Martin – besonders beliebt in Rosenheim

Der Name Martin ist eigentlich aus der Mode gekommen, richtig häufig vergeben wurde er zwischen 1960 und 1980.  Neulich wurde hier im Blog darüber diskutiert, ob Martin vielleicht in bestimmten Regionen nach wie vor beliebt ist. Ich habe das anhand meiner Daten geprüft:

Martin nach Postleitregionen

So richtig häufig kommt Martin heutzutage in keiner Region Deutschlands vor. In und um Rosenheim (Geburtsorte, deren Postleitzahlen mit 83 anfangen) ist Martin aber viel beliebter als anderswo. Dort gehört Martin locker zu den Top 100 der beliebtesten Jungennamen , in ganz Deutschland reicht es gerade mal für Platz 150.

Auch in der Postleitregion 96 (unter anderem Bamberg) ist die relative Häufigkeit ungewöhnlich hoch. Allerdings habe ich für diese Gegend leider nur verhältnismäßig wenige Geburtsmeldungen gesammelt, so dass dieser Wert nicht so aussagekräftig ist.

Einen grauen Fleck hat die Martin-Karte rund um Bad Homburg (Postleitzahlen mit 61…). Dort habe ich seit 2006 für meine Stichprobe von Geburtsmeldungen keinen einzigen Martin gefunden.

 

Immer mehr Mädchennamen mit -a

Wer zumindest ein kleines bisschen Latein gelernt hat, hat davon gehört, dass die Endung -a meistens zu einem weiblichen Nomen gehört. Ob darum immer mehr Eltern ihren Töchtern Vornamen geben, die mit -a enden? Oder ist es einfach eine Modeerscheinung?

Der Anteil der Mädchennamen mit -a am Ende steigt in Deutschland seit den 1940er Jahren. Damals bekam nur jedes dritte neugeborene Mädchen einen solchen Vornamen. Heutzutage ist es umgekehrt: zwei Drittel der weiblichen Vornamen hat die Endung -a (oder -ah). In den 1910er und 1970er Jahren war das Verhältnis ausgeglichen. Diese Aussagen gelten allerdings nur für die ersten Vornamen.

Mädchennamen mit der Endung a

Die beliebtesten Zweitnamen sind heute auf dem Erstnamen-Stand der 1970er Jahre, was die Endung angeht. Ungefähr die Hälfte der zweiten Vornamen endet mit -a.

Jungennamen mit -a am Ende gab es in Deutschland vor hundert Jahren fast gar nicht – in den 2010er Jahren machen Luca, Mika und Co. schon fast fünf Prozent der männlichen Namen aus.

GfdS 2014: Maximilian und Sophie verteidigen ihre Spitzenposition

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat ihre Auswertung der in Deutschland im Jahr 2014 am häufigsten vergebenen Vornamen veröffentlicht. Diese Auswertung stützt sich auf die Daten vom ca. 650 deutschen Standesämtern, die insgesamt rund 898.000 Einzelnamen meldeten. Im Schnitt hat jedes Neugeborene des Jahres 2014 1,45 Vornamen, so dass die Namen von ca. 619.000 Kindern ausgewertet wurden. Eine ähnliche Auswertung hat vor wenigen Tagen das Namenkundliche Zentrumder Universität Leipzig vorgestellt.

Insgesamt wurden 56.919 verschiedene Namensformen erfasst (29.311 Mädchennamen und 27.608 Jungennamen). 38.175 unterschiedliche Namen wurden nur einmal vergeben.

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Halbzeitergebnis der beliebtesten Vornamen der 2010er Jahre

Halbzeit: Die ersten fünf Jahre des aktuellen Jahrzehnts sind vergangen, fünf weitere folgen. In meiner Datenbank sind die Vornamen von über 830.000 Kindern aus den Geburtsjahrgängen 2010 bis 2014. Das sind genügend Daten, um aussagekräftige Top 1000-Listen zu erstellen.

2010er Jahre

Die beliebtesten Vornamen der Jahrgänge 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014

Weibliche Vornamen Männliche Vornamen
  1. Mia
  2. Emma
  3. Hannah/Hanna
  4. Sophia/Sofia
  5. Lea/Leah
  6. Anna
  7. Lena
  8. Leonie
  9. Marie
  10. Emily/Emilie
  11. Lina
  12. Emilia
  13. Lilli/Lilly
  14. Amelie
  15. Sophie/Sofie
  16. Laura
  17. Luisa/Louisa
  18. Lara
  19. Johanna
  20. Nele/Neele
  21. Maja/Maya
  22. Sarah/Sara
  23. Clara/Klara
  24. Leni
  25. Charlotte
  26. Pia
  27. Julia
  28. Alina
  29. Lisa
  30. Zoe
  1. Ben
  2. Leon
  3. Lucas/Lukas
  4. Paul
  5. Luca/Luka
  6. Finn/Fynn
  7. Jonas
  8. Luis/Louis
  9. Maximilian
  10. Felix
  11. Noah
  12. Elias
  13. Max
  14. Tim
  15. Julian
  16. Moritz
  17. Philip/Philipp/Phillip
  18. Niclas/Niklas
  19. Jacob/Jakob
  20. Alexander
  21. Jan
  22. Henri/Henry
  23. David
  24. Tom
  25. Fabian
  26. Eric/Erik
  27. Emil
  28. Oskar/Oscar
  29. Simon
  30. Jannik/Yannick