Babynamen der Woche 26/2016

Jenna * Arvin Carl * Laila Amaryllis * Greta Henrika * Leonard Cornelius * Nicolas-Alin * Amelie Chiara * Mariella Renesmee * Lani Talea * Staycen * Mathea Catharina * Skadi Fenja * Loki-Heinrich * Pepe David * Moritz Fiete * Mariami (w) * Lisbeth-Charlott * Finny Milam-Maxim * Hilda Annik * Merle-Laurie * Janno Hans * Enno Hieronymus Erwin Manfred * Ceris-Maxi (w) * Leja * Sverre-Anton * Liv Helena * Merle Leonie * Jill-Milane * Tristan Arjan * Henrik Constantin * Thies Jorik * Frieda Renée * Mara Luise * Mara Lotta * Jari Niklas * Noelle Poppy * Jonas Mads * Oskar Titus * Malia Valerie * Fietje Sylvester

Zwillinge

  • Mathilda Élise & Karla-Marlène
  • Jakob Ferdinand & Magdalena Theresa
  • Theodor Gustav & Mathilde Alberta
  • Ben & Emilia
  • Sofia & Hannah
  • Enno & Mattis
  • Willi & Elsa
  • Fabio & Noah
  • Emma & Lasse
  • Mina & Arda

94 Kommentare zu "Babynamen der Woche 26/2016"

  1. connywuuh sagt:

    Hallo,

    diese Einzelnamen gefallen mir diese Woche:
    Catharina, besser: Katharina
    David
    Moritz
    Merle
    Titus

    … und bei den Zwillingen:
    Elise; aber nur wenn sie deutsch ausgesprochen wird
    Magdalena

    … diese Namenkombis gefallen mir:

    Jakob Ferdinand, besonders Ferdinand
    Theodor Gustav, besonders Theodor

  2. Jan sagt:

    Mir fällt auf, daß diesmal eine ganze Reihe von von mir als „schief“ empfundenen Gentry-Kombinationen dabei ist. Also klassische Namen, bei denen zumindest ein Bestandteil untraditionell ist oder nicht-traditionell geschrieben wird. Beispiele:

    Greta Henrika
    Leonard Cornelius
    Mathea Catharina
    Lisbeth-Charlott
    Tristan Arjan
    Henrik Constantin

    Auch bei anderen Kombis aus der Liste läßt sich nach meinem Empfinden eine strukturell ähnliche Tendenz feststellen:

    Liv Helena
    Frieda Renée
    Moritz Fiete
    Fietje Sylvester

    Mein Verdacht als Linker, und mehr als ein Verdacht ist es natürlich nicht: Die Bionade-Bourgeoisie sagt mal wieder: „Ich will alles! (Und vor allem will ich mich allseits beliebt machen und immer alles richtig machen.)“ Es soll sowohl klassisch, als auch pfiffig-modern und individualistisch und gerne auch noch ein bißchen regionalistisch aussehen/klingen. Ob das immer gut gelingt, ist eine andere Frage.

    Loki-Heinrich. Offentlich sollen die Mitmenschen durch den Bindestrich gezwungen werden, zur Kenntnis zu nehmen, daß Loki in der nordischen Mythologie männlich ist, obwohl man den Namen in Deutschland praktisch ausschließlich durch Loki Schmidt kennt.

    Enno Hieronymus Erwin Manfred. Nachdem ich vor ein paar Tagen über Jérôme gemotzt habe, sollte ich mich über die deutsche Form davon freuen. Tu isch aba nisch. 🙂

    • Mark sagt:

      Mit Deinen soziologischen Betrachtungen stimme ich ja nicht immer hundertprozentig überein, aber diesmal glaube ich, Du hast hier ein echtes Phänomen sehr gut analysiert/beschrieben.

      Dieses „klassisch aber auch modern und individualistisch“ verbunden mit der Vermeidung echter Wagnisse, weil man nichts falsch machen will–das ist, denke ich, wirklich ein Phänomen der gehobenen Mittelschicht, oder von professionell-erfolgreichen Eltern.

      Ich, als finanziell erfolgloser Akademiker, exzentrischer Schöngeist, Ultratraditionalist, und dem Mittelalter zugeneigter Anglokatholik bin da auf einer wesentlich anderen Schiene: Hildegard Elisabeth statt Frieda Renee, z.B., das wäre eher mein Stil–eben kein bisschen modern und auch nicht wirklich akzeptabel.

    • mgl sagt:

      ihr seid wirklich gut.

    • Jan sagt:

      Als ebenfalls finanziell vollkommen erfolgloser Akademiker, Ultramodernist und Germano-Stalinist komme ich kaum umhin, Dir hier zuzustimmen:

      Hildegard Elisabeth statt Frieda Renee

      Jäp. So isses.

      Und genau: Ein gewisses Risiko muß schon aus ästhetischen Gründen sein, auch wenn man damit gelegentlich gegen die Wand fliegt. Hoch fliege der Würfel!

      (Daß wir andererseits über die Einschätzung „altdeutscher“ Namen so generell nicht oder kaum übereinstimmen, wissen wir ja nun zur Genüge.)

      Fiete und Fietje. Fiete war eigentlich mal die hamburgisch-proletarische Kurzform für Friedrich. Wie eben anderswo Fritz. Und das -tje hängt dann nochmals einen Diminutiv dran. Warten wir auf Fietjeli. Oder auf Atze oder Ätzje.

      @mgl

      Kurz vorm Abschicken dieses Kommentars lese ich im Feed-Reader Deine Bemerkung: Danke! Hab nun auch schon einiges von Dir gelernt, gerade zum Thema Judentum und Israel. *gegenseitiges Schulterklopfen* 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Fiete und Fietje. Fiete war eigentlich mal die hamburgisch-proletarische Kurzform für Friedrich. Wie eben anderswo Fritz. Und das -tje hängt dann nochmals einen Diminutiv dran. Warten wir auf Fietjeli. Oder auf Atze oder Ätzje.

      Im Schwäbischen gibt’s (oder gab’s) das Fritzle, in Witzen kommt oft das Fritzchen vor, das ist auch die doppelte Diminutiv-Form 😀
      ob man das als normalen Vornamen vergeben sollte, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt (nämlich NICHT!)

      Ätzje wär ja mal was, klingt echt ätzend!

    • Kathrin sagt:

      Ich mag ja auch gerne diese soziologischen Deutungen, widerspreche aber wieder der Einschätzung der Bionade-Bourgeoisie: Diese hat sich nämlich weiterentwickelt und vergibt ausschließlich traditionelle Namen, selbstverständlich in der Vollform (damit das Kind die Wahl hat, wie es genannt werden möchte). Kurzform geht einfach gar nicht bei Ihnen. Unvorstellbar, wenn auf dem Universitätszeugnis ein karriereuntauglicher Name stünde! Hildegard als ZN geht nun auch wieder (als EN dauert es noch ein bisschen).

      Und bei Frieda Renee denke ich einfach an die Mutter/Oma, die wahrscheinlich so heißt. Überinterpretieren muss man das vielleicht gar nicht.

    • Jan sagt:

      Kathrin,

      ich nehme das wiederum interessiert zur Kenntnis. Und ich hatte hatte ja auch gesagt, daß es eine Vermutung sei. Mag sein, daß da einige „Nachahmer“ aus dem Proletariat dabei sind.

      Aber nehmen wir einfach mal Leonard Cornelius. Keine Mensch kann mir erzählen, daß das nicht aus der Berliner Kinder-Kriege-Szene stammt, in der die Leute halt einfach zu blöd sind zu erkennen, daß das gleich zwei Anglizismen sind.

      Ich traue der Bionade-Bourgeoisie einfach nicht die Bildung und den kulturellen Schneid zu, sauber zu unterscheiden, was traditionell ist und was nicht.

      Maria Theresia,

      ach ja, stimmt ja, das berühmte „Klein-Fritzchen“… Hänsel und Gretel. Aber Fietje als Vollname ist schon nochmal ne andere Nummer…

    • mgl sagt:

      manche sind auch von sich aus schon naiv veranlagt und ahmen nach.
      die sehen dann die Bionade und denken das sei richtig und normal.
      darum gibts dann mehrere Streifen davon. gilt so als Vorbild.
      (Streifen stelle ich mir so vor wie mehrere Generationen, die jeweils immer etwas mehr Möglichkeiten erlauben, nur dass es keine richtigen Generationen sind, nur so ein paar Jahre versetzt)

      wenn man nie Konflikte erlebt hat, nie zum Denken gezwungen war, macht man gerne alles nach. so scheints mir.

      sauber kann ich das auch nicht unterscheiden. nur so ein bisschen grob einteilen. wenn man die Leute kennt, versteht man wie sie denken, wenn man nur die Namen liest, ja naja hm, gibts mehr als schwarzweiß.

    • mgl sagt:

      möchte mich für den Kommentar entschuldigen.

    • Jan sagt:

      möchte mich für den Kommentar entschuldigen.

      Ich mich für meinen von 16:27 auch…

      Ich weiß, daß ich zur Todsünde der Hoffart neige. 🙁

      (Diese Neigung bewahrt einen aber immerhin vor der Langweiler-Sünde des „Respekt“-Habens.)

    • Maria Th. sagt:

      mgl und Jan:
      Zieht ihr jetzt beide das Büßerhemd an? So demütig kenn ich dich gar nicht, Jan! 😀

    • Jan sagt:

      mgl und Jan:
      Zieht ihr jetzt beide das Büßerhemd an? So demütig kenn ich dich gar nicht, Jan!

      😀

      Zur Sünde der Hoffart gehört vielleicht auch der Hochmut über die eigene Fähigkeit zur Selbsterkenntnis – so eine Art privater „Schuldkult“. 😉 Also in diesem Fall das Bewußtsein, daß man sich schon mal auf die Klappe legen kann, wenn man andere Leute (in diesem Fall „die Berliner“) für noch dümmer hält, als sie es ohnehin schon sind. 😉

    • Kathrin sagt:

      Jan, wissen kann ich erst einmal auch gar nichts 😉 Treibe mich aber ja schon ein paar Jahre in diversen Elternkreisen herum und beobachte bei der Bionade-B. (also die, die ich selber dafür halte) eben dieses Phänomen. Und Leonard geht dort eben gerade nicht, nur Leonhard. Das Überbetonen von „traditionellen“ Namen in völlig korrekter, absolut unstreitiger Fassung empfinde ich als sehr deutlich. „Leopold Maximilian Ferdinand “ z. B. weil es traditionell, regional, altehrwürdig und karrieretauglich wirkt. Insofern hege ich durchaus Sympathie für charmante Stilbrüche, die manchmal für mich mehr „Inhalt“ haben, als dass der Name ja auch „auch als Bundersverfassungsrichter gut klingen muss“ oder ja nicht zu mainstreemig klingen darf.

      Aber wie auch immer, man selbst zählt ja natürlich nie zu diesen Gruppen 😉

    • mgl sagt:

      ja genau. jeder sieht eine bestimmte Gruppe und denkt dann das ist die gleiche Gruppe die der andere sieht. größtenteils stimmen die Gruppen überein, aber es gibt dann so regionale Varianten.
      Kathrin hat auch Recht. Charmanter Stilbruch.

      zum Thema Kurzformen denke ich:
      Anfang des 20. Jahrhunderts gab es anständige Menschen mit anständigen Kurzformen. Fritz, Max, weiß keinen weiteren, aber in der Art.
      Frauen vielleicht Elsa, Grete. (Frauen ist schwieriger)
      so kann dann auch der Arzt, der Richter, Bürgermeister, etc heißen. es ist nichts Schlimmes dabei.
      heutzutage sind die Kurzformen eher so niedlich. oder denke ich es nur?
      ich traue meinem Urteil nicht immer.
      Schuldkult ist ein lustiges Wort. Stelle mir dazu eine kleine Gruppe von Leuten vor die synchron minutenlang Kopfnicken.
      (ähnliche Worte: Schnulze. Kurt. aber ganz andere Assoziationen.)

    • Jan sagt:

      Kathrin (und @mgl), ja, kann sein, daß ich die heutige Bionade-Bourgeoisie falsch einschätze. Vielleicht lebe ich hier schon zu lange in meiner Einsiedler-Höhle in der Syrischen Wüste.

      Charmante Abweichungen sind immer gut, klar.

      Nur: Wie sollen sie aussehen?

      Marks Faible mit den altdeutschen Namen auf -burga oder -ildis oder -rich?

      Meine Prognose, daß Karl-Heinz oder Werner schneller wieder da sein werden, als es die Generationsfolge erwarten ließe?

      Oder gar „bewußte Kevinismen“? (Also so in diesem Sinne: „Die B-Bourgeoisie nennt ihre Tochter Elisabeth Franziska. Wir nennen unsere daher Jenny.“)

    • Rebecca Sophie sagt:

      heutzutage sind die Kurzformen eher so niedlich. oder denke ich es nur?
      ich traue meinem Urteil nicht immer.

      Heute wird zumimdest keine Elisabeth mehr Elsa gerufen, sondern El(l)i, oder Betty, für mein Gefühl sind die Menschen bei Kurzformen einfach weniger kreativ und hängen eigentlich nur überall ein i dran. hier sind im Moment ein paar Polen zu Gast, die wie in Russland traditionelle Spitzname auf a (w) haben, so was gibt es bei uns, leider, nicht mehr. Und in sofern gibt es eben mehr niedliche Spitznamen, eben durch das i.
      Und ich denke, dass die Spitznamen sich eben immer langsam als Vollnamen etablieren, die dann auch niedlicher werden.

      Und ich kriege gerade fat Schuldgefühle, weil ich vom Namensgeschmack her sehr gut in „Kathrins B.-B.“ passe, wenn auch (teilweise) aus anderen Motiven. 🙁

    • Kathrin sagt:

      Naja, um beim Beispiel zu bleiben finde ich Frieda Renee dann charmant, wenn Frieda den Eltern einfach gefallen und Renee der Name der Mutter/Oma/Patentante ist. Die Namen passen zwar nicht zusammen, geben für mich aber inhaltlich Sinn. Hildegard Elisabeth finde ich dann gut, wenn er wirklich gefällt. Ist er nur die Idee, möglichst alt, traditionell und deutsch klingen zu wollen, finde ich ihn affig. Wobei Hildegard noch nicht so weit ist.

      Hinter Theodor Gustav und Mathilde Alberta stecken für mich daher entweder adelige Familien (eher nicht, da zu wenig Namen), sehr alte traditionelle Familien (glaube ich trotzdem in diesem Falle nicht) oder eben genau diese BB- Familien. Irrtum absolut nicht ausgeschlossen. Und deiner Prognose bzgl. Werner schließe ich mich an. Eine Jenny auf einem Schwabinger Innenstadt-Spieplatz stelle ich mir auch sehr interessant vor 🙂

    • Jan sagt:

      Kathrin,

      nach einigem Nachdenken über Deine Einwände von gestern abend, 22:49, bliebe ich doch grundsätzlich bei meiner Kernthese von 11:34, freilich ohne irgendeinen Beweis dafür zu haben und hoffentlich ohne allzu viel Rechthaberei: hinter der Mehrzahl dieser (von mir) als „schief“ empfundenen Gentry-Kombis dürfte eben doch die Bio-Bou stecken. Und zwar die aus Norddeutschland.

      Es ist vermutlich in Süddeutschland und gerade in Bayern schlichtweg einfacher, „reine Retronamen“ zu finden, die auch ohne verschärfte historische Bildung als solche erkannt werden, als etwa in Preußen, Schleswig-Holstein, Hannover oder Braunschweig.

      Leopold, Ferdinand, Maximilian, Elisabeth, auch Maria – das ist alles sehr, sehr klassisch, aber auf jeweils spezifische Art auch süddeutsch.

      In Norddeutschland ist das sozusagen schwieriger. Mit anderen Worten: die Stilbrüche werden einfacher.

    • Jan sagt:

      Heute wird zumimdest keine Elisabeth mehr Elsa gerufen, sondern El(l)i, oder Betty, für mein Gefühl sind die Menschen bei Kurzformen einfach weniger kreativ und hängen eigentlich nur überall ein i dran.

      Absolut richtig beobachtet.

      Es ist übrigens meines Erachtens eine der allernervtötendsten Sprachmarotten des linksliberalen Juste-Milieus, alle möglichen Gegenstände, zu denen man Vertrautheit ausdrücken oder von denen man Kennerschaft beweisen will, mit einem Diminutiv zu belegen. Das Allerschlimmste, was mir in dieser Hinsicht zu Ohren gekommen ist, war vor vielleicht zehn Jahren mal im Supermarkt: Da nennt der männliche Teil eines vage studentisch aussehenden Pärchens seinen Rucksack „mein Rucksi“. Ich hätte fast gekotzt.

      Ganz schlimm und geradezu ekelerregend ist das auch bei Kulinaria: „Käffchen trinken“, „dazu ein Süppchen“, „lecker Schoki“, „Schnäpschen“. Ich krieg Mordphantasien, wenn ich das höre… Es ist nicht nur das -i, es ist auch das -chen.

      Das -a als Standard-Diminutiv bei männlichen Vornamen ist aber eher russisch als polnisch… Im Polnischen gibt es doch auch noch das -ek, also etwa Przemek für Przemysław… (Also, jetzt mal abgesehen davon, daß das -a im Polnischen mit seinem Vokativ zu -u wird…)

    • mgl sagt:

      der Rucksack hatte also Glück, dass er kein Mensch ist.
      Dann wäre es im Erwachsenenalter schwierig geworden für ihn. Beim Vorstellungsgespräch, bei der Diplomverleihung, als Wissenschaftler,..
      da muss er immer dann so tun als sei es ein ausländisch inspirierter Name, indisch behauptet er dann und verweist schnell wieder auf seine fachliche Eignung,….

      wenn ich mit kleinen Kindern spreche verwende ich manchmal Worte mit -lein am Ende, zb Entlein oder Vöglein, versuche aber ihnen auch deutlich zu machen dass es auch den Begriff Vogel gibt. Das verstehen Zweijährige sogar recht gut.
      Abkürzungen mit i kommen aus Amerika. Da endet vieles auf -ie oder -ey,…

    • Jan sagt:

      mgl,

      es ist sauschwer zu erklären. 😀

      Es geht nicht gegen Diminutive im allgemeinen, weder bei Vornamen noch bei anderen Bezeichnungen. Auch nichts gegen grobe Kumpelhaftigkeit und Ruppigkeit durch Diminutive. (Wie halt auch bei den Slawen…)

      Aber alles (wirklich alles) gegen Diminutive, die irgendwie süßlich, verbrüdernd, irgendwie „kennerhaft“, harmlos, anbiedernd und ranschmeißerisch wirken sollen. Es geht nicht gegen die Diminutive der Unterschicht oder der Oberschicht – es geht (wie immer) volle Pulle gegen die Mittelschicht. 🙂

      Und als Mann sollte man damit noch vorsichtiger sein als als Frau.

      Auch ist das aus norddeutsch-hochsprachlicher Perspektive geurteilt. Ich weiß nicht, wie das mit den süddeutschen -le’s und -erl’ns ist.

      „Schnäpschen“, „Süppchen“, „Käffchen“ und „Schoki“ sind jedenfalls sowas von unmöglich… Bei solchen und ähnlichen Konstruktionen sondern sich die Menschen halt von selbst in Spartiaten und Metöken. 😉 Und ich bin immer noch lieber Helot als Metöke. 😉

    • Maria Th. sagt:

      Da nennt der männliche Teil eines vage studentisch aussehenden Pärchens seinen Rucksack „mein Rucksi“. Ich hätte fast gekotzt.

      Ich aber auch! 😛 Kann ich auch gar nicht haben. Sowas bei erwachsenen Menschen!

      Ganz schlimm und geradezu ekelerregend ist das auch bei Kulinaria: „Käffchen trinken“, „dazu ein Süppchen“, „lecker Schoki“, „Schnäpschen“. Ich krieg Mordphantasien, wenn ich das höre… Es ist nicht nur das -i, es ist auch das -chen.

      Da ist aber auch die Edelfresswelle mit schuld, du kannst ja heutzutage in kein halbwegs normales Speiselokal mehr gehen, wo du nicht Brennessel-Schaumsüppchen mit Variation von XY an irgendwas auf der Speisekarte findest. Da meint der (Mittelschicht-)Bürger, wunder wie gourmethaft er doch rüberkommt, wenn er sowas bestellt.

      Ich bin bekennender Schokoladen-Fan, aber Schoki – brr! Bairisch gibt’s da auch keinen Diminutiv, da heißt sowas ganz solide Schoklad‘

    • Maria Th. sagt:

      Auch ist das aus norddeutsch-hochsprachlicher Perspektive geurteilt. Ich weiß nicht, wie das mit den süddeutschen -le’s und -erl’ns ist.

      Ja, da ist das halt schon von Haus aus in der Sprache „drin“, dass man von einem Würschtl spricht oder einem Semmerl (Brötchen) oder ein Schnapserl, das ist jetzt nichts Aufgesetztes, was es erst seit wenigen Jahren gäbe. Plätzchen heißen ganz einfach Platzerl (wenn sie nicht sowieso einen ganz anderen regionalen Namen haben). Traditionell bekommen sogar Babys ein „Supperl“ (damit ist die Milchflasche gemeint). Die Diminutiv-Formen verwendet man z.B. gern, wenn man als Gastgeber was anbietet: „Magst a Schnapserl?“ Allerdings sind immer auch die handfesten Formen auch möglich, also Würscht (ich esse z.B. grundsätzlich keine Weißwürschtl, sondern Weißwürscht!) und Semmel (Semme ausgesprochen). Man sagt auch keinesfalls Brezel, sondern Brezn.
      Ich weiß nicht, ob die Komikerin Monika Gruber im hohen Norden auch bekannt ist. Die hat in ihrem Buch über ihre Kindheit auch beschrieben, wie ihre Mutter Kuchen gebacken hat und beim Hineinschieben in den Backofen immer sagte: „Soo, Kuacherl, jetzt dua schee aufgeh!“ Kein Mensch redet normalerweise in Bayern von einem Kuacherl, das ist eben eine besondere, liebevolle „Beschwörung“ des Teigs. 😉 Ich weiß nicht, ob ich das jetzt in der gebotenen Kürze allgemeinverständlich ausgedrückt habe. Auf Nachfrage gern mehr! 😀

    • Jan sagt:

      Maria Theresia, nur kurz in der Halbzeitpause Italien-Spanien,

      ich weiß schon, warum ich im strikten Gegensatz zu Wilfried Scharnagl immer strikt gegen den Bayxit gewesen bin! 😀

      Und ich hatte ja gesagt: Es ist furchtbar schwer zu erklären.

      Hm. Vielleicht mal so rum probiert: Diminutive nerven immer dann schauderhaft, wenn sie den Sprecher unangreifbar, weil besonders harmlos und freundlich oder „locker“, erscheinen lassen sollen. Wie in die Luft gemalte Anführungszeichen von Möchtegern-Karrieristen in den Geisteswissenschaften.

      Wie eine bayerische Hausfrau ihren Kuchen anredet, scheint mir sekundär und ganz in ihr Belieben gestellt. 🙂 Aber mich als ollen Stalinisten nervt es z.B. auf den Tod, wenn Lehrer, die gestrenge Respektspersonen sein sollten, als kiechernde alte Jungfern auftreten, wie sie das leider hierzulande oft tun.

    • Maria Th. sagt:

      Wie in die Luft gemalte Anführungszeichen

      Das mag ich auch gar nicht!

      Aber mich als ollen Stalinisten nervt es z.B. auf den Tod, wenn Lehrer, die gestrenge Respektspersonen sein sollten, als kiechernde alte Jungfern auftreten, wie sie das leider hierzulande oft tun.

      Bin sicher kein oller Stalinist, aber wie im Rucksack-Beispiel von vorhin finde ich sowas auch kindisch und unangemessen.
      Wir sind da durchaus auf einer Linie. 🙂

    • Jan sagt:

      Maria Theresia,

      ich hab halt immer (wie gar nicht so wenige Norddeutsche) das barock-prächtige-oppulente Element des Baierntums als charmant empfunden. Deshalb hat der Schwabe Kliensmann mit seinen Wellness-Buddhas auch nie zum FC Bayern gepaßt. 😉

      Ob das nun real ist oder nicht, weiß ich nicht. Hier ist halt so oft Nebel und der Rundfunkempfang ist oft recht schlecht… 😉

      Klammer auf.

      Und ich hab in diesem Blog öfter darüber gelächelt, daß ausgerechnet ein Rechts-Alt-Lutheraner wie Mark gegenreformatorische Barocknamen hochjubelt. Wie gut ich das verstehe! 🙂

      Klammer zu.

      Es lebe der Selbst-Widerspruch! 😉

    • mgl sagt:

      Jan, ich glaub dir dass es schwer zu erklären ist. geht mir auch oft so.

      bei den Lebensmitteln finde ich auch die Verkleinerung nicht so vorteilhaft.
      Wenn man seine Suppe als Süppchen anpreist, kann der Eindruck entstehen es ist keine richtige Suppe. nur so eine Möchtegernsuppe.
      Anders bei Brot. Brötchen ist etwas anderes.
      (kennt ihr das Buch Anita Drögemöller? gefällt mir zwar nicht, aber die Titelheldin redet starken Westfalen? Dialekt und benutzt viele solcher Diminutives)

      es ging ja um Namen zuerst. so. Warum ist es dann so dass Namen auf -i, eher so niedliche Kindernamen sind und ABER die amerikanischen/englischen Namen nicht so.
      Beispiel Emily. finde ich in Deutschland zu verspielt, aber in England durchaus für ältere Frauen(allen Altersstufen) gut geeignet. Lily auchso.
      Ashley oder Stacey ist in Amerika nichts Schlimmes, denke ich zumindest.
      wenn ein deutsches Kind so heißt, gehen die Meinungen auseinander.

      Jan, was wäre jeweils ein Beispiel für Diminutive der Oberschicht/Unterschicht?
      Maria Theresia, sagt ihr der oder die „Schoklad“? Beides schon gehört, weiß aber nicht woher die jeweiligen Leute stammten.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Absolute Zustimmung zu den Namen auf i-Lauten.
      Im Englischen gibt es tatsächlich jede Menge weiblicher -y oder -ie Namen (Lucy, Mary, Holly, Polly, Emily…), letztere auch im Französischen (Leonie, Marie, Sophie, Stefanie…), da dort aus dem -a anderer Spachen ein (stummes) e wurde. Auch im deutschen gibt es ein paar solcher Namen, die wurden dann aber oft aus dem Französischen (Leonie, Marie, Sophie, Stephanie, Lucie…) oder Englischen (Emily, Lucy…) übernommen.
      Bei den Jungen gibt es da viel weniger, die sind dann auch in England oder Frankreich ein wenig verniedlichend.
      Aber ich weiß natürlich nicht genau wie da Engländer und Franzsosen sehen.

    • Maria Th. sagt:

      Hier ist halt so oft Nebel und der Rundfunkempfang ist oft recht schlecht…

      du Ärmster! 😀
      Dann musst du halt in südlichere Gefilde umziehen, um das barock-prächtige-opulente Element des Baierntums so recht erleben und genießen zu können.

      Und was den Bayxit betrifft: man stellt sich den manchmal hier vor, nachdem Bayern einer der ältesten Staaten in Europa ist; aber natürlich wissen wir (im Gegensatz wohl zu vielen Briten), dass das nur ein Luftschloß ist – träumen darf man ja 😉 , aber natürlich wären wir weitsichtig genug, keinen Bayxit zu beschließen, wir sind ja nicht blöd.

    • Maria Th. sagt:

      sagt ihr der oder die „Schoklad“?

      Liebe(r) ? mgl, (wie soll ich dich ansprechen?)
      es heißt eindeutig und ausschließlich der Schoklad‘. Es gibt verschiedene Wörter, die im Schriftdeutschen einen anderen Artikel als im Bairischen haben, z.B. heißt es bei uns
      der Radio
      der Butter
      der Schubladen
      das Teller(in manchen Gegenden)
      der Kartoffel, der Zwiebel
      der Weps (Wespe), der Zeck, der Schneck, der Ratz (Ratte)
      etc.pp.

    • Jan sagt:

      Maria Theresia,

      ich bliebe dabei: wenn die Geschichte im Spätmittelalter nur minimal anders verlaufen wäre, wäre München heute ’ne oberösterreichische Provinzstadt. 😉

      Na, Gott sei Dank haben hierzulande der Separatismus und die Rechthaberei nicht die Schärfe wie auf diesen obskuren Inseln im Nordwesten. 😉

      LG

      Klaas Horstsson

      P.S.: Puh, ich lese gerade: Der Dottore Carlo Pedersoli ist gestorben. 🙁

    • Jan sagt:

      Jan, was wäre jeweils ein Beispiel für Diminutive der Oberschicht/Unterschicht?
      Maria Theresia, sagt ihr der oder die „Schoklad“? Beides schon gehört, weiß aber nicht woher die jeweiligen Leute stammten.

      mgl, ich kann es weiterhin nicht genau erklären… Ich bliebe aber dabei: Diminutive sind okay, solange sie ein bißchen ruppig und und grummlig und grob klingen. Aber sie sind des Teufels, sobald dann dieser hilflos-lächelnde Gesamtschullehrer-Tonfall hineispielt…

      Jenny, Jenifer und Kevin finde ich okay. Friedrich Wilhelm und Sophie Charlotte auch. Aber eben nicht Charlott oder Fiete.

    • Maria Th. sagt:

      Bud Spencer ist tot! Schade!
      In Schwäbisch-Gmünd wurde das Schwimmbad nach Bad äh Bud Spencer benannt, nachdem er irgendwann man dort einen Schwimmwettbewerb gewonnen hatte, der war ja sogar Olympia-Teilnehmer in den 50er Jahren.
      Mario Girotti lebt aber noch!

    • Jan sagt:

      Tja, Eco ist tot. Bud Spencer nun auch. 🙁

      Ihr Barock-Spezialisten aus Bayern solltet uns baldmöglichst Ersatz vorbei schicken – aber bitte keinen Guttenberg. 😉 (Obwohl ich Enoch zu Guttenberg immer „mit Respekt“ gesehen habe.)

    • Maria Th. sagt:

      An wen hättest du denn so gedacht? Ich denk auch nach und schlaf mal drüber! Gute Nacht!

    • Violet sagt:

      Der Rucksi gehörte einem Teil eines… ja, eines Pärchens. Musste gerade schmunzeln, wenn man betrachtet, worüber ihr gerade diskutiert habt… die -is und die -chens 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Ja, manchmal kommen wir vom Hundersten ins Tausendste. 🙂 Aber das finde ich gerade schön und interessant, wie man von einer simplen Namensdiskussion auf so vielfältigen anderen Facetten landen kann.

  3. Maria Th. sagt:

    Heute bin ich wieder mal nicht sehr glücklich mit dem Angebot:
    Jenna * Arvin Carl * nicht meins
    Laila Amaryllis * was sind wir Eltern wieder originell heutzutage!
    Greta Henrika * Leonard Cornelius * Amelie Chiara * klassischer Touch, ok, obwohl ich Greta Henrika schon etwas sperrig finde
    Nicolas-Alin * hört sich an wie Aline, also eine männlich-weibliche Kombi ?!
    Mariella Renesmee * was soll denn der zweite Name sein, eine verschörkelte Form von Renée??
    Lani Talea * Staycen * Skadi Fenja * ach nein!
    Mathea Catharina * ungewöhnlich, aber warum nicht Mathea
    Loki-Heinrich * s.o. bei Jan, völlig unmögliche Kombi für mich, noch dazu mit Bindestrich, stellt euch mal auf dem Spielplatz vor: „Loki-Heeeinrich, nicht die Lisbeth-Charlott hauen!!!“
    Pepe David * Moritz Fiete * David und Moritz sind ok, aber gefallen mir beide nicht in ihren Kombis
    Mariami (w) * ?
    Lisbeth-Charlott * „Bionade-Gentry“ 🙂
    Finny Milam-Maxim * Mädchen, das ursprünglich Maximilian heißen sollte? Umgedreht Maxim-Milam klingt ja doch seeehr ähnlich. Statt Finny lieber Josefine!
    Hilda Annik * Merle-Laurie * Janno Hans * passt mir auch nicht recht
    Enno Hieronymus Erwin Manfred * …von und zu Schreckenstein-Kleinbürgershausen?
    Ceris-Maxi (w) * was soll das denn sein, die römische Göttin oder der Kleinplanet? – Letzteres, aber dafür MAXI 😉
    Leja * genug gesagt
    Sverre-Anton * Liv Helena * würden als Zwillingskombi passen, die zwei nordischen und die zwei gebräuchlichen
    Merle Leonie * Jill-Milane * Merle gefällt mir leider in keiner Kombination und Jill-Milane, wie spricht man das aus MiLAne oder Milaine? Passt irgendwie auch nicht.
    Tristan Arjan * Henrik Constantin * würde auch zusammenpassen
    Thies Jorik * gar nicht! Thies ist nicht schön („englisch für Zähne“ 😀 ) und Jorik, Hamlets Schädel, ach nein. „Alas, poor Yorick!“
    Frieda Renée * „Bionade-Bourgeoisie“
    Mara Luise * Mara Lotta * bin wahrscheinlich vorbelastet, aber bei Mara fehlt mir immer was, ich kaufe ein i für jede
    Jari Niklas * Jonas Mads * passen auch zusammen
    Noelle Poppy * französisch-englisches Weihnachtsfest mit Mohnblumen
    Oskar Titus * Malia Valerie * beide ok bis gut
    Fietje Sylvester * wiederum nein

    Ich bin mir bewußt, ich war heute sehr kritisch, aber leider hat mir fast gar nichts richtig gefallen.
    Mathea Catharina und Malia Valerie bei den Mädchen, Henrik Constantin und Leonard Cornelius bei den Buben sind ordentliche, gut vergebbare Namen, ansonsten viel anstrengendes Zeug.

    • Jan sagt:

      Enno Hieronymus Erwin Manfred * …von und zu Schreckenstein-Kleinbürgershausen?

      :mrgreen:

      Laaange hier nicht mehr zu gelacht, M.Th.! 😀

      Ich hatte mir das so gedacht: Norddeutsches Lehrer-Ehepaar anfang dreißig. Träumt vom Reetdachhaus hinterm Deich. Er im Fischerhemd, sie im langen Rock und barfuß – und sie sprechen dann Pseudo-Platt, Pseudo-English und Super-Schnieke-Hochdeutsch. Söhnchen wird der Überflieger schlechthin. Wie damals Barschel. 😀 Sie sind aber doch noch nicht ganz etabliert, es ist ja mit der Verbeamtung nun schwieriger geworden. Also müssen die Onkels Erwin und Manfred aussen Kohlenpott doch noch mal mitbedacht werden.

    • mgl sagt:

      da schäme ich mich jetzt dass ich das weiß.
      Renesmee ist der Name von dem Gruselbaby im Vampirfilm Zwielicht.

    • Ina sagt:

      Hallo Maria Th.,

      über den Nicolas-Alin bin ich auch gestolpert. Ich habe das irgendwann mal angemerkt, länger her, es scheint eine „Macke“ (das ist nicht negativ zu werten, letztendlich liegt die Entscheidung bei den Eltern, die das verantworten müssen) zu geben bei einigen Leuten mit dieser „-in“-Endung bei Jungen. Neben meiner Mutter wohnt zum Beispiel ein Junge namens Carolin.

      Von Alin weiß ich, dass das in Osteuropa irgendwo männlich ist, deshalb finde ich den jetzt nicht so befremdlich, aber das weiß ja nicht jeder und wer das nicht weiß wird möglicherweise tatsächlich erstmal denken, es handelt sich um „Aline“ ohne „e“ und der Junge muss dann erklären.

      Kann es sein, ich weiß es nicht, dass es Alin in Frankreich als Männernamen gibt (Paulin hat es ja auch mal gegeben, Seraphin und Josephin auch)? Dann wäre die Kombi wieder kongruent. Vielleicht hat der kleine Namensträger ja sogar einen französischen Nachnamen (kommt im Saarland vor) oder französische Wurzeln.

      elbowin,

      ich glaube, „Ceris“ ist walisisch. Die kennen „Ceri“ (wie Kerry gesprochen) für Jungen, das könnte die weibliche Form sein. Ich hatte mal ein entsprechendes Namensbuch.

    • Maria Th. sagt:

      Ja, dann schäm ich mich nicht, dass ich das nicht weiß! 😀

      Umso schrecklicher find ich den Namen!!!

    • Maria Th. sagt:

      @ Ina
      Danke für die Info!
      Carolin finde ich für einen Jungen aber schwer daneben, da könnt ich mir eher Alin vorstellen. Gerade kommt mir eine Assoziation: Robin Hood – Allin vom Tal (Da aber eben mit Doppel-L, dann ist es klarer). Die Richtung in französische wäre aber eher Alain, denke ich. Der Name Alin ist nicht schlecht, aber eben m.E. doch uneindeutig und von daher erklärungsbedürftig.
      Carolin ist hier recht verbreitet, aber nur und ausschließlich als Mädchenname. die frühere bayerische Fernsehansagerin und heutige Moderatorin Carolin Reiber hat den Namen (in der Schreibweise) in Bayern bekannt gemacht, vorher gabs nur Karolina/e.

    • elbowin sagt:

      @ina:

      ich glaube, „Ceris“ ist walisisch. Die kennen „Ceri“ (wie Kerry gesprochen) für Jungen, das könnte die weibliche Form sein.

      Ich glaube, Du hast die Erklärung gefunden, den Namen gibt es in diversen Schreibweisen, siehe hier: http://www.namenerds.com/welsh/trad1.html Ob die deutsche Umgebung die Aussprache des C als K hinbekommt?

      Vielleicht hat der kleine Namensträger ja sogar einen französischen Nachnamen (kommt im Saarland vor) oder französische Wurzeln.

      Die französischen Nachnamen sind in Preußen (dank hugenottischer Zuwanderung) häufiger als im Saarland.

    • Jan sagt:

      Zu der -in-Endung für Jungs: Lateiner an die Front! Ich hab mir das immer so erklärt, daß das eine germanische Rück-Verstümmelung des lateinischen Diminutivs -inus sei.

      Konrad -> Konradus -> Konradinus -> Konradin

      Karl -> Karolus -> Karolinus -> Carolin

      Und genau da kollidiert das dann halt mit der französischen, aber auch seit Jahrhunderten im Deutschen gebräuchlichen Feminin-Endung -ine.

      Keine Ahnung, ob das stimmt…

      Ronald -> Ronaldus/Ronaldo -> Ronaldinho -> Ronaldin 😉

    • Maria Th. sagt:

      Da magst du schon recht haben, Jan.
      z.B. Konradin, der letzte Staufer, der Enkel Friedrichs II.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich will bei Mara auch immer i’s kaufen, allerdings aus einem amderen Grund. Mich stört, dass Naemi aich im Buch Ruth in Mara umbenennt, um die Trauer und Bitterkeit über den Verlust ihres Mannes und ihrer Söhne zu zeigen, Mara bedeutet „bitter“, Naemi „lieblich“.

    • Isa sagt:

      Maria Th.
      Renesmee ist aus „Twilight“.Bella setzt es zusammen aus Renee und Esme

  4. Maria Th. sagt:

    Ah, die Zwillinge habe ich ganz vergessen:

    Mathilda Élise & Karla-Marlène: ohne die pseudo-eleganten französischen Accents sehr schön
    Jakob Ferdinand & Magdalena Theresa: an sich sehr gut, obwohl ich kein Fan von (P)Ferdinand bin (noch dazu bietet sich hier das „Pferd“ durch den Schluß von Jakob umso stärker an); Jakob mit einem anderen Zweitnamen wäre vielleicht besser gewesen.
    Theodor Gustav & Mathilde Alberta: sehr klassisch, Theodor ist besonders schön, die anderen drei sind nicht ganz so meine Favoriten, an Mathilde gewöhne ich mich langsam, ohne dass es mir schon gefällt.
    Ben & Emilia: das übliche, tut niemand weh, ist in Ordnung
    Sofia & Hannah: hier ebenso
    Enno & Mattis: na ja, nicht so mein Fall
    Willi & Elsa: warum nicht Wilhelm? Willi ist einfach nur eine Abkürzung, passt hier gar nicht zur erhabenen Elsa
    Fabio & Noah: Zeitgeist
    Emma & Lasse: Emma ist üblich und ok, Lasse ist für mich einerseits Bullerbü, andererseits 1. Person Singular von lassen bzw. die aussprachlich verschliffene Form von „Lass sie!“
    Mina & Arda: nein, tut mir leid, gefällt mir auch nicht

    • Jan sagt:

      Theodor Gustav & Mathilde Alberta: sehr klassisch, Theodor ist besonders schön, die anderen drei sind nicht ganz so meine Favoriten, an Mathilde gewöhne ich mich langsam, ohne dass es mir schon gefällt.

      Finde ich auch schön und eben mal „gelungen klassisch“ ohne modernes, „internationales“ Hintertürchen oder individualisierende Häkchen. Abgesehen vielleicht davon, daß ich bei Alberta sofort an Kanada denken muß… Aber bitte sehr, wenn denn eben doch noch Onkel Albert mitbedacht werden mußte – wir sind hier Schlimmeres gewöhnt. 😉 Dennoch: m.E. eine gelungene Doppel-Kombination. Lasse glücklich werden.

      Maria Theresia, warum mußt Du Dich an Mathilde gewöhnen? Das ist doch völlig traditionell… Gewöhnungsbedürftig finde ich dann eher Mat(h)ilda…

    • Maria Th. sagt:

      Mathilde ist natürlich ein traditioneller deutscher Vorname, der hat mir aber leider noch nie gefallen; ich bin sogar mit einer Mathilde in die Schule gegangen, die war vielleicht unglücklich mit ihrem Namen! Klingt für mich altmodisch und tantenhaft. Wie gesagt, ich muss mich erst dran gewöhnen, bin aber auf dem Weg 🙂

      Mathilda fand ich immer frischer, moderner, ich höre noch den Harry-Belafonte-Song (auch von Udo Jürgens) „Matilda, Matilda, she take me money and run Venezuela…“ oder das australische „Waltzing Matilda“, z.B. von Rod Stewart.

    • Jan sagt:

      Mathilda fand ich immer frischer, moderner, ich höre noch den Harry-Belafonte-Song (auch von Udo Jürgens) „Matilda, Matilda, she take me money and run Venezuela…“ oder das australische „Waltzing Matilda“, z.B. von Rod Stewart.

      🙂

      In meinem erweiterten Umfeld wurde vor einiger Zeit ein Mädchen Matilda genannt. Ich war da auch sofort bei „Waltzing Matilda“, eben der inoffiziellen australischen Nationalhymne. Soweit ich weiß, heißt das allerdings so etwas wie „Wander-Rucksack“… Und dazu dann noch in der pazifistischen Brechung von Eric Bogle (und der Cover-Version von den Pogues aus den 80ern – herrlich mit der versoffenen Stimme von Shane MacGowan): „And the Band Played Waltzing Matilda“. Sozusagen ein Meta-Lied…

    • Maria Th. sagt:

      so etwas wie „Wander-Rucksack“…

      Das Behältnis für Handwerksburschen heißt in Deutschland ja auch Charlottenburger; und Kelly-Bags und Pompadours gibt’s auch. Es gibt bestimmt noch mehr Beispiele…
      Taschen etc. haben eben auch so ihre Eigennamen 😉

    • Maria Th. sagt:

      Handwerksburschen gehen auch auf die „Walz“, möglicherweise kommt die Waltzing Matilda als Bezeichnung für den Wanderrucksack auch von daher?!

    • Jan sagt:

      M.Th.,

      Taschen etc. haben eben auch so ihre Eigennamen

      Hähä, ja! 😀 Ich laufe hier auch noch immer mit ’nem 80er-Jahre-BW-Rucksack rum, der im Grunde der alte Wehrmachts-Rucksack ist, aber dann sogar schon durch die Punks in den späten 70ern geadelt wurde. 😉 Einen persönlichen Vornamen hab ich für den aber nicht.

      Ich weiß nicht, wie Frauen das dann mit ihren Handtascherln halten. 😉 Jedenfalls waren diese Herren-Handtaschen der 90er und 00er für mich immer eine der abstoßendsten Mode-Torheiten. 😀

    • Maria Th. sagt:

      Ja, persönliche Vornamen für die individuelle Tasche glaube ich, gibt’s nicht, ich nehme auch immer bloß „meine Tasche“. Ich meinte ja den Namen für die Taschenart.
      Das mit den Vornamen für Gegenstände wie z.B. Autos oder sonstige Geräte stammt aus den 70ern und ist laaaaaange out. Ich erinnere mich aber, dass der Großkopierer an unserer Schule (ein Wunderwerk der Technik in den 70ern) Hannibal genannt wurde (der Grund für diesen Namen ist mir aber nicht bekannt). Autos (vorwiegend kleine, entenartige 😉 ) hießen auch Heinrich, Idefix, Tante Hilde etc. Das hat aber wohl auch lange Tradition, mir fällt gerade die „Puffing Billy“ ein, eine der ersten Dampfloks in England (im Deutschen Museum in München steht noch so eine).

  5. elbowin sagt:

    Heute eine kleine Horrorshow …

    Jenna * Jameson oder Bush?
    Laila Amaryllis * driftet (vor allem mit dem Zweitnamen aus dem Räuber Hutzenplotz) sehr ins 1001-Nacht-Feen-und-Märchenland ab
    Mariella Renesmee * Biss zum Abwinken
    Mariami (w) * wohl eine kleine Afrikanerin, willkommen hier!
    Lisbeth-Charlott * Scharlott mit Sch wäre wenigstens konsequent, so sieht’s einfach nur misslungen aus
    Finny Milam-Maxim * Junge oder Mädchen? Iwie total verbastelt
    Enno Hieronymus Erwin Manfred * Erwin Manfred klingt nach Rommel (Vater und Sohn)
    Ceris-Maxi (w) * Nach der römischen Göttin der Frühstückscerealien benannt? Müsste dann aber Ceres heißen
    Tristan Arjan * in trauriger Arier?
    Mara Luise * Mara Lotta * Gleich zweimal Mara L., wow, ich dachte Mara wäre schon wieder out

    • Jan sagt:

      @elbowin

      Mariami (w) * wohl eine kleine Afrikanerin, willkommen hier!

      Hatte ich auch sofort gedacht (oder besser: gemutmaßt): Tochter von Flüchtlingen aus Eritrea. Und eben: Willkommen hier.

      Erwin Manfred klingt nach Rommel (Vater und Sohn)

      Ach ja, stimmt ja… :idee:

    • Maria Th. sagt:

      Ja, richtig! Die Fee Amaryllis aus dem „Räuber Hotzenplotz“! Ich hatte zuerst nur die Pflanze im Kopf.

  6. Jana Z. sagt:

    Na Knud,diesmal ein paar gewagtere Namen dabei.Oder es war ja gar nicht Knud
    Beim Durchblicken sind mir so zwei,drei Gedanken gekommen
    Finny Milam-Maxim – Thommy,Benny,Finny…für einen kleinen Jungen noch jenseits der Schulpflicht mag das ja niedlich klingen,aber als erwachsener Mann die Koseform eines Namens tragen…finde ich persönlich unpassend.Und Finny ist doch weiblich?
    Ebenso kann ich dem Namen Noelle-Poppy nichts abgewinnen.
    Und zu den „Bindestrich-Namen“: viele Leute sind sich der Bedeutung des kleines Striches nicht bewusst.

  7. Ina sagt:

    Maria Th.,

    ich hatte mal einen englischen Kollegen, der als Alternativschreibweise zu Alan/Allan/Allen Alyn hatte, aber wie die anderen drei Schreibweisen gesprochen wurde. Es könnten sich natürlich auch Leute da „orientiert“ haben (wie es das ja bei einigen Namen gibt). Ich glaube, Alin und Alain, wenn es Alin als französischen Männernamen geben sollte, wären entweder zwei Varianten oder gleich zwei getrennte Namen.

    elbowin,

    dank für die Info mit den französischen Nachnamen. Ich kannte bisher nur Saarländer mit französischen Nachnamen (gern zu so Vornamen wie Klaus oder Birgit bei in den 50er-60er Jahren geborenen Leuten), das andere wusste ich nicht.

    Bei Ceris glaube ich schon, dass das K hinbekommen wird. Es gibt ja englisch Carrie oder Cassie oder so, woher die Eltern das geleitet haben könnten. Mit dem Rest der korrekten Aussprache könnte es problematisch werden. Vielleicht kennen die Eltern sie selbst nicht und sprechen es Carries oder Carris oder ähnliches. Ob aus Unwissenheiten oder weil man es in irgendeinem Dialekt falsch gehört hat, kann man wenn es so sein sollte nicht wissen, wenn man die Familie nicht kennt. (Ich bin immer sehr vorsichtig damit zu sagen, ich find einen Namen irgendwie nicht gut oder doof oder gut oder toll, dafür, dass er vergeben wurde müssen die jeweiligen Eltern gradestehen.)

    Jans Erklärung mit der -in-Endung kann ich zwar mangels eintsprechenden Kenntnissen nicht bestätigen oder verneinen, klingt aber schlüssig.

  8. maia sagt:

    Ich habe ein paar Kommentare zu Einzelnamen:
    Cornelius* ein Eifel-Kind? Habe hier gelernt, dass der Name dort besonders verbreitet ist und tatsächlich kenne ich nur Corneliusse aus der der Eifel.
    Malia* der Klang ist schön aber die Silbe „Mal“ ist für ich zu sehr negativ belastet. Obama scheint es aber auch nicht gestört zu haben.
    Lisbeth* In Köln undenkbar: Un wie durch Zufall kom et Lisbeth vorbei.
    Et wor nit jrad ne Schoß,op dä mer fleje muß,
    doch wenn et dunkel weed, sin alle Mädche schön.

    Meine Mädchen-Lieblinge heute (einzeln):
    Merle, Lani, Jenna, Helena, Jill und irgendwie auch Amaryllis

    Bei den Jungs:
    Jari, Nicolas und Titus

    • Maria Th. sagt:

      Ich kenne auch einen Cornelius aus unserer Gegend, gibts aber selten.
      Malia ist ja nicht weit von Amalia/Amelie entfernt…meinst du die Silbe MAL im Sinn des französischen mal für schlecht? Das wäre für mich jetzt zu weit hergeholt, ich würde es nicht so empfinden.

      Stimmt schon, Amaryllis ist vom Klang an sich sehr schön, aber als Name viel zu hochgestochen bzw. exotisch-prinzessinnenhaft.

    • Anonymous sagt:

      Ja, ‚Malia‘ lässt mich tatsächlich an die französische Vorsilbe für ’schlecht‘ denken. Abgesehen davon finde ich ihn aber vollkommen in Ordnung.
      Zu Amaryllis: ich habe eine echte Schwäche für Blumennamen.

    • Jan sagt:

      Also, ich meine auch, daß Malia einfach nach „Les fleurs du mal“, „Le mal jaune“ oder sowas klingt. „Le mal“, das ist einfach eines der finstersten und bedrohlichsten Wörter der französischen Sprache. Das sollte man nicht zu einem Vornamen verwursten…

    • Rebecca Sophie sagt:

      Meines Wissens ist Malia eine Form von Maria, die mir aber auch zu verweichlicht ist.
      Außerdem muss ich da immer an Mali (das Land) und Malaria denken und jetzt auch noch mal…
      Bleibt beim r!

  9. Jan sagt:

    Noelle Poppy:

    Elisabeth Noelle-Neumann.
    Diese Mohnblumen, die die Engländer traditionell tragen, um über EU-Austritte zu trauern.
    Pop.
    Poppen.
    Au Mann, das ist wirklich ein Pop-Name…

  10. Rebecca Sophie sagt:

    Laila Amaryllis * Amaryllis habe ich schon mal gehört, nicht unbedingt in einem allzu positiven Zusammenhang
    Greta Henrika * schön, allerdings fände ich Henrike, gerade in dieser Kombi hübscher.
    Nicolas-Alin * Alin habe ich noch nie gehört, klingt für mich nach einem Mädchennamen. Und der Bindestrich macht keinen Sinn.
    Amelie Chiara * Amelie ist französisch, wenn auch dort etwas anders gesprochen, Chiara italienisch, Amelie Claire oder Amelie Clara wäre hübsch, auch wenn ich Amelie nicht mag.
    Mariella Renesmee * Renesmee ist ein erfundener Name aus Twilight, ist als ZN aber machbar, allerdings hätte ich einen etwas seriöser wirkenden Namen als die verspielte Mariella als EN bevorzugt.
    Staycen * Nie gehört, hätte auch daruf verzichten können
    Mathea Catharina * Catharina gibt es? Ich kannte bis jetzt nur Catarina, Catherine und Katharina, ansonsten wirkt die Kombi für mich aber stimmig.
    Loki-Heinrich * Zum nordeutschen Gott Loki hätte ich Hen(d)rik passender gefunden, sonst freue ich mich aber über einen Heinrich, auch wenn der Bindestrich nicht nötig gewesen wäre.
    Mariami (w) * Nie geehört, eine Verniedlichung von Maria(m)?
    Lisbeth-Charlott * Elisabeth(-)Charlotte finde ich super, auch in der Kurzform Lieselotte, Lisbeth mag ich auch, Charlott hätte ich allerdings ein e gegönnt und das Strichlein gestrichen.
    Finny Milam-Maxim * Milam Maxim ist mir für einen Doppelnamen zu ähnlich, das y bei Finny hätte man sich sparen können.
    Hilda Annik * Auch hier hätte ich gerne einen Vokal am Ende
    Enno Hieronymus Erwin Manfred * Hieronymous ist super, Enno ist machbar und DN und VN klingt sehr nach Nachbennenung.
    Ceris-Maxi (w) * ???
    Leja * Eine kreative Lea oder gibt es da eine Geschichte zu?
    Liv Helena * Liv finde ich super, ich hätte allerdings die m.E. ruhigere Helene als ZN bevorzugt.
    Merle Leonie * Abgesehen davon, dass ich Leonie nicht mag stört mich das le-le.
    Thies Jorik * Zähne 😉 Ansonsten gut machbar.
    Jari Niklas * Woher kommt Jari? Ich kannte bis jetzt nur Juri.
    Noelle Poppy * Bitte nicht Poppy in Deutschland, das kommt wirklich nicht gut.
    Jonas Mads * Zwei zischende Endungen mit a als Vokal direkt nacheinander wäre mir zu ähnlich, und Mads bitte mit t (oder Matthias)
    Fietje Sylvester * Über Silvester freue ich mich, auch wenn ich ihn nicht vergeben würde, aber was soll das j bei FietJe und was das y bei SYlvester?

    Mathilda Élise & Karla-Marlène * EN klassisch deutsch, ZN französisch, das lässt an bilinguale Kinder glauben, aber warum hat Zwilling 2 einen Bindestrich?
    Theodor Gustav & Mathilde Alberta * Sehr schön, EN klassisch, ZN altdeutsch und Mathilde mit E.
    Sofia & Hannah * Die spanische oder italienische Schreibweise von Sophia will für mich nicht richtig zur eher deutschen oder englischen Hannah passen, da in Spanien und Italien kein h gesprochen wird, Sofia und Ana oder Sophia und Hannah fände ich gut.
    Willi & Elsa * Passt meiner Meinung nach ganz gut, da beides Kurzformen von klassischen Namen sind, die Vollformen hätte ich aber trotzdem, insbesondere bei Willi (trotz Brand)bevorzugt.
    Emma & Lasse * Auch wenn ich Lasse nicht mag (zu kindlich, zu bullerbüiesrt) finde ich diese Kombi stimmig, beide Namen haben dieselben Vokale und einen Doppelkonsonst, der aber ganz verschieden ist.
    Mina & Arda * Was ist Arda? Ich kenne nur Ada, gefällt mir aber ganz gut.

    • ichbins sagt:

      Mina und Arda klingt für mich türkisch, zumindest kenne ich ein türlisches Mädchen namens Arda. Und Mina kommt in dem Sprachraum ja auch öfter vor.

  11. Anonymous sagt:

    Nur wenig Schönes dabei in dieser Woche…

    Kombinationen, die ich in Ordnung finde (auch wenn ich sie nicht vergeben würde):
    * Moritz Fiete
    * Sverre-Anton – ohne Bindestrich
    * Thies Jorik
    * Liv Helena
    * Mara Luise – aber lieber als Mara Louise

    Schöne Einzelnamen:
    * Greta
    * Janno

    Bei den Zwillingen mag ich nur Emma & Lasse.

    Wirklich schockiert diese Woche haben mich:
    * Laila Amaryllis
    * Mariella Renesmee
    * Lani Talea
    * Staycen
    * Loki-Heinrich
    * Lisbeth-Charlott
    * Finny Milam-Maxim
    * Enno Hieronymus Erwin Manfred
    * Ceris-Maxi (w)
    * Jill-Milane
    * Noelle Poppy
    * Fietje Sylvester
    Wer tut seinem Kind einen solchen Namen an…

  12. Annemarie sagt:

    Bei Malia stört mich auch das Mal-, kenne ich auch aus dem Medizinischen, Malignom z.B. für einen bösartigen Tumor 🙁 Komischerweise gibt es aber Namen, bei denen mich das nicht stören würde, Malva oder Malwina etwa.

    Finny heißt die Hauptfigur (ein Phantasietierder Gattung Nestrier) im Zeichentrickfilm „Ooops, die Arche ist weg“ (2015), vielleicht haben die Eltern den gesehen.

    Schön finde ich
    Mathea Catharina
    Hilda Annik (obwohl das -a A- nicht unproblematisch ist)
    Theodor Gustav & Mathilde Alberta

  13. Stine sagt:

    Ich habe mich über Jenna gefreut – obwohl sie hier in den Kommentaren noch meist ignoriert wird. Vor ein paar Wochen bin ich über den Namen gestolpert – nachdem ich ewig nach ausgefallenen, aber nicht allzu abgedrehten Mädchennamen gesucht habe. Ausgesprochen mit dem Jakob-J finde ich den Namen schön und um Welten besser als Jenny (dem Kevin seine große Cousine 😛 )

    • Rebecca Sophie sagt:

      „Ganz so schlimm“ finde ich Jenny dann doch nicht, sogar einer der wenigen englisch anmutenden Namen, die hier ganz gut machbar sind, da fällt mir jetzt höchstens noch Lilian und Oliver ein, oder eben Namen, bei denen man es nicht sofort sieht und die es in beiden Aussprachen gibt. (Olivia, David)

    • Maria Th. sagt:

      Wenn das Kind „Jenna“ mit Jakob-j heißt, wird es vermutlich von den meisten zunächst trotzdem als Dschenna angesprochen werden, wenn sie dem Namen zuerst in schriftlicher Form begegnet sind. Das wird schon automatisch durch die Namen Jenny oder auch Jenna impliziert, die eben aus dem Englischen bekannt sind.

      Hab gerade mal spaßeshalber wiki bemüht, ich weiß nun nicht, ob der Name uneingeschränkt empfehlenswert wäre (unter 12 erwähnten bekannten Namensträgerinnen sind 6 eher unbekannte Schauspielerinnen und immerhin 3 Pornodarstellerinnen):

      https://de.wikipedia.org/wiki/Jenna

      Keine Ahnung, ob diese Verteilung in irgendeiner Weise repräsentativ ist, höchstvermutlich NICHT. 😉

  14. Wenke sagt:

    Jenny ist für mich recht klassisch (Jenny Treibel) und meine Freundin heißt Jenny mit Jakob-J. Kenne noch weitere Jakbo-J-Jennys.

    Mir ist allerdings klar, dass die allermeisten Menschen Dschenny sagen. Als große Cousine von Kevin empfinde ich ihn dennoch überhaupt nicht. Das sind dann eher Dschennifer und Dschessica.

    Wenke

    • Jan sagt:

      Na ja, ist eine Witznamens-Fundgrube wie „Frau Jenny Treibel“ wirklich ein Maßstab für „klassisch“? Dann könnte man auch mal wieder mit den Buddenbrooks kommen…

      Ich muß zugegeben, daß ich eine Jenny auch sofort als Dschenni aussprechen würde, obwohl ich mir ansonsten oft einen Jux darauf machen, englische Wörter absichtlich deutsch auszusprechen, um nicht für einen Piesen gehalten zu werden.

      So, Fußball geht weiter…

  15. Mark sagt:

    Zu Alin:

    Der Name ist in Rumänien recht beliebt (als Männername). Im Rumänischen werden ab und zu weibliche Namen in männliche umgeformt. So wurde zu dem weiblichen Catalina auch die relativ beliebte männliche Form Catalin geformt. Alin leitet sich tatsächlich auch von Alina ab–Alina gab es zuerst, dann erst wurde die männliche Version daraus geformt…

    • Ina sagt:

      Das ist interessant. Also die Entstehung, dass es die Namen gibt wusste ich. Könnte es dann auch sein, dass die Nachbarn meiner Mutter ihre Namenswahl zumindest mit rumänischer Inspiration getroffen haben (meine Vermutung, dass die das irgendwo aus Osteuropa haben steht schon länger). Also wenn es in Rumämien Carolina als weiblichen Namen verbreitet geben sollte, dass die dann auch den ein oder anderen Carolin haben? Könnten die Nachbarn ja irgendwieb erfahren haben.

      An einer Kirchentür bei mir im Dorf hangen heute Geburtsanzeigen aus. Da haben Leute ihren kleinen Sohn Bernhard genannt, fällt mir gerade wieder ein, weil du mal geschrieben hast, dass das einer deiner Lieblingsnamen ist. Zweitname stand nicht dabei und Nachnamen auch nicht öffentlich.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ein ca. 15/16-jähriger Bernhard ist mir auch letztens begegnet. Der wurde aber Berni genannt, den richtigen Namen erwähnte jemand anders.

    • Mark sagt:

      @Ina und Rebecca Sophie:

      Danke für die Bernhardt-Nachrichten–freue mich, wenn ich höre, dass Jüngere noch so heißen. Ist wirklich ein Lieblingsname von mir.

      Benno oder Bernd fände ich eigentlich schöner als Berni, was Rufnamen angeht.

  16. Anna sagt:

    Sehr geehrter Herr Bielefeld,

    wie finden Sie den Vornamen Virsavia? Ist das die griechische Form von Bathseba?

  17. celia sagt:

    mir gefallen:

    Hilda Annik
    Greta Henrika
    Leonard Cornelius
    Mathea Catharina
    Henrik Constantin
    Jakob Ferdinand & Magdalena Theresa
    Theodor Gustav & Mathilde Alberta

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