Babynamen der Woche 44/2018

Heidi * Ella * Bert Ole * Gabriel Leonardo * Alicia Christa * Annays Sabrina * Flora-Emilia * Luisa Rosina * Amaryllis * Iris * Noah Wolfgang * Anja * Lotta Solveig * Florian * Leonard Henri * David Elias * Esteban * Linus Christoph * Eva * Tristan * Valentina Clara Ariana * Helena Anna Aloisia * Adrian Simon Paul * Svea Henrike * Fenia Antonia * Yael Linn * Elian Marius

Zwillinge:

  • Yola Haniya & Ylva Halima
  • Maira Ella & Milane Joyce
  • Louis & Vincent
  • Jannis & Clara
  • Philina & Zoe
  • Kian & Elias

62 Gedanken zu “Babynamen der Woche 44/2018

  1. Luisa Rosina. Luise ist eine echte Rosine, die man sich aus dem Kuchen herauspickt. 😀

    Der Name Rosina ist aber keine Neukonstruktion. So hieß im 19. Jahrhundert eine hinreißend schöne, auf Capri geborene Künstler-Muse: Rosina Ferrara. Mein Lieblingsmaler John Singer Sargent hat sie mehrmals gemalt, unter anderem auf diesem wunderbaren Gemälde von 1878:

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sargent_-_Rosina.jpg

    Da war Rosina 17 Jahre alt.

    Eva. Wenn man sich für Lateinamerika interessiert (was freilich nur wenige tun), ist das irgendwie von der grandiosen Evita Perón besetzt… Und in der polnischen Schreibung Ewa von der fast ebenso grandiosen Sängerin Ewa Demarczyk, der „polnischen Edith Piaf“. Beide sind bis heute in ihren jeweiligen Vaterländern unvergessen.

    Tristan. Kann sich noch jemand an die englische 70er-Jahre-FS-Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ erinnern? Tristan war der schlunzig-charmante Bruder des robusten Tierarztes Siegfried. Beider Vater war begeisterter Wagner-Anhänger gewesen, daher die Namen seiner Söhne. Ich muß bei Tristan zuerst an diese TV-Serie und an Yorkshire denken – und dann erst an Wagner.

    Valentina Clara Ariana * Helena Anna Aloisia. Himmel, Arsch und Zwirn! Noch welche aus diesem Klon! Mittelschicht.

    Adrian Simon Paul. Klar: Paul Simon. Bruder kann dann Valerian Garfunkulus Arthur heißen.

    Heidi. Ihre Welt sind die Berge.

    Bert Ole. Klingt bissi wie Petroleum oder Olivenöl…

    Gabriel Leonardo. Aus dem rosa Winkel.

    Alicia Christa. Mittelschichten-Girlie plus ihr Omma.

  2. Heute nehme ich:

    Florian
    Eva

    Zwei schöne unkomplizierte Namen, die jeder kennt. Die aber auch nicht so übertrieben häufig sind.

    Diese Namen gefallen mir auch noch:
    Helena Anna Aloisia – Aloisia ist fast schon etwas dick aufgetragen, aber es könnte durchaus eine Nachbenennung sein. Rein klanglich finde ich den dritten Namen gar nicht schlecht, weil Anna als Zweitname immer etwas unschön klingt. Aber Anna wird auch immer noch als Heiligenname vergeben und dann spielt das “Klangbild” eine untergeordnete Rolle.

    Alicia Christa – Christa ist bestimmt die Oma

    Valentina Clara (Ariana) – hätte mir als Clara Valentina besser gefallen. Auf den dritten Namen hätte man auch verzichten können.

    Diese Einzelnamen gefallen mir gut:
    Luisa
    Anja
    David
    Christoph
    Simon
    Antonia
    Marius
    ___

    Heidi – erinnert mich immer noch an die Heidi-Figur mit dem Geisen-Peter und dem Alm-Öhi. Heute denkt man wohl eher an Heidi Klum. Mir wäre der Name zu niedlich und zu festgelegt.

    Bert Ole – erinnert mich an Erni und Bert auch der Sesamstraße. Ich hätte auch die Befürchtung, dass ein Berti daraus wird. Die Kurzform Berti mag ich gar nicht. Dann lieber Albert oder Hubert. Ole ist die Ausweichmöglichkeit, falls Bert seinen Namen doch nicht mag.

    Amaryllis – das erinnert mich auch an eine Kinderbuch-Geschichte … an Räuber Hotzenplotz … die Fee Amaryllis. Das wäre nichts für mich.

    Leonard Henri – damit kann man wirklich nichts falsch. Der Junge wird mit dem Namen gut zurecht kommen. Mir hätte Leonhard Henrik besser gefallen.

    Ach ja, die Zwillinge noch:
    Jannis & Clara – die schönste Zwillingskombi heute
    Louis & Vincent – okay, kann man machen

    Yola & Ylva – Das ‘Y’ in unterschiedlicher Aussprache. Man hätte das auch Jola und Ilva schreiben können. Ylva finde ich ganz hübsch. Mit Yola kann ich nichts anfangen.

    • Yola Haniya & Ylva Halima

      Das war mir gar nicht aufgefallen – man überliest die Zwillingsnamen irgendwie so leicht…

      Mit ziemlicher Sicherheit wohl deutsch-muslimische Mischgezüchte… Halima war die Amme des Propheten! Bei aller Schönheit islamischer Namen und bei allem Respekt vor dem Islam halte ich es für eine kluge Entscheidung, die neudeutschen Ikea-Namen an die erste Stelle zu setzen. Jeder Moslem in Deutschland kann ein Lied davon singen, daß islamische Namen hier und heute zu Nachteilen für ihre Träger führen. Woher das kommt und ob man das gut oder schlecht findet, ist eine andere Frage. Es ist eben so.

      Eine Anekdote dazu: Ein sehr lieber Ex-Kollege von mir war Türke alevitischer Konfession. Er trug den türkisch-alevitischen Namen Hüseyin. Nach Hussain ibn Ali, dem Enkel des Propheten, bestattet in Kerbala im heutigen Irak. Wichtigster Held und Imam der Schia, zu der im weiteren Sinne auch die Aleviten gehören. Wörtlich heißt Hussain übrigens „der kleine Hassan“, „Hassanchen“.

      Dieser Kollege nun hatte sich mal per Telefon um einen Job beworben. Er sprach perfekt deutsch.

      Gegen Ende des Gespräches fragt der mögliche Chef: „Welche Nationalität haben Sie denn eigentlich?“
      Hüseyin: „Ich bin Türke…“
      Möglicher Chef: „Hört man aber gar nicht…“
      Hüseyin, aufbrausend: „Ey Aalder, isch schwör Dir: Kann isch auch gerne Kanaksprak sprechen, wenn Du lieber hörst!“

      Er hat den Job nicht bekommen, ein persönliches Gespräch kam nicht zustande. 😀

    • “Mischgezüchte” ist kein Wort zur Beschreibung von Menschen.

      Ich würde eher sagen, daß Marthe oder Barbara keine Bezeichnungen für Menschen sind… So kann man heute vielleicht noch einen Papageien oder ein Meerschweinchen nennen.

      Im Ernst: Das war nun wirklich dümmlichstes, politisch korrektes, stets auf der Lauer liegendes, argwöhnisches und übelwollendes Alte-Jungfern-Gequatsche. Die Sprachpolizei der Gutmenschen versucht, ihr lange schon kaputtes Blaulicht anzuschalten. Dieses Menschen-Respekt-Weltoffenheits-Gelaber, es verfängt einfach nicht mehr.

      Ich bin selbst ein Mischgezücht: gut drei Viertel niedersächsischer Deutscher, ein knappes Viertel Zigeuner. Wenn alles so klappt, wie ich mir das im Moment vorstelle, werden meine eigenen Kinder deutsch-arabische Mischgezüchte sein. Alle Deutschen östlich der Elbe sind deutsch-slawische Mischzuchten.

      Kennt jemand noch den grandiosen Film „Waterloo“ von 1970 (Regie Sergej Bondartschuk)? Oberstleutnant Gordon läßt vor der Schlacht seine tapferen schottischen Highlander vor Wellington paradieren. Wellington zeigt sich beindruckt.

      Gordon, stolz: „Tja, alle selbstgezüchtet!“
      Wellington dann später in der Schlacht: „Gordon, lassen Sie Ihre Bastarde vorrücken!“ 😀

    • Schau, schau, Marthe, jetzt sind wir schon keine Menschen mehr…
      Ob wir demnächst einen hellbraunen (oder welche Farbe haben die kleinen Nager?) Stern mit “M” für Meerschweinchen tragen müssen?

    • Nee, keinen Stern, sondern ein großes lila V – für „der letzte Versuch“.

      Das mit dem Davidstern ist übrigens etwas komplizierter. Im Judentum hat er sich erst im europäischen Spätmittelalter als Symbol durchgesetzt, ist also relativ neu. Auf hebräisch heißt er „Magen David“ („Schild Davids“) und eben nicht „Kochav David“ („Stern Davids“). Auf arabisch hingegen ist Stern „Kaukab“ – danach heißt noch heute der Stern Beta Uris maioris „Kochab“, also „*der* Stern“. Er war in klassischer Zeit näher am Himmelsnordpol als heute der Polarstern und daher für die Seeleute besonders wichtig. Wegen der Präzession, also des Trudelns der Erdachse im 25.000-Jahre-Rhythmus, hat sich das seitdem etwas verschoben. Aber wie so viele Sterne hat der Kochab auch im Abendland seinen arabischen Namen behalten.

      Es waren ja die Araber, die uns die Astronomie und so vieles andere noch gebracht haben. Bei näherem Interesse empfehle ich das Buch „Allahs Sonne über dem Abendland“ von Sigrid Hunke (zuerst 1960). Unter gebildeten Arabern ist es bis heute allgemein bekannt und geachtet.

      Für Meerschweinchen hingegen gibt es keine Sterne.

    • Wie üblich geht der schwafelige Kommentar wieder völlig am Thema vorbei.
      Und das alles nur, um mal wieder zu zeigen, was man angeblich alles weiss und um dafür bewundert zu werden.
      Weil man ja “was auf dem Kasten hat…” Dreimal kurz gelacht.
      “Weil man so gut zuhören kann…”
      Nochmal gelacht.

      Und wenn andere vom angeblichen Wissen angesichts der vielen Halbwahrheiten und Fehler so gar nicht beeindruckt sind, dann holt man die Keule raus und wird zum Troll, gell?

    • Ja, wo sind denn da nun die „Halbwahrheiten und Fehler“? Kann durchaus sein, daß welche drin sind – das würde ich als alter Popperianer nie ausschließen. Aber namhaft machen, vorzugsweise mit Begründung, müßtest Du sie dann auch schon mal.

      Ich sagte es ja schon: Das Drücken auf die Empörungstaste, es funktioniert nicht mehr. Schau die die Wahlergebnisse an. Es haben einfach alle die Schnauze voll von der „Generation der Blaustrümpfe“, also der Tanten ohne Kinder zwischen 50 und 70. Und von den reichen Rentnern erst recht.

    • Am besten gefallen mir heute:

      David Elias
      Adrian Simon (Paul) – auf den Paul kann ich verzichten, gefällt mir auch nicht besonders

      Einzelnamen:

      Alicia
      Emilia
      Luisa
      Iris – endlich wieder da als eigenständiger Name, hatte 2 in meiner Klasse, wohlgemerkt 60er Jahre 🙂
      Ariana
      Antonia

      Jannis & Clara – auch ich finde, das ist die gelungenste Kombi heute

      Nicht so schön find ich heute:

      Bert Ole – na ja, ich mag die meisten nordischen Namen einfach nicht, die hören sich in meinen Ohren immer etwas doof an, besonders Ole

      Amaryllis – kenn ich nur als Pflanze, und die gefällt mir sogar; aber als Name hab ich es noch nie gehört

      Lotta – siehe Ole

      Esteban – Stefan auf lateinamerikanisch, gefällt mir nicht

      Linus – dabei denk ich immer an Linus mit dem Schmusetuch
      von den Peanuts, das ewige Baby

      Tristan – wie der Name schon sagt, ziemlich trist, nicht meins

      Yael Linn – der hebräische Name Yael klingt zwar schön, hat leider eine nicht so schöne Bedeutung, nämlich “Steinbock o. Ziege” und der Zweitname Linn passt nun mal überhaupt nicht , außerdem ist das für mich kein vollständiger Name

    • Ich feiere Sie und Ihr Wissen, Jan Wilhelms, selten so treffende Kommentare gelesen, wie Ihre. Perfekt! Vielen Dank! Sie sind hier einer der wenigen mit Hirn und A…. in der Hose. Bitte weiter so. Es ist mir jedes Mal aufs neue eine Freude Ihre Kommentare zu lesen

    • Valentina Sophie,

      sehr herzlichen Dank für die netten Worte!

      Ein Hirn in der Birne und ein Arsch in der Hose – ein größeres Kompliment kann man einem Herren kaum machen! 🙂 🙂

      Das „Bürgerlied“ der deutschen Revolutionäre von 1848 formuliert es etwas biedermeierlicher, braver und weniger aristokratisch:

      „Ob im Kopfe etwas Grütze
      Und im Herzen Licht und Hitze –
      Das, ja das, tut was dazu!“

  3. Ich nehme diese Woche Florian und … Svea Henrike? Gefällt mir jedenfalls besser als Svearike letzte Woche.

    Auch viele andere Namen sind schön, Eva, Alicia Christa, und warum nicht mal wieder Anja?! An Elias/Elian habe ich mich leider etwas “sattgehört”. Rosina mag ich, hätte ich mich aber wohl nicht getraut – verschrumpelte Weintraube.

    Yola Haniya & Ylva Halima: Ich finde beide Erstnamen schön, aber die unterschiedliche Aussprache des Y … hm. Irgendwie passt das ja auch gerade zu Zwillingen => sehen vielleicht gleich aus, sind es aber nicht 🙂 Die Zweitnamen verweisen sicherlich auf arabische Wurzeln.

  4. Ella: Hört man zurzeit oft. Mir erschließt sich nicht der Reiz abgekürzter Namen.

    Bert Ole: erinnert mich an das Olivenöl von Bertolli

    Gabriel Leonardo: Gabriel war wie die anderen -el-Namen noch nie mein Fall. Leonardo gefällt mir als Zweitname bei italienischem Hintergrund.

    Annays Sabrina: Anays ist vermutlich eine Variante von Anaïs, was in Frankreich verbreitet ist. Ungünstig, dass der Zweitname mit S beginnt. Dieser könnte der Name der Mutter sein.

    Flora-Emilia: Den Bindestrich finde ich nicht so passend, aber hinsichtlich Silbenzahl und Betonungsmuster noch machbar. Flora ist ein hübscher Einzelname. Als Zweitnamen hätte ich vielleicht etwas Kräftigeres, weniger Blumiges vorgezogen.

    Luisa Rosina: schöne Einzelnamen. Ich bin unschlüssig, was die Kombination angeht. Die Namen sind mir etwas zu ähnlich mit den jeweils drei Silben und dem i in der mittleren Silbe. Aber ich finde es nicht schlecht, dass das s aus Luisa von Rosina wieder aufgegriffen wird. Rosina ist mir oft in der Kombination Anna Rosina begegnet, was runder klingt. Früher war Rosina ein normaler Name, heute erinnert er stark an Rosinen.

    Iris: griechische Göttin, Bezeichnung für einen Teil des Auges und eine Schwertlilie

    Noah Wolfgang: Zwei gegensätzlichere Namen hätte man wohl kaum auswählen können. Wolfgang wird eine Nachbenennung sein, aber ich hätte mir dazu einen anderen Erstnamen gewünscht.

    Lotta Solveig: Die Eltern reisen wahrscheinlich gerne nach Skandinavien. Bei Lotta denke ich immer an die Figur von Astrid Lindgren, bei Solveig an Peer Gynt.

    Florian: einer der schönsten Jungennamen in dieser Auswahl

    Valentina Clara Ariana: Die ersten beiden Namen gehören zu meinen Lieblingsnamen. Valentina hat eine schöne Bedeutung und ist klangvoll, aber nicht zu weich. Clara ist zwar etwas kurz, aber ein schönes lateinisches Wort und erinnert mich an Clara Schumann. Ariana finde ich als Einzelnamen nicht schlecht, wenn auch etwas a-lastig und zu Clara zu wiederholend.

    Helena Anna Aloisia: schöne Einzelnamen, insbesondere Aloisia, was wie auch Anna eine Nachbenennung sein könnte

    Svea Henrike: erinnert mich an die Svearike von letzter Woche und klingt für mich daher immer noch nach Schwedenreich

    Yael Linn: Yael wäre mir zu biblisch. Linn finde ich mit dem L im Anlaut zu Yael ungünstig. Überhaupt sind mir einsilbige Namen v.a. für Mädchen zu kurz.

    Elian Marius: Elian klingt mir zu niedlich. Marius ist mein Favorit bei den Jungennamen. Ein römischer Gentilname mit verschiedenen Theorien zur etymologischen Herkunft.

    Bei den Zwillingen gefällt mir die Kombination Jannis & Clara am ehesten, wobei mir Jannis zu kalt klingt. Anstelle von Philina fände ich Philine viel schöner. Aus Louis & Vincent mache ich Ludwig & Vinzenz.

    • Ach ja, Bertolli! Daran hatte ich gar nicht gedacht (kaufe halt keine Markenprodukte), hatte es aber vielleicht im Unterbewußtsein, als ich zu Bert Ole „Olivenöl“ assoziiert hatte… Na, Bert und Ole klingen einzeln schon beknackt genug. Aber zusammen?! Uah! Gerade im hannöverschen Prollo-Dialekt/Soziolekt klingt Bert lächerlich, weil es da als „Bercht“ ausgesprochen wird. Und auch als Linker mag ich Bert Brecht nicht. Und Ole klingt halt fast wie „meine Olle“.

      Iris. Die Iris ist meiner beiden Lieblingsblume! Noch vor den roten Nelken, weit vor Rosen und weißen Lilien. Die Konkurrentin der aristokratischen Iris ist für mich nur noch die ländliche Kornblume.* Im Berggarten in Hannover haben sie eine ganze Reihe schöner Iris-Züchtungen. Man könnte auch an die Schauspielerin Iris Berben denken – noch im Alter eine wunderschöne Frau! Aber als Babyname? Klingt schon eher nach „50+“…

      *) Die Kornblume war übrigens auch die Lieblingsblume Kaiser Wilhelms II. Sein Leibgericht war die Kartoffelsuppe – meines auch. :o) Wilhelm war politisch eine Katastrophe, aber ein Genie, was „Öffentlichkeitsarbeit“ angeht. Ein Charismatiker, wie er im Buche steht.

  5. Wahlpflicht
    Leonard Henri * ist ok. Mir fehlt an Leonard das gewisse Etwas, Bedeutung, (für mich relevant) Historisches oä.
    Flora-Emilia * ohne(!) Bindestrich, wie immer! Flora gefällt mir sehr, Emilia ist schon sehr häufig. Mein Vorschlag: Flora Emilie

    An Einzelnamen gefallen mir
    Flora Anna Ylva Ella Luisa – heute leider wenig mit wow-Effekt

    Bert Ole * lieber Robert Ole. Oder Robert Ove
    Gabriel Leonardo * ich verschenke ein o
    Amaryllis * es gibt aus meiner Sicht hübschere Blumen, aber sie steht wohl für weibliche Schönheit, Anmut und Stolz. Und es passt ganz knapp schon zur Jahreszeit. Ok.
    Helena Anna Aloisia * ich glaube, Anna und Aloisia sind Nachbenennung, und die sind für mich fast immer machbar. Adolfine, Walburga oder Kevin wären eigentlich immer ein No-go für mich. Durch die Nachbenennung stört mich das Wiederholte HeleNA ANna nicht
    Louis & Vincent * passt zusammen, hat aber augenscheinlich keine weiteren Gemeinsamkeiten. Schade.

  6. * Heidi: Gefällt mir vom Klang her nicht und hat für mich keine positiven Assoziationen (Heidi Klum und Heidi von der Alm … – habe früher miterlebt, wie eine Heidi ständig mit diesem Lied aufgezogen wurde: “Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge …” umgewandelt in “… deine Welt ist das Abflussrohr” usw.) Von daher: Würde ich nicht vergeben!

    * Ella: Ist wohl sehr im Kommen, finde ich okay, nur eine Spur langweilig.

    * Bert Ole: Beides gar nichts meins und passt nicht zusammen, finde ich. Bert ist zu altmodisch, Ole ja nordisch – ich weiß nicht, ob der Name für mich zeitlos wäre, aber ist nicht meins von Klang und Länge.

    * Gabriel Leonardo: Finde ich hübsch, als Zweitname mag ich auch Leonardo in der Kombi, als Erstnamen würde ich Leonard immer besser finden hierzulande.

    * Alicia Christa: Alicia finde ich hübsch, Christa – zu altmodisch und mir viel zu hart, muss nicht wiederkommen …

    * Annays Sabrina: Soll Annays eine Annaïs sein? Da würde ich dann die richtige Schreibweise bevorzugen … Sabrina fand ich immer schon irgendwie farblos.

    * Flora-Emilia: Finde ich hübsch, auch wenn der Bindestrich nicht sein müsste. Gedanke gerade dazu: Ob wohl viele Eltern wegen des neuen Gesetzes jetzt zum Bindestrich greifen, damit die Vornamenreihenfolge NICHT umgeändert werden kann?

    * Luisa Rosina: Luisa ist klassisch hübsch, Rosina zu nah an Rosinen.

    * Amaryllis: Sehr blumig (insgesamt heute: Flora, Rosina (Rose), Amaryllis, Iris, Florian), ist ein besonderer Name, der auffällt, ich bin noch unsicher, wie ich ihn als Erstnamen bzw. als einzigen Namen finde. Zu viel, eine Spur zu wenig namig? Oder Gewöhnungssache? Als Zweitname würde er mir jedenfalls sehr gut gefallen!

    * Iris: Hübsch, recht selten, empfinde ich als zeitlos.

    * Noah Wolfgang: Wolfgang passt für mich auch nicht in diese Zeit, Noah natürlich sehr, daher wirkt die Kombination merkwürdig auf mich.

    * Anja: Häufiger Name in meiner Generation und der davor, empfand ich immer als völlig in Ordnung, aber auch recht langweilig.

    * Lotta Solveig: Hmmm … Lotta finde ich zwar besser als Lotte, aber es ist mir einfach mit dem Doppel-t zu hart. Und häufig heute. Solveig macht den Namen etwas interessanter – ist halt nur ein Name, der jedesmal buchstabiert werden muss.

    * Florian: Siehe Anja.

    * Leonard Henri: Leonard mag ich, Henri ist ok, Kombination auch.

    * David Elias: Vom Klang her hübsch, mir in Kombi aber zu biblisch.

    * Esteban: Mit speziellem Hintergrund … Der Klang ist nicht meins.

    * Linus Christoph: Bei Linus stört mich die Bedeutung. Christoph siehe Anja.

    * Eva: Gefällt mir weder von Klang, Länge noch vom biblischen Bezug. Ist für mich ein Name, der mir persönlich gar nichts sagt, empfinde ich als sehr langweilig.

    * Tristan: Die Bedeutung verhindert, dass ich den Namen vergeben würde.

    * Valentina Clara Ariana: Ich mag alle Namen, aber drei Namen mit a-Endung finde ich zu viel. Valerie, Valeria oder Valea fände ich ansonsten hübscher als Valentina.

    * Helena Anna Aloisia: Auch hier 3x a-Endung. Helena mag ich, Anna ist klassisch, aber auch eine Spur langweilig, Aloisa – da gefiele mir Louisa besser.

    * Adrian Simon Paul: Davon mag ich nur Adrian.

    * Svea Henrike: Vom Klang her beides nicht meins, Svea lässt mich immer an “schwer” denken.

    * Fenia Antonia: Mag ich, würde aber Fenja schreiben!

    * Yael Linn: Unglücklich, dass die beiden L aufeinandertreffen. Yael klingt für mich maskulin.

    * Elian Marius: Klingt, als ob es eine Eliane Maria werden sollte (was ich echt schön gefunden hätte!) Für einen Jungen ist mir Elian zu flauschig.

    Zwillinge:

    * Yola Haniya & Ylva Halima: Yola und Ylva mag ich beide und finde es hier schön, dass zwar beides mit Y anfängt, man es aber verschieden ausspricht! So wirken die Namen etwas eigenständiger, auch wenn es mit je 4 Buchstaben doch sehr ähnlich ist. Die Zweitnamen hätten wirklich dazu dann unterschiedlich werden dürfen … Sind mir beide zu fremd.

    * Maira Ella & Milane Joyce: Maira mag ich sehr gern, Milane wirkt, als ob es ein Milan werden sollte. Joyce ist mir zu englisch und wirkt in der Kombination wie gewollt und nicht gekonnt.

    * Louis & Vincent: In Ordnung, mag ich beides.

    * Jannis & Clara: Auch eine schöne Kombi.

    * Philina & Zoe: Geht auch.

    * Kian & Elias: Hier stört mich das gleiche “ia” im Namen. Wenn Namen so große Ähnlichkeit haben, höre ich immer wieder, wie Leute damit durcheinanderkommen und etwa Kias und Elian sagen … Ansonsten … Okay …

  7. Wie üblich (leider) hier: gute, lesenswerte Kommentare aber EINER der unerträglich auftritt, permanent andere verhöhnt und beleidigt UND rassistische und menschenverachtende Äußerungen in Serie produziert. Kritik daran brüllt er weg. Ich möchte Herrn Bielefeld höflichst bitten, hier endlich eine (hoffentlich) sinnvolle Denkpause zu verordnen. Danke.

    • Spatzel, von Dir habe ich hier noch nie was anderes gelesen als Disse gegen mich… Aber Du kannst doch eigentlich gar nicht jede Woche Deine Tage haben, oder?

      Ich möchte Deinen Herrn Vater, so er denn noch lebt, was Gott walten möge, höflichst bitten, sich mal Gedanken zu machen, ob er seine Tochter nicht grundfalsch erzogen hat.

      Es ist gerade diese Mischung aus Denunziantentum und schmuddeliger Heranschmeißerei („gute, lesenswerte Kommentare“) an die vermutete Mehrheitsmeinung, die den Mittelstand so unerträglich macht. Daher übrigens wird die Unterschicht immer auf der Seite des Adels sein, im dem ein solches Kriecherinnen-Verhalten undenkbar ist.

    • Ich möchte Herrn Bielefeld höflichst bitten, hier endlich eine (hoffentlich) sinnvolle Denkpause zu verordnen.

      Wie soll ich das machen?

    • @Knud

      Mit Entschlossenheit.

      Als Inhaber dieses Blogs hast Du hier das Hausrecht, und wenn sich Gäste nicht benehmen können, kannst Du Sie aussperren. Im konkreten Fall am besten ganz, eine Einzelbewertung jedes einzelnen Posts ist zu viel verlangt und der konkrete Fall wird immer wieder Deine Grenzen austesten.

      Das ist übrigens keine Zensur, Bähre kann seine Thesen unzensiert auf seinem eigenen Blog verbreiten. Du verbietetest ihm nur, Deine Reputation und Deine Reichweite auszubeuten für seine widerliche Propaganda.

      Achja, es werden dann wohl Freunde von ihm (echte oder einfach andere Pseudonyme des unterbeschäftigten Mannes) auftauchen. Das Hausverbot gilt am besten auch für die.

    • Hausrecht und Entschlossenheit reichen nicht, um in diesem mit WordPress betriebenen Blog jemanden auszusperren. Ich benötige einen konkreten Rat, wie ich ein Hausverbot umsetzen kann – unter Beachtung der kürzlich verschärften Datenschutzbestimmungen.

    • Ich würde bei einem Blog oder etwa einer Zeitungswebsite niemals von Zensur sprechen. Ein Blogger muß selbst wissen, was er in seinem Blog dulden will. Der Begriff „Zensur“ wird völlig zerdehnt, wenn er sich gegen nicht-staatliche Stellen richtet. Er wird zu einem Klageruf von postmodernen Weichlingen. Wenn ich früher einen Leserbrief an die FAZ, den Figaro oder den Boston Globe geschrieben habe, mußte ich auch damit rechnen, daß er mit ziemlicher Sicherheit nicht veröffentlicht wird. (Habe in 18 Jahren fast täglicher FAZ-Lektüre insgesamt fünf Leserbriefe an die FAZ geschrieben – und war sehr stolz darauf, daß zwei davon gedruckt wurden.)

      Und wie prächtig linksliberal: Immer hübsch an die unterstellte Mehrheitsmeinung, an den Blogger, überhaupt an jede Art von Obrigkeit heranschmeißen. Das ist der Hauptgrund, weshalb ich nie zu einem richtigen Linken geworden bin: das blockwarthafte Denunziantentum, die Humor-und Ironielosigkeit, das Spießertum (im nicht-Asfa-Wossenschen Sinne), das Nachtreten, die Feigheit, das Unverständnis für das „nicht eigentliche“ Sprechen und den Grobianismus – und vor allem die schmuddelige Präsentation der eigenen moralischen Vortrefflichkeit. Möchte lieber dreiundzwanzigmal als Nazi beschimpft als einmal für einen Bien-pensant gehalten werden. In den 30ern hätten die heutigen Linksliberalen alle begeistert Heil geschrien.

      Gottfried Benn hat den Dienst in der Wehrmacht als die „aristokratische Form der Emigration“ bezeichnet. Und es waren aristokratische, hochkonservative Soldaten, die dann 1944 – allerdings viel zu spät und auch aus Eigeninteresse – den Coup d’état gegen Hitler gewagt haben. Und noch Willy Brandt macht sich in seinen „Erinnerungen“ über seine „linksliberalen Nahesteher“ lustig.

      Schiller dichtet im Wallenstein:

      „Wohlauf Kameraden auf’s Pferd, auf’s Pferd, ins Feld, in die Freiheit gezogen […]

      Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist,
      Man sieht nur Herren und Knechte,
      Die Falschheit herrschet, die Hinterlist,
      Bei dem feigen Menschengeschlechte,
      Wer dem Tod ins Angesicht schauen kann,
      Der Soldat allein ist der freie Mann.“

      War nie Soldat, bin aber lieber ein Herr als ein Knecht.

      Und wenn man als Erwachsener noch Tolkien liest, sollte man sich mal fragen, ob mit dem eigenen Bildungshintergrund etwas nicht stimmt. (Übrigens ist Tolkien ein kernrechter Jugendbuch-Autor.)

      Ich habe hier nie unter einem anderen Nick als Jan Wilhelms oder Jan geschrieben. (Zugegeben: einmal im Suff und in Wut als Harki – das war aber erstens klar rekonstruierbar und wurde zweitens von Knud gelöscht. 😀 )

    • Knud,

      aber Du hast doch dieses WordPress-Stopwort-Listen-Plugin (ich kenne es nicht näher), durch das Beiträge mit bestimmten Wörtern oder bestimmte User-Namen automatisch in die Moderationsschleife gestellt werden…

      Ich will darüber auch nicht mosern – hab hier wirklich oft zu dolle auf den Pudding gehauen und viel zuviel geschrieben. Auch zuviel über meine liebe Heimatstadt. Daß hier mal „Hannover“ auf der Stopwort-Liste gestanden hat, werde ich vielleicht, Inscha Allah, noch meinen Kindern mit Stolz erzählen. 😀 )

      (Nur daß es nun gerade auch die kluge Maria Th. aus M getroffen hat, das hat mich wirklich geärgert.)

      Ein Blogger kann sich halt aussuchen, ob er viele Kommentare haben will oder kluge. Beides gleichzeitig geht nicht.

    • Das hier

      (Übrigens ist Tolkien ein kernrechter Jugendbuch-Autor.)

      kann so nicht stehen bleiben. An Tolkien ist nichts, aber auch gar nicht “kernrechts”. Als Rütten und Loening 1938 den kleinen Hobbit auf Deutsch herausbringen wollten, wurde Tolkien nach einem Ariernachweis gefragt. Er hat daraufhin seinem englischen Verlag geschrieben, auf die deutsche Ausgabe zu verzichten.

      Auch inhaltlich ist Tolkien nicht “kernrechts”. Der rechte Kern verherrlicht gerne den Krieg und das Kriegerische an sich. Tolkiens Utopie ist eindeutig das friedliche Auenland und die Kriege sind notwendiges Übel im Kampf des Guten gegen das Böse. Tolkien hat aus seinen Schützengrabenerfahrungen andere Schlüsse als ein kernrechter Autor wie etwa Jünger gezogen.

    • Gut, elbowin, vielleicht finden wir einen Konsens. Ich will es mal versuchen.

      Das friedliche Auenland (also eine Analogie zum „Merry Old England“, im englischen Original heißt es ja auch „Shire“) spielt eigentlich nur im „Hobbit“ eine Rolle.

      Im HdR hingegen geht es um „rechte“ Tugenden: Tapferkeit, Ehre, Mut, Widerstand gegen das Böse, Männlichkeit, Königstreue. Die Verehrung schöner Frauen (z.B. Arwen).

      Meine Güte, „Die Rückkehr des Königs“! Welche rechtere Forderung könnte es geben?

      Als Rechte waren wir uns jedenfalls immer einig, Tolkien für „einen von uns” zu halten und die Lektüre seiner Werke als gut und lehrreich für die Jugend zu empfinden. Tolkien ist übrigens heute auch in Rußland sehr populär.

      Mein Stigma „Jugendbuchautor“ für Tolkien war blöd, das hatte ich ja schon zugegeben. Jeder wirklich große Jugendautor kann in jeder Alterskohorte gelesen werden.

      Ernst Jünger ist etwas anderes, schon, weil junge Leute mit ihm in der Regel wenig anfangen können. Und weil sein Werk dafür auch zu autobiographisch ist. Es sind ja fast nur Tagebücher. Leider fast vergessen ist mein heutiger Lieblings-Schriftsteller Werner Bergengruen.

    • Dem kann man nur beipflichten.

      Wäre auch schön, wenn man wieder zum Thema Vornamen zurückfände.
      Mein Favorit diese Woche ist Aloisia – als Aloysia gefiele es mir noch besser, vielleicht weil ich Aloys gewöhnt bin – und mit Helene kombiniert hätte es mir noch besser gefallen, die häufige Anna hätte ich mir gespart. Aber vielleicht war die auch eine Nachbenennung.
      Bei Adrian Simon Paul musste ich sofort an “Bridge over troubled water” denken. Arthur statt Adrian hätte es perfekt gemacht!
      Ansonsten wirklich sehr viel Blumiges, und bei Rosina pendle ich leider zwischen Rosinen (die ich nicht ausstehen kann) und Rosinante hin und her. Auch nicht schön.

    • Gar nicht ist noch besser als selten. Obwohl, ab und zu ist es ganz amüsant, was er schreibt. Manchmal gerät es halt oft unter die Gürtellinie, finde ich, z.B.
      heute “Mischgezüchte”, gehört für mich ins Tier- o. Pflanzenreich und nicht hierher

    • Was dieses Wort Gezücht angeht, es ist durch und durch negativ und von Hass getränkt. Eine einschlägige Bibelstelle ist

      Ihr Otterngezücht, wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

      Empfindsame Menschen verstehen das, das rechte Pack versteht das, nur J.K.W. Bähre erklärt mit unschuldigem Augenaufschlag, er habe es wirklich nicht so gemeint.

    • Schnuffi, ich übe in der Tat nach Kräften vorm Spiegel den „unschuldigen Augenaufschlag“. Der ist nämlich gar nicht so einfach. 🙂

      Zum Charisma einer Frau, aber eben auch zu dem Charisma eines Mannes, gehört in der Tat der Augenaufschlag. Er gehört zu Evita Perón ebenso wie zu einer schönen Supermarkt-Kassiererin heute.

  8. Kian würde ich keinesfalls vergeben, habe auf die Funktion „nachschlagen“gedrückt und was kam als erstes, ein berühmter Besamungsbulle. Als zweites ein Musiker…. aber das reißt es nicht raus.
    Heidi und Rosina gab es in meiner Klasse seinerzeit und drumherum. Da würde ich Adelheid nehmen, Heidi kann man immer noch sagen, Rosina wurde Rosi genannt.
    Esteban der spanische Stefan, finde ich hübsch.
    Amaryllis ist mir zu niedlich für das ganze Leben,
    Annays, da wäre mir die französische Schreibweise lieber.
    Linn finde ich nichtssagend, wärend mir Yael gut gefällt, da hätte ich was Klassisches dazugekommen.
    Svea und Solveig gefallen mir, im Norden besonders schön.
    Bert Ole, persönlich habe ich ein Problem mit den Bert -Namen, mit Bert besonders und Ole ist die Kurzform von Otto, da gefällt mit Otto besser, Ole kann man immer noch sagen.

  9. Heidi – deine Welt sind die Berge…abgesehen davon ist es mir zu sehr Spitzname und zu wenig Name.

    Ella – kurz, peppig. Kann man machen

    Bert Ole – ALbert, ADALbert, NORbert,GISELbert, BertHOLD – Was BERT? Wirkt auf mich unvollständig und Ole lässt mich immer an das spanische „Olé“

    Gabriel Leonardo – ein Erzengel mit geistigem Schichtvermerk

    Alicia Christa – verwirklichter Schwedentraum kombiniert mit der Oma. Nein, danke! Klingt auf Grund der Beiden kurzen Namen wie ein Auffahrunfall.

    Annays Sabrina – Wieso nicht ganz bodenständig Anna, in Sabrina manifestiert sich doch auch die Liebe zum gewöhnlich-abgenutzten. Ist das eine Sonderform von Anais, ein Name den ich ziemlich unschön finde.

    Flora-Emilia – Flora und Fauna, mir will einfach nicht in den Kopf, was Menschen an Flora so schön finden, dass sie ihr Kind damit strafen wollen. Ausdruckslos, unpassend als Name und dann noch Emilia, diese Modeerscheinung. Griff ins Klo pur.

    Luisa Rosina – Luisa ist ja ganz nett, aber Rosina, klingt weil zu sehr nach Nahrungsmittel. Luisa Rosalie hätte ich besser gefunden, klanglich wie auch namenstechnisch.

    Amaryllis – ist für mich eine Pflanze, nur eine Pflanze. Das arme (Blumen-)Kind.

    Iris – die Regenbogenhaut des Auges und alternativ auch eine Schwertlilie. Ja, ich weiß ist schon lange als Name gebräuchlich, aber trotzdem nicht mein Fall. Zu kurz, zu blass, zu wenig vom Guten.

    Noah Wolfgang – der ultimative Weichteilname gepaart mit dem Opa. Der arme Opa…

    Anja – auch so ein Name dessen Zeit nie wirklich existiert hat.

    Lotta Solveig – klingt für mich stark nach „Lotta soll weg“. Ich kann mit dieser Abkürzung Lotta sowieso nichts anfangen. Wirkt auf mich irgendwie amputiert und der vordere Teil irrt jetzt irgendwo blutverschmiert umher.

    Florian – es gibt sie also noch, die Eltern, die sich an diesem Namen noch nicht sattgesehen – gehört, – vergeben haben. Eigentlich ein schöner Name, aber durch die inflationäre Vergabe der letzten Jahrzehnte ziemlich ramponiert.

    Leonard Henri – Jan Wilhelms würde jetzt wohl sagen: Klarer Fall von verstecktem Kevinismus. LeonHard Heinrich gefiele mir wesentlich besser.

    David Elias – David ist nichts schönes, nichts hässliches, einfach nichts besonderes, aber vollkommen ok. Elias hingegen lässt das letzte Glänzen des Namens David ermatten.

    Valentina Clara Ariana – vor allem die ersten Beiden sind äußerst schöne Namen, die ich sehr mag. Ariana muss ich nicht haben, da wäre mir Ariane lieber. Kombiniert wirkt es ziemlich nach zu viel des Guten.

    Eva – ist mir als einzelner Name zu kurz, zu nichtssagend, aber defintiv ein Name mit dem man nichts falsch machen kann.

    Tristan – wirkt durch Wagners „Tristan und Isolde“ ziemlich hochtrabend.

    Helena Anna Aloisia – Helena ist ein wunderschöner Name, Anna ebenso. Kombiniert wirkt es wie der Wunsch der Eltern mit Oma und Uroma verstrickt.

    Svea Henrike – wieso nicht gleich die Urform Svearike. Auf jeden Fall klingt Svea für mich zu sehr nach Ländername.

    Fenia Antonia – abgesehen davon, dass Fenia ausdruckslos ist, beißen sich die Endungen. Ist Fenia eine umoperierte Fenja? Antonia wäre der weitaus schönere Erstname gewesen.

    Yael Linn – erinnert mich an die Musikerin Yael Naim, die vor ca. 10 Jahren ein One-Hit-Wonder war und die Schauspielertocher Linn Ullmann. Passt für mich irgendwie nicht zusammen.

    Elian Marius –Elian – ein Weichteilexemplar der ersten Stufe – alternativ: Alien Marius – zwei absolut verzichtbare Namen.

    Zwillinge:
    Yola Haniya & Ylva Halima – klingt nach transkulureller Völkervereinigung. Ob so ein Mix wirklich sein muss? Yola klingt mir zu sehr nach der Gendervariante des Spruches „YOLO“

    Maira Ella & Milane Joyce – Maira klingt nach legastenischer Maria und Milane ist für mich eine Gattung von Greifvögeln. Ella ist ok und Joyce zu englisch.

    Louis & Vincent – auch so ein Fall von verstecktem Kevinismus. Ludwig & Vinzenz fände ich um Welten schöner.

    Jannis & Clara – Jannis ist auch so ein seltener Importname bei dem ich nicht weiß ob ich ihn grässlich oder scheußlich finden soll. Clara ist hingegen ein schöner Name, den ich sehr mag. Passt irgendwie nicht zusammen.

    Philina & Zoe – fürs Schriftbild wären Philine und Zoe besser gewesen, aber dieses Namen finde ich sowieso zu unterschiedlich fremdsprachig, als dass sie zu Zwillingsmädchen passen würden. Am ehesten gingen Philine und Zoé.

    Kian & Elias – Kian – klingt nach der männlichen Gendervariante der Automarke Kia und Elias ist der Bruder von Noah & Elian.

    • Zustimmung wiederum zu fast allen Deinen Urteilen. Vielleicht manchmal ein bißchen garstig formuliert, aber das macht sie ja gerade lesenswert. 🙂 Man darf alles sein, nur nicht pingelig oder langweilig. Herrschaften unter sich finden dann schon irgendwann und irgendwie einen ruhigeren Elitenkonsens, wa?

      „Versteckte Kevinismen“ sind sehr oft ein verkniffener Versuch, offenen Kevinismen auszuweichen, also Versuche der Bionade-Bourgeoise, sich unbedingt von den „Assis“ absetzen zu wollen. Und dann wird es leider meist ungeschickt. Leonard Henri ist in der Tat so ein Beispiel. Wie soll man übrigens einen Henri aussprechen: englisch, französisch oder deutsch? Die Schreibweise ist jedenfalls französisch. Ich vermag das kaum anders auszusprechen als /onRI/. Und Leonard ohne h ist eben englisch. Da ist mir das schnodderig-unterschichtige Charlie für ein Mädchen (BdW 43/2018) entschieden lieber.

      Den Begriff „versteckte Kevinismen“ habe ich übrigens vom großen deutschen Sprachlehrer Wolf Schneider adaptiert: Der spricht bei Wendungen wie „in 2018“, „etwas realisieren“ (für „etwas verstehen“), „Netzwerk“, „Sinn machen“, „etwas erinnern“ etc. von „verstecken Anglizismen“. Er hält sie für schlimmer als offen erkennbare Anglizismen. Aber was rede ich? Wir leben in einem Land, in dem es die Vorsitzende der ollen SPD schafft, in jedem Satz mindestens zwei Grammatikfehler unterzubringen.

      Katholiken! Gibt es Aloisia bei Euch wirklich oder ist das eine Neuzüchtung?

      YOLO mußte ich gerade googeln, ich kannte es nicht. Was ich aber wirklich aus verschiedensten persönlichen, beruflichen und alltäglichen Situationen kenne, sind die Spannungsfelder des Multikulti-Zusammenlebens, gerade des Zusammenlebens mit Leuten aus der islamischen Welt. Yola Haniya & Ylva Halima klingen daher in meinen Ohren irgendwie rührend – abgesehen davon, daß ich die „deutschen“ Bestandteile, also Yola und Ylva, scheußlich finde.

      Herzlich

      Wanja

    • An versteckten Anglizismen fällt mir noch „nicht wirklich” ein. Eine Aloisia habe ich im Stammbaum. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geboren und war katholisch.

    • An versteckten Anglizismen fällt mir noch „nicht wirklich” ein.

      Jäp, gut möglich. Ich habe dieses seit zehn oder fünfzehn Jahren notorische „nicht wirklich“ aber immer eher als gequälten Studentenhumor empfunden: Man dreht das „wirklich nicht“ um, um sich einen Anschein von Humor, Ironie und Nonchalance zu geben. Um das „nein“ sozusagen im Abgeklärten und Unendlichen verschwinden zu lassen. „Was sind wir heute wieder witzig und lässig, hahaha!“ Überflüssig zu sagen, daß ich diese Floskel nie verwendet habe.

      Vor ca. zehn Jahren hat „nicht wirklich“ dann eine starke Scheußlichkeits-Konkurrenz durch das infantilistische und noch unerträglichere „Alles gut!“ als Antwort auf eine Entschuldigung in Alltagssituationen bekommen. Wenn Leute mir das sagen, könnte ich ihnen in die Fresse treten.

      Vor der Verwendung dieser beiden Redewendungen in der Schönen Welt sei ausdrücklich gewarnt. Man ist mit so etwas schnell unten durch.

      Und danke für die Auskunft zu Aloisia!

    • Aloisia gibt es bei uns wirklich, als weibliche Form des Alois. Echt uralt und echt scheußlich – wie ich persönlich finde.

      “Versteckter Kevinismus”, dass ist eine der Bezeichnungen zu denen ich Dir mal gratulieren muss, weil es einfach so treffend das Kind beim Namen nennt. Die offenen und versteckten Angliszismen werden irgendwann unsere schöne deutsche Sprache ermorden und dieses irgendwann ist wohl weit näher, als wir ahnen.
      Zur SPD-Trulla mit Grammatikschwäche fällt mir nur Folgendes ein: Machst du zu viele Rechtschreibfehler und vereinzelt Grammatikfehler hast du Abitur, machst du viele Rechtschreib- & viele Grammatikfehler und hast noch zusätzliche Probleme mit dem Satzbau, hast du studiert. 😉

      Bei Mischkindern ist es auch oft eine Frage des Nachnamens, für welchen Vornamen aus welchem Kulturkreis man sich entscheidet. Mohammed Obermüller wäre bsp. ebenso grauenhaft, wie Bartholomäus Öztürk

    • Cecilia,

      zunächst vielen Dank für die netten Worte! Und auch für die weitere Bestätigung, daß es Aloisia in katholischen Gegenden wirklich traditionell gibt. Ich war mir da als wirklich nicht sicher.

      Zur deutschen Sprache: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. 🙂 Jeder, zu dessen Kompetenzen die gute Beherrschung unserer deutschen Sprache gehört, hat ein Interesse an ihrem Erhalt und an ihrer Pflege. Sogar von ultralinksliberalen Leuten wie Konstantin Wecker (ich mag ihn nicht, aber er hat was auf dem Kasten) hat man Äußerungen in diese Richtung gehört.

      Im Ausland nimmt einen eh keiner ernst, wenn man nicht für seine Sprache, sein Land und seine Kultur eintritt. Es ist ja auch bezeichnend, daß in diesem Blog immer wieder ein Deutsch-Amerikaner (also Mark) für deutsche Vornamen plädiert.

      Ein Deutscher, der versucht, auf englisch zu radebrechen, hat in der Auseinandersetzung mit Angelsachsen immer die schlechteren Karten. Sogar gegen Inder oder Schwarze aus Englisch-Afrika.

      Das Problem scheint mir die ewige seimige, aber eben riesengroße Mitte zu sein. Vom erwähnten SPD-Klops Andrea N. bis hin zu dem unsäglichen Öttinger: Sie können nicht richtig Deutsch und propagieren daher das Englische – obwohl sie das natürlich auch nicht können. Das führt dann soweit, daß in Deutschland Typen eine Professur zugeschustert bekommen, die in verräterischem und öligem Hohn auf unser Land und unsere Sprache den „Anglizismus des Jahres“ bejubeln.

      Na, unser Vaterland hat schon andere Stürme überstanden.

      Und die Franzosen und die Russen sind in diesem Kampf unsere Verbündeten! Auch die stolzen Araber und die Türken. Die Latinos, die Chinesen und das große japanische Volk. Und, und, und.

      Wenn ich die Patentlösung für deutsch-arabische Pärchen gefunden habe, lasse ich es dieses Blog wissen! 😀

      Greets

      John

    • Eure Dialoge sind immer wieder unterhaltsam, die könnte man sich gut auf der Bühne vorstellen. (Titel: “Zwei Hühner auf dem Weg nach vorgestern”, frei nach R. Mey)
      Warum sich diese Anglizismus-Debatte immer wieder an dem Namen Leonard entzündet erschließt sich mir nicht. Man könnte diese Namensform auch als Rückentlehnung aus dem Französischen (Léonard) auffassen (ähnlich Adele von Adèle, ursp. Adelheid), dann passen Aussprache und Schreibweise gut zusammen.
      Sicher entscheiden sich die meisten Eltern vor allem aufgrund des “geschmeidigeren” Klangs für Leonard, Leonhard klingt zumindest in meinen Ohren dagegen etwas holprig, großväterlich und “nachnamig”. Einige sehr bekannte Zeitgenossen – Lenny Kravitz, L. Nimoy, L. Cohen, L. Bernstein – dürften auch zur größeren Beliebtheit des Namens Leonard beigetragen haben. (Schaut man sich übrigens bei Wikipedia die Listen der Namensträger an, überwiegt bei den deutschen Berühmtheiten bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert die Variante ohne h.)

    • Walcott,

      das ist doch ein Widerspruch in sich selbst oder nicht? Einerseits soll Leonhard (also mit h) „großväterlich“ aussehen oder klingen, andererseits soll es schon um 1900 mehr Leonards als Leonhards gegeben haben. Was denn nun?

      Ob die Figuren, die da so in den Wikipipi-Namenslisten aufgeführt werden, allesamt „Berühmtheiten“ sind, ist dann eine weitere Frage…

      Heute aber ist Leonard de facto ein Anglizismus, so wie halt etwa auch Vincent – auch wenn man per Google und Wikipipi immer mal wieder Beispiele für alles und jedes finden kann. Du selbst bemühst ja ausschließlich US-amerikanische Unterhaltungskünstler als Beispiele. Bernstein darf ich hier wohl mal als Unterhaltungskünstler systematisieren. Und ja, ich weiß, Cohen war ein Kanadier. In Kreisen der intellektuellen Neuen Rechten stand er übrigens – sozusagen als Gegengift gegen Dylan – in recht hoher Schätzung. Ein wunderbarer Pop-Künstler, auch wenn er nicht richtig Gitarre spielen konnte. Höre ihn seit meiner Jugend und immer noch sehr gerne.

      Ich persönlich mag übrigens schon den Namen Leonhard nicht, weil er mir zu weichlich und zu schwuppig klingt, aber das ist dann noch eine andere Frage.

      Karl Radek hat in seiner berühmten Rede von 1923 bekanntlich Albert Leo Schlageter als „tapferen Wanderer ins Nichts“ bezeichnet. Dann sind wir eben die „tapferen Hühner und Hähnchen auf dem Weg ins Vorgestern“. Die Bezeichnung gefällt mir! 🙂

    • Nee, anders: die deutschen “Berühmtheiten” bei Wikipedia kenne ich auch nicht, ihr Vorhandensein spricht doch aber dafür, dass die Namensvariante ohne h schon vor, sagen wir, 1900 im deutschen Sprachraum verbreitet war – und das vermutlich durch französischen Einfluss.

      Daran, dass heute Leonard deutlich häufiger vergeben wird als Leonhard, haben die genannten Amerikaner durch ihre Bekanntheit sicher ihren Anteil, aber deswegen ist der Name für mich noch kein Anglizismus.

    • Walcott,

      Deine Ausführungen mögen zutreffen und sind in jedem Fall diskussionswürdig.

      (Es ist wirklich witzig: man merkt nach zwei Sätzen, ob einer ein Hirn zwischen den Ohren hat – oder eine Seifenblase oder eine Galle.)

      Und natürlich gibt es diese Rückentlehnungen aus dem Französischen. Wie auch anders angesichts der deutsch-französischen Geschichte? Das Staatswesen Frankreich wird von germanischen Franken gegründet, die ihre Vornamen mitbringen. Französische Patrioten hören Bemerkungen über die germanische Prägung des Merowinger- und dann des Karolinger-Reiches traditionell nicht gerne – aber es stimmt nun einmal. Viel, viel später (nämlich etwa vom 17. bis zum 19. Jahrhundert) ist Frankreich dann der populärkulturell, sprachlich und militärisch dominierende Staat Europas – so wie heute global die USA.*

      Das Beispiel Adele hattest Du ja genannt, ferner auch Charlotte und Louise – heute wiederum Modenamen der deutschen Bionadinskis. Meinetwegen auch Leonard, ich weiß es nicht.

      Aber: Es kommt doch nicht darauf an, wie ein bestimmter Vorname mal irgendwo in Europa irgendwann geschrieben wurde oder wird. Es kommt darauf an, daß Leonard heute in Deutschland ein Anglizismus ist und von den Verständigen auch als solcher empfunden wird. Und der Kampf gegen die Anglifizierung des Deutschen ist mir persönlich so wichtig (niemand muß diese Position teilen), daß ich halt sage: „Im Zweifelsfall gegen den Angeklagten!“ 🙂 Unsere schöne Sprache steht mitten in der Abwehrschlacht gegen das Englische, und da werden dann erst einmal keine Gefangenen gemacht. 😉

      (Natürlich verwende ich auch oft Anglizismen – oft, um einen schnöselig-ironischen Effekt zu erzeugen. Aber man muß halt wissen, was man tut. Und das wissen die meisten unserer Landsleute leider nicht.)

      *) Es ist wirklich kurios: Wir alle laufen in Jeans rum, auch wenn wir die USA nicht mögen. Auch das schönste und charmanteste Mädchen von Hannover, die aus einer Weltgegend stammt, in der man die USA besonders wenig mag :o). Die kulturelle Strahlkraft von Frankreich hingegen ist wohl unübertroffen. Man hört im nord-levantinischen Arabisch bis heute zahlreiche französische Floskeln, obwohl die Franzosen da nur zwischen 1920 und 1945 etwas zu sagen hatten. (Viel früher freilich schon die im wesentlichen normannischen, also altfranzösisch-sprachigen Barone der Kreuzfahrerstaaten.)

      Ich persönlich mag die USA aus den verschiedensten Gründen auch nicht besonders, achte aber nach Kräften das große US-amerikanische Volk und die US-amerikanische Hochkultur, die uns Europäer und Deutsche seit etwa 1800 kulturell sehr bereichert hat. Man denke an Poe, Thoreau, Julien Green und Ezra Pound. An John Singer Sargent, Winslow Homer und Edward Hopper. Und meinetwegen auch an Leonard Bernstein.

      Man hört gar von Amerikanern, die heute in Schwaben Pietisten-Kindern Deutschunterricht geben. 😉

  10. Ich habe um 9:23 ein Alltags-Vornamens-Problem angesprochen, das Millionen von Leuten in Deutschland betrifft: „Gebe ich meinem Kind einen Vornamen aus meiner Heimat und Religion oder einen hier autochthonen bzw. unauffälligen Vornamen?“ Besonders deutlich wird dieses Problem in Mischehen/partnerschaften zwischen Deutschen und Ausländern, gerade zwischen Deutschen und Moslems. Ich weiß, wovon ich rede.

    Man zeige mir mal, wo da der „Rassismus“ liegen soll.

    Was aber macht das deutsche Juste-milieu der TMJs, Barbaras und Marthes? Es sucht nach irgendeinem falschen oder verdächtigen Wort, um die Backen aufblasen zu können. Und meint es in diesem Fall mit dem von mir selbstgeschnitztem Wort „Mischgezücht“ gefunden zu haben.

    Warum? Weil ich erkennbar erheblich mehr auf dem Kasten habe als sie selbst. Damit kommen sie nicht klar.

    • “Warum? Weil ich erkennbar erheblich mehr auf dem Kasten habe als sie selbst. Damit kommen sie nicht klar.”

      Lassen wir doch diesen Bähredreck einfach genüsslich wirken…
      Und an Herrn Bielefeld die Frage:
      Wie konnte Ihnen Ihr eigener Blog so entgleiten?
      Warum lassen Sie es zu, dass dieser Forentroll den Blog gekidnappt hat?

    • Liebe TMJ,

      Du machst hier wieder den etwas albernen und im unangenehm Sinne weiblichen Versuch, heranschmeißerisch Verbündete auf Deine Seite zu ziehen: „Warum lassen Sie es zu, dass…“

      Mit verkomplexten Mädels, die ein Blog nicht von einem Forum unterscheiden können und die das verkniffene Spießer-Sie im Internet verwenden und das dann auch noch für „fein“ halten, lohnt sich eh kaum eine Auseinandersetzung.

      Mausi, kommentier doch auf faz.net – da findest Du Deinesgleichen.

      Liebe Grüße und einen fetten Kuß auf die Nasenspitze

      Bähre

  11. Kian. Die Dioptrien-Stärke meiner Brille stimmt nicht mehr so ganz… Ich lese da permanent „Klan“, also wie in „Ku Klux Klan“. Halt gerade in einer Grotesk-Schrift wie der Verdana…

    Ein Hoch der Kuh Klaas Kian! 😀

    Kiaas Nathan Bedford Walderdbähre

  12. Diesmal sind viele Einzelnamen dabei, die mir gefallen, aber bei den Kombinationen stört mich immer irgendetwas.
    Wahlpflicht-Spiel (ohne Begeisterung) :
    David Elias und
    Svea Henrike
    Bei den Zwillingen finde ich
    Jannis und Clara
    die beste Kombination.
    Viele Grüße

  13. Besonders schön heute:
    Helena Anna Aloisia (noch schöner wäre Helene Anna Aloisia, finde ich)
    David Elias (schöne alttestamentarische Kombi)
    Eva (schlicht, traditionell, schön)
    Adrian Simon Paul (passt alles ganz gut zueinander, schöne Heiligen- bzw. biblische Namen)
    Tristan (romantisch, extravagant, literarisch, schön)
    Lotta Solveig (hübsche nordische Kombi)
    Jannis & Clara (passen sehr gut zueinander)

  14. Von den Jungennamen gefällt mir Florian am besten. Die Kombis David Elias und Elian Marius finde ich auch gelungen. Einzeln mag ich noch Gabriel, Noah, Linus, Simon und Paul.

    Was die Mädchennamen angeht, gefällt mir keiner so richtig. Lotta Solveig finde ich allerdings gut kombiniert. Einzeln mag ich Emilia, Rosina, Valentina, Helena und Antonia. Aloisia als Zweit- oder Drittname mag ich auch.

    Erstaunt war ich über Iris und Anja. So hießen Schwestern aus meiner Kindergartenzeit – ist lange her.

    Louis & Vincent und Philina & Zoe gefallen mir von den Zwillingsnamen.

    Halima finde ich äußerst wohlklingend.

  15. “Warum? Weil ich erkennbar erheblich mehr auf dem Kasten habe als sie selbst. Damit kommen sie nicht klar.”

    Lassen wir doch diesen Bähredreck einfach genüsslich wirken…
    Und an Herrn Bielefeld die Frage:
    Wie konnte Ihnen Ihr eigener Blog so entgleiten?
    Warum lassen Sie es zu, dass dieser Forentroll den Blog gekidnappt hat?

  16. Warum ich den Wilhelms gerne lese:

    Er schreibt weltoffene, lebenskluge, belesene und grundsolide sozialistische* Kommentare mit freundlichem Blick auf seine Hannoveraner Homo-, Prolo- und Kanackennachbarschaft (was ihm leicht fallen wird, weil er ja selber völlig durchrasst ist, der olle Zigeuner)
    und benutzt dabei verbrannte Begriffe, um tunlichst auch der Linken suspekt zu bleiben.

    Dass einige empörte Kommentator*_Innen (m/f/d) sich davon auch noch so easy antriggern lassen, macht es zusätzlich unterhaltsam.

    An dieser Stelle auch ein Kompliment an Knud Bielefeld, der dieses Kommentarverhalten nicht so ganz zu goutieren scheint, aber doch liberal genug ist, um Bähres Witz zu – Achtung, Achtung, aufgepasst – tolerieren.

    *Dass Sozialismus nicht funktioniert, kann ihm ja nicht vorwerfen.

    • Ich hatte den Verdacht ja schon länger, nun wird hier der Beweis geliefert: Man muss ein alternder, frustrierter Sack sein, um diese Kommentare aus Hannover zu goutieren oder Witz darin zu erkennen. Dort sitzt wahrscheinlich ein untervögeltes Pendant. Belesen mag es sein. Aber weltoffen? Lebensklug?
      Ein Schwätzer, der Fauen beeindrucken möchte, es aber nicht kann. Man denke nur an die gefühlt 50 Freundinnen, die er uns schon vorgestellt hat: angesichts der schieren Menge muss jede nach spätestens drei Tagen die Kurve gekratzt haben.

      Preisfrage: Worin besteht der Unterschied zwischen weiblichem und männlichem Humor?
      Antwort: Mädels wollen Spass haben.
      Männer wollen sich über Frauen lustig machen.

    • Das mit dem Altern und der Frustration geht leider erheblich schneller und automatischer, als Du Dir das vorstellst. 😉

      Man denke nur an die gefühlt 50 Freundinnen, die er uns schon vorgestellt hat

      Nee, es waren (leider) keine fünfzig, sondern deutlich weniger. 🙁

      Eine muslimische Ex-Freundin von mir (maghrebinische Araberin mit kabylischen Vorfahren), fand das für Männer auch ganz in Ordnung: Hat doch der Prophet selbst insgesamt zehn Frauen gehabt.

      Und etwas länger als drei Tage gehalten hat es in den meisten Fällen.

    • Ihre Vermutung bzgl. meines Geschlechtslebens, werter, nicht ganz so stiller Teilhaber, möchte ich weder dementieren, noch bestätigen. Ich überlasse das weiterhin Ihrer Phantasie.

      Dennoch finde ich Ihre Argumentation interessant, freilich nicht in Ihren hiesigen Ausführungen, dafür wird sie in letzter Zeit in allerlei Kommentarspalten viel zu häufig verwandt, sondern als Phänomen, eben weil sie so oft benutzt wird.

      Ihre kommentierenden Mitstreiter erklären ihnen unsympathisches Verhalten mit dem nicht ganz unvulgärem Begriff “Untervögelung”. Das sagt viel darüber aus, wie sie über Menschen mit wenig oder gar keinem Geschlechtsverkehr denken. Und das sagt wiederum viel über diese Kommentatoren und über deren Selbstbild aus.

      Es kann jedoch zur Qual werden, wenn man geistige Eigenschaften, nämlich Zurechnungs- und Satisfaktionsfähigkeit, von einer körperlichen Aktivität abhängig macht, die stark mit gutem Aussehen und/oder Reichtum verknüpft ist, also an durchaus Vergänglichem hängt.

      Irgendwann wird man vielleicht auch Ihnen, werter, nicht ganz so stiller Teilhaber, seltener beiwohnen. Dann sollten Sie sich nicht mit Ihrer eigenen Argumentation so fertig machen.

      Lesetip bis dahin: Houellebecq, Elementarteilchen.

      Ich verbleibe mit fettwanstigem Gruß.

    • Martin DKR,

      es scheint mir auch immer wieder amüsant, wie schnell bei den Linksliberalen der vulgäre Wesenskern durchbricht, sobald man sie ein bißchen piekst.

      Es spricht ja nichts dagegen, gelegentlich mit der Vulgarität zu kokettieren. Also sozusagen Vulgarismus zu betreiben, so wie Asfa-Wossen Asserate (bzw. Martin Mosebach) den Grobianismus als Stilmittel empfiehlt. Nur wirklich und im Kern vulgär und grob sein, das sollte man nicht. Es muß immer eine spielerische, ironische Komponente dabei sein. „Homo ludens“ („der spielende Mensch“), wie Johan Huizinga das nennt: „Vom Ernst kann man absehen, vom Spiel nicht.“ Und Huizinga war kein Österreicher, sondern stammte aus einer holländischen Mennoniten-Familie – protestantischer geht’s nimmer. Aber gerade der deutsche Linksliberalismus hat für derlei überhaupt kein Sensorium. Er ist einfach nur verkniffen und empört – und eben vulgär.

      Houellebecq steht seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste, aber ich komme einfach nicht dazu, bin ein schlechter Leser. Danke für die Erinnerung!

      In meinem unfreiwilligen und unverdienten Ehrenthread hier soll ich ja selbst nichts sagen und achte das auch gerne. Nur zu Maeva Catherine möchte ich unbedingt etwas sagen:

      Maeva wäre ein schöner Name für ein deutsch-afrikanisches Mischgezücht. Man müßte allerdings die Aussprache immer wieder erklären.

      Catherine ist wirklich schön. Ich würde aber in Hannover heute die russische Variante Jekaterina bevorzugen – halt wegen unserer De-facto-Landesherrin, der wunderschönen Jekaterina von Hannover. (Die demnächst, Inscha Allah, einen kleinen Ernst August zu Welt bringen wird!)

      Als Gymnasiast hatte ich eine sehr schöne Haßliebe namens Kathrin. Es war überhaupt keine Erotik im engeren Sinne im Spiel (obwohl das Mädchen eine ausgesprochene Schönheit war) – wir haben uns einfach nur gekabbelt, weil wir beide was auf dem Kasten hatten. Und wir haben dann irgendwann auf Basis der Ironie und der Parodie (inklusive der Selbstparodie) Frieden geschlossen. Die halbe Schule hat über den Halb-Kriegszustand und dann über den Halb-Friedensschluß gelacht. 😀 Das Mädchen hat sich dann später nach Frankreich verheiratet – typisch.

      Krieg wird durch die gegenseitige Achtung der Feinde voreinander erträglicher gemacht.

      Ja, mache leider immer wieder den Fehler, mich mit nicht-satisfaktionsfähigen Leuten zu kloppen…

      Katharina (mitsamt Derivaten) geht eigentlich immer!

      „Sie ist Schutzpatronin der Schulen, der philosophischen Fakultäten, der Näherinnen und Schneiderinnen.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_von_Alexandrien

      Das ist doch schonmal was! Und vor Kevinismen sollte man in der Tat keine Angst haben.

      Und herzliche Grüße in das und an das dunkle Afrika! 🙂

      JKWB

    • stillerteilhaber,

      nee, Du hast gar keinen Ruf und wirst Dir niemals einen Ruf „erarbeiten“ können. Das ist (Gott sei Dank) ein Grundproblem des denunziations- und empörungssüchtigen deutschen Linksliberalismus: Ihr habt kein Charisma. Einen Ruf kann man sich nicht „erarbeiten“. Man hat ihne oder man hat ihn nicht.

      Juan

    • Davon wissen Leute mit schlechtem Ruf ein Lied zu singen?

      Ist doch auch mal schön, wenn man an einem Köder anbeisst, nicht wahr?

  17. Volle Zustimmung dem Kommentatoren Martin DKR

    Im Übrigen bin ich überzeugt davon, dass Jan W. hier für sehr viele Besucherzahlen sorgt.
    Bin nicht immer seiner Meinung, aber sein herrlich politisch unkorrektes Geschwafel unterhält und amüsiert mich ungemein.
    🙂
    @Jan: Was hältst du denn davon, ein eigens Blog zu betreiben?
    VG

    • Adelheid, danke!

      Daß ich mit Dir und Martin DKR vollkommen übereinstimme, brauche ich nicht zu betonen. 😀

      Ich hatte lange Zeit ein eigenes kleines Forum im Netz – klein war es, aber immerhin hat da mal die komplette intellektuelle Elite der Neuen Rechten mitgelesen. Und eben auch ihre kommensurablen Gegner. Unter anderem ein leibhaftiger heutiger Landesminister eines BRD-Bundeslandes. Herrschaften unter sich. Aber es ging irgendwann über meine Kräfte…

      Und der Bruch mit der Neuen Rechten kam dann Ende der Nuller-, anfang der Zehner-Jahre. Vor allem, weil die Rechte nichts Brauchbareres zur Finanzkrise beizusteuern wußte als tumbe Disse gegen Griechenland und Italien. So um den Dreh 2010 war die Zeit, in der viele Rechte nach links gewandert sind. Man denke an Frank Schirrmacher, ehemaliger Mitherausgeber der FAZ: „Hatte Marx doch recht?“ Oder an Lorenz Jäger, den Rechtsausleger des FAZ-Feuilletons: „Macht’s gut, Kameraden, ich bin jetzt ein Gutmensch!“

      Aufgehalten bzw. umgekehrt wurde dieser Trend dann durch die Flüchtlingskrise ab dem Spätsommer 2015.

      Aber der schmierige deutsche Linksliberalismus, sein Denunziantentum, sein Anpaserrtum, sein Lauern auf den kleinsten Fehler – das blieb uns immer verhaßt. Hauptfeind waren immer die Grünen und die FDP.

      „Verräter, Lumpen, Denunzianten, hol sie der Tod!
      Das sind vom Feind die Anverwandten – jagt sie zum Höllenschlot!“

      Wir Deutschen können froh sein über unsere Türken, von denen wir ein bißchen Männlichkeit, Anstand und Ehre lernen können.

      Hab noch ein oder zwei Außenposten im Netz, findest Du über Google, los ist da aber nichts mehr.

      Wallah!

      Juan

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