. Meine liebe Oma heißt Christiane Josefa und falls ich mal ein Mädchen bekommen sollte, möchte ich ihren Zweitnamen ebenfalls als Zweitnamen weitergeben. Weniger aus Familientradition sondern aus Verbundenheit zu meiner Oma.

    Grüße

    • Jan sagt:

      Ich persönlich meine, daß man zwischen emotionaler Verbundenheit zu einem bestimmten Ahnen (Liebe, Verehrung — oder neudeutsch „Respekt“) einerseits und Familientradition nie sauber trennen können wird. Und wenn dann auch noch persönliche Interessen eine Rolle spielen („Onkel Holger kauft dem kleinen Ben Holger immer Fußballtrikots“, wie es hier vor Monaten mal sehr hübsch hieß.) – was soll’s? Oder Tante Kerstin, die für Mia-Mara Kerstin sowohl als liebe Tante, als auch als Hilfskindergärtnerin, als auch als Notfall-Kreditgeberin für Alice und Florian auf dem Schirm ist.

      Familien sind immer schon sowohl Interessen- als auch Emotionsgemeinschaften gewesen. Seid mal froh, wenn Ihr aus einer halbwegs intakten Familie kommt.

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