Klassiker und Trendnamen der 2010er Jahre

In einer Diskussion ging es kürzlich um Klassiker und Trendnamen. “Beliebte Vornamen”-Stammleserin Anni hat sich daher die Top 50 der 2010er Jahre vorgenommen und mit den Listen der 70er, 80er, 90er und 00er Jahre verglichen. Hier ihre Erkenntnisse:

1) Klassiker

Kriterium: Schon mehrere Jahrzehnte häufig vergeben, also mindestens Top 200 der 70er sowie Top 50 in den 80er, 90er und 00er Jahren.

  • Anna, Hanna/Hannah (Platz 57 in den 80ern), Isabel/Isabell/Isabelle (Platz 56 in den 80ern), Jana, Jasmin/Yasmin, Johanna, Julia, Katharina, Laura, Lena, Lisa, Marie (Platz 52 in den 80ern), Sarah/Sara
  • Alexander, Benjamin, David, Fabian, Felix, Florian, Jan, Jonas, Julian, Lucas/Lukas, Maximilian, Moritz, Nico/Niko (Platz 56 in den 80ern), Nils/Niels, Paul (Platz 52 in den 80ern), Philip/p, Sebastian, Simon, Tim/Timm

2) Sehr hohe Chancen, bald als Klassiker wahrgenommen zu werden

Kriterium: Schon lange in Mode und nicht im Abwärtstrend (nicht mehr als 5 Plätze Verlust in den 10er Jahren gegenüber den 00er Jahren).

a) Mindestens Top 200 in den 80ern, Top 50 in den 90ern und Top 50 in den 00er Jahren und nicht im Abwärtstrend.

  • Lea/Leah, Lina (Platz 54 in den 90ern), Louisa/Luisa, Nele/Neele, Pia, Sophia/Sofia, Sophie/Sofie
  • Finn/Fynn, Jacob/Jakob, Lennard/Lennart, Max, Tom

b) Mindestens Top 100 in den 80ern, 90ern und den 00er Jahren (hier möglicherweise regionenspezifische Wahrnehmung), nicht in 2a) und nicht im Abwärtstrend.

  • Victoria/Viktoria
  • Adrian, Erik/Eric, Hannes, Raphael/Rafael und Til/Till (Platz 106 in den 80ern)

3) Hohe Chancen, bald als Klassiker zu gelten

Kriterium: Schon lange vergeben, aber erst in den 00er Jahren besonders häufig (Top 200 80er, Top 100 90er, Top 50 00er Jahre) – in () Platzierung in den 90ern – und nicht im Abwärtstrend.

  • Charlotte (66), Maja / Maya (108), Marlene (115)
  • Anton (85), Henri/Henry (91), Jonathan (63), Vincent (61)

4) Mittleres Potential Klassiker zu werden aus jetziger Sicht

a) Schon lange vergeben (erfüllen die Kriterien (2) oder (3), aber aktuell im Abwärtstrend (mehr als 5 Plätze Verlust in den 10er Jahren gegenüber den 00er Jahren).

  • Alina, Josephine/Josefine, Lara
  • Jannik und Niklas/Niclas

b) Noch nicht sehr lange vergeben, dafür besonders häufig (nicht in den Top 200 80er, aber Top 100 der 90er und Top 50 der 00er Jahre).

  • Clara/Klara, Emily/Emilie, Leonie/Leoni, Lilli/Lilly/Lili (Platz 101 in den 90ern), Melina, Paula
  • Ben (Platz 102 in den 90ern), Leon, Luca/Luka, Luis/Louis

c) Der Name Nick: mit den Plätzen 164 in den 80ern, 70 in den 90ern, 97 in den 00er Jahren und 33 in den 10er Jahren ist dieser sehr hohen Schwankungen unterworfen und passt damit nicht in eines der anderen Klassifizierungen – dennoch ist er mit seiner langen Beliebtheit kein Trendname.

(5) Trendnamen, die erst in den 00er Jahren richtig modern wurden

Kriterium: Nicht in den Top 200 der 80er und nicht in den Top 100 der 90er.

  • Amelie, Emely/Emelie, Emilia, Emma, Finja/Finnja, Fiona, Frieda/Frida, Greta, Ida, Leni, Lia/Liah/Lya, Lotta, Lucy/Lucie, Matilda/Mathilda, Mia, Stella, Zoe
  • Elias, Emil, Jason, Joel, Leo, Linus, Marlon, Mika, Noah, Oskar/Oscar

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5 Gedanken zu “Klassiker und Trendnamen der 2010er Jahre”

    • Ich persönlich bin mir ganz sicher, den Namen Finn zum erstenmal überhaupt im Jahre 2004 gehört zu haben – da allerdings als Spitzname für eine Frau, die Finja hieß. Erst Jahre später dann als Jungsnamen…

    • @Jan!

      Genau das meinte ich- Finn habe ich auch erst in den letzten Jahren als Namen überhaupt wahrgenommen. Eine kleine Finja kannte ich in den 90er Jahren und fand den Namen für dieses Kind auch ganz schön.
      Allerdings empfinde ich wohl auch viele Namen anders, als in der oben stehenden Auswertung dargestellt. Die Statistik lügt wohl nicht, aber meine eigene- ganz persönliche!- Empfindung ist eine ganz andere, was “klassisch” und “modern” betrifft. Bei mir gilt eben eher klassischer Name= gab es auch früher schon in unseren Breitengraden oder moderner Name= stammt aus einem anderen Sprachbereich, ist eine neue Wortschöpfung und so weiter. Wie gesagt, ganz ohne Wertung!

    • Mutter von Emma,

      ha, genau! Ich hatte mir erst nach dem Verfassen des Kommentars von 13:56 Knuds Statistik zum Namen Finn angeschaut und war baß erstaunt, daß es ihn offensichtlich schon länger gibt. Aber das war eben, hatte ich ja auch gesagt, rein subjektiv und ohne jede statistische Evidenz geurteilt.

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