Wirklich seltene Vornamen

Die Seiten „Seltene Mädchennamen“ und „Seltene Jungennamen“ gibt es schon lange – fast so lange, wie es beliebte-Vornamen.de gibt. Alle paar Jahre muss ich sie mal überarbeiten, weil einige der Namen gar nicht mehr so selten sind. Es gibt jetzt ganz neue Listen mit garantiert seltenen Mädchen- und Jungennamen!

Das ist der aktuelle Stand, mal sehen, wann die ersten dieser Namen in der Hitliste auftauchen:

Wirklich seltene Jungennamen

Milton * Largo * Vlado * Okko * Lemalian * Ulrik * Savio * Basil * Flint * Edonis * Jersey * Tammes * Quendrim * Derrick * Gerardo * Nate * Bjarke * Skander * Fips * Tamio * Beppo * Morgan * Aldrin * Parker * Jero * Mars * Carlito * Bailey * Ottokar * Franklin * Carson * Maurus * Teejay * Elrik * Ward * Emilias * Tomke * Drago * Koby * Rodin * Nimrod * Boy * Manilo * Imre * Lincoln * Junias * Imko * Meriton * Reno * Friso * Laslo * Fredo * Paavo * Stig * Kester * Pharrell * Halvar * Preston * Tjaden * Derk * Blake * Jax * Alfonso * Nestor * Enio * Duran * Jorne * Findus * Benne * Melchior

Wirklich seltene Mädchennamen

Venus * Andrina * Cadence * Edonita * Geske * Brooklyn * Elara * Colette * Ariola * Okka * Marlisa * Valerina * Samuela * Océane * Sianna * Hosanna * Justice * Tjarda * Maimuna * Nelda * Seike * Kelsey * Xara * Teona * Amylee * Eowyn * Liridona * Donatella * Leylani * Davida * Soleil * Bridget * Adriane * Poppy * Richelle * Grietje * Sansa * Adelissa * Mercy * Floranda * Berke * Candy * Harmony * Imogen * Charis * Sirita * Bastienne * Lientje * Caralina * Jordana * Ottilie * Delfina * Binta * Elva * Tibelia * Calliope * Emna * Sierra * Kirsi * Rufina * Dieke * Janita * Gilda * Erlinda * Noella * Lorine * Peppina * Becky * Mirlinda

Was heißt selten? Ich schätze, dass maximal 40 Kinder aus den deutschen Geburtsjahrgängen seit 2006 einen Namen von dieser Liste haben. Genaue Zahlen gibt es leider nicht, da sind wir auf Hochrechungen angewiesen.


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27 Gedanken zu „Wirklich seltene Vornamen“

    • Mir würden beide Namen eigentlich ganz gut gefallen – aber einzeln, nicht für Geschwister.

      Meine Favoriten von den “Seltenen Namen”: Nelda, Gilda, Elva, Friso, Basil und Melchior. Arg grenzwertig finde ich dagegen Fips (Asmussen?!).

    • Ja, ist Onno denn heute wirklich sooo selten?! Das ist doch ein klassischer ostfriesischer Name… Es gibt im 19. Jahrhundert einen sehr bemerkenswerten Historiker dieses Namens, nämlich Onno Klopp – der fängt als protestantischer Ostfriese an, folgt dann nach der Niederlage und Okkupation von 1866 seinem welfischen König ins Exil und endet als katholischer Wiener. (Na, und den Onno-B.-Tee, den gibt es auch…)

      Tjaden ist doch auch so ein oller Ostfriesen-Name…

      Bei Ottokar (der nichts mit Otto zu tun hat 😉 ) liegt die Assoziation zu Böhmen nahe.

      Imre ist ein ungarischer Standard-Vorname, glaube ich. (Man denke an Imre Nagy.) Ich kenne hier aber sogar einen Imre ohne jeden ungarischen Konnex. Laslo wäre als Laszlo ebenfalls ein ungarischer „Normal-Name“.

      Bei Milton dächte man an M. Friedman – keine schöne Assoziation. Oder an John M., aber da ist da nun einmal der Nachname.

      Imogen: da gibt es doch diese Schauspielerin Imogen Kogge, müßte so Mitte sechzig sein…

      Zusammengefaßt: So völlig aus der Welt scheinen mir nicht alle Namen aus der Liste.

      Und Fips ist wirklich ein Name für einen Nutten-Pudel. :mrgreen:

    • Was ich gerade lese: Onno Viets und der Irre vom Kiez

      Die Hauptfigur in diesem Roman heißt Onno. Ich bin noch nicht durch mit dem Buch, aber im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand diesen Onno als Namensvorbild für seinen Sohn wählt.

      Davon abgesehen ist Onno tatsächlich nicht so selten wie die oben aufgelisteten Namen. Es fehlt nicht viel zu einem Platz in den Top 1000 der Jungennamenrangliste.

  1. Das ist ja mal eine Auswahl… Bei den Jungennamen sind ganz viele dabei, die ich nur aus dem anglophonen Sprachraum und größtenteils ausschließlich als Nachnamen kenne (Milton, Flint, Jersey, Aldrin, Parker, Bailey, Carson, Ward, Rodin). Viel “vornamiger”, aber dennoch sehr anglophil, sind Basil, Derrick, Nate, Franklin, Morgan, Boy, Lincoln, Preston und Blake.

    Nestor ist mir sehr geläufig, den hätte ich nicht für soooo selten gehalten. Auch Tomke, Friso, Tjaden und Derk hätte ich in dieser Liste nicht erwartet. Dass Elrik auftaucht, wundert mich dagegen nicht, aber weiß man ungefähr, wie häufig die ursprünglichere Form Alarik/Alaric ist?

    Ansonsten noch interessant: Imre. Diesen Namen kenne ich nur als den Namen einer Stadt in Patrick Rothfuss’ “Kingkiller Chronicle”, daher ist er für mich als Vorname unvorstellbar. Klingt aber nicht schlecht.

    Bei den Mädchen sind auch einige dabei, die ich als häufiger eingeschätzt hätte. Dazu gehören Colette, Amylee, Eowyn, Leylani (wahrscheinlich ist die Schreibweise Leilani verbreiteter, oder?), Davida, Adriane und Dieke. Auch Soleil und Donnatella überraschen mich an dieser Stelle ein wenig.

    Zudem gibt es auch hier viele Namen, die in den englischsprachigen Ländern, v.a. den USA, gar nicht besonders selten sind: Cadence, Brooklyn, Justice, Kelsey, Bridget, Poppy, Mercy, Candy, Harmony, Imogen und Becky. Kalliope (nicht Calliope) ist in Griechenland ein völlig normaler Vorname, und Bastienne dürfte in Frankreich nichts Außergewöhnliches sein – eigentlich merwürdig, dass dieser Name es hierzulande noch nicht zu größerer Beliebtheit gebracht hat – klingt doch eigentlich ganz nett.

    Sansa kommt aus George Martins “A Song of Ice and Fire”. Ein schöner Name, allerdings gibt es auch eine Reihe von mp3-Playern des Herstellers SanDisk, die sich Sansa nennen.
    (Knud, weißt Du, wie häufig Arya in den letzten paar Geburtsjahrgängen war? Diesen Namen trägt Sansas kleine Schwester in “A Song of Ice and Fire”.)

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    • Basil würde ich hierzulande einfach deutsch aussprechen. Alaric/Alarik gefällt mir sehr gut, Elrik eigentlich auch, nur wirkt der leicht wie ein falscher Erik 😉

    • Bei Cadence muss ich an ein sehr musikalisches Pony aus My little Pony denken. Meine kleine Schwester bekam das mal zum Geburtstag. Und wenn mans in Google eingibt kommen da auch gleich bilder von!

      Ich denke Arya ist sicher beliebter als Sansa, da es auch weniger fremd ist..

      Imogen heißt ein kleines Mädchen in der Schulgruppe meiner Mitbewohnerin, sie mag den Namen total gern.

      Die Stadt Imre von Rothfuss kenn ich auch 🙂

      Basil ist ein Name, der mir sehr gut gefällt.. aber ob ich ihn vergeben würde, kann ich nicht sagen. Würde ihn auch Deutsch aussprechen.

    • – Alarik bzw. Alaric sind häufiger als Elrik.
      – Tatsächlich ist Leilani gar nicht so selten, darum gehört auch Leylani nicht in diese Liste. Das hatte ich übersehen.
      – Richtig, viele dieser Namen sind in anderen Ländern weit verbreitet. Das Konzept der Liste ist „in Deutschland seltene Vornamen“ – vielleicht sollte ich das deutlicher dazu schreiben?
      – Arya ist im Aufwärtstrend und auf dem Weg in die Top 1000.

    • @Annemarie: Klar, ich würde Basil in Deutschland auch deutsch aussprechen. Dennoch ist es ja der gleiche Name.

      @Mirjam: Wird die kleine Imogen mit einem deutschen oder einem englischen “g” ausgesprochen?
      bzgl. Rothfuss: Die Bücher sind großartig, nicht wahr? Leider wohl noch zu wenig verbreitet, um neue Vornamentrends zu setzen – dabei könnte man sich doch Namen wie Denna, Fela, Auri, Kilvin, Elodin oder Wilem ganz gut als Babynamen vorstellen. Nur Kvothe vielleicht nicht unbedingt 😛

      @Knud: Danke für die Infos zu Arya und Alarik/c. Dass es in der Liste um Deutschland geht, war mir schon bewusst 😉 Ich wollte lediglich mitteilen, dass viele davon andernorts eben ganz und gar nicht selten sind.

    • – Richtig, viele dieser Namen sind in anderen Ländern weit verbreitet. Das Konzept der Liste ist „in Deutschland seltene Vornamen“ – vielleicht sollte ich das deutlicher dazu schreiben?

      Ja, würde ich machen. Mein erster Gedanke beim Durchlesen der Liste war, dass einige Namen im Ausland doch häufig vorkommen. Der zweite Gedanke war dann erst, dass sich die Liste auf in Deutschland vergebene Namen bezieht. Mit von dir o.g. Titel ist die Liste praktischer zu lesen bzw. zu durchstöbern.

    • @Rina: Soweit ich das übermittelt bekommen hab Deutsch. Ich musste irgendwie gleich an eine Hallogen-Lampe denken.. blöde Assoziation, aber auf die kommt vermutlich sonst eh keiner. Imogen ist gewöhnungsbedürftig aber dann doch sehr schön find ich 🙂

      Jaa Kvothe ist einfach unaussprechlich! Dennas verschiedene Decknamen gefallen mir zB sehr gut. Generell sind die Namen aus den Büchern wohl auch im englischen Sprachraum ungewöhnlich!

  2. Einer der zwei Söhne eines Kollegen trägt den Namen Maurus, der auch hier auf der Liste zu finden ist. Finde ich eigentlich ganz nett, würde ich selbst wohl aber nicht vergeben 😉 Der große Bruder dazu hat einen -wie ich finde- noch selteneren Namen: Pirmin. Die Mama ist Schweizerin, vielleicht sind die Namen dort etwas geläufiger als hier.
    Bald folgt Nummer drei (Geschlecht noch unbekannt), bin schon bespannt auf diesen Namen!

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  3. Zuallererst kann ich verstehen, das man seinem Kind keinen “Allerweltsnamen” geben möchte, aber er sollte mMn immernoch leicht auszusprechen und verständlich bleiben..

    Schön finde ich von diesen Namen:

    * Lemalian * Ulrik * Derrick * Carson (klingt aber sehr nach Lindgreen) * Maurus * Emilias (klingt aber nach einer Kreuzung zwischen Emil und Elias) * Junias * Reno * Stig (aber bitte nicht im Schwäbischen… ;-))) ) * Jorne * Benne * Melchior

    Wirklich seltene Mädchennamen

    * Andrina * Elara * Marlisa * Valerina * Samuela * Hosanna (Hosanna gefällt mir zwar nicht, aber die Abwandlung Osanna finde ich dafür sehr schön :-)) ) * Teona * Adriane * Floranda * Caralina * Jordana * Ottilie * Elva * Tibelia * Janita * Gilda * Noella (ist mein Favorit auf dieser Seite) * Mirlinda

    Meinen Kindern würde ich nicht ganz so seltene Namen geben, jedoch für ihren Jahrgang seltenere, was aber am familiären Bezug liegt. Ich habe auch einen “Allerweltsnamen” (Bei meinem Jahrgang Platz 40, jetzt Platz 30) und kam damit immer gut klar). Meine Kinder würde ich vermutlich Peter (nach ihrem Opa) und Ruth (nach ihrer Uroma) nennen. Namen mit einem persönlichen Bezug sind für einen immer zeitlos schön, egal was die Hitlisten sagen. :-))

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  4. Am besten gefallen mir von den seltenen Jungennamen:

    Basil, Nate (engl. Aussprache), Tamio, Aldrin, Jero, Maurus, Findus und Melchior.
    Quendrim hört sich putzig an und ist mir auch sympathisch.

    Bei seltenen Namen läuft die Assoziationskette besonders gut. Ich habe Lust und Zeit ihr mal freien Lauf zu lassen:

    Milton – wäre mir durch Milton Friedman zu besetzt.
    Largo – da muss ich an das italienische Wort für See (lago) denken.
    Okko – deutsche Alternative zu Rocco?
    Ulrik – ein falsch geschriebener Ulrich.
    Flint – da denke ich an die Flinte (ins Korn werfen) und an Clint (Eastwood).
    Edonis – Alternative zu Adonis?
    Jersey – New Jersey.
    Derrick – na, Horst Tappert in der gleichnamigen Fernsehkrimiserie.
    Morgan – erinnert hierzulande zu sehr an den Morgen. Und natürlich an den genialen Schauspieler Morgan Freeman.
    Parker – da fällt mir spontan der Parka zu ein.
    Mars – Martin ist die schöne Abwandlung, damit man nicht zu sehr an den römischen Kriegsgott denkt. Hier ist das ja unvermeidlich. Und dann noch der gleichnamige Planet und der Schokoriegel….
    Bailey – Baileys, das Getränk.
    Franklin – den Namen mag mein Bruder für Computerspiele.
    Elrik – ein falsch geschriebener Erik.
    Boy – oh nein.
    Manilo – da denke ich an Manila.
    Lincoln – wäre mir durch Abraham Lincoln (wenn auch Nachname) zu besetzt.
    Fredo – da denke ich an „Der Pate“….
    Preston – ist der Zweitname des ältesten Sohnes von Britney Spears.
    Findus – Pettersson und Findus.
    Benne – erinnert mich spontan an Béné, den Spitznamen einer französischen Freundin, die eigentlich Bénédicte heißt.

    Nun zu den Mädchennamen:

    Mir gefallen am besten: Andrina, Tjarda, Nelda, Imogen, Delfina, Elva, Rufina, Gilda.

    Hierzu auch noch ein paar Assoziationen:

    Venus – nun muss ich auch an o.g. Mars denken. Top-Geschwisterkombi! 😉
    Cadence – ach ja, die guten alten Kadenzen. Es lebe die Verslehre!
    Brooklyn – da denke ich an New York City und den ältesten Sohn der Beckhams.
    Okka – verbinde ich mit der Farbe: Ocker.
    Valerina – Ballerina.
    Donatella – finde ich zu besetzt durch Donatella Versace.
    Bridget – ist mir durch Bridget Jones zu besetzt.
    Poppy – oh nein.
    Mercy – die Mercy aus Arthur Millers „The Crucible“! Das Stück habe ich neulich erst gelesen. Mercy erinnert mich aber auch zu sehr an das französische „merci“.
    Caralina – zuckersüß!
    Sierra – Sierra Leone.
    Becky – kenne ich als Spitznamen von Rebecca/Rebekka.

    Einige Namen französischer Herkunft, Océane, Justice und Soleil, würde ich hierzulande nicht unbedingt vergeben. Justice und Soleil sind mir in Frankreich noch nie untergekommen. Am ehesten würde ich noch Océane vergeben; der Name ist in Frankreich geläufig. Naja, er ist aber in die deutsche Sprache schon nicht leicht zu integrieren.

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    • Mars – […] Und dann noch der gleichnamige Planet und der Schokoriegel….

      Jäp, der Riegel. 😀 Das war bei uns als Pennäler in den späten 80ern ein unvermeidlicher Running Gag, sobald ein Physik- oder Chemie-Lehrer was von „Energie“ zu erzählen anfing: „Mars gibt verbrauchte Energie sofort zurück!“

      Der Planet heißt aber freilich schon nach Mars und ist nicht nur „gleichnamig“. Das ist eben Ares/Mars am Himmel; vgl. den ebenfalls roten Antares, den „Gegen-Mars“ im Sternbild Skorpion…

      Oder für die Deutschlehrer dann nach Kleist:

      Unbesiegtes Marsenblut,
      Enkel der Kohortenstürmer,
      Röhmerüberwinderbrut!

      Mit dem heiligen Martin der Christen (der mit dem Mantel) hat allerdings beides nichts zu tun. 😉 Und der im 19. Jh. imaginierte germanische Stamm der Marsen in Westfalen eigentlich auch nichts mit Mars. 😉

      Um Pardon mithin für die Assoziations-Kapriolen – es geht eben auf Ostern zu. Wir sehen uns auf dem Marsfeld, und da singt dann Mireille Mathieu die MARSeillaise.

      „Mars“ ist wirklich ein selten blöder Vorname.

    • Vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen zu „Mars“, Jan! Wie gesagt, habe ich meiner Assoziationskette mal freien Lauf gelassen, ohne groß zu überlegen.

      Den Gag „Mars gibt verbrauchte Energie sofort zurück!“ kannte ich noch nicht. 🙂

      Martin hat jedoch mit Mars etwas zu tun, zumindest wenn man Wikipedia Glauben schenken darf: Martin leitet sich von „martinus“ ab, welches das Adjektiv zu „Mars“ ist.

    • Schtroumpfette, meinerseits Dank für die Ergänzungen. 🙂

      Den Gag „Mars gibt verbrauchte Energie sofort zurück!“ kannte ich noch nicht.

      Hähä, und meine Schulzeit, das waren die 80er, in der alle Welt gegen AKWs demonstriert hat. Und wenn uns dann unsere linken Lehrer mit „Energieproblemen“ gar zu sehr auf die Nerven gegangen sind, war das Sprüchlein – damals der Werbeslogan für die Mars-Riegel – auch schnell zur Hand. 😉

      Martin hat jedoch mit Mars etwas zu tun, zumindest wenn man Wikipedia Glauben schenken darf: Martin leitet sich von „martinus“ ab, welches das Adjektiv zu „Mars“ ist.

      Hö, ich hätte gedacht, das Adjektiv zu „Mars“ wäre „martius“? Aber ich hab nicht mal das Kleine Latinum, Wiki wird da sicher recht haben.

      Dennoch meine ich, daß diese rein etymologischen Erklärungen oft nicht sehr aussagekräftig sind, bzw. daß sie gleichsam hinter den historischen Kontext zurückfallen.

      Nimm meinen Namen (es ist ein Pseudonym): „Jan“ läßt sich auf das hebräische Jochanaan zurückführen. Das soll, wenn ich mich recht erinnere, „Gott ist barmherzig“ heißen… Das wird aber kulturgeschichtlich vollends von der Herkunft des Namens aus dem Neuen Testament überlagert: Jan ist eben die norddeutsch-niederländische Form vom Johannes, kommt mithin von den beiden neutestamentlichen Johannessen (der Täufer und der Apostel/Evangelist).

      Und genauso halt Martin, das sich auf den Heiligen bezieht und nicht auf den römischen Kriegsgott oder den Stern.

      Natürlich spricht nichts dagegen, sich klarzumachen oder zu recherchieren, woher die Namen „eigentlich“, also etymologisch, stammen. Aber ist einfach ahistorisch zu sagen: „Jan bedeutet ‚Gott ist barmherzig‘, und Martin kommt von Mars.“

    • Hallo Schtroumpfette!

      Wie du an meinem (gewöhnungsbedürftigen) Vornamen sehen kannst, wurde die Sierra Leone auch noch anders verewigt. Sierra (Säge) passt aber für jede Art von Nervensäge. Mein Name ist in Italien auch ein Familienname und allen jenen, die die siebziger Jahre erlebt haben, klingt der Heuler “Mama Leone” von Bino sicher noch markerschütternd in den Ohren. Leider ist mir bisher noch keine einzige Namenskollegin leibhaftig über den Weg gelaufen. Lustigerweise habe ich abe rin Amerika eine Dame entdeckt, die nicht nur meinen ersten Vornamen, sondern auch noch den zweiten Vornamen und den gleichen Familiennamen hatte (ist leider schon verstorben). das ist wohl selten, bei so einem ausgefallenen Namen.

  5. Hö, bei Arya muß man doch sofort an „Arier“ denken! So toll ist der Name daher vielleicht nicht…

    Okko werden die ältere Semester aus Norddeutschland, gerade aus Hamburg, noch mit der Band „Okko, Lonzo, Berry, Chris und Timpe“ verbinden.

    Largo – das wäre (neben der musikalischen Bedeutung) Largo Caballero, der selbsternannte „spanische Lenin“ aus den 30er Jahren… (Vielleicht sind die Eltern wirklich Spanier.)

    Bailey – klingt wie ein Name für ’ne etwas altmodische weibliche Alkoholikerin… 😉

    Basil würde ich auch immer deutsch aussprechen. Ich finde aber, daß der Name arg byzantinisch klingt („König“) und eigentlich weder ins Deutsche noch ins Englische paßt. Ja, Wassili, klar – aber das ist eben nicht von König, sondern vom orthodoxen Heiligen dieses Namens abgeleitet.

    Zu Lincoln noch ein kleiner Nebenaspekt: Kaum ein Deutscher spricht das heutzutage noch deutsch *linkolln* aus, die meisten (ich auch) sagen angelsächsisiert *linkln*, im Englischen (BE und AE, soweit ich weiß) klingt es aber *linkn*, das zweite l ist also stumm. Da wird der arme Junge im Laufe seines Lebens freilich einiges klarzustellen haben… Und ob es so toll ist, ein Kind nach einen US-Amerikanischen Nationalheiligen zu benennen?

    Hosanna – „Hosianna, Anna hat die Hosen an!“ :mrgreen:

    @ Knud

    Daß es auf Ihrer Site hier um in Deutschland vergebene Namen geht, liegt m.E. dermaßen klar zutage, daß die Tatsache wirklich keiner Klarstellung in Einzelartikeln mehr bedarf. Oder vielleicht nur in jedem zehnten mal bei Gelegenheit…

    Und noch Dank für den Hinweis auf den Roman-Onno.

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  6. Mensch,nun ist es amtlich, da haben wir uns nach langer langer Suche für unseren kleinen Racker einen tatsächlich seltenen Vornamen ausgesucht 😉 Der Kleine wird ein Ennio. Mir gefällt die Variante mit doppeltem n besser, da ein kurzes E für mich stimmiger klingt. Ich freue mich wirklich sehr, den Namen hier mal in einer aktuellen Liste zu finden.

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  7. Ich will die wirklich seltenen Namen mal darauf abklopfen, was irgendwann in die Toplisten kommen kann. Bei den meisten bin ich mir sehr sicher, dass sie auch in Zukunft sehr selten bleiben werden 😉

    Wirklich seltene Jungennamen

    Pharell * hat Promibonus dank Pharell Williams, und damit Hit-Potential
    Friso * Hat zwar Unterstützung durch das niederländische Königshaus, aber Unfall, Koma und Tod von Prinz Friso dürften eher abschreckend wirken … deswegen doch kein Hit
    Findus * Wenn es sich erst herumspricht, dass dieser Name zulässig ist, dann geht er durch die Decke. Der Kater von Petterson ist einfach zu sympathisch.

    Wirklich seltene Mädchennamen

    Ottilie * Ich wundere mich, dass dieser Name nicht jetzt schon an Popularität gewinnt, er passt gut zu anderen Trendnamen
    Peppina * Klingt gut und peppig (aber es fehlt prominente Unterstützung, um den ganz großen Surchbruch zu schaffen)

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  8. Ich bin glücklicher Opa einer Josephine Europa. Ich denke, dass die Kombination wirklich selten ist.
    Im Alltag rufen wir sie kurz nur “Fine”.

    Nebenbei: Europa war die Geliebte des Zeuss – also ein wirklich alter Name!

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  9. Onno heißt der amtierende deutsche Botschafter in Namibia, Onno Hückemann. Ist aber auch ein älteres Semester 😉
    (Unser ältester heißt Enno, kommt ja auch aus der Ecke)

    Imogen kenne ich aus England. Schauspielerin Imogen Stubs (spielt die Lucy in Sinn und Sinnlichkeit (Verstand und Gefühl – Jane Austen) von Ang Lee aus dem Jahre 1995)

    Enio hatten wir schon auf der erweiterten Liste für unseren zweiten Sohn…ist dann aber ein Erko geworden (nach “Mein seltener Vorname und ich: Erko, auch von dieser Seite; wäre der für die Liste nicht auch prädistiniert?! 😉 )

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  10. Sowohl ein Quendrim als auch ein Laslo sind mir bisher über den Weg gelaufen. Letzterer wurde aber etwas anders geschrieben, ich weiß nicht mehr wie, in der Grundschule hat man das noch nicht so mit Accents 😉

    Findus… Nunja. Würde ich nicht unbedingt vergeben als Name, die Assotiation zu Pettersons Katze liegt halt nahe 😉

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  11. Ein Verwandter – Brite – heißt Basil. Dort wird er zwar nicht 1:1 wie im Deutschen gesprochen, aber fast. Ein bisschen wie *bahrsil* mit ganz schwachem *r*, nie aber *besil*.

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