Huch, meine Eltern sind Fans

Auch die Herzogin und der Herzog von Sussex, besser bekannt als Meghan und Harry, sollen dazu zählen: zu Eltern, die ihr Kind nach einer Figur aus der Popkultur oder einem Star nennen. Ob wir wohl noch erfahren werden, ob bei Klein-Archie wirklich der amerikanische Comic-Held Archie Andrews Pate stand, ein tollpatschiger Highschool-Boy mit Sommersprossen und roten Haaren?

Man begegnet diesem Phänomen immer wieder. So habe ich mal einen Frodo getroffen, kenne eine Nena und eine Scarlett (noch nach O’Hara, nicht Johansson). Freundinnen von mir haben die Namen Anne Shirley nach der TV-Serie „Anne auf Green Gables“ und Loreley gewählt, letztere frei nach den „Gilmore Girls“. Der Sohn eines Kollegen heißt Bono. Einige „Game of Thrones“-Namen haben es in die Hitlisten geschafft, und kürzlich hörte ich gar von einem kleinen Blixa – ob das stimmen kann?!

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Arya oder Maisie: Noch mehr „Game of Thrones“

Noch mehr Game of Thrones

Vor ein paar Jahren sind mir in einem Forum von „Sex and the City“ inspirierte Kindernamen begegnet. Es ging um Schwestern, deren Namen eine Kombination der Hauptfiguren und ihrer Darstellerinnen waren. Also Carrie Sarah (nach Carrie Bradshaw, verkörpert von Sarah Jessica Parker), Miranda Cynthia, Charlotte Kristin oder so. Wie toll Kinder das später finden oder ob das Ganze nicht bloß Fake war, sei dahingestellt. Festzuhalten ist: Nicht nur die Namen von Serien- und Filmfiguren hinterlassen Spuren in Babygalerien. Manchmal übertragen Fans ihre Begeisterung auch auf die Namen der Darsteller.

Ich habe mir unter diesem Blickwinkel mal die Darstellernamen von „Game of Thrones“ (GoT) angeschaut und auch ein paar interessante Namen gefunden. Allerdings – um das vorwegzunehmen – sind die Namen der Serienfiguren in unseren Breiten meist erfolgreicher. Man könnte meine Sammlung also als Geheimtipps oder subtilere Anspielung auf Mamis und Papis Seriengeschmack verstehen. Dazu sind diese Namen fast alle leichter buchstabiert als Khaleesi oder Daenerys.

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Eine von vielen, aber mit Klasse

Kennen Sie eine Sabine (oder zwei, drei, vier …)? Dann sind die bewussten Damen mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 1955 und 1975 geboren. Vielleicht etwas früher oder einige wenige Jahre später: Der Name Sabine war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr lange ein Elternliebling. Seine Popularität während des Nachkriegs-Babybooms ist auch der Grund dafür, dass in der derzeit lebenden Bevölkerung Deutschlands so viele Sabines anzutreffen sind (Platz 9).

Was lässt sich also – zugegeben, mit ein wenig Orakelei – über eine Frau namens Sabine sagen?

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Gesucht: Mörderische Namen

Wie Eltern Namen suchen, darüber habe ich schon viel gelesen und auch geschrieben. Doch wie gehen Schriftsteller vor, wenn es an die Namensfindung für Helden, Schurken und Sidekicks geht? Wie ist das, wenn man nicht nur Vor-, sondern auch Nachnamen frei wählen kann? Verweist das Ergebnis schon auf das Wesen der Figuren? Christian Kraus, der in Hamburg als ärztlicher Psychotherapeut und Psychoanalytiker arbeitet und in seiner Freizeit Krimis schreibt, hat sich meinen Fragen gestellt. Im Sommer erscheint sein dritter Psychothriller, „Nichts wird dir bleiben“, die Vorgänger heißen „Der Seele dunkle Seite“ und „Töte, was du liebst“.

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