Babynamen der Woche 14/2016

Peter * Alba * Luciano * Alarich * Philipo * Hagen * Arnfried * Luigi * Robertico * Lupus * Trollhetta * Herold * Ariel * Lando * Pastorius * Kamsin * Chilperic * Nicaron * Shirocco * Augias * Belenus * Ilix * Navarino * Borgia * Lavirco * Athanasius * Laroche * Mondrian * Lebos * Acatenango * Lagunas * Orofino * Marduk * Tarim * Elviro * Herero * Baalim * Orsini * Boreal * Mangon * Ticino * Nereide * Ferro * Amorino * Pontresina * Galifard * Karloff * Dionys * Stuyvesant * Flunkermichel

Wer hat es gemerkt? Zum 1. April habe ich ausnahmsweise keine Babynamen herausgesucht. Jetzt darf geraten werden, woher ich diese Namen habe …

98 Gedanken zu “Babynamen der Woche 14/2016

  1. Das habe ich wegen Alarich auch gleich gedacht… Aber sind die Namen von teuren Pferden nicht eher noch blumiger und vor allem auch oft mal mehrteilig?

    Schiffe?

    • Schiffsnamen wären auch mal ein lohnendes Thema! (Dann wär wieder alles klar auf der Andrea Doria!)

    • @ connywuuh
      Durch den Namen soll das Pferd edel und hochwertig klingen. Bei der Zucht werden dann Stammbäume erstellt und ein Spring- oder Rennpferd, das Moppel, Bärle oder Flitschi heißt, hat vielleicht gute Erbanlagen, im Stammbaum der Nachkommen macht sich aber ein edler Name einfach besser, oder?
      Die “normalen” Bauern- oder Brauereipferde früher hießen auch “normal”, das waren die Liese, die Resi, der Hans, der Flori(an), Wastl, Benno, Gustl (von August/Gustav) usw.

  2. hm… keine Idee! Sind ein paar geografische Bezeichnungen drunter. Pferde könnten passen. Ach, es heißt Lebos, nicht Lesbos. Da hatte ich mich wohl verlesen.

    • Hoffentlich werden durch diese Namen nicht zuviele Eltern inspiriert!
      (Peter, Luigi, Robertico, Dionys, Athanasius als “richtige Namen” mal ausgenommen)
      Trollhetta oder Flunkermichel muss, neben vielen anderen, nicht sein 😀

  3. Aber sehr schöne (Pferde-) Namen dabei, z.B.
    Augias; viel Auszumisten du da hast 😉
    Lupus; der mit dem Wolf reitet
    die Götterwelt (im erweitereten Sinn):
    Belenus, Marduk, Baalim, Ariel (letzteren könnte man natürlich auch unter “Werbung” einsortieren:
    Ariel, Stuyvesant, Herold, Scirocco, Laroche
    oder auch nach realen Persönlichkeiten:
    Luciano (Pavarotti), wahrscheinlich ein mächtiger Rappe
    (Piet) Mondrian – wahrscheinlich ein bunt kariertes Pferd
    (Boris) Karloff – ein Pferd mit eher eckiger Kopfform
    Orofino war wohl von güldener Farbe, Ferro dagegen eher eisengrau

    Sorry für blödeling 😀

    • Applaus, Maria Theresia, für da Knacken des Rätsels! 🙂

      Chilperich übrigens war eine fränkischer König aus der Dynastie der Merowinger. Klingt wie ein Spatz, nicht?

      Augias für ein Pferd ist wirklich ein kurioser Name. :mrgreen:

      Stuyvesant war ja auch eine reale Person… Bei Luciano könnte man auch an Lucky denken, womit wir dann aber auch schon wieder bei Kippen wären. 😉

    • Ja klar, Peter Stuyvesant hat New York (vormals Nieuw Amsterdam) gegründet, den wollt ich eigentlich noch dazuschreiben, bin unterbrochen worden und habs dann vergessen…Schönen Gruß von Alois Alzheimer!
      Chilperich kannte ich nicht, aber die Assoziation mit dem Spatz funktioniert.
      Aber das Pferd Luciano hab ich so richtig vor meinem geistigen Auge, hihi, riesig groß, schwarz, schön blank gestriegelt, dass es wie eingeölt glänzt und vielleicht kann man als Satteldecke noch ein weißes Spitzentüchlein anbringen?

    • Weil wir grad beim Thema “bescheuerte Pferdenamen” sind:
      Es gibt/gab ein Springpferd, das hieß Noltes Küchengirl; ich kann mich aber erinnern, dass im Fernsehen immer nur der Name Küchengirl auftauchte. Wahrscheinlich wollte man seitens der öffentlich-rechtlichen Sender keine Schleichwerbung für die Küchenmarke machen.

    • Nur kurz und in Eile: Ich frage mich bei diesen merkwürdig überdrehten Pferdenamen immer, wie man die Viecher dann beim Reiten und Trainieren etc. wirklich anredet? Haben die alle noch einen Kosenamen? Wenn hier jemand mitliest, der reitet und das weiß, wär’s wirklich nett, wenn er das erläutern könnte… Und nun hinaus zum 1. April!

    • Ich reite nicht selbst, aber ich könnte mir vorstellen, dass es bei den Pferden ähnlich ist wie bei den Rassehunden, die ja auch irrwitzige “Adelsnamen” und gleichzeitig gängige Rufnamen haben.

      Das hier hab ich auf die Schnelle gefunden, ob die Seite was taugt, kann ich nicht beurteilen:
      http://www.pferdchen.org/Pferde/Zucht/Pferdenamen.html

      Hier ist sogar das Nolte-gesponserte Küchengirl erwähnt 😉

  4. Pferde! die Vermutung kam ja ziemlich schnell. Schien mir auch plausibel. Ich freu mich schon auf nächste Woche auf hoffentlich viele schöne Babynamen.

  5. Meine Mutter und mein Stiefvater sind von Pferderennen begeistert, sie lesen auch eine einschlägige Zeitung. Wenn ich darin die Namen der Tiere lese, finde ich sie meistens sehr schräg.
    An einen Strandkorb kann ich mich erinnern – und an einen Samarkand, den Namen fand ich für ein Pferd sehr schön. Und Jan hat recht, oft sind Pferdenamen mehrteilig, da ist die Liste oben eher ungewöhnlich.

    • Das zum einen, und zum anderen: welche “Vielen Zwerge” außer Alarich/Alberich?
      Alarich war im übrigen das Pferd, mit dem Marion Gräfin Dönhoff 1945 die Flucht aus Ostpreußen gelang, ein berühmter Trakehnerhengst. Und dann gab es noch Ahlerich, ein Dressurpferd von Dr. Reiner Klimke, mit dem er Olympia 1984 und/oder 1988 Gold gewann.

    • Alarich war kein Zwerg sondern irgendein Goten-König der Völkerwanderungszeit, also eine historische Gestalt.

      Da ich da auch keine anderen Zwergennamen sehe, würde ich sagen, daß keine darunter sind…

      Ah, das mit Alarich und Ahlerich war mir neu; ich dachte, das Pferd von dem Klimke habe Alarich geheißen…

      Herero. Man denkt sich einen Braunen, der im Laufe der Zeit immer störrischer und rebellischer wird und daher dann erschossen wird. :mrgreen:

  6. Schießt mir gerade durch den Kopf: Das Pferd des legendenumwobenen Südstaaten-Generals Robert E. Lee hat Traveller geheißen. Schöner Name, finde ich. 🙂

    Rocinante, natürlich.

    Hengist und Horsa.

    Ajax hieß doch der kluge und treue Mustang von Atréju in der Unendlichen Geschichte, nicht?

    Deister war das wichtigste Pferd von Paul Schockemöhle – also nach den „Haushügeln“ Hannovers, südwestlich von hier.

    Au weia, das Sportpferde auch die Namen von Sponsoren bekommen könne, war mir neu. :mrgreen: Thüringer Roßbratwurst? Gazi Stutenmilch? RTL Pferdchen?

    • Je nun, da offensichtlich schon Sturmvogel Verdacht erregt, siehe unten, habe ich sicher gut daran getan, Sleipnir gar nicht erst erwähnt haben – zumal der acht Beine hatte und daher sicher nicht am Derby hätte teilnehmen dürfen. 😉

      Hengist und Horsa war zugebenermaßen ein bißchen schräg, insofern das keine Pferde mit Menschennamen, sondern sozusagen Menschen mit Pferdenamen waren.

    • Nachtrag: Also, bei Hengist und Horsa gehen Menschentum und Pferdetum so ein bißchen ineinander über… 😉

      Aber zwei weitere Menschen, die nach Pferden heißen:

      Xanthippe, das „blonde Pferdchen“, die unglückliche und bedauernswerte Frau des Sokrates.

      Crazy Horse, der militärische Kopf hinter dem letzten Aufbäumen der nordamerikanischen Prärieindianer und ihrem großen Sieg am Little Big Horn.

    • Sleipnir kann nur mit dem Agip-Hund um die Wette laufen, aus Fairnessgründen 😉

      Bei Crazy Horse hätte ich zuerst(obwohl weiblich und hetero) mehr an Paris gedacht…aber ja, es gab auch den Häuptling!

      Die Zentauren bei Harry Potter (mal wieder!) heißen Firenze, Ronan, Bane…

      Die Drogeriekette Rossmann wäre auch ein perfekter Sponsor!

      und was mir grad noch auffällt: warum wurde eigentlich ein Pferd Philipo (s.o.) genannt, das heißt ja Pferdefreund…?

    • Sleipnir kann nur mit dem Agip-Hund um die Wette laufen, aus Fairnessgründen

      Hahaha, ja! Die „sechsfüßigen Agippiden“, die Adson von Melk in „Der Name der Rose“ neben anderen Fabelwesen an diesem Tor eingemeißelt sieht. 🙂

      Die Drogeriekette Rossmann wäre auch ein perfekter Sponsor!

      :mrgreen:

      Maria Theresia, ich fühle mich als Hannoveraner (also als Einwohner der Stadt Hannover, nicht als Pferd) geradezu beschämt, nicht selbst auf diese prächtige Idee gekommen zu sein!

      Dirk Roßmann ist hier so ein (und m.M.n. wirklich recht sympathischer) Lokalmatador. Das Logo der Kette ist ja auch ein Zentaur… Eben ein Mischwesen aus Roß und Mann. So heißt auch die „Kundenzeitschrift“ der Kette, blöderweise „Centaur“, also mit C, geschrieben.

      und was mir grad noch auffällt: warum wurde eigentlich ein Pferd Philipo (s.o.) genannt, das heißt ja Pferdefreund…?

      Assoziativ: Odysseus bei den Hippophagen. (Also den Pferdebraten-Essern.) 😉

    • Die Agipiden, ja! Übrigens, das Lieblingspferd des Abts in “Der Name der Rose” hieß Brunellus:

      “Gut, gut”, sagte ich, “aber wieso Brunellus?”
      “Möge der Heilige Geist dir etwas mehr Grips in den Kürbis geben, mein Sohn!” rief der Meister aus. “Welchen Namen hättest du ihm denn sonst gegeben, wenn selbst der große Buridan, der nun bald Rektor in Paris werden wird, keinen natürlicheren wußte, als er von einem schönen Pferd reden sollte?”

      Aber was ist nun mit Hatatitla?

    • Aber was ist nun mit Hatatitla?

      Adson, so ungefähr und aus dem Gedächtnis:

      „Ich hatte schon oft bemerkt, daß mein lieber Meister zur Sünde der Eitelkeit neigte, was seine Geistesgaben anging.“

      Und daher hätte William auf die Frage auch nicht direkt geantwortet.

      😉

    • Touché! 😀
      Hatatitla hieß das Pferd von Old Shatterhand, war ein Bruder von Winnetous Iltschi und ein Geschenk Winnetous.
      Rih hieß übrigens Kara Ben Nemsis Pferd in den orientalischen Romanen.

    • Danke! 😀

      Gerade aus deutscher und eurozentrischer, jedenfalls also nicht-indigener, nicht-indianischer Perspektive war das Rätsel freilich kaum zu knacken. 🙁

      Bukephalos – das Pferd Alexanders des Großen

    • Du wirst es kaum glauben: hab ich wirklich nie. Bin also eigentlich gar kein echter deutscher Indigener. 😉

    • Vielleicht ist Philipp bei Pferden ja das Pendant zu Namen wie Ruth, Philomena oder Philemon. Die bedeuten schließlich Freundschaft oder etwas ähnliches. Die Träger dieser Namen sollten also sozusagen “Mrnschenfreunde” sein.

    • Vielleicht ist Philipp bei Pferden ja das Pendant zu Namen wie Ruth, Philomena oder Philemon. Die bedeuten schließlich Freundschaft oder etwas ähnliches. Die Träger dieser Namen sollten also sozusagen “Menschenfreunde” sein.

  7. Ich habe mich mal durch sie Siegerliste geklickt – da sind die Namen, die Knud ausgesucht hat, ja noch schön Pferdenamen. Der Sieger 1939 hieß “Wehr Dich” und 1935 “Sturmvogel”. Da weiß man doch gleich, wie der Hase läuft…

    • Ein Beispiel für die Wandlungsfähigkeit und Vielfältigkeit der deutschen (Aus-)Sprache!
      Beispielsatz:
      Das Kind werd isch nisch Wehr Dich oder wertisch nennen, das wär doch widerwärtisch 😀

    • Ja, soweit ich weiß, ist es sprachwissenschaftlich belastbar, daß die regionalen Dialekt gerade in den Städten immer mehr von einem republikweiten „Unterschichtendeutsch“ überlagert werden, daß sich wiederum mit dem „Kanaksprak“ überschneidet. Leicht karikierbar daran ist sicher das „isch nisch“ und der „abgehackte“, holpernde Tonfall…

    • es gab mal einen Beitrag über Unterschichtennamen.
      und *Jetzt! *neu! the TEst: bist du die Unterschicht?

    • Also, als Unterschichtler kann ich da nur Vergil zitieren:

      Lerne, Sohn, von mir Mut und wahrhafte Stärke,
      Den Erfolg von den anderen!

      Man beachte, daß Aeneas seinen Sohn hier mir „Sohn“ anspricht, nicht mit Vornamen.

      😉

    • also ich sehe mich auch als Unterschicht.
      aber wer Aeneas ist weiß ich doch: das ist der, der seinen alten Vater auf den Schultern aus einem brennenden Haus getragen hat. Der Vater hieß Anchises.

      und die Erfahrung sagt mir dass dieses Schichten-/Standes-Denken noch reichlich verbreitet ist. Oftmals hat es mit Geld zu tun, manchmal aber auch nur mit den Berufen/Positionen.

    • Und wenn Du gar aus dem rossereichen Thessalien stammst, kannste Dir die Vornamen von den ganzen Gäulen eh nicht merken, wenn sie denn überhaupt welche haben. 😉

    • kennt jemand Panik in der Pampa?(panique au village)
      da ist ein Pferd dabei.
      “Cowboy, Indianer, aufstehen!” – “Ja, Pferd, ja Pferd”.
      Das Pferd heißt dort Pferd und spielt die Elternrolle für 2 andere Figuren.

      und das Wort Pferd gefällt mir nicht weil es mit P F anfängt, das ist so schwer zu sprechen.

    • Das Pferd von Butterblume aus der “Brautprinzessin” heißt auch schlicht Pferd, denn “mit ihrer Fantasie war es nicht weit her”.

    • Ein Ferd heißt Ferd, weil es fährt 😀
      (Klaus & Klaus, Da steht ein Pferd aufm Flur)

    • Mit der Phantasie der alten Römer übrigens auch nicht, wenn man an diese „Durchnumerierungs-Vornamen“ (Quintus, Sixtus, Septimus…) denkt.

      Noch eine Anregung: Ein Beitrag über das Anreden der Eltern mit Vornamen. Als Kind von „Dorf-68ern“ ward mir das beigebracht, und ich mache es bis heute so. Dann war das lange Jahre völlig aus der Mode, mittlerweile hört man es in der Bionade-Bourgeoisie wieder an und zu.

      Ja, die Erläuterungen unten waren wirklich interessant.

    • M.Th.,

      Ich finde den Konsonantenreichtum der deutschen Sprache sehr schön! 🙂 Jedenfalls ist er ein Alleinstellungsmerkmal. 😉 „Herbstfrucht“, „Wollstrumpf“ oder eben auch einfach „Pferd“. Das gibt’s im Türkischen oder in den romanischen Sprachen nicht. 😀

    • Ja, Jan, natürlich, ich auch. Ich hab das “Ferd” auch nur so zitiert, wie es in dem Lied ausgesprochen wird, also norddeutsch. Bei uns wirst du niemand finden, der statt Pferd Ferd sagt (außer er kommt vom hohen Norden) 😀
      Bei uns sagt man eigentlich Pferdl, auch wenn es ein großes ist. Oder Roß (mit langem O gesprochen).

    • Maria Theresia,

      schon klar, ich wollte Euch da auch nichts unterstellen! 😉

      Auf platt sagt man übrigens „dat Perd“. Das e lang und sehr hell, fast wie ein i… (Jedenfalls in der Aussprache „meiner Leute“…)

      Lexalisch könnte das aber eine Übernahme aus dem Hochdeutschen sein, insofern das im Altsächsischen eben so was wie Horse oder Horsa geheißen haben dürfte.

    • Aber ja! 🙂

      Ich habe mich übrigens immer wieder gefragt, wie diese Regelung der neuen Rechtschreibung(en) „nach kurzem Vokal nur ss, nicht ß“ wohl in Bayern aufgenommen worden ist – insofern Ihr ja eben „daß“ als /daas/ sprecht, nicht? Auch in den endlosen Debatten der FAZ 1996 ff. habe ich das nie thematisiert gefunden. Ich komme da natürlich gerade drauf, weil Du angemerkt hast, daß auch Roß bei Euch mit langem o ausgesprochen wird.

    • Einspruch: “dass” wird bei uns trotzdem auch mit kurzem Vokal gesprochen. Der bestimmte Artikel “das” wird mit langem Vokal gesprochen und das a wird in e umgewandelt: z.B. “Dees is klar, dass …”
      Mit der Rechtschreibreform waren wir nicht glücklich!!! – aber man gewöhnt sich an alles…
      Übrigens hab ich als kleines Kind von meiner Mutter schon eine Eselsbrücke zur Unterscheidung von das und dass gelernt: Wenn man statt dem DAS auf bayrisch auch DEES sagen kann, schreibt man das Wort nur mit einem s; wenn es keinen Sinn ergibt, schreibt man das Wort dann mit scharfem ß (bzw. heutzutage mit Doppel-s). Hat immer funktioniert!

    • Jetzt könnte man noch einen Exkurs anschließen über die Maß Bier: Eine “Maß” Bier spricht man unbedingt und ausschließlich mit kurzem a. Wenn sich ein Norddeutscher als solcher outen will, braucht er nur eine “Maas” Bier zu bestellen. Klingt ganz furchtbar. Das Maß (wie bei Maßbandl) spricht man aber mit langem a.

    • Ah, danke! Das hatte ich nicht bedacht bzw. wußte es nicht! 🙂

      *hackenklappen* (Das haben uns nach der Katastrophe von 1866 die ungeliebten Preußen beigebracht. 😉 Nee, macht auch hier heute keiner mehr.)

      Hier gab es nur die völlig papierene Regel: „Wenn man es mit ‚dieses, jenes oder welches‘ ersetzen kann, mit s, sonst mit ß.“ Aber das ist so schwerfällig, daß man es auch gleich richtig lernen konnte. 😉

      Übrigens: In Süddeutschland nennt man das ß „scharfes s“, nicht? Hier war das immer „Eszett“…

      Mit der Rechtschreibreform waren wir nicht glücklich!!!

      Na, Euer Zehetmair hat die wesentlich mit durchgedrückt. 😉

    • ya. und das Wort “gesprochen” dann vermutlich so: gschbrchn.

      Aussprache in Bayern für mich unmöglich. da würde ich nur noch schriftlich kommunizieren.

    • @ mgl
      ja, wenn jemand schon das Wort Pferd schwer aussprechen kann (s.o.), wird’s natürlich schwierig. Man würde übrigens “gschprochn” sagen.
      Bairisch ist eine eigene Sprache, die kann man mögen oder nicht, verstehen oder nicht.

      @ Jan
      Ja, leider, war unser Kultusminister Zehetmair maßgeblich beteiligt. Keine Ahnung, was ihn da geritten hat, konnte hier auch niemand nachvollziehen aus der “normalen” Bevölkerung. Die Rechtschreibreform hätte, glaub ich, keiner gebraucht.

      – ja, scharfes S, so haben wir es gelernt. Ich wusste lange nicht, dass es woanders Eszett heißt. Eszett waren für mich immer so kleine Schokotäfelchen 😉

    • mgl, Maria Theresia,

      ich behelfe mich, wenn’s mich mal in andere Gegenden der Republik verschlägt, je nach Lust und Situation folgendermaßen:

      A: Entweder ostentativ besonders „reines“ Hochdeutsch sprechen.

      B: In so einen absichtlich norddeutschen Missingsch-Tonfall verfallen. (Was ich hier nie machen würde.)

      Man möchte sich eben nicht abbiedern. Und das wollte auch Alois Permaneder nicht. 😉

      Herrlich ist das aber im Heiligen Köln, auch genannt Das Beirut Deutschlands oder Die Perle des Fernen Westens. 🙂 Die sind da turbolokalpatriotisch, haben aber komischerweise kaum je was dagegen, wenn man ihren Slang als Fremder nachäfft. Das geht echt nur da. 😀

    • Leben und leben lassen, wie wir in Bayern sagen.
      Bei uns hört man die bairische Färbung eigentlich immer heraus, auch wenn man rein Schriftdeutsch spricht. Da kann man nix machen (höchstens Sprechunterricht nehmen).

      Fällt mir gerade ein in dem Zusammenhang:
      Als unser Sohn zu sprechen begann, haben wir mit ihm bevorzugt hochdeutsch gesprochen, da die sonstige Umgebung sowieso bairisch spricht, damit er sozusagen zweisprachig aufwächst. Also sprach unser Kleiner so mit 2 – 3 Jahren relativ reines Hochdeutsch, allerdings mit der unvermeidlichen Sprachfärbung. Von Verwandten aus unserer Gegend kamen etwas verwunderte Fragen, warum wir mit unserem Kind nicht bairisch sprechen würden, es würde ja nur Hochdeutsch sprechen. Als wir mal bei anderen Verwandten (in Hessen) waren, meinten die, ja der Kleine wäre ja wohl ein Urbayer, der spricht ja richtig bayrisch.
      Alles eine Frage der Perspektive! 😀

    • Kleine Anekdote aus dem russischen Nordkaukasus von 1999: Ich habe da mal die andere Seite dieses deutsch-russischen Heirats-Businesses live mitbekommen. Also: hübsche Osteuropäerin läßt sich mit wohlhabendem, aber fetten und langweiligem Trottel aus Deutschland verheiraten.

      Ich war da im Kaukasus bei den Osseten auf Archiv/Forschungsreise, die Frau war auf Heimaturlaub. Das war eine ossetische Familie in der Stadt Wladikawkas, in der jeder mit jedem verwandt ist. Meine Gastgeber waren sowjetisch sozialisierte Germanisten, konnten also besser deutsch als ich.

      Diese Frau, eine sehr schöne Mittdreißigerin (Kaukasierinnen sind eben schön, was schon die Sultane von Istanbul gewußt haben), hatten sie (allen Ernstes) nach Oberammergau verheiratet. Und die Frau erzählte mir da zu Füßen des Kazbek auf deutsch, daß ihre kleine Tochter immer „kimma“ statt „komm mal“ sage. 🙂

    • Bairisch ist Hochdeutsch. das habe ich so von Belleslettres gehört, wurde mit so einer historischen Deutschlandkarte erklärt, selbst kann ich es nicht nachprüfen, also übernommen.
      aber: meistens wird man für so eine Aussage nur ausgelacht.

      Verstehen ist bei den meisten Sprachen/Dialekten einfacher als es selbst zu sprechen. das halte ich für normal.

    • Krischan,

      ich hab immer gedacht, da0 die Wurzeln des Standarddeutschen in Sachsen/Mitteldeutschland lägen?! Eben wegen Luther…

      (Daß man in H besonders reines Hochdeutsch spricht, stimmt zwar, aber eben auch nur, weil hier das Platt nach den Zweiten Weltkrieg ausgestorben ist. Aber das ist ein komplizierteres Thema…)

    • Zum Konsonantenreichtum der deutschen Sprache: englischsprachige Autoren verwenden als Nachnamen für deutsche Figuren mit Vorliebe solche, in denen ein “tz” oder ein “ck” nach einem Konsonanten vorkommt.

      Mir fällt auf, Jan schreibt “Phantasie”, während ich “Fantasie” verwende – ich schreibe generell lieber f als ph (Ausnahme wäre hier der Vorname “Philip”), während die meisten meiner Bekannten jenseits der 40 es lieber genau umgekehrt machen. (Telephon, Delphin, Phantasie sehen für mich schlicht nicht schön aus, mein Deutschlehrer ist bekennender “PH-Fan”. Hat anscheinend auch was mit Prägung zu tun).

      Ich spreche meine Eltern auch mit Vornamen an, kenne auch mehrere in meiner Altersklasse, die es so machen – die Mehrheit spricht aber von “Mama und Papa”.
      Meine Großeltern haben ihre Eltern mit “Mutter” und “Vater” angesprochen.

      MfG Leon

    • ich meine mal gelesen zu haben das Fantasie und Phantasie verschiedene Bedeutungen haben. Es ist anscheinend nicht das gleiche. Ich hab mir aber nicht gemerkt was da was sein sollte, finde auch keine Quelle dazu. sowas!

      und zum Hochdeutsch ist es auch das gleiche: Ich finde keine Belege für irgendwas bzw jeder sagt etwas anderes.

      dann gibts noch so Spezialisten die genau unterscheiden zwischen Hochdeutsch und Standarddeutsch. das ist wieder verwirrend weil in der Alltagssprache die beiden Begriffe synonym verwendet werden. Man muss erst herausfinden aus welcher Gruppe der jeweilige Sprecher stammt damit man weiß wie er es meint.

    • Ja, ich bin auch einer dieser Ph-Phans über phierzig! 😀 ich schreibe Graphik, Phantasie, Delphin – bei Telephon halte ich es mal so, mal so.

      Viele der Schreibungen mit f wurden ja überhaupt erst mit den RS-Reformen legalisiert bzw. durch sie eingeführt… Eben z.B. Fantasie und Delfin. (Ich vermute mal, das Wort Delph/fin ist in den letzten zwanzig Jahren mehr in Debatten über seine Rechtschreibung verwendet worden als einfach als zoologischer Begriff.) Und da ich einer der letzten Mohikaner bin, die an der alten Rechtschreibung festhalten, verwende ich sie natürlich nicht.

      Das Fantasie und Phantasie etwas anderes bedeuten, wäre mir aber wirklich ganz neu. Kann das vielleicht ein Mißverständnis sein? Wegen der Literaturgattung Fantasy?

    • So, jetzt bin ich wieder zuhause und kann gscheit mitreden 😉
      Ich bin ebenfalls bekennender Phan:
      Ich bin Ü-phierzig, habe in meinem Nachnamen und im Straßennamen ein ph, in den Namen meines jüngeren Sohnes sind jeweils ph enthalten und für mich sieht es komisch aus, wenn manche Wörter “neuerdings” mit F statt PH geschrieben werden, wie umgekehrt bei Leon. Wahrscheinlich eine Alterserscheinung; in 50 Jahren ist das PH vielleicht schon ausgestorben, wer weiß 😀

      Zum Thema Hochdeutsch:
      Ursprünglich gab es hochdeutsche und niederdeutsche Dialekte/Sprachen, diese Bezeichnungen rühren von der geographischen (ph!) Verbreitung her.
      Das Standarddeutsch, das heutzutage oft als Hochdeutsch oder Schriftdeutsch bezeichnet wird, hat sich aus hochdeutschen Sprachlinien heraus entwickelt.
      Das Ganze ist ein sehr komplexes Thema, das den Rahmen hier sprengt, Wiki kann hier einen Überblick verschaffen.

      “Martin Luthers Übersetzung des Neuen Testamentes, die er im September 1522 beendete, war ein wichtiger Schritt einer frühen, als Ausgleichssprache fungierenden deutschen Schriftsprache. Luther benutzte bevorzugt Lexeme ostmitteldeutscher und ostoberdeutscher, weniger solche aus westlicher und niederdeutscher Herkunft. Erstere weisen auch auf die Verwendung der Meißner bzw. sächsischen Kanzleisprache hin.”
      Zitat: https://de.wikipedia.org/wiki/Standarddeutsch
      Außerdem zum Thema:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hochdeutsche_Dialekte
      https://de.wikipedia.org/wiki/Niederdeutsche_Sprache

    • @ Christian
      Daher hast du recht, wenn du sagst, Bairisch ist Hochdeutsch.
      Natürlich ist Bairisch nicht Schriftdeutsch oder Standarddeutsch, das wird keiner behaupten wollen oder können. Aber es gehört zum hochdeutschen Sprachraum.

    • Na, aber mindestens 90 % der Deutschen dürften gar nicht wissen, daß es (auch) diese Bedeutung von Hochdeutsch gibt, also als Oberbegriff von mittel- und oberdeutschen Dialekten und in Abgrenzung von den niederdeutschen Dialekten bzw. Sprachen. Und auch die, die’s wissen, dürften den Begriff doch meistens im Sinne von Standarddeutsch verwenden. Und ein Begriff, bei dem man außerhalb von sprachwissenschaftlichen Expertendiskussionen jedesmal dazusagen muß, daß man ihn anders meint, als er normalerweise verwendet wird, scheint mir nicht sooo besonders praxistauglich…

    • Bloß weil es viele (noch) nicht wissen, heißt das ja nicht, dass man nicht drüber sprechen sollte…ist für viele Leute durchaus interessant. Man muss ja nicht in die allerfeinsten sprachwissenschaftlichen Details gehen. Erfahrungsgemäß immer wieder gut geeignet für Smalltalk oder auch mal ernsthaftere Gespräche 😉

    • Schon klar. 🙂

      Und es sei auch zugegeben, daß mir der Begriff Standarddeutsch (statt Hochdeutsch) auch deshalb nur mäßig sympathisch ist, weil Hochdeutsch eben ein bißchen emphatischer, stolzer klingt. Außerdem klingt Standarddeutsch für mich nach verdecktem Anglizismus, womit ich aber schiefliegen kann.

      Ich hatte ja schon mal angedeutet, daß ich Dialektpfleger nicht besonders mag, mir aber die Erhaltung der deutschen Hochsprache sehr am Herzen liegt. Daher mag ich übrigens auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache nicht und sympathisiere mit dem Verein Deutsche Sprache (ohne ihm bis jetzt anzugehören).

    • Maria Theresia, danke für den Link. Da steht viel Schlaues drin.
      Die Karten sind auch sehr aufschlussreich zusammen mit den Jahreszahlen.
      ich lese da gerade einen Abschnitt über die Vokale und muss feststellen ich weiß nicht was der Unterschied zwischen Kater und Kasse sein soll.
      (angegebene Beispiele für verschiedene a)
      Kasse ist etwas kürzer oder?
      unter “helles a” stelle ich mir das vor was die Frau an der Kasse sagt:
      Hallo. klingt fast wie Hällo. Häalo etwa. aber das ist doch deren Stimme die das macht und nicht der Buchstabe selbst?

      Jan, warum gibt es denn einen Verein und eine Gesellschaft für die deutsche Sprache und warum gefällt dir der Verein besser?
      Ist es vergleichbar mit einem Briefmarkenverein?(geschichtliche Beweise sammeln) oder geht es eher in die Zukunft?(welche Maßnahmen werden ergriffen)

      und: habt ihr auch gerade Hunger auf Zwieback?

    • Ich find grad die Stelle nicht, aber die männliche Katze, also der Kater wird bairisch mit einem offenen o, also ungefähr wie beim englischen “always” ausgesprochen: Koda
      Übrigens: das bairische Wort für “immer” heißt allerwei (eine etymologische Verwandtschaft, da gibt es auch etliche Beispiele: lake=See, auf bairisch Lacka für See oder Pfütze)

      Kasse wie im Schriftdeutschen, mit einem hellen a

    • Helles a heißt aber nicht, dass der Laut Richtung ä wie hällo geht. Schwierig zu beschreiben ohne die Lautschrift. Vielleicht fällt mir noch was ein, dann meld ich mich nochmal. Jetzt erstmal schlafen (kein helles a). Gute Nacht.

    • Christian, erstmal danke, den kleine Plausch über „Hochdeutsch“ vs. „Standarddeutsch“ überhaupt losgetreten zu haben.

      Ja, es ist meines Erachtens eine sprachpolitische Frage, bei der es letztlich eher um die Zukunft geht als um die Vergangenheit. Und hinsichtlich dieser Frage geht es mir um meine persönliche Meinung, die niemand teilen muß. Ich sympathisiere halt mit den „Sprachpflegern“, den vielgeschmähten „Sprachpuristen“, ohne selbst unbedingt einer zu sein. Ich meine, daß sich diese Leute in den letzten zweihundert Jahren immer wieder große Verdienste erworben haben. Hingegen nervt es mich, wenn deutsche Dialekte auf lehrerhafte Art konserviert, standardisiert und erhalten werden sollen.

      Komischerweise und vielleicht in scheinbarem Widerspruch dazu: Ich mag Dialekte ausgesprochen gern – fast alle deutschen Dialekte. (Übrigens gerade auch das vielveralberte Sächsisch.) Und ich finde es immer sympathisch, wenn jemand auch im Hochdeutschen einen dialektalen Ton hat.

      Wer Leute wegen ihres Dialekts auslacht, hat jedenfalls ein paar Ohrfeigen verdient. 😉 Das sind auch erfahrungsgemäß immer die Allerblödesten, mit deren Deutsch es dann selbst nicht so weit her ist.

      Meine Position, so ungefähr: Lehrerhaftigkeit und Pingeligkeit dort, wo sie angezeigt ist, nämlich bei der Pflege der Hochsprache – Duldsamkeit gegenüber und Freude an regionalem Charme.

      Nee, keinen Appetit auf Zwiebäcke. 😀

    • Das mit der GfdS verwirrt mich. Das ist doch kein Verein zur Dialektpflege, oder?

      Nein, natürlich nicht, es ist eine wissenschaftliche Gesellschaft und repräsentiert den sprachwissenschaftlichen Hauptstrom in der BRD. Und der ist mir und vielen anderen Leuten eben zu permissiv. Ja, klar, „Sprachwandel“ hat es immer gegeben – aber eben immer auch Leute, die sich darüber aufgeregt haben.

    • ah jetzt. Das Wort Spagat hat es deutlich gemacht.
      vorne ein normales a und hinten ein helles a. oder?
      bei den meisten Wörtern die dafür aber angegeben waren konnte ich es nicht feststellen.
      daher hatte ich von Kater und Kasse gesprochen, da ging es gar nicht um die Aussprache der Wörter selbst, sondern das war für Nichtkenner als Beispiel für die Aussprache der verschiedenen a gedacht.
      was ich mit hällo meinte: versucht, den Laut wiederzugeben was die Frau an der Kasse immer sagt, aber der Laut geht nicht mit Buchstaben zu beschreiben, weil es an der Stimme liegt. Also helles a habe ich leicht verwechselt mit hohe Stimme.
      Danke aber für die vielen Erklärungen Maria Theresia und Jan.
      werde die Woche über nochmal nachlesen. Müde machts.

  8. Noch was ist mir aufgefallen:
    Es sind 50 Namen, davon sind die folgenden Vokale mindestens 1 x enthalten
    a in 30 Namen
    e in 18 (gesprochen, ohne die stummen e’s))
    i in 32 (+ y als i-Laut)
    o in 28 Namen
    u in 11 Namen
    (falls ich mich nirgends verzählt habe).
    Reagieren Pferde besonders gut auf diese häufig gebrauchten Vokale oder ist das nur Zufall?

    • Von Katzen sagt man jedenfalls, dass sie auf Namen mit hellen Vokalen besonders gut reagieren. Gut möglich, dass das bei Pferden auch so ist. Ich hab’s nie ausgetestet, aber von den 13 Pferden in meinem Reitstall haben nur 3 einen Namen, in dem ein O vorkommt. Des weiteren habe ich 10mal A, 11mal I und 3mal E. Ein U gibt es überhaupt nicht. Ich kann mich insgesamt nur an relativ wenige Pferde erinnern, die keinen I- oder A-Laut im Namen hatten. Scheint wohl tatsächlich so üblich zu sein.

      Allerdings kann ich mir beileibe nicht vorstellen, dass irgendwer sein Pferd tatsächlich mit “Acatenango”, “Athanasius”, “Pontresina” oder “Flunkermichel” anspricht. Bis man den Namen ausgesprochen hat, wäre das Tier längst wieder mit was anderem beschäftigt… Ich gehe davon aus, dass die Pfleger und Trainer zumindest bei sehr langen oder fremdartigen Namen Spitznamen für die Tiere hatten (das Rennpferd Phar Lap wurde von seinem Trainer “Bobby” gerufen) . Ich habe bislang nur zwei Pferde gekannt, für das man bei einem mehr als dreisilbigen Namen nicht schnellstens einen Kosenamen entwickelt hätte. Auch eine Beobachtung meinerseits: je enger die Beziehung zum Tier, desto kürzer ist oft der Name, mit dem es angesprochen wird. (Im übrigen werden auch die wenigsten Rassehunde und -katzen mit dem Vornamen auf ihrer “Geburtsurkunde” gerufen. Die sind schon ganz gern mal ziemlich schräg).
      Die kuriosen Namen in der Rassetierszene dürften in vielen Fällen daherrühren, dass der Name mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben beginnen muss. Bei Vollblutpferden muss der Name des Fohlens z.B. mit dem gleichen Buchstaben anfangen wie der der Mutterstute. Außerdem gibt es, glaube ich, die Regelung, dass im Vollblüterstutbuch nur eine begrenzte Anzahl von Pferden (gleichzeitig?) denselben Namen tragen darf, vielleicht war es sogar nur eins (wie gesagt, ich glaube – ich bin mir nicht sicher, ob es so eine Regelung gibt).

      So, genug geschwafelt.
      MfG, Leon

    • Sehr interessant, danke für die Info!

      Das mit den Kurzformen für die sehr langen Namen kann ich gut nachvollziehen, hatte ich mir schon so ähnlich gedacht (s.o.)

    • Luigi ist die italienische Form von Ludwig.
      Im übrigen sind die Babynamen der Woche 14/2016 keine Namen von Kindern, sondern von Rennpferden. (1.April, s.o.) 😉

    • 😀

      Der kommt aber nicht aus Köln, oder?

      Da böten sich noch die (zugegebenermaßen stereotypen) Namen an:

      „Et es wie et es“

      „Et kütt wie et kütt“

      „Et hät noch immer joootjejange.“

      😉

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