Babynamen der Woche 04/2010

Lana * Luna * Nala * Elina * Eleana * Jaklyn * Madina Anisa * Moris * Adnia * Madlen * Lea-Celine * Melinda Lara * Jona Matti * Ben Alexander * Leonie Sophie * Mattis Tristan * Richard * Mila Isabelle * Lennox-Maurice Noel * Larena * Vin-Lennart * Mia-Sabrina * Marvin Antonio * William * Logan Alexander * Romeo Vito * Bernhard * Pierre Arndt * Domenik * Edwin * Elia Jerome * Mayline Anna Lena

Vornamen-Kunst per Twitter

Gerd Brunzema aus Hamburg hat ein tolles Kunstprojekt gestartet: Auf Twitter oder per E-Mail kann man ihm unter dem hashtag #gbdg ein Stichwort, eine Frage oder einen kurzen Satz übermitteln. Daraus macht er dann eine Druckgraphik mit einem begleitenden Text. Ich habe es ausprobiert und diesen Satz getwittert:

Die beliebtesten Vornamen sind gar nicht so häufig, wie viele denken.

Auf den Satz bin ich spontan gekommen, weil ich zu dem Thema gerade eine Presseanfrage beantwortet hatte. Und das ist dem Künstler dazu eingefallen:

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Interview mit Buchautor Maximilian Buddenbohm

M. BuddenbohmDie Herzdamengeschichten von Maximilian Buddenbohm haben viele Stammleser – ich gehöre auch dazu. Der Vater von zwei Kindern bloggt vor allem über seine Kindheit und Jugend an der Ostsee und sein Familienleben in Hamburg. Jetzt hat der Autor seine schönsten Texte überarbeitet und als Buch veröffentlicht: Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde.

Ich nahm einen Zettel und schrieb auf, welche Wörter der Sohn schon sprechen konnte. Ich kam auf eine Zahl im unteren einstelligen Bereich. „Macht nichts“, sagte meine Herzdame, „wenn er etwas zu sagen hätte, wäre er ein Mädchen geworden.

Eine weitere Leseprobe gibt es direkt bei den Herzdamengeschichten [Update: Leseprobe nicht mehr verfügbar], ansonsten schließe ich mich Anke Gröner an: „Bitte alle jetzt losgehen und das Buch kaufen.“

Vornamen-Interview

Maximilian Buddenbohm hat mir ein paar Fragen zu seinem Vornamen beantwortet:

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Meistens ist der erste Vorname der Rufname

Die GfK Marktforschung Nürnberg hat im Auftrag der „Apotheken Umschau“ in einer repräsentative Umfrage 1928 Männer und Frauen zur Nutzung von mehrfachen Vornamens befragt.

Neun von zehn Befragten, die mehrere offizielle Vornamen haben, lassen sich nur mit einem Vornamen anreden (92,2 %) und lassen die Zweit- oder Drittnamen auch beim Unterzeichnen weg (91,3 %). Nur jeder 23. sagt (4,3 %), er unterschreibe tatsächlich immer mit allen Vornamen, ebenso viele (4,4 %) machen es mal so, mal so.

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Sittenhold, Lasterfeind und weitere sinnreiche Namen

Gottlieb, Thurecht, Friedreich, Fleißmann, Ehregott, Wahrmund, Tugendfreund, Biedermann, Reinherz, Sittenhold, Winterjung, Lasterfeind, Freimännin, Keuschlebin, Stolzseindin, Glückmännin, Sommertochter, Frühlingskind, Edelherzin, Tugendbraut, Ehrentochter, Gartenkind, Treumädchen, Gottholdin

Keine Sorge, das ist keine Sonderausgabe der „Babynamen der Woche“! Vielmehr handelt es sich um Vornamen, die Friedrch Erhart in seinem Artikel „Versuch einiger Regeln bei der Benennung deutscher Kinder“ als Kindernamen vorschlägt. Grundsätzlich sollen Erhart zufolge nachdrückliche und sinnreiche Namen gewählt werden, die nicht nach der Bierschenke oder gar dem Schweinestall riechen.

Abbildung: Zeitschriften der Aufklärung
Abbildung: Zeitschriften der Aufklärung

Der Artikel stammt aus dem Jahr 1782, ein großer Einfluss auf die Namenmoden der nachfolgenden Generationen ist aber wohl nicht eingetreten. Mit seinen eigenen Vornamen „Jakob Friedrich“ würde der Autor des historischen Regelwerks heutzutage dagegen überhaupt nicht auffallen.

Vollständiger Artikel: Versuch einiger Regeln bei der Benennung deutscher Kinder