Von 29. Januar 2016 47 Kommentare Weiterlesen →

Babynamen der Woche 05/2016

Aurora * Ingmar * Avelina Ilse * Milenia * Levi Caspar * Nikolas Gregory * Arthur * Justus Paul Edward * Daphne Fauna * Teo Luka * Janne Rita Susila * Finjes Beon * Casimir * Catya Mercé * Serina * Santino Oliver * Felicitas Helene * Nathaniel * Jakob Titus * Kieran Jaz * Ewin * Kija * Atreju David * Naisha * Darina * Jucelmo * Elisa Flavia * Nella Viktoria * Sissy Luise

Babynamen der Woche

Autor:

47 Kommentare zu "Babynamen der Woche 05/2016"

  1. elbowin sagt:

    Milenia * Zum „Jahrtausendbaby“ Milennia fehlt ein n, für eine Milena ist ein i zuviel im Namen. So sitzt die kleine Milenia zwischen den Stühlen.
    Levi Caspar * Ein Dreikönigskind?
    Daphne Fauna * Fauna ist schon ein sehr spezieller Zweitname
    Finjes Beon * Einen Beorn hätte ich früher oder später hier erwartet, aber was ist Beon für ein Name?
    Santino Oliver * Der o-o-Zusammenstoß ist ein Schönheitsfehler (aber mehr auch nicht)
    Jucelmo * Was steckt in diesem Namen? -elmo erinnert an das germanische Namenselement HELM, aber was macht das Juc- (Juss? Dschuss?) davor?

    • Maia sagt:

      Ich kenne einen Deutsch-Brasilianer um die 40 der Jucelmo heisst. Brasilianer sind ja oft sehr kreativ bei der Namensvergabe, aber das -elmo ist sicher eine Referenz an seinen deutschen Ursprung.

    • Maria Theresia sagt:

      -elmo steckt aber auch im italienischen Guglielmo, muss also nicht zwingend germanisch sein.

    • elbowin sagt:

      Tsk, Guglielmo ist ein germanischer Wilhelm in italienischer Verpackung. Auf Italienisch wird sogar aus Wilhelm Tell Guglielmo Tell …

    • Maria Theresia sagt:

      Stimmt, da stand ich grad auf der Leitung.

  2. Annemarie sagt:

    Da mag ich besonders …
    Avelina Ilse – hoffentlich wird aus dem Erstnamen nicht „nur“ eine Lina. Aber ein Viersilber lädt schon zum Abkürzen ein …
    Felicitas Helene
    Nathaniel
    Elisa Flavia
    Nella Viktoria – vor allem Nella 🙂

  3. connywuuh sagt:

    Die schönste Kombi diese Woche: Jakob Titus. Ganz besonders mag ich den Namen Titus. Jakob ist auch schön.Weiterhin gefallen mir noch als Einzelnamen:

    Avelina, Levi, Justus, Daphne, Felicitas und David. David aber nur deutsch ausgesprochen.

  4. Maria Theresia sagt:

    Heute gibt’s aber wieder Sachen!
    Daphne Fauna – die große Schwester heißt schon Flora, oder? 😉
    Janne Rita Susila – Janne, dachte ich, ist männlich (Skispringer Janne Ahonen), Rita klingt ältlich und Susila?!?
    Finjes Beon – sehr abgefahrener Name
    Ewin – ist das ein Tippfehler und heißt eigentlich Erwin oder Ewan (wie McGregor)?
    Atreju David – die unendliche Geschichte :-)…“Wiiie heißt du??“
    Jucelmo – für einen Brasilianer gut vorstellbar, für ein hiesiges (ich sage bewusst nicht „deutsches“) Kind wohl doch zu ausgefallen
    Naisha, Kija, Kieran Jaz, Catya Mercé – lieber nicht
    Ganz in Ordnung sind:
    Aurora und Darina(wo es zum Nachnamen passt, ginge auch als Zwillingskombi), Justus Paul Edward, Casimir, Arthur, Felicitas Helene
    Schön finde ich
    Jakob Titus
    Elisa Flavia
    Nella Viktoria (Viel schöner als Nele! Von Petronella?)

  5. Anonymous sagt:

    In dieser Woche gefallen mir nur Felicitas Helene, Caspar und Justus Paul (ohne Edward!).

  6. Anna sagt:

    Nach langer Zeit reißt es mich doch wieder hin, zu kommentieren. Hab aber immer schön mitgelesen. Sind diesmal zu viele (schöne) Namen dabei, die ich kommentieren muss.
    Avelina Ilse: Avelina finde ich wunderschön *_* es sollte verboten sein ihn abzukürzen 😉 bin kein freund von Ilse, aber hier stört es nicht weiter. Gsd wurde auf einen Bindestrich verzichtet, der hätte alles kaputt gemacht. schönster Mädchenname heute.
    Casimir: fand ich auch schon immer schön, würde ich mich aber nicht trauen zu vergeben. Schönster Jungenname heute.
    Levi Caspar: Caspar finde ich auch toll, besonders in dieser Schreibweise. Schade, das ich den Namen mit einem „Kasper“(rein klanglich, natürlich ein Geschichtsträchtiger und ehrwürdiger Name, kann es aber leider nicht abstellen) assoziere, sonst ständ er auch weit oben auf der Liste
    Nathaniel: wird bestimmt englisch ausgesprochen, da mag ich ihn nicht so, aber die deutsche Form „Nathanel“ find ich super!
    Ingmar: seit ich I. Stadelmann kenne, finde ich den Namen immer besser.
    Daphne Fauna: Daphne mag ich nicht, dafür finde ich Fauna sehr interessant.
    Catya Mercé: eine sehr kreative Schreibweise von Katja? und damit man seinem Stil treu bleibt gleich eine ungewöhnlichere Schreibweise von Mercy? davon abgesehen, beides nicht meins.
    Atreju David: Ich wusste, das ich den Namen schon mal irgendwo gelesen hatte, wusste aber nicht mehr wo. Bis ich weiter oben gelesen habe, das er aus der unendlichen Geshcichte kommt. Ungewöhnlich, aber warum nicht? Und David ist natürlich immer schön, auch wenn er weich ist, was aber weiderum ein guter Kontrast zu Atreju ist. Vorausgesetzt er wird überhaupt so ausgesprochen wie ich es denke
    Aurora: gefällt mir auch
    Teo Luka: find ich sehr hübsch, nur wundert mich, dass der teo ohne h, Luka aber fadür mit k geschrieben ist. Mir würde das H gar nicht fehlen, wenn Luca mit c geschrieben werden würd (ital.) Also Teo Luca oder Theo Luka, das wäre perfekt. Aber teo ohne H wirkt definitiv frischer und jünger.
    Milenia: wird es schwer zwischen den ganzen Milenas, Melinas, Melanies und Lenis haben (also das der Name nicht falsch geschrieben bzw, mit den anderen Namen verwechselt wird. In meiner alten Schule hatten wir einmal Melina, Alina und Melanie, das war manchmal ganz schön verwirrend 😉
    Santino Oliver
    Justus Paul Edward: schöne Bedeutung: der gerechte, kleine Hüter/Schützer
    Serena:-da ist klar wie man ausspricht

    Finjes Beon, Ewin, Kija, Naisha, Jucelmo: kenne alle nicht

  7. Mark sagt:

    Für mich sticht diese Woche der Name Justus Paul Edward aus der Menge heraus. Nun gut, ich muss zugeben, Edward als ein englischer Lieblingsname von mir und als der Name meines amerikanischen Großvaters, zieht mich immer sehr an. Aber es ist auch die Gesamtkombi, die mich interessiert.

    Justus finde ich toll. Man hört das lateinische Wort für Gerechtigkeit sofort heraus, und der Name ist sehr stattlich und männlich. Finde ihn, um ehrlich zu sein, um vieles schöner als so einen weicheren Namen wie Julian. Durch das J hat der Name aber auch noch eine gefällige, weiche Note, trotz markant-männlichem Allgemeineffekt.

    Paul als weiterer lateinischer Name, der auch ein U beinhaltet, ist passend. Auch wird hier ein Zweisilber von einem Einsilber gefolgt, was ich rhythmisch schön finde. Zudem ist die Apostelfigur Paulus eine herbe, asketische Figur, die gut zu der etwas herben Gerechtigkeitsaura des Namens Justus passt.

    Und dann schließlich noch ein angelsächsischer Königsname, der auch etwas herrliches, gar herrschaftliches, ausstrahlt.

    Meine Frage ist allerdings: wie wird der Name Edward lautlich integriert? Wird er deutsch gesprochen (Edvard)?

    Frage an andere Leser hier: glaubt ihr, ein Edward würde in Deutschland normalerweise Edvard gesprochen, oder doch eher (pseudo-)englisch. Ich finde es besser, wenn der Name lautlich ins Deutsche integriert wird.

    Und dann noch: findet ihr im Deutschen Eduard oder Edward besser?

    Aber abschließend noch: Justus Paul Edward ist eine tolle Kombi!

    • Knud sagt:

      Ich kannte einen Edward und dessen Name wurde mit einem ganz normalen deutschen w gesprochen. Wie kommst du auf die Idee, das w sollte als v gesprochen werden? Mir kommt das sehr seltsam vor.

    • Xaver sagt:

      Twilightfans wuerden den Namen wohl (pseudo) englisch aussprechen, alle anderen deutsch.

    • Vivica sagt:

      Ich glaube, Mark meint Edward = mit englischem W-Laut und Edvard = mit deutschem W-Laut. Ich wäre versucht, einen Edward englisch zu sprechen, weil alle Edwards meines Bekanntenkreises Amerikaner sind. Finde die eingedeutschte Aussprache aber auch gut.
      Noch besser finde ich Edwin. In jeder Sprache.

    • Maria Theresia sagt:

      Ich finde Edward besser, griffiger. Eduard ist zwar die eigentlich übliche Form im Deutschen, aber klingt altmodischer und erinnert mich immer an Eduard Zimmermann von Aktenzeichen XY.
      Aber ich würde den Namen Edward, mit einem a-Laut aussprechen, nicht „Edword“ wie im Englischen (leider kann ich die Lautsprache nicht richtig schreiben, aber ihr wißt, wie ich es meine?!)

    • Jan sagt:

      Eduard ist zwar die eigentlich übliche Form im Deutschen, aber klingt altmodischer und erinnert mich immer an Eduard Zimmermann von Aktenzeichen XY.

      Zündungen zu Eduard bei mir in dieser Reihenfolge:

      – Karl-Eduard von Schnitzler – lange Jahre der rattig-witzige und blitzgescheite Chefkommentator des Fernsehens der DDR, sozusagen ein Klassenrenegat vom Feinsten…

      – Eduard VII. – der m.E. sympathischste englische König mindestens der letzten zweihundert Jahre. (Der auf deutsch eben Eduard VII. heißt und nicht „Edward VII“.)

      – In der Tat Ede Zimmermann. Der zieht den Namen in der Tat nach unten. :mrgreen:

      – Eduard Bernstein – Revisionist, sozialdemokratischer Theoretiker. So eine Art Vor-Vor-Läufer der Agenda-2010-SPD. 😉

      Ich meine einfach, daß deutsche Namensformen fast immer besser sind als englische, schon weil die englischen heute so unangenehm kleinbürgerlich, möchtegern-weltläufig und piefig klingen.

    • Maria Theresia sagt:

      Da hast du grundsätzlich auf jeden Fall Recht damit, dass die deutschen Namensformen meist besser sind, hier in der Kombi mit Justus Paul finde ich aber Edward als Zweisilber tatsächlich besser als den dreisilbigen Eduard.
      Schnitzler und Bernstein kenn ich natürlich, aber sind mir als Eduards kein Begriff, ich glaub, die sind nicht soo bekannt. Ansonsten natürlich Arthur und Leonard ((Schnitzler/Bernstein) 🙂

    • Mark sagt:

      Knud, Xaver, Vivica, Maria Theresia, und Jan,

      Danke für die Rückmeldungen.

      Edvard mit V sollte tatsächlich das deutsch-gesprochene W zum Ausdruck bringen, während „Edward“ ja offenlässt, ob vielleicht nicht das englische W gesprochen wird.

      Also, ich habe von Euch den Eindruck vermittelt bekommen, dass viele Deutschen einen Edward hier mit deutschem W aussprechen würden, dass aber schon ein Ausspracheunsicherheitseffekt besteht.

      Allgemein finde ich Eduard im Deutschen besser; in der Kombi mit Justus Paul passt Edward in dieser Form doch etwas besser (siehe Maria Theresias letzten Kommentar).

      Ich selber habe wegen meines Großvaters eine gewisse Zuneigung zu der Form Edward. Würde sie in Deutschland aber nicht pseudo-englisch aussprechen lassen sondern auf einer deutschen Aussprache bestehen (auch mit A-Vokal hinten).

    • Jan sagt:

      Und ich hab mal wieder etwas zu dolle auffen Pudding gehauen. 🙁 Um Pardon.

      Natürlich haben englische Namen im Deutschen schon so ein spezifisches Geschmäckle, aber es gibt da aus hier oft verhandelten, unterschiedlichen Gründen doch schon Abstufungen. Und Edward ist da in einer Kategorie verortet als Floyd oder Lennox, auch wenn ich Eduard besser finde. Ich würde Edward aber doch auf jeden Fall deutsch aussprechen – übrigens gerne auch dann, wenn mir bekannt ist, daß es sich um einen Angelsachsen handelt. Edward Hopper deutsch auszusprechen klingt m.E. jedenfalls erheblich besser und souveräner, als im Deutschen die US-amerikanische Aussprache nachzuäffen. Und nebenbei bemerkt finde ich in solchen Fällen ein „internationales Standard-Englisch mit deutschem Akzent“ (auch wenn es Pseudo-Englisch sein mag) immer noch besser als zu große, ängstlich-lehrerhafte Genauigkeit.

      Mich nervt auch immer die Beflissenheit von zweitklassigen JournalistInnen, die ihre Sprachkompetenz unter Beweis stellen wollen, indem sie italienische Namen in perfekter Breiigkeit, portugiesische in makellosem Genuschel etc. artikulieren. Uns Deutschen fehlt da oft ein wenig das Selbstbewußtsein.

      Übrigens: Meines Wissens war auch der Name Alfred, der doch heute wohl rein deutsch klingt, im 19. Jahrhundert noch ein englischer Vorname. Jedenfalls soll sich der alte Krupp (also der eigentlich Dynastien-Gründer) von Alfried in Alfred umbenannt haben, weil ihm das englischer und damit moderner und „industrieller“ zu klingen schien. (Er hat in England mit Erfolg das betrieben, was wir heute Industriespionage nennen würden.)

    • Da sind die Franzosen doch wesentlich entspannter, die sprechen auch englische Namen konsequent französisch aus (Uma Thurman = Üma Türmann, Matt Damon = Matttt Damonn, der Bounty-Riegel ist ein Bunntie usw.)
      Quelle: arte karambolage (ich hoffe, ich hab jetzt den richtigen Link erwischt):
      http://www.arte.tv/magazine/karambolage/de/die-art-und-weise-das-bounty-karambolage

    • Jan sagt:

      Als rechtsradikale Studenten waren wir in den 90ern von genau diesem Schneid der Franzosen begeistert (und vielleicht etwas zu sehr begeistert) … der berühmte „Panache“ halt, der Helmbusch, der im Nachmittagslicht weht.

      Der Schneid eben, sich nicht von irgendeinem Proleten oder Lehrern aus „Newcastle upon Tyne“, Essex oder aus Idaho erklären lassen, wie dies oder das nun gerade auszusprechen sei.

      Wir dachten damals so ungefähr: „Was sollen wir uns nun ausgerechnet von den erzkriminellen US-Amerikanern was über ihre Geschichte und Sprache erzählen lassen? Die Franzosen haben das ja auch nicht nötig. Die Franzosen schnallen eben noch, daß wir hier die Zivilisation sind und nicht die da drüben jenseits des Ozeans.“

      Ach bla. Und gehört hier auch nicht hin.

      Tempi passati.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Edward klimgt deutsch gesprochen mMn nicht sehr schön, passt aber englisch auch nicht wirklich nach Deutschland und ich finde hier due deutsche Aussprache schöner und passender. Eduard gefällt mir aber besser. Das ist dann der englischen Aussprache aich sehr ähnlich, ohne dass es nach starkem Akzent klingt.
      Die Franzosen importieren teilweise englische Wörter und sprechen diese dann teilweise sehr seltsam aus. (Le week-end, [le uik änd] (das Wochenende), le camping-car [le komping kar] (der Wohnwagen))

    • Rebecca Sophie sagt:

      Was mir gerade auch noch einfällt. Die Engländer sprechen auch alles englisch aus. Meine Mutter war als Studentin einige Zeit in London und wurde von ihrem Professor auf etwas angesprochen, dass nach einem Deutschen benannt war (Was habe ich vergessen). Erst nach einiger Zeit stellte sie fest was es war und berichtigte den Professor, dass es anders hieße, was dieser energisch abstritt.
      Bei Namen gilt das übrigens genauso, wärend die Engländer jeden Namen englisch aussprechen (was bei einigen Deutschen zu Kopfzerbrechen bei der Namenswahl führt) versuchen wir immer die entsprechende Aussprache perfekt nach zu ahmen, nicht immer mit Erfolg…

    • Jan sagt:

      Bah, schwierig… Ich würde kurzgefaßt sagen, daß diese deutsche Eigenheit, es immer besonders genau und besonders richtig und noch besser machen zu wollen, zugleich eine der größten Stärken und Schwächen unseres Volkes ist. Wir nerven alle, weil wir immer die Besten sein und auch noch geliebt werden wollen (wo werden Klassen-Primusse je geliebt?), sind aber eben wirklich oft die Besten.

      Mit dieser Attitüde macht man sich kaum je beliebt, aber sie gehört zu uns.

    • Maria Theresia sagt:

      Da ist was dran an dieser These.

  8. Vivica sagt:

    Aurora finde ich toll. Jedenfalls mit deutscher Aussprache, englisch ist der eine Katastrophe (Orroruh). Auch toll finde ich die spanische Abwandlung Aurea, und weitere Varianten (Aurica, Aura, Aurelia). Sehr stilvoll.

    Avelina Ilse ist mir zu sehr Stilbruch. Avelina lebt nah an der Kitschgrenze, und Ilse passt dazu nunmal sehr sehr wenig. Evelyn Elsa wäre einer meiner Meinung nach eine besser passende, etwas moderne, weniger krass kombinierte Alternative. Ein weiterer Stilbruch ist Nikolas Gregory, da hätte man ruhig in einer Sprache bleiben können.

    Besonders schön finde ich Levi Caspar. Levi ist ein sehr weicher Jungenname, dazu passt Caspar ganz gut. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Caspar oder Casper besser finde, aber schön ist der Name in jeder Schreibweise. Und Levi ist ein weiteres Beispiel für einen Namen, der deutsch ausgesprochen einfach besser klingt. Wird aber trotzdem auch hier gerade in den USA gerade modern.

    Weitere Highlights: Casimir (edel), Janne (besonders toll an einem Mädchen), Felicitas Helene (lang, aber stilsicher), Flavia (großartig), Jakob Titus (klingt gut, auch wenn zwei Zweisilber immer etwas problematisch sind) und Daphne (auch mit ungewöhnlichem Zweitnamen).

    Besonders seltsam finde ich in dieser Woche Susila (?), Finjes und Kija. Sissy würde ich aufgrund der englischen Bedeutung nie vergeben. Irgendwann wird das arme Kind bestimmt mal ins englischsprachige Ausland reisen und dort dann sehr bemitleidet werden.

  9. Maria Theresia sagt:

    Additum:
    Der kleine Hanno aus den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann heißt mit vollem Namen „Justus Johann Kaspar“, also gleich zwei unserer Wochennamen hier.

    • Jan sagt:

      Nach Jean, Tom und Hanno können nur noch der Typhus, die Zahnärzte und das Aussterben der Dynastie kommen. 😉

      (Hanno ist übrigens der Funkrufname der Hannoveraner Polizei.)

    • Maria Theresia sagt:

      Zuerst aber die Zahnärzte und dann der finale Typhus!

      Hat mich übrigens immer schon gewundert, dass der älteste Sohn TOM genannt wurde, klang für mich immer fast zu modern für die Lübecker Pfeffersäcke der damaligen Zeit, aber Thomas Mann wirds schon richtig gewusst haben 😉

    • Jan sagt:

      Hö, aber das sind doch halt diese hanseatischen Anglizismen, die noch heute durchgehen… Also Tom, Henry, John, zur Not wohl auch James…

    • Maria Theresia sagt:

      Jawohl, wie auch James Möllendorpf, seligen Angedenkens; aber mir war halt vor der (lang zurückliegenden) Erstlektüre nicht klargewesen, dass es diese Anglizismen auch damals schon gab. Sowas kannten wir ja hier im Süden nicht 😉

    • Jan sagt:

      Haha, ja, kann sein. 🙂 Der Permaneder (?), also der Münchner Brauereibesitzer, den die Toni als zweiten heiratet, hieß Alois mit Vornamen, oder?

      Ist ja auch interessant, daß der ganz alte Buddenbrook, also der, der eigentlich nur platt und französisch spricht, seinem Sohn noch einen französischen Rufnamen anhängt, also Jean. Und daß man dann aber im Zeitalter der Industrialisierung zu englischen Kurzformen übergeht.

      Und ja, das mit den hanseatischen englischen Vornamen war wohl so eine erste Welle von englischen Vornamen im deutschen Sprachraum. Der leibliche Vater von Willy Brandt hieß John Möller… An James Krüss könnte man noch denken oder an Henry Nannen. Und noch an viele andere.

    • Maria Theresia sagt:

      Richtig, der Alois Permaneder, die bayrische Karikatur (allerdings Hopfenhändler, nicht Brauereibesitzer) – es is halt a Kreiz!

      Alois war früher in Bayern ein ganz normaler gebräuchlicher Name, ist aber inzwischen sehr selten geworden. (Permaneder ist mir als Nachname im echten Leben noch nie untergekommen, und ich hab viel mit Namen zu tun)

      Die „christlichen Kaufleute“ waren ja teilweise auch durchaus frömmelnd in ihrer Namensgebung – Gotthold, Christian, Bendix -„Ich liebe (…) die Namen, welche schon an und für sich erkennen lassen, daß ihr Träger ein Christ ist.“
      Die Namensgebung im Roman wäre ja wieder mal eine gesonderte Betrachtung wert: Thomas, Christian, Gerda, Antonie, Clara, Klothilde, Jürgen, Justus, Hugo, Stephan,Ida, Aline, Erika, Therese, Babette, Eva, Kai, Hermann, Sievert, Friederike, Henriette (also von relativ modern heute, wie Ida, zu hoffnungslos veraltet wie Klothilde)

      James Krüss und Henry Nannen, natürlich, aber die waren halt auch schon deutlich später, Thomas Buddenbrook war 1835 so ca. 9 oder 10 Jahre alt, daher hatte ich das englisch-modische zu der Zeit ursprünglich nicht vermutet.

    • Jan sagt:

      Ja, „Die Buddenbrooks und ihre Vornamen“ – darüber könnte man wohl ein Buch schreiben, und vermutlich haben sich auch schon brave Germanisten gefunden, die genau das getan haben. In den Kommentaren in diesem Blog gab es dieses Thema auch schon, nämlich mindestens einmal so vor ca. einem dreiviertel Jahr (Mark und ich und vielleicht noch andere).

      Man sieht das ja: Bei mir ist „Alois Permaneder“ als damals typisch Münchner Name eingerastet (inkl. Nachname), obwohl ich mich an den Beruf nicht mehr genau erinnern konnte. (Ist 15-20 Jahre her, daß ich das gelesen habe; aufgefrischt wurde die Erinnerung allerdings durch Verfilmungen: die mit Hansjörg Felmy als Tom aus den 50ern und die vor einigen Jahren, in der allerdings der „ganz alte B.“ mit Jean B. zusammengeschmissen wird.)

      Uah! Und das ist eines der einfach witzigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Muß ich unbedingt nochmal lesen! 🙂

      James Krüss und Henry Nannen, natürlich, aber die waren halt auch schon deutlich später, Thomas Buddenbrook war 1835 so ca. 9 oder 10 Jahre alt, daher hatte ich das englisch-modische zu der Zeit ursprünglich nicht vermutet.

      Hm. Ich weiß jetzt nicht, wann Thomas im Roman genau den Kosenamen Tom angehängt bekommt… Getauft ist er natürlich als Thomas. Aber in den 1820er Jahren ist die Industrialisierung in England doch schon im Gange… Und dazu kommen die alten maritimen Handesbeziehungen der Hanseaten nach England. Und wohl auch die Tatsache, daß England nach Napoleon (also eigentlich seit Trafalgar 1805) auf See unangefochten die Nummer 1 ist.

      Und noch ein „Hm“: Die Zahl der englischen Vornamen, die da übernommen worden sind, war wohl doch überschaubar. Also: Tom, James, Henry, John. Und nicht viel mehr, wenn ich mich nicht irre. Also anders als heute…

    • Maria Theresia sagt:

      Vor einem halben Jahr hatte ich diesen Blog noch nicht entdeckt, bin erst seit ca. Weihnachten hier zugange, also bitte ich um Entschuldigung, wenn ich hier ein abgehandeltes Thema aufwärme. 🙂
      Meine Meinung: Die Verfilmung mit Felmy aus den 50ern ist nicht so toll, der Film von Heinrich Breloer mit Iris Berben und Armin Mueller-Stahl ist zu oberflächlich und unklar (wo wohl auch die beiden B. „zusammengeschmissen“ werden), ich empfehle bei Bedarf den Mehrteiler (ungefähr von 1980), der setzt die Vorlage sehr gut um.
      Ja, ich finde es auch witzig, ich lese es immer mal wieder, jedesmal ein neues Vergnügen.
      Und abschließend: Thomas wird bereits im 1. Kapitel von der achtjährigen Tony TOM genannt.

    • Jan sagt:

      Nee, nicht abgehandelt, sondern nur angerissen… 🙂 (Wie gesagt, die Damen und Herren Germanisten wären gefordert.)

      Genau, von Breloer war das vor ein paar Jahren. Die Verfilmung aus den 80ern kenne ich leider nicht. Ich mag einfach den Felmy. 🙂 (Das ist so ein Archetyp von Frauenschwarm, der im Gegensatz zu Bowie etc. auch Männern nicht auf die Nerven geht. :mrgreen: Aber das ist wieder ein anderes Thema.)

      Von Falladas „Bauern, Bonzen und Bomben“ gibt es übrigens eine sehr hübsche, wunderbar kleinteilige und langsame, 5(?)-teilige Fernseh-Verfilmung aus den späten 70ern oder frühen 80ern. Das könnte man heute, da die Produzenten schon fürchten, ihr Publikum mit Zweiteilern zu überfordern, nicht mehr so machen.

      Rundrum Gute Nacht, Horrido, Glück ab – und einen guten Start in die neue Woche.

    • Maria Theresia sagt:

      Übrigens hat JOHN von Düffel (dt. Schriftsteller und Dramaturg)eine Bühnenfassung der Buddenbrooks geschrieben (ca. 2005) 🙂

  10. celia sagt:

    am besten gefällt mir:

    Justus Paul Edward

    auch gefallen mir:

    Avelina Ilse
    Levi Caspar
    Felicitas Helene

    leider finde ich den namen Titus besonders schlimm. auch ist der name titus auf englisch besonders unschön, leicht gesagt. eher ein name zu vermeiden.

  11. Ich sagt:

    Ich finde die Namen schlichtweg furchtbar. Mal ehrlich, wer mag denn so heißen? Grausam…und dann sicher noch einen Doppelnamen als Nachname hinterher…übel.

  12. Schtroumpfette sagt:

    Atreju David – da habe ich gleich das Gesicht des Filmhelden vor Augen…. Da mir der Name „Atreju“ sonst noch nie begegnet ist, fände ich es schon befremdlich ein anderes Gesicht damit in Verbindung bringen zu müssen. Mir wäre der Name durch die Heldenfigur zu besetzt, als dass ich mich trauen würde ihn als Erstnamen zu vergeben. Dennoch ist Atreju David mein Favorit dieser Auswahl! Ich finde diese Kombi ganz toll! David passt von der sanften Wirkung her prima zu Atreju. Klanglich passen die Namen super zusammen, da durch Davids gedehnte Anfangssilbe Bezug auf die letzten beiden ebenfalls gedehnten Silben Atrejus genommen wird, und Davids Endlaut greift das t wieder auf.

    Bei Santino Oliver geht die Assoziationsmaschine auch gleich los, denn bei „Santino“ denke ich an den ältesten Sohn des Paten… und der wird ja auf grausame Weise ermordet. Und daher würde ich den Namen nicht vergeben. Aber hier merke ich wieder, dass man sich vielleicht von diesen Assoziationskisten nicht so beeinflussen lassen sollte. (Schöne) Namen müssen doch eine Chance haben. 😉 Mir gefällt Santino gut. Oliver mag ich auch – wenn er auch hier als Zweitname durch die unterschiedliche Namensherkunft und den gleichen Vokal an den Wortgrenzen nicht so gut zu Santino passt.

    Nikolas Gregory – Nikolas (mit k) gefällt mir immer besser – einfach ein schöner Name. Gregory überzeugt mich an dieser Stelle nicht so ganz.

    Justus Paul Edward – zu der Kombi wurde hier wohl schon alles gesagt. Also kurz: mir gefällt sie auch.

    Ansonsten gefallen mir von den Jungennamen noch Ingmar und Nathaniel.

    Von den Mädchennamen gefällt mir einzig Felicitas Helene – und Avelina Ilse finde ich auch noch ok und noch Aurora.

  13. Schtroumpfette sagt:

    Danke, Neuhier! Das ist ja lieb!! 🙂

  14. Sabina sagt:

    Mir gefallen diese Woche:

    Aurora * Nikolas Gregory * Nathaniel * Darina

Kommentieren