Immer diese Doppelnamen!

Immer diese Doppelnamen! Die armen Kinder! Die armen Lehrer, die sich die Namen alle merken müssen!

Weil ich doch ab und zu auf solche Bemerkungen stoße, möchte ich klarstellen: So schlimm ist das gar nicht. Die Babys aus den aktuellen Geburtsanzeigen mit zwei oder noch mehr Vornamen haben meistens auch nur einen Rufnamen, genau wie die Babys, die von vornherein nur einen Vornamen bekommen haben. Die weiteren Vornamen treten im Alltag gar nicht in Erscheinung. Richtige Doppelnamen, bei denen zwei Vornamen als Rufname geführt werden, sind heutzutage eher selten.

„Stumme“ Zweit- und Drittnamen zu vergeben ist nebenbei kein moderner Trend – vor 100 Jahren war der Anteil der Babys mit nur einem Vornamen viel kleiner als heute. Die Motivation für zusätzliche Vornamen war allerdings eine andere, damals stand die Nachbenennung nach Eltern, Großeltern und Paten im Vordergrund. Diese Tradition wird auch heutzutage in vielen Familien gelebt; eine größere Rolle spielt inzwischen bei der Entscheidung für einen zweiten Vornamen das Streben nach Individualisierung.

Zweitnamen zu Lena

Schon seit Jahren ist Sophie mit Abstand der häufigsten zweite Vornamen von in Deutschland geborenen Mädchen. Bei Mädchen, die mit erstem Vornamen Lena heißen, ist das anders: Marie passt anscheinend besser zu Lena. Zwar habe ich für diese Auswertung Schreibvarianten (z. B. Sophie / Sofie oder Josephine / Josefine) nicht zusammengefasst, aber selbst Sophie und Sofie zusammen hätten hier nicht den ersten Platz erreicht. Hier die beliebtesten Zweitnamen zu Lena:

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Neue und alte Tipps zur Namensfindung

Listen, Listen, Listen. Am Anfang gab es auf beliebte-Vornamen.de nur Listen: Hitlisten der häufigsten Vornamen und seltene Vornamen.

Mit der Zeit steckte ich immer tiefer im Vornamenthema drin und kannte mich schon ein bisschen aus und traute mich, mal einen richtigen Text zu veröffentlichen mit Tipps zur Namensfindung. Vor zehn Jahren, im Juni 2003, ist die erste Fassung des noch immer viel gelesenen Beitrags erschienen. Die meisten dieser Tipps sind als Anregung zu verstehen und keineswegs verbindliche Anweisungen – ob Namen sich reimen sollten oder nicht, ob ein kurzer Vorname schöner ist oder ein langer: Es kommt immer auf den Einzelfall an, welcher Vorname am besten zum jeweiligen Kind passt.

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