Kevinometer 2 – jetzt mit tollem Bonus-Feature

Die bisher häufigste Frage von werdenden Eltern auf Babynamenssuche an mich:

Läuft unser favorisierter Vorname Gefahr, ähnlichen Vorurteilen ausgesetzt zu werden wie der Name Kevin?

Zur Beantwortung dieser Frage habe ich die Kevinometer-App herausgebracht, seitdem wurde mir die Frage nicht mehr gestellt.

Die neue häufigste Frage:

Wie viele Kinder heißen UNSERLIEBLINGSNAME?

Ab sofort beantwortet das Kevinometer auch diese Frage! Anhand der repräsentativen Stichprobe, die ich für die Erstellung der Hitlisten der häufigsten Vornamen erhoben habe, ermittelt die App für über 2.000 Vornamen, wie viele Namensträger es pro Geburtsjahrgang gibt.
Kevinometer 2
Die Auswertungsgrundlage sind weit mehr als eine Million Geburtsmeldungen. Aus diesen Daten wird die Anzahl der Kinder hochgerechnet, die in den Jahren 2006 bis 2016 den bestimmten Namen bekamen.

Die 4 größten Missverständnisse zur Kevinometer-App

Kevinometer im NDR-TV
Im NDR-Fernsehen wurde das Kevinometer vorgestellt und das Mamaclever-Blog hat die App getestet.

Hier möchte ich einige Missverständnisse zum Kevinometer ausräumen, die öfter aufgetreten sind:

Mandy müsste eine höhere Kevinwahrscheinlichkeit haben

Keine Frage, Mandy ist ein Schubladenname. Allerdings steckt Mandy nicht in derselben Schublade wie Kevin. Die Mandys sehen sich dem Vorurteil ausgesetzt, sie kämen aus der DDR – und das zu recht, denn Mandy war tatsächlich in der DDR ein sehr häufiger und in der BRD ein sehr seltener Vorname. Außerdem in derselben Schublade: Nancy, Cindy, Ronny und Enrico.

Mein Name ist doch ein ganz normaler Vorname

Natürlich habe auch ich die Namen meiner Freunde, Verwandten und Arbeitskollegen ins Kevinometer eingegeben und meinen eigenen Namen ausprobiert und das macht ja auch großen Spaß und belebt eine Party ungemein. Die App wurde aber für das Szenario entwickelt, dass man jetzt einen Babynamen sucht. Als Eure Eltern Euren Vornamen ausgewählt hatten, galten ganz andere Rahmenbedingungen. Der Kevinometer-Algorithmus basiert auf den Erkenntnissen der letzten Jahre und kann darum nicht vernünftig auf heutige Erwachsenennamen übertragen werden.

Adolf ist doch extrem vorurteilsbelastet

Es gibt in Deutschland keine Vornamen, die stärker mit Vorurteilen behaftet sind als Kevin und Adolf. Aber wie bei Mandy gilt auch hier: Es sind vollkommen unterschiedliche Vorurteile. Das Kevinometer prüft nicht, ob ein Vorname überhaupt Vorurteile erzeugt, sondern ist auf das Kevin-Klischee spezialisiert. Darum ist die Kevinwahrscheinlichkeit des Namens Adolf im grünen Bereich.

Das Kevinometer ist zu teuer

Ich biete die App zum niedrigsten Preis an, den Apple erlaubt – billiger geht also nicht. Und irgendwie möchte ich die Kosten finanzieren; ich habe einen vierstelligen Betrag investiert (schon die Erlaubnis, etwas im App-Store anzubieten, kostet Geld).

Andere bieten ihre App gratis an und vermarkten die Nutzerdaten bzw. werten diese für eigene Zwecke aus, das kommt für mich nicht in Frage. Das Kevinometer wird einmal installiert und funktioniert dann ohne Einschränkungen offline, es gibt keinerlei Verbindungen zu irgendwelchen Servern. Niemand erfährt, welche Namen Ihr eingebt!

Werbung wäre eine alternative Finanzierungsmöglichkeit. Dann müsste die App aber online gehen und Daten austauschen. Außerdem, so mein Eindruck, wird Online-Werbung immer unbeliebter bei den Nutzern. Auf beliebte-Vornamen.de gibt es Werbung, da habe ich noch keine Alternative gefunden. Mein Traum ist, die Website werbefrei machen. Dazu müsste die Bezahl-App so viel Geld einbringen, wie ich benötige, um die Vornamenhitlisten und den Websitebetrieb zu finanzieren.

Wie gesagt, den Preis kann ich nicht senken, weil es der vorgeschriebene Mindestpreis ist. Ich werde die App aber „preiswerter“ machen, in dem ich den Wert erhöhe, sie also verbessere. Demnächst wird das Kevinometer um eine sehr interessante Funktion erweitert.

Das Kevinometer-Update: Shakira im roten Bereich

Shakira im grünen Bereich, da kann doch was nicht stimmen mit dem Kevinometer! Tatsächlich gab es eine Lücke in der App, der Vorname Shakira hat nämlich eine große Wahrscheinlichkeit, kevinistische Vorurteile auszulösen. Mittlerweile habe ich das Berechnungsverfahren verbessert und diese und andere Unzulänglichkeiten beseitigt – das entsprechende Update steht ab sofort zur Verfügung.

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In der Vornamerei gibt es manche Leckerei

Es gibt ein neues Internetprojekt für deutschsprachige Vornameninteressierte: die Vornamerei. Der Name wurde ganz bewusst auf Grund der Assoziationen zum Handwerk gewählt. „Wir sammeln nicht nur Vornamen, wir machen auch etwas mit ihnen!“, so die Gründerinnen.

Geboten wird das volle Programm, es gibt ein Blog, ein Forum und ein Vornamenlexikon.

Ich wünsche der Vornamerei viel Erfolg und freue mich auf viele interessante Beiträge und eine gute Zusammenarbeit!

Update: Das Blog wurde inzwischen deaktiviert.

Vor der Namenswahl nicht vergessen: Kevinometer befragen!

Der Name des Kindes soll gut klingen, das ist das wichtigste Kriterium der Eltern bei der Namensfindung. Der Name soll auf keinen Fall kevinistisch sein, das ist das zweitwichtigste Kriterium. Das ist jedenfalls mein Eindruck angesichts der E-Mails, die ich von ratsuchenden Eltern bekomme.

Als kevinistisch gelten Vornamen, die vorurteilsbeladen sind: Die Namensträger gelten als ungebildet und verhaltensauffällig, das Elternhaus als bildungsfern. Wie nachgewiesen wurde, haben Menschen Vorurteile wegen bestimmter Vornamen; Lehrer lassen sich bei der Notenvergabe davon beeinflussen.

Ich habe unzählige Kriterien zusammengetragen, die typisch für kevinistische Vornamen sind und daraus eine Smartphone-App entwickelt: das Kevinometer. Das Kevinometer misst, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Name solche Vorurteile auf sich zieht.

(die App wird nicht mehr vertrieben)

kevinometer