Zweitnamenstatistik 2013

Michael ist ja eigentlich ein total unmoderner Vorname. Bei den Zweitnamen hat er es aber 2013 in die Top 10 geschafft. In der Zweitnamenstatistik kommen altmodische Namen sowieso wesentlich häufiger vor als in der Hitliste der beliebtesten ersten Vornamen. Das liegt daran, dass in vielen Familien die Tradition der Nachbenennung gepflegt wird. So bekommen viele Kinder als zweiten Vornamen den Vornamen ihrer Paten, Eltern oder Großeltern. Und Paten, Eltern und Großeltern haben typischerweise altmodische Vornamen.

Die häufigsten zweiten Vornamen des Geburtsjahrgangs 2013

Weiblich Männlich
  1. Sophie / Sofie
  2. Marie
  3. Maria
  4. Luise / Louise
  5. Sophia / Sofia
  6. Luisa / Louisa
  7. Katharina
  8. Emilia
  9. Johanna
  10. Charlotte
  1. Alexander
  2. Luca / Luka
  3. Maximilian
  4. Elias
  5. Joel
  6. Luis / Louis
  7. Paul
  8. Noel
  9. Leon
  10. Michael
Thema: Statistik

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

4 Kommentare zu "Zweitnamenstatistik 2013"

  1. Schtroumpfette sagt:

    Im Vergleich zum Vorjahr haben Luca/Luka und Alexander die Plätze getauscht und Lucas/Lukas hat seinen 10. Platz an Michael verloren.

    Bei den Mädchennamen haben Sophia/Sofia und Luise/Louise die Plätze getauscht.
    Emilia ist vom 11. auf den 8. Platz gesprungen, den Charlotte verloren hat. Charlotte konnte sich aber noch auf Platz 10 retten. Johanna kletterte eine Stufe höher auf Platz 9.

    Da ich Emilia sehr schön finde, freue ich mich darüber, dass der Name gleich drei Plätze gutmachen konnte.

    An und für sich finde ich die Tradition der Nachbenennung nicht schlecht, aber ich kenne da ein paar lustige Fälle, wo kein Name mehr zum anderen passt. Aber da muss eben jeder seine Prioritäten setzen.

  2. amk sagt:

    Auch wenn die Nachbennenung in einigen Familien sicher fest verankert ist, würde ich diese Prognose bei den beliebtesten Zweitnamen eher bezweifeln.
    Demnach müsste ja der Großteil aller Omas, Uromas, Tanten etc. sowie Opas, Uropas, Onkel usw. Sophie/Sophia, Marie/Maria bzw. Alexander und Luca (doch sehr unwahrscheinlich) heißen.
    Abgesehen von Charlotte trägt in meinem Verwandtschaftskreis niemand von der (Ur-)Großeltern-Genaration einen dieser Namen; sondern Karl, Paula, Helmut, Annemarie (ok, zumindest teilweise ; ) ), Ilse, Walter, Joseph, Eveline, Gernot, Monika, Dieter, Hannelore, Giesel, Horst, Liesel… um nur einige zu nennen.

    Ich sehe das eher so, dass solche traditionellen Namen nach der Namenmode eben gerne als ZN vergeben werden, weil sie auch fast immer zu allen anderen Namen passen.

    • Knud Bielefeld sagt:

      Ich habe ja nicht behauptet, dass nur altmodische Namen als Zweitnamen vorkommen. Bei den Zweitnamen kommen aber definitiv mehr altmodische Vornamen vor als bei den Erstnamen.

      In amtlichen Mitteilungen werden oft in den Geburtsmeldungen auch die Namen der Eltern veröffentlicht und daher weiß ich, dass der Vorname des Vaters oder der Mutter nur sehr selten als erster Name weitergegeben wird, als zweiter Name dagegen schon gelegentlich.

  3. amk sagt:

    Ok, so gesehen stimmt das natürlich : )

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