Babynamen der Woche 09/2014

Leonore Lilian Maria * Arthur  * Renesmee * Nerea * Enno * Ronja Marleen * Mike Luca * Sanjay * Lorena Sofia * Tammo Keno * Anelle Amelie * Luzie Marie * Jonathan Elias * Martha * Rabea * Marvin Lutz * Lielle * Fionn Henri * Letizia * Stavro * Hannah Katharina * Jamie Oliver * Rike * Timo * Maja Isabell * Louie * Nadine * Marius * Nele Frieda * Birte

Babynamen der Woche Februar 2014

Und außerdem …

42 Gedanken zu “Babynamen der Woche 09/2014

  1. Luzie Marie–
    Freut mich eigentlich, mal die eingedeutschte Schreibweise des schoenen Namens Luzie zu sehen. Allerdings wuerde ich ausnahmsweise die romanische Schreibweise Lucie bevorzgen. Was ich aber gut finde–die Aussprache des Namens ist hier eindeutig deutsch Lu-zi-je und nicht pseudo-franzoesisch oder pseudo-englisch (ich sage da “pseudo” weil die meisten Deutschen diese auslaendischen Akzente nicht richtig hinbekommen). Das schlichte Marie passt gut zu Luzie.

    Nele Frieda–
    Nele finde ich ganz nett, und Frieda passt gut dazu. Beide Namen sind schlicht und kurz. Dass es zwei Zweisilber sind stoert hier nicht, finde ich, denn die Laute und Endungen sind anders genug, um Monotonie zu vermeiden. Frieda finde ich besonders toll–ich liebe Namen, die das Wort “Frieden” beinhalten. Es ist doch eines der schoensten Woerter im Deutschen.

    Maja Isabell–
    Wieder, wie bei Luzie, freue ich mich ueber die traditionelle deutsche Schreibweise. Den Namen Maja finde ich sehr sanft und lieblich, und die Assoziation mit der Biene Maja finde ich eigentlich ganz nett und angenehm. Isabell klingt auch sehr sanft, hat aber etwas mehr Peps. Das A stellt eine verbindende Note dar. Sehr schoene Kombi.

    Fionn Henri–
    Fionn klingt ganz gut, wirkt aber irgendwie zu importiert-keltisch, nicht so richtig sprachlich eingebuergert. Trotzdem geht der Name letztendlich im Deutschen ganz gut–laesst sich leicht aussprechen. Der Junge wird aber oefters erklaeren muessen, dass er nicht Finn heisst. Henri passt ganz gut dazu, haette aber die englische Schreibung mit Y gewaehlt, da dies zu dem Britisch Isles-Name Fionn gepasst haette.

    Tammo Keno–
    Den friesischen Namen Tammo finde ich klangvoll, ein bisschen lustig, aber auch nicht zu lustig. Den mag ich! Keno–da muss ich nachschauen. Klingt afrikanisch.

    Louie–
    Klaert die Aussprache (und ich bevorzuge diese Aussprache des Namens Louis), aber wirkt dann doch zu sehr wie ein Spitzname, finde ich. Wuerde Louis schreiben und “Louie” sprechen–wobei man da dann natuerlich immer die Aussprache wird klaeren muessen. Letztendlich geht doch nichts ueber Ludwig!

    Arthur–
    Schon schoen, aber unter den vielen altmodischen Namen, die ich mag, wirkt dieser nicht wie ein Favorit auf mich. Vermisse im Deutschen das englische TH, was dem Namen eine sanftere Wirkung gibt. Wobei Arthurs in den USA immer Art genannt warden–was ich wiederum auch nicht schoen finde.

    Hier meine Top-3-Liste:

    Maedchen:

    1. Leonore Lilian Maria
    2. Luzie Marie
    3. Maja Isabell

    Jungen:

    1. Timo
    2. Jonathan Elias
    3. Tammo Keno

    Schoenes Wochenende!

    Mark

    • Lu-zi-e?
      Noch nie gehört.
      Kenne nur LuziA.
      Ich würde denken, Luzie wird einfach nur Lu-zi gesprochen.

    • „Lu-zi-je“ ??? Das kann ich mir nicht vorstellen! Das kann nicht sein…. 😉

      Eine meiner lieben Großtanten heißt Luzie und wird „Lu-zi“ ausgesprochen, daher ist mir diese Aussprache des Namens natürlich sehr vertraut. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand den Namen Luzie „Lu-zi-je“ ausspricht. Die eingedeutschte Schreibweise verdeutlicht meiner Meinung nach nur, dass das z deutsch ausgesprochen wird, aber das „ie“ bleibt ein langes i – wie bei Marie oder Nathalie. Obwohl: jemand hatte hier auch mal geschrieben, dass er eine Nat(h)al-je kennt, oder? Das kam mir auch schon total befremdlich vor, da ich gefühlte 100 Nat(h)a-lies kenne.

    • Jia und Schtroumpfette,

      Ihr habt sicher recht.

      Der Grund weshalb ich von der traditionellen Aussprache Lu-zi-je ausging hat mit dem zu tun, was ich von Natalie und Emilie weiss.

      Als ich in graduate school (als ich noch Germanistik studierte) ein Heinrich von Kleist-Seminar belegte und wir “Prinz Friedrich von Homburg” lasen, korrigierte der Professor diejenigen, die den Namen der Prinzessin Natalie franzoesisch aussprachen. Er teilte uns mit, dass zwar in neueren Zeiten der Name in Deutschland nach dem franzoesischen Schema ausgesprochen wird, dass aber urspruenglich, als der Name nach Deutschland kam, die Aussprache Na-tal-je gebräuchlich war. Dies änderte sich erst im 20. Jahrhundert.

      Bei Emilie war es zu meiner Kindheit in den 1980er Jahren sogar noch so, dass der Name Emil-je ausgesprochen wurde. Das änderte sich erst, als die Emily-Welle aus dem englischsprachigen Raum zu uns herüberzuschwappen begann.

      Sophie, Marie, Melanie und Valerie sind aber natürlich Beispiele dafür, dass viele franzoesische Namen (und Natalie und Emilie kamen ja auch aus dem Franzoesischen zu uns) auch schon im 18. und 19. Jahrhundert mit franzoesischer Endung gesprochen wurden. Deshalb kann ich wohl nicht davon ausgehen, dass z. B. Theodor Storms Mutter Lucie mit deutscher Endung gesprochen wurde.

      Nun, Luzie Marie mit der Aussprache Luzi finde ich eigentlich auch sehr schoen. Nur die englische Schreibung Lucy gefaellt mir im Deutschen nicht, und auch, wenn das C wie ein S gesprochen wird.

    • Ich sage noch heute Emil-je und Ottil-je. Emily und Emilie sind somit – für mich – 2 verschiedene Namen.

    • Das habe ich mir schon gedacht, dass Du von der früheren Aussprache Nat(h)alies oder Emilies ausgegangen bist, Mark. Mir ist noch nie eine „Na(h)al-je“ oder „Emil-je“ untergekommen, aber damals sind dem im Deutschen dominanten Schwa-Vokal schon so einige Namen zum Opfer gefallen. Erstaunlich, dass sich früher einige Namen französischer Herkunft ihr langes i bewahren konnten und andere nicht!

      Ottilie kam mir vorhin auch schon in den Sinn, Annemarie. Das ist nämlich (neben Cäcilie) der einzige Vorname, der mir einfällt, der mir auch nur in der Aussprache „Ottil-je“ bekannt ist. Mit der Aussprache verhält es sich hier aber anders, da Ottilie ein Name deutschen Ursprungs ist. Da finde ich „Ottil-je“ eher „normal“ als „Emil-je“ oder „Natal-je“.
      Da mittlerweile vollere Vokale eindeutig beliebter sind, wirkt Ottilie auf mich allerdings auch fast schon wie ein Exot – ich übertreibe natürlich. 😉

      Emilie ist für mich übrigens auch keine Emily, auch wenn ich bei Emilie keinen Schwalaut spreche! Ich muss sagen, dass ich grundsätzlich kein Fan des Schwalautes bin und das lange i bevorzuge. Ich mag also die französische Aussprache französischer Namen auf –ie lieber und eigentlich sehe ich das e im „ie“ auch generell so gut wie immer als Dehnungs-e, das ja auch typisch für die deutsche Sprache ist.

      Was ich mal fragen wollte: Ich habe letztens gehört, dass sich eine Sophie aus Hamburg „Soff-fi“ ausspricht und nicht „Soo-fi“. Wird Sophie im Norden immer so ausgesprochen? Oder kennt sonst noch jemand diese Aussprache des Namens?

    • Emilie z.B. spreche ich auch E-mi-li-e und nicht wie Emily.
      Da finde ich E-mi-li einfach “falsch”.
      Einige Namen sind so, die anderen so geläufig.

      @Schtroumpfette
      Kenne eine Sophie, Mitte 80, die sich “Soffi” spricht. Ich selbst spreche französisch. Ich glaube, früher wurde eher “Soffi” gesagt, das hab ich nämlich schon öfter gehört bei älteren Frauen, allerdings nicht nur aus dem Norden.
      Aber du schreibst “Soo-fi”… ich würde eher “So-fii” sagen? Mit langem o hab ich den Namen noch nie gehört.

    • Meine schwäbische Großmutter sagte immer Soffi–das scheint tatsächlich so eine ältere Betonung zu sein, die bei älteren Generationen vorherrschte. Ich selber sage schon mein Leben lang nur So-fii.

      Allerdings habe ich vor, wenn ich demnächst nach Deutschland zurückziehe, eine Ausspracherevolution auszulösen, so dass man nur noch So-fi-je, Va-le-ri-je und Me-la-ni-je sagt… Paßt auf, Leute-der Schwalaut beginnt seinen Siegeszug!

      Okay, ich gebe zu–bei einer ganzen Reihe von Namen gefällt mir das gedehnte ii auch besser als der Schwalaut.

      Ausnahmen: Amalie, Cäcilie, Ottilie, Emilie, Natalie.

    • Dein Einsatz für das “lutherische E” ist sehr lobenswert, aber bei Nathalie dürftest Du keine Chancen haben: Das Chanson von Gilbert Becaud prägt hier die Aussprache zu stark. Ich habe in letzter Zeit auch diverse Balkanmusikgruppen gehört, die das Chanson gecovert haben. Es würde mich nicht sehr wundern, wenn in der nächsten Zeit eine Version davon erneut zum Hit würde.

    • @ Jia und Mark: Ich finde es bei der ganzen Geschichte rund um Emilie äußerst praktisch, dass Ihr „Soffi“ beide als alte Aussprache Sophies kennt. Danke für Euer Statement dazu! Die „Soffi“ aus Hamburg, von der ich gehört habe, ist allerdings erst Mitte 20, aber ich stemple die Aussprache dann eben einfach mal als „altmodisch“ ab. 😉
      Ich denke, dass wir Sophie alle drei gleich aussprechen: „So-fii“ stimmt schon – wobei ich das o schon eher lang als kurz spreche; bei einem kurzen o wären wir doch bei „Soffi“.

      @ Jia: „Emil-je“ scheint hierzulande wohl tatsächlich geläufiger zu sein. Die Aussprache mit langem i als „falsch“ zu bezeichnen finde ich aber wiederum falsch, denn auch wenn sich Emilie ohne den Schwalaut im Deutschen sehr nach Emily anhört, kommt diese Aussprache der ursprünglich richtigen französischen Aussprache doch am nächsten.

      @ Mark: Da bin ich ja froh, dass Du uns rechtzeitig von Deinem Vorhaben informierst! Deine Pläne muss ich auf jeden Fall durchkreuzen…. Gut, Amalie, Cäcilie und Ottilie dürfen von mir aus ihren Schwalaut gerne behalten! 😉

    • Hach, das ist ja ein Thema für mich … ich würde ja am liebsten auch immer Stephanje usw. sagen, weiß aber natürlich, dass eigentlich keine Stephanie so ausgesprochen wird, auch nicht die ganz alten (ich kenne nur die eine urururalte aus diesem einen Dorf).
      Nathaljes kenne ich übrigens schon drei, die auch ständig auf die korrekte Aussprache hinweisen müssen, ist ja klar.

      Emilie als Emily auszusprechen ist einfach traurig (kenne da auch ein Beispiel). Emi-liii wäre da richtiger …

      Ottilie ist gerade unser Fave für eine Tochter (bin schwanger :)), aber ich bin etwas unsicher, da ich Angst habe, dass manche Leute ernsthaft auf die Idee kommen, ihn Ottili zu sprechen 🙁 Weil sie es von allen -ie Namen mittlerweile so kennen. Amelie, Rosalie – wurde ja alles mal Amelje (wie bei Amalie eben) und Rosalje ausgesprochen. Aber wahrscheinlich ist Ottilie, wie auch Caecilie, noch immer in der -je Aussprache bekannt.

      Ich meine, dass damals selbst Marie und Sophie Marije und Sophije gesprochen wurden. In Schweden und Norwegen (Island auch?) ist dies immer noch der Fall. Auch der Name Mie oder Annemie wird Mi-e, Annemi-je gesprochen.
      Nur Dänemark hat sich angepasst und sagt Sophie un MArie wie in Deutschland (oder Frankreich).
      Soffi ist ein Dialekt-Ding oder hat auch mit dem LAter zu tun ja. Ich komme auch aus dem Norden und habe das EINMAl gehört. Eigentlich wird der NAme auch hier Sophie gesprochen, aber nciht Sooooophi, sondern Sophiiiii, also auf der letzten Silbe betont.

      Eine Verwandte von mit heißt Luzi, mit einfachm i. Luzie als Luzi-je? Keine Ahnung, ob es das jemals gab. Allerdings wird Lucius/Luzius ja schon so betont … Bei Lucia/Luzia kenne ich beides: Luuuucia(Luuuzia und Luciiiia/Luziiiia (weitaus häufiger).

      Wenke

    • @Wenke: Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!!! Solche Nachrichten sind doch immer wieder schön, selbst wenn man die werdenden Eltern nicht einmal wirklich kennt :-).

    • Das sind ja wirklich schöne Nachrichten, Wenke! Herzlichen Glückwunsch auch von mir!

      Ich glaube, bei Ottilie musst Du Dir keine Gedanken machen. Ottilie ist durch die deutschen Wurzeln in der Aussprache „Ottil-je“ fest verankert, würde ich sagen. Wenn es einen Namen gibt, der für sein „-je“ steht, dann Ottilie. Und ich glaube, man kann hier schon auch auf das Sprachbewusstsein der Leute setzen; bei „Ottili“ kommt sicher jeder drauf, dass das nicht sein kann. Die geläufige, französisierte Form z.B. ist ja auch nicht „Ottili“, sondern „Odiiil“, also Odile.

  2. Zunächst glaubte ich an selektive Wahrnehmung (denn meine Tochter Martha Lotte kam im Herbst 2013 zur Welt), als der Name Martha für mich gefühlt jeden zweiten Monat hier auftauchte. Jetzt wollte ich aber doch noch mal sicher gehen und siehe da:

    seit 01/2013 kam der Name Martha wie folgt in den Babynamen der Woche vor:
    17/2013: Emily-Amalia Martha
    27/2013: Martha
    32/2013: Martha Renesmee
    40/2013: Marta
    51/2013: Anna Martha
    03/2014: Tammi Martha
    05/2014: Marta
    07/2014: Martha
    09/2014: Martha

    Wie werden eigentlich die Babynamen der Woche ausgewählt?

    Vielen Dank und weiter so!

    • Tolle Auswertung! Die Babynamen der Woche werden meistens ohne Sinn und Verstand ausgewählt. Ich sollte vielleicht mal eine Auswertung der am häufigsten für diese Reihe ausgesuchten Namen machen, dann sehe ich, welches meine Lieblingsvornamen sind 🙂

    • Mir kommt es auch so vor, dass Arthur hier häufiger auftaucht als er eigentlich im Vergleich zu anderen vergeben wird… Und Jonathan hat auch nicht gerade Seltenheitswert. Bevorzugt hier jemand Endungen mit t am Silbenanfang?! 😉

    • Jetzt wollte ich’s auch genau wissen: Jamie/Jamy kam seit 01/2013 wie folgt in den „Babynamen der Woche“ vor:

      09/2013: Jamie-Sophia
      18/2013: Jamie-Lia
      18/2013: Jamy-Lias Benjamin
      20/2013: Jamie Luca
      33/2013: Jamie-Jayden
      02/2014: Jamie Christopher
      03/2014: Jamy James
      07/2014: Jamie-Taylor
      09/2014: Jamie Oliver

      Jamie/Jamy kam also (als Jungen- und Mädchenname) seit Januar 2013 neunmal vor – genauso häufig wie Martha/Marta! Siebenmal hat ihn Knud gewählt, zweimal Sabrina.
      Vor allem in der letzten Zeit, also 2014, tauchte der Name häufig, nämlich viermal, in den „Babynamen der Woche“ auf. Daher fiel er mir wohl auch auf….

  3. Die heutigen Namen könnten unter dem Motto “Nichts neues unter der Sonne” stehen, gefühlt habe ich zu jedem Namen schon einmal eine Meinung aufgeschrieben …

    Leonore Lilian Maria * Die Eltern haben hier eine viel bessere Wahl getroffen als die der älteren Kusine, auch wenn man bei den vielen Ls ins Lallen kommen kann
    Tammo Keno * Zwei starke Friesennamen (wobei der friesische Häuptlingsname Keno leider heute auch als Markenname für ein Zahlenlotto bekannt ist)
    Lielle * Ein Name, den ich vorher noch nie gehört und gesehen habe. Inspiriert vom Computerspiel “The Elder Scrolls”? Neulich ist mir in einer Geburtsanzeige Fjola aufgefallen, auch ein Name aus “The Elder Scrolls” …

  4. Mir gefallen: Leonore Lilian Maria * Arthur * Ronja Marleen * Tammo Keno * Luzie Marie * Jonathan Elias * Martha * Letizia * Hannah Katharina * Rike * Maja Isabell * Marius * Nele Frieda

    Ich liebe Martha und Arthur, auch wenn meine Kinder jeweils einen anderen Vornamen, mit einem weicheren Klang, haben.

    Für Nadine ist es, meiner Meinung nach, noch etwas zu früh. Ich kenne nur Nadines zwischen 12 und 42, nix drüber und nix drunter!

    Leonore finde ich ganz hübsch… ich wäre aber wahrscheinlich auch nie selbst drauf gekommen.

    Eine Häufigkeitsstatistik der Babynamen der Woche wäre sicherlich sehr interessant 🙂 ! Top 10 ” Babynamen oder Zwillingskombis ” würden wir sicherlich ganz genau unter die Lupe nehmen… Wäre interessant, zu sehen, ob ein Zusammenhang zur 2013er Hitliste besteht ;-), der sich bereits in Knuds Unterbewusstsein eingebrannt hat und jede Woche aufs neue in Erscheinung tritt ;-). Ich glaube aber, du tendierst zu diesen “anderen” Namen 😉 – den weniger massenkompatiblen Vornamen usw. ….einfach anders eben.

  5. Wie von Elbowin bemerkt, ist Keno ein alter friesischer Häuptlingsname–Keno ist die friesische Kurzform von Konrad (“kühner Ratgeber”).

    Enno ist auch ein alter Häuptlingsname und ist die friesische Kurzform von Eginhard (“der mit dem Schwert kämpft”).

    Friesische Namen finde ich toll!

  6. Sanjay–
    Indischer Name, der “strahlende Sonne” bedeutet. Sanjay Dutt ist einer der groessten Bollywood-Stars.

    Nerea–
    Scheint im Baskenland populaer zu sein, obwohl ich nicht sicherstellen konnte, ob der Name auch urspruenglich baskisch ist. Bedeutet “die vom Himmel kommende.”

    • Huch… konntest Du herausfinden, in welcher Sprache Nerea denn “vom Himmel kommend” bedeutet? Auf mich wirkte der Name spontan wie eine weibliche Form von Nereus – und der hat nichts mit dem Himmel zu tun, sondern mit dem Wasser.

    • Rina,

      Habe noch mal nachgeforscht (war das letzte Mal in Eile). Der Name Nerea ist tatsächlich gar nicht lateinischen oder griechischen Ursprungs und hat also tatsächlich nichts mit den Nereiden oder Nereus zu tun (obwohl ich selber auch zuerst gleich an die Nereiden, die Toechter des Ozeans, denken musste). Er ist zur Zeit in ganz Spanien relative beliebt, aber besonders im Baskenland, und der Name ist baskischen Ursprungs–die ursprüngliche Form des Namens is Nere.

      Der Name bedeutet im Altbaskischen “mein” (im Sinne von “sie ist mein”). “Die vom Himmel kommende” ist eine Bedeutung, die von weniger glaubwuerdigen Seiten dargeboten wird.

      Also, schon interessant–was so alles hinter Namen steckt… Waere auch nie auf eine baskische Herkunft gekommen.

    • Vielen Dank fürs Nachforschen, Mark! Damit hätte ich nicht gerechnet. Im Baskischen kenne ich mich aber auch wirklich überhaupt nicht aus…

      Soweit ich weiß, sind Nereiden und Okeaniden übrigens nicht dieselben. Muss ich aber nochmal nachlesen. Ich glaube, bei Hygin finden sich sowohl ein Okeaniden- als auch ein Nereidenkatalog.

  7. interessante Namen dabei, auch wenn die meisten davon bekannt sind.
    Unglücklich finde ich nur Anelle Amelie kombiniert. Da hätte ich mich entweder für Anelle oder Amelie entschieden.
    Klingt wie gelallt.
    Lorena Sofia klingt sehr schön, auch wenn einem Sophia Loren in den Sinn kommt.
    Bei Sanjay kam mir als erstes sunshine in den Sinn. Interessant, dass dieser Name tatsächlich Sonnenschein bedeutet. Bei entsprechendem Hintergrund schön.
    Lilian ist auch hübsch.
    Lielle ungewöhnlich, hat aber was!
    nun zu meiner Frage:
    wir sind zwischen
    Louisa (wenn auch sehr häufig)
    Lucia (spanisch gesprochen)
    Luana
    Luara
    und
    wenn auch aus der Reihe fallend
    die französischen Vornamen
    Julie
    Cécile
    wir wohnen in der Nähe vom Elsaß.
    Für Eure Meinungen sind wir dankbar!
    Mögl. darf es auch gerne ein Doppelnamen sein.

    • Von den angegebenen Namen finde ich persoenlich Louisa am schoensten. Da diese Namensform aus Frankreich zu uns kam und Ihr auch die franzoesische Schreibung gewaehlt habt, wird der Name der Elsass-Naehe gerecht und ist gleichzeitig in ganz Deutschland total herkoemmlich und problemlos.

      Bei Julie und Cecile wird es wohl bei vielen Deutschen mit der korrekten Akzentuierung udn Aussprache hapern–das faende ich persoenlich etwas nervig.

      Luana und Luara klingen schoen, sind aber doch sehr exotisch; da wirkt Louisa um vieles bodenstaendiger und traditioneller, was ich persoenlich gut finde.

      Lucia finde ich sehr schoen, wuerde es in Deutschland der Einfachheit halber aber Luzia sprechen.

      Nun, so meine Perspektive–andere warden da sicher andere Gedanken haben.

    • Mir gefällt Julie am besten! Vielleicht kann man ja die richtige Aussprache des Namens in der Nähe vom Elsass voraussetzen…?

      Louisa gefällt mir auch. Die Schreibweise Louisa mag ich lieber als Luisa, und hier passt sie ja auch aus den von Mark genannten Gründen sehr gut.

      Lucia mag ich in der spanischen Aussprache auch. Da ist aber mit Sicherheit mit den meisten Aussprachevarianten zu rechnen. Neben der deutschen steht die italienische Aussprache im Raum und die französische Lucie könnte auch noch ins Spiel gebracht werden. Vielleicht sollte das aber dennoch kein Hindernis sein den Namen zu vergeben, denn schließlich ist er schön und die spanische Aussprache immerhin allgemein bekannt!

    • Ich finde, dass Louisa Cécile von den genannten Namen die schönste Kombination ist.
      Louisa geht sowohl im Deutschen, als auch im Französischen sehr gut. Cécile finde ich auch sehr schön, aber als Erstname im Deutschen ungeeignet (Aussprache, Betonung, Accent aigu), daher die Platzierung als Zweitname.
      Die Kombi Louisa Cécile klingt für mich flüssig und mir gefällt, dass das L und das I beiden Namen gemeinsam ist, sie sich aber trotzdem nicht zu ähnlich sind (unterschiedliche Silbenzahl, unterschiedliche Endungen).

      Luana und Luara finde ich zu exotisch und sie erinnern mich beide an das hawaiianische Luau…

  8. Sehr interessante Auswahl dieses Mal! 🙂

    Leonore Lilian Maria – Leonore mit e und dann Lilian ohne e ist für mich ein kleiner Haken an der Kombi. Da spielt der französische Einfluss wieder mal eine Rolle, denn mit Lilian verbinde ich den ehemaligen französischen Fußballnationalspieler Lilian Thuram und andere männliche Zeitgenossen. Liliane (die französische weibliche Form) hätte ich zu Leonore passender gefunden, aber hier geht’s ja in erster Linie darum ein Familienmitglied zu ehren. Bei Erst- und Zweitname dominiert eindeutig das L, bei Zweit- und Drittname die Vokale a und i – also ein fließender Übergang. Alles in allem finde ich die Kombi völlig ok. Leonore finde ich am schönsten; Lilian ist auch ganz schön und Maria geht als Drittname auch.

    Arthur – in Frankreich kenne ich ganz viele Arthurs, die alle so zwischen 6 und 20 Jahren alt sind, in Deutschland hingegen keinen einzigen. Vielleicht wird sich das ja bald ändern, denn der Name scheint hierzulande im Kommen zu sein. Mir hat er einen etwas zu harten Klang, aber er hat ’was.

    Renesmee – ich habe vor einiger Zeit auch endlich mal die Twilight-Filme gesehen. Da kommt ja schon der eine oder andere schöne Name drin vor. Renesmee finde ich gar nicht schlecht – viel schöner als Renée jedenfalls.

    Enno – „Enno, ich bin Kartenspieler!“ fällt mir dazu ein. Ich muss bei Enno immer an den Enno aus „Theo gegen den Rest der Welt“ denken. Der Enno in dem Film ist italienischer Abstammung, ist aber gut zu wissen, dass der Name auch eine friesische Kurzform deutscher Namen ist. Danke an Mark für die Recherche! Mir gefällt der Name Enno gut.

    Ronja Marleen – ich glaube, die Kombi habe ich hier auch schon mal gesehen. Ich finde sie klanglich ganz elegant, da Ronjas R in Marleen wieder aufgenommen wird, Marleen auch den weniger dunklen Vokal Ronjas wieder aufnimmt und dann durch die Endsilbe für die weiche Note der Kombi sorgt. Einzeln gehört Ronja nicht so zu meinen Lieblingsnamen, finde ich aber noch ok. Marleen mag ich sehr sehr gerne.

    Mike Luca – letztens habe ich auch endlich die geniale Fernsehserie „Breaking Bad“ geschaut, daher muss ich bei Mike nun sofort an Mike Ehrmantraut denken. Das Wörtchen „cool“ trifft’s da jetzt gerade am besten. Luca finde ich vom Klang her gar nicht so schlecht zu Mike, aber englisch + italienisch in deutscher Aussprache…. Nun ja, auf der anderen Seite frage ich mich, warum Namen, deren falsche deutsche Aussprache hier schon lange etabliert ist, dadurch immer „richtiger“ sein sollen, als neumodischere. Also ok. Und wenn man nun mal Mike lieber mag als Michael und Luca lieber als Lukas, ist das auch nachvollziehbar – ist ja nun mal nicht dasselbe. So, das war mal mein ausschweifender Gedankengang dazu. 😉

    Sanjay – habe ich schon mal irgendwo gehört…. Ein sehr schöner indischer Name.

    Lorena Sofia – da habe ich sofort Sophia Loren im Sinn. Lorena Sofia ist italienischer. Sophia Loren heißt ja auch eigentlich Sofia mit Vornamen – die italienische Variante eben. Lorena ist der ZN der Tochter (* 2011) einer italienischen Freundin, daher kommt es mir so vor, als wäre der Name in Italien gerade in Mode. Sowohl Lorena als auch Sofia finde ich ok; die Kombi überzeugt mich aufgrund der gleichen Silbenanzahl der Namen und der fast gleichen Vokalabfolge nicht so sehr – die Namen wirken dadurch etwas aufgezählt.

    Luzie Marie – zwei Zweisilber auf –ie wirken auch wie eine Aufzählung. Daraus könnte aber gut eine zusammengesetzte Namensform entstehen: Luzimarie – so wie Rosemarie, Anneliese oder so. Ich mag beide Namen sehr gerne. Luzie ist der Erstname einer meiner Großtanten und Marie hieß ihre Mutter (meine Uroma).

    Jonathan Elias – eine gelungene biblische Namenskombi: einerseits schlicht, andererseits mit Biss! Einzeln mag ich sowohl Jonathan als auch Elias.

    Marvin Lutz – Marvin mag ich, Lutz nicht so. Lutz wirkt in der Kombi etwas als Anhängsel und durch das „tz“ endet mir die Kombi auch zu abrupt. Ich hätte Lutz daher weggelassen. Alles in allem finde ich die Kombi aber ok. Durch die drei unterschiedlichen kurzen Vokale ist die Kombi schlicht und wiederum stimmig.

    Fionn Henri – da schließe ich mich Marks Kommentar voll und ganz an.

    Letizia – verbinde ich mit Letizia von Spanien. Mir gefällt der Name ganz gut – auch wenn ich die lateinische Ursprungsversion Laetitia lieber mag. Die schöne Bedeutung des Namens passt auch zu seinem Klang, finde ich.

    Stavro – der Name scheint eng mit einigen James Bond-Filmen in Verbindung zu stehen. Mehr haben meine spontanen Recherchen nicht ergeben. Ich tippe mal auf einen slawischen Namen oder eine slawische Namensform. Also mit entsprechendem Hintergrund finde ich den Namen ok. Ansonsten passt er m.E. (v.a. wegen des „r“s) nicht soo gut ins Deutsche.

    Maja Isabell – die Kombi finde ich sehr gut gewählt. Maja ist schön schlicht. In Isabell wird erst der weiche Klang Majas wieder aufgenommen und ein Bezug durch das a geschaffen, dann wird durch die Endsilbe Isabells noch Peps und Melodie in die Kombi gebracht. Einzeln finde ich beide Namen auch gut – obwohl ich die Schreibweise Isabell nicht mag.

    Louie – da muss ich natürlich sofort an King Louie, den Affen aus dem Dschungelbuch, denken. Ich mag den Namen! Die Endung auf –ie wirkt hierzulande vielleicht etwas weiblich, aber durch das Dschungelbuch und überhaupt ist der Name ja schon sehr männlich – und schön.

    Marius – nach Enno noch ein Bezug zum Film „Theo gegen den Rest der Welt“, denn bei Marius muss ich an Marius Müller-Westernhagen denken. Mir gefällt der Name Marius sehr gut!

    Einzeln mag ich Oliver noch sehr gerne; Hannah geht auch, mag ich aber als Hanna lieber. Die anderen Namen sind nicht so mein Fall.

  9. Kleiner Nachtrag zu Lielle: In der Form Liel ist es ein hebräischer Name (vor allem für Mädchen), der “Mein Gott” bedeutet. Auf englisch kann der Name mit Dreifach-e geschrieben werden: Lee-El, Leeël oder sogar Leeel 😮

    • Leeel ist spitze! Sieht nach einem Resultat der letzten deutschen Rechtschreibreform aus…

  10. Hoppla, nicht wirklich “meine” Namen dabei, allerdings
    auch keine, die man als Flop bezeichnen würde.

    Martha und Arthur finde ich perfekt als Zwillingskombination und siehe: Heute kam per Rundmail ein Bild von den neugeborenen Kindern einer Kollegin und wie heissen da ihre Zwillinge: Marta und Artur -ohne H, weil Bulgarische Mama (Svitoslava).

    Leeël habe ich mehrfach gelesen, Lielle ist mir dann doch neu. Ich hätte die jetzt gar nicht als ein Name erkannt.

    Nerea ist mir vor einigen Wochen schon einmal über den Weg gekommen. Bei einem spanischstämmigen Kind. Der Name klingt sehr schön.

    Meine Favoriten:

    Marius
    Hannah Katharina
    Stavro -> für einen kleinen Griechen sehr schön, auch, weil man da das S am Ende weg gelassen hat.
    Letizia
    Timo

    die anderen Namen sind auch nicht wirklich schlecht, nur nicht so mein Fall.

    Leonore Lilian Maria sind drei einzelnd durchaus schöne Namen, mich stört die L-L Verbindung am Anfang . Ich hätte da ,wenn schon die drei Namen, Maria und Lilian die Plätze tauschen lassen.

    • Danke für Eure gut durchdachten Anregungen, bzw. Vorschläge. Das hat uns weiter geholfen. Wir haben uns nun für Louisa als Erst- und Rufnamen entschieden. Cécile oder Julie soll nachgestellter Zweit Name werden. Schroumpfette und Mark finden ja Louisa Cécile als. Kombination am schönsten. Das hat auch was! Aber von Julie können wir uns auch noch nicht “verabschieden”. Mal sehen, was letztlich heraus kommt!

  11. @wenke: Zum Thema Aussprache verschiedener Namen im Norden fällt mir noch die in Dänemark gebräuchliche Fie ein – welche Fi-je gesprochen wird. In Deutschland wäre sicher eine andere Aussprache gewöhnungsbedürftig…

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