Immer mehr Mädchennamen mit -a

Wer zumindest ein kleines bisschen Latein gelernt hat, hat davon gehört, dass die Endung -a meistens zu einem weiblichen Nomen gehört. Ob darum immer mehr Eltern ihren Töchtern Vornamen geben, die mit -a enden? Oder ist es einfach eine Modeerscheinung?

Der Anteil der Mädchennamen mit -a am Ende steigt in Deutschland seit den 1940er Jahren. Damals bekam nur jedes dritte neugeborene Mädchen einen solchen Vornamen. Heutzutage ist es umgekehrt: zwei Drittel der weiblichen Vornamen hat die Endung -a (oder -ah). In den 1910er und 1970er Jahren war das Verhältnis ausgeglichen. Diese Aussagen gelten allerdings nur für die ersten Vornamen.

Mädchennamen mit der Endung a

Die beliebtesten Zweitnamen sind heute auf dem Erstnamen-Stand der 1970er Jahre, was die Endung angeht. Ungefähr die Hälfte der zweiten Vornamen endet mit -a.

Jungennamen mit -a am Ende gab es in Deutschland vor hundert Jahren fast gar nicht – in den 2010er Jahren machen Luca, Mika und Co. schon fast fünf Prozent der männlichen Namen aus.

Babynamen der Woche 25/2015 – Loki, Ella, Julius, …

Loki-Leon * Ella-Zephrine Elizabeth Arabella * Julius * Melissa Katrina * Luke * Clara Lina * Edda * Luisa Emilia * Kyan * Nora * Eggert Gustav * Linda Katharina * Isra * Raphael Mariusz * Theodor Anton * Juna * Jana Sophie * Antonia Josephine * Liya Elizan * Sibtain * Lars * Jonny * Freda Margarete * Alaiza * Lia-Fey * Fynn Valentin * Tia * Bruno Hermann * Leeroy * Sansa

Babynamen der Woche

Nadine, ein Vorname aus dem Fernsehen

Auch der Vorname Nadine ist durchs Fernsehen berühmt geworden, wer hätte das gedacht! Ab August 1971 zeigte das ZDF freitagabends die 13 Teile der französische Serie „Nanou“. Die Serie handelt von einer Schwimmerin namens Nanou, die an den olympischen Spielen teilnehmen möchte. In Deutschland hat die Serie den Titel „Nadine und die Olympiade“ bekommen, entsprechend heißt die Hauptfigur in der deutschen Fassung Nadine – der Name Nanou war wohl zu ungewöhnlich für die deutschen Zuschauer.

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