Vor einigen Tagen ist eine wissenschaftliche Studie erschienen, nach der Namen wie Alexander, Sophie oder Marie in den Ohren von Lehrern leistungsstärker klingen als Chantal, Mandy oder Kevin: Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.
Vor allem Lehrer, Menschen, die Kevin heißen und Eltern von Menschen, die Kevin heißen, sind eher nicht so gut auf dieses Thema zu sprechen.
Nicht ganz unbegründet. So wird in Frage gestellt, ob tatsächlich nur die Ansichten von Lehrern in die Auswertung eingeflossen sind. Der Fragebogen konnte im Internet von jedem Nutzer aufgerufen werden und (böse böse böse) manipuliert werden.
Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Angaben stimmen, ist die befragte Gruppe nicht repräsentativ: Ein Blick in die Ausarbeitung verrät, dass vor allem verhältnismäßig junge Lehrer mit wenig Berufserfahrung teilgenommen haben. Zudem kommt die Mehrheit der Umfrageteilnehmer aus den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Der Frauenanteil von fast 90% ist allerdings ein Indiz dafür, dass tatsächlich vor allem Grundschullehrer(innen) ihre Meinung geäußert haben – es gibt kaum männliche Grundschullehrer.