Fast jeder Zweite mag seinen Vornamen sehr

Die GfK Marktforschung Nürnberg hat persönliche Interviews mit 1.970 repräsentativ ausgewählten Männern und Frauen ab 14 Jahren geführt. Das Ergebnis dieser Umfrage im Auftrag des Gesundheitsportals www.apotheken-umschau.de:

Ob Thomas, Viktor oder Stefan, Sandra, Marion oder Leonie – Die Mehrheit der Deutschen ist mit ihren Vornamen zufrieden. Fast jeder Zweite (44,4 %) mag seinen Vornamen sogar sehr, ähnlich viele sind “im Großen und Ganzen” (41,5 %) damit zufrieden. Jeder Zweite findet, der Name, der einst ausgewählt wurde, passe gut zu ihm (51,0 %). Jeder Vierte (24,0 %) meint, er habe sich über die Jahre einfach an ihn gewöhnt. Vielen gefällt, dass der eigene Vorname gut klingt (46,0 %), zeitlos (40,1 %) bzw. kurz und prägnant ist (33,2 %) und gut zum Nachnamen passt (25,4 %). Bei der Umfrage kam zudem heraus, dass jeder Zehnte (10,8 %) seinen Vornamen zwar ganz in Ordnung findet, sich aber manchmal auch schon einen anderen gewünscht hat. Zwei Prozent (2,0 %) haben rein gar nichts für ihren Vornamen übrig und würden ihn am liebsten wechseln. Wenn es am Namen was zu meckern gibt, wird am häufigsten kritisiert, er sei altbacken (8,3 %), zu gewöhnlich (5,5 %) oder klinge langweilig (4,9 %).
Quelle: Pressemitteilung des Wort & Bild Verlags

2009 hat die GfK Marktforschung Nürnberg bereits eine ähnliche Umfrage durchgeführt: Damals hielten 9,0 % ihren Vornamen für altbacken und 4,5 % fanden, dass er langweilig klingt. 12,0 % fanden ihren Vornamen zwar ganz in Ordnung, hatten sich aber schon mal einen anderen gewünscht.

Und außerdem …

20 Gedanken zu “Fast jeder Zweite mag seinen Vornamen sehr”

  1. Wenn es am Namen was zu meckern gibt, wird am häufigsten kritisiert, er sei altbacken (8,3 %), zu gewöhnlich (5,5 %) oder klinge langweilig (4,9 %).

    Interessant wird es in einigen Jahren, wenn die dann erwachsenen Träger der heute vergebenen Namen befragt werden, wie sie ihre Namen, die ja zu einem gewissen Anteil keine sehr gebräuchlichen sind (siehe Chantalismus etc.), selbst beurteilen: ob da dann wohl zu den Kritikpunkten “altbacken, zu gewöhnlich, langweilig” auch “zu ausgefallen” dazukommt?

    • Aber immerhin 40 % mögen ihren eigenen Vornamen, weil er „zeitlos“ ist. Das läßt doch hoffen… 🙂

      Der Gag ist leider nicht von mir, sondern aus einem Text, den Knud hier neulich mal verlinkt hat:

      Im Jahre 2037 können sich sich Mia Sophie und Ben einfach nicht einig werden, ob sie ihren Sohn nun Heinz-Werner oder Horst nennen sollen. Und so wird’s kommen!

    • Im Jahre 2037 können sich sich Mia Sophie und Ben einfach nicht einig werden, ob sie ihren Sohn nun Heinz-Werner oder Horst nennen sollen. Und so wird’s kommen!

      Ich glaube ehrlich gasagt, dass die Namen dafür noch nicht alt genug sind. Da muss man noch eine Generation warten. Aber vielleicht heißen die Kleinen dann wieder Gisela und Wilhelm? Obwohl ich sagen muss, dass einige meiner “Großelternamen” auch in meiner Generation oder der Elterngeneration (von mir) vertreten sind.

    • Bei “zu ausgefallen” passt ja die Rubrik Mein seltener Name und ich ganz gut dazu.

    • Wilhelm kommt doch teilweise schon wieder. Den stufe ich aber auch noch etwas älter ein, als Gisela.

  2. Interessant, dass doch so viele Menschen mit ihrem Namen zufrieden sind. Ich denke das liegt auch daran, dass man an seinen eigenen Namen einfach von klein auf gewöhnt ist und ihn nicht in Frage stellt. Deswegen ist er für einen selbst und sein Umfeld ganz normal, auch wenn er für andere vllt erstmal ungewöhnlich klingt.
    Meinen Namen finden viele auch ungewöhnlich oder altmodisch für meine Generation (bin Ende der 80er geboren), meinem Empfinden nach ist es aber ein ganz normaler, zeitloser? Name, der gut zu mir passt. Anscheinend geht es den meisten Leuten so. Bestimmt in Zukunft auch denen, die nach heutigem Verständnis ausgefallene Namen haben.

    • Ich finde auch immer, dass zu viel Trara um Mode gemacht wird. Die meisten Namen, auch wenn rein technisch gesehen “altmodisch,” werden für das Umfeld schnell zur Normalität. Es wird oft übertrieben, wie belastend es für das Kind sei, einen altmodischen oder generationsuntypischen Namen zu tragen.

      Übrigens finde ich Regina auch recht schön.

    • Geht mir genauso, das was als alt empfunden wird ist ja auch sehr subjektiv.
      Ich habe letztens gelesen, Regina sei doch sehr alt, Regine aber vielleichz machbar. Ich hätte aber eher Regine auf zu alt eingeschätzt und Regina durchaus vergeben.

  3. das ist jetzt überraschend. ich dachte immer fast alle mögen ihren Namen nicht?
    Apotheken-Umschau ist eigentlich gut.
    und ich denke der Trend geht eher dahin, dass man mehr amerikanische und indisch klingende Namen vergibt.
    (oder sowas was klingt wie aus Raumschiff-Serien.)

    • Es gibt immer Haupt- und Nebentrends. Da die sehr amerikanisch klingenden Namen bereits jetzt einen negativen Touch haben, so in vielen Foren nachzulesen, glaube ich nicht, dass sich das ausweiten wird. Wenn man den Osten unserer Republik mitberücksichtigt, ist dieser Trend ja auch nicht gerade neu. Indische Namen sehe ich vergleichsweise wenige auf den Hitlisten.

      Hingegen muss man wirklich sagen, dass es den Trend gibt, alte Namen aufzugreifen. Deshalb gege ich Jan absolut Recht: Es gibt anscheinend einen ca. 90-Jahre-retro-Trend. Also werden wohl als nächstes die 30er und 50er Jahre wiederbelebt. Die 40er lasse ich mal weg, weil ich hoffe, dass Adolf und Siegfried keine Renaissance erleben.

    • Ich denke so einen Retro-Trend gibt es eigentlich immer, nur sind die Retro-Namen der letzten Generation für uns nicht mehr retro. Es ist meines Wissens so, dass Eltern meist die Namen aus der Generation ihrer Großeltern wiederbeleben (oder waren es die Urgroßeltern?)

    • Ich glaube es sollten die Urgroßeltern sein. Bei den Großeltern-Generationsnamen hat man meistens alte Gesichter vor sich, wenn man einen bestimmten Namen hört.
      Oder es ist so, dass Namen in Mode kommen, die die Großeltern altmodisch titulieren würden.

      Wieso eigentlich indische Namen? Ich dachte, China ist im Vormarsch.

    • Wieso eigentlich indische Namen? Ich dachte, China ist im Vormarsch.

      Na ja… Wo wären sie denn, die indischen Namen? 😉 Und Bollywood-Filme sind hierzulande, soweit ich weiß, auch nicht sooo populär.

      Nebenbei: Ich mag den Namen Indira sehr gerne. Aus Bewunderung für die große Politikerin (und ihren großen Vater Nehru), aber auch klanglich. Indiras Sohn Rajiv Gandhi (ebenfalls ein bedeutender Mann) wurde übrigens heute vor 25 Jahren ermordet.

  4. Bin etwas spät dran, aber ich wollte auch noch kundtun, dass ich Regina sehr schön finde. Das war mein Favorit für unsere Tochter, aber leider konnte ich das meinem Mann nicht schmackhaft machen. Er fand es passt nicht zu Wilhelm – konnte ich nicht nachvollziehen… 😉
    Ich denke auch, dass bald die nächste Retro-Welle kommen wird mit Namen wie Helga oder eben Gisela. Und wenn es schon die Wilhelms und Friedriche wieder gibt, spricht eigentlich auch nichts mehr gegen Friedhelm!

    • Er fand es passt nicht zu Wilhelm

      Gulielmus Rex Borussiae Imperator Germanorum ist übrigens heute vor 75 Jahren gestorben. 😉

      Regina kenne und schätze ich als Namen, der sowohl in Deutschland als auch in Polen gut durchgeht.

    • Ich habe neulich Gisla gelesen, da ist zwar nur ein Buchstabe anders als bei Gisela, trotzdem fand ich den Namen viel jünger und frischer.

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