Babynamen der Woche 35/2017

Alessia Arielle * Adrian Aurelius * Bendix Bo * Benno Balthasar * Chalsey Chayanne * Carl Carsten * Dwayne Devon * Dolores Delfina * Emma Emilia * Erik Elias * Finja Franziska * Florian Friedrich * Gustav Gottlieb * Giorgi Gabriel * Hans Hermann * Hanna Helene * Ilvy Isabell * Ina Ida * Justus Jonas * Jolina Jolie * Knud Karl * Kalea Kristina * Leni Lexine * Lenhard Luc * Miley Milane * Max Manuel * Nele Noralie * Nino Noel * Oskar Olav * Ole Otto * Pepe Piet * Pia Paulina * Raffaela Regine * Rick Ramon * Sophie Silvia * Sydney Sam * Tristan Thore * Tessa Tabea * Vincent Valentin * Vanessa Victoria

Schöne, furchtbare, normale, exotische, verrückte, lächerliche, populäre und ungewöhnliche Vornamen von Neugeborenen der letzten Tage

Babynamen der Woche mit Alliterationen gab es 2011 schon einmal!

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

148 Kommentare zu "Babynamen der Woche 35/2017"

  1. Maria Th. sagt:

    OMG, die Alliterationswelle! Das ist natürlich Lästerpotential ersten Ranges, weil schon beim ersten Überfliegen die Haare zu Berge stehen!
    So, erstmal noch die halbwegs machbaren, die nicht sofort nach Witzfigur oder Schublade erinnern (und die ich trotzdem oft weder empfehlenswert finde noch selbst so vergeben würde):
    Carl Carsten
    Florian Friedrich
    Hans Hermann
    Hanna Helene
    Justus Jonas
    Knud Karl
    Max Manuel (hier müsste es unbedingt Max Emanuel heißen)
    Oskar Olav
    Raffaela Regine (Raphaela wäre schöner)
    Pia Paulina
    Sophie Silvia
    Tessa Tabea
    Tristan Thore
    Vincent Valentin
    Vanessa Victoria

    Die (zumindest gefühlten) Doppelmoppel:
    Emma Emilia (mit Steigerung!)
    Finja Franziska
    Ina Ida
    Jolina Jolie
    Miley Milane
    Ole Otto
    Pepe Piet
    Erik Elias

    Bei Vermeidung der Alliteration wären einzelne Namen ja durchaus machbar:
    Alessia [Arielle]
    Adrian [Aurelius]
    Gustav [Gottlieb]
    Benno Balthasar
    Ilvy Isabell
    Giorgi Gabriel

    Der Rest klingt für mich zumeist „schrottig“ und die Alliteration verstärkt den Effekt, also Schublade auf!
    Chalsey Chayanne
    Dwayne Devon
    Dolores Delfina
    Kalea Kristina
    Leni Lexine
    Lenhard Luc
    Nele Noralie
    Nino Noel
    Rick Ramon
    Sydney Sam

    • Maria Th. sagt:

      Ich sehe gerade, da ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen, Erik Elias hätte eine Kategorie weiter rauf einsortiert gehört.
      Und bei Leni Lexine und Kalea Kristina ist ein Name (Leni bzw. Kristina) unter Vermeidung der Alliteration natürlich auch möglich.

  2. Alina sagt:

    Ach du je, „Sydney Sam“?!
    Klingt für mich nach wildem Westen: „Schlagzeile! Buffalo Bill macht gemeinsame Sache mit Sydney Sam! Kaufen Sie die neueste Ausgabe der Prärie News!“
    Ansonsten Stimme ich Maria Th. auch weitestgehend zu 🙂

  3. Jan sagt:

    oO

    Aus dem Gedächtnis ein Witz aus Lothar Günter Buchheims „Das Boot“ (also aus der Romanvorlage, in der Verfilmung taucht das nach meiner Erinnerung nicht auf):

    Was lernen die Mädels eigentlich auf der „Reichsbräuteschule“? Mit ’nem Stück Kreide im Hintern „OTTO OTTO“ an die Tafel zu schreiben.

    Carl Carsten. Man ist sofort beim Ex-BRD-Präsidenten Karl Carstens, der „Herr aus Bremen“. Politisch nicht mein Fall, war aber der wirklich erträglichste Bundespräsident, den wir hier zu meinen Lebzeiten gehabt haben.

    Karl Konrad Koreander, Bastian Balthar Bux.

    Ottos olle Ottilie offeriert Ole Ohnmachtsanfälle.

    Kuddel Klaas Klötterpott

  4. Petronella sagt:

    Gustav Gottlieb ist eine wunderschöner Name. Gottlieb sowieso über-schick.
    Und es sind noch mehr schöne dabei: Hans Herman usw

    • NoNames sagt:

      Du meine Güte…Petronella ..Gustav..Gottlieb… . Wollen Sie eine Familie gründen oder entwerfen Sie eben ein Comic? Die Namen sind ja was von Asbach-Uralt…

    • Petronella sagt:

      Asbach-uralt wird sehr geschätzt. Bedeutet uralt oder alt was gutes oder schlechtes für Sie?!

    • Petronella sagt:

      Ehrlich gesagt, ich liebe die Gottfried, Traugott und diese Namen unwahrscheinlich und finde sie schick und frisch. Gibt es irgendwo eine Liste von diesen Namen?

    • Irmi sagt:

      Gottlieb find ich auch ganz toll, so hieß mein Opa. Er wäre inzwischen 138 Jahre alt ;-);-)

  5. Alexander sagt:

    Es gibt einen Fußballer, der Sidney Sam heißt.
    Also Sidney als Vor-, und Sam als Nachname.

  6. Mareike sagt:

    Oh, oh heute ist Alliteration angesagt.

    Ina Ida, Leni Lexine – Soll das ein Witz sein?

    Justus Jonas – die drei ??? lassen grüßen

    Ein paar machbare Kombis sind aber auch dabei:

    Benno Balthasar – Benno gefällt mir, ist viel besser als der so häufige Ben. Benno könnte ruhig beliebter werden. Balthasar als Zweitname ist in Ordnung.

    Florian Friedrich – schöne Kombi, das passt. Florian ist ein guter Rufname, Friedrich gleicht den weichen Klang von Florian etwas aus.

    Max Manuel – klingt gut zusammen. Ich würde hier Manuel als Rufnamen bevorzugen. Max ist natürlich in Ordnung, aber ich mag einsilbige Namen nicht so. Dann nehme ich lieber den Dreisilber.

    Erik Elias – wirkt wie eine Aufzählung. Erik gefällt mir. Die Kombi kann man machen.

    Bei den Mädels würde ich mir wohl Hanna Helene aussuchen. Hanna ist ein guter Rufname. Helene ist Ordnung, das passt dazu, kann man gut vergeben.

    Diese Zweitnamen würden mir als Rufnamen auch noch gefallen:
    Emilia, Paulina, Tabea und Victoria.
    Daraus würde ich Tabea Victoria basteln, das gefällt mir und würde ich auch vergeben.

  7. Jan sagt:

    Man sollte, gerade angesichts des Konsonantenreichtums der germanischen Sprachen, auch die deutschen Konsonantenkombis (ich komme gerade nicht auf den korrekten Begriff), nicht vergessen:

    Pfanny Pferda Pflockenborstel
    Freya Frauke Fräulein vron Frühlingen
    Schlehmil Schlagmich Schlingensief
    Pfrank-Pfred Pfropfenhausen
    Tsvenja Tsvani ter Stegen
    Frider Fjodor Tebartz-van Elst
    Rienzi Richie Ratzinger-Bergoglio

    oder so… 🙂

  8. Astrid sagt:

    Zu fast jedem Buchstabe ist etwas dabei.
    A: Adrian
    B: Benno
    C: Carsten
    D: leider nichts
    E: Erik
    F: Florian / Franziska
    G: Gustav
    H: Hanna (obwohl es langweilig ist)
    I: Isabell
    J: Jonas / Jolina (obwohl Jolina nicht mein Fall ist, kann man es machen)
    K: Kristina
    L: leider nichts für mich (bei Wahlpflicht: Luc)
    M: Manuel
    N: Noralie
    O: Oscar statt Oskar – Ole geht auch
    P: Paulina
    Q: nichts
    R: Raffaela / Ramon (am liebsten mit Spanischen Nachnamen)
    S: Silvia
    T: Tessa
    U: nichts
    V: Vincent / Victoria
    W und weiterhin gibt es nicht.

  9. Moni sagt:

    * Alessia Arielle: Die Eltern scheinen Hardcore Disney-Fans zu sein. (Alessia Cara singt das Lied im Nachspann von „Vaiana“)

    * Adrian Aurelius: Adrian mag ich, Aurelius ist mir zu heftig. Klingt zusammen zumindest nicht ganz schlimm.

    * Bendix Bo: Nicht mein Fall, aber in sich stimmig.

    * Benno Balthasar: Da denke ich auch spontan an Bastian Balthasar Bux. Mit Benno könnte ich noch leben, meine Favoriten sind beide Namen nicht.

    * Chalsey Chayanne: Wäre sogar korrekt geschrieben noch hochgradiger Chantalismus. Armes Kind!

    * Carl Carsten: Meine erste Assoziation war auch der Ex-Bundespräsident… Grundsätzlich keine schlechten Namen, sind mir im Zusammenspiel aber zu hart.

    * Dwayne Devon: Für den Spross einer amerikanischen Familie okay, sonst zu kevinistisch.

    * Dolores Delfina: Tut mir leid, schmerzhafte Meeressäuger sind einfach nicht mein Fall, egal ob mit Alliteration oder ohne.

    * Emma Emilia: Fühlt sich doppelt gemoppelt an.

    * Erik Elias: Erik mag ich, Elias klingt im Vergleich einfach zu weich. (Matthias wäre z.b. für mich okay gewesen.)

    * Finja Franziska: Kann man machen.

    * Florian Friedrich: Nicht ganz rund, aber auch nicht schlimm.

    * Gustav Gottlieb: 100 Jahre zu spät geboren.

    * Giorgi Gabriel: Giorgi finde ich seltsam, Gabriel mag ich.

    * Hans Hermann: Auch eher Anno 1917…

    * Hanna Helene: Macht Johanna Helene draus, und ich bin an Bord.

    * Ilvy Isabell: Hier stört mich vor allem, dass die beiden i-Laute so aneinanderstoßen. Ilva Isabell wäre da schon runder (und nicht so gewollt niedlich).

    * Ina Ida: VIEL zu ähnlich. (Wer erlaubt sowas?)

    * Justus Jonas: War ja irgendwie klar… *rolleyes* Danke, aber nein danke.

    * Jolina Jolie: Auch VIEL zu ähnlich!

    * Knud Karl: Aha, ein Knud. 🙂 Mir ist die Kombination aus zwei Einsilbern zu kurz.

    * Kalea Kristina: Kalea wirkt selbstgebastelt, Talea fände ich schöner.

    * Leni Lexine: Das ist doch ein Witz, oder? Was soll denn Lexine für ein Name sein??!!

    * Lenhard Luc: Entscheidet euch bitte: Leonhard oder Lennard. Und dann sinnigerweise Lukas hinterher. Oder halt ganz auf französisch als Léon/Leonard Luc. Das hier ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

    * Miley Milane: Wirkt doppelt gemoppelt und chantalistisch.

    * Max Manuel: Keine Einwände. Weiter.

    * Nele Noralie: Wirkt selbstgebastelt und zu gewollt niedlich.

    * Nino Noel: Das No-no ist für mich genau das. Ist mir auch insgesamt zu kurz und zu weich.

    * Oskar Olav: Ich persönlich würde Olaf mit f schreiben. Sonst einverstanden.

    * Ole Otto: Nicht so mein Fall, aber tut auch nicht doll weh.

    * Pepe Piet: Gleich zwei Kurzformen aus unterschiedlichen Sprachen. Nein, danke.

    * Pia Paulina: Wirkt doppelt gemoppelt. Mit Pauline wäre es nicht ganz so schlimm.

    * Raffaela Regine: Lieber Raphaela. Grundsätzlich hübsch.

    * Rick Ramon: Ricardo Ramon. Von mir aus auch Richard Ramon. Aber bitte nicht Rick als Vollname!

    * Sophie Silvia: Reihenfolge vertauschen, und wir kommen ins Geschäft.

    * Sydney Sam: Nennt ihn doch einfach Kevin!

    * Tristan Thore: Beides schöne Namen, aber in Kombination nicht rund.

    * Tessa Tabea: Bin dafür.

    * Vincent Valentin: Klingt erstaunlich kultiviert.

    * Vanessa Victoria: Ist genehmigt.

    Favoriten diese Woche:
    Raphaela Regine und Tessa Tabea
    Bei den Jungs haut mich keine Kombination vom Hocker. Einige Einzelnamen (Tristan, Adrian, Karsten, Vincent, Erik, Olaf) finde ich gut, aber das war’s auch.

    • Gabriele sagt:

      Zu Ole Otto, dachte immer Ole sei eine nordische Kurzform von Otto? Und Gustav ist im Kommen, kenne schon zwei Kleine Gottfried würde ich als Nachbenennung gelten lassen. Im Großen und Ganzen stimme ich Dir zu.

  10. Mark sagt:

    Okay, Alliterationen–mir gefällt das oft.

    Schön finde ich vor allem:

    männliche Namen, in dieser Reihenfolge:
    1. Gustav Gottlieb
    2. Hans Hermann
    3. Benno Balthasar
    4. Florian Friedrich
    5. Adrian Aurelius
    6. Justus Jonas
    7. Oskar Olav
    8. Erik Elias

    weibliche Namen:

    1. Hanna Helene
    2. Sophie Silvia
    3. Vanessa Victoria
    4. Tessa Tabea

    Die männlichen Kombis gefallen mir deutlich besser als die weiblichen.

    Wir waren im Sommer in Rumänien (sind gerade zurückgekehrt) und somit, hier eine kleine Namenssammlung, der Namen, die mir dieses Jahr dort begegnet sind:

    männlich:
    Stefan (5x); Tudor (2X); David (2X); Daniel (2X); Samuel; Vasile; Andrei; Radu; Ezechiel; Avram; Ioan (genannt Nelu); Mihai; Lucian (2X); Ciprian; Darius; Marius; Luca; Patrick; Nazdravan.

    weiblich:
    Maria (7x); Ana; Aurica; Veronica; Anca; Lidia; Antonia; Patricia; Aurelia; Adriana; Rebeca; Rahela; Cristina; Vera; Sofia; Izabela; Daniela (2X); Elea; Sara.

    Finde es immer wieder faszinierend, wie sich die Namenslandschaft von einem europäischen Land zum nächsten unterscheidet.

    • elbowin sagt:

      Die Sammlung der Rumänischen Namen ist aber spannend!

      Tudor hatten wir vor kurzem bei den Babynamen mit T, den meisten fiel dazu das gleichnamige englische Königshaus ein: http://blog.beliebte-vornamen.de/2017/08/babynamen-mit-t/

      Am meisten staune ich über Nazdravan: Es ist als Vorname extrem selten, kommt aber sowohl als Nachname als auch als gewöhnliches Wort mit der Bedeutung „übernatürlich“ vor. Auch die Verbindung von Ioan zu Nelu erschließt sich nicht sofort, ist Nelu in Rumänien ein gängiger Kurzname für einen Ioan?

    • Gabriele sagt:

      Hallo Mark, das hast gut gewählt, diese Kombination gefallen mir auch.

    • Ayame sagt:

      Interessante Namen gibt es da in Rumänien. Lucian finde ich sehr schön, das wäre auch hier vergebbar, denke ich.

    • Annemarie sagt:

      Mihai kenne ich von den „Vampirschwestern“-Hörspielen meiner Tochter Aurica 🙂

      Wie alt war die Aurica, die du getroffen hast? Mir hat mal jemand erzählt, der Name wäre in Rumänien ähnlich alt und verbreitet wie bei uns z.B. Petra…?

      Spricht man Lucian „Lukian“ oder „Luzian“?

    • Chiocciola sagt:

      „Auch die Verbindung von Ioan zu Nelu erschließt sich nicht sofort, ist Nelu in Rumänien ein gängiger Kurzname für einen Ioan?“
      Ioan ist wohl eine rumänische Form von Johannes. Ich kenne Ionel als rumänische Form von Johannes. Davon läßt sich Nelu ableiten.
      Viele Grüße

    • Mareike sagt:

      Ich finde die rumänischen Namen interessant. Viele Namen trifft man auch in Deutschland, manchmal ist nur die Schreibweise etwas anders z. B. Ana/Anna, Cristina/Christina.

      Diese Namen sind auch hier völlig normal:
      Stefan, David, Daniel, Marius, Luca, Patrick
      Maria, Ana (Anna), Antonia, Cristina (Christina), Patricia, Vera, Daniela, Sara, Rebeca (Rebecca), Sofia (Sophia), Veronica
      Es sind aber auch internationale Namen, die es in vielen Ländern gibt.

      Das rumänisch eine lateinische Sprache ist, erkennt man daran, das einige Namen einen lateinischen Ursprung haben und dass das k nicht vorkommt, Veronica wird die übliche rumänische Schreibweise sein.

    • Jan sagt:

      Darf ich mir erlauben, ganz vorsichtig nachzufragen, ob die relative Häufigkeit von alttestamentarischen Namen (Samuel, Ezechiel, Avram, Rebaca, Rahela, Sara) auch mit der religiösen Disposition Eures Bekanntenkreises zu tun hat? Oder ist derlei in Rumänien normal? Wirklich keine Ahnung…

    • Mark sagt:

      Versuche mal die verschiedenen Fragen anzugehen.

      Zunächst Ioan/Nelu. Tatsächlich werden in Rumänien fast alle Ioans Nelu genannt. Das leitet sich von Ionel ab, wie Chiocciola richtig erkannt hat. Ionel ist die Verkleinerungsform, die sich dann als Nelu verselbstständigt hat. Früher war Ioan der allerhäufigste rumänische Name, wie in Deutschland auch Hans/Johann, in Frankreich Jean, in England John, in Italien Giovanni, usw. Ist halt ein zentraler christlicher Name. Da die Rumänen sowohl das christliche als auch das klassisch römisch-hellenistische Erbe mit Deutschland gemeinsam haben, gibt es dort natürlich sehr viele Namen, die es in Deutschland in ähnlicher Form auch gibt.

      @Annemarie: Aurica ist die siebzigjährige Tante meiner Frau. Ich erzählte meiner Frau von Deiner Tochter, und sie war überrascht: denn in Rumänien käme anscheinend zur Zeit niemand auf die Idee, seine/ihre Tochter Aurica zu nennen. Meine Frau sagte spontan, „So heißt hier niemand unter 60,“ wobei ihr Erfahrungshorizont natürlich anders sein kann als der anderer Rumänen. Für sie ist der Name mit ihrer Tante und noch ein paar alten Frauen aus ihrem Umfeld assoziiert. In Deutschland ist der Name natürlich ganz frisch. Finde ihn sehr schön, vor allem auch weil ich da sofort das „Gold“ heraushöre.

      Lucian wird „Ludschian“ ausgesprochen. Der Name ist in Rumänien sehr häufig.

      Tudor ist die rumänische Form von Theodor, einem Namen, der in der rumänisch-orthodoxen Bevölkerung große theologische Wichtigkeit besitzt, wie auch der Name Sofia.

      Nazdravan ist ein neuerer, noch etwas seltener Name (ein Kind, dem wir begegneten, hieß so). Anscheinend ist der Name nicht traditionell sondern eine heutige neugebastelte Modeerscheinung.

      @Jan: Du hast das richtig erkannt! Die relative Häufigkeit der alttestamentarischen Namen leitet sich tatsächlich zum Teil daher ab, dass unsere rumänische Verwandtschaft evangelikal-baptistisch ist. Unter der orthodoxen Bevölkerung dominieren traditionell orthodoxe Heiligennamen, wie Nicolae, Veronica, Vasile, Ghenadie, Pamfil, Paraschiva, Miron, und dergleichen.

      Allerdings ist es heute so, dass die alten orthodoxen Heiligennamen als altmodisch empfunden werden. Sie werden fast nur von alten Leuten getragen. Gut gehalten haben sich nur ein paar, wie Tudor und Sofia. Als modern, frisch und international gelten heutzutage auch in der allgemeinen orthodoxen Bevölkerung eher alttestamentarische Namen wie Daniel, David und Sara (alles drei zur Zeit Modenamen in Rumänien). Daneben ist überraschenderweise auch Ingrid gerade sehr modern, und andere importierte Namen (wie das ja bei uns auch so ist). Auch Darius ist zur Zeit ein ganz groß angesagter Modename.

      Zu Luca noch: Das ist tatsächlich die herkömmliche rumänische Form des Namens Lukas. Es ist also kein importierter Modename, wie in Deutschland, sondern eine traditionelle Namensform. Allerdings ist der Name gerade auch modisch gesehen im Aufschwung. Einer meiner rumänischen Neffen heißt so.

      Zu Patrick: Dieser Neffe von uns ist nach seinem Urgroßvater Patriciu benannt. Die typisch rumänische U-Endung (statt des lateinischen US) in Namen wie Flaviu, Claudiu, Iuliu, oder eben auch Patriciu, gilt nun als altmodisch. Diese Endung wird generell jetzt vermieden, was ich schade finde, denn ich liebe diese rumänischen Formen klassischer Namen. Deshalb haben die Eltern Patricks auch vermieden, ihren Sohn Patriciu zu nennen, und haben die modernere Form Patrick gewählt.

      Soviel zur rumänischen Namenswelt…. Finde es immer wieder spannend, dort Trends und Hintergründe im Namensbereich aufzuspüuren.

    • Annemarie sagt:

      Danke für deine Antwort, Mark 🙂

      „Keine Namensträgerin unter 60 …“, lustig, das galt in meiner Jugend auch für meinen Namen, und da ist auch nicht wirklich was nachgekommen. In D ist Aurica jedenfalls frei von festen Assoziationen (wir hatten schon Blume/Aurikel, Heureka, Ulrike ….), da ist es eh egal.

  11. Patricia sagt:

    Knud Bielefeld, vielen Dank für diese erstaunliche und lustige Liste! Das ist ja unglaublich und wirklich zum Schmunzeln 🙂

    Ich mag ja Alliterationen zwischen Vor- und Familienname und fand den Namen Bertold Brecht immer so schön. Ich kann verstehen dass man diesen Effekt mit 2 Vornamen versucht zu erreichen, da man sich den Familiennamen kaum aussuchen kann!

    Allerdings finde ich die Vorstellung ein bisschen komisch, wie die vollständigen Name von diesen kleinen Menschen wohl aussehen könnte: Florian Friedrich Müller? Hans Hermann Hertel? 🙂 Irgendwie mag ich Zweitnamen, die auch als Familiennamen bekannt sind, nicht so.

  12. Jan sagt:

    Und nun ein Versuch, das mal halbwegs ernstzunehmen. Und das fällt verdammt schwer, denn eigentlich klingen alle diese Alliterations-Doppelnamen zum Gotterbarmen lächerlich. Hans Hermann geht vielleicht noch so einigermaßen. Aber ansonsten? Mehr oder minder Unflat. Wim Wum Wendelin. Comic-Figuren und Witzbolde.

    Besonders übel: Gustav Gottlieb. Gustav Gans und Gottlieb Wendehals – gleich zwei Witzfiguren. Überhaupt ist Gottlieb ein schauderhaft-rührseliger Pietisten-Name, der wirklich verdient, dort zu bleiben, wo er ist, nämlich in der Versenkung. Na, vielleicht für einen vor gequälter Selbstironie triefenden Berliner Hipster schon wieder machbar: Hornbrille, zu enge, großkarierte Jacke, schwuli Männer-Leggins, Pepitahut und verlauster Vollbart. Wie sind wir heute wieder witzig und selbstironisch.

    • Gabriele sagt:

      Wenn Gottlieb Amadeus genannt würde, wäre es nur halb so schlimm. Ich kann mir Gottlieb eher als Nachbenennung denken. In einer mir bekannten baltischen Familie wird Gotthard durch Generationen weitergegeben.;)

    • Mareike sagt:

      Ich denke mal im Alltag wird ein Name (meistens der erste) der Rufname sein. Der Zweitname steht auf wichtigen Dokumenten und auf dem Zeugnis. Und es ist heute kein Bindestrich-Name dabei. Die Alliteration wird nicht sofort auffallen.

      Gustav Gottlieb – Gustav war hier doch schon häufiger, ein neuer Retroname? Ja, Gustav Gans, ein lustiger Gedanke, aber ich denke auch an den schwedischen König Carl Gustav, das wäre eine würdevollere Assoziation.
      Wie auch immer, Gustav wäre mir viel zu verstaubt und mit Gottlieb wirkt der Name wie aus dem 19. Jh. Mit Gottlieb kann ich nichts anfangen. Wollen die Eltern zum Ausdruck bringen, das sie gläubige Christen sind? Das kann man auch mit Namen wie Christian oder Christoph erreichen oder mit Heiligennamen, die nicht direkt aus der Mottenkiste kommen.

    • Jan sagt:

      In Gottes Namen denn: Gottlieb. 🙂

      Ich glaube einfach nicht (trotz Daimler und Fichte), daß der Name jemals außerhalb pietistischer Zirkel wirklich irgendwo ernstgenommen worden ist. (War ja auch in der Regel eher ein Zweitname.)

      Der Name ist nicht altmodisch, er ist einfach nur bescheuert. Ein Hanswurst-Name.

    • Maria Th. sagt:

      Es gibt ein Märchen von Ludwig Bechstein: Der starke Gottlieb

      …der wurde übrigens so stark, weil er dreimal sieben Jahre lang Muttermilch trank! 😀

      http://www.hekaya.de/maerchen/der-starke-gottlieb–bechstein_26.html

    • Jan sagt:

      Maria Th.,

      ich habe vor einem Monat im Radio gehört, daß man wirklich lange Zeit überleben kann, wenn man sich nur von Kartoffeln und (Kuh-)Milch ernährt. Ich möchte das mal lieber nicht ausprobieren, aber es scheint mir plausibel.

      (Die Heldin in Marlen Haushofers grandiosem Roman „Die Wand“ [1963] lebt auch im wesentlichen davon.)

    • Maria Th. sagt:

      Ich würd’s auch nicht ausprobieren wollen.
      Das 21-jährige Stillen allerdings auch nicht! 😀

    • Jan sagt:

      Na, ich hätte das 21-jährige Gestillt-Werden noch viel weniger gerne ausprobieren mögen. 😀

      Was aber wirklich stimmt, ist, daß die Ernährungs-Kombination Kartoffeln plus Milch das Ihre zum Bevölkerungsanstieg des 19. Jahrhunderts beigetragen hat. Seit in Europa systematisch die Kartoffel angebaut wird, verschwinden die zuvor notorischen Hungersnöte. (Wenn man sich nicht, wie im frommen Irland, auf eine Kartoffel-Monokultur verlegt.) In der klassischen Küche heißt die Kartoffelsuppe Soupe/Potage Parmentier – nach einem Militärarzt, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts sehr für den Kartoffelanbau in Frankreich eingesetzt hat. Himmel, das gehört eigentlich gar nicht hierher. Einmal Lehrer, immer Lehrer. Um Pardon! 😉

    • Chiocciola sagt:

      „Gustav war hier doch schon häufiger, ein neuer Retroname? Ja, Gustav Gans, ein lustiger Gedanke, aber ich denke auch an den schwedischen König Carl Gustav, das wäre eine würdevollere Assoziation.“

      Gustav ist, wenn ich das jetzt richtig im Hinterkopf habe, 2016 immerhin in den Top200. Mir fallen mindestens 2 kleine Gustavs (unter 10) ein. Geschwister-Kombis:
      Ludwig und Gustav
      Justus und Gustav

      Viele Grüße

    • Jan sagt:

      Na, als ollem Kulturprotestanten würde mir schon eher Gustav II. Adolf einfallen – der „Löwe aus Mitternacht“ – als dieser kuriose Carl XVI. (Nummer?) Gustav von heute.

      Ich bliebe einfach dabei, den Namen hier und heute für extrem bescheuert zu halten.

      Uah. Und dann auch noch mit Gottlieb. Da tun sich wirklich Höllenschlünde auf: Micky Maus, Klaas Klever, Donald Duck und eben Gustav Gans. So kann man doch keinen Menschen nennen!

  13. Ayame sagt:

    Alliterationsalarm!!!!! Es mag Fälle geben, wo es passt, aber in der Regel finde ich das eher furchtbar. Klingt häufig wie ein Künstlername oder eine Figur aus einem Kinderbuch (Max die Maus, Elfie der Elefant, Fritz der Frosch, Gustav Gans oder so….)

    Hans Hermann heißt mein Vater, lustig, dass das jetzt wieder vergeben wird….

    Am ehesten gefallen mir hier Hanna Helene und Vincent Valentin.

    Carl Carsten – da kam mir auch direkt der Buprä in den Sinn

    Justus Jonas – alles klar, daheim warten vermutlich die Brüder Bob und Peter…

    „Burner der Woche“ im Prinzip die komplette Liste, aber Dwayne Devon und Chalsy Chayanne sind schon recht „Geschmackssache…“

  14. Annemarie sagt:

    Ich mag Gustav sehr, aber bei Gottlieb gehe ich nicht mit.

    Wenn ich wählen müsste: Benno Balthasar und Hanna Helene/Tessa Tabea.

  15. Maria Th. sagt:

    Völlig off-topic, aber gerade läuft das heute-journal und ein Beitrag über die afghanische Kampagne „Where is my name?“; dort kämpfen Frauen darum, bei ihrem Namen genannt zu werden. Offenbar werden Frauen dort bisher schicklicherweise nicht mit ihrem Namen genannt, sondern nur als „Frau von…“ bezeichnet. Die Frauen wehren sich nun dagegen und wollen bei ihrem Namen genannt werden.
    https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-1-september-2017-100.html

    • Annemarie sagt:

      Das erinnert mich an die Hochzeitseinladung, die wir neulich bekommen haben, und die an „Familie [Vorname meines Mannes] Lüning“ adressiert war … Bloß ein Relikt?!

    • Maria Th. sagt:

      Na hoffentlich!
      Ich würde in so einem Fall einfach an Fam. Lüning schreiben, ohne den Vornamen oder gleich: an Herrn und Frau XY und XY Lüning.
      In den USA war es (ist es???) üblich, zB. die Ehefrau Anne von John Brown als Mrs. John Brown zu bezeichnen; fand ich immer schon krass.

      Aber die afghanischen Frauen werden weder mit Namen angesprochen noch angeschrieben, wie in dem Beitrag berichtet wurde. Schon noch um einiges heftiger.

    • Jan sagt:

      Früher (bis vor hundert Jahren, in konservativen Mileus noch viel länger) hat man das hier auch so gemacht:

      Die Einladung geht an „Herrn und Frau Theodor Mackensen“. Es gibt aus dem späten 19. Jhdt. unzählige förmliche Ehepaar-Gemälde, die nach dem Schema betitelt sind. Aber wohlgemerkt nicht an „Familie Mackensen“! Denn dieses schwülstig-kleinbürgerliche Familien-Ideal (mit von den Kindern selbstgetöpferten Haustürschildern) gab es damals noch nicht in der heutigen Form.

      Unverheiratete Frauen werden in der Öffentlichkeit grundsätzliche nur als Fräulein (Miss, Mademoiselle) Waldersee bezeichnet. Der Vorname einer Frau gehört nicht in die Öffentlichkeit, sie muß davor beschützt werden, so der Hintergedanke bzw. die Rechtfertigung.

    • Jan sagt:

      In den USA war es (ist es???) üblich, zB. die Ehefrau Anne von John Brown als Mrs. John Brown zu bezeichnen; fand ich immer schon krass.

      Jäp, genauso hat man das hier früher auch gemacht. Die Frau von Friedrich Stolzenfuß, die eigentlich Anneliese heißt, wird in offizieller Anredeform (jedenfall in Schriftform) „Frau Friedrich Stolzenfuß“. Natürlich verschwindet der Name nicht, aber er wird eben auch nicht öffentlich genannt.

  16. Marthe sagt:

    Ich verweigere mich heute, ich hasse Alliterationen. Aber an Einzelnamen finde ich gut:
    Balthasar * Carl * Emma * Erik * Friedrich * Gustav * Hans * Helene * Ida * Justus * Karl * Max * Manuel * Oskar * Ole * Piet * Pia * Paulina *

    Schrecklich:
    Alessia Arielle * Aurelius * Bendix * Chalsey Chayanne * Dwayne Devon * Dolores Delfina * Rick * Silvia * Sydney Sam * Vanessa

    Nicht toll, aber vergebbar
    Adrian * Bendix * Bo * Benno* Carsten * Emilia * Elias * Finja * Franziska * Florian * Gottlieb (als Zweitname mit Nachbenennung!) * Gabriel * Hermann * Hanna * Ilvy * Isabell * Ina * Justus * Jonas * Knud * Kristina * Leni * Lenhard * Max * Nele * Noel * Olav * Otto * Raffaela * Regine (wieder nur Nachbenennungszweitname) * Ramon * Sophie * Tristan * Thore * Tessa * Tabea * Vincent * Valentin * Victoria

  17. Christian sagt:

    hey

    meine Frau und ich erwarten in gut 4 Monaten unser 2. Kind.
    Unser erstes Wunder trägt den tollen Namen David Samuel.
    Wir haben erst kürzlich angefangen, uns über einen Namen für unser zweites Kind Gedanken zu machen. Wir haben bislang noch keine guten Ideen.
    Vielleicht fallen Euch ja ein paar Vorschläge ein, die zu dem Namen unseres Sohnes passen. (wir lassen uns überraschen, ob Mädchen oder Junge)

    Danke schonmal

    Christian

    • Maria Th. sagt:

      Könntest du uns noch ein paar Anhaltspunkte geben?
      Ist David der Rufname? Sollen es wieder biblische Namen sein? Wie lang/kurz kann oder soll der Name sein? Wieder zwei Namen? Gibt es familiäre Nachbenennungsmöglichkeiten? Gibt es was, was ihr gar nicht mögt?

  18. Christian sagt:

    ja, klar

    Also David ist sein Rufname, gerne hätten wir auch wieder einen Zweitnamen.
    Ein biblischer Name wäre schön, muss aber nicht sein.
    Meiner Frau liebt die lateinische Sprache und das alte Rom, deshalb wären auch lateinische Namen eine Möglichkeit.
    Es gibt vier Namen, die wir uns als Nachbenennung vorstellen können:

    Für einen Jungen: Maximilian und Anton
    Für ein Mädchen: Karolin und Eva

    Wir suchen nach einem Namen, der in nicht allzu vielen Schreibweisen bekannt ist (also keine Emi/ely/ie)
    und keinen Modenamen (Ben, Mia,… )

    • Knud sagt:

      Maximilian und Anton sind Modenamen, die scheiden also aus. Von Karolin gibt es unzählige Schreibweise (Carolin, Karolyne, …), der kommt also auch nicht in Frage.

    • neuhier sagt:

      David und Simon scheint mir eine geläufige Geschwisterkombi – vielleicht ist sie was für euch?

      Ansonsten: Irgendwie fände ich die Wiederholung des v schön, nicht nur daher finde ich David und Eva sehr passend. Die Kombination könnt ihr gut nehmen.

      Für einen Jungen: David und Vincent, David und Levin, David und Valentin.

      Was denkt ihr über die Vorschläge?

    • Marthe sagt:

      Jonathan passt 1a zu David, wenn man die biblische Freundschaftsgeschichte zu denen mag.
      Felix wäre auch gut, da es die lateinisch und biblisch ist und die Bedeutung zu dem sehr schön ist. Schön finde ich aich, dass David „geliebt“ und Felix „glücklich“ heißt, eine schöne Kombination.Dazu passend wäre Emanuel oder Daniel (-el), der auch klanglich zu Samuel passt.
      Sonst noch:
      David + Simon
      David + Jonas
      David + Benjamin
      David + Lukas
      David + Johann

      Interessant wäre für mich als Geschwistername aber definitiv ein Name, der wie David den gleichen Anfangs- und Endbuchstaben hat – Miriam, Hannah, Elise, Philip, Silas…

      Bei Mädchen finde ich Eva wegen des Vs passend, ist aber nicht mein Geschmack. Sonst die vorher genannte oder alttestametarische bzw. klassische wie
      David + Esther
      David + Rahel
      David + Charlotte
      David + Lea (die Bedeutung mag ich nicht)
      David + Pia (die Fromme/Liebe)

    • Astrid sagt:

      @ mgl
      Ich mag Raphael Marcus auch, am liebsten mit C. (römisch und biblisch)

      Andere Möglichkeiten mit Raphael als Rufname:

      Raphael Victor (könnte Vincent vielleicht ersetzen, passt auch zu David)
      Raphael Dominik
      Raphael Fabian
      Raphael Gideon (vielleicht zu engelhaft)
      Raphael Constantin
      Raphael Justus
      Raphael Theo(dor)
      Raphael Thomas
      Raphael Tobias
      Raphael Martin

      Ich mag harte Lauten nach Raphael (daher viel T und K Varianten).

      Victor Gabriel finde ich auch gut zu David Samuel passen.

      Mädchennamen überlege ich mir nochmal.

    • Gabriele sagt:

      Für einen Sohn würde ich vorschlagen; Jakob Simeon, wenn es ein Mädchen ist, Eva Leocadie

    • Gabriele sagt:

      Für einen Buben würde ich vorschlagen; Jakob Simeon, wenn es ein Mädchen ist, Eva Leocadie

    • Gabriele sagt:

      @Christian:; Jakob Simeon und Eva Leocadie

  19. Maria Th. sagt:

    David Samuel, dazu passt zb der Bruder Simon Michael oder Simon Daniel

    David Samuel und seine Schwester Martha Raphaela oder Anna Maria

    …so die Richtung etwa?

    • Maria Th. sagt:

      Ich kenne sogar im erweiterten Bekanntenkreis ein Brüderpaar David und Simon, fällt mir grade ein, inzwischen sind die beiden erwachsen. Die Namen passen für kleine Jungs genauso wie für gestandene Männer.

    • neuhier sagt:

      oh, dann decken sich ja unsere Erfahungen mit David und Simon 😉

    • Maria Th. sagt:

      Ja!
      David und Vincent bzw Valentin gefällt mir auch ganz gut, Levin mag ich persönlich nicht so sehr.
      Eva finde ich auch gut.

      Aber ich muss nicht entscheiden!

    • Jan sagt:

      Wie wär’s denn mit einem der weiteren Neun Helden der höfischen Literatur des Hochmittelalters zu David:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Neun_Helden

      Hektor ist eher was für Köter, Judas geht wegen J. Ischariot nicht, Josua klingt zu englisch und damit prolli…

      Aber Alexander, Arthur, Karl oder Gottfried?

      Zumindest Alexander und Karl fände ich sehr passend.

      Mit Gottfried ist das so eine Sache. Ich habe mich nur gerade gestern über Gottlieb lustig gemacht, und hätte das auch über Gotthilf, Gotthold oder ähnliches gemacht. Aber Gottfried ist wegen Gottfried von Bouillon eben eine andere Feldpostnummer. Arthur hingegen wird im Volk heute vielleicht zu sehr mit irgendwelchen vierschrötigen Rußlanddeutschen verbunden.

    • Maria Th. sagt:

      Alexander finde ich durchaus passend, aber David und Karl finde ich klanglich nicht gut zueinander.

    • Jan sagt:

      Hö, ich finde, daß David und Karl gerade wegen der Bedeutung bzw. des historischen Hintergrundes gut zueinander passen: der eigentliche Gründer des israelitischen Königreiches und der eigentliche Gründer des Frankenreiches als Vorläufer-Staatswesen Deutschlands und Frankreichs.

      Vielleicht zu Karl dann auch einen germanischen Zweitnamen, wie eben zu David mit Samuel einen jüdischen? (Nein, nicht Karl Eduard, keine Angst. 😀 ) Karl Friedrich? Karl Wilhelm?

      Zu klanglich-phonetischen Fragen vermag ich mal wieder wenig Konstruktives beizusteuern.

      Aber Du hast recht: Christian sollte klarstellen, ob die Richtung(en) so einigermaßen stimmt/stimmen.

    • elbowin sagt:

      @Jan: Die neun Helden erinnern mich doch stark an die Namen, die auf den französischen Spielkarten zu finden sind, sechs der neun sind da auch, die anderen beiden Buben sind La Hire (ein Nachname) und Roland.

    • Jan sagt:

      Hähä, La Hire („der Zorn“) kenne ich als den Spitznamen eines der ersten und wichtigsten ritterlichen Kampfgefährten der Jeanne d’Arc – verfilmt letzthin mit Milla Jovovich. 😀

      Der Namen des Darstellers des La Hire habe ich vergessen, aber der Giles de Ray (auch historisch) wird sehr schon von Vincent Cassel gespielt. Vincent wurde hier ja auch schon ins Rennen geschickt. 😉

    • Jan sagt:

      @elbowin

      Nachtrag: Roland paßt übrigens sehr gut in diese Heldenliste! 🙂

      Man denke hinsichtlich Frankreichs an das Rolandslieds oder an die hansischen Rolandsbilder, von denen das bekannteste sicher der Roland von Bremen ist.

      Hast Du gerade eine Liste diese frz. Spielkartennamen zur Hand? Ich bemühe so ungerne Suchmaschinen im Internet…

    • elbowin sagt:

      @Jan:

      Die Englische Wikipedia hat Namen, aber nur in ihrer spätesten Form (es gab da einiges an Variationen über die Zeit) Vielleicht das Beste, was ich auf die Schnelle finden konnte ist das hier:

      http://www.snopes.com/history/world/cardking.asp

      Seltsamerweise haben die Ritter (Chevaliers) des Tarot-Spiels nie Namen getragen.

  20. Maria Th. sagt:

    Jetzt sollte aber erst Christian mal sagen, ob die Richtung stimmt!

  21. Chiocciola sagt:

    Ein Brüderpaar Simon und David (die Reihenfolge) kenne ich auch, die kleine Schwester heißt Anna.

    Ich meine sogar, ein weiteres Brüderpaar mit diesen Namen zu kennen, bin mir aber nicht sicher.

    Außerdem kann ich mir zu David vorstellen:

    Biblisch: Jakob, Jonas, Benjamin, Jonathan, Lukas, Tobias,
    Eva, Sara(h), Rebekka, Lea, Hanna, Anna, Miriam, Ruth,
    Judith, Esther,

    Lateinisch: Adrian, Julius, Valentin, Clemens, Felix, Paul,
    Constantin, Oliver, Dominik
    Julia, Victoria, Lucia, Miranda, Emilia, Silvana

    Kombinationen mit euren Nachbenennungen als Zweitnamen:
    Jakob Maximilian
    Lukas Maximilian
    Tobias Anton
    Julius Anton
    Paul Anton
    Dominik Anton

    Eva Karolin
    Miriam Eva
    Judith Eva
    Anna Karolin

    Viele Grüße und alles Gute

    • Astrid sagt:

      Aus dieser Liste gefallen mir Tobias Anton und Eva Karolin besonders gut.

      Folgende Möglichkeiten aus der Liste finde ich auch schön:

      Felix Maximilian
      Eva Miranda
      Miranda Karolin

      Was halten Sie von:

      Anna Veronika / Veronica
      Lydia Veronika / Veronica
      Antonia (als weibliche Abwandlung von Anton) z.B.: Antonia Karolin
      Vera Olivia

      Felix Theodor
      Vincent Maximilian (wurde vielleicht schon vorgeschlagen)
      Erik Anton (obwohl es auch Eric/Erick/Erich gibt)

    • Christian sagt:

      Danke für die vielen Vorschläge, damit hätten wir echt nicht gerechnet.

      Diese Jungennamen könnten wir uns vorstellen:
      Raphael (oder Rafael?)
      Jonathan
      Vincent
      Valentin
      evtl. auch Jakob
      einen Simon gibt es leider schon in der näheren Verwandtschaft

      Bei den Mädchennamen ist es schon ein bisschen schwieriger, da gefallen uns bis jetzt:

      Lucia
      Hannah
      evtl. auch Olivia oder Valentina

      Welche Namen passen eurer Meinung nach am besten zu David?

      Da Samuel keine Nachbenennung ist, haben wir uns jetzt gegen eine solche entschieden.

      Wir würden uns über viele weitere Vorschläge freuen, aber auch über ZN zu den oben genannten.

      Danke

    • Marthe sagt:

      Rafael – Rafael Alexander gefällt mir wegen der Vokalwiederholungen. Rafael eignet sich aber hervorangend als Zweitname: Valentin Rafael/ Vincent Rafael
      Jonathan – Jonathan ist recht lang, als Zweitname müsste etwas dazu, dass nicht zu kurz ist. Jonathan Benjamin oder Jonathan Simeon
      Vincent – Vincent Nicolas fällt mir dazu ein. Vincent Alexander wär auch eine gute Kombi.
      Valentin – mir ist der zu weich. Ich kenne Geschwister, die Leonard, Valentin und Karlotta heißen.
      Jakob – zu David sehr passen! Jacob Oscar mag ich. Aber auch Jakob Friedrich, Jakob Anton, Caspar Jacob

      Lucia – ich kenne eine Lucia, die Lutzia gesprochen wird. Beide Aussprachen in einer Schreibweise finde ich zu kompliziert.
      Hannah – da bin ich voll dabei. Als Kombi würde ich Hannah Charlotte oder Hannah Mathilde wählen
      Olivia – mag ich sehr gerne englisch mit kurzem i gesprochen. Oliva Jones ist da nicht die gelungensten Kombination 😛
      Valentina – klingt für mich russisch-rüschig, nicht mein Fall.

    • neuhier sagt:

      Wenn euch Raphael gefällt, dann würde ich den als Zweitname nehmen, gleiche Endungen sind eine schöne Verbindung. Wie wäre es denn mit David Samuel und Vincent Raphael? Das klingt wie aus einer Familie, ohne zu aufdringlich zu sein.

      Als Zweitname für ein Mädchen zu Samuel würde mir Luisa richtig gut gefallen – das u ist nochmal drin, und das Sa auch. Wie wäre es mit David Samuel und Hannah Luisa?

      Einen Nachteil haben zu ähnliche Namen aber auch: sie schränken bei einem eventuellen dritten Kind schon ein. Die V-Reihe ließe sich aber aus Euren Favoriten fortsetzen – David, Vincent und Valentin bzw. Olivia/Valentina. Mit Anfangsbuchstabe = Endbuchstabe wie bei David und Hannah wird es vielleicht schwieriger.

    • Maria Th. sagt:

      Vincent Raphael (möglichst mit ph, nicht mit f) würde mir ebenfalls sehr gut gefallen und dazupassen.
      Neuhiers Vorschlag mit den zweimal gleichlautenden Anfangs- und Endbuchstaben wäre für mich zu einengend. Und Hannah wäre mir persönlich fast ein bißchen zu langweilig, da fände ich Lucia (Luzia gesprochen) besser, Olivia allerdings noch schöner. David und Olivia!
      David Samuel und Olivia Raphaela?

      Oder noch was anderes (mit V), aus demselben Shakespeare-Stück wie Olivia (Was ihr wollt): Viola
      Wär das auch was?

    • Christian sagt:

      Olivia Raphaela oder Vincent Raphael, das hat was 🙂
      Gefallen mir beide sehr, sehr gut! Mal sehen was meine Frau dazu sagt.

      Hannah wäre, finde ich für ein drittes Kind sehr gut, dann hätten wir zweimal das V und zweimal Anfangs- = Endbuchstabe

      Danke, danke

    • Jan sagt:

      Gna, warum eigentlich immer Vincent?! Das ist die englische Form. Vinzenz oder Vincenz heißt das auf deutsch!

      Mag sein, daß das mal wieder rechthaberisch klingt, aber es scheint mir ganz unmöglich, sich über Kevinismen und Chantalismen lustig zu machen und dann den Ami-Limey-Vincent für schick zu halten. Vincent mit -t ist für Deutsche noch schauderhafter als Kevin, Melissa, als Porissa oder Jeremy.

    • Maria Th. sagt:

      Du hast im Prinzip gar nicht so unrecht, aber im gegebenen Fall passt Vincent m.E. zu David besser als Vinzenz. Von Kevinismus würde ich nicht gleich sprechen, das ist schon noch mal eine andere Kategorie. Durch Raphael ist der Name zudem noch traditionalisiert und geerdet, wenn man so will.

    • Marthe sagt:

      Ich finde Vincent sehr viel geläufiger. Ich kenne mehrere Vincents (einer mit Bruder Raphael), aber keinen Vinzenz. Vinzenz klingt für mich nach süddeutschen Papsttum.

      Hannah finde ich im Übrigen rein als Namen auch eher langweilig, aber mit der Verbindung zu David sehr gelungen. Manchmal geht es eben nicht nur nach Klang oder Bedeutung. Das Verbindende gefällt mir so gut daran.

    • Jan sagt:

      Maria Th.,

      tut mir leid, ich stehe auf dem Schlauch: Was hat Vincent mit Raphael zu tun? (Also, abgesehen davon, daß beide ziemlich peinlich angelsächsische Modenamen sind.)

    • Jan sagt:

      Marthe,

      meines Wissens gab es keinen Papst namens Vincent oder Vinzenz.

      Pfäffische „Papstnamen“ sind Leo, Gregor, Pius, Benedikt, Johannes. Im evangelischen Norddeutschland maximal als unmögliche Prollen- oder Mittelschichti-Namen denkbar.

      (Peter ist in Norddeutschland eigentlich auch schon unmöglich, weil der Name einen pfäffisch-katholischen Beigeschmack hat. Gibt es aber auch schon in meiner Generation. Wirkt aber halt peinlich.)

    • Maria Th. sagt:

      Raphael ist doch kein angelsächsischer Name, wie kommst du denn darauf? Ich kenne einige Raphaels, das ist zumindest bei uns ein zwar nicht allzu häufiger, aber doch gängiger normaler Name. Biblisch ist er auch, der Erzengel Raphael, also wo ist das Problem?
      – Was hat Vincent mit Raphael zu tun? Eigentlich nichts, aber diese Kombi passt doch sehr gut zu der vorhandenen Kombi David Samuel, spricht sich gut und gefällt den Eltern (zumindest dem Papa, von der Mama haben wir ja keine Rückmeldung).

    • Maria Th. sagt:

      Vielleicht verwechselt man bei den Papstnamen Vinzenz und Innozenz. Innozenz-Päpste gab es mehrere, Päpste namens Vinzenz gab es tatsächlich wohl keine.
      Päpste namens Alexander gab es im übrigen auch mehrere, aber bei Alexander spricht kein Mensch von einem päpstlichen Vornamen.

    • Marthe sagt:

      Ich revidiere, es klingt katholisch. Kathpedia sagt zu Vinzenz:
      Heilige

      Hl. Vinzenz Ferrer
      Hl. Vinzenz Pallotti
      Hl. Vinzenz von Lérins
      Hl .Vinzenz von Paul
      Hl. Vinzenz von Saragossa

      Frauen

      Vincentia Fauland
      Sel. Vincenza Maria Poloni

      Weitere Namensträger

      Vincent Cadieux

      Als Zweitname

      Karl Vinzenz Schauer

    • Mareike sagt:

      @Christian

      Mir würde Raphael als Rufname besser gefallen als Vincent. Raphael gehört in dieser Schreibweise zu meinen Lieblingsnamen, er hat etwas besonderes, weil er nicht so oft zu hören ist, aber trotzdem bekannt ist. Und ein Erzengel ist der Namenspatron. Deshalb wäre mein Vorschlag:
      Raphael Vincent oder
      Raphael Valentin
      Es gibt immer noch genug Verbindungen zu David Samuel. David gefällt mir übrigens auch sehr gut.

      Für ein Mädchen:
      Lucia – ist in der Aussprache nicht ganz eindeutig. Wie wäre es denn stattdessen mit Luisa, der Name klingt sehr ähnlich, hat aber eine eindeutige Aussprache. David und Luisa würde gut passen. Und mit Zweitnamen hätte ich diese Vorschläge: Luisa Valentina, Luisa Raphaela, Luisa Franziska

      Hannah – passt auch gut zu David, weil Hannah auch biblisch ist. Hannah Valentina klingt hübsch.

      Hat schon jemand die Namen Vera oder Verena vorgeschlagen. Die würden auch passen, wenn es ein Name mit V sein soll.

      Mir wären verbindende Buchstaben nicht so wichtig, sondern eher das die Namen von der Art her zusammen passen. Damit meine ich, dass sie entweder beide kulturell zusammen passen oder dass sie gefühlt zur gleichen Generation gehören. Sonst könnte ich ja auch Gustav vorschlagen, der enthält auch ein v (kleiner Scherz).

      Ich wünsche euch noch viel Freude beim Namen aussuchen.

    • Mareike sagt:

      Ich muß noch etwas zu Vincent loswerden. Vincent ist ein normaler, gängiger Name in der Altersklasse 15 Jahre und jünger. Ein Vinzenz müßte ständig die Schreibweise seines Namens erklären. Vinzenz (oder Vincenz) würde ich nicht vergeben. Vincent ist aus Vincentius hergeleitet.

    • Jan sagt:

      Wäre ja gelacht, wenn ich der Rechthaberei nicht noch eins draufsetzen könnte… 🙂 Also:

      Vinzenz ist ein katholischer Heiligenname. Der bekannteste Träger ist Vinzenz von Paul – und das ist ein explizit gegenreformatorischer Heiliger. Sozusagen ein mildes Gesicht der Gegenreformation – kein Krieger wie Ignatius von Loyola oder Franz Xaver, sondern ein „Barmherziger“. Es gibt noch heute in Deutschland Hunderte von Krankenhäusern, die nach ihm benannt sind (sogar eines in Hannover), und die sind alle in katholischer Trägerschaft.

      (Der zweitbekannteste heilige Vinzenz dürfte Vinzenz Ferrer sein, aber der ist schon eher was für Katho-Freaks, die anderen Vinzenze erst recht. Ein Papstname hingegen ist Vinzenz nicht.)

      Vinzenz paßt daher meines Erachtens einfach nicht in evangelische Landstriche und/oder zu einem evangelischen Kulturhintergrund – sowenig wie Ignaz oder Xaver.

      Vincent hingegen ist die englische Form von Vinzenz – wenn das Argument zöge, daß diese Schreibweise heute weiter verbreitet ist als Vinzenz, müßte man auch für Ben, Tim, Tom, Jerry und Jeremy, Ping und Pong oder Hop Sing plädieren. Oder eben gleich für Kevin, Sheyla und Cheyenne. Meines Erachtens paßt Vincent hierzulande einfach nirgendwo in die Landschaft.

      So, und dann gibt es für Vinzenz noch die altmodische Schreibung Vincenz. [So hat zum Beispiel der von mir sehr bewunderte deutsche Soldat Vincenz Müller, geboren in den 1890ern in Oberbayern, geheißen.]

      *stampf*

      Ich bin kurz davor, das hier auszudrucken und im Morgengrauen an die Türe der Herrenhäuser Kirche zu nageln.

    • Jan sagt:

      Päpste namens Alexander gab es im übrigen auch mehrere, aber bei Alexander spricht kein Mensch von einem päpstlichen Vornamen.

      Nein, natürlich nicht!

      Erstens ist Alexander weiterhin von Alexander dem Großen besetzt – er konnte daher nicht zu einem „reinen“ Papstnamen wie Innozenz, Gregor oder Pius werden.

      Zweitens hat man in der RKK auch wenig Grund, auf die Alexander-Päpste stolz zu ein. Der letzte war (wenn ich mich recht erinnere) Alexander VI. – also Rodrigo Borgia, der Vater von Cesare und Lukrezia Borgia. Also ein Schurke wie er im Buche steht. Eine Ausnahme war vielleicht Alexander III. dreihundert Jahre vorher, der gerissene Gegenspieler von Friedrich Barbarossa. Aber auch das war nicht gerade eine heiligmäßige Figur.

    • Mareike sagt:

      Der heilige Vincenz von Paul ist mir ein Begriff. Ich bin ja selbst katholisch und das nächst gelegene Krankenhaus ist dem hl. Vincenz von Paul geweiht. Allerdings spricht man das hier wie „Finzenz“ aus. Vincenz/Vinzenz ist aber von dem Krankenhaus besetzt, deshalb heißt hier fast keiner der älteren Männer Vinzenz.

      Jan, du kennst dich in geschichtlichen Dingen sehr gut aus, auch was Päpste und Heilige betrifft, da kann ich nicht mithalten. Deine Argumente kann ich verstehen. Aber hat es bei Namen nicht schon immer Modeerscheinungen gegeben. Charlotte ist ja auch kein „urdeutscher“ Name, sondern ist irgendwann aus Frankreich zu uns gekommen.

      Vincent ist ein Modename, den ich in Ordnung finde, aber nicht selbst vergegen würde, weil es viele Namen gibt, die mir einfach noch besser gefallen.

    • neuhier sagt:

      @ Jan

      zu Vincent:

      Du kannst den Namen aus irgendwelchen Gründen nicht mögen, aber deine Einordnung halte ich für falsch.

      Der Name ist assoziativ immernoch stark mit Vincent van Gogh verbunden – ein so begabter Künstler, über den auch noch über ein Jahrhundet später die ganze Welt spricht, als Namenspatron ist aus meiner Sicht etwas anderes als ein Name aus der Schauspiel-, Popmusik- oder Fußballszene (Luca!).

      Die Schreibung mit C entspricht dem lateinischen Ursprung und ist geläufiger – ich halte sie für die deutlich weniger erklärungsbedürftigere.

    • Jan sagt:

      Liebe Leute, ich danke Euch allen für Eure Geduld mit meiner Rechthaberei und Pingeligkeit – sei diese Geduld nun freiwillig, halbfreiwillig oder erzwungenermaßen aufgebracht.

      Ich bliebe bei meinen Punkten (Vinzenz paßt nur in katholischen Gegenden, Vincent in Deutschland gar nicht), muß aber zugeben, daß es noch finsterere Anglizismen gibt als den Vornamen Vincent.

      An Vincent van Gogh hatte ich überhaupt nicht gedacht. Auch nicht daran, daß Vincent ja auch die französische Form von Vinzenz ist. (Man denke etwa an den Schauspieler Vincent Cassel, der – neben vielen anderen schönen Rollen – in dem Jeanne-d’Arc-Film von Luc Besson den Gilles de Rais gespielt hat.) Aber ob nun gerade der arme van Gogh ein so segenverheißender Namens-Pate ist?

      Der nächste Vinzenz oder Vincenz, der mir persönlich über den Weg läuft, bekommt von mir einen Kasten Herrenhäuser spendiert, so er denn schon großjährig ist. Ansonsten kriegt er eine Kilo-Dose Colorado und ein Exemplar des letzten Buches von Knud und Annemarie.

    • Astrid sagt:

      @ Jan vielleicht gefällt dir Vincent zu Dänemark besser als Namensträger.

    • mgl sagt:

      Raphael Peter
      Raphael Markus
      Raphael Gerhard

      Klaas, aber DU* hast keinen Drucker zuhause gehabt und deswegen aber nur deswegen hat die Kirche da bei Dir nichts davon abbekommen, stimmts? das wäre zeitlich nicht mehr zu schaffen gewesen. erst in die local Bibliothek zu laufen…

    • Jan sagt:

      @ mgl

      😀

      Lange gehangen hätte es da eh nicht, weil es den Käsemann-Christen zu unökumenisch und sicher auch zu deutschtümelnd gewesen wäre. Und die hiesige Stadtteil-Bilbliothek (in der Tat ganz in der Nähe der Kirche) macht auch erst um 12:00 auf.

    • Maria Th. sagt:

      Ergänzend zu Vincent/Vincenz:
      Es gibt im Fränkischen im Landkreis Fürth einen Ort namens Vincenzenbronn, wie ich gerade gehört habe. < 300 Einwohner, muss man also nicht kennen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Vincenzenbronn

  22. Jan sagt:

    Kurz zum hier immer mal wieder auftauchenden Namen Leo. Ich habe gerade die Kindheits- und Jugenderinnerungen des Spiegel-Urgesteins Leo Brawand gelesen.

    Darin sagt er (S. 59), daß sein halb-polnischer, aber sich natürlich umso deutscher fühlender Vater (ein Herr W. Borowiak aus Westpreußen), als getaufter Katholik ihm den „Papstnamen Leo verpaßt“ habe.

  23. Jan sagt:

    Und wieder mal ein Interview mit Gabriele R. aus L. in den MSN, diesmal in der FAS, also der „FAZ Für’s Folk“:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/skurrile-namen-iphone-sieben-als-vorname-15170123.html

    Wieder mal nix Besonners, aber dieser Absatz hier ist doch zumindest amüsant:

    Welche Rolle spielt der Name beim Dating?

    Der Name macht da schon was aus. Eine Isabella stellt man sich schöner und attraktiver vor als eine Bärbel. Das liegt an jahrhundertealten Assoziationen, die mit den Namen verbunden sind. Gute Chancen beim anderen Geschlecht haben außerdem Felix, Paul und Lukas sowie Hannah, Lena und Katharina. Übrigens: Bodenständige, traditionelle Namensträger hält man für intelligenter.

    • Maria Th. sagt:

      „Der Vorname hat Einfluss beim online dating “
      So ähnlich hieß der Artikel in diesem Blog von 2011. Da waren genau diese Namen, Paul, Lukas, Hanna, Lena aufgeführt. Also doch eigentlich ein alter Hut, der da Erwähnung findet.

    • Jan sagt:

      Jäp, kann sein… Ich habe den Artikel hier nicht gelesen, und für mich war das daher neu. Vielleicht hat Gabi aus L. das auch wirklich hier gelesen. Na, die Interview-Trulla heißt Sara mit Vornamen, und damit ist ja eigentlich auch schon alles klar. FAS-Geschraddel halt.

      Für besonders attraktive und erfolgversprechende Vornamen zum Online-Dating (gibt es das eigentlich noch?) hielte ich:

      Constanze Amalia Auguste. Wilhelmine Cäcilie. Sophie Dorothea. Charlotte. Hanna. Pixie. Caro. Natascha.

      Ernst August. Amadeus Baptist Cornelius. Karl Friedrich Wilhelm. Bernd-Uwe. Florian. Brutus Iwan. Joe.

    • Maria Th. sagt:

      Ja, hier, wiedergefunden :
      Der Vorname hat einen Einfluss auf die Klickrate beim Online-Dating

  24. Astrid sagt:

    Für Christian:

    David Samuel und

    ZN zu
    Raphael (oder Rafael?) Clemens / Victor
    Jonathan Paul / Sebastian
    Vincent Frederik / Friedrich / Daniel / Sebastian / Gabriel / Hugo
    Valentin Hugo / Dominik/ Laurenz / Gabriel/ Sebastian
    evtl. auch Jakob Noah / Frederik / Michael

    Top 3:
    1. Vincent Gabriel oder Vincent Sebastian
    2. Valentin Sebastian oder Valentin Laurenz
    3. Raphael Clemens

    Lucia Clara / Estelle / Daphne
    Hannah Iris / Christina / Laetitia/ Felicitas / Isabel / Diana
    evtl. auch Olivia Katharina / Florentine / Tirza / Clementine
    oder Valentina Luise / Eloise

    Top 3:
    1. Lucia Estelle
    2. Hannah Laetitia
    3. Olivia Tirza oder Valentina Luise

  25. Jan sagt:

    @elbowin

    Danke für Deine Mühen und den Link! Tja, Heraldik (Spielkarten mal inklusive), Mythen und Namenskunde gehen halt in vorhistoristischen Zeiten in einander über…

    — —

    Und nochmals zum netten Vinzenz-Thema: 🙂

    1. Erst durch Mareikes Bemerkung oben bin ich darauf gekommen, daß der Name Vinzenz in dieser Form vielleicht gerade in katholischen Gegenden gemieden wird, weil er eben mit Krankenhäusern verbunden wird. Gut möglich.

    2. Das Argument, daß es auf Latein Vincentius heiße, zieht meines Erachtens nicht: dann müßte man auf deutsch auch Victor oder Franciscus schreiben, und das macht kein Mensch. (Ich finde es schon peinlich genug, daß wieder einmal nur die Deutschen so feige und/oder beflissen sind, den Namen des Bergoglio-Papstes nicht ihrer Landessprache anzupassen. In England oder Frankreich undenkbar.)

    3. Es geht mir nicht darum, daß die allermeisten deutschen Vornamen irgendwie ausländische Wurzel haben! Das ist mir natürlich klar. Es geht mir um die Anglizismen!

    3a. Englische Namen sind der Hauptverdachtsgrund für „Kevinismen“.

    3b. Die deutsche Sprache hat sich heute vor allem der globalen Dominanz des Englischen zu erwehren. Also ist Charlotte vollkommen d’accord, Vincent aber bähbäh.

    3c. Ich kann mit dem irgendwie holländischen Jan Klaas prächtig leben. Hieße ich John Nick würde ich Seppuku (Seppl-Puck?) begehen.

    3d. Das wird übrigens auch jeder zivilisierte englische Muttersprachler (Ami oder Limey) verstehen – die wundern sich doch eher über die komischen Deutschen, die alles Englische, oder was sie dafür halten, für soooo schick halten.

    • Maria Th. sagt:

      Ich will jetzt keine neue Endlos-Diskussion entfachen, aber eigentlich wird der Papstname bei uns doch eingedeutscht?! Man schreibt den Papst schließlich Franziskus (mit deutschem k) und nicht lateinisch Franciscus. Dass man die lateinische Endung dran gelassen hat – geschenkt. Der Hl. Franziskus wird ja hierzulande auch mit us-Endung genannt, vom „Hl. Franz“ redet man (meistens) nicht. „Papst Franz“ würde (mit Verlaub) außerdem auch doof klingen, zwei einsilbige Wörter hintereinander.
      Auch Benedikt wurde in Deutschland nicht Benedetto oder Benedictus genannt, ebensowenig wurde Johannes Paul latinisiert.

    • Maria Th. sagt:

      Hieße ich John Nick würde ich Seppuku (Seppl-Puck?) begehen.

      Nein, das glaube ich nicht, weil du dich seit Kindesbeinen an deinen Namen gewöhnt hättest und ihn kaum mehr als seltsam oder außergewöhnlich empfinden würdest.
      😀

      Die deutsche Sprache hat sich heute vor allem der globalen Dominanz des Englischen zu erwehren.

      Richtig, aber früher war das Problem die französische Sprache und Deutsch hat trotzdem überlebt.

    • Jan sagt:

      Ich will jetzt keine neue Endlos-Diskussion entfachen, aber eigentlich wird der Papstname bei uns doch eingedeutscht?!

      Also, ich habe das März 2013 bei der Wahl Bergoglios so mitbekommen: Zunächst gingen alle im Fernsehen gehörten Experten wie selbstverständlich davon aus, daß das nun Papst Franz I. sei. Aber dann habe sich wieder einmal die Wikipipi-Trottel durchgesetzt, bei denen natürlich die komplette Journaille nachgeschlagen hat. Und die meinten eben, es müsse Franziskus heißen. Außerhalb Deutschlands kaum vorstellbar – in der Frankophonie heißt er natürlich François, in der Anglophonie natürlich Francis.

      Übrigens hatte ich mir, als der Name bekannte gegeben wurde und ich gegehört hatte, daß das ein Jesuit sei, gedacht: „Ha, was soll denn nun das?! Nach Franz von Assisi oder nach Franz Xaver?!“ Offensichtlich hatten sich das noch andere gefragt, denn zwei Tage nach der Wahl wurde die Franz-Xaver-Vermutung vom Vatikan offiziös (ich glaube, über Radio Vatikan) dementiert.

      Hm, ich würde „der heilige Franziskus“ sagen, aber eben durchaus „Franz von Assisi“.

    • Mareike sagt:

      Ich würde auch „der heilige Franziskus“ oder „Franz von Assisi“ sagen. Ich bin mal in Assisi gewesen, war eine schöne Reise.
      Von Franz Xaver habe ich schon mal gehört, aber sonst weiß ich nichts über diesen Heiligen. Den Namen würde ich auch eher in Bayern vermuten.

      St. Franziskus ist hier ein beliebter Patron für soziale Einrichtungen (lange vor Papst Franziskus). Franziskus klingt einfach offizieller, förmlicher und deshalb finde ich diese Form für einen Papst besser. Was die Leute hier nicht davon abhält im Scherz von „Franz und Beni“ zu sprechen, wenn sie den jetzigen Papst und seinen Vorgänger meinen.

    • Jan sagt:

      Franz Xaver klingt heute in Deutschland bairisch, weil es eben ein gegenrefomatorischer Heiliger der 16. Jahrhunderts ist. Wie eben auch Ignaz oder Vinzenz. 😉 Mit Vinzenz von Paul hat er nichts Direktes zu tun, wohl aber mit Ignatius von Loyola. Er war einer der ersten Weggefährten Ignatius’ von Loyolas, sozusagen ein Gründungsmitglied des Jesuitenordens. Wie Ignatius war er übrigens Baske… Er ist der Begründer der jesuitischen Ostasien-Mission, die zwar letztlich nicht oder doch kaum erfolgreich war, dafür aber ein spannendes Kapitel der europäischen Kulturgeschichte. Weil die Jesuiten eben was auf dem Kasten hatten* (und haben) und die zu Missionierende nicht grundsätzlich für Wilde und Idioten gehalten haben, sondern sich ernst einmal in ihre Kulturen eingearbeitet haben.

      *) Das SJ (Societatis Jesu = von der Gesellschaft Jesu) hinter dem Namen wurde früher gerne mal als „Schlaue Jungs“ oder „Schupo Jottes“ gedeutet. Es gibt X gute Witze über die Jesuiten, aber mir fällt gerade keiner mehr ein. 😀

      Franziskus klingt einfach offizieller, förmlicher und deshalb finde ich diese Form für einen Papst besser.

      Also gut, das kann man so sehen.

      Aber ich wollte doch 2013 nur RECHT HABEN! :mrgreen:

  26. Astrid sagt:

    Zu Vinzenz und Katholizismus: http://www.duden.de/rechtschreibung/Vinzenzkonferenz

    Also Anti-Anglizismus ist angesagt:
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/anti-anglizismen-wg-man-spricht-deutsch-a-336842.html

    Raphael Marcus
    zu Raphael mit ph oder f http://www.duden.de/rechtschreibung/Raphael
    zu Marcus mit C http://www.duden.de/rechtschreibung/Praenomen (altrömisch)

    Viktor Gabriel
    zu Viktor mit K http://www.duden.de/rechtschreibung/Viktor

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Viktor_Emanuel
    Ich muss sagen, dass Viktor Emanuel auch gut zu David Samuel passen würde. Klanglich, schriftlich und symbolisch „zwei Könige“.

    Außerdem gefällt mir Valentin Sebastian immer noch. (viele Verbindungen klanglich und schriftlich zu David Samuel.) Dann soll der Familienname aber nicht auf -n enden.

    Mädchen:

    Für mich persönlich wäre Olivia Raphaela (2x 4 Silben etwas zu lang).

    Ich würde mich freuen was Christian hält von Olivia Tirza (oder Tirzah / Thirza – ich weiß nicht welche Scheibweise am üblichsten ist. Für ZN vielleicht nicht so wichtig) Von der Herkunft her und auch klanglich würde diese Kombination meiner Meinung nach gut zu David Samuel passen.

    Weiterhin gefallen mir:
    Olivia Miranda
    Olivia Fabienne

    Zweifelsfall:
    Olivia Minerva
    Minerva ist mich zu unbekannt als Vorname, aber als ZN passt die Göttin der Weisheit zum Symbol des Friedens. Zwei Mal V ist aber vielleicht unerwünscht.

    Zu Vera als EN:

    Vera Luisa (ZN klanglich auch verbunden mit Samuel)
    Vera Simone (da Simon schon vergeben ist)
    Vera Mathilde
    Vera Diana (ZN auch klanglich verbunden mit David und lateinisch)
    Vera Rosalinde (wenn ro auf ra nicht stört, einfach schön)
    Vera Danielle (klanglich meiner Meinung nach schöner als Daniela und passender zu Samuel)

  27. Astrid sagt:

    Ich muss sagen, dass Viktor Emanuel auch gut zu David Samuel passen würde. Klanglich, schriftlich und symbolisch „zwei Könige“.

    Außerdem gefällt mir Valentin Sebastian immer noch. (viele Verbindungen klanglich und schriftlich zu David Samuel.) Dann soll der Familienname aber nicht auf -n enden.

    Mädchen:

    Für mich persönlich wäre Olivia Raphaela (2x 4 Silben etwas zu lang).

    Ich würde mich freuen was Christian hält von Olivia Tirza (oder Tirzah / Thirza – ich weiß nicht welche Scheibweise am üblichsten ist. Für ZN vielleicht nicht so wichtig) Von der Herkunft her und auch klanglich würde diese Kombination meiner Meinung nach gut zu David Samuel passen.

    Weiterhin gefallen mir:
    Olivia Miranda
    Olivia Fabienne

    Zweifelsfall:
    Olivia Minerva
    Minerva ist mich zu unbekannt als Vorname, aber als ZN passt die Göttin der Weisheit zum Symbol des Friedens. Zwei Mal V ist aber vielleicht unerwünscht.

    Zu Vera als EN:

    Vera Luisa (ZN klanglich auch verbunden mit Samuel)
    Vera Simone (da Simon schon vergeben ist)
    Vera Mathilde
    Vera Diana (ZN auch klanglich verbunden mit David und lateinisch)
    Vera Rosalinde (wenn ro auf ra nicht stört, einfach schön)
    Vera Danielle (klanglich meiner Meinung nach schöner als Daniela und passender zu Samuel)

    • Jan sagt:

      Nur kurz, ziemliich grob und zur Verhinderung von Unheil:

      Ich muss sagen, dass Viktor Emanuel auch gut zu David Samuel passen würde. Klanglich, schriftlich und symbolisch „zwei Könige“.

      Um Gottes Willen, bitte nicht! Die Viktor Emanuels (Vittorio Emanuele) waren diese albernen italienischen König, deren letzter, nämlich der erbärmliche Dritte, bis anno 43 der Strohmann für die Mussolini-Faschisten war.

      Alles in der Welt, meinetwegen auch Salomon Jesaja, aber nicht Viktor Emanuel, das ist sowas von lächerlich!

      Das wird bei Leuten mit italienischen Hintergrund und bei Leute mit der mindesten Ahnung von der italienischen Geschichte immer wieder zu Hohngelächter führen.

      Finger weg!

    • Maria Th. sagt:

      Abgesehen davon hatte ich den Eindruck, dass Christian schon weitgehend zufrieden mit der Auswahl und schon ziemlich entschlossen war (vorbehaltlich der Zustimmung seiner Frau); @ Astrid: ich finde nicht, dass man in diesem Stadium hier noch viele neue Namens-Ratschläge erteilen sollte, sonst führt das nur zu zusätzlicher Verwirrung. Sollten Christian und seine Frau weiteren Beratungsbedarf zur Feinabstimmung haben, dann können wir natürlich gerne wieder beratschlagen. Aber jetzt sollten wir es erst mal gut sein lassenoder? 🙂

  28. Astrid sagt:

    Mein Absicht war es jedenfalls nicht Verwirrung zu verursachen oder geschichtlich fragwürdige Vorschläge zu machen. Einen schönen Abend noch.

    • Jan sagt:

      Tut mir leid, Astrid, ich mußte hier so deutlich werden.

      Maria Th. mit ihrem mild-moderaten, modesten, immer bedachtsamen und stets auf Ausgleich, Konsens und Liberalitas Bavariae bedachten Münchner Temperament findet hier wieder einmal die angemesseneren Worte als ein roher, ungehobelter und jähzorniger Wüterich aus den neblichten, von Sturmflut, Cholera und Hagelschlag geplagten Welfischen Landen. :-/

      Ich hoffe, man liest sich bald wieder.

  29. Astrid sagt:

    Es ist mir einfach peinlich, dass mir so etwas passieren konnte. Ich hatte besser aufpassen sollen.

    • Jan sagt:

      Was denn nun?

      Hier überhaupt was geschrieben zu haben?

      Die Sache mit Viktor Emanuel?

      Daß wir fast in einen Zickenkrieg verfallen wären („Victor, das schreibt doch kein Mensch.“ „Aha, es geht also gegen Anglizismen“. Bla, bla.)

      Sonstwas?

      So ein Quatsch. Morgen ist auch noch ein Tag, und die meisten, die hier oft schreiben, haben schon viel größere Böcke geschossen, ich erst recht. Alles Rechthaber.

      Komtessa Astrid, bleiben Sie diesem Blogge bitte gewogen. 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Liebe Astrid, das muss dir nicht peinlich sein, wie Jan schon sagt, hier hat jeder schon mal Schmarrn geschrieben, das passiert. Und ich hoffe, du bist mir nicht beleidigt (das lag keinesfalls in meiner Absicht). Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann, wenn man sich nach langem Überlegen für einen Namen entschieden hat und dann nochmal ganz andere Vorschläge und Aspekte ins Spiel gebracht werden. Das macht es nicht einfacher. Daher mein Rat, Christian und seine Frau nun in aller Ruhe entscheiden zu lassen.
      Übrigens ist auch eine frühere Beratung einer Mutter sehr aus dem Ruder gelaufen, weil zum einen die Mutter selbst nicht wusste, was sie wollte und sich zudem von so ziemlich allen Schreibern beeinflussen ließ (irgendwo unter Babynamen der Woche zu finden, ich weiß aber leider nicht mehr, wann – es war jedenfalls vor 2016 und es waren megaviele Kommentare). Am Ende vergab sie dann einen Namen bzw. eine Kombi und war auch Wochen nach der Geburt noch unglücklich über ihre eigene Wahl. Daher mein Aufruf, es zunächst gut sein zu lassen. War nicht böse gemeint. 🙂

      Vielen Dank, Jan, für meine treffende Charakterisierung! Fehlt nur noch fromm. Mir wachsen grad die Flügel 😀

    • Annemarie sagt:

      Hier ist die erwähnte Endlos-Diskussion, v.a. um den Namen Lenz, nachzulesen:

      http://blog.beliebte-vornamen.de/2015/08/babynamen-der-woche-322015/

      Ich selbst gehöre auch eher zu denen, die gerne immer noch mehr Vorschläge machen, aber es stimmt schon, damit kommt nicht jeder Suchende gut klar 😉

    • Maria Th. sagt:

      Ich hab grad noch mal kurz reingelesen in das Drama, das ist ja nicht zu fassen, Rat suchen ist die eine Sache, aber wie kann man so unentschlossen bzw. beeinflussbar sein? Da wird man kribblig schon beim Lesen.

    • Jan sagt:

      Oh ja, die legendenumwobene Lenz-Diskussion von 2015. 🙂 Eine der längsten Blog-Debatten (sowohl von der Zahl der Beiträge als auch von der Dauer her), die ich überhaupt je gesehen habe. Maria Th. war damals noch nicht an Board, ich schon…

      Wie einige andere auch (so z.B. erinnerlich elbowin), hatte ich ihr anfangs von dem Namen Lenz abgeraten (weil das halt kein Vorname ist) – aber sie kam immer wieder darauf zurück.

      Dann hatte ich irgendwann resigniert (sinngemäß) gesagt: „Wenn Du den Namen Lenz wirklich willst, dann solltest Du ihn auch nehmen!“ Das hat sie dann ja (sicher nicht wegen meines Rates) auch gemacht – und war dann nach Geburt todunglücklich darüber. Dieses neumodisch-liberal-permissiv-beliebige „Geh Deinen Weg, wenn Du etwas wirklich willst!“ bringt es eben oft auch nicht – ich könnte mich deswegen noch heute über mich ärgern. Und das mir, einem heißblütigen Niedersachsen und grimmen, rechthaberischen Salon-Stalinisten! :-/

      Und dazwischen hagelte es halt Vorschläge – so dicht wie anno 1916 bei Verdun die MG-Kugeln.

      Sie hat die Debatte aber auch immer wieder am Köcheln gehalten – zeitweilig hatte ich schließlich sogar wirklich gedacht, da erlaube sich jemand einen Jux.

      Daher kann ich mich dem Rat Maria Th.s nur anschließen: Bei Fragen im Zweifelsfall nicht *zu* viele Vorschläge machen, sondern eher auf die Ideen des Fragenden eingehen.

      Und ich möchte mich nochmals und formell bei Astrid für meinen ruppigen Ton gestern abend entschuldigen.

  30. Astrid sagt:

    Die Sache mit Viktor Emanuel III ist mir peinlich. Es war blöd vor mir Viktor Emanuel vorzuschlagen ohne Ahnung von diesem Königshaus zu haben. Ich habe einfach nicht gut recherchiert und direkt gedacht, dass es wunderbar zusammen mit dem Namen des großen Bruders klingen könnte. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

    Beim nächsten Mal werde ich länger nachdenken, bevor ich etwas vorschlage. 😉

  31. Astrid sagt:

    @ Maria Th. Kein Problem. Ich bin auch nicht beleidigt. Du hattest und hast recht.

  32. Christian sagt:

    Wir haben ein Problem, meiner Frau gefällt der ZN Raphaela zu Olivia nicht (zu lang, ihrer Meinung nach ist Raphael viel häufiger,…)
    D.h. ich würde euch noch einmal um Rat für einen anderen ZN zu Olivia bitten.

    Vincent gefällt ihr sehr gut, u.a. auch weil sie mal einen Jungen namens Vincent kennengelernt hat, der sie sehr beeindruckte.

    Danke nochmal

    • neuhier sagt:

      Meine Überlegungen zu einem guten Zweitnamen zu Olivia:

      – Wenn er nicht zu lang sein soll, dann würde ich zwei Silben wählen.
      – Die Vokalfolge entweder o –i , o – a oder a –i
      – Für eine Verbindung mit Samuel würde ich eine Silbe entweder mit S oder M anfangen lassen (oder die Endung ela, wird mit zwei Silben allerdings schwierig)

      Mir fallen ein:

      Olivia Sophie – wobei die Passung davon abhängt, wie ihr das v in Olivia sprecht – mir gefällt der Name mir w viel besser als mit f und dann hat man nicht die m.E. zu schnelle Wiederholung des f-Lauts

      Olivia Rosa – wenn euch der Zweitname nicht zu „rosa“ ist, dann passt er schon ziemlich gut

      Olivia Marie – passt auch, wobei mir irgendwie mehr Kontur fehlt, nur ein r neben dem m holt den Namen meines Erachtens nicht genug aus der weichen Ecke. Dafür passen Samuel und Marie meines Erachtens richtig gut.

      Olivia Marlies – rein von der Lautfolge ist das mein Favorit, aber der ist schon aufgrund der Endung ungewöhnlicher

    • Maria Th. sagt:

      Rosa habe ich mir nicht getraut, vorzuschlagen, eben wegen rosa.
      Und Sophie nicht, weil ich selbst oft schon gesagt habe, dass Sophie zwar schön, aber inzwischen viel zu häufig ist. Passen würden beide Namen zu Olivia. Ich finde auch ein R (am Anfang oder zumindest irgendwo) ganz angenehm.

    • neuhier sagt:

      @ Maria Th.

      Sophie oder Marie vorzuschlagen fällt mir persönlich auch schwer, allerdings liegt die Häufigkeit der beiden als Zweitname auch daran, dass sie einfach nach vielen Dreisilbern besser passen als die meisten anderen Zweisilber… Selbst vergeben würde ich beide Namen nicht, ich bin kein Freund der I-Endung – außer in der Kombination Marie-Luise, die hat was.

      Wenn der Zweitname auch lang sein dürfte, dann ist Olivia Katharina mein klarer Favorit – deine Meinung, dem Zweitname stünde ein r ganz gut, teile ich vollkommen, und das K und T bringen richtig Kontur.

    • Maria Th. sagt:

      Katharina finde ich auch sehr passend, aber für die Mama ist der Name wie auch Raphaela wohl zu lang.
      Gerade fällt mir noch
      Olivia Mara
      ein. Eigentlich gefällt mir Mara normalerweise gar nicht so besonders, mit Olivia kombiniert wäre der Name aber passend: kurz, mit R und „erdet“ Olivia wieder. Andererseits wirkt Mara durch Olivia lebhafter.
      Evtl. kann die Bedeutung „bittere Olive“ abschrecken, das fände ich aber gar nicht so schlimm. Wer übersetzt das schon?

    • Jan sagt:

      Ich meine auch, daß Olivia, wenn sie denn einen Zweitnamen bekomme soll, geradezu nach einem r schreit: „Rabäh! Her damit! *stampf*“

      Von den schon genannten gefällt mir Henrike am besten.

      Olivia Friederike?
      Olivia Henriette?

      (Das sind freilich alles irgendwie norddeutsche Namen, die nicht überall in die Landschaft passen…)

    • neuhier sagt:

      Hmmm… Mara ist mir wie Marie insgesamt noch zu weich. Und zwei As würde ich auch nicht unbedingt wählen. Aber das ist alles Geschmackssache – bin gespannt, wie die beiden sich entscheiden.

    • neuhier sagt:

      Marisa hatte jemand vorgeschlagen, den finde ich persönlich besser als Marie und Mara – und gleich noch Silbenanfang mit m und s.

    • neuhier sagt:

      oder Olivia Marita

  33. Maria Th. sagt:

    ok, dann wollen wir mal wieder 🙂
    frei assoziierend…:
    Olivia Diana
    Olivia Samira
    Olivia Clara
    Olivia Isabel
    Olivia Viola
    Olivia Martha
    Olivia Carina
    Olivia Charlotte
    …wäre da was dabei?

  34. Marthe sagt:

    Olivia Noemi
    Olivia Naomi
    Olivia Johanna
    Olivia Salome
    Olivia Tabea

    Ich mag, wenn im Zweitnamen das O wiederholt wird.

  35. mgl sagt:

    Olivia Rahel
    Olivia Henrike
    Olivia Jasmin

  36. Annemarie sagt:

    Olivia Marisa
    Olivia Marit
    Olivia Carla
    Olivia Morna

  37. Christian sagt:

    Unsere Favoriten bis jetzt:

    Olivia Karolin (auch familiär bedingt)
    Olivia Martha

    Eure Meinung?

    • Maria Th. sagt:

      Mir persönlich gefällt Olivia Martha besser (r und t)und ist auch kürzer, prägnanter;
      Karolin würde ich eher Carolin schreiben, würde auch passen. Aber da haben wir wieder das Problem: bei Karolin gibt es viele verschiedene Schreibweisen, mit K, mit C, mit oder ohne Endungs-e, Martha ist eigentlich eindeutig in der Schreibung.

    • neuhier sagt:

      Passt 😉

      Ich favorisiere Karolin, schon wegen dem familiären Kontext.

    • Annemarie sagt:

      Beides schön! Dass Karolin nicht so leicht zu schreiben ist, macht beim Zweitnamen nicht so viel aus. Familiärer Bezug ist fein.

      Ja, und Olivia Martha gefällt mir klanglich sehr gut. Dass nach der 3 Vokalen im Erstnamen im Zweitnamen nur einer ist, gefällt mir.

  38. Maria Th. sagt:

    Es geht nicht ums Rechthaben, aber hier zwei Zitate von Christian (s.o.)

    Wir suchen nach einem Namen, der in nicht allzu vielen Schreibweisen bekannt ist

    K/Carolin/e – mehrere Schreibweisen

    Da Samuel keine Nachbenennung ist, haben wir uns jetzt gegen eine solche entschieden.

    Von daher ist Karolin nicht zwingend; ich habe aber grundsätzlich nichts gegen Nachbenennungen.
    Also Christian, viel Glück bei der endgültigen Entscheidung – magst du uns auf dem Laufenden halten? Wir würden uns alle freuen! Alles Gute für Euch!

    • Annemarie sagt:

      Das stimmt natürlich, aber man kann es sich ja auch wieder anders überlegen? 🙂 Außerdem bezieht sich das mit den Schreibweisen ja womöglich in erster Linie auf den Rufnamen?

      Ah, und Martha sehe ich gar nicht so selten auch als Marta. So eindeutig wie David Samuel und auch Olivia sind beide Mädchen-Zweitnamen nicht.

  39. Astrid sagt:

    Obwohl ich Karolin/Caroline an sich sehr schön finde, passt Olivia Martha von den 2 am besten zu David Samuel meiner Meinung nach.
    Martha hat den T Klang gemeinsam mit David und das M befindet sich auch in Samuel. Martha ist genauso wie David und Samuel biblisch.
    Von der Bedeutungen her Olivia Martha -> „Gebieterin des Friedens“
    Martha ist bekannt, aber auch kein Modename.
    Karolin/Caroline usw. ist schon ein Modename gewesen.

    • Marthe sagt:

      Ich finde Karolin passt wegen der wiederholten Vokale klanglich besser.
      Martha finde ich wegen des biblischen Bezugs, wie bei David und Samuel, passender.
      Beides finde ich definitiv machbar!

  40. Jan sagt:

    Olivia Petrolea Karbonada.

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