Darum heiße ich Knud

Gestern war ich zu Gast in der NDR-Fernsehsendung „Mein Nachmittag“ – mein erstes Live-Interview, das war ganz schön aufregend. Der Beitrag kann in der NDR-Mediathek abgerufen werden.

NDR Mein Nachmittag

Ich wurde unter anderem gefragt, warum meine Eltern mich Knud genannt haben. Tatsächlich wollten meine Eltern, dass ich nicht so heiße wie alle anderen. Bei uns in der Gegend war damals der Name Torsten groß in Mode – ich war mal in einer Handballmannschaft der einzige auf dem Feld, der nicht Torsten hieß! Mit dem in Norddeutschland schon damals wohlbekannten Vornamen Knud haben meine Eltern ihr Ziel erreicht, der Name ist nicht so häufig. Mit dem Kontakt nach Süddeutschland war es allerdings manchmal schwierig, man hat mich mal als „Herr Knud aus Bielefeld“ angesprochen 🙂

Nachdem der kleine Eisbär Knut im Berliner Zoo berühmt geworden war, musste ich meinen Vornamen aber auch in Süddeutschland nicht mehr erklären.

Und außerdem …

7 Gedanken zu “Darum heiße ich Knud”

    • Ich mag die Kombi: mein Bruder heißt Knut Torsten. In unseren Jahrgängen kenne ich auch mehrere Torsten/Thorsten, aber keinen anderen Knut.

      Wenn man guckt, wie der Anteil der häufigsten Namen ist, da dachte ich immer, man sollte den Namen vergeben, der einem gefällt, so schlimm wäre es nicht mit der Häufigkeit. Aber eine ganze Handballmannschaft, sechs von sieben, das ist schon heftig. Und bestimmt lustig im Spiel.

  1. So, jetzt habe ich mir das auch mal angeguckt. Hast du gut gemacht 🙂 Aber den NDR hat Eisbär Knut wohl verwirrt – in einer Einblendung haben sie dich mit t geschrieben. Ts!

    Sehr schön bei der Straßenumfrage: der Herr, dessen Sohn Jamie Oliver heißt – und die Schwester dazu, wenn ich das richtig gehört habe, Amy …

    • Jamie & Amy, das habe ich auch gehört. Die Namen habe ich mir gemerkt, falls mal wieder jemand nach einer nicht so tollen Geschwisternamenkombination fragt.

      Interessant fand ich, dass wir den Film mit der Umfrage auch erst in der Livesendung zu sehen bekommen haben; auch die Moderatoren kannten ihn nicht vorher.

  2. Ich würde gerne die Ausführungen zum Vornamen “Benjamin” korrigieren/erläutern. Benjamin heißt auf hebräisch nicht “Glücksbringer” (was für mich abergläubisch klingt). In der Bibel stirbt Benjamins Mutter Rahel bei der Geburt. Sie möchte ihren Sohn Benoni (“Sohn meiner Trauer”) nennen. Der Vater des Kindes protestiert und nennt den Jungen Benjamin, “Sohn des Glücks/Sohn meiner rechten Hand” (so wie es ja auch hier in der Datenbank steht). Somit ist auch klar, was der so beliebte Name “Ben” heißt – schlicht und einfach “Sohn”.
    Die Moderatorin hat auch nicht ganz Unrecht, Benjamin ist in der Bibel der jüngste der 12 Söhne Jakobs.

  3. Ich finde auch, Knud, Sie haben sich da sehr gut verkauft – von Lampenfieber ist gar nichts zu merken. Das kommt alles sehr solide (im angenehmen Sinne) und norddeutsch rüber.

    Das blau-lilane Hemd mit offenem Kragen unter der grauen Jacke erinnert an Varoufakis. :mrgreen:

    Eines stört mich an dem Video aber doch, und dafür können Sie überhaupt nix: die flegelhafte Sitzhaltung des Moderators. Er fläzt sich da auf dem Sofa wie ein ungeschliffener Teenager. Man sieht eine Schuhsohle (schon das hätte früher sofort die Regie intervenieren lassen), und er rückt so dicht an seine Kollegin heran, als ob er ihr gleich an die Wäsche gehen würde.

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