Babynamen der Woche 04/2019

Sophia Daniela * Tim Karl-Werner * Julian * Lennard * Adam * Mara Ioana * Franziska * Hugo Sandor * Ilaria Ilayda * Konrad Michael Balthasar * Gabriel Nikolae * Vincent Ragnar * Larissa Isabella * Laurenz Maximilian * Henrik Oskar * Xaver Felix Johann * Julia Annalena * Mica Fionn * Nalevi (f) * Léan Taly (m) * Raina * Juel (m) * Marei * Sascha * Kevin-Braian * Blanka Zofia * Emmi Juliana * Jasmina Michaela * Tymon (m) * Amarah (f) * Lea Sanni * Xiami (m) * Frieda Ivy

Zwillinge: Anna und Jana

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Und außerdem …

82 Gedanken zu “Babynamen der Woche 04/2019”

  1. Sehr gelungen: Laurenz Maximilian und Henrik Oskar

    Bei Jasmina Michaela stört mi Mi Jasmina Franziska hätte mir besser gefallen.

    Sophia Daniela wenig einfallsreich, aber klangvoll und passt zusammen.

    Hugo Sandor – auch schön. aus Ungarn?

    Die Konrad Kombi ist mir zu dick aufgetragen.

    Kevin-Braian einfach zu blöd.

    Tim Karl-Werner – wahrscheinlich Nachbenennung – im Alltag nur Tim und dann vermutet man beim K und W eher Kevin William.

    Bei Blanka mit K weiß ich nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Wäre sowieso nichts für mich wegen Assoziation mit Apartheid in Süd-Afrika, obwohl ich weiß, dass die Assoziation falsch ist.

  2. Heute sind viele schöne Namen dabei.

    Ich wähle heute:
    Sophia Daniela
    Julia Annalena
    Franziska
    Konrad Michael (Balthasar)
    Henrik Oskar

    Einfach nur Konrad Michael hätte ich besser gefunden. Balthasar wirkt irgendwie zuviel. Der alte deutsche Name Konrad und der Erzengel Michael, der deutsche Michel, passen hervorragend zusammen.

    Diese finde ich auch in Ordnung:
    Tim Karl-Werner
    Julian
    Lennard
    Gabriel Nikolae
    Vincent Ragnar
    Larissa Isabella

    Bei Nikolae gehe ich von einem entsprechenden Hintergrund aus.
    ___

    Laurenz Maximilian – Laurenz ist sicher in Ordnung, gefällt mit persönlich nicht so gut.

    Xaver Felix Johann – viele X, es zischt, Xaver als Rufnamen ist schon mutig.

    Mica Fionn – die Schreibweise muß er immer erklären, besser wäre Mika Finn

    Zwillinge:
    Anna und Jana – Finde ich für Zwillinge viel zu ähnlich. Besser wäre Anna und Lisa. Oder Jana und Vera …

    • Nicolae ist die rumänische Form von Nikolaus. Mit k geschrieben, sieht der Name einfach falsch aus. Der Buchstabe k kommt in der rumänischen Sprache nur in Fremdwörtern vor.

    • Nikolae – Ich dachte, dass wäre eine rumänische Variante. Vielleicht gibt es diese Schreibweise in einem anderen osteuropäischen Staat.

  3. Wahlpflicht:
    Konrad Michael Balthasar * Ich mag Balthasar, auch wenn er etwas pompös ist.
    Laurenz Maximilian * ein einfallsreicher Erstname, nicht zu dick, nicht zu lasch.
    Henrik Oskar * schön, einfach, nordisch
    …und wie so oft: Kein Mädchen. Die sind mir zu einfallslos, glatt, unaufregend, kurz.

    Wild geschüttelt:
    Henrik Gabriel
    Johann Felix Balthasar
    Fri(e)da Anna Isabella

    Ilaria Ilayda * Zungenbrecher
    Xaver Felix Johann * XX
    Blanka Zofia * leider geht mir die erste Assoziation “blanker Horror” nicht aus dem Kopf
    Marei * der Name kommt mir schon immer abgebrochen vor
    Tymon (m) * Individualität ist nicht immer gut
    Frieda Ivy * die Kombination zwei verschieden ausgesprochener Is mach es holperig. Frida Ylvie wäre meine Alternative.

    Zwillinge: Anna und Jana * viel Erfolg beim Rufen.

    • Xaver und Marei kenne ich aus Bayern, dort nicht ungewöhnlich, es gibt dort auch Amrei.
      Ilaria kommt aus dem Italienischen, weibliche Form von Hilarius, bekannter für uns ist Hilarie 😉
      Ilayda kommt aus dem arabisch/kurdisch/türkischen Bereich. Beides zusammen würde ich auch nicht vergeben, zuviel i und a.

  4. * Sophia Daniela: An Sophia stört mich die Häufigkeit. Den Namen empfinde ich daher leider schon als etwas langweilig, ansonsten aber ok. Daniela finde ich als Zweitnamen ok, lieber mag ich Dana (aber nicht in Kombination mit Sophia, nur allgemein).

    * Tim Karl-Werner: Tim ist mir zu kurz, Karl-Werner gehört für mich zwischen den 1. und 2. Weltkrieg, viel zu altmodisch.

    * Julian: mag ich

    * Lennard: ebenso, Leonard aber noch lieber, wirkt eleganter

    * Adam: auch keine Einwände

    * Mara Ioana: Mara gefällt mir auch, bei Ioana stolpert man, das würde ich immer mit J schreiben. Also Deutscher liest man es zuerst immer automatisch als I.

    * Franziska: ist mir zu hart.

    * Hugo Sandor: Sandor finde ich spannend, Hugo fällt unter “zu altmodisch”, aber vom Klang gefällt mir die Kombination.

    * Ilaria Ilayda: Viel zu ähnlich – hoffentlich ist der Nachname nicht noch so etwas wie Iling/Ilex … Bei “Ilaria” denke ich an Malaria, bei Ilayda an “leider” … Ich mag zwar den Klang der Einzelnamen, aber die Assoziationen stören mich.

    * Konrad Michael Balthasar: Konrad empfinde ich als zu streng, Michael als Zweitname ok, Balthasar ist mal etwas anderes, aber auch nur als Folgename.

    * Gabriel Nikolae: Gabriel wäre mein Platz 2 der Engelnamen, Nikolae habe ich noch nie gehört, lieber Nikolai oder Nikolas.

    * Vincent Ragnar: Vincent finde ich ok, Ragnar ist mir zu wikingerig 😉

    * Larissa Isabella: die Kombination ist klassisch-elegant und fließt!

    * Laurenz Maximilian: empfinde ich genauso

    * Henrik Oskar: Hendrik klingt substanzieller, dass Oskar wieder modern wird, verstehe ich auch nicht …

    * Xaver Felix Johann: Xaver mag ich, mal was anderes. Bei Felix ist die Bedeutung das Schönste. Johann, na ja …

    * Julia Annalena: Julia ist zeitlos, aber spannender fände ich Julina/Julinda. Annalena versagt für mich aus persönlichen Gründen. Annalea fände ich schöner! Das geht für mich eher als ein Name durch, Anna-Lena würde ich immer so schreiben.

    * Mica Fionn: Mica sieht mit c falsch aus und muss es unnötigerweise immer buchstabieren. Fionn gefällt mir, spannender als Finn.

    * Nalevi (f): klingt mir zu fremdländisch, könnte aber Gewöhnungssache sein.

    * Léan Taly (m): Léan ist mir zu weich, Taly zu niedlich (klingt für mich eher feminin, als Abkürzung von Talia).

    * Raina: gefällt mir als Ra-I-na, als Rei-na nicht.

    * Juel (m): finde ich auch zu weich für einen Jungen, wobei es natürlich an Joel erinnert – den Namen fände ich besser, am besten in Kombination mit einem knackigeren Erstnamen!

    * Marei: Hier fehlt für mich immer das “ke”. Empfinde ich als abgeschnitten.

    * Sascha: nicht mein Name, aber ok.

    * Kevin-Braian: Dank Bindestrich und falscher Schreibweise von Brian öffnet sich da leider sogar bei mir die Schublade …

    * Blanka Zofia: Blanka erinnert an “blank”, den Klang mag ich auch nicht. Die Schreibweise von Zofia hat hier bestimmt Herkunftsgründe? Als Zweitname ok, beim Erstnamen würde es zu unnötigem Buchstabieren führen.

    * Emmi Juliana: Emmi ist mir zu niedlich, Juliana gefällt mir.

    * Jasmina Michaela: Jasmina mag ich lieber als Jasmin. Michaela – na ja, als Zweitname ok, ansonsten für mich nicht zeitgemäß.

    * Tymon (m): Timon wäre hübsch, das y ist auch so unnötig. Oder soll man etwa Tü-mon sprechen?

    * Amarah (f): Hier finde ich das h unnötig, den Klang ok, aber zu a-lastig.

    * Lea Sanni: Lea ist ok, aber sehr häufig. Früher mochte ich den Namen gern, heute würde ich lieber einen Namen mit -lea als Endung wählen. Sanni ist zu spitznamig und niedlich, lieber Susanna.

    * Xiami (m): Zungenbrecher …

    * Frieda Ivy: Frieda ist trotz Beliebtheit auch nicht meins, zu hart. Ivy passt nicht dazu.

    Zwillinge: 

    * Anna und Jana: Viel zu ähnlich!

  5. Es fängt alles sehr gediegen an, nicht immer mein Geschmack, wie auch, aber zumindest vollständige Namen, die man auch nicht buchstabieren muss.
    Aber ein paar Knaller gibt’s zum Schluss natürlich doch noch.
    Ich kenne Brian, Bryan, Brien – aber Braian? Wir schreiben, wie wir sprechen? Und dann auch noch mit Bindestrich-Kevin?
    Xiami – Nalevy – woher kommen die?
    Juel – ein verunglückter Joel?
    Sascha – lebt der tatsächlich noch?
    Marei – so nennt man sein Mäuschen im Süden beim Knuddeln, aber doch nicht auf dem Standesamt!
    Emmi ebenso – als Emma Juliana wär’s wenigstens ein richtiges “Meisje” geworden!
    Amarah – lässt mich an Amaranth denken, gefällt mir genausowenig wie Q(u)inoa.
    Frieda Ivy gefällt mir phonetisch (besser als dreimal mit “I” wie als Frieda Ylvie vorgeschlagen), passt mir etymologisch aber zu wenig zusammen.
    Léan Taly – ausgesprochen lalelu, noch dazu selbstgetöpfert
    Blanka Zofia – ich gehe davon aus, dass Zofia polnisch ist, und dann passt die Blanka mit “K” besser als mit “C”. Blanca verbinde ich eher mit Navarra, bzw. Kastilien.
    Xaver Felix Johann ist mir auch zuviel “X”, phonetisch gefällt mir auch nur der “Felix”; ich hätte etwas anderes Lateinisches dazu gewählt. Felix Magnus liegt zu nah an Felix Magath, aber Lucius, Claudius oder Martin vielleicht.
    Anna und Jana klingen zu gleich, Anna und Maria wäre besser gewesen. Oder Anne und Marie (wenn es schon so durchschnittliche Namen sein sollen, dann wäre das Rufen quer über den Spielplatz einfach: “Annemarie!”

  6. Fängt ja noch ganz nett an, aber teilweise echt Walküre Namen dabei.
    Sophia Daniela – klassisch schön, zeitlos
    Tim Karl-Werner – wirklich mussten es die 2 altertümlichen Namen auch noch mit Bindestrich sein
    Julian – Klassiker, klingt gut auch wenn recht häufig
    Lennard – ist ok, Klang nicht mein Fall
    Adam – für mich etwas zu biblisch, aber akzeptabel
    Mara Ioana – die Schreibweise von Ioana mit “Io” gefällt mir gar nicht, zum Glück nur Zweitname
    Franziska – ganz in Ordnung, auch wenn ich das “Ziska” am Ende etwas hart vom Klang her finde
    Hugo Sandor – seltsam diese Kombi
    Ilaria Ilayda – finde es unvorteilhaft dass beide Namen den gleichen Anfang haben
    Konrad Michael Balthasar – der dritte Name ist wirklich zu viel des Guten
    Gabriel Nikolae – der Zweitnamen naja aber Gabriel finde ich sehr schön
    Vincent Ragnar – komische Kombination aus einem französischen und einem nordischen Namen
    Larissa Isabella – recht klassisch
    Laurenz Maximilian – etwas zu lang beides zusammen
    Henrik Oskar – in Ordnung
    Xaver Felix Johann – zu viel X das war wohl nix
    Julia Annalena – finde ich sehr wohlklingend und schön

    Die folgenden kann ich überhaupt nicht so recht einordnen und weiß nicht wie ich sie finden soll: Léan Taly * Raina * Juel (m) * Marei * Blanka Zofia * Tymon (m) * Amarah (f) * Xiami (m)

    Am schlimmsten finde ich: * Kevin-Braian * auch noch mit Bindestrich Ohje

  7. Mara Joana: zu viel Marihuana

    Ilaria Ilayda: Namen mit verschiedenen Anfängen hätte ich besser gefunden.

    Vincent Ragnar: Der Siegende und der Wikingerheld, das passt thematisch schon zusammen, aber stilistisch irgendwie nicht, ist aber Geschmacksache. Ragnar stand als Name für meinen Sohn zur Diskussion, aber mir war er dann doch zu kalt und nordisch. Trotzdem gefällt er mir wesentlich besser als die anderen, weniger kraftvollen nordischen Namen, die derzeit beliebt sind.

    Larissa Isabella: Das “issa Isa” finde ich nicht gelungen. Isabella gefällt mir als Einzelname, wirkt aber ein bisschen selbstgefällig.

    Laurenz Maximilian: Für Laurenz kann ich mich durchaus begeistern. Maximilian ist wie Sophie bei den Mädchen ein Name, der oft als seriöser/sicherer Zweitname hinterhergeschoben wird. Im Gegensatz zu Sophie gefällt mir Maximilian nicht einmal. Die Bedeutung ist mir zu größenwahnsinnig, anderseits klingt der Name, so lang er auch sein mag, nicht nach Größe, weil drei i in aufeinanderfolgenden Silben einfach piepsig klingen.

    Xaver Felix Johann: Johann wirkt als einziger Name ohne x irgendwie überzählig. Xaver Felix allein wäre mir jedoch zu nahe an einem Palindrom, nicht nur wegen der beiden x, sondern auch wegen der beiden f-Laute.

    Mica Fionn: Mica kann ich nicht einordnen. Ein Mika in Kreativschreibweise? Fionn ist mal eine Abwechslung zu all den Finns, aber hoffentlich ist er auch wirklich blond.

    Nalevi: Na, Levi?

    Raina: Auch wenn sich Raina ganz anders ableitet, klingt er mir zu sehr nach dem Männernamen Rainer.

    Emmi Juliana: Wenn schon so ein kindlicher Name, dann wenigstens Emmy, denn dann hätte das Mädchen eine nicht unbedeutende Mathematikerin als Namensvetterin.

    Jasmina Michaela: Die Namen passen nicht zusammen. Eine Jasmina stelle ich mir als Prinzesschen vor, das immer Rosa trägt, Michaela hingegen bodenständig, aber auch trampeliger. Vermutlich ist Michaela eine Nachbenennung, trotzdem hätte man vielleicht einen passenderen EN finden können.

    Tymon: Zuerst dachte ich, es handele sich hier um einen ypsilonisierten Timon. Dann wurde mir klar, dass dies die polnische Form von Timon ist.

    Lea Sanni: Sollte Sanni eine Sunny werden, als Kontrast zum Geburtsmonat?

    Frieda Ivy: Eigentlich ist Frieda nicht mein Fall, englische Namen auch nicht und kurze Namen schon gar nicht, aber diese Kombination empfinde ich irgendwie als gelungen. Ich finde Efeu einfach eine schöne Pflanze, und zusammen mit Frieda muss ich an einen friedlichen, schön und üppig bewachsenen Ort denken.

    Anna und Jana: Wie einfallsreich!

    • Bei Mara Ioana hätte ich gleiche Assoziation. Da wäre ein ganz anders klingender Zweitnamen besser. In der Klasse meiner Tochter gab es eine Mara Xenia, auch ungewöhnlich.

  8. Viele schöne Einzelnamen, die Kombis sind aber oft nicht ganz mein Fall.

    Konrad Michael Balthasar finde ich absolut spitze!
    Konrad ist so ein alter deutscher Traditionsname (Hinz und Kunz leitet sich ja von Heinrich und Konrad ab), dessen Klang ich auch besonders liebe. Michael ist der Erzengel, der den Satan bekämpft, Deutschlands Schutzpatron, und ein wohlklingender hebräischer Name; Balthasar ein faszinierender Heiligenname babylonischen Ursprungs. Alle drei Namen passen klanglich einwandfrei zusammen–das ganze ist hervorragend, herrlich!

    Adam–einer meiner Lieblingsnamen. Der Klang, das gedehnte A, das weiche D, und dann noch das schöne “am” am Ende, das ist alles irgendwie toll–klanglich finde ich den Namen unheimlich anziehend. Biblisch, von der christlichen Symbolik her, auch ein interessanter, theologisch reichhaltiger Name (z.B. ist Christus der “zweite Adam”, und auch Noah ist eine Adamsfigur). In den USA kannte ich viele Adams, in Deutschland bin ich noch nie einem begegnet; trotzdem gibt es historische Figuren namens Adam in der deutschen Kulturgeschichte, der Name hat also schon etwas Tradition hier. Finde ihn fantastisch.

    Gabriel Nikolae–Nicolae, mit C, ist einer meiner liebsten rumänischen Namen. Er wird Niko-la-je gesprochen. Aber mit K? Das K kommt eigentlich im Rumänischen traditionell gar nicht vor (wie das ja auch in anderen romanischen Sprachen der Fall ist). Der familiäre Hintergrund wäre in diesem Fall sehr interessant. Gabriel gibt es im Rumänischen. Traditionell, gab es eher die vom Altslawonischen beeinflusste Form Gavril, aber in neueren Zeiten orientiert sich das Rumänische auch in der Namensgebung mehr und mehr am Westen. So wurde auch Elizaveta zu Elisabeta und Samuil wurde zu Samuel, Pavel zu Paul. Alles tendiert in Richtung “westlich”, weg vom alten Kirchenslawonisch und dem damit verbundenen Einfluss der russischen Sprache. Für ein deutsches Kind fände ich Gabriel Nikolaus spitze; für ein rumänisches Kind, fände ich Gavril Nicolae ganz toll.

    Sophia Daniela–
    Hier finde ich es interessant, wie ein sehr klassischer Name, Sophia, mit einem moderneren (aber doch auch biblischen, und daher nicht aller Klassik entbehrenden) Namen zu einer klanglich sehr harmonischen Kombi verbunden wird.

    • Mark, stimme Dir zu, Balthasar gefällt mir auch sehr. Und ich kenne einen Adam, ein Einheimischer. 😉

    • Caspar, Melchior, Balthasar – bei Balthasar denke ich immer an die Heiligen Drei Könige, wobei mir kein einziger Name davon gefällt, die hören sich alle irgendwie gestelzt an. Normalerweise gefallen mir viele biblische Namen, aber diese eben gar nicht.

    • @ Irmi

      Nichts läge mir ferner, als ausgerechnet Dir zudringlich an die Wäsche gehen zu wollen, aber hinsichtlich Caspar, Melchior und Balthasar stimme ich Dir zumindest strukturell zu. Natürlich haben alle drei Namen in Deutschland eine gewisse Tradition, gerade im protestantischen Teil unseres Vaterlandes: Caspar David Friedrich, Balthasar Neumann, Melchior Hofmann…

      Aber heute klingen sie eben furchtbar aufgedunsen und bionadig. Etwa so: „Unser Omma war ja noch vom Lande und Oppa war Kesselflicker, Vaddern immerhin schon Fachverkäufer für Damenschuhe. Mein Mann ist Bauingenieur – aber unser Sohn soll Zahnmedizin und Jura studieren und bisexuell sein. Enkel hätten wir ja schon gerne noch, aber nur hetero ist eben nicht mehr modern. Außerdem soll das Kleine Ballett-Unterricht bekommen und Violine spielen lernen. Aber nicht Trompete! Das wär ja militaristisch! Wir hätten so gerne ein Transgender-Kind, das ist ja nun total modern, aber es wird ein Junge! Melchior Maria? Caspar Carmilla? Balthasar Beate? Und der Name muss mit dem Dr.-Titel zusammen gut klingen. (Unser Nachname ist Katschorke.) Was meint Ihr?“

      Es haut wie immer auf die Kesselpauke, verherrlicht die Gewalt oder hört Janitscharen-Musik

      Jan

      P.S.: Zum Erregen von Aufmerksamkeit und zur Provokation gehören immer mehrere Faktoren. Man muß es können, man muß es wollen, und es muß ein Substrat geben, für das sich die damit immer verbundenen Mühen lohnen.

  9. „Aber mit K? Das K kommt eigentlich im Rumänischen traditionell gar nicht vor (wie das ja auch in anderen romanischen Sprachen der Fall ist).“

    Ja, so ist es auch im Spanischen. Meine in Chile (dem stolzen „Preußen Lateinamerikas“) gebürtige Spanischlehrerin hat das mal so formuliert: „Ja, es gibt auch im Spanischen k und w, die Buchstaben werden aber nicht für voll genommen.“ Also etwa k in „kilogramo“ oder w in „Water“ (=Wasserklo).

    Sehr interessant auch die Bemerkungen über die Verwestlichung der rumänischen Sprache bzw. Namens-Kultur. Das ist wohl überall in Europa so. Und es ist bezeichnend, daß es gerade einem gebildeten Deutsch-Amerikaner leicht unangenehm aufstößt.

    Nicolae ist aber immer noch mit Ceaușescu verbunden, oder?

    Ach, ich wünschte mir, die Unterschiede zwischen dem Kirchenslawischen und dem Russischen näher studieren zu können… Eben gerne auch in den Wirkungen auf das Rumänische. Äußerst interessant.

    Über die Elisabeth-Derivate könnte man ja mal eine Liste zusammenstellen: Von Jelisabeta bis Elli. 😀

    Adam. Ich wiederhole mich: Sämtliche kleinen Adams, die ich kenne, kommen aus einem muslimischen Kontext. Gilt doch im Islam Adam als der erste der Propheten, der Gesandten dessen, der Einer ist. Ein alter Freund von mir aus dem schreckenerregenden Völkchen der Tschetschenen hat seinen Sohn so genannt. Sein Frau hat einen wainachischen (also tschetschenischen) Namen, nennt sich aber in Deutschland anders, interkulturell. Auch das habe ich bei Moslems schon mehrfach erlebt. (Übrigens wünsche ich niemandem einen Tschetschenen zum Feind – aber jedem einen zum Freund. „Tschetschenen sind die schlimmsten Feinde und die besten Freunde.“)

    Du, Mark, kennst das Stehen zwischen den Kulturen und Sprachen besser als ich. Aber es ist für eher weniger gebildete Leute, die sich hierzulande zurecht finden müssen, noch schwieriger.

    • Verdammt, Maria Th.,

      Du hast mich erwischt! Wie konnte das nur geschehen? 😀 Kein Wunder, daß sie mich in meiner Pfauenhaftigkeit und Eitelkeit damals bei der HVA nicht gewollt haben. Einer meine langweiligsten (aber auch klügsten) Kommilitonen ist hingegen in Pullach (mittlerweile wohl in Berlin) gelandet. Vermutlich wertet der heute noch Zeitungen aus und kriegt die Schnauze nicht auf. War einen absolute Qual, mit dem in der Mensa zu Mittag essen zu müssen, weil er eben nie ein Wort rausgebracht hat, sondern nur verkniffen aus seinen Teller geguckt hat.

      Bevor er bei denen angestellt wurde, hat ein freundlicher älterer Herr einen gemeinsamen Freund von uns besucht. Die wichtigsten Fragen waren: Neigt er zur Angeberei und Prahlerei? Säuft er? Labert er viel? Hat er Weibergeschichten, womöglich gar mehrere gleichzeitig? Mein Freund konnte das alles guten Gewissens verneinen, und die Amöbe ist dann eben tatsächlich bei den Hurensöhnen in Pullach genommen worden.

      Eine israelische Freundin meiner Mutter hingegen hat beim Mossad einen Gutteil ihrer Wehrpflicht abgeleistet. Das war natürlich auch ein todlangweiliger Job.

      Wenn man nicht gerade Richard Sorge oder James Bond heißt oder ein Überzeugter ist, ist Geheimdienstarbeit sowas von öde.

      Sehr wichtig war in den 70ern und 80ern für die HVA auch die Wirtschafts-Spionage. Klar: In einem BRD-Chemiekonzern arbeiten zehn hochbezahlte Ingenieure samt Team jahrelange an einem neuen Kunststoff. Aber die „Soldaten der unsichtbaren Front“ lesen halt mit, vorzugsweise das Ergebnis-Papier auf vier DIN-A4-Seiten. Und drei Monate später ist das in Leuna in Serie gegangen. Ich selbst hätte das nie gekonnt, weil ich zu eitel und extrovertiert bin.

    • Jan

      Deinen Schreibstil erkenne ich auch sofort, deine Ausdrucksweise ist unverkennbar. Da kannst du dich nennen wie du willst. 😉

    • Hallo Jan, habe mal unter Deinem Namen geschaut und Dich und eine Arbeit im Internet gefunden und Dich auch bei „beliebte Vornamen“. Gibt es noch andere Schriften? Und was verstehst Du unter Rechts? Konservativ?

    • Ahoi Wimu,

      die Abgrenzung zwischen „rechts“ und „konservativ“ ist ein extrem komplexes und umstrittenes Thema. Vor zehn Jahren schon hat es deshalb einen Riesenknartsch zwischen den Schnellroda-Leuten (die für „rechts“ waren) und der Jungen Freiheit (die für „konservativ“ war) gegeben. Ich selbst war für „rechts“, weil man damit die Linksliberalen in Zeiten des „Kampfes gegen rechts“ besser provozieren konnte und kann. „Konservativ“ hingegen klingt nach harmloser Omma mit Lodenmantel und Trachtenhut, die bei der nächsten Wahl dann doch wieder die CDU wählt.

      In Frankreich übrigens ist es kurioserweise umgekehrt: Du kannst Dich problemlos als „droite“ bezeichnen, während „conservateur“ völlig unmöglich und diskreditiert ist.

      In einem Neofolk-Forum hat mal ein Dummerle angemerkt, daß ja auch die Männer des 20. Juli „konservativ“ gewesen seien und daß es auch heute noch viele Konservative gebe, die sich strikt nach rechts abgrenzten. Lichtmesz hat das in seiner üblichen höhnischen Art ausgekontert: „Ja, auch bekannt als ‚Nazis gegen rechts‘.“

      Bei einem Treffen in Schnellroda hat Götz K. mal ein riesengroßes Portrait von Stauffenberg (im optischen Stil des berühmten Che-Guevara-Fotos) außen an seinem Haus aufhängen lassen. Bildunterschrift: „Wir werden Euch nie vergessen!“ Eine Dorfbewohnerin hat ihm dann gesagt: „Ach, Herr Kubitschek, wir mögen Sie ja alle gerne, aber könnse denn nicht das Hitler-Bild da runternehmen?“ 😀

    • @ Jan, habe den Eindruck, Du weichst aus?Klar CDU ist konstatiert und rechts von links, noch weiter rechts? Und was ist mit Deinen übrigen Werken? Bei Deinem Detailwissen wird es doch noch etwas geben, eventuell etwas anekdotisches?

    • Jan Wilhelms, hätte noch ein paar Vorschläge: Al Capone, Jack the Ripper,
      Clyde Barrow oder warum nicht Heinrich, August oder Ernst???

  10. Mir kam beim Lesen des Kommentars (von Jesse James :-)) der gleiche Gedanke wie Maria Th.:

    Das kann doch nur Jan Wilhelms sein. 🙂

    • @ Schtroumpfette

      Jaaa, das war er natürlich… 🙂 Es wäre eigentlich ein Gebot des Stolzes gewesen, mich hier still und leise zu trollen, wenn ich denn schon unter Sonderrecht gestellt werde. Hab hier wirklich zuviel geschrieben und auch einigen Schrott. Und es ist Knuds Blog, er muß wissen, was und wen er hier dulden will. Nur ganz losreißen konnte ich mich von der alten Truppe eben auch nicht.

      Ich hatte das, glaube ich, schon mal gesagt: Eines der schönsten Komplimente, die ich je bekommen habe, war dieses. Eine neurechte Gefährtin schreibt mir, es gebe nur drei Leute, die man sofort an ihrer Schreibe erkennen könne: Ellen Kositza, Lichtmesz und mich. Egal, welcher Nick, es ist sofort klar, wer da schreibt, wa? Das ist eine taktische Schwäche (man kann sich nicht oder nur sehr schlecht tarnen), aber ein strategischer Vorteil. Ist doch nichts wichtiger als das Charisma, die Ausstrahlung.

      Ich brauche meinen Namen nicht zu sagen, man erkennt mich ohnehin sofort.

      Daß ich den Leute auf die Nerven gehe, ist mir schon klar. 😀 Aber zumindest hat mich noch keiner, der halbwegs ernstgenommen werden wollte, für blöd oder für langweilig erklärt.

      Dem Terroreur ist nichts zu schwör.

      Unser Traumberuf als kleine Jungs war halt der des Terroristen. Und ich geb mir wirklich Mühe, immer ein kleiner Junge bzw. ein großes Kind zu bleiben.

  11. Mir ging es beim Lesen auch so wie Maria Th. und Schtroumpfette. Jan Wilhelms hat halt einen unverkennbaren Stil 😉

    Die Diskussion über die “Verwestlichung der rumänischen Sprache bzw. Namens-Kultur” ist echt ein interessantes Thema. Ich bin bei den Banater Schwaben und Bessarabiendeutschen, sowie in Rumänien und der Ukraine verwurzelt. Die rumänische Sprache nimmt im Kreis der romanischen Sprachen bekanntlich eine Sonderrolle ein durch ihre slawischen Einflüsse. Als ich spanisch gelernt habe, oder besser gesagt chilenisch (wieder ein Kapitel für sich), war mir die Kenntniss der rumänischen Sprache schon eine Hilfe obwohl sprachwissenschaftlich gesehen rumänisch und italienisch die größte Ähnlichkeit aufweisen.

    Anhand der Namen meiner Verwandten lässt sich ein ganz guter Querschnitt durch die Namenskultur ziehen. Zum einen gibt es da die ganz traditionellen, typisch rumänischen Namen wie Andreea, Camelia, Doina, Ligia, Lelia, Ludmila, Măriuca, Nicoleta, Ruxandra und Valeria bei den Frauen und Aristide, Bogdan, Brăduț, Corvin, Gheorghe, Octaviu, Pavel und Vlad bei den Männern. Zum anderen Namen, die typisch deutsch sind: Werner, Ingrid, Adelheid, Gerlinde, Walter, Arnold, Nikolaus etc. und jede Menge biblische Namen wie Maria, Magdalena, Anna, Elisabeth (samt einiger Derivate, z.B. mein eigener Erstname), Eva, Veronika, Josef und auch Adam. Das sind die Namen, die mir jetzt auf die Schnelle einfallen.

    Nicolae verbinde ich übrigens auch sofort mit Ceaușescu, obwohl mir spontan noch Nicolae Mavrogheni, ein walachischer Fürst des 18. Jahrhunderts und Nicolae Ion Grigorescu, ein rumänischer Maler einfallen. Letztere dürften allerdings der breiten Masse eher nicht bekannt sein.

    • Ha! Das ist ausgesprochen interessant. Mein Lehrer an der Uni hatte mal einen rumänischen Gast, nämlich den hier:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dan_Berindei

      (Dan gibt es als Kurzform übrigens auch in Israel. Der bekannteste Träger dieses Namens dürfte Dan Diner sein.)

      Berindei war ein sehr kluger und würdiger Kopf. Er hat aber in einem Gastvortrag die Sprachkompetenz der Studenten einer deutschen Massen-Uni maßlos überschätzt hat, als er ellenlange französische Zitate im Originaltext gebracht hat. 😀 Mein Lehrer mußte ihn da etwas ausbremsen.

      So, und dieser Berindei hat mir erzählt, daß es für halbwegs gebildete Rumänen kein Problem sei, spanische und italienische Texte zu lesen. Umgekehrt sei es schwieriger – eben wegen der dakischen und teils auch slawischen Vokabeln.

      Für uns als rechte Studenten waren natürlich Ion Moța and Vasile Marin sehr wichtig. Freunde von mir haben ihr Ehrenmal in Madrid besucht – es sieht entsetzlich aus: über und über mir Graffitis beschmiert, zerdepperte Weinpullen darunter. Und dann natürlich Corneliu Codreanu, der Hauptmann, der Capitanul.

      Egal zu welchem politischen Lager man gehört: Es wird dringend Zeit, etwas gegen den schlechten Ruf Rumäniens in Deutschland zu tun. :-/ Die Deutschen sind einfach zu fett und zu blöd geworden. Sobald sie Rumänien hören, denken sie nur noch an irgendwelche Zigeuner-Horden. (Ich habe nun selbst zigeunerische Vorfahren.) Im Grunde geht es uns hier allen zu gut.

      Den Fürsten und den Maler kannte ich aber auch nicht, danke für die Hinweise. Ebenso neu war mir das mit den deutschen Namen in Rumänien. Aber doch wohl nur bei den Banater Schwaben, oder? Ein alter Bekannter von mir ist Banater Schwabe und hat auch einen altmodischen deutschen Vornamen.

      Meine Spanisch-Lehrerin an der Uni war übrigens Chilenin. Und trat auch entsprechen eisern-preußisch auf. 😀

    • Die deutschen Namen in Rumänien findet man nicht nur bei den Banater Schwaben, sondern auch bei den Siebenbürger Sachsen und den Bessarabiendeutschen. Das Banatschwäbisch und das Siebenbürger Sächsisch weisen übrigens eine große Ähnlichkeit zu Rhein- und Moselfränkisch auf.

      Dan Berindei hat übrigens vollkommen recht, was das Lesen von Texten in anderen romanischen Sprachen betrifft. Ich persönlich kann auch Portugiesisch und Katalanisch lesen und auch wenn ich nicht jedes Wort verstehe und die Aussprache nicht beherrsche, kann ich mir vieles erschließen.

      Was den schlechten Ruf von Rumänien betrifft, hast du meine volle Zustimmung. Ich habe in den letzten Jahren zumindest versucht, etwas für die Bildung meiner Mitmenschen zu tun. Einige von ihnen waren mittlerweile in Rumänien und waren ausnahmslos begeistert. Jetzt fällt ihnen zu diesem tollen Land auch mehr ein als Dracula, Ceaușescu und kinderfressende Zigeuner (so ein Blödsinn, ehrlich). Viele berühmte Persönlichkeiten, die Deutschland für sich beansprucht sind eigentlich Rumäniendeutsche. Herta Müller, die übrigens aus dem selben Dorf kommt wie meine Mutter, Peter Maffay und Horst Köhler zum Beispiel.

    • Als Du den Vornamen Vlad erwähnt hast, mußte ich mich echt zurückhalten, Dracula zu erwähnen, eben weil er zu dem dümmlichen deutschen Rumänien-Klischee gehört. 😀 Aber der literarische (und filmische) Dracula ist ja sozusagen ein Gentleman-Vampir! Du kennst garantiert den hübschen Film „Tanz der Vampire“ von und mit (dem von mir sehr bewunderten) Roman Polański? (Wirklich aufregen hingegen konnte ich mich als Student über die damals ebenso beliebte wie saudoofe „Rocky Horror Picture Show“.) Kennst Du übrigens den TV-Film „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ mit der wunderschönen Ulrike C. Tscharre in der Hauptrolle? So etwa zwei Jahre alt. Da wird sehr schön mit deutschen Rumänien-Klischees gespielt.

      Ja, stimmt, daß Horst Köhler bessarabiendeutsche Wurzeln hatte, ist überhaupt nicht ins deutsche Bewußtsein vorgedrungen. Bei Herta Müller schon eher, weil sie ihre Herkunft aus dem Banat halt in ihrem literarischen Schaffen thematisiert. (Ich persönlich mag sie als Schriftstellerin allerdings nicht.) Peter Maffay mag ich nun (mit einer Ausnahme) nicht als Musiker, finde es aber in den Zeiten der allgegenwärtigen Lächelkultur sympathisch, daß er das er da nie mitgemacht hat. Außerdem hat er was auf dem Kasten.

      Ha! Hier liest ja ein absoluter Experte für deutsch-amerikanisch-rumänische Koexistenz mit! Und eine Expertin für Katalanisch und diverse andere romanische Sprachen auch!

      Und ich persönlich darf hinzufügen, daß es als rechter Provokateur einfach Spaß macht, Klischees auszukontern – nicht um unangreifbar zu sein, sondern um ungreifbar zu sein, um die schurkischen linksliberalen Feinde als Idioten dastehen zu lassen.

      So, jetzt muß ich für mein Frühstück einkaufen gehen. Wird irgendwas mit viel Knoblauch geben. 😉 Vielleicht gebratenen Fisch mit viel Knoblauch? Dann haben die Nachbarn auch noch ihre Freude daran.

    • Danke für die Blumen, Jan!

      Ja, ich kenne „Tanz der Vampire”. Ist schon recht sehenswert und gut gemacht was nicht zuletzt an Polánski liegt. Die „Rocky Horror Picture Show“ war vor meiner Zeit, zumindest das Original. Anscheinend gibt es ja eine Neuverfilmung. Hört sich aber ziemlich merkwürdig an, ich verschwende meine Zeit sicher nicht damit, so was anzuschauen. „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ hingegen sagt mir gar nichts, sieht aber auf den ersten Blick spannend aus. Danke für den Tipp.

      Ich bin auch kein großer Fan von Herta Müllers Schreibstil. Sie schreibt recht trocken und sachlich und ihre Sprache ist eher dörflich geprägt. Schön finde ich aber ihre sehr bildhaften Umschreibungen. Wobei ich sagen muss, dass die Tatsache, ihr Heimatdorf zu kennen beim Lesen eine Hilfe sind. Peter Maffays Musik gehört auch nicht gerade zu meinen Favoriten. Der kleine grüne Drache Tabaluga ist jedoch immer mal wieder eine nette Erinnerung an meine Kindheit. Wann taucht hier im Blog wohl der erste Tabaluga auf?

      Zu Vlad: einer meiner Cousins heißt so. Der Patenonkel ist das Namensvorbild, nicht Vlad III. Drăculea, auch bekannt als Vlad Țepeș (Vlad der Pfähler), der das historische Dracula-Vorbild darstellt.

    • Isabel Margarita,

      gern geschehen! Mein Frühstück übrigens waren gerade – zur Schonung meiner Nachbarn und aus Bequemlichkeit – dann doch keine gebratenen Fische mit Knoblauch, sondern fertig gekocht gekaufte Garnelen mit Aioli, dazu eine Flasche Rotwein. Wenn es zu dieser Jahreszeit noch Fliegen gäbe, würden sie hier in meinem Arbeitszimmer wegen meiner Knoblauch-Wein-Tabak-Fahne jetzt tot von der Wand fallen.

      Freut mich wirklich sehr, daß Du einigen unserer Landsleute die dümmsten Rumänien-Klischees ausreden konntest! Weiter so! 🙂 Ich habe als Student in den 90ern immer das gleiche mit den dämlichen deutschen Polen-Klischees („kaum gestohlen, schon in Polen!“) versucht.

      Ein Witz aus diesen Tagen: Woran merkt man, daß Polen jetzt im Weltraum ist? Daran, daß der Große Wagen nicht mehr da ist.

      Eine Exfreundin von mir (nicht die Polin, sondern die Messerstecherin) hatte ich seinerzeit zum Sommerurlaub nach Masuren und dann nach Krakau geschleppt. Das war damals noch famos billig, und ich konnte ein bißchen Polnisch – und den sommerlichen Sternenhimmel über dem Mauersee werde ich nie vergessen. (Unsere Streitereien im Suff freilich auch nicht.) Die Frau war Buchhalterin in einem großen Hannoveraner Unternehmen. Ihre Kolleginnen hatten sie kopfschüttelnd und bedauernd verabschiedet – so als ob man als Deutscher in Polen am Drehspieß gebraten würde!

      Und Rumänien hat halt in Osteuropa noch einmal eine Sonderstellung, u.a. weil es eben keine slawische Sprache spricht und es viele Osteuropa-Kundler schon deshalb nicht so richtig auf dem Schirm haben. In dieser Hinsicht ähnelt es Ungarn – auch wenn es da untereinander tiefe historische Konflikte gibt, eben gerade wegen Siebenbürgen/Transsylvanien.

      Die charmante deutsche Redewendung „irgendwo in der Walachei“ wirst Du ja nun auch kennen. Das kann man hier zur Not auch für die Wedemark nördlich von Hannover benutzen. 😀

      Den erwähnten Karpaten-Film mußt Du Dir unbedingt anschauen, wenn er nochmal in der Glotze läuft. Er ist auch filmisch-künstlerisch sehr gut: Der Handlungsbogen zieht sich von Düsseldorf über Berlin und die deutsch-polnische Grenze hin bis ins quirlige Bukarest und schließlich in die einsamen Karpaten. Ein hübsches Stilmittel: Bis Bukarest wird sehr schnell geschnitten, wie heute in FS-Filmen und Serien (leider) üblich. In den Karpaten werden die Schnitte und Einstellungen dann immer langsamer und ruhiger, obwohl die Handlung immer dramatischer wird. Hab den Film leider nicht mehr als Datei, weil ich es vor einigen Monaten geschafft habe, meine externe Festplatte aus Versehen zu formatieren, und zwar so richtig.

    • Dein Satz “als ob man […] am Drehspieß gebraten würde” trifft durchaus auch auf Rumänien zu, leider noch immer. Ich sehe es irgendwo als Pflicht, meine Mitmenschen aufzuklären, weil ich stolz auf meine Wurzeln bin. Ich wurde auch schon dumm angemacht, von wegen Zigeuner und Diebesbanden. Wenn Dummheit wehtun würde…

      Warst du schon mal in Rumänien, Jan? Du hast mich jetzt erinnert, dass ich mich unbedingt mal näher mit der rumänisch-ungarischen Geschichte befassen muss. Ungarisch lernen steht auch hoch auf meiner Liste. Ich bin einfach total fasziniert von der Sprache und ich mag das Land. Budapest ist für mich eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste europäische Stadt.

    • Ah, hab was vergessen! Den Drachen Tabaluga kannte ich überhaupt nicht. Bin halt mit dem Schaffen Maffays nicht recht vertraut, mag halt nur das „Sommer“-Lied. Und achte Maffay als Persönlichkeit. Wünschte mir, unsere Pop-Kultur hätte mehr Leute sein Kalibers.

      Und osteuropäische Kinderbücher waren sicher besser als die westlichen.

      In meiner Kindheit war „Grisu, der kleine Drache“ angesagt. Er will so gerne Feuerwehrmann werden, speit aber immer wieder aus Versehen selbst Feuer und zündet damit irgendwas an. 😀 Eine Konstellation, die ich noch heute sooo gut nachvollziehen kann!

      Einer unserer Gymnasial-Direktoren hatte einen kerndeutschen Nachnamen, der so ähnlich wie Grisù klang – das wurde dann natürlich von uns Schülern sofort zu „Grisu“ umgetaktet. Zumal das ein sympathischer und fairer Kerl war, den wir alle geachtet haben. So ein typischer Fliegen-Träger, für einen Gymnasial-Direktor damals noch recht jung an Jahren.

      Ja, auch veralbernde Spitznamen können eben nett gemeint sein, fast eine Ehrenbezeugung – sie nicht zwangsläufig gehässige „Hänseleien“. Auf der Lutherschule hatten wir einen Lehrer (nämlich für die französische Sprache), der mir Vornamen Horst hieß. Wir haben ihn unter uns nur „Hotte“ oder „Horchst“ (also Horst im hannöverschen Dialekt) genannt – aber das war eben respektvoll und lieb gemeint!

      Ein weniger beliebter Deutschlehrer hingegen hatte ein stark zurückfallendes Kinn. An dem war dann der Spitzname „Feile“ hängengeblieben – weil er sich angeblich jeden Morgen das Kinn zurückfeilen würde. Ein weiterer Deutschlehrer namens Müller (eigentlich ein kluger Kopf, ein Alt-68er, der unsere Philosophie-AG geleitet hat) hieß Müller, unter uns nur „Muli“ genannt. Auch das war nicht unbedingt nett gemeint. Schüler können grausam sein. 😀 Die Trottel unter uns (und es gab auch schon in den 80ern genug Idioten auf Großstadt-Gymnasien, die ein Gymnasium von innen eigentlich nur als Putzfrauen oder Klempner sehen dürfen hätten) meinten das einfach gehässig. Wir als Elite-Truppe meinten es so halb respektvoll, halb abwertend. Eben ruppig-grobianistisch.

      Spitznamen sind ein extrem komplexes Thema.

      Isabel Margarita, ich sehe, unsere Antworten überkreuzen sich gerade… Nee, ich war noch nie in Rumänien. Aber es steht echt ganz oben auf meiner Reiseziel-Liste. Sobald ich ein paar Groschen übrig habe, fahre ich hin. Eine meiner schönsten Studien-Erinnerungen: Im Nordkaukasus unter dem himmelhohen Kazbek mit Islamisten am Lagerfeuer zu sitzen und über Gott und die Beatles zu labern. Und am nächsten Tag dann mit glühenden Moslemhassern in einem Hochtal Wodka zu saufen. Sowas ähnliches sollte ja wohl auch in der Karpaten möglich sein.

      Leute, unterschätzt Eure Feinde nie! Und drescht nicht auf sie als Gruppe ein. Das ist immer und absolut kontraproduktiv, weil es die Feinde zusammenschweißt. Spaltet sie, sät Zwietracht unter ihnen und hetzt sie gegeneinander auf.

      Beispiele: das geistesschwache rechte Schimpfwort „Homolobby“, das völlig unterschiedliche Leute zusammenschweißt, die sich ansonsten gegenseitig die Augen auskratzen würden. Das ebenso schwachsinnige Wort „Personen kaukasischer Nationalität“ in Moskau, das sogar die extrem rußlandfreundlichen Ossete dazu bringt, sich irgendwie mit ihren inguschischen und tschetschenischen Erzfeinden verbunden zu fühlen.

      „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist nicht primär amoralisch, sie ist einfach falsch. Die Feinde spalten und zersetzen, Zwietracht schüren, „devide et impera“, Elitenkooptation. Seine eigenen Reihen hingegen möglichst zusammenhalten. Das können wir Rechten übrigens von den CSD-Latschern lernen.

      Noch was zu dem Karpaten-Film: Auch da sind mal wieder die Zigeuner die (Neben-)Schurken, aber das kennen wird nun schon seit diversen Jahrhündertchen.

    • Mit Spitznamen habe ich auch so einiges an Erfahrungen hinter mir. Vor allem mein Zweitname hat bei einigen Idioten, die leider nicht aussterben, für Irritationen gesorgt. “Warum haben dich deine Eltern nicht gleich Salami genannt?” ist immer noch einer meiner Favoriten (im Nachhinein zumindest). Seit dem habe ich mir angewöhnt, solche Leute zu belehren, wie sich die Pizza wirklich schreibt… Jedenfalls nicht so wie der Cocktail, den ich sehr gerne trinke. Aber ich bin weder nach der Pizza, noch nach dem Getränk benannt, sondern nach Margarita Wassiljewna Woloschin-Sabaschnikow.

      Isabel hingegen ist wegen den zahlreichen Schreibweisen manchmal lästig. In Chile habe ich das echt genossen, dass ich nicht mehr ständig Isabell, Isabelle, Isabella oder Isobel genannt wurde. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit meinem Namen, vor allem seit ich hier mitlese.

      Ich habe als Kind schon eher Bücher für Erwachsene gelesen, ehrlich gesagt. Astrid Lindgren, vor allem “Ronja Räubertochter” und “Die rote Zora” mal ausgenommen. Meine Lieblingsautoren sind Fjodor Dostojewski, Isabel Allende, Gabriel García Márquez, die Schwestern Brontë und J.R.R. Tolkien. Gerne auch in der jeweiligen Originalsprache. Und ich liebe Märchen, die Grimmschen Märchen und die slawischen, wohlgemerkt.

    • Ha, jeder kluge jugendliche Erwachsene so zwischen 14 und 24 läßt es es sich eine Ehre sein, Erwachsenen-Literatur zu lesen!

      Isabel Allende, García Márquez und J.R.R. Tolkien habe ich in dem Alter auch extrem gerne gelesen! Wobei das ja alles Autoren sind, die von den Literatur-Schickis nicht so ganz für voll genommen werden – vermutlich eben gerade deshalb, weil es Besteller-Autoren waren, die nicht mit dem „Literaturpreis von Quakenbrück“, dotiert mir 5000 €, durchgefüttert werden mußten. Gerade die Allende muß ich unbedingt und nach Jahrzehnten mal wiederlesen.

      Von den Brontë-Schwestern habe ich leider nie was gelesen, Margarita Woloschin kannte ich bis vor zwei Stunden nichtmal dem Namen nach. Bin halt Historiker, kein Literaturwissenschaftler.

      Grimms Märchen habe ich erst vor ca. fünf Jahren für mich entdeckt. Da war ich so mit mitte vierzig! Hinreißende Geschichten, nicht? 🙂

      Ein wunderbares Erlebnis in der Straßenbahn vor ca. zwei Jahren: Eine hübsche junge Frau druckselt mal nicht auf ihrem Handy rum, sondern liest Dostojewskis „Idiot“ im russischen Original! Wie früher in der Moskauer U-Bahn! Hätte sie knutschen können, was sie sich allerdings wohl verbeten hätte! 😀 (Mir persönlich ist Dostojewski aber zu langweilig.)

      Den Drink Margerita kenne ich auch nicht – und das will bei mir altem Säufer schon was heißen. Die Simpel-Pizza Margherita heißt ganz einfach (Du weißt es garantiert) nach den italienischen Nationalfarben: Das Grün des Basilikums, das Weiß des Mozzarellas und das Rot der Tomaten. Benannt nach Fürstin Margarete von Savoyen und Italien.

      Einzelne regionale Abweichungen in der Schreibweise von Namen finde ich nicht sooo schlimm. Beispiel: Ich finde es nervig, wenn Deutsche Victoria (also mit c) schreiben. Aber meine englischen Freunde aus der Rheinarmee haben ihre Tochter natürlich auch mit c geschrieben. Das gehört in den Bereich der Toleranz oder sozusagen der Standardabweichung.

      Bei Isabel muß ich auch immer überlegen, wie ich das gerade zu schreiben gehalten bin. Bei Margareten-Derivaten auch. Meine Fresse, ist doch egal – wir sind Adlige und keine Schulmeister, wa?

      Und ich mag es so sehr, dieses brandenburgische nachstellte „wa?“ 🙂 Das wäre ein Ansatzpunkt zur endgültigen Versöhnung von Preußen und Hannoveranern. Gerührt war ich auch, als mir ein gebürtiger Potsdamer mal zum Abschied lakonisch gesagt hat „Mach et jut.“.

      Lakonische Floskeln schlagen oft besser ein als barockes Geschwätz. Man denke an das Motto der US-amerikanischen Waffenlobby (die ich sehr unterstütze): „Molón labé!“ = „Komm her und hol sie Dir!“ (wörtl. „Gekommen seiend hole!“) Das soll König Leonidas mit seinen 300 (!) Spartiaten auf den Thermopylen Xerxes mit seinen 500.000 (!) Mann zugerufen haben, als Xerxes ihn aufgefordert hatte, Leonidas’ Männer sollten ihre Waffen niederlegen und ihm übergeben.

      Das Lambda im Kreis im Logo der Identitären Bewegung bezieht sich auf das „Lakedemonioi“ = „Spartaner“. Die Idee zu dem Logo – nicht seine graphische Umsetzung! – kam übrigens von mir. 🙂

      (Ja, es gibt ihn, den eingeborenen Adel der Menschheit.)

    • Isabel Margarita

      Ich finde deinen Namen schön. Habe dich erst für eine Spanierin gehalten. Isabel ist die spanische Schreibweise, die ich auch im deutschen bevorzugen würde. Dann gibt es noch Isabelle aus dem französischen. Und es gibt noch Isabell, aber diese deutsche Variante halte ich für nicht ganz korrekt. Isabel gefällt mir jedenfalls sehr gut.
      Margarita klingt auch hübsch, ich denke zuerst an die Blume (an die Margarithe). Und an Margareta von Antiochien, sie ist eine achtbare Heilige und gute Schutzpatronin.
      Die Pizza wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen.

    • @Mareike

      Danke! Ich mag deinen Namen auch. Mareike ist einfach zeitlos irgendwie. Und hier im Süden auch ziemlich selten. Meine Familie hätte einen biblischen Namen gern gesehen, meine Mutter fand diese aber mehrheitlich eher unschön oder in der Familie schon zu sehr besetzt und hat sich dann die Freiheit genommen, Elisabeth etwas abzuwandeln. Die Entscheidung für die spanisch/portugiesche Schreibweise fiel wegen der Hebamme meiner Mutter, die auch Isabel heißt. Was ich an meinem Namen schätze ist die internationale Bekanntheit und relativ problemfreie Aussprache. Mein Name bedeutet auch nichts unangenehmes in einer mir bekannten Sprache. Ich erinnere mich da an eine Austauschschülerin namens Marika, die mit mir in Chile war und wegen ihres Namens erstmal auch ungläubig beäugt wurde. Schließlich ließ sie sich Maria rufen.

    • Isabel.

      – Isabel von Portugal! Die dritte Frau Herzog Philipps des Guten von Burgund und Mutter Herzog Karls des Kühnen. Isabel war die Expertin für das Geld-Nachzählen, Philipp der Experte für das Geldausgeben. Eine Konstellation, die ja auch heute noch in Ehen vorkommen soll. 😀

      – Hundert Jahre später die zweite Isabel (Isabella) von Portugal, Frau Kaiser Karls V. – und damit Mutter Philipps II. von Spanien und u.a. Großmutter der „Bloody Mary“ von England.

      – Zeitlich dazwischen Isabella von Kastilien, gen. Isabella die Katholische – Isabel la Católica. Zusammen mit Ferdinand von Aragón erste Königin von ganz Spanien.

      – Isabelle Boulay, frankokanadische Sängerin unserer Tage – eine meiner liebsten Pop-Künstlerinnen.

      Ich finde, es macht auch ein bißchen den Reiz dieser internationalen Aristokratennamen aus, daß man sie unterschiedlich schreiben kann.

      Mareike.

      Eher ein bürgerlicher Name. Ach, wie gerne denke ich an meine Mitschülerin Mareike zurück, ein deutsch-amerikanisch-holländisches Mischgezücht. Ein schönes, kluges, blondes und patentes Mädchen – mit, je nun, großzügiger Oberweite und einem guten Herzen darunter. War die Tochter meines ersten Englisch-Lehrers, der mich nicht ausstehen konnte, weil er mich komischerweise für besserwisserisch, naseweis, wichtigtuerisch, auftrumpfend und rechthaberisch gehalten hat 😀 – der mich aber immer fair zensiert hat und von dem ich viel gelernt habe.

      Auf einer Klassenfahrt haben diese Mareike und ich mal mit einem anderen Mädchen (die ihrerseits nämlich meine große Jugendliebe war) unter einer Bettdecke geschlafen. Dabei war ich aus Versehen mit meinen Füßen Mareikes Brüsten ziemlich, je nun, nahe gekommen. Das mit den „Toucher-Füßen“ mußte ich mir noch jahrelang von ihr anhören. 😀

      Diese Mareike und ich waren aber immer gute Verbündete, ohne daß wir was miteinander gehabt hätten. Ein Bündnis das auch nach Jahrzehnten jederzeit reaktivierbar wäre.

      Hab also mit dem Namen nur freundliche Assoziationen.

      Jäp, bei Marei fehlt irgendwie was…

      (Is wohl klar, wer das hier geschrieben hat, wa?)

    • Tut mir Leid, dass Du so schlechte Erfahrungen in Deutschland gemacht hast. Die Deutschen die aus Rumänien kamen und die ich kenne, sind alle sehr kompetent, fleißig und haben in unserer Nachbarschaft die gepflegtesten Gärten.

  12. Hallo Jan, hast Du nicht manchmal das Gefühl, Deine Energie zu vergeuden? Alles zusammengenommen, hätte längst ein Buch entstehen können oder ein eigener Blog.

    • Ahoi Wimu,

      natürlich habe ich oft dieses Gefühl. Aber ich schreibe halt gerne. Und mein Metier ist halt die kurze Form. Auch wenn dann meine Kommentare hier überdurchschnittlich lang sind – es sind eben keine Bücher.

      Es ist mir gegenüber Knud oft peinlich, weil ich so schnell off-topic werde. Aber mir wäre im deutschen Internet keine pfiffigere Community bekannt – man ist nicht einer Ansicht, mag sich gelegentlich nicht (manchmal hingegen schon sehr), kann aber zumindest einen gewissen Elitenkonsens erzielen. Und sei es das berühmte „We agree to disagree“. Und das bei sozial, regional, emotional, religiös und politisch etc. völlig unterschiedlichen Hintergründen. Wo gibt es das schon im Netz?

      Und auch das Bücherschreiben kann Zeitverschwendung sein. Über diese Frage habe ich immer wieder mal mit Ellen K. und Götz K. diskutiert.

      Ich hatte jahrelang ein eigenes Forum und dann ein eigenes Blog. Beides hatte keinerlei Breitenwirkung – aber doch eine gewisse Tiefenwirkung, das darf ich wohl sagen. Die Elite der Neuen Rechten hat mitgelesen und übrigens auch ein leibhaftiger heutiger Landesminister, einer der klügsten Köpfe unseres Vaterlandes, auch wenn er mir politisch fremd war und ist. Wenn ich das damals weniger egomanisch aufgezogen hätte, säße ich heute auch zumindest in irgendeinem Landtag, darfst mal raten für welche Partei. Aber für mich persönlich war das letztlich auch Energieverschwendung. Im Moment habe ich nur noch einen kleinen Außenposten auf Tumblr, eher eine Visitenkarte als ein Blog.

    • Jan Wilhelms oder wie auch immer, du möchtest dich nur wichtig machen. Wahrscheinlich wirst du normalerweise übersehen, aber hier fällst du halt auf mit deinem überkandidelten Geschreibe. Mir kommt das manchmal so vor wie die vielen Internetgruftis, die interessante Geschichten und so tolle Freunde oder Bekannte (Beispiel hier: die “Messerstecherin”) einfach nur erfinden, kann ja keiner überprüfen, ob das wirklich so ist. Ich finde das ganze insgesamt ziemlich komisch und blöd, was du da von dir gibst.

  13. Jan Wilhelms oder wie du dich sonst auch immer nennen magst, du gehst mir tierisch auf die Nerven mit deinem schwülstigen Geschreibe. Ich halte dich nicht für intellektuell oder interessant, sondern nur für einen Wichtigtuer, der Aufmerksamkeit auf sich ziehen will, womöglich weil es anders nicht klappt im Leben. Sorry, wenn ich mit meiner Meinung total daneben liege, aber so kommt es eben bei mir an.

    • @Jan: Immerhin erreichst Du hier Aufmerksamkeit, die Du bei Deinem eigenen Blog, wie Du selber sagst, nicht erreicht hast.;)
      Nun es gibt auch Kurzgeschichten beispielsweise, der Unterschied zu den hier von Dir veröffentlichten Texten liegt darin, dass es keine Reaktionen, weder positiv noch negativ auf vorliegende Meinungen sind, sondern selber aufgebaut werden müssen. Bei den vielen Freundinnen, Freunden, Professoren, die Du kennengelernt hast, sollte es doch ein Leichtes sein, originelle Geschichten zu schreiben.;)

    • @Irmchen

      Ja, klar will ich vor allem Aufmerksamkeit auf mich ziehen! Welcher Schreiber wollte das nicht? Und natürlich bin ich ein schwülstiger Wichtigtuer – ich wäre empört, vorgeworfen zu bekommen es *nicht* zu sein! Du darfst mir aber wirklich glauben, daß mir das mit dem Anziehen von Aufmerksamkeit auch außerhalb des Internet gelingt – und wenn ich nur zum Supermarkt oder zum Tabak-Holen an den Kiosk gehe. Es gibt eben Leute, die Charisma haben, und solche die keines haben. Wie das bei Dir aussieht, weiß ich nicht. Wohl eher letzteres.

      @wimu

      Ich muß mich wiederholen: Es ging mir bei meinen Netzprojekten nicht um die Aufmerksamkeit von *vielen* Leuten, sondern von *wichtigen* Leuten. Harki war nicht facebook. Tiefenwirkung, nicht Breitenwirkung. Und das hat auch ganz gut geklappt. Idioten habe ich sofort rausgekickt, auch wenn es Rechte waren. Das Eliteprinzip habe ich immer knallhart durchgezogen, auch wenn es denn in Gottes Namen die Klickzahlen reduziert hat.

      Und das hat wenig mit der formalen Bildung zu tun! Es gibt Hilfsarbeiter ohne Schulabschluß, die als Adlige durchgehen – und Proleten mit „Prof. Dr.“ in der dritten Generation. Man denke zu letzterem an UvdL, der erste BRD-Verteidigungsminister, der es geschafft hat, daß ihr Portrait in unseren Kasernen umgekehrt wird – also mit dem Foto zur Wand und der Rückseite nach außen. Gerade in Eliteeinheiten soll das Usus sein. Hat es vorher noch nie gegeben. Und das nun garantiert nicht, weil vdL eine Frau ist. Sondern weil sie eine evangelikale Proletin ist, mit der man nicht an einem Tisch sitzen möchte.

      Das Reizvolle an diesem Blog hier ist hingegen die Gemischtheit und Vielfältigkeit seines Publikums.

      Die schönste Frau Deutschlands liest hier übrigens auch eifrig mit und kommentiert ab und zu – ich sage aber nicht, wer das ist. :o)

    • Jan Wilhelms, mir ist es nicht wichtig, ob ich Charisma habe oder nicht. Über so was hab ich nicht mal ansatzweise nachgedacht. Entweder man mag mich oder eben nicht, das ist mir ziemlich egal, soviel Selbstbewusstsein hab ich dann schon. Ich bin nicht der Mensch, der gerne im Mittelpunkt steht und sich wichtigmachen muss.

  14. Meine Favoriten:

    Sophia Daniela:
    – beide sind sehr schöne, zeitlose Namen. Daniela ist bei uns vielleicht ein bisschen moderner, Sophia etwas klassischer. Die beiden Namen harmonieren auch gut zusammen, sowohl vom Klang als auch vom Schriftbild. Generell bin ich verwundert, dass der Name Daniela nicht beliebter ist, da er meiner Meinung nach sehr schön klingt und immer passt.

    Laurenz Maximilian:
    – ebenfalls eine sehr schöne Kombination. Laurenz als eine eher seltenere Variante von Lorenz und auch Maximilian (derzeit leider sehr häufig) sind auch als Einzelnamen sehr schön und zeitlos.

    Henrik Oskar: passt gut zusammen, hört sich etwas nordisch an.

    Ansonsten sind leider einige Kombinationen dabei, die mich persönlich nicht so ansprechen.
    Zu Jana und Anna: ähneln sich doch sehr. Stelle es mir schwierig vor zu differenzieren, wenn die beiden gerufen werden. Außerdem sind beide nicht typische Namen, die zu Spitznamensgebungen verleiten

  15. Noch etwas zu Amarah, bitte. Das soll halt höchstwahrscheintlich irgendwie an Liebe anklingen. Aber es klingt halt auch nach dem spanischen Amarga = „bitter“ (w).

    Einer meiner israelischen Lieblingssänger, David Broza (er singt auf hebräisch, spanisch und englisch), hat ein wunderbares Liebeslieb geschrieben: „Amarga es tu ausencia (y lloro)“ = „Bitter, daß Du nicht das bist (und ich weine)“. Die hebräische Version heißt „Boche el haKirot“ = „Ich weine an die Wände“. Beide Versionen gibt es auf Youtube – leider offenbar nicht mehr das sehr schöne Original-Video. Das lyrische Ich liegt im Halbdunkel seines Hotelzimmers („en el penumbra del hotel“) und träumt von seiner verflossenen Geliebten. Ein Mann der diese mysteriös-morbide Stimmungslage nicht kennt, verdient es kaum, ein Mann zu heißen. Wer nie Liebeskummer gehabt hat, ist eigentlich überhaupt kein Mensch. Und wer zuviel davon gehabt hat oder hat, geht kaputt.

    Tjoar, Kevin-Braian, Frieda Ivy und Lea Sanni schlagen schon jeweils einzeln gleich mehreren Fässern die Böden aus. Eine Lea Sanni könnte ich mir aber auch gut als hübsche Proletarierin verstellen. 🙂 Wie halt auch Emmi Juliana.

    Die dieswöchigen Bionade-Rekords-Verdachts-Namen scheinen mir Konrad Michael Balthasar und Laurenz Maximilian. Ganz schauderhaft. 😀

    Franziska finde ich aber hübsch, gerade als Einzelnamen. Sehr feminin, aber eben auch die Wurf-Axt der alten Franken. Halt ein Germanen-Mädchen. 🙂 Sehr schöner Vorname, von dem sich via Franziskus auch noch Verbindungen zum Christentum knüpfen lassen.

  16. Selbstzitat: „Spitznamen sind ein extrem komplexes Thema.“

    Ich finde übrigens, daß Spitz- und Kosenamen überhaupt nicht von einander abgrenzbar sind. (Es gibt in diesem Blog einiges zu dem Thema.)

    Natürlich es gibt die süßlichen, oft an kleine Tiere angelehnten Kosenamen, die ich auch mag und (wieder) verwende: Mäuschen, Spatzel, Schnuffi, Bärchen etc.

    Aber es gibt eben auch „grobianistische“ Kosenamen. Wenn ich mich mit einer bestimmten Exfreundin von mir mal ausnahmsweise nicht gestritten habe, haben wir uns zärtlich folgendermaßen genannt. Sie zu mir: „Wichser“, „Nazischwein“ oder „Arschloch“. Ich zu Ihr: „Du Hure“, „meine kleine Nutte“ oder „Schlampe“. So haben wir uns sowohl im Alltagssituationen als auch unter der Bettdecke vorm Einschlafen, Arm in Arm, angeredet.

    Wohlgemerkt, wir waren seinerzeit beide Doktoranden, also Akademiker mit Abschluß. Ich ging darum, um jeden Preis den süßlich-vulgären und verniedlichenden Stil der Mittelschichtis zu vermeiden. Wir wollten ja Aristokraten oder Ganoven sein. 🙂

    Heute hingegen sehe ich die süßlichen Spitznamen wiederum anders, nämlich milder, und verwende sie gelegentlich bei passenden (oder auch mal unpassenden) Gelegenheiten. Ich werde alt. Es kommt halt immer auf die Balance zwischen Ehrlichkeit (es ist ja nun keine Schande, eine Frau für niedlich zu halten) und einer gewissen (Selbst)ironie an.

    Der Ton macht die Musik.

    Eine andere Exfreundin von mir hat oft mein leichtes Lispeln und Stottern ironisch nachgeäfft: „K-k-klaath, Du bitht tho thüüth!“ (Als das th wie im Englischen.) 😀

    Andererseits kannte ich aber auch mal eine kluge Frau (MINT-Bereich), die im Netz mit stolz unter dem Nick „Süße“ unterwegs gewesen ist, obwohl sie eher eine Schrappe war.

    @ Knud

    Willst Du „Exfreundin“ nicht mal in Deine Stopwortliste aufnehmen?

  17. Bei Kosenamen und Spitznamen gibt es Unterschiede, was zu Hause im stillen Kämmerlein gesagt wird, geht niemand was an.
    Anders ist es mit Namen, die öffentlich sind, können lustig, sogar ehrenvoll sein.
    Und dann noch die Hänsleien, Salamie statt Margrita ist doof und fällt auch die zurück, die es sagen.
    Mein Mädchenname war Tode, da wurde ich mal Totenkopf genannt, mein Vater hat mir erklärt, dass der Namen von Theoderich abgeleitet sei, dann habe ich mich nicht mehr geärgert, sondern einfach weggehört.
    Später gab es Mittschüler, die mich Todi nannten, was soll´s, war liebevoll gemeint und freundlich. Kommt halt immer auf den Zusammenhang an und die Absicht.

  18. Sophia Daniela – die Namen sind mir zu ähnlich; ich meine in erster Linie von der Betonung her. Gerade kommt mir der Gedanke, dass Sophia das neue Daniela sein könnte.

    Tim Karl-Werner – gefällt mir. Karl-Werner passt eh und Tim davor macht die Kombi flott und peppig. Schade, dass der Bindestrich da ist.

    Julian – sehr schön.

    Mara Ioana – Namen auf -ra gefallen mir in der Regel nicht, das sagte ich ja schon öfters, aber Ioana passt so toll zu Mara, dass ich die Kombi mag.

    Hugo Sandor – Sandor mag ich und passt astrein zu Hugo, den ich im Grunde nicht mag. Die Kombi macht´s auch hier. 😉

    Konrad Michael Balthasar – pompös, aber flüssig und somit gelungen.

    Gabriel Nikolae – Nikolae ist außergewöhnlich, mir sympathisch. Gabriel mag ich auch. Diese (nebenbei: religiöse) Kombi gefällt mir sehr.

    Vincent Ragnar – interessant, nicht schlecht, die unterschiedliche Herkunft beider Namen ist mir jedoch zu auffällig.

    Laurenz Maximilian – schön lateinisch, melodisch mit wiederkehrenden Elementen. Schöne Kombi!

    Xaver Felix Johann – hat auf mich eine lustige Wirkung: Xaver und Felix wirken frech, spitzbübisch und Johann brav. Alle drei Namen gefallen mir und die “so ausgeglichene” Kombi ist charmant.

    Julia Annalena – zu viel a und l. Julia finde ich sehr schön, Annalena nicht.

    Emmi Juliana – süßlich, zu viel i/j, aber ich mag die Kombi. Irgendwie passen die Namen zueinander, Emmi mag ich trotz der Verniedlichung….

  19. Rätsele über Jans schönste Frau Europas und habe eine Vermutung.Aber sagen werde ich es nicht, wenn ich falsch liege werde ich womöglich gefressen. :)))

    • @ Wimu

      „Schönste und klügste Frau Deutschlands“ habe ich gesagt! Um die schönste Frau Europas küren zu können, fehlen mir die Eurokraten-Erfahrungen in Brüssel. Bezweifle aber in der Tat, daß es da eine noch hübschere und klügere Frau gibt als die Gemeinte.

      „wenn ich falsch liege werde ich womöglich gefressen.“

      Ich bin zwar mit Verve und großem Engagement für den Terrorismus, den Militarismus, die Gewaltverherrlichung, den Sexismus, die Todesstrafe, den Rassismus, den Chauvinismus, die Sklaverei, die Provokation, die Beleidigung und die Blutrache, für die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, für den Walfang, die Unzucht mit Minderjährigen und den Inzest, für die Echte Schildkrötensuppe und die Jagd auf Singvögel. Den Kannibalismus lehne ich aber doch eher ab… Würde kaum je Menschenfleisch essen.

      Nette Grüße

      Harkinski

  20. @Jan:Provokation kannst Du, kannst Du auch konstruktiv sein?
    Und seien wir ehrlich, das hat das alles wenig mit „Vornamen“ zu tun was hier geschrieben wird.
    Liebe schönste, klügste Frau Deutschlands hast Du positiven Einfluss auf Jan?

    • Wimu,

      Deine Fragen, die ich zu beantworten versucht habe, hatten aber auch nichts mit Vornamen zu tun, wa?

      Mit „Provokation“ und dem, was die Linksliberalen „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ nennen, ist das immer so eine Sache. Habe in den letzten Tagen und Wochen viel darüber nachgedacht. Beides macht Spaß, aber man ist sehr schnell dabei, kontraproduktiv zu werden und den schurkischen Feinden in die Hände zu spielen.

      Beispiele:

      – Zwei Juden haben zu jedem Thema mindestens drei Meinungen. Aber nach außen halten sie zusammen, weil die sie jahrhundertealte Erfahrungen des kollektiven Ausgegrenztseins haben.

      – Heute ist es mit den Muslimen in Deutschland ähnlich. Kulturell, sozial, sprachlich etc. extrem heterogen. Aber wenn Schwachsinns-Rechte mal wieder von der „Islamisierung Deutschlands“ anfangen, halten sie halt zusammen.

      – Rechte Schwule (von denen es eine ganze Menge gibt) und linke Lesben (um von diversen sexuellen Sondergruppen nicht zu reden) würden sich gegenseitig sofort an die Wand stellen lassen. Wenn sie denn nicht von Dumpfrechten permanent als „Homolobby“ verächtlich gemacht würden. Beim nächsten CSD in Hannover bin ich zu Studienzwecken dabei (solange V. Beck nicht auftaucht, dann müßte ich kotzen). Lille als charismatische und schöne rechte Lesbe im Bundestag ist ein erster und wichtiger Etappensieg.

      – Und wir Rechten selbst werden durch die beknackten „Gegen rechts“-Kampagnen immer wieder zusammengeschmiedet, auch wenn wir uns oft gegenseitig nicht ausstehen können und höchst unterschiedliche Positionen haben – von den „libertären“ Hundesöhnen bis hin zu uns stolzen Nationalbolschewisten.

      Die aristokratisch-politische Taktik des Schwächeren wäre hingegen: zersetzen, spalten, auseinander dividieren, Streit säen, Eliten kooptieren, die Reihen der Feinde verwirren und die eigenen Reihen zusammenschließen. Hit and run. Asymmetrische Kriegführung. Guerilla-Taktik. Jesuitische List. Keine offene Feldschlacht oder Schlachtschiffe, sondern Hinterhalte und U-Boote.

      Der Schwächere hat wie Don Quixote das Recht zur Verrücktheit, aber er sollte den Kopf nicht ganz verlieren. Es kommt darauf an, Verrücktheit und List, Todesmut und Vorsicht, Haß und Milde, Ehrlichkeit und Verstellung, Zorn und Gleichgültigkeit miteinander zu kombinieren.

      Die besagte schönste und klügste Frau Deutschlands hat mich bis jetzt nicht mäßigen können, sie hat mich aber zumindest zum Nachdenken angeregt – insofern hat sie schon einen positiven Einfluß auf mich. 🙂

  21. Tali, kann man als Kurzform von Talia, Thalia, ein hebräischer Mädchenname, ableiten, für Jungens kenne ich nichts, Léan von Leander?
    Ximani könnte etwas asiatisches sein, Japan vielleicht?

    • Ja, Ximani klingt irgendwie asiatisch. Aber zumindest japanisch ist das nicht. Im Japanischen gibt es weder der ks-Laut, noch gibt es ein der international üblichen lateinischen Standard-Umschrift des Japanischen nach Hepburn den Buchstaben x. Und es gibt ja auch nur wenige Japaner in Deutschland. (Leider.) Die größte japanische Gemeinde gibt es aus irgendwelchen Gründen in Düsseldorf – einer der Faktoren, die den Aufenthalt in Düsseldorf im Vergleich zu dem in Köln so angenehm machen.

      Chinesisch? Könnte sein, keine Ahnung… Oder vielleicht auch irgendeine Indio-Sprache? Oder wohl noch wahrscheinlicher: Mal wieder ’ne Selbstkonstruktion von der Muddern.

      Thalia ist aber griechisch, nicht hebräisch…

    • Ey Gabi! Nee, nicht „von manchen“! Nur von mir! 😀

      Erstens fasert das Thema Vornamen in alle möglichen Richtungen aus. Sonst würde es mich nicht interessieren. Ich würde dann Glasmurmeln sammeln, Karnickel züchten, Rätselhefte lösen oder so etwas.

      Zweitens hat es hier nun einmal eine einzigartig gebildete und heterogene Community.

      Drittens ist es die dümmste aller möglichen Netz-Maschen, einem Site-Betreiber einzureden zu wollen, sein Projekt werde „mißbraucht“. Habe ich schon x-fach erlebt, auch hier nun schon mehrmals. Das hat so richtig geil den Unterton: „Ich kann mich gegen XY nicht wehren, weil ich zu blöd bin und es a weng mit dem Deutschen hapert – also muß ich petzen und denunzieren.“

      Viertens mißbrauche ich nur züchtige und gottesfürcht’ge Jungfern jüngerer Alterskohorten – aber keine Blogs.

      Kennte übrigens jemand den Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg über die Entstehung der Fledermaus? Eine züchtige und keusche Maus wird von einem unzüchtigen und lüsternen Mäuserich verfolgt. In ihrer Not und Bedrängnis fleht sie die Götter um Flügel an. Diese werden ihr gewährt.

  22. @Jan: Würde Dich bitten mich mit meinem Namen anzusprechen.
    @ Knud, nicht beachten hat mein Vater immer gesagt, wenn jemand sich zu sehr in den Vordergrund gedrängt hat.

  23. @Isabel Margarita, in unserer Stadt gibt es viele Rumäniendeutsche, eine Freundin ist Zahnärztin, die Söhne Arzt und Archtekt. Die Tochter einer Freundin, selber Zahnärztin mit einem romäniendeutschen Zahnarzt verheiratet und gemeinsame Praxi. Mein Mann hatte, als er noch tätig war als Pschiater einen rumäniendeutschen Kollegen. Über alle, die wir persönlich kennen, können wir nur gutes sagen, sehr kompetent, pflichtbewusst, überdurchschnittlich gut. In unserer weiteren Nachbarschft, wer hat die gepflegtesten Gärten, die Rumäniendeutschen. Traurig, dass Dir so viele Vorurteile begegnet sind.

    • Uah, ich freue mich so sehr, daß es hier gleich mehrere Leute gibt, die für Rumänien ein gutes Wort einlegen! 🙂 🙂

      Mich fasziniert halt die Mischung aus romanischem Temperament mit leicht zigeunerischen Beimischungen und den „Sekundär-Tugenden“ der Rumäniendeutschen.

      Kann Willa Muriels Urteil über die Rumäniendeutschen nur von Herzen bestätigen! Ein alter Freund von mir ist Siebenbürger Sachse – ein (im Gegensatz zu mir) extrem fleißiger und ordentlicher Mann.

      Natürlich gibt es in multiethnischen Staaten immer Probleme, freundlich ausgedrückt. Und natürlich gibt es zwischen wohlhabenden Nationen (BRD) und relativ armen Nationen (Rumänien) auch immer Schwierigkeiten – und sei es durch die dann allfällige Migration.

      Nur krieg ich halt die Krätze, wenn die linksliberalen Mehrheits-Spießer und die Dumpf-Rechten auf Rumänien eindreschen. Das ist unritterlich, unehrenhaft und unmännlich.

      (So ganz nebenbei und im Klammern sei darauf hingewiesen, daß in Stalingrad 1942/43 eine rumänische Division mit uns zusammen untergegangen ist.)

      So, fertig. Meine nächste Reise geht nach Rumänien. 🙂 Da kann ich dann auch wohl endlich mal soviel Knoblauch essen, wie ich will, ohne in der Öffentlichkeit olfaktorisch unangenehm aufzufallen. Transsylvanien, Bukarest, Karpaten – das wär’s! Und hernach vielleicht noch ein bißchen die Füße im Schwarzen Meer baumelnd lassen? Zuvor mache ich einen Intensivkurs in Rumänisch. Es kommt in Osteuropa immer gut an, wenn sich Deutsche zumindest bemühen, die jeweilige Landessprache zu erlernen, auch wenn es noch nicht so gut klappt – so jedenfalls meine Erfahrungen in Polen und Rußland.

    • @Jan: Knoblauch ist in Rumänien kein Problem. Mujdei, die typisch rumänische Knoblauchsoße wird oft und reichlich als Beilage zu Fisch, Fleisch oder Mămăligă (Polenta) gegessen. Unbedingt probieren solltest du Ciorbă (eine gesäuerte Suppe, die mit Gemüse, Hackfleischbällchen oder Kutteln gegessen wird), Sarmale (Krautwickel mit Hackfleisch und Reis) und Salată de icre (Fischrogensalat). Und dir schmeckt bestimmt auch Țuică (Pflaumenschnaps, am besten selbstgebrannt).

      Ich würde dir auf deiner Reiseroute empfehlen, dir die Moldauklöster in der Bukowina nicht entgehen zu lassen. Vor allem Moldovița, Suceava und Sucevița. Und als Historiker dürftest du auch an der Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Sighetu Marmației Gefallen finden. Halt dich am Schwarzen Meer von den überlaufenen Touristengebieten fern und fahr lieber ins Donaudelta. Landschaftlich fantastisch und mit einem erfahrenen Einheimischen und einem kleinen Boot hat man sogar die Chance, seltene Tiere zu sehen.

    • @ Isabel Margarita!

      Tausend herzlichen Dank für die Reisetips und die kulinarischen Hinweise! 🙂 Wo kriegt man die schon sonstwo in Deutschland?

      Ey, ich mach das! Sobald ich etwas Kleingeld zusammenhabe. Kann noch ein paar Monate dauern… Bin ein Zivilversager, alter Sack, Slunz und Lumpenhund, aber sobald ich mir irgendwas in den Kopfs gesetzt habe, brenne ich – und ziehe das durch oder fliege gegen die Wand. Vielleicht kommt ja die schönste und klügste Frau Deutschland mit…

      Danke vor allem für die Warnung vor den Touristenzentren am Schwarzen Meer und den Hinweis auf das Donau-Delta. Das war mir ebenso neu wie die Tips zur rumänischen Küche. Als bildungsbeflissener Möchtegern-Gelehrter hätte ich mich aber natürlich vorher noch schlau gelesen.

      Tschorba kenne ich aus verschiedene slawischen Sprachen (natürlich in orthographischen Derivaten) als allgemeines Wort für Suppe. Das kommt wohl aus dem Türkischen, oder? Ist Țuică sowas wie Sliwowitz bei den Südslawen? Schmecken würde er mir garantiert. :o) Es gibt doch auch in Rumänien sowas wie Cevapcici in Jugoslawien, nicht? Mititei oder so ähnlich, kann das sein? Ich kenne das aber nur aus der kulinarischen Fachliteratur.

      Es ist kurios: Es gibt in Deutschland einen bestimmten (zahlenmäßig kleinen) Menschenschlag, auf den Osteuropa eine fast magische Anziehungskraft hat. Ich weiß nicht genau, woran es liegt. Die relative Armut im Vergleich zur satten, fetten BRD? Der Instinkt, sich mit Minderheiten zu solidarisieren? Die Herzlichkeit? Die kulturelle und sprachliche Vielfalt? Die immer wieder unterschätze(n) Kultur(en)? Gar eine gewisse Faszination des Dunklen und Unbekannten – also so eine Art „positiver Dracula-Effekt“? Die Schönheit der Frauen dort? (Männer treten ja in Osteuropa männlicher und Frauen weiblicher auf als bei den schluffigen Deutschen.) Die feurigere Emotionalität? Einfach das Bedürfnis, sich von der Mehrheit der Deutschen abzugrenzen? Die Küche? Alles spielt irgendwie eine Rolle. Auch schon wieder ein Thema für ein eigenes Buch! Bin jedenfalls mit Leuten aus Osteuropa stets auf Anhieb gut klargekommen.

      Ich möchte aber das Land Deiner Geburt nicht beurteilen, ohne es zu kennen!

      In jedem Fall nochmals danke – Dein Kommentar landet in meiner Langzeit-Speicherliste. Wenn ich in Rumänien war, sorge ich dafür, daß Du es mitkriegst.

      Beste Grüße

      Jan

    • @Jan: Immer wieder gerne. Freut mich, dass du so interessiert bist 🙂

      Mititei – die gegrillten Hackfleischröllchen… stimmt genau. Hierzulande besser bekannt als Ćevapčići. Frisch zubereitet und mit frischen Kräutern verfeinert auch ein integraler Teil der rumänischen Küche. In Kroatien, Bosnien und Serbien sind die Ćevapčići sogar zum Nationalgericht avanciert.

      Țuică und Sliwowitz sind beides Obstbrände aus Pflaumen. Es gibt einen kleinen Unterschied beim Alkoholgehalt. Sliwowitz muss per definitionem einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent haben. Ich habe aber schon Sliwowitz mit 70 Volumenprozent gesehen und einen Schluck probiert. Fand ich persönlich ungenießbar. Țuică gibt es in drei verschiedenen Varianten: stark, gewöhnlich und schwach. Letztere heißt auf rumänisch apă de țuică, wobei “apă” Wasser bedeutet und hat einen Alkoholgehalt von nur 5-15 Vol.-%. Die gewöhnliche Variante ist die häufigste (30-40 Vol.-%). Die stärkste Țuică-Variante ähnelt der Pálinka, wird aber im Gegensatz zu dieser ausschließlich aus Pflaumen gebrannt.

      Ciorbă ist wohl als Chorba im Maghreb verbreitet und beliebt, als typische Ramadanspeise. Der Name leitet sich etymologisch von dem arabischen Wort شربة ab, das “Flüssigkeit” bedeutet.

    • Isabel Margarita,

      und immer wieder herzlichen Dank für die Erläuterungen!

      Mit Artikeln zu kulinarischen Thema ist es gerade bei Wikipedia so: Die Leute, die sie schreiben (fast ausschließlich männliche kerndeutsche Hobbyköche), haben in der Regel keine Ahnung – und die Leute, die Ahnung haben (Frauen, Profiköche), schreiben da nicht.

      Jäp, Ćevapčići sind eigentlich ein optimales Grill-Essen: relativ billige Zutaten, recht schnell herzustellen. Es gibt sie auch in jedem besseren Supermarkt in Deutschland tiefgefroren. Nur sind mir die in der Regel zu schlapp gewürzt! Ich mag so gerne die Geschmacks-Kombination von Knoblauch und Kreuzkümmel – weiß aber eben nicht, wie das in Rumänien zubereitet wird, kenne das nur in der serbischen Variante.

      Wer sich übrigens mit serbischen Frauen einläßt – und die Versuchung ist groß –, braucht wirklich eiserne Nerven. Das ist nichts für linksliberale Schlappschwänze. „Ey Du, war doch nicht so gemeint. Ich versteh Dich doch! Können wir uns nicht aussprechen? Wir müssen doch beide noch an uns arbeiten.“ Mit solche Sprüchlein hat man bei denen gleich verloren. 😀 Die Serben sind ja ein tapferes Kriegervolk, gerade die Serben aus der Krajina. Aber ich schweife ab.

      70 %?! Das wäre sogar mir zuviel, und das will schon was heißen. Meine Lieblings-Schnäpse: Ouzo (türkisch Raki, syrisch Arrak), normalerweise ja mit Wasser verdünnt getrunken, und dann aus chemischen Gründen von weißlich-milchiger Farbe. Türkischer Kosename für das Zeux daher: Aslan Sütü = Löwenmilch. 🙂 Kirschwasser aus Baden. Armagnac. Whisky trinke ich auch gerne, aber um mich von den Linksliberalen mit ihren bekloppten und überteuerten „Tsingel Mollts“ abzusetzen, eigentlich nur US-amerikanischen Bourbon (Whiskey) auf Eis und kanadischen Whisky. Auch Gin und Genever. In brutalen oder nostalgischen Momenten gar Roggen-Korn oder Wodka.

      An Fastenbrechens-Suppen aus dem Maghreb kenne ich vor allem Harira: Hammelfond, etwas Hammelfleisch (muß aber nicht sein), Kichererbsen, Fadennudeln, Tomaten, viele (regional variierende) Gewürze. Über den arabischen Hintergrund des Wortes Tschorba erkundige ich mich bei nächster Gelegenheit bei der schönsten Frau Hannovers (nicht aber Deutschlands).

      Kann das sein, daß das jetzt mal wieder zuwenig mit Vornamen zu tun hatte? Nu, wenn ich denn in Rumänien von Zigeunern gefangen, am Drehspieß gebraten und aufgefressen werde, ist Knud zumindest sein Haupt-Sorgenkind in diesem Blog los. 😀 (Und Irmi kann sich dann ihr Ice-Pack von der Stirne nehmen.)

      Nächstöstliche Grüße

      Jan

    • @Jan: Ich würde dir ja auch privat schreiben, dann würde das hier nicht so abschweifen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich hier so eine angeregte Diskussion lostrete. Ich freue mich schon auf die neue Portion Vornamen von morgen.

      Bezüglich der Mititei: Ich habe mal im Rezept meiner Oma nachgeschaut. Sie nimmt zum Würzen Salz, Pfeffer, reichlich Knoblauch, Bohnenkraut, Koriander, Piment, Paprikapulver, gemahlenen Kreuzkümmel, sowie einen Hauch Anis und Zimt. Ich versichere dir, richtige Mititei schmecken garantiert nicht lasch. So, und ich weiß jetzt was es hier zum Abendessen gibt. Ich habe Heimweh.

      Zitat: “[…] wenn ich denn in Rumänien von Zigeunern gefangen, am Drehspieß gebraten und aufgefressen werde […]”. Da ist sogar die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenangriff höher 😉

      Pass in den Karpaten auf wenn du wanderst, am besten wandere nicht allein und hör auf Ratschläge von den Einheimischen, vor allem den Schafhirten. Die sind up to date was Braunbär-Sichtungen betrifft.

    • @Isabel Margarita

      Die Mititei-Gewürzmischung Deiner Oma ist ja echt interessant! Die meisten aufgelisteten Gewürze sind eher kräftige Gewürze bzw. Kräuter… Ja, da würde es mir schon nicht zu lasch sein! Klar bei deftigen Grillgerichten!

      Echt, Bohnenkraut?! Das kenne ich echt nur für grüne Bohnen (also die unreifen Schoten) oder für die weißen Bohnen. Und das kurioserweise auch nur aus Deutschland und Frankreich. Man tut damit aber leicht zuviel des Guten. Es kann sehr kraß schmecken. Kennst Du diese im Tiefen Westen Deutschlands üblichen Sauren Bohen? Also geschnippelte Grüne Bohne, die wie bei Sauerkraut einer Milchsäure-Gärung unterzogen wurden. Üblicherweise mit Kartoffeln und weißen Bohnen und Mettwürstchen zu so einer Art Eintopf verkocht.

      Piment ist hingegen ein sehr subtiles Gewürz, das in Deutschland leider zu wenig verwendet wird. Komischerweise anders als in Skandinavien. Schon Kolumbus soll es angeblich für ein Mischung aus Zimt, Muskat und Nelken gehalten. Daher auch der alte Name „Allgewürz“.

      Koriander. Sind damit Koriander-Körner (mag ich sehr) gemeint oder Koriandergrün (mag ich gar nicht)? Im Nordkaukasus wird viel mit Koriandergrün gekocht. Eine Exfreundin von mir pflegte das Kraut als „Spüli-Kraut“ zu bezeichnen. Im der Türkei verwenden es nur die aus dem Nordkaukasus stammenden Tscherkessen, Istanbuler Köche lehnen es hingegen strikt ab.

      Zimt wird im Nahen Osten oft für Fleischgerichte verwendet, oft zusammen mir süßen Früchten. Das ist köstlich.

      Und die Bären! Ich heiße nun mit bürgerlichem Nachnamen Bähre. Und das Wappen meiner Geburts- und Kindheitsstadt Sulingen ziert die Bärentatze der Grafen von Hoya. Das dürfte aber die karpatischen Bären kaum interessieren – obwohl Osteuropäer ja viel polyglotter sind als Deutsche. Aber ich habe schon den Nordkaukasus überlebt. Und da gibt es nicht nur Bären, sondern auch noch Islamisten, Terroristen, Bürgerkrieg und organisiertes Verbrechen. Dann wird es für die Karpaten hoffentlich noch reichen. 🙂 Die Bemerkung über die Schäfer war aber wirklich hilfreich, danke.

      Heimweh. Eines der sympathischsten traurigen Gefühle. Ein bißchen wie Liebeskummer, wa?

      jan.aus.burgund@gmail.com

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